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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, June 06, 1883, Image 4

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Eigeues Urtheil nnd Autoritäten
- glaube.
Unser Nachbar, der »chublikancr«
bon Börne, nimmt sich des Herrn
Schurz in folgenden Wortenjanx »Der
Raum gestattette es uns nicht den Brief
des» errn Schutz in der Westlnaen Post
abzu rucken, in welchem er Ra er, von
der Jll. Stztg.» und andere mißgünstige
deutsche Schribenten mit ihren Jnsinus
ationen, er (Schurz«) habe bestechlichers
weise als Ministerdes Jnnirn eine ver
fallene Landschenkung an die Nordpaci
ficbahn bestätigt-« heimleuchtet.«. Zum
Schluß heißt es dann: »Das Volk der
Ver. Staatens«hat·die großen politi
schen Reformen in den letzten zwanzig
Zahren Männern wie Schurz, Sumner,«
reeleh und Thad. Siebens zu verdan
ken, »und das Volk ist auf die Dauer
W undankbar. Eg wird dieses sug
tkkeinien trotz dem Gekrächze »von emi
getttnbebrillten deutschen Zeitungsschrei
e .«
Da wir nun leider auch uden be
brillten Zeitungsschreidern ge ören und
uns, wenn auch nichtsdurch Gekrächze,
wohl aber durch eine respektvvlle Crrtik
über die Controberse zwischen Raster
und Schutz ausgesprochen haben, so
müssen wir schon annehmen, daß der«
Republikaner bei- keiner humoristischen
Abfertigung der ebrillten Zeitums
schreibernuch uns im Auge gehabt hat
Es thut das zwar keinen Schaden, ist
aber nicht hübsch von unserem Collegen,
da er, wenn er die Stellung, welche die
Erz Presse von jeher gegen Herrn
urz eingenommen, kennt, hätte wis
en müssen, daß wir weit davon ent
ernt sind, Herrn Schutz Anerkennung
für alles Gute, das er seinem neuen Ba
terlande und insbesondere dem hiesigen
Deutschthum hat angedeihen lassen, zu
versagen. Das halt uns aber durch
aus nicht ab,- auch die Verdienste ande
rer Männer, wie z. B. Rasters, in vol
lem Maße anzuerkennen. Während
Carl Schutz für seine Arbeit durch hohe
f auens- und einträgliche Aemter
belohnt worden ist, hat Raster nie ein
Amt verlangt, noch eins gehabt und ist
als Redakteur ganz ent’chieden bedeu
tsydsp LMU Schlths «»« ist«-s LIABLE
sich als Beamter der onentuchen mint
unterwerfen, und wir haben es einfach
nicht für schon von ihm gehalten, einem
deutschen Collegen mit ,,a n e r ka n n
st e r L ii g n e r« und drgl. zu dienen.
Seine Ents eidun in der Angelegen
heit der Not -Paci ·cbahn mag durch
aus gesehlich lein, gerecht ist sie nicht,
und so weit w r wissen, hat Schutz das
auch bis heute noch nicht behauptet.
Wenn Raster ihm de Vorwurf macht,
daß et nicht den Muts gehabt, das Recht
gegen das Gesetzt zu vertreten, so ist er
ntchi weit von der Wahrheit entfernt.
Der Bestechlichkeit hat Schutz Niemand
beschuldigt. Daß Schutz sich fiir die
Deutschen Amerikas besonders ausgew
fert, wird Niemand be aupten, im Ge
gentheit liegen Beweise genug vor, daß
er sich innerhalbder letzten Jahre etwas
s eu von ihnen zuttickgezogen hat.
ie wir allem Glauben entgegenstehen,
so a dem Autoritätenglanbem Ein
Ding st nicht darum gut, weil-es von
rz ausgeht, sondern weil es gut an
un r sich ist, und Schurz ist so wenig
uns lbar, wie der Papst· Schutz hat
es wohl verdient, daß man den But
abnitmnt, wenn sein Name genannt
wird, aber unser here und Meister ist
« er nicht, und wag uns nicht an ihm ge
sitah sprechen wir offen und ehrlich aug.
Und wenn jeder Deutsche rade so han
dein würde, würde es b er um den
Einfluß des Deuts ums in diesem
Lands stehen. Wir aben ost genug
mündlieg und sehristli
kehrt un uns n e ges ut,— ihm unsere
Ansicht zum Besten zu geden, wenn sie
auch iehnmalsder seinigen entgegentrat.
Wir werden uns auch seht- noch erlau
ben, den Diensten Jnter e der guten
Sache vor ndienst zu ellen. Dem
Verdienste eine Kronen, dem blinden
Rachbetee einen Fnsztritt.
mit Schutz ver
— Weiter sein-usw Ieis
Iet Iesmheth wird durch Inventar-g
m »Ist-re Wink-Tuns- take
seist-OWN- VII-«
«..
« Wir haben"vergeblich auf die Zinsen
dungsdes it tlichgtu Berichtes bezüglich
der Caen' . ngersabrik an den
Sindtrath gewartet. Da die-er Bericht
in der lehten Si un der ver ammelten
— Medi iner der tadt angenommen wor
den i , so überrascht es einigermaßen,
dsfi er iener Behörde« für die er entwor
en, ni t zugestellt worden· Jst diese
uteela ungsstinde vielleicht eine Folge
der Niedeela e des Dr. Brannagehf des
Ouen stadtis Ell-steh der mit seiner
Be ung, die Düngetsabrit sei der
undheit dee Stadt schädlich, sein
Dednt als Pentlichek Gesundheitsbh
amtet W Jn der Betsammlun , »
die am Montag Abend stattsam-, wut e
dervan einein Somite der setzte ent
vaksene Berichtdetlesen und dedattitt.
Sein ganz so ausgesallem wie wir es
zs duraussesaqt haben; er erklärt, daß
J. absolut kein Beweis sitt die Schädlich
-" seit der Dtin adtit bezüglich des Ge
sundheitsan es der Stadt vorliege
und daß vaii den Bewohnern der un
mittelbaren Umgebung enee Anstalt bis
sest keine Kla e etlio n worden sei.
Andererseits iv der ldnne inan auch
uickit positiv behaupten, daß die Dttns
getdeteituna »aus nienschlichen Exctes
meisten gar keinen Einflu aus die Ge-»
sunddeit der Stadt aus de, ergo, dql
man in der Sache auf dein Standpunkte
Isidor-in sie n, der da wußte, daß
uiie nickjs tot ntdnnen, aseies auch
nicht geriet-dein die chassung· dee
littk su empfehlen. Dagegen bei die
uHellung einer aus Aerzten be eben
dm Gesundheit-behörde durchaus zu
empfehlen. Der Bericht wa von den
Weinen Dass, TerrelL knip und
Thier unter ein-net
;. De. s. sprach demungea tet
seine Instzt da in aug, daß die 's
» - scha en müsse, da sie tan -
Wägen e; viele Klagen seien von dein
- · essepot ein elaueii. Dir-Men
s« -« slalåtesickih aß ie Anstalt der
. « und tÆadrlich sei; so lange er
und tet Urwesen sei, seien
keine Klagen dagegen erhoben worden.
Dr. Herff wurde von Dr. Tyner
unterstützt, wogegen Dr. Watts darauf
bestand, zunächst irgend einen Beweis
dafur·zu haben, daß die Düngerfabrik
schüdlichsei. Dr. Braunagel hob her
vor, daß die Düngerbehälter nicht ce
mentirt seien.
»Uns will es bediinken, als werde in
dieser Angelegenheit viel Lärm um
nichts gemacht und als handle es fich
blos darum, wer der größere Gesund
heitsbeamte sei, Dr. Braunnagel oder
Dr. .Menger. Da der letztere eine mehr
jährige Praxis für sich hat, erfterer aber
erst aus dem medicinischen Ei gekrochen
Ist- so find wir geneigt, letzteren als bes
fere Autorität zu betrachtet-, und dies
war auch die Ansicht der Majorität der
Aerzte und ist die Ansicht der Bewohner
San Antonius. Wo es in Sachen der
Hygiäne noch so viel in dieser Stadt zu
thun gibt, sollten wir meinen, »daß sich
den städtifchen Arzt Gelegenheit genug
bietet,« seinen Werth als Gesundheitsbe
amter zu demonstriren.
Magere Menschen.
Wall-Z Eealth Renewer stellt dlt
Gesundheit wieder her nnd giebt Kraft,
turirt Magenschwäche, Unfrnchlbarteit nnd
andere Gefchlechtosehler. Il.
-—'.-·.I-.-—
Stadtrathsvcrhandlnngem
Folgende Petitionen liefen ein: Von
Mrg. Grösbeck bezüglich ihres unter der
Seitenwege- Ordinanz zum Verkan
aus-gebotenen Eigenthumg; von T. S.
Anderson und Anderen, die Olive-,
Hackberry-, Pine-, Carson-, Van Rese
und Howard-Strasze von Gebüschen zu
reinigen; von Mrs. A. J. Dignowity,
daß ihr 825, die sie an Schiedsrichter
bezahlte, zurückerftattet werden; von der
Frauen - Wohlthätigteitsgesellschaft, die
ein Grundstück zn haben wünscht für ein
Asyl für gefallene Frauenzimmer-; von
J. S. Clark, der die Ameisen auf öf
entlichen Plätzen vertilgen will; von
ürgern, daß« Starr - Straße eröffnet,
eine Brücke über die Valleysstitch ge
baut, die Wasserröhren von der West
Comrnerce- nach Colorado · Straße ver
längert und am Ende der Röhre ein
ydrant aufgestellt werde; von Dr. T.
eerman, der einen Theil der Einfahrt
zur Furth in den Sau Antonio Fluß
an Marktftraßc miethen will; vom
Board of Underwriterg bezüglich der
mit Eifenblech befehlagenen Gebäude,
die anderes Eigenthum gefährden; von
Wm· Wallace um Rückåabe von 830,
den Werth feiner auf nordnung des
Stadtargtes verbrannten Kleider, um
die Aus reitung der Blattern zu ver
hindern; von Bürgern wegen Oeffnung
der Castroville Fahrfiraße und Legung
von Brücken über Alazan und Jndian
Creek; von den Direktoren der Feuer
kompagnieen, die Bezahlung der Jn
genieure des Departements empfehlen;
von A. Burrowg, der auf der Südfeite
von Blumstraße ein mit Eifendlech be
schlagenes. Gebäude errichten will und
von R. C. itzgerald, der ein solches
hinter dem ilitiir - Plaza auszuführen
beabsichtigt; von der Methodift- Epis
kopalkirche we een Rückerstattung von
822 (bezahlte teuern); vom County
richter wird ein Urtheil des Gerichts
eingeschult wonach die Stadt dem
County 830-000 zu zahlen hat-, gleich
zeitig wird die Stadt aufgefordert, für
ihre Armen und Jrrfinnigen zu sorgen.
Die monatlichen Berichte der ver
schiedenen Beamten wurden entgegen
genommen.
Die Ordinanz zur Feststellung des
Salitrs des Stadtingenieurs auf 82000,
820 monatlich für Fourage und 880
für Angestellte zu bewilligen; zur Fi
xirung der Gebühren te. wurde paifirt.
Das Saliir des Afsiftent- Clerks wurde
auf 8100 per Monat erho t.
Die Petition der Mr5. ovhie hoher
wegen Schädigung ihres Eigenthum--I
durch Erweiterung einer Straße wurdej
einem Spezialkoinite von Dreien über
wiefen.
Der günstige Bericht über die Peti
tionen von Steves und Kampmann be
Rlich der Gradlegung der öftlichen
enzlittie des Alarno Plaza wurde zu
rückgewief en
Jn Nueva und Nord Floreöfiraße
werden auf Empfehlung des Straßen
kosti tez Bretterwege hergestellt werden
dürfen.
Die Frage der Macadamefirung der
Sau Pedro Avettue soll in einer am
Donnerstag stattfindendeu Sitzung be
rathen werden.
Iriifmrg der öffentlichen Freischnlem
Die Prüfung der öffentlichen Frei
schulen wurde heut fortgesetzt, nnd wart
es die Schule der zweiten Ward, welche «
das Regrltat ihrerJaiiregarbeit dar-«
legte. uch diese-Schule macht aus den
Besucher den angenehmsten Eindruck, fo
wohl durch die Sauberkeit, welche sich
; überall kundgab, als durch die gute Dis
» ciplin und die Aufmerksamkeit und Le
sbeudigteit der Schüler. Sie ist in4
iKlassen getheilt, von denen die untere
lunter Leitung der Frau Merrick, den
Tunteren 8 Grad umfaßt. Die Fort
. schritte der Schüler im Lesen und Rech
"nen und S reiben sind durchaus be
friedigender atur. Der Anschauunge
’ unterricht wird m recht verständiger
) Weise geleitet. ·
; Die Z. Klasse unter Leitung des Fri.
» Lula Voltnes umfaßt den Grad 8 und
Jeinen Theil des 7. Grabes und gilt
,bier,«waz von der unteren Klasse ge
t scst Jst
Die 2. Kla e unter Leitung des Fri.
essie Rickleg eherricht 5 und 6 Grad
ier fanden wir auch den Unterricht un
opsr · en gepflegt und zwar mit recht
gutem rfolg. Wir wüßten nicht,wel
Bär Unterrichtszweig den Geist der
nder in dem ersten jugendlichen Alter
besser anregt, als das Kopsrechnen;
man kann es dein Gesicht jedes Kindes
ansehen, wie das Gehirn dabei arbeitet.
Die obere Klasse, 5 Grad, steht unter
Leitung des Fräulein Lizzy ebchen.
Sie priiste die Schiller in der eogra
pbie mit gutem Erfolg nnd ließ dann
in deutscher Sprache lesen und das Ge
tesene in das Englische übertra en. Die
Schüler lasen das Deutsche flie end und
ohne Dialekt.
Jn allen Klassen lagen Probeschristen
der Schüler an und in der oberen
iKhi auch die der fünf Erd
e e.
Die Sehn user der zweiten Ward,
zwei einstöck «·Gebiinde, siud aus Holz
errichtet und im Jnnern ganz roh ge
lassen, so daß sie grade keinen einladen
den Eindruck machen trotz der Sanher
keit, die überall herrscht. Jm Sommer
muß es hier nothwendiger Weise sehr
warm und im Winter sehr skalt sein.
Warum hat die 2. Ward nicht ein ebenso
gutes Schulhaus, wie es die übrigen
Wards haben? Der Stadtrath sollte
dafür sorgen, daß auch in dieser Ward
dem Bediirfniß entsprochen wird.
-—0-.-.——
Verwechslung.
Das Dallas Volksblatt nimmt sich
der Frau Goslin gegen den Redakteur
dieses Blattes bezüglich des Vortrages
ihrer Solos beim letzten Sängerfest an
und behauptet, daß Fräulein Wolf es
war, welche tremolirt hat, nicht aber
Frau Goslin, deren vortrefflicher Schule
er noch besonderes Lob ollt. Da Herr
Altermann vom Da as Volksblatt
beide Damen persönlich kennt, wir aber
nicht, so ist offenbar, daß unsererseits
ein Jrrthum stattgefunden hat und wir
bitten Frau Goslin für alles über sie
gesagte Nachtheilige aufrichtig um Ver
zeihung. Und da man Lob nicht gut
znrücknehmen kann, so kommt der Irr
thum lediglich der Fräulein Wolf zu
gute, von der wir hoffen, daß sie dem
selben, dem Lob nämlich, gerecht wer
den wird. So gestaltet sich Alles zum
Besten!
—..
Brauerei-Statistik.
« Jn der Jahresconvention der Brauer,
welche letzte Woche in Detroit abgehal
ten wurde, sind interessante statistische
Angaben hinsichtlich der Zahl der Brau
ereien und des Bier - Consums in den
Ver. Staaten dargelegt worden. Nach
denselben sind während des vom 30.
Juni 1881 bis 30. Juni 1882 laufenden
Fiscal-Jahres 15,680,678,Barrels Bier
gebraut und consuuiirt worden undzwar
ungefähr B Millionen mehr als im
Jahre 1881; ferner sind 816,163,920
an Biersteuer an das Vundesschatzamt
von den Brauern eingezahlt worden,
beinahe 3 Millionen mehr als im vor
hergehenden Jahre 1881. Der Staat
New-York zahlte an Biersteuer 85,220,
355, Pensylvanien 81,613,756, Ohio
81,458,556, Wisconsin sl,132,590,
Illinois s972,803, Missouri s943,882
fee-. Die Anzahl der Branereien in den
’ Ver. Staaten beträgt 2557, von denen
der Staat New-York 349, Pennsylva
nien 328, Californien 241, Wisconsin
213, Illinois 130, Michigan 134, Jowa
123, Minnesota 116, Ohio 177, Mis
souri 72 ec. besitzen.
Es wurden exportirt und zwar ein
heimische Spirituosen im Werthe von
81,219,088, einheimische Weine im
Werthe von 8384,196. Der Exvort
ging meistens nach Central- und Süd
Amerika und Westindien; Mexiko erhielt
den größten Theil des Ers-i ris.
— Die Throler Gesellschaft Edelweiß,
die in Galveston so großen Beifall er
rang, wird vom Sonnabend den 16.
Juni an in Sommer de Peterson Salon
eine Reihe von Coixeerten veranstalten.
—- Die Countyconvention der Woll
ziiehter konnte gestern aus Mangel anj
einem Ouornm nicht stattfinden. Heute
sollte die Staatsconvention eröffnet
werden, wird aber wohl bis morgen
vertagt werden, da« die Räumlichkeiten,
die dazu bestellt worden sind, sich als
ungenügend erweisen.
— Sollte man es für möglich halten,
daß in Frankreich, im republikanischen
Frankreich Jemand eine einmonatliche
Gefängnißstrase verbtißen muß, weil er
die Marseillaise gesungen hat? Eigent
lich nicht« aber die Sache hat doch ihre
Richtigkeit, wenn auch allerdings einen
außerordentlich komischen Zusammen
hang. Es besteht nämlich zwis en
Frankreich und dem Fürstenthum o
naco ein Vertrag, .demzufolge die von
den Behörden des Fürstenthums rechts
kräftig erkannten Freiheitsstrafen von
Frankrei , und zwar im Gefängniß von
Nizza vo streckt werden müssen. Nun
hat aber da!c Gericht von Monaco einen
Mann wezkn Singens der Marseillaise
zu einem onat Gefängniß verurtheilt
und ihn dieser Tage an die franzdsiche
Behörde ausgeliefert; die sich nun wohl
oder übel bequemen muß, den Freund
der fran bsischen Rationalhhmne einen
Monat ang hinter Schloß und Riegel
zu halten.
—- Die früheren großen katholischen
Prozessionen von Berlin aus nach Span
dau haben bekanntlich schon sei achteten
Jahren aufgehört; dagegen be tcht jetzt
in Berlin ein »Wollfahrtgverein«, wel
cher etwa viermal im ahre mit kleine
rer oder größerer theiligung von
Männern, Frauen und Kindern nach
Spandau wallfahrtet. So traf eine
solche Gesellschaft in einer Anzahl von
ca. 50 Köpfen am 6. Mai in Spandau
zu Fuß ein, befuchte den Vormittags
gottesdienst in der katholischen Kirche,
reftaurirte sich dann und kehrte zum
größten Theil zu Fuß wieder nach Ber
lin zurück. Die nächste Wallfahrt nach
Spandau soll am l. Juli stattfinden.
——-·0.o-—-——
—- Jn Wien will man die Entdeckung
gemacht haben, daß auch das Pferd von
den gefährlichen Trichinea besetzt sein
kann. Wie die dortige landwirthschasts -
liche Zeitung berichtet, ist auf Grund
von rhebungen festgestellt worden,
da eine im Rudolfsvital der haupt
sta tan der Trichinose verstorbene Ta
elbhnerin durch roh genosseneg Pferde
kleich insizirt worden ist. Seitens
er viederdsterreichischen Statthalter-ei
ist in Folge dessen angeordnet, daß
ilber das Vorkommen der Trichinen im
Pferde, sowie über die Frage, wie diese
Parasiten in dies vflanzenfressende Thier
gelangen, die umfassendstenllntersuchuw
gen angestellt werden«
—————-.0——-——
—- Am Sonnabend den 12. Mai
Abends ereignete sich im Königlichen
O rnhaug in Berlin im Orchester ein
chtttternder Vorfall. Mitten im drit
ten Att wurde der Violoncellift R. von
Tvbsucht befallen, litrmte, rief nach dem
General-Jntendanten v. Dülsen und
konnte nur mit Mühe aus dem Orche-;
fierraume entfernt werden. Der rasch »
herbeigeholte Theaterarzt brauchte eiuel
längere Zeit, den Unglücklichen zu beru
higen, den dann seineinzwischen herbei
gceilte Frau nach Hause brachte. Der
Kaiser war Zeuge der beängstigenden
Scene und ließ sich Tags darauf über
den Vorfall, wie über das Besiuden des
Kranken Bericht erstatten»
Darum
Beim Schreiben und beim Sprechen
kosten Höflichkeitssormeln kein Geld,
Drum schreibt man ,,geehrt«, ,,wohlge
boren«, wie’s Jedem gerade gefällt;
Bei einer Depesche dagegen, fällt jed
wedes Titelchen fort,
Weil dabei bezahlt muß werden, mit «
ein’gen Cenis das Wort.
Geschickt unterbroch en.
Versicherungs-Agent: »Ich versi ere
Sie hoch und theuer.« ch
Versicherungs-Candidat: »Versichern
Sie mich lieber hoch und billig !«
OO
H ii t c
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Kaki-! den weißen Fluß at- aadm sing-san e
Radstein-»O
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slliks Unkiqelacäiiakkitka nnd dein Blase-smal
c sea
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Ei with vie ein Zuber is der Regulaqu der
Mai-idem- bes amtliche-« Geschlechts
cs Atti die Inm- Iud die dest- Kut gese
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U II z ii gis-III (
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Gurt-inm
· n. s. w-;
wkssett die Damen- Passiv- ,
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