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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, May 04, 1882, Image 4

Image and text provided by University of North Texas; Denton, TX

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LokafcssjW
W
Sau Antonio, 4. Mai.
Die Schulftcucr.
Wir entnehmen einem uns vor eini
gen Tagen zugegangencu Schreiben das
Folaende: » ,
»Wir schicken unsere Kinder, oamu
sie etwas Tüchtiges lernen, in die
deutsch-englische Schule und bezahlen
schweres Schulgeld dafür-, Andere
schicken ihre Kinder Religioughalber in
die Brüderschule, wieder Andere in das
Kloster ec» und nun kommen diese
Hochschul - Enthusiasten und verlangen
von uns noch eine Extrasteuer, die wir
uns selbst auferlegen sollen. Hat da
nicht ein Familienvater völlig Recht,
wenn er, zusriedengestellt, daß sein
Kind mit zurückgelegtem 14. Lebensjahre
eine leidliche Eleinentarschulbildung ge
wonnen, es unbillig findet, daß er
Schulsteuer bezahlen soll, damit dass
Kind der überdies reichen Bürger noch
für mehrere Jahre die sogenannte Hoch
schule besuchen kann. Doppelten Grund
zur Beschwerde also haben wir, wenn
wir sehen, dasz wir um unsere Schul
steuer beschwindelt werden und dieselbe
überwiegend dieser Hochschule zugewen
det wird, und die Elementarschule sich
mit dem begnügen muß, was über
bleibt 2c.«
Wir ersehen aus der obigen Mitwel
lung, daß die irrthümliche Ansicht
herrscht, die Schulsteuer solle zum Bau
und der Unterstützung einer Hochschule
verwendet werden. Wir wissen aus
anderer Quelle, daß diese Ansicht unter
den Deutschen sehr verbreitet ist. Wer
sich die Mühe gibt, solche das Schul
wesen der Stadt schädigende Gerüchte
in Umlauf zu setzen, wissen wir nicht,
wohl aber wissen wir, daß es Zeit wird,
diesem Gerede energisch entgegenzutre
ten. Sau Antonio hat keine Hoch
schule, und wir sind ganz der Ansicht,
daß diejenigen, welche ihren Kindern
eine höhere Erziehung zukommen lassen
wollen, als die Freischule geben kann,
dafür aus ihrer Tasche zahlen sollten.
Hier handelt es sich aber um Herstel
lung eines Gebäudes für eine schon seit
Jahren bestehende städtische Schule-,
welche aus den oberen Klassen der
Freischulen besteht und den Schülern
denjenigen Unterricht angedeihen läßt,
den man heutzutage von jedem verstän
digen Menschen erwartet. Es wird in
diesen Klassen nicht mehr geboten, als
ejne gute deutsche Bürgerschule bietet,
genug fürs Leben, aber keine Gelehr
samkeit. Diese Schule hat bisher in
einem elenden Loche, ehemaligen Sol
datenbaracken, untergebracht werden
müsse-, und es wird jeht vorgeschlagen,
daß man ein anständiges Gebäude, wie
es der Stand·unserer Civilisation for
dert, siir sie herstellt, ein Gebäude, wie
« es jede hiesige Wardschule hat. Das
ist Alles. Wir sind der Meinung, daß
die Bürger die städtische Behörde in
diesem Bestreben unterstützen sollten.
Die Steuer ist eine geringe und wird
nur auf kurze Dauer erhoben werden.
Die deutsch-englische Schule hat mit
dieser Angelegenheit gar nichts zu thun.
Sie ist ein Privatinstitut und wer es
vorzieht, seine Kinder dort unterrichten
zu lassen, muß dafür bezahlen. Die
Freischuleu aber stehen jedem offen; sie
sind gemeinnühiae Institute, und wenn
unsere eigenen Kinder keinen directen
Vortheil daraus ziehen, so thut es die
Gesammtmasse des Volkes. Die Frei
schulen thun das Beste dazu, die Eini
lisation zu fördern, die Rohheit zu
unterdrücken und die Gesellschaft vok
Schaden zu schütem Je mehr Schulen, «
desto weniger Verbrecher werden wir
haben. Es ist unser Aller Interesse,
die Freischnlen zu unterstützen, und
deßhalb empfehlen wir noch einmal,»
die verlangte Schulsteuer zu gewähren. ;
Die Prügelstrase in Schulen. »
Professor Rote hat sich in einer Zu-?
schrift an den Stadtrath zu Gunsten
der gänzlichen Abschaffung der Prügel
ftrafe in den Schulen ausgesprochen.
Wir bezweifeln, daß er aus Ueber-zeu-!
gung zu dem Schluß gekommen ist, kör- i
perliche Strafe aus den Freischulen zu i
verbannen, glauben ·v1elmehr, daß deri
Druck von einer gewissen Seite nament
lich von solchen, die nie die geringste
Erfahrung in Sachen der Pädagogik
gemacht haben, ibnszur Nachgibigkeit
veranlaßt hat. Wir sind gewiß gegen
das handwerksmäßige Schlagen in den
Schulen, gegen die beständige Handha
bung der Ruthe, des Stockes oder des·
Linealsz wer aber je selbst unterrichtet
hat, der weiß, daß es Fälle gibt, wo
nnr ein fchnelles, entschiedenes Eingrei
fen des Lehrers seine Autorität wahren
und sein Wirken für die Zukunft nütz
lich machen kann. Was will er im Falle
thiitlicher Widerseßlichkeit des Schülers
gegen ihn thuni Nicht alle Schüler(
sind gleich; einige sind willig und
gehorsam, andere starrtöpsig und bös
willig. Läßt man die lesteren gewäh
ren, so werden die ersteren durch sie ver
dorben. Wenn wir von körperlicher
Züchtigung reden, fo meinen wir da
mit felbstverftändlich nicht brutale Be
handlung eines Kindes, ivie sie von
einigen unserer Zeitungsgenosfen hier
selbst geschildert worden ist. Das wa
ren Uebertreibungen. Die Strafe sollte
dem Alter nnd der Constitution des
Kindes stets angemessen sein und nur
im äußersten Nothfalle angewandt wer
den. Wenn die bedingungslosen Gegner
der Strafe in den Schulen einmal selbst
Unterricht geben wollten, würden sie zu
einer anderen Ansicht bezüglich körper
licher Strafe gelangen. Wir werden
ja sehen, wie das neue System jetzt, wo
jeder Schüler weiß, daß man ihn- nicht
mehr anrühren dars, wirten wird.
Erastuö Beet-.
Wir verweier unsere Leser auf die
an anderer Stelle publizirte Anzeige
des Herrn Erastus Reed. Derselbe hat
unstreitig das größte Möbclgeschäft im
Staate und liefert Möbel vom aller
seinften Parlorset bis zur gewöhnlichen
» Rims- Und Kücheneinricl)tung. Alles
i getchmackvoll und gut. Das Lager
von Teppichen, Oeltuchen, Rouleaux ec.
ist großartig; jeder Geschmack kann be
friedigt werden. Wer Möbel taufen
will, der spreche zuerst bei Erastus Reed
por
I ·-«it«ni·et cn von Verkau Händ U a '
W hdem Volksfestptfaizk c« msl
Ywa Mittwoch dexi 10. Mai Nachmit
tq »F F Uhr Zverpen auf dem Volksfeft
plus-W Eeutrcilgatxen, folgende Verkaufs
ständse Hm yessj Meistbietcndeu vermicthct
oervc TLJ » » . 1 «
4 entsnde Zur den Bettan von Vier
Lin-d Wem. F,
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Cream u. Lendotmde
2 » » Restaurant .
» - » 7
2 » » dkudcrkanfpotthv
sten. »
2 » » Schiekzgnttercem «
2 » » den Verkan rcu LU
gastiert
2 » » den Verkauf von
Früchten u. andics.
1 » » eTn CarousseL
2 » » denVerkaufvonKaf
fee und Kuchen. -
1 ausschließliches Recht für den Ver
kan von Ballons.
1 » » Recht für den Ver
kan von Blumen.
Eine Hälfte der gebotenen Summe
muß sofort auf dem Platze entrichtet wer
den, die andere nach Ablauf von zehn»
Tagen. öm «
- -——4
Eine Lobrcde aufs Bicr.
Das Bier als Besördeker der Mäszigs
keit ist der Titel eines Artikels der New
geriet ,,Sun«, worin jenes englische
latt sich mit anerkennenswerthem Frei
muthe, wie folgt, ausspricht:
»Der Whiskh war ehemals unser Na
tionalgetränk. Gegenwärtig aber sind wir
eineNation vonBiertrinkern geworden und
unsere Brauereien haben so rasch an Zahl
and Erzeugungssähigkeit zugenommen,
s daß wir nächst England und Deutschland
. die größte Biererzeuger der Welt sind.
s Diese Revolution wurde vor sünfund
» zwanzig oder dreißig Jahren durch die
s Einführung des Lagerbiers hervorgeru
! sen. Der Gebrauch desselben beschränkte
sich ursprünglich aus die Deutschen, wel
che damals in größerer Anzahl in’s Land
s zu strömen begannen, allein seine Billig
keit empfahl es bald der allgemeinen Be
s cicbthcit. Man fand, daß es leicht, wohl
« schmeckend und nur dann berauschend sei,
l wenn es in übergroßen Quantitäten ge
trunken werde. Außerdem bewärhten die
Wirthschasten und Gärten, in welchen es
verkauftward, rößere Anziehungskraft
auf anständige eure, als die gewöhnli
chen Bars, und die Besucher derselben er
schienen als harmlosere Leute« Man setzte
sich nieder und trank sein Bier mit Be
dacht, statt an einer Bar zu stehen und
den Whiskh hastig hinunter zu gießen,
wie eine Dosis Medizin,
Die Einführung des Lagerbiers und
die Popularität, die es rasch erlangte,
erwiesen sich als eine Wohlthat für das
Land. Der zunehmende Verbrauch des
milderen Getrankes verminderte ver
hältnismäßig den Verbrauch der Spl
rituosen, und die Folge hiervon war
größere Nüchternheit unter dem Volke.
Die Temperenzler sollten sich darüber
freuen, daß ein so mildes Getränk wie
das Lagerbier zum volksthümlichsteu im
ganzen Lande geworden ist. Der zu
nehmende Genuß desselben fördert die
Sache praktischer Mäßigteit in der
wirksamsten Weise, denn es kann von
den meisten Menschen täglich getrunken
werden, ohne deren Nüchternheit zu ge
fährden, während dem gewohnheits
mäßigen Genusse von Whisken nur
wenige huldigen können, ohne die be
dauerlichsten Fotgen heraufzubeschwö
ren.«
.-.——
Allcrlei.
— Wir machen alle diejenigen
welche tvillens sind Verkaufsstände aus
dem Volksfestplatze zu miethen, auf die
in einer anderen Spalte besindlichen
Anzeige aufmerksam.
— Die Arbeiten an den Seitenwegen
in der Alamo -Straße sind wieder aus
genommen worden und es sieht jetzt
wieder so aus, als ob die städtische Or
dinanz enforcirt werden würde.
— Turnerkränzchen Samstag Abend
den 6. Mai. Nur Turnern und deren
Gästen (Fremden) ist der Zutritt ge
stattet. 4,t3m
— Gen. J. B. Robertson von Waco
hat sieh mit folgendem Programm als
unabhängiger Gouverneurs-3kandidat öf
fentlich angekündigt: Er ist zu Gunsten
eines besseren und wirksameren Freischuls
systemsz gegen den Ankan unserer Bands
zu 81 40; gegen die Verschieuderung der
Freischnl- und Universitätsländereienz ge
gen Landmonopolisten und zu Gunsten
wirklicher Ansicdler; zu Gunsten der Ber
änderung der Konstitulion, wenn von ei
nem zu bestimmcnden Theil des Volkes
dies gewünscht wird; gegen Alles, was
ungesetzlicher Weise den Witten des Vol
kes unterdrücken kann.
— Die Santa Fe Bahn ist am it.
Mai in Lampasas eingelaufen. Alle Ar
beitskräfte der Bahn werden jetzt aus den
Bau der Zweigbahn von Brenham nach
Navasota verwendet werden.
— Am 2. ist in Martin der erste Ha
fer Idiedjähriger Ernte zum Markt ge
bracht worden.
·— Jnr Brazos nahe Bellville crtranken
beim Baden die 14jcihrigen Knaben
Schuld und Großmann.
Verlangt.
Zwei Kainmerwädchen S und zwei
Waschsrauen im H o r d H o te l.
James Wolfe, seCm
sm. Eigenthümer.
—, -----
An die hiesigen Geschäftsleute und
Vereine.
Da von verschiedenen Seiten die An
srage an das unterzeichnete Coniite ge
stellt worden, ob Privatpersonen oder Ge
sellschaften decokirte Wagen nach ihrem
eigenen Geschmack der Prozession am er
slen Tage des Volkssestes beifügen kön
nen, so werden Diejenigen, welche die
Ausschmückung solcher Wagen beabsichti
gen. ersucht, dem Vorsidenden des unter
zeichneten Eomites so bald wie möglich
Mitfheilung zu machen, welcher Art ver
Wagen ist, den sie zu liese1«ngedenlen,da
mit ihnen ver geeignete Platz in der Pro
zession angewiesen werden kann.
Da s Zugcomite.
A. Stemeking, Vorsitzenden
—-——-—«00·.-———-s
Rette Gllc Edge Tonlc eegnllrt die
Funktionen der Eingeselde.
l —- Ein neiter Theaterfkanpåhwird aus
Poch berichtet. Am Abend des ersten
April trat im dortigen Stqutheater
Frau von MosersSperner vom Meinin
get Hofthcatcr, welche mit dieser Rolle
ihr Gasispicl becndcte, als Jane Eyrc in
der »Wcise von Lowood« auf. Während
sie nun im zweiten Akte im schwarznsollei
nen Kleide erschienen war, trat sie- iin
dritten Akte, wo die Gouvernante eine
Gesellschaft erwarten sollte, im schwarzen
Atlasileide auf. Schon ehe sich dei
Vorhang hob, drang von der Bühne der
der Schall eines laut und heftig
geführten Wottwechsels zum Publikum.
Als nun bei Beginn dieses Altes Jane
Ehre seitwärts,wie zum Fenster hinaus,
spricht, erschien unerwartet der Theater
dircltor Scherenberg im gewöhnlichen
Anzuge aus der Bühne und erklärte, er
habe Frau v. Moser darauf aufmerksam
gemacht, daß ein kostbar ausgestattetes
Atlaskleid für die Rolle einer Gouver
nante nicht passe; sie habe ihm jedoch er
widert, darüber habe nur sie zu bestim
men, er habe ihr auf der Bühne nichts zu
sagen und solle sich entfernen. Er trage
demnach nicht die Schuld, wenn die Dar
stellerin in unpassender Kleidung ers cheine.
Kaum hatte der Theater-direkter geendet,
jo ergriff Frau v. Moser das Wort und
erklärte, der Theaterdireltor habe ihr ge
genüber Ausdrücke gebraucht, welche sie
nicht wiederholen könne; sie habe daher
Anfangs auch nicht weiterfpielen wollen.
Das Publikum ergriff für Frau v. Mo-.
ser Partei und rief ihr zu: ,,Weiter spie-— »
len!« und so setzte die Künstlerin unter»
lebhaftem Beifall ihr Spiel fort. Nach
Beendigung des dritten Aktes entbrannte,
wie man im Zufchauerraum vernahm, die
Fehde zwischen Theaterdirektor und
Schauspielerln auf’s Neue. Nach unge
wöhnlich langer Ausdehnung der Zwi
schenpause erschien, nachdem der Vorhang
wieder emporaegangen war der Theater
direktor im Frack, entschuldigte sichzu
nächst, daß er in der Erregung zuvor im
gewöhnlichen Anzuge vor das Publikum
getreten sei, und erklärte: die Rolle der
Jane Ehre werde pon einer anderen
Schauspielerin zu Ende gespielt werden.
Dagegen aber erhob das Publikum mit
dem Rufe: »Nein! nein!« lebhaften
Protest, Der Vorhang fiel nieder, jedoch
trat Frau p. Moser nor denselben. Sie
wurde vom Publikum mit za treichen
Blumensträußen überschüttet. Jetzt er
klärte sie, der Theaterdireltor habe sie
frech genannt und zu ihr geäußert: Sie
verdiene ein paar Ohrfeigen zu erhalten!
Das Publikum gab seiner Entriiftung
hierüber in lebhaften Worten Ausdruck.
Von einem Weiterspiel war nun selbst
verständlich nicht mehr die Rede, und
kaum war Frau v. Moser abgetreten, so
ging auch der eiserne Vorhang nieder.
— Fußwaschung in der Wiener Hof
burg. Wie alljährlich am Grundan
nerstaqe, wurde diesmal auch nach alt
hergebrachter Tradition von dem Kai
seruud der Kaiserin im Ceremonien
saale der Hosbucg die Fußwgschung an
zwölf alten Männern und zwölf altins
Frauen vollzogen. Nach dem Hoch
amte in der Hofpfarrkirche, welches kurz
nach 10 Uhr zu Ende war und welchem
der Hof anwohnte, kehrten der Kaiser
und die Kaiserin, das Kronprinzenpaar
und die Mitglieder des kaiserlichen
Hauses in die inneren Appartements
zurück. Um halb 11 Uhr wurden die
zwölf Greise und zwölf Greisinnen in
altdeutscher schwarzer Tracht mit breit
krämpiqen, niederen Hütem um welche
blaue Bänder aeichlunaen waren. in
den Saal geleitet. An der links vom
Eingange aufgestellten Tafel nahmen
die Frauen, an der rechten Tafel die
Männer Platz. Bald darauf traten
die Gebeimräthe, darunter die gemein
samen Minister Graf Kglnocky, FML.
Graf Bylandt-Rheidt und v. Szlavn,
der Ministerpräsident Graf Taaffe mit
den Mitgliedern feines Kabinets, die
Kännnerer und die Geistlichkeit, welche
bei der Ceremonie fungirie, in den
Saal. Wenige Minuten vor 11 Uhr
verkündigte der Oberceremonientneifter
Graf Hunyady durch ein Zeichen mit
dem Stabe das Nahen des Hofes.
Kronprinz Rudolph und die Erzherzoge
Karl Ludwig, Ludwig Bictor, Ferdi
nand Großherzog von Toskana, Jo
hann Salvator, Wilhelm und Rainer
gingen unmittelbar vor dem Kaiser
Franz Joseph. Danach traten die Pa
lastdamen in den Saal, sodann Kron
prinzefsin Stephanie und die Erzherzo
gin Maria Theresia. Nun erschien die
Kaiserin, begleitet von der Oberhof
meisterin Gräfin Goösz und dem Ober
hofmeister Baron Nopcsa, Die Cerc
nionie der Fußwaschung vollzog sich
sodann in der oft befchriebenen Weise.
Auf der Gallerie des Ceremonienfaales
hatte dem Akte ein sehr gewähltes Pu
blikum beigewohnt. Die resetvirten
Plätze auf der Estrade, die nur fiir das
diplomatische Kakus bestimmt find,
hatte esiie große Anzahl Diplomaten
mit ihren Damen eingenommen.
— Barnum sagt von seinem großen
Clevhanten: Er ist der größte lebende
Elevhant, zweimal so groß, wie irgend
welche zwei andere Clevhanten. Sein
erhobener Rüssel ragt 26 Fuß empor.
Seine Ohren sind so groß wie Flügel
thiiren· Er ist größer, als das Mastd
don der Vorzeit, und ein köni licher
Riese unter der Rate der afrikaåfchen
Elephanten. Er wurde an Batnnm
» verkauft und von diesem nach den Ver
Staaten gebracht trotz des Protestes der
ganzen englischen Nation.
—- Armer Longsellowl Die Mel
dung vom Tode Longfellow’S begleitet
ein Pariser Wochenblatt mit folgender
Notiz: »Der Dichter wurde zweimal in
seinem Leben vom Unglücke heimge
sucht: in den jüngeren Jahren verlor
er seine Frau aus tragische Weise, die
selbe verbrannte bei lebendigem Leibe;
später übersetzte Xavier Marmier einen
Theil seiner Werke iu’5 »Franzbsische«.
—Jahrelang hat Mancher sich init
seinen Hämorrhoidcn gequält und allerlei
’1,Tfnscl,iiiiittsl versucht, ohne daß ·il)m da:
durch geholfen ward, während die bequem
äußerlich anzuwendende its-Ubele
ihm sichere Heilung verheißt- ch
Schachtel voll zu 81 in allen Apotheke-n
zu haben. Proben frei. Franco zuge
schickt durch P. Neustädter etc Co» Box
Wilh New-York
Wagners Bazar
Nefrigerators,
Water Coolers,
Jce Cream Freezers,
Eis-Pitcher,
Eis-Boer,
Blumen-Töpfe,
Badewannen,«
Preserve-Jars,
Croquet-Sets,
Vogel-Käfige,
Hängemattcn,
Butterfässcr,
Wasch-Maschinen,
Fluting-Maschinen,
Porzellan-, Glas-, Weiden
und
I—1()1«Z-VVAAREN,
Sämmtliche
Z; Haushaltnngs-Gegenstände
W
u. f. w. u. f. w. u. s. w.
Jn Folge des großen Vorratheo und der noch immer ein
treffenden
Frühlings - Waaren
habe ich die Preise für folgende Artikel herabgesetzt, um Raum zu
schaffen und immer N e n e o zu bieten. Lefet die Liste sorgfältig
durch, sprecht nor nnd fragt nach den Preisen. 250 Stück ieinene
Lawn6, prachtvolle Muster, 100 Stücke echte französische Pereaio,
Yaedbreit. Einfache und Famy Piqueo in gro er Auswahl.
Buntings ! Buntings ! Buntingot Sonnenschirme ! Sonnen
ichirme i ! ! neu und modern. Weißwaaren jeder Qualität und
aiier Art, 1ii00 Stücke zu Preisen, die mit dem Vorrath bald auf
räumen werden.
Fächer, Spitzen, Besaiz und Damenioiiettenartikel nd in
Massen vorhanden zu bedeutend reduzirten Preisen. Unsier De
partement für Damens und Kinderschnhe füllt die ganze eine Hälfte
unseres Geschäftslolaies aus, wor and zu ersehen, daß wir in dieser
stakzche besonders Großes leisten können.
Herren- und Knaben-?knzüge, Hiith Schuhe, Stiefel und
Teiletteartikel sind Spezialitak « «
Was wir wünschen ist, daß man uns einen Besuch macht,
unsere Waaaren inspizirt und sich davon überzeugt, daß man nir
gendwo in der Stadt be f fe r u.biliig e rkaufen kann, als bei
una. Bringt Eure Kinder zu nno, um ihnen die Confirmationg
zrzüge zy taufen, die ietzt reißend schnell abgehen.
G. B, FRANI , Als-no Pia-a
Snn Yerjroffsirffrirth Barte
Dieser beliebte Erbolungoplatz ist einer
gründlichen Rrparatur unterzogen worden
und wird auch noch fortwährend verbessert
und verschönert werden. Man findet da
selbst allezeit allerlei Getränke, frisches-,
eisialtes Bier direkt vom Faß, importtcte
und einbeimische Cigarren ec« Jeden
Sonntag Nathan-tagt F r e i - K o n
ge r t. Zum zahlreichen Besuch ladet ein
Ferdinand Kerble,
24,4,t1M Pächter-.
— Hüte aller Sorten zu allen Prei
sen bei Pancoast ad Sohn.
P er l a n gt
eitle deutsche Familie (ohtte Kinder),
Der Mann, um Farinarbeiien zu ver-—
richten und die Frau, um den Haus
arbeiten vorzustehen.
Nachzusragen in der Expeditiott dieses
Blatt-IT 27,tv2tn
—Paneoast E Sohn haben
votrzggliche weiße Westen zu sl das
u ,
—- -—-—- wssodx -- --A
Ein neuer Stark. 4
Neue Waaren. s
Neue Preise
und Unternehmungsgeist.
Die Herren , A N »
Ecke Main - Plåa Ho LEHUtaösxquPßeI
haben ihr großes Lager von F r ü h- «
jabroi und Sommer-Waaren
eröffnet und laden die Bewohner der Stadt
und Umgegend ein, bei ihnen vorzuspres
eben, um sich von dem großen, grmäolten,
geschmachckoollen und gebiegenen Vorrath
von Schnittwaaren aller Art zu überzeu
gen, sich nach den Preisen zu erkundigen
und von den Offerten Gebrauch zu ma
chen, die ihnen hier geboten werden. Das
Lager umfaßt ein vollständiges Assoriii
ment von Fancy und Siapel Dth Goodo,
Besag, Band und Strumpfwaaren, Da
mens und Kinder-schaben, Herren- und
Knabeutleldern, Hirten, Stiefeln und
Schuhen. Alle Waaren find neu.
Unsere Preise find ebenso niedrig, wenn
nicht niedriger, wie die irgend eines Hauses
in Texas. Wir offeriren unseren Kunden
eine ganze Liste von Preisen für Einiäufe
von sl und werden aus diese Weise Ge
schenke im Werthe von 82000 ausgehen.
Also, wohl gemerkt: Jeder, der für 81
Waaren täuft erhält ein Ticket; für Ia
erhält zwei Ticketaz für W, drei Tickeia
und so fort, die ihn zu folgenden Preisen
berechtigen : Bank in Geld 85005 Pis
no 84005 elegantes Schlafzimmer - Sei
8250; Doktor-Sei sl75: goldene Arm
böndek 81003 schwarzseikenea Kleid 3100;»
50 Yade Brüsseler Teppich 8055 40
Yoro Faan Teppich 8353 Nähmaschine
8353 Kinder-vagen BUT-; schwarzer Hek
renanzug 835 und noch in andere Preise
im Wirthe von 25 Cenie hie zu Dez.
Wes sich eine Chanee auf diese höchst werth
vollen Preise sichern will, der kaqu bkl
den Herren A. Kahn G Co» ek
erhält seine Waaren geradeso billig nnd
gut wie irgendwo anders und hat neben
bei Aneslcht auf einen höchst aceeptablen
Gewinn. 18,-i,t1M
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Häupter in allen Arten von
«i1M bel
feinen Teppichen, Oeltuch,
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das jemals im Westen zu sinden war, eröffnet worden.
Der Vorrath von Schnittwaaren »
jst unübertrefflich in seiner Reichhaltigkeit.
Nut- (las Beste,
Dlocletsnsto
, ums Billigsste
c
wird geboten.
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derstoffe in großer Auswahl. Ferner Sommer-Unterzeug,
Sonnenschirme, allerhand Toilettenartikel Und Alles, was
in diese Branche schlägt Leinene Waaren vorzüglicher
Qualität besonders billig. Das Motto :
Das
West-elf - Derartement
tät anerkannt das qrößte in der Stadt. Dasselbe bietet
inrichtungen ebenso für den größten Palast, wie für das
einfache Farmhano, ’
Billige Verkaufe und schneller Umsatz
ist bis jetzt aufrecht erhalten worden und wird für immer
beibehalten werden.
Wer gut und billig kaufen will, der
weiß, daß es in seinem Interesse liegt, mich
zu besuchen. » »
L. WAka
14,3 Main Plaza, Sau Antoniv, Terms-.
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