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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, May 09, 1889, Image 1

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- o S OO - .
. D i e D i e -
Tägliche Freie Presse für Texas Wöchentliche Freie Presse für Texas
erscheint » O erscheint
Jnit Ein-mahnte des Sonntags je d k « Y p un e k g « z
" und kostet
810.00 für das Jahr over 82.50
und kostet
für 3 Monate.
Tägliche Ausgabe.

82.50 siir das Jahr oder BLZZ ist
6 Monate in Votansbezahluus.
f
Jahrgang
24.
Sau Antonid, Donnerstag den 9. Mai 1889.

Nummer 2135.
,I.. Miqu Große Aussicuung an wmä «
WEUE Frühlings-Moden
Wir haben eine enthie Auswahl in Waschechten Stoffen, Verfertigt von den besten Fabrikanten des Ju- Und Auslande-L
Großartig ·ist die Auswahl in Sa
tins, Zepher, Lawns, Battists, Cambrics und Ginghams zu den billigsten Preisen.
Frauzösische Satins.
Ja New Yotker nnd Bostoner Zeitun
gen werden sie mit 37z und ZZF Cents
per Yard aunoncirt. Wir verkauer
dieselben Waaren in den schönsten Mu
stern zu 35 und 30 Cents per Yakh.
Amerikanifche Satius.
Ja neuen schönen Muster-n nur 10
Cents per York-.
-
Eine vollständige Auswahl ter neue
sten Muster zu 12k und 15 Ets. per Yakh
156 Stücke «New Departure« zu 20
und 25 Cents.
Diesstnd Muster französischer Künst
ler und gute Waaren.
1889 Frühlingswaaren tn soliden Far
ben 12z, 15 und 20 Cents.
Schottifche Zephyrs.
Diese Waaren werden immer popu
lärer. Sie sind ausgezeichnet in ver
Wäsche und im Garn gefärbt.
Schottische Zephyte allerletzter Mode
in allen Muster-, solid gefärbt, 31 Zoll
breit, 25 Cents.
Eine hübsche Auswahl von Scholti
schen Charybrays 35 und 40 Cents.
Großer Vorrath von Glasgow Ze
phyto aller Art.
Baums-W amerikanische Ginghamg
für Damen: und Kinder - Kleider, extra
fein, 20 Ceats.
Lawns.
Wir haben jetzt mehrere hundert Stücke
amerikanischem englischen, itischen, fran
zösischen und fchweizer Fabrikats zur An
sicht ausliegen.0
Gefärbte Lawns.
40 Zoll breiter Battist, gute Waare,
10 und 1257 Eents per Yard; Plaid
Lawns, 30 Zoll breit, in 4 Farben,10
Cents5 100 Stücke Perth Organvies
IV Cents7 Cable Cord Organdies, 12z
ICentsz Persischer Mull aller Art, 30 und
35 Centsz American Challies, gedruckt
iund echtfarbig, 14 Yards für 81.
Weiße Lawns.
2500 Yartg Sheer, Hatt-roth Plaid
Wian 10 Cents per Yard; Marseill-e
von 12-Zx Ceats per Yard an; feine
Piquch 15 Cents per Yatdz Dreß Cam
bkics, 12k, 163 und 20 Cent63 englische
Cambxics und Neidon 36 Zoll breit,
20 bis 50 Cents.
Eine ungeheurs Auswahl in diesen
Attilelm .
Jrische Leineuzeugr.
Blouien-Leincn, Belfast Browusdteß
Linens, 15 Centsz braun seinen-Baum
von 10 Cents an; LeineusCambries, 50
Cents bis Il, und vieles Aabetr.
Auswärtige Aufträge werden pünktlich ausgeführt und Muster auf Wunsch versandt.
l-. WOLFSOM Ecke Main Plaza Ic- Acequia-strasse, sAN ANTOMO, TEX.
Schöne Frauen.
Roman von Ednmnd Hahn.
Mattenqu
, Zugegeben, Franz, ich sehe schon, wo
- bin Du willst, aber ich frage: Mit wel
schen Mittean
» Der junge Mann erwiderte: Hütten
wir Krieg, würde ich zu den Waffen
greifen und mir durch persönliche Ta
pferkeit eine Stellung erobern. Zum
Militär in Friedenszeiten tauge ich nicht«
Ich habe mir die Kenntnisse angeeignet,
dieder Didloniatbraucht, spreche und ver
stehe gründlich sieben lebende Haupt
spracheu nnd mit meiner Persönlichkeit
und meinen geselligen Talenten vermag
ich zu repräsentiren. Warum sollte ich
nicht eine Dame aus einflußreiche-c Fa
milie heirathen, durch deren Verbin
dung mir das Ersteigen deg Berges er
leichtert wird?
sm, machte der Ontel und lächelte
ein wenig spöttisch, ein Edelfriiulein
läßt fich auch- lieber Mr5. Scott als
Frau Doktor Scdtt nennen.
Ohne Sorge, lieber Onkel, sagte
Franz und lächelte auch, ich- will niir
chon Titel und Orden erwerben.
Und-in diese einflußreiche Dame, der
es wahrscheinlich nicht an Bermdgen
Fhlen wird, nicht bereits gefunden?
aåioe humoristisch Herr Reuchlin.
nicht, das heißt, ich habe ihr
noch « e Erklärung gemacht. Jch
muß doch erst etwas mehr sein, alg ein
simpler Docwr juris. An Aussichten
Innnges es niir nicht. Einer der Mi
nister will mir sehr wohl, aber ich möch
te nicht zu früh darüber sprechen. »
si· die hohe Dante Deiner Gedanken
· ern niit dein Minister verwandt? in
" an rtrte der Oheini.
Gar nicht. entgegnete Franz.
So so, da witrde ich Dir rathen,
Dich noch nach anderer Hilfe umzuse
hen, als nach der des Minister-, sagte
herr Reuchlia trocken.
Warum iocte ein Mann in des Mi
nister-s Stellung mich täuschen wollen?
Er kennt Arbeiten von mir, die seinen
vollen Beifall hatten, entgegnete tanz.
Detr Mlin änderte das G präch,
indern er fra te: Willst Du dem Bru
- der Deiner tter gestehen, ob Du
diete same liebsti
Ich berepre ne, ich nnoe ihre unter
bnttnnq n end unb fesselnd, i habe
iie Iern nnd in stolz auf ibr unei
ZICI . Nach dem Aussprache nller
änndiqen seiten diese Empfindun
gen ausreichen, am das Glück einer Ehe
Be sichern. Einer leibenschnstiichen
be, tvie Dichter sie schildern nnd wie
iie webt nnch non Manchem empfunden
werben mnq, bntte ich mich nicht fühls.
Ich innn mir nicht vorstellen, daß ich
iemnlt eine Frau so lieben könnte, wie
tch meine ichsne, unznvergefsenbe Mut
ter geliebt bqbe nnd so lange Bewußt
sein in mir ist, lieben werde. Mir lebt
sie immeri Ein Kind, eine Tochter viel
ieicht — er brach ab.
Reuchtin inb ibn forschend an
nn erwiderte nach einer Panie: Du
bis noch iebr jung, bnst bisher, soviel
ich Mig- bcnntsitchtich Deine Zeit zur
Seiner non Kenntnissen benuph
Eint-be nicht, weil Du bisher noch nicht
ie nachweisbare Gewalt der Leiden
schaften gefühlt basi, daß Du fttr das
In . Leben frei bleiben wirst von ihrem
tin-den oder eriibrenben Einflusse
Dn MM nicht einer Mutter Sohn
ibr äußerlich minder itbntich trin, um
Inich erstrebt-rentian en, daß D u n u r
Verstandes-neu bt i ·
haben Sie ans Liebe verheirathet,
Onleiii Iber verzeihen Sie diese indis
krete Frage, sie entschlspste mir. «
Ins Liebe, nns tiefer, limitatiqu
nnd weit i ein sehr glücklichen Mann
M- der se ne Erinnerunqu nicht um
ein Kdni reich wesqeben mochte, wünsch
U ic- des es nnch dir in qui tottrdr.
Vernan Sie sich, lieber Onkel, ich
Wirt glücklich werden nus meine
e .
Der Eintritt eines sehr jungen Man-s
nes, dessen hübsches, frisches Gesicht um
wallt von shellblonden Locken, dessen
nicht hohe, aber zierliche Gestalt nicht
die geringste Aehnlichkeit mit Franz
hatten, unterbrach das Gespräch zwi
schen Dheini und Neffen. Franz wußte
dennoch. daß er seinen Bruder vor sich
sah, er legte beide Hände auf des Jün
geren Schultern und sagte: Grüß Gott,
Alexander, Du bist das verjüngte Eben
bild unsers Vatersl
Alexander schaute zu dem Bruder
empor und erwiderte mit Rührung:
Und Du blickst mich mit den Augen
der geliebten Mutter an. Sie sehe ich
seht wieder vor mir, des Vaters erinnere
ich mich dunkell
Die Brüder setzten sich gemüthlich an
den Tisch, Herr Reuchlin entfernte sich
unter dem Vorwande, Zeitungen lesen
zu müssen. Er wollte die Brüder allein
lassen, vielleicht hoffte er auch daß es
Alexander gelingen würde, den Bruder
’von seinem Vorhaben abzubringen.
sherr Reuchlin hatte als solider Kauf
mann Widerwillen gegen Alles, was
einen abenttuerlichen Anstrich hatte,
aber er beschloß unter allen Umständen,
an seinem älteren Neffen als Blutsver
wandter zu handeln.
Vielleicht, sagte der würdige Mann
u sich selbft, beurtheile ich meinen Nef
en nicht ganz gerecht. Meine Eltern
gehörten in das vergangene Jahrhun
dert, und ich halte noch immer an den
Grundsäkem welche sie ir eingeprägt
haben. Franz ist der ohn einer neue
ren Zeit, nnd diese bricht mit der radi
tion. Mit seinen Kenntnissen, einer
brillianten Peridnlichleit ist er der
« Mann, sich die Situation zu schaffen,
wie er sie eben braucht. Soll ich ihn
anklagen, weil er nicht mit Hilfe eines
ererbten Vermögens und eines hochades
ligen Namens sein Ziel zu erreichen
sucht, sondern ein seit made man sein
wills
Goctseinng solgtn
-——-—-.0.·
Deutsche Bahnnnfiillr.
Nach der im Reichs - Eisenbahn-unt
aufgestellten Rachaieisung der auf deut
schen Eisenbahnen —ausschließlich Bah
erns——im Monat-Februar d. J. beim
Eisenbahn-Betriebe (mit Ausschluß der
Werkstätten) vorgekommenen Unflille
waren im Ganzen zu’ verzeichnen: 46
Ent leisuigen und 3 Zusammensiösie
anfxreier ahn, 18 Entgleisungen und
20 usatnmenstöße in Stationen nnd
136sonstige Unfölle Weber-fahren von
Fuhrwerk-ern Feuer im Zuge, Kesselc
nlosioneu und andere Ereignisse beim
Eisenbahn-Betriebe, sofern bei letzteren
Personen getödtet oder verletzt worden
sinb). Bei diesen Unföllen sind im
Ganzen nnd zwar größtentheils durch
eigenes Verschulden 183 Personen ver
unglückt, sowie 50 Eisenbahn-Fahrzeuge
erheblich und 136 unerheblich beschädigt.
Von den besörderten Reisenden wurden
4 getödtet und 6"verlegt, und zwar ent
fallen zwei Tödtnngen auf den Verwal
tungsbezirk der königlichen Eisenbahn
Direktion (linksrh.) zu Köln und je eine
Töbtung auf die königlich - wiirttember
Vschen Staats-Eisenbabnen und auf den
erwaltnngsbezirt der königlichen Ci
senbahnsDireltion (rechtrh.) zu Köln
drei Verlekungen auf die Reichs-Eisen
dabnen in ElsaßiLothringen, zwei Ver
legungen auf den Verwaltungsbezirk
der königlichen Eisenbahn iDirettion zu
Elberfeld und eine Verlegung auf den
Verwaltungsbezirk der löniglichen Ei
senbahn-Direktion zu Bromberg. Von
Bahnbeamten und sArbeitern im Dienst
wurden beim eigentlichen Eisenbahn
Betriebe 56 getödtet und 85 verlezh
von Steuers u. s. w. Beamten 2 ge
tödtet und I verlegt, von fremden Perso
nen einschließlich der nicht im Dienst
befindlichen Babnbeamten und Arbeiter)
13 getödtet nnd 16 verleyL Außerdem
wurden bei Nebenbeschöfiigungen 4 Be
amte verleti.
Reform der englischen Sprache.s
Einige englisch-amerikanische Zeilunif
gen haben gegenwärtig die Reform der
englischen Sprache nnd Orthographie
unter Besprechung nnd die Diskussion
derselben -ist bereits recht interessant und
lehrreich geworden. Der englische wie
der amerikanische Stolz hat bisher die
Leute verhindert, einzusehen, daß die
englische Orthograbhie so ziemlich die
ungereimteste und schlechteste ist, welche
irgend eine neuere Sprache auszuweisen
hat. Unsere deutsche Rechtschreibungss
weise liegt auch noch etwas sehr im Ar
gen; wir brauchen in unserer Schrift
sbrache noch sehr häufig unnbthige Buch
staben und wenden viele unrichtig an,
allein das ist gar nichts im Vergleich
mit der lächerlichen Buchstabirunggi
weise, die uns im Englischen ausfällt.
Man ist hier, wo man sich seit einiger
Zeit ehrliche Mühe giebt, den Bolksuns
terricht auf eine möglichst hohe Stufe
zu bringen, endlich zu der Erkenntniß
gekommen, daß die derzeit übliche Or
thographie eine wahre Qual für Lehrer
und Schüler ist« und daß das Buchsta
biren (spe11iug) unendlich viel Mühe
und Zeit-hinwegnimmt, die besser ver
wendet werden kbnnten. Man braucht
nur solche Wörter wie though, ther
ough, enougb anzusehen, um sich zu
überzeugen, wie schwer es sein muß, ei
nem Kinde begreiflich zu machen, daß
das eine »tho«·, das andere ,,thoro« und
das dritte »enos«, oder daß door »der«
undß tool ,,ful« ausgesprochen werden
mn .
Die unsinnige, noch irrt gebräuchliche
Orthographie kommt auf Rechnung der
Unwissenheit der ersten englischen Buch
drncker, welche natürlich noch leine
Idee von der Lautirniethode nnd ebenso
wenig von der Abstammung der Wör
ter hatten. Sie überboten einander
gegenseitig im kühnen Buchstabiren,
ihre Nachfolger druckten ihnen nach
und so wurde die Berhunzung nach und
nach zur Regel. Man hatberechnet,
daß gnt ein Siebentel aller in der
englischen Schriftsprache verwendeten
Buchstaben ganz überflüssig ist, und
nur dag Lernen derselben erschwert.
Würden die Würter dem Laut entspre
chend geschrieben, so würde die wegen
der höchst einfachen Konjugation der
Zeitwörter und der bequemen Construks
tion sehr bündige Sprache noch so an
Kürze gewinnen, daß man dasselbe auf
sechs Seiten schreiben und drucken
könnte, wofür man jept sieben Seiten
braucht. Auch würe es ein großer Ge
winn, wenn man die fast ein Drittel
der ganzen Sprache augmachenden,«dem
Lateinischen entnommenen Mütter mög
lichst genau so augsprüche und schriebe,
wie es in der Ursprache geschieht;
denn dann würde es den wissenschaft
lich gebildeten Leuten aller Natio
nen viel leichter werden, das Englische
zu erlernen wie fest, und Caglündern
wie Angloametitanern das Studium des
Lateinischen und der verichiedenen aus
demselben entstandenen Sprachen sehr
bequem gemacht werden« Die entspre
chenden Vorschläge zur Aenderung der
Ortbogrophie geben fast ausschließlich
von Lebkern aug: diesen jedoch ist es
unmöglich, praktische und durchgreifende
Reformen der Schreibweise einzuführen,
wenn das größere Publikum nicht mit
hilst und dieses tann nur durch die
Presse dazu vermocht werden. Wenn
eine Anzahl größerer Zeitungen sich da
rüber einigten, stufenweise mit der Re
form voranzugeben, dann würe gleich
geholfen. Es gehört freilich etwas Muth
dazu; denn eine nach einem vernünfti
gen OrtbographiesSystent qedruckte eng
lische Zeitung würde ziemlich sonderbar
aussehen, und die Philister würden Ge
walt darüber schreien; aber weiche noch
so gute Neuerung ist nicht aus Wider
stand gestoßent
-«—--—— HOOO o—————-«—
— Der kleine Tommy: «PUPC- et
wirbt man Weisheit durch Erfahrungs«
—»Gewöbnlicherst, wenn es zu spüt
ist, mein Sohn.«
Die Denkschnelligkeit.
,,Rascher,-als ein Gedanke-« ist eine
weitverbreitete Redensart, die aber, wie
überhaupt die meisten Redensarten, we
nig oder gar nicht geprüft wird. Nur
Wenige haben je darüber nachgedacht,
wie rasch eigentlich ein Gedanke ist.
Jn einem Auffatze des ,,Nineteenth Cen
turh« werden nun interessante Berech
nungen über die verhältnißmäßige Zeit
—lünge angestellt, welche erforderlich ist,
um verschiedene alltägliche Thatsachen
für unseren Geist zu vergegenwiirtigen.
Es sind z. B. durchschnittlich etwa
215 Sekunden erforderlich, um sich das
Land, in welchem eine allgemein be
kannte Stadt liegt, oder die Sprache,
in welcher ein bekannter Schriftsteller
geschrieben hat, in’s Gedächtniß zu ru
fen. Das Vorwärtsdenken geht schnel
ler, als das Rückwärlsdenten, wie- man
beim Zählen merken kann. Um an den
Namen des nächsten Monats zu denken,
erfordert nur hald so viele Zeit, wie,
sich den Namen des vorherigen Monats
zu vergegenwärtigen. Um einstellige
Zahlen, also Zahlen von 1 bis 9, zu
addiren, erfordert durchschnittlich 143
Sekunde, während es eine halbeSelunde
;erfordert, ste mit einander zu multipli
ciren. «
Solche Untersuchungen fördern we
sentlich unseren Einblick in das Innere
unseres eigenen Geistes. Natürlich
verursache die Gewohnheit oder Nichtge
wohnheit einen Unterschied hinsichtlich
der Zeit für gewisse Denkverrichtungen.
So können Personen, welche an das
Rechnen gewöhnt sind, 2 und 3 schnel
ler zusammenzählen, als Andere
Ebenso können stch Diejenigen, welche
sich beständig mit Literatur beschäftigen,
rascher, als Andere, darauf besinnen,
daß Shakespeare den »Damlet« schrieb.
Um einen Monat zu nennen, wenn
die betreffende Jahreszeit gegeben ist,
erfordert längere Zeit, als von dem
sMonat auf die Jahreszeit zu schließen,
! wie überhaupt der Geist gewöhnlich den
s Schritt vom Allgemeinen zum Besonde
-ren nicht so schnell macht, wie vom Be
sondern zum Allgemeinen.
Die ..Mimma»ii», d h H- wi
welche ndihigist,’ uni sich siir irgend
etwas zu entscheiden, läßt sich ebenso
wodl nirgen, wie die zum Wahrnehmen
näilsiae eit.
Obwohl ein Buchstabe an sich rascher
gelesen werden kann, als ein gan es
Wort, so sind wir an das laute Lesen
dermaßen gewdhui, daß dieser Proceß
ein automatischer geworden ist, und sich
ein Wort schneller lesen, als ein Buch
stade nennen läßt. Bei Kindern, Al
ter-schwachen und gän lich Ungedildeten
kämmt die Denkproce e im Allgemeinen
nger.
Die Entdeckung einer Fran.
Noch eine wundervolle Entdeckung isi gemacht worden
nnd das noch da u von einer Dame ans ieienr Komm-.
Sieben Jahre ang hatte sie die eniäeylichsieu Leiden
auszuste en, welche derart an i rer Le ensitait sehriem
das-ist od nichirne riern zu ein schien. Drei Mo
nate nsiete sie nnau höriich nnd konnte keinen Schlaf
finden. Da kaufte sie von uns eine Fla che von Dr.
sings »Na-er Entbeaun für Schwinv u t« nnd fand
Ton nach der ersten Do S so viel Erlei tekung, daß sie
»lafen konnte, nnd die eine Flasche turirte sie vollstän
ig. Ihr Name ist Mis. Luther Lus. So schreibe
nns W. is. hat-ritt « Co. in Sheldy, Nord Carolina.
Probeilasthen in allen Apotheke-u Dreiß, Thompson
s- To., Wholeiale.
Unfreiwillige Komik.
Der in Wiedenbtiick erscheinende »Bote
an der Eing« enthält in seiner Nr. 26
vom 30. März die folgenden Jnseraie:
»Der Lilgner. der sich in Wiedendriick
auggelassen dat, daß sich meine Kapelle
aufgelöst habe, hat die Unwahrheit ge
sprochen. Meine Kapelle besteht vom
l. April ad nur durch anständige Leute.
Gram-, Kapellmeisier.«
—————-·—.-—————«
Fenerieiie Geldichriinke.
Die berühmten Ulpine site Pkaas Saies mit
gekäuschlosen fcouiloinatianssiisliissem sind in
allgemeiner Nachfrage. Keiner kann ohne sie
»sein. Die beste Sicherheit und dilligiie Ber
;sicheknng. Erste Klasse Sases zu billigt-m
theisr. Man adtessire: p. W. Hubdariy
i Staats-Agnu- No. 936 com-nettes StrasseH
i Dallas, Texas. — Ein-, Maschinen, Mühlen,
’ Wangen, Beliing, Ic.
A——- E
— Ueber den riesigen Personenver
kehr in New York während der drei
Festtage berichtet die New Yorker
«Staatszeitung«: Am Montag wurde
der Fußweg der Brooklyner-Brücke von
50,000, die Bahn von 150,300 Perso
nen denuhh Am Dienstag betrug die
Zahl Derjenigen, welche sich zu Fuß
über die Brücke begaben 49,000, wäh
rend 175,000 die Bahn benuhtem und
am Mittwoch bewegten sich über die
Brücke 30,671 Fußgänger, und 143,683
Personen ließen sich per Bahn über die
selbe befördern. Jm Ganzen wurde
die Brücke während der drei Tage von
607,654 Personen benutzt. Die Ge
sammt - Einnahmen während der
selben Zeit betrugen 814,389.73, unge
sähr 85000 mehr, als sonst während
dreier Tage. Die Gesammtzahl der
Passagiere aus den nach Brooklhn süh
renden Führen belaust sich aus 637,000,
während die Anzahl der Personen, wel
che sich über den North Riner setzen lie
ßen, auf 100,000 angeschlagen wird.
—Die Beamten der Cisenbahnen sind
noch nicht im Stande, genaue Zahlen
anzugeben, aber man wird nicht fehl
-aehen. bei der Annahme, daß die »New
; Yor!Cen1ral« nicht weniger als 50,000,
die »Hm-km Rider««40,000 und die
New Haben Bahn 50,000 Fahrgüste
nach der Stadt brachte. Die Pennsyl
«vania Bahn, welche von den meisten
Südländetn benutzt wird, befürderte
etwa 100,000, die »Erie«, die ,,Dela
ware, Lackawanna und Wesietn« und
die »Jerseh Central-« ungefähr 150,000
und di: Staten Island-Fähre cirla 40,
000 Personen. Etwa 7000 Fahrgäste
trafen auf den AlbanhiBooten ein und
cbctlfb Viele kapicklfpn bis Most-Inhal
mittelst der Conncticuts und Massa
chusetts -Boote. Es wird, von allen
Seiten zugegeben, saß die Trans
ports Gesellschaften während des Ju
bilitums größere Geschäfte machten,
als bei irgend einer anderen Ge
legenheit zuvor. Die Dochbabnen
beförderten durchschnittlich eine halbe
Million Leute per Tag —- ant Montag,
Dienstag und Mittwoch aber stieg die
Zahl aus je 800,000.
—- DaS »Verl. Tageblatt« schreibt
,,Ein wahrer Strom von amerikanischen
Touristen wird sich in diesem Sommer
über Europa ergießen. Jn New York
allein sind bis jetzt 100,000 Fahrkarten
fttr die Reise nach London gelbsi wor
den. An den Cook’schen Rundreisen
wollen sich so viele Amerilanet betbeilii
gen, daß die Agentur sich keinen Rath
itvejß.«(

POWIIII
Unbedingt rein.
Das Royal Backpulvet bleibt sich stets gletch
cia Wunder von Reinheit, Stärke und Zu
ttägljchkeit; spat-sama als die gewöhnlichen
Sekten and außer Konkurrenz mit der Menge
minderwekthiger, zu leicht wiegeader Ilauui
oder Photphatssnlver. Ditd nur in Vlech
büchsen verkauft
Rot-at Valius Post-der co»
Keim-ils 106 Ball Cl. I. I
- «
Fiik 360,000 Schnitt-Waaren
werden zu Fabritpreisen osferirt, um in unserem Schnittwaarenlager zu räumen und unseren ’
Plan für das nächste Herbstgeschäst bot
zubereitem welcher eine neue sen in der Schnitt-nam
'Branche bedeuer wird
Unsere Schnittwaaren müssen bis znm nächsten Herbste verknqu seh-J
; nnd bei den offecirten Preisen wird dies überhaupt schnell bewerisielligt werden. Bis können
nicht alle die sabelhast billigen Preise aussühren, aber wir wollen einige wenige nennen, die se
niigen werden zu zeigen, daß wir ernstlich meinen, was wir sagen
Surrah-Seide, früher 75 und 85 Cents, jetzt 35 Cents.
,, früher 99 und 100 Cents, jetzt 69 Cenm
s 20 Stücke echtfarbige Challies 13 Cents.
20 » echtwollene Albatroß 41 Cents, früher 60 Cents.
Halbwollene Suitings zu 11 Cents.
,, » Doppel- Breite zu 155 Centr.
Ganzwollrne Kleiderstofsr zu New Yorkrr Preisen
menwelt aussich, und jede Dante wird es in ihrem Interesse sinden, unsere jehigen Preise is
diesen Artikeln zu erfahren. Dies ist keine leere Behauptung, mn Kunden nnznlsckeiy fodern
ein wirklicher Ansverkans
Allen auswärtigen Anstriigen wird die größte Aufmerksamkeit geschenkt
Kommt nnd überzeugt Gab von diesen Thaisaebem
s. DEUTsclsl se coe
274, 276 und 278 Weste Epimuercestrsßd
i
Unser Lager von Haut- -Ausstattungs-Gegenstanden zieht jeit die Aufmerksamkeit der Das
IWAFLISR ;- onus-E
Das größte hanswirthschasts
liche Magazin im Staate.
Buiks Koch-Oeer,
anerkannt die besten im Markte. 10 bestes-te
Bortheile können angeführt werden für die p- et« s ·
Bt i llia nt über andere Oeseu. I
Gast-Uns und Parole-m « M
Kochgeschikt in Zinn, Agathqu se. Mund
Kücheneinrichinngem deutsches irdenes Fesse- f
und Filttir KasseeiMaschiuet.
Porzellan- und Glas - Waaren aus allen Ländern der Welt.
Lampen jeder Att, Messetbestecke, Badenkauvem Stqhwmbts nnd andere sufmctmy IWMIUH ,
Bügelsfen, Bügelbrettm Bügeletfem galvantsitte West-zuber- Waschmqfchims ze.
Deutscheg Putz i Pulver und Putz - Pvmade. P a tent B u t t er i F s Hex-. -sp
Gasolins und Petroleum-Bchälter, GasiGlockety sinnst-ne und irdeue Milch-Schüssel- Or. .
WAGNER ös. CEÄZOI, Commercv u. Natur-M
Eis! Eigz Eis! »
Für die Kunden der c r y st all c i s - F a b t it sieht dieses Jahr keine citsotx h IM.
In unseren Vorrathokammetn liegen 1500 onnen reine-, klares cit, wodurch rege lustige Lie
sekungen gesichert sind. Die Fabrik hat die größte Kapuzität im Süd-n Jåhtllche blinkt
zu reduzirten Raun. Spezial · Raten für Carladungeu. Ptomptc Ablieferung an restlske
Kunden in der ganzen Saifon. Sprecht ver oder telephonim
TelephouNo.22.
E.F.GLAZE, - - MANAGSK
;Rcttuugs-Ankcr!
I
DE
-
Ell-genesen ia Ueber-einstiman mit ten Tinseefsesetesu
Den einzigen Weg, verlorene Masse-tust
wieder beepustellem sowie frische, veraltete u. selbst anscheinend tian M
von Geschlechtseeankbeieea sicher und dauernd u beilemzeistdasgevie est O
»DekNettungs-Aatet« den Leide-then und Solchemkie von gewi enlo en Quasfalbew,8etfa en- Deus
losee Bache-, prahlettfchea Art-eigen a.s.to.,'getsufcht wurden. unge Leute« die ia due Stand des Gez
tkeken beabsichtigenJollten den selgefchwekeu Schritt nicht früher thun, als bis sie den »Wenn-www
Jåndllch studiet habet-. Schnsdeblictse sah kindeelose Fest-en werden in dem Blut-e ebenfalls bemüht-te
« aebschlä e und endslltige Hülfe sinden Das Buch, Aste verbessern upid vermehrte Inflasss M
Seitea in eutschekevkache, out vielen le net-sen Bilder-« wird fürs-s tm. w Postens-few in eise- n
lsebmckten Umfchlsg wohl verpackt, von ern Alten q. bewährten Deutschen obs-Mitte tu New
frei del-sandt. Akkefsiket lIlle."l’s(.’-lllst llslll«-le«l’kli’k, II tkllntoet Use-» Kost Yes-h . I·
Der N tu n g s An ter ist zu haben lscnn Auchhänkler Nie Teugs, 218 Commeekesttsfh III Ists-IV

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