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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, October 18, 1889, Image 1

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D i e
Tägliche Freie Presse für Texas
erscheint
mit Fang-zahm dr- sonntags
und kostet
810.00 für das Jahr oder 82«50
für 3 Monats
W
D i e
Wöchcntliche Freie Presse stir Texa s
erscheint
jeden Donnerstag
und kostet
8250 für das Jahr oder 81.25 seit
6 Monate in Vomusbezthuuq.
Jahrgang 25.
Sau Ante-nie Freitag den 38 Orts-der ?8854)s.

Nummer 2272. «
Ecke Main Plaza und Aeequia- Straßes
erhält Täglich »die neuesten
für alle Departements des
—S«Egittwaggm - Ggss
« Vollständiges Lager und große Asjswayl von «
Moobelth Teppiebeth alles-, gottlos-tax ein« enz,
Die heilige Frau.
Von Ernst von Wildenbruch.
isoktsetuvai
Da hätten wir ja nun ein ileiues Ver
hältnis, sagte Kurt von Steigendorf
zu sich selber, als er nach Haus gekom
nien war und Licht angezündet hatte.
Er war in Gedanken und zwar so
sehr, daß er nach einiger Zeit erst die
Briese gewahrte, die seiner wartend aus
dem Tisch lagen. Es waren ihrer zwei,
der eine von dem Rechtsanwait, bei dem
er seit einem halben Jahre gearbeitet
hatte. Der Justizrath übersandte ihm
das ugniß über seine nunmehr abge
schlo ene Thittigkeit bei ihm, dasselbe
war in den schmeichelhafteften Formen
abgesaßtz Kurt von Steigendorf galt
siir einen sehr tüchtigen jungen Juristen.
Seine ReferendariThittigkeit war damit
beendigt, er konnte daran gehen, sich
zum Afsessor-Examen vorzubereiten
Die Schrift auf dem zweiten Briese
war von einer unbekannten Hand; als
er ihn bssnete, fand er, daß er von dein
Banquier Großberger kam, der ihn zu
dein Feste einlud, das er zur Erbssnung
und Einweihung seines neuen Hauses
geben wollte. Von diesem Hause, wel
ches der Genannte sich in der Bei-ren
straße gebaut hatte, sprach man seit ei
nein Vierteljahr in Berlin; es sollte an
Pracht der Ausstattung und Einrichtung
alles Dagewesene übertreffen.
Großberger war eine FinanzsCabacis
titt ersten Ranges und hatte eine band
wie Kbnig Midas, von dem bekanntlich
die Sage erzählt, daß er Alles, was er
berührte, in Gold verwandelte. Er
stand an der Spike einer großen Aktien
Geielschast, nnd man sprach von weite
ren bedeutenden Unternehmungen, die
er demnächst in’s Leben zu rufen ge
dachte. Kobsschiittelnd betrachtete Kurt
Steigendors den Brief. Er konnte sich
nicht recht erklären, wodurch er sich den
Vorzug erworben hatte, zu diesem Feste
eingeladen zu werden; er hatte im Hau
se des» Bangniers noch niemals»Besuch
graste-zu nackt-tag- ivut et lylll zu I
wiederholten Malen irn Bureau des Ju-(
stizratbz begegnet und dieser hatte nie
mals unterlassen, ibn Herrn Großberger
als einen jungen Mann vorzustellen, dem
eine bedeutende juristische Zukunft be
vorstandr. Herr Großbetger war jedes
mal sebr entgegentommend zu ihm ge
wesen und hatte nie unterlassen, seine
send in seinen seiten Banden zu schüt
te n.
Wir kommen zusammen, junger
Mann- isflegte er in oralelbastem Tone
hinzu nstigen, wir kommen zusammen;
dein Juristen gehört bie Welt; wenn
mein neues haus fertig ist, besuchen Sie
mich, wird mich sreueu, Sie bei mir zu
setzen; mein ahnte-l wird anen gesal
len. Dabeiklonste er ihn aus die Schul
ter, indem er sich im Stillen über die
tfdkvntibm gesundem Bezeichnung chan
eu e.
Kurt Steigendors wußte recht gut
was Großberger damit sagen wollte, daß
dem Juristen die Welt gehbrte. Da
mals war das Zeugnis über das bestan
dene UjsessorsExanien ein Wertbnapierz
es verbieb dein glücklichen anaber die
Anwartschaft aus eine Fülle von Le
bensstellungem zwischen denen er zu
wühlen hatte. Der Staat brauchte
Richter an seinen Gerichten, die Ber
waltungstbrder ergänzten ihren Bedars
an Arbeitskräften lediglich aus den As
sessoren ber Justiz. Dem Staate gegen
über aber standen die großen Unterneh
mungen beg Privat-Capitalg, welchedaii
male wie Pilze aus dein Boden schossen. «
Sie brauchten juridisch gebildete Män
ner ur Leitung ihrer Geschäfte. Auch
sie isteaten ihre Hände nach den Assesso
ren ans, und diese Dünbe waren soviel»
schwerer vergoldet alg die des Staat-U
dsß sie sich biiusig als die stärkeren Mag- -
nete erwiesen
Das Examinaiionggebitude war ge
wissermaßen die Assessoren - Börse Und
wenn die jungen Leute, niii der Stran
gulationsmarke des Exarnens, dir wei
ßen Hals-binde, angethan, aus dein seu
rigen Ofen der Prüfung heraus aus die
Straße traten, so brauchten sie sich eis
gentlich nur danach umzusehen, an wen
sie sich am zweckmäßigsien ,,oertanfen«
sollten.
Der Kauspreis der geboten wurde,
war in den meisten Fällen ein ganz uni
geheuerer, und so geschah es, daß junge
Männer, die aus bescheidenen, oft sogar
ärmlichen Verhältnissen hervorgegangen
waren und in solchen gelebt hatten,
plötzlich zu Einnahmen gelangten, die
im Verhältniss zu ihren bisherigen stirsts
liche genannt werden mußten.
Alle diese Gedanken gingen KurtSteis
gendars durch den Kopf, als er jeht sin-?
nend auf die beiden Briese schaute, die
aus dem Tische nebeneinander lagen, als»
wären es der Justizraih unb der Ban
quier selbst, die sich versiändnißinnig an-;
blickten. i
Das Examen boi siir ihn keine Schreie-i
rigkeit; es war nur eine Frage der Zeit,s
wann er es machte, und ein halbes Jahr
durste als äußerster Termin gelten.
Noch ein halbes Jahr also — und
dann —
Unwillkürlich stand er auf und wie
von einer gewissen Unruhe ergriffen,
ging er aus und ab. Bald aber seßie
er sich wieder, das Zimmer war für sol
che Spaziergänge zu eng. Er sah sich
um und bemerkte, daß es eigentlich ein
ziemlich einfaches, beinah dürftig-es Zim
mer war. Schon seit Jahren wohnte er
darin und halte es noch nie bemerkt;
seine Bedürfnisse waren dieselben geblie-;
ben, wie sie während seiner Studeniensi
zeii gewesen waren, obschon seine in derl
Provinz lebenden Eltern es ihrem einziJ
gen Sohne an nichts hatten fehlen las
sen. Aber was hatte er viel gebraucht?
heute zum ersten Male kam ihrn der Ge
danke, daß man sich eine größere Woh
nung beschaff«1r, daß man sich dieselbe
mit Glanz einrichten könne und daß es
sich angenehm in einer solchen Wohnung
leben lassen müßte. Und das Alles ver
möge der eigenen Begabung und Kraft;
as Ins-ist- Ihni sit-I hobmssliskoä Mit-kühl
.- ------ - .-,--- -.- -s,-k,---,s- V-·-7-,
sich in den Gedanken zu versenken.
. Und während so die ersten Träume
von künftiqem Erringen, Besitzen nnd
Genießen gleich einem schweren nackt-ti
scheu Dufte in den Tiefen seiner Seele
ausstiegen, war eg ihm, als wehte durch
den bernnschenden Dunst pldglich der
süße Duft einer frischen Waldbiume,
und til-er Großdergerg gemästetes Organ
drang eine Stimme an sein Ohr, dem
Zwitichern eines Vogels ähnlich: Be
bitt' Sie Gott, Sie lieber Herr von
Schnippt Und das hold-: Geschöpf, das
heute so plötzlich in seinen Lebens-wen
qetreten wur, stand vor ihm da in all«
seiner Unschuld, Lieblichkeit nnd Schalk-»
hastigkeit. Unwilltttrlich muszie er lü-»
cheln; er hatte sich soeben im Geiste als;
Syndicug irgend einer großen Actiens
Gesellschaftgesehen, mit feierlicher Miene »
hinter irgend einem mächtig-km Schreib
tische in einem mächtigen Geschäftssaalew
Rechtggntnchten von sich gebend, und
wie malte sein Bild sich in der Seelei
dieses Mädchens-! Sie hatte gar nichts
site nöthig befunden zu fragen, wag erz
sei, für sie war er der Herr von Schnipp,i
nichts weiter —- ja freilich, etwas nochi
dazu, der ,liebe« Herr von Schnipp. i
Guts-sung roth !
W
Hössst Mississ
Die schönsten Farben-Raunen verlieren thka Nett
wenn sie an nnpasseneer Stelle etschctmkns CMPVUH
sen-ist gewissem set-due Farbe, unr- dokh Wlt itt Ab
tesiend, wenn sie einen menschlichen Teint hehr-tschi
rnte e. B. bei den be ersten Sehnen des Reichs kcr
Mitte-. Citrkinensarbiger Tetnr wird als Zeichen über
ichuittger Gotte gern-sei, und nicht mit unrecht
Schnterzen unter ten Rippen und Schullklblätckkns
IRS-stopfan Verrauucigebeschwekcen, filzakiig belegte
Zunge, gaitrtscheö Kopfweh itnd ebensnlls Symptome
dieses unernuntlichrn «-«ustanrn. Gesten Leberletden
und deren dreifache Begieiterscheinungen ist est-nieset
MS enditters km unfehlbares Soenalmitte . Es er
wer t r»ie«(vepntnic genükientv, aber ebne Schmetien
oder Lethichneiven 68 befördert m Gattenavsonre
rang in gehertger Weise, beugt aber einein Ueber-gelten
diese-i saffran elben Unholds- mIS Blut vor. Beim
Ge much tessel en vers-druntenMagenfäine, qastrtsebcs
Kopfweh nnd Filzbelag der Junge nun seit-in cis tdr
nert die«Ver·rauaI-g, festigt ten Wert-r gequ Malerin,
varalkftrt die Anlalgcn iuni titheunmttsmnn unt ist est-i
Mitte gegen Trägxit tek Lebe-.
Ein Opfer der Entkeimt-is
Von der schrecklichen Katastrophe, wel
cher kürzlich in New York ein Arbeiter
hoch oben im Gen-irr der elektrischen Lei
tungsdröhte zum Opfer fiel. entwirft die
dortige ,,VolkS-Zeitung« diefolgende,
in ziemlich grellen Farben gemalte Schil
derung:
»Opfer fallen hier, weder Lamm noch
JSticy aber Menschenovfer unerhört!«
sMit diesen Worten beklagt der ,,nrosze
: Heide-« Goethe die Einführung des Chri
lftenthumg
Nun, Menschenopser hat es schon
lange vor Einführung des Christenthnnis
gegeben Das Cristenthum hat deren
vielleicht mehr gefordert, als irgend eine
andere Religion, für das ungeheure An
fchwellen der Zahl der täglich geopferten
Menschen in ber neuesten Zeit kann je
doch selbst das Christenthum nur indirekt
verantwortlich gemacht werden, nämlich
in sofern, als es sein Möglichftes thut,
die Zustände, unter denen solch uner
hörte Opfer tagtäglich möglich find, so
viel in feiner Kraft liegt, zu verewigen.
Jm alten Mexico hatte man eine
Pyramide von Menschenschädeln, welche
den Opfern jenes blutigen Kultus ge
bört hatten. Diese Pyramide, die im
Laufe der Jahrhunderte entstanden war,
wlirde jedoch, trotz der riesigen Menge
knöcherner ,,Vaustcine« welche sie ent
hielt, und welche selbst die Herzen der
an blutige Menschenopfer und Scheiter
hausen gewohnten spanischen Mönche
mit Grauen erfüllte, nicht an die Größe
derjenigen heranreichen, welche aus den
Köper Deter gebaut werben könnte, die
in den letzten dreißig Jahren in den ver
schiedenen Staaten dieses Landes dem
Moloch »Kopital« geopfert wurden, wo
bei bie unendliche Zahl derer-, welche vor
der Zeitan Noth,Entbebrung und Ueber
anstrenanng zu Grunde gingen, nicht ein
mal eingerechnet ist.
Die Methoden der Opferung wechseln.
Jn Mexico riß man den auf dem
Hichierlichexi» Steinaltor» gebundenen
Upsuu »u- Pelz unt-, tu Opulllcll Ullllll
man dieselben an einen Holzstoß fest und
ztlndete den letzteren an, was den Vor
iheil hatte, daß die Opfer sich um so län
aer in unendlichen Todesqualeu winden
mußten. Die neuere Cidilisation hat
beide Methoden verworfen. Sie mor
det mittelst Dampfmaschinen und in der
letzten Zeit am bitufigsten mittelst Elektri
eintr, wag den Barthen hat, daß es den
ganzen borbnrischen Aufzug eines Auto
dafen’g mit all seinerUmstitndlichkeit und
Kostspieligteit überflüssig macht, und
doch seinen Zweck, die Füllung der Ta
schen der Oderpriester Mairimons, besser
erfüllt wie die früheren Methoden, bei
denen noch die »Handarbeit« die Stelle
der Maschine und des elektrischen Drah
tes vertrat.
Gestern war wieder einmal, was in
der letzten Zeit alltäglich zu werden be
ginnt, Draht - Opfetungstag. Jan
Gould war Oberpricfter.
Wer die Umgegend der City Hall, von
der Osfice der Western Union Kompag
nie im Broodway bis weit über das Ge
bäude der »Staatgzeitung« hinaus, auch
nur oberflitchlich kennt, der weiß, daß
sich ein todtbringeiideg, bielmaschigeg
Netz von Drähten über den ganzen
Stadttheil spannt. Dieser Stadt
tbeil bildet nichtollein das Hauptwert-«
tier der geifitddtenden kapitalisischen
Presse, sondern auch das Centrum unfe
rer großen Geschöftgwelt, welche außer
dem Geist auch noch den Körper tödtet.
Fast all diese Tausende von Drähten ge
ben von dein Gebäude der Western
UnionTelegravbKonignnieJoyGould’g
aus« welcher nicht allein mittelst der »Dis
sociirten Presse«, welche er fast ganz in
der Band hat, den Geist, sondern auch
mittelst der Drähtc den Körper und mit
telst der Börse die »große Geschäfts
welt«, die aus ihn angewiesen ist, todt
macht, unt auf den Leichen Aller das
Gould’sche Königreich, welches Jahr silr
Jalsr an Umfang znnimmi, auszubauen.
Heute handelt es sich fttr uns nur um
die körpertödtende Seite der Gould’schen
Adininistraiion.
Wer gestern Nachmittag nm 20 Mi
nuten nach Jl Uhr zufällig in die Nähe
der Ecke der Cenire und Chambers Str.
kam, konnte die äußerst praktischennd
billige Methode-, wie man vermittelst
der überirdischen Drähte einen Menschen
vorn Leben zum Tode bringen konn, mit
eigenen Augen ansehen. Erhalte näm
lich hier, wo die Drühie in besonders
großer Zahl zusanimenlausen und auf
den Passanten den Eindruck eines riesi
gen Spinnengewebes machen, einen
Menschen gleich einer in einem solchen
Netz gefangenen Fliege hängen sehen.
Mit Händen und Füßen an den tödtli
cheu Drähten festklebend, von denen er
sich nicht losmachen konnte, stieg von
den durch den furchtbar starken elektri
schen Strom verloblenden Händen des
Mannes ein Rauch auf, wie er von ver
brennendem Fleisch aufsteigt. Er machte
im Todeskampfe einige Bewegungen
als ob er versuchte, sich freizumachen,
und als ihm dies nicht gelang, schaukelie
bald sein Korper im leichten Winde hin
und her, ein Anblick, so gräßlich, daß er
dem zufälligen Augenzeugen nie aus dein
Gedächtniß kommen wird. Der Mann
war augenscheinlich eine Leiche. So
hing er noch l« .ige Zeit, etwa eine halbe
Stunde lang.
Eine ungeheure Menschenmosse hatte
sich ini selben Augenblicke angesammelt.
Die Pferdedahn-- Waggons waren bald
nicht mehr im Stande, sich einen Weg
durch dieselbe zu bahnen. Die Polizei
war .ld zahlreich vorhanden, Man
brachte Leilzern und verschiedene muthige
Leute wagten sich an denselben in die
Höhe, um zn versuchen, ob sie dem Un
glücklichen Beistand zu leisten im Stande
wären. Sie kamen Alle gleich darauf
mit vor Grausen bleichen Gesichtern und
mit blutenden Kleidern zurück. »Er ist
todt, er ilt todil« murmelten sie den
athemlos Harrenden zu. Sie hatte-les
nicht wagen dürfen, die Drähte, an de
nen er hinn, abzuschneiden. Es wäre ihr
eigener Tod gewelen.
Uns-I-- -...
Jou- Uuuuj un Ukll Pullvkll ullv llll
Gesicht des Unglücklichen wurde dunkel
rolh. Dei: von seinen verbrennenden
Händen aufsteigende Rauch wurde dich
ter und man härte ein leises Knistern.
Eines seiner Beine ruhte aus einem der
Querbalken des Telegraphenpsahles.
Sein Gesicht lag auf einem der Drähte,
welcher ebenfalls mit Clettricität gela
den, sich its das Fleisch an seinem Halse
buchstäblich einfraß. Sein Hut war
ihm vom Kopfe gefallen und lag auf ei
nigen anderen, tiefer liegenden Dräh
ten
Elektriiche Funken ichossen in Masse
aus den Drähten hervor, während der
Rauch des brennenden Menschenfleisches
dichter und dichter wurde. Zuerst schoß
er in leichten, hellblanen Ringelu, wie
von Jay Gonld’g HavannasCigare,
dann in einer dichten Wolke enpor, wäh
rend die Drähte tiefer und tiefer in Hals,
Wange und Hände der Leiche eindran
gen.
Erst lurz vor zwei Uhr erschien ein«
mit Gumihandschuhcn und einer mäch-;
ligen Scheere bewasfneter Linenlan, .
stieg vorsichtig an der von den Feuer
wehrleuten des benachtbartenSpritzem
hauses an den Pollen gelehnten Leiter
empor-, bis er, bleich vor Aufregung, in
die Nähe der Leiche lam. Vorsichlig
wand er sich zwischen den zahlreichen
Drähten hindurch. Zitternd, sich der
Gefahr seiner Situation vollkommen be
; wußt, zerschnill er zuerst den Draht, auf
. dem das Gesicht des Todten ruhte. Der
Draht fiel aus den Fußboden, während
die in der Nähe sich drängende Menge
erschreckt und eilig Raum machte. Eine
neue Ranchwolke stieg in die helle Lust
empor. Das Gesicht des Todten war auf
einen anderen Draht gesunken, welcher
sich in die Nase des Mannes einbrannte.
selnch dieser wurde zerschnitten und
fiel aufs Trottoir. Ein dritter Draht
folgte. Dieser traf im Fallen einen
; Polizisten und veranlaßte denselben, vor
Schmerzen laut aufzuschreien Ein
vierxer nnd fünfter Draht mußten durch
schnitten werden« anwischen war ein
zweiter Lineinau dazugekoinmen und die
Leiter emporgestiegen. Ein Seit mit
einer Schlinge an einein Ende war um
die Leiche geschlungen worden, um zu
verhindern, daß dieselbe auf den Fuß
boden ftlirzte. Endlich konnte die Leiche
herabgelassen werden- Sie wurde eilig
um der Menge den schrecklichen Anblick
derselben aus der Nähe so viel wie mög
lich zu verbergen, in das Sprikzeahaus
geschafft -
Seine tHände nnd beinahe die Hälfte
des Gesicht-Is- waren verbrannt nnd ver
kohlt. Der Kehltopf und die Luftrödre
waren ebenfalls furchtbar verbrannt.
Der Name des lingllickiichen war
John E. H. Flats, von No. 58 Oft
129. Str. Er war ein Lineman im
Dienst der Western Union Kompagnie.
Die Polizei benahm iich während des
Heradlasseng der Drähte äußerst nach
lässig. Sie that kaum irgend Etwas-.
um die zahlreich versammelte Menschen
menge vor der Gefahr« in der fie sich be
fand, zu warnen, und nur dein Glück
im Unglück ist es zu danken, baß das
Menschenopfer nicht ein mehrfacheg
wurde.
»-., .—- ..... - ...»—-..
« Ein Mann, der 40 Jahre Medizin praktizirt
hat, follte Salz von Zucker unterscheiden kön
nen; les’t, was cr sagt
T Diebe-, O» Jan.1l). 1887.
Hrn. F. J. Cheneh ö- Co.—Meine Herren!
—Jch bin seit 40 Jahren weist in der allge
meinen iirztlichen Praxis gewesen, nnd möchte
sagen, daß in all meiner Praxis nnd Erfahrung
ich nie ein Präparat gesehen habe, das ich mir
so viel Vertrauen auf Erfolg vix-schreiben konnte
als H a l PS K a i a r rh Kn r, fubtizirt ver Jhs
nen. Habe es gar viele Male verschrieben, und
die Wirkung ist wundervoll,nnd möchte zum
Schluß sagen, daß ich noch einen Fall von Ka
tarkh zu sinden habe, den es nicht tukircn wür
de,blvenn meines den Anweisungen gemäß rin
na,ine.
In Wahrheit der Ihrige
L Gorsuch, M. D«
. Oisice 215 Sunimit Str
Wir wollen einhuudekt Dollars siirjcden Fall
von Katarkh geben, der nicht mit H all’s K a
"t arrh K u r geheilt werden kann. Jnnerlich
genommen
F. J. E h e n ey G Co» Eigenth» Toleda,0.
M Vertaust von Apotheke-w 75 C.
I
Det- Czar in Aengsten. Eine
seltsame Scene cteignete sich, der Mag
deburger Sta. zufolge, vorletzten Sonn
ztag in der griechisch-katholischen Kirche
zu Kopenhagen. Während des Gottes
diensteg, welchem die Familien des ruf
siichen Kaisers nnd d«·g griechischen Kö
nigs an Sonntagen regelmäßig lusqu
wohnen pflegen, fiel plötzlich unter star
kem Gepolter von dem hochragenden
Kronlenchter eine schwere Wachsterze
auf eine dicht beim Czaren liebende Bet
bank. Die Herrschaften fuhren erschreckt
aus ihrer Andacht auf; der Czar selbst
erhob sich in Erregung und befahl ei
nem anwesenden rusftschen Matrosen,
den heiabgeftützten Gegenstand sofort
aus der Kirche zu entfernen. Vermoch
lich hat er geglaubt, daß Dynaniit da
rin war.
Vnckleus Summa-Sale
Die beste Salbe der Welt sür Schnitte,
Quetlchnngen, Geschwiire, Fieber-« nnd Haut
Auischlag, Flechte, gesprungene Hände« Frost
beulen und alle Hautlkanlheitcn; lurtrt da
mokrboiden oder keine Bezahlung. Völlise
Satisfaktion garnntirt oder das Geld wird
nriickekliattet. 25 Cents die Schachtel. Zum
alan in allen Apothclen. Dreiß, Thomps
son ät- Cr-., Wholklalr.
«0.O-—A ——- --—
l
— Die «(,’:1pit.:1lls’reetiold Land nnd
luvestment (’()1111):tn·y of Grent Brit-tin
uutt III-kniet« hat thtcll Freibrief tm
Staatssekretariat registriren lassen. Das
Kapital der Gesellschaft beträgt 815,
000.000, ist in Land angelegt nnd um
faßt ebenfalls dic 3,000,000 Acker im
Panbandle, welches das Austiner Capis
291-S1)11dicat vom Staate erhielt.
IS- Hllte ! Hütel Neue Detby
nnd weiche Stelson Herbst- und Win
terhltte bei J. W. Crate ö- Co»
No. 2-«tO Coinmetce-Straße.
Herbst-Waaren.-l JLTIH
In
Ausftellung
B. FRAMCSIII
große Ausstellung in -
Herbst - Waaren.
Wir haben eine sehr vollständige Auswahl
Von Herbst-Waaren jeder Art erhalten, darunter
Novitäten in jede-r Branche. Wir erwähnen be- "
sonders Gürtel, leichte Plüfch-Ueberwiirfe, ebenso
Plüfch bei der Yard zu erstaunlich niedrigen Prei
sen. Alles, was für diese Saifon fashionabel
und modern ist, kann bei uns gefunden werden.
Die Damen machen wir besonders auf die feinen
Hüte und Hauben aufmerksam. Jede Dame,
welche einen modernen Hut zu tragen oder sich
über die neuestc Mode zu informiren wünscht, ist
eingeladen, uns zu besuchen. Wir haben soeben
unsere Pariser Hüte und die neuen Sachen für
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