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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, October 21, 1889, Image 2

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Das beste Heilmittel.
—29—-—
seit Rechttakm St. Jakobs Oel das beste bis
« ieyt bekannte S chmesp
zenheilmittel genannt
» werden nnd verdient es
diesen Namen der damit
« erzielten Erfolge wegen.
Wo immer dasselbe eingeführt wnrds dies
seits sowohl wie jenseito des Ozeans, hat es
sich einen Namen als vorzüglichen Schiner
Ienstiller erworben. Schon seit vielen Jahren
est es als das Beste bekannt, wodurch schon
manche wunderbare Cur dctvcrkstelligt wurde-,
selbst in den schlimmsten chronischen Fällen.
Es bringt sichere Heisa-F bei Rheumaeismus,
steuralgie, Hüfte-is und Nückenfchmekzem
keekeukungem deutsch-engem Wand-u und
überhaupt bei allen äußeren Schmerzen. Das
Geheimnis eines solchen Erfolges kann nur das
sein« das es aus den besten medizinischen Prä
paraten zusammengesest ist. Nachstehende
Haudelsmatke
YW Oel
Läs
CI
Das grosse Schnierzenheilmittel
ist dabei wohl edem Deutschen bekannt nnd St.
Jakobs-Dei ltjst
tö Im wenn nöt ig immer sofort zur Hand
Zu den letzten fünfzehn Monaten sind
tausenbie sein Zeugnis en eine allen Theilen der
Welt empfangen un- ist dieses jedenfalls dek
beste bestseiveiö für die aqu eichneten Eigen
schgien dieses beiar nten Hei mittels
Diebekiidmten deutschen Familien-Medizi
neit wie Dr Auu ust KöniW nkambukger Trop
fen, Hamburger tnstthee un Kränterpflastek,
ammen mit dem großen Schmerkenheilmittel
aksbö Oel nd unüdektteff ich m ihm
Mk amkeit und o ne Zweifel die besten.
sn sahen in allen Ihm-ten
MEDIUM-Es s. VOSSLSII cis-. blindem Is
in ast allen Familien vor-·
U
Ists sechs Jahren endlich geheili
Mnlatn Minn» Gent Ost
W etee d hiermit daß eeszgce
M , nat Time der « is
invetls edenens dten seine ochlee von einem se e
Menleiden zu weiten, nnd hdrte dann
ondent nsioe Koni welcher olche seiden lsson oft
geheilt a one. sfrent ini men, fa en sn ihn
nen, da dn eine ans e « nete Vehnn lnng meine
Tochter ehe bal vollstän wieder Westellt wende
Ind daß detheet Pastor fl w « itge eine e
Ænnlg file« eine wert vv n enge qninnehntew
i? 1 Jedem- ee feiner Dienste bedarf, sehr
ein ehlen ann. .
« nnd meine Tochter werden uns des ehrwürdigen
deren kniest- innaee mit Dankge hl erinnern
» n S ed wer ek
dej Nichts-gen nnd nnteei trieben
W »t! vormit. W.B.Davtes,
m- Ists-OR Pewsnlelsnsde Mgtekem ver
es ver-case isei sag-sein« fpkkd Time- M die Ine
UFTFZBFKYRYFLÆHFIYR sag-m- m wis- «
M iu Juki Wahne den-» gib-reitet m im make
M Anweisung von die
, König Medicine Co»
w Sen Hain-, Ecke Eli-m sicut-,
Ehicngn, Jll.
Preis 81.00 per Flasche, 6 Flatschen 85.00.
an Verlauf in San Antonio bei Adolph
Dreif, No. 17, 19 nnd 21 Alma-Straße
Wnn pöillnq ab Sohn.
Unsere Hauptnahrung ist und bleibt
due Fleisch, und um solches frisch und
gnt zu erlangen, kann man unmöglich
einen zuverlässigeren Markt finden, als
den von Win. dfling se So n, Ro
511 Ave. C. ie Herren ha en dem
Geschmack ihrer Kunden Rechnung ge
tragen nnd in ihrem Etablissement eine
kalte Luftmafchine errichtet, welche allen
Anforderungen für Erhaltung und Ent
fernung fchüdlicher Jngredienzen deg
Fleißhes entspricht »Sie habenbestllns
diq In ihren Viehhdfen einen gto n
Vorrath von Mastvieb, aus wel em
nnr das Beste für ihre Kunden gewählt
med. Wer-well bedient sein will, der
befuehe den Markt, No. 511
Idenuec. 1,10t1
Wis. H. Ontterfide, 335
Ost- onfton-Stroße, Plnmbers, Gag
nnd tenm - Fitterz, halten sich dem
Publikum flir alle in idrFach fchlagenden
Arbeiten empfohlen und versprechen
prompte Besorgnng aller Aufträge.
Kronlenchtey Gas-Fixtures, Baden-an
nen, Closets re. stets an Hand.
«- Wenn Jemand fein und zu nn
nebmbarent Preise speisen will, so gehe
etwa MissionsoGartem Die
en W G Gaul, Besiher die
es Ginbiissementg, halten darauf, ihre
Süße stets vollkommen zufrieden zu stel
len. Alle sqifonmäßigen Delikntessen,
Untier-, Wild, Fische, Geflügel ec. find
dort in der delikatesten Zudereitnng alle
M haben. Mehlzeiten werden auf
ch in die Wohnungen der Kunden
nndt. Auch bietet der mit der
deisetnirths ft verbundene B a r -
r o o m die be en Getränke, stets frisches
Bier nnd feine Liqudre und Weine.
.-——-—
Weben verlangt.
Eine Köchin oder ein gutes Dangmttds
eben findet sofort Stelle. Nach ufragen
in der Office der »Freien Pr e«.
. Wage us- Europen
Die Unentnren deg Derrn W. J. »
o n nn , Ro. 1 Commeree - Straße, T
an Into nio, nnd No.603 Main-«
Stwßh D U l l u S, vertreten nur die
anerkannt besten enrapitiichen Dampfer
Linien. derr Young ist im Stande die
dillissten Roten zu geden, er
theilt bereitwillig jede gewünschte Aug
xunft nnd besorgt sehr pronwt alle ihm
tibergebenen Aufträge. Wer nach Cu
roda zu reisen wünscht, oder Verwandte
berndeckommen lassen will, wende sich
an irgend eine der genannten Agentnrem
----—-c-—-.-O D-— -—
MiW
Weinliebhnder finden ein großes La
er don feinen California - Weinen bei
n F. J. Meyer am Alamo
lq . Verr Meyer sncbt die Weine
an Satt nnd Stelle aus nnd tanft direkt
ans dem Keller der Wein lichter. Als
ntein Kenner gelingt es bm steig, die
Lesen Sortennntznssitblem Er kann
seine Kunden nnd Familien mit einem
nten Tropfen versehen. Roth- nnd
heißlneine in dorsttqli r Qualität
von ieft ad tl.00 per allow-frei
ins bang geliefert.
l- — . 1
Fre
Offiee: 214 Ost- commetcestraße
onus-sons
Robert Hanschke ...... Herausgehen
Montag den 21. October 1889
Enkel-ed at the Post Oliico nt san Andern-V
Texas, as Secontl class matten
Die ein zig c, tä g lich crscheinendc
lDeutsche Zeitung in Texas.
Die »Freie«2lsressef sitt-Texas« hat
von allen deutsch - tcxaniichen Zeitun- »
gen die größte Abonnentenzahl.
Deutsche Pariere
Noch immer beschäftigt man sich in4
Berlin mit Discussionen über den Cza- l
ren- Besuch, und die eventuellen Folgen
desselben. Jm allgemeinen ist man der
Ansicht, daß dessen politische Bedeutung
eine sehr große und nachhaltige und für
Deutschland günstige sei Wie nach
trüglich bekannt wird, soll es dem Kanz
ler in einer ihn selbst überraschender
Weise gelungen sein, den Czaren zu al
lerlei halb nnd halb bindenoen Zusiche
rungen seiner Friedengliebe zu bewegen.
Bedo der Kanzler Berlin verließ,
um sick wieder nach Friedrichsruh zu
begeben, empfing er die diplomatischen
Vertreter verschiedener Mächte, denen
gegenüber er in der Unterhaltung wie
derholt aus die vom Czaren bekundeie
Friedens-liebe Bezug nahm DcrI Hur l
habe ihm — sagte er — die Zusiche·- ung i
gegeben, daß Rußland niemals einen
Krieg provociren und namentlich, daßl
eg nie einen Krieg mit Deutschland vorn l
Zaune brechen werde. Der Kanzler
sprach die Zuversicht aus, daß egihm
skssslsbss III, ULU Vpcssbsl VIII-u du Hub-b
zeugen, daß die Tripel - Allianz und
Deutschlands enge Beziehungen zu Eng
land in keiner Weise als eine Bedrohung
Rußlands aufzufassen seien
Unter den rufsischen Panflavisien
herrscht — wie aus den Nachrichten ans
St. Petersburg hervorgeht—eine große
Aufregung und Erbitterung gegen den
Czarem dem man vorwirst, er habe sich
vom Fürsten Bismarck überlisten lassen.
Herr DeGiers, dessen bisher maßgebende
Stellung durch den wachsenden Einfluß
des Generals Woronzoff Daschkofs stark
bedroht ist, soll auf benRand einesBerich
tes,den er von Berlin aus über dieKaiser
Zusammenknnft erhielt, die bissige Be
merkung gemacht haben, »welcher der
rusfischen Diplotnaten denn dem Für-s
ften Bismarck die Stiefeln geputzt l
habe?« —- Diese Bemerkung bezieht sich
ganz direct auf Daschkofs, welcher nach
der Abreise des Czaren von Berlin noch
ein paar Tage dort blieb und-längere
Unterhandlungen rnit dem Reichskanzler
und dessen Sohn gepflogen hatte.
Der St. Petersburger Correspondent
der »Kbln. Zig.« bat nach wie vor eine
ziemlich pessimistische Auffassung der ge
genwärtigen politischen Situation. Er
meint, daß, wenn auch DeGiers zum
Rücktritt gezwungen werde nnd Daschs
ikoff an seine Stelle treten solle, der
Czar den antisdeutschen Einflüsterungen
der Pansiabisien doch nicht lange Wi
derstand leisten könnte. Seine arg
wbhnische Natur und sein fortwähren
der Verdacht, hinters Licht geführt zu
werden, machen ihn zu einem gefügigen
Werkzeug der Panslaviften. Die Mos
kauer Blätter weisen schon ietzt darauf
hin, einer wie kurzen Zeit es nur be
bnrft habe, um die Jllusionen desCzaren
zu zerstören, die derselbe von seiner Zu
sammenkunst mit dein Kaiser Wilhelm l.
im Jahre 1887 zurückgebracht habe
Jn den officiellen Kreisen Berlins
fühlte man sich wie von einer Centners
last befreit, als der Cznr wie-der
h-ksc-I’--Il.-- I- M-lt«c:-- ----s-.
woyesvyuuku Ia Usequjsuu IIUUCUUIIUI «
war. Man war von der nervösen Aus
regung der Russen ordentlich mitanges
steckt worden. Die Furcht vor einem
neuen Attentate auf den Czaren be
herrscht nicht nur diesen selbst- sondern
seine ganze Umgebung in einer ad u
fieberhaften Weise. Und diese-blä
Furcht giebt Veranlassung zu den uni
sassendsien, to spieligsten und ost recht
wahrt-einigen orfichtgmaßregelm So
wurden-auch schon lange vor der An
Iunst des Czaren im Berliner Schlo e
und im Neuen Palaiz u Potsdam d e
abenteuerlichsten Barke rnngen getros
sen, unt einem Mord- Anschlag gegen
das ebeiligte Haupt des Beberrscherg al
ler eussen vorzubeugen. Das russische
GesandtschastsiGebttnde wurde gewisser
maßen in eine Festung verwandelt.
Sechs russische Handwerker-Schlossa,
Maurer nnd Zimmerleute — die sich
fortwährend in der Umgebung des
Czaren befinden, mußten in dein Schlosse
die Mauern, Fußbbden und Mbbel un
tersuchen, ob auch nicht irgendwo Dy
» namitbamben oder Höllenmaschinen ver
borgen seien und die Kantine und
Rauchfange wurden durch enge Gitter
abgesperrt. Selbst aus dem Dache wa
ren Schildtvachen posiirt, wahrscheinlich,
weil man befürchtete, daß geheime trivi
tistische Emissüre von oben aus Bom
ben ec. durch die Kantine berabwersen
kbnntenl Die vorzüglich organisirte
Berliner Geheimpolizei arbeitete mit den
russischen Detectiveg Hand in Hand und
zwar nicht nur in Berlin selbst, sondern
» auch aus der ganzen Strecke von Berlin
bis zur russischen Grenze. Die Stra
ßen Danzigg, welche der Czar zu Passi
ren batte, um die in Neusabrwasser lan
dende Czarina in Empfang zn nehmen
kwaren militürisch besent und ebenso
die großen Brücken über die beiden
Weichsel-Arme bei Dirschau und bei
Marienburg. Selbst bis zu dem Au
genblick als der Czar Danzig verließ,
tvußten die Beamten seiner nächsten
Umgebung noch nicht, ob er die heim
reise mit der Dampf-Pacht »Derjawa«
von Neusadrtpasser aug, oder ob er die
selbe van Dir-schau aus ver Bahn an
treten tvetde. Als sich der Zug von
Dirschau aus in Bewegung sente, ging
ein Telegramm an die Commandanten
der russischen Grenz- Garnisonen ab,
wonach dieselben 50,000 Mann in Be
reitschaft halten mußten, um die Bahn
strecke von der Grenze aus bis St. Pe
terzburg zu bewachen.
Kurz vor seiner Abreise nach Fried
"j
tkchsklih hatte der Fürst Bismarck eine
längere Unterrednng mit dem Grafen
Walderiee, die fich um die Bill gehem
delt haben foll,«welche dem Reichstage
demnnchst vorgelegt werben toll znr Ber
besserung und zur weiteren Ausdehnung
öer sogenannten strategifchen Eisenbah
nen. Die halbamtlichen Blätter verfi
chern, die Zufamtnenkunst der beiden
Männer fei eine sehr herzliche gewesen,
was am besten die Gerüchte widerlege
welche in Bezug auf eine zwischen beiden
bestehende Spannung im Umlauf feienz
Die Berliner »Posi«» constagiry daß
der Reichskanzler einige Tage nach der
officiellen Eröffnung des Reichstages
wieder nach Berlin kommen werde.
Nach einein ans Monza in Jtaljen
eingetroffenen Telegramm find der deut
fche Kaifer nnd die Kaiserin dort einge
troffen und vom König Humbert von
Italien und der Königin Margaretha
aufs herzlichste in Empfang genommen
worden. Jn der Begleitung des Kai
fers befinden sich nur einige höhere Hof
wittdentriiger, aber Gen.ral von Wittich
und die Spitzen des Civil«- und Minim
Cabinets find bereits von Berlin ang
reift, um sich auf direLIem Weae nach
Athen zu begeben, wo die Hochzeitsfeier
lichkeiten unter- großer Theilnahme fürs
licher Persönlichkeiten mit außerge
kvtltlbnlichem Prunk abgehalten werden
« O ell
Die Thronrede zur Eröffnung di«
Kaisers wird in Abwesenheit des Kai
sers und des Reichskanzlers von dessen
Stellvertreter, Herrn v. Bbtticher, v
lesen werden. Die Thronrede wiri —
wie schon im voraus mi« etheilt wi J—
Bezug nehmen auf die Verbesserung der
Aussichten zur Erhaltung des europitii
schen Friedens, sowie auf die immer en
ger und fester gewordenen Besiehongen
Deutschlands zu den mit ihm oesreunde
ten und verbündeten Mächten. Ferner
wird die Thronrede Bezug nehmen auf
den Wohlgemuth - Zwischenfall und die
friedliche Beilegung desselben, sowie auf
die allgemein günstigen ir’ Irr -tionalen
Beziehungen. Trotz der legt. scn wer
den dem Reichstag-« aber wied. um neue
CreditsForderungen für verbesserte und
verstärlke Rüstung..r vorgeleat n :rden.
Ferner vorgelegt werd i so1.en demsel
ben eine Bill zur weiteren Ausdehnung
der A-:beiter-Altc:-;versichei rnq urd zu
einer Erneuerung, resp. Neubirouna des
Anti-So..alisten - Gesches Jn Bezug
aus das lehtere hat die Reichsreaierung
bis jeYt noch keinen festen Entsch uß ge
faßt. Das heißt, man weiß bis jetzt noch
nicht, ob man sich mit einer eiisachen
Verlängerung des Geseses—wie es jeszt
beschaffen ist-— begnügen will, oder ob
man an dem Entschlusse, die Bill zu ei
nem Bestandtheile des organischen Ge
setzes, also zu einer dauernden Maßreael
zu machen, festhalten will. Für das Ler
stere verfügt die Regierung bei der jeyii
gen Zusammensetzung des Reichstages
über eine ganz sichere Majorität, ob auch
in Bezug aus den letzteren Fall, ist
wenn auch nicht unwahrscheinlich, so
doch immerhin zweifelhaft.
Wilhelms 11. Kundgebnug gegen
die Krenzzeitung.
Die am 2. October in Deutschen
Reichsanåeiger erschienene Erklärung des
Kaisers ilhelm ll. (also nur urn eine
solche, und nicht um eine oder gar meh
rere Leitartikel — wie erst angedeutet
wurde-— handelt es sich) gegen den, auch
vor der »Freien Presse« abgedruckten
Artikel der Kreuzzeitung hatte den sol
genden Wortlaut:
»Se. Maj. der Kaiser und König hat
von dem Inhalt der ,,Kreuzzeitung« vom
26. v. M. Kenntniß genommen und die
darin ausgesprochenen politischen Auf
fassungen und Angrisfe auf andere Frac
tionen lebhaft gemißbilligt. Seine Ma
jestitt gestatten keiner Partei, sich das
Ansehen zu geben, als besäße dieselbe
das kaiserliche Ohr. Der Kaiser sieht
aber in der Verständigung i« .1d gegen
ieitigen Schonung der staatserhaltenden
Parieien unter einander eine fiir unser
parlamentarisches Leben sächlich nitpliche
Einrichtung und hat die allerhöchste Miß
billigung der dagegen von der Kreuzzeis
tung gerichteten Angriffe undJuiinucx
titu- · Se
Majestilt iieht in dein artell eine den
Grundsiißen seine Regierung entspre
chende politische Gestaltung und vermag
oieMittel, mit denen die »Kreuzzeitung«
dasselbe angreist, niit der Achtung vor
der allerhbchsten Person und vor un
sern verfassungsmäßigen Institutionen
nicht in Einklang zu bringen.
Dazu bemerkt die »Kbln ische
Z e i t u n g« unter Anderem »Die Zeit
ist noch nicht lange verflossen, da man
cher deutsche Mann eine Ablenkung der
deutschen Politik in reaktionäre, antiie
miiische und bildunggfeindliche Bahnen
beiorgtr. Wir haben diese Veso-muß
nie getheilt. Die heutige Kundgebung
von der ersten und erhabensten Stelle
des politischer. Lebens der deutschen
Nation wird jedem Unbe’angenen die
Uebetzeugnng verschaffen, oaß diese von
der Opposition künstlich genährte Desorg
niß gänzlich nnbegrilndet war und daß
diejenigen Poliiiker im Rechte waren,
weiche withreod des Wrren der lepten
gahre ihre haltung von derartigen
chreckgespenitern nicht beieinstussen lie
ßen. Das deutfche Volk darf mit ruhi
ger Sicherheit und Gelassenheit in die
Zukunft blicken. Die heutige bedeu
tungsvalle Erklärung des ,,9·ieichg - An.
zeigerg« wider die »Kreuzzeitnng« litßt
tider ihren hohen Ursprung auch nicht
den geringsten Zweifel aufkommen, Mit
besonderer Freude begrüßen wir den
Sap, daß der Kaiser keiner Partei ge
stattet, sich das Ansehen zu geben, als
besiiße dieselbe das kaiserliche Ohr. Die
,«Kreuzzeitung« ist in dieser Hinstchtietzi
io ichars gerichtet, daß sie hoffentlich nun
für lange jeden Verluch ausgeben wird,
den Kaiser als den Förderer ihrer Par
teianstchten darznstelien«
Die Berliner »Post« schreibt
»Die Kundgebung wird insbesondere
zahlreiche staatserhaltende Elemente vor
schwerenVerirrungen bewahren,zudenen
sie Im guten Glauben an ihr politisches
Preßorakel sonst ohne Zweifel verführt
fein wilrden. Daß eg einer solchen kai
serlichen Kundgebung bedarf, um der
irrrleitenden Wirkung der Kreuzzeituug
auf einen Theil der staateerhaltenden
Elemente wirksamzu begegnen, weistj
Ist kn
ober auf einen schweren Misstond ini
conservottnen Lager hin. Wir werden
schwerlich arti Widerspruch mit der Be
hauptung stoßen, daßder Kretizzeitiings
Clique ein sich viel zu viel Ehre mit der
Kundgednng eint-r gegen sie gerichteten
iaiserlichen lelensimeinung geschieht
Und daß es aus diesem tote aus anderen
Gründen erwünscht wäre, roeun die
Noihtvendtgkeit cincr solchen nicht vor
gelegen hätte. Dlese Nothioendigkeit
wäre sicher vermiedrn worden, wenn die
Deutsch-conservative Partei ihre Vertre
ltung in der .)aupisittdtischen Presse nicht
ider Kreuzzeitung und dem Reichgboten
überließe. Bestände eine gutgeleitete
deutschconservattve Zeitung in Berlin,
si- würden die extremen Blätter auf den
kleinen Kreis der engern Gesinnungs
genossen beschränkt werden und nicht
mangels einer geeigneten hauptstiidti
schen Zeitung von entschiedenen deutsch
conservativen Gedrrtge noch immer sich
in weiteren Leserkreisen behaupten und
deren Mitglieder mißleiten.«
Die K r e u z z e it u Ug» felberdruckt
die Auslassung des ,,Siaatsauzeigers«
ab und bemerkt dazu: Unsere Stellung
gegen die veränderte Bedeutung des Car
tell baäten tr;r aus sachlichen Bedenken
und Gründen fester politischer Ueber
zeugnung genommen. Se. Majestät der
Kaiser und König sieht nach den obigen
im Reichs undStaatSsAnzeiger veröffent
lichien Aeußerungen in diesem Cartell
es :den Grundsätzen seiner Regierung
entsprechere Gestaltung· Wenn wir
uns-s vor dieser Allerhöchsten Kundge
gung beug« i, so ist das nur« die Consi
quenz der gerade in jenen Artikeln von
uns vertretenen Auffassung des Rom-lis
mus und ein selbstverständlicher Ausfluß
unserer stets-n und unwandelbare Ach
tung vor der Allerhöchsten Person.
Eine ungeheure Seniation
würde vor Jahren durch den Anblick ei
nes unseres modernen Exvreßzüge her
vorgerufen worden sein, der mit einer
Geschwindigkeit von sechzig Meilen in
der Stunde dahinrast. Denkt nur ein
mal, wie unser Großvater ein solches
Schausvsel angestaunt haben würdet
Qeutzutage gehört schon viel dazu, um
Beute in Erstaunen zu seyen, aber meh
rere der wunderbaren Heilungen von
Schwillt-sucht, die durch Dr. Pierce’s
Golden Meclicnl Discovery zu Stand-e
aebracht wurden. haben in weiten Krei
ien verblüfft. Schwisndsucht ist schließ
lich als hei.bar anerkannt. Das »Gol
den Medic-at I)iscovery« ist das ein
zige beten-ne Heilmittel dafern Wenn
eingekoinmen zsr rechten Zeit-bie,
uichtzu verg.«"en, nicht ist, wenn die Lun
aen fast weg nnd —, wird es direkt auf
ocn Sitz der Krankheit losgehen nnd
seine Arbeit ve·i:ichten, wie nichts-I weiter
aufder Weiter-kann Es ist die ein
zige Medizin ihrer Art, die von Apo
thetern v..kauft wird unter einer po s i
tivenGarantie, daß sie von Nu
hen sein oder heilen wird in allen Fallen,
für welche sie empfohlen wird, oder da
ffs bezahltes Geld prompt zurückgege
ben wird
Vollkoinmenheit ist erreicht in Dr.
sage’s Catarrh Reine-HI. Es heilt die
schlimmsten Falle-. " s ’ ·
Sorte-nannten Fort Clart, 20.
Oktober '89. Unsere Garnison ist seit
e eigen Ta- reine sehr lebhafte, da die
s lang erwa. ete und sehnlichst gewünschte
Verstärk eng von Trupppen eingetroffen
i
ist. Am N. ttwoch kam das Haupte-unr
tier mit Regimentsmusik und acht Kom
pagnien der achtzehnten Jnfanterie hier
an, und siid vier statfonirt worden.
Die andern zwei Kompagnien des Re
gimen.g w. den: in allz: Kürze erwartet
und so besteht diese Garnison gegenwär
tig aus dem Hiauptquartier mit Regi
meanusik und drei Kompagnien deg
dri «n Kavaller": - Regiments und
Hauptquartier mit Regimentgmusit und
acht Komt Jgnien der achtzehnten Jn
fm erie; also -usammen 2 Hanptauars
t;eren, 2Musikrorvs und 11Kompagnien,
welches keine andere Garnison in den
s Ver. Staaten aufweisen kann, und was
sselbstredend auch kein geringer Nusen
« süt unsere Rachharsitadt Brocken ist.
Die Wisse-Zette, welche jeden
Dienstag und Freitag stattfinden, wer
den von beiden Mufikkorps abwechselnd
Taetvielt.
; ·Soldat Christian Range, welcher ei
nige Oeit von einein Baum fiel, ist sei
nen verlehungen erlegen und wurde
ani legten Sonnabend mit milititrischen
Ehren begraben.
Ein Folge einer Order von General
Sqosield ist den ,,Post’1’raders« verbo
ten worden, Bier und geistige Getränke
überhaupt an Soldaten zu verkaufen,
und ist dies siir die von größeren Stil
dten abgelegenen Garnisonen nicht ohne
IBedeutung, da in diean dann die «Posr
caneeens« errichtet werden. Eine solche
wgrd auch hier etablirt weiden und sind
die nothigen Vorkehrungen bereits im
Gange. "
Das am letzten Donnerstag Abend in
der hiesigen Garnisonhalle . vom
»Bruclcet.t. Social Club« til-gehaltene
Tanzergntlgen war sehr zahlreich besucht
und alle Anwesenden anilisirten sich vor
züglich. Der Verein ist in stetem Wach
sen degri en nnd wird im Laufe deg
nächsten onals einen großen Ball mit
Tafel abhalten.
Die kühlen Nltchte machen sich hier
recht bemerkbar, doch sind die Tage noch
ziemlich angenehm. G. W
Ws
Her» ilisrlie Kraft
dce beständig oder iii unicaeliucisiigeu Zusischcurauineu
aufs Ieusiersle in Anspruch genommen untr, Ist weil
weniger wunLchenöiokrm ais eine durch rationelle ne
bensiverse un Vern eikung von Asiäschirtisuugen aus
die Dauer gesicherte Durchschnitts.stöiperstr"irie. Pro
sejsionelle Faustcamuser nur ,,Athle.eii« nc ir Axt errei
efsen selten ein hohe-J Mikr. Duciisschnittliche Körper
ltärle erhält nian sich durch klug-s Maßhsillen iu allen
Inn Dingen biete-r Weil uud durch ten Sc us gegen
nnlheilem ten cin rechtzeitiges unt- veririiii·iiges Me
diiinireu s«eioädit; ilir Verlust ipirr rerursaiOt kurch au
hilienoe .yeu1«e Beschaitiguiig, ununterbro- ene geistige
Urdeit und ungenineueeb Essen und nderinä»i es Trin
ken. Die hauu sit-fis ne und nuniiiielbarstez olge rie
si-! Quart tis voii VIr.iink-iaungeii irider tieiueuschliche
Natur ist Dis-ersie. Mag setz-irre nun kuich eincs oder
taki andere Glase est-ist stelle uker kun« irgend eine an
keck Ursache lxeihiqi1i10 lseiu. so bleiol gegen sie und
ihre Jolaeey un Nacplessru der Muälek nu« Nerven
ssaikh Postei Wilaqsiilsitteici las verus ichsie uns
muss-will Mute-. Malaiia Ausålle une» i Jeuina »i
uiuH san-il ed aus kini Fels unt besiniuii Nieren-— hu.
sie-lei« unt l'eberliiteu.
l
— Nach der diegjahrigen Abichittzung
beträgt der Werth des steuerpflichtiqu
Cigentduinö in Dallas County 829,512,
130, uin 82,655,380 niehr als im ver
gangenen Jahre.
J
—Kurzc Einleitung, um rnssifche Maul
bcerväumc mit Erfolg zu zichcn.
Auf kleinem Raum,
Pflanz’ einen Baum
Und pflege fein:
Er bringt es ein!
Kein Baum ist dankbarer für ein bis
chen Pflege, als der russische Maulbeer
bannt (Morns tart.). Seit 5 Jahren
habe ich auf die weiße Maulbkere
(Morus allm) die größte Sorgfalt Ver
wendet, aber sie bleiben klein und krüpi
pclhaft. Die russischen hingegen gedei
hen mit beispielloser Ueppigkeit.
Vor 2 Jahr-en sandte ich Herrn Lehrer
Eichbolz in Yorltown etwa 100 Schnitt
linge; fast acle wuchsen und trugen be
weits dieses Frühjahr; die jungen Bäum
Hchen waren so kräftig, daß er von diesen
wiederum Schnittlinge ausschw
Ss..dcnziichter in Nebraska wühlet-f
einen ichatiigen Ost. an der NordseiteJ
eines Gebäudes oder einer Fenz und
lcgen die Schnittlinge in schräger Rich
tung, etwa 6 Zoll von einander entfern ;
nnd nnr das obere Auge auf der Ober
fläche sichtbar, ein. Herr Eichholz legte
seine Schnitilinge in eine mit einem·
Pflug-: gezogene Furche, 4 Fuß in jeder
Richtung von einander entfernt, um sie
leichter bearbeiten zu können und ver
pflanzte sie im vergangenen Winter.
Dies letztere Verfahren soll wohl das
beste sein
Ameisen, Hasen oder Taschenratten:
lassen dge russjschen Maulbeerbäume un-:
berührt. ?
Die Beeren sind von verschiedenen
Farbe: weiß, hellroth, dunkelroth, neit
chenblan, schwarz und sind sehr wohl
schlneckend. Ein sechsjähriger Stamm
giebt einen guten Fenzvfosteu, der ebenso
haltbar als Cedernholz ist«
Auf Verlangen kann ich 10,-000
Schnittlinge versenden und zoar zu 81
bro 100.
Viele Bücher über Seideuzucht em
pfehlen das Umpflanzen der Maulbeer
bäunie auf ausgebrauchtem Boden;
meine eigene Erfahrung erkennt dies als
einen großen Jrrthuni; im reichen Sand
boden, von Zeit zu Zeit mit Asche oder
anderem Dünger mäßig gedüngt und
rein von Unkraut gehalten, gedeihen sie
am besten.
Frau Pauline Penner,
Bruinlosn P. O« Wise Co., Texas-.
.——
Vetoorbene Säfte bedürfen einer Rei
nigung. Für alle solche Fälle giebt es
nur ein Heilmittel, nämlich samaritan
iNervine, SLHO oder 4 für 85.00.
Es hat mich von Dyspevsie, Leber
Beschwerden und Herzleiden geheili,
lnachbem ich zwei Jahre trank war. —
Susanna Coleman, Frankfort,
Illinois.
-—.———.»0«
Texas.
—- Die Delegalion vom Panhandle
bat nun auch mit dem Gouverneur eine
Konfmnz gehabt. Roß berust sich auf
zseine letzte Botschaft an die Legislatnr,
; in welcher er den zu erwartenden Kon
flikt schon andeutete, aber die Stellung
einnahrm daß der Staat die jegigen Be
sitzer der fraglichen Ländeteien zu schü
gen habe, da es der Staat war, welcher
die Ländereien vergab woraufhin fich
leicht Käufer fanden, welche nicht ben
geringsten Zweifel hegten, daß der Be
sitztitel gut, ja unantastbar ist. Wie
die Sachen jeht stehen, könne er fich je
doch nicht einmischeu. Eine Meinung-I
verschiedenheit besteht zwischen ztoei
lStaatsbeamten, dem Laitdkocnmrssitr
sund dem Generalanwalt, nnd es hat
allen Anschein, als ob hier vie Gerichte
zu entscheiden hätten. Die Einberufung
einer Extra-Session der Legiglatur wür
de hier von gar keinem Nutzen fein.
—- Jm Judianer-Territoriuni, am
Canabian-River, nahe Miskogee, ift der
gesürchtete Pserdedieb, Dezperabo und
Mörder, Kimy West, den man feit18
Jahren in Lamar County suchte, ge
fangen genommen worden.
— In Ylew York nnd jegt die Gas
lampen wieder in Gebrauch nnd Mabor
Grant ist entschlossen, die elektrische Be
kleuchtmeg so lange zu verhindern, bis
sdieselbe gefabtloz gemacht wird. Die
Parllotnmissäre hoben den Befehl gege
ben, die elektrischen Dräbte aus den
Paris zu entfernen.
» —- Der in Montana zum Gouverneur
erwählte Demokrat Joseph K. Tooke ist
erst 38 Jahre alt und wurde in Savans
nah, Mo» geboren. Er kam in seinem
18. Jahre nach Montana und praktizirte
dort als AdvokaL Er hat das Territo
riurn zwei Mal im Kongreß vertreten.
Mts. P. Levnsoty
No. 263 West- Coinmerce-Straße, ein
bfiehlt ihr reichhaltiges Lager von
P u tz w a a r e n der neuesten Pariser
Moden, ferner Strick- und Stiel
Baumwolle und Wolle, Ban
der, Knbvfe, Besatz zu den
allerbilligsten Preisen. Agentur für
Madame Demorest’§ Schnitt
Muster. Aufträge aus dem Lande wer
den prombt ausgeführt.
—- Wir sind noch nicht veranlaßt,
unfer großes Lager von neuen und ge
brauchten Pianos und Orgeln zu ver
;laufen, dennoch können wir bessere Ter
.rniue und billigere Preise unter guter
J Garantie geben wie jedeg andere Geschäft.
! hogGogaanöeBro5»
208 Commerces Straße.
--- — ---——0-.0-————««
; Warnung! Unterzeichnet keine Noten;
« Hündler und Agenten, welche Noien
für ein auf Abzahlungen verkauftes
Piano oder Orgel verlangen, verkaufen
oder übertragen diese Roten an Andere,
und im Falle der nicht pünktlichen Zah
lung ist das Instrument sowie das be
reits gezahlte Geld sicher verloren.
Thos. Goggan F: Bros» 208
Comniercestraße, San Antonio, verklin
fen Pianos Und Orgeln an leichten Ab
zahlungen ohne Noten nnd Zinsen.
O
F. Vogel bat den Leib-Stall von
Bergstrdm de Gran gekauft und ladet
Jeden freundlichst ein, vorzusprechen,
der Pferde, Buggies ec. laufen oder
verlaufen will. 20,6-1iw
L H I
Eine Ordinanz
zur Amendirung der Sekiion 7, Kapitel
49 der Revidirten Ordinanzen.
Sei es oerordnet durch den Stkidirath
der Stadt Sein Antonio:
Daß Zekiion 7 des Kot-Stets 49 der
revidirten Ordinanzen so amendirt wer
de, nm folgendermaßen zu lauten:
Seknon 7. Daß es ungeseylich sei für
irgend eine Person oder Personen, für
eigene Zwecke oder für die irgend einer
Gas - Kompagnie, Wasserweirsgesell
schaff, Stroßerkeisendahngesellschast,
oder irgend einer anderen Korporation,
Kompagnie oder Person, oder Verei
nigung von Personen, Gräben oder Lö
cher zu groben, oder in irgend einer an
deren Weise die Straßen, Alleys, Ave
nues oder Plazug der Stadt zu versper
ren oder undassirrar zu machen, oljne
vorher Erlaubniß vorn Mayor eingenolt
zu haben, und zwar schriftlich, nnd odne
vorher dem Stroßenausseher Nachricht
zu geben Ebenfalls schriftlich)- in wel
cher Notiz- der besondere Theil der
Straße oder Straßen ec. angegeben sein
muß (deni Namen nach) welchen sie
auszuwerfen nnd zu versperren wün
schen, nnd welche Noiiz in llebereinstim
muxgg mit der Erlaubniß des Mayors
sein muß. Eine Kopie dieser Notiz muß
innerhalb vierundzwanzigSlnnden beim
City Clerk eingereichts sein und zwar soll
vorher die Erlaubniß des Mayorg einge
holt und vorher die Noiiz an den Stra
ßenaufseher gegeben»worden,·ausgenom
ewi
lllcll Ucl Ullgluusssullclh Ulc Lclllclt Aul
schub dulden; und in jedem solchen Falle
mußdie Einholung der Erlaubniß, hierin
vorgesehen, und die zu gehende Notiz in
nerhalb vierundzwanzig Stunden, nach
dem eine solcheAusgrabung und Verwer
rung ohne Erlaubniß und Benachriehti
gung vorgenommen wurde, nachgeholt
werden. Und im Falle, daß eine solche
Erlaubniß nicht ertheilt wird, muß diese
Ausgrabung sofort wieder ausgefüllt
werden wie vorher, und eine solche Ver
sperrnng muß sofort entfernt werden,
nnd die Straßen, Alleh5, Avenues oder
Plazas sollen wieder in denselben Zu
stand verseht werden, wie sie waren, ehe
die Auggrabung unternommen oder die
Bersperrung vorgenommen wurde. Jrs
gend eine Person, welche gegen irgend
einen Punkt dieser Settion verstößt, soll
eines Vergehens schuldig erachtet wer
den, und beim Recorder angeklagt, in
eine Geldstrafe von nicht weniger als
zehn und nicht mehr als zweihundert
Dollars stir jeden einzelnen Fall genom
men werden, vorgesehen. daß jeder Tag,
an welchem eine solche Person verfehlt
oder verweigert, sich den Bestimmungen
diese Section zu fügen, als ein Vergehen
für sich betrachtet werde.
Angenommen nnd gebilligt am 14·
Oktober 1889.
Brhan Callaghan,
Attestirt: Mahor,
C. P. C l a u d o n, Stadt - Clerk.
-—-—.
Eine Ordinan
zur Feststellung des Normal - Gehalts
der Milch, und zur Regulirung
des Verlaufs und der Jn
spettion derselben.
Sei es verordnet durch den
Stadtrath der Stadt Sau Antonio:
S e ktio n 1. Daß irgend eine Per
son, oder Vereinigung von Personen,
die in der Stadt San Antonio Milch
verkaufen oder eine Milcherei betreiben
wollen, zunächst ihre Namen und die
Lage der in Betrieb zu setzenden Milch
roiithschast beim Stadt-Jnspektor filr
Maße und Gewichte einzutragen haben,
welcher ihnen die Nummern fitr ihre
Ablieferungswagen anzugeben hat. Ein
solcher Milchverküuser soll an jeder
Milchtanne lesbar anschreiben, welcher
Akt die Milch, die sie enthält, und es
soll ungesehlich sein, eine andere Milch
als die ver-zeichnete, in der Kanne zu;
haben. Die Milch soll als «sweet1
Milli«, «skimme(1 Milk«, «sdripp
ings". oder EtButJter Mille« klassifizirt
sein.
Sektion 2. Es soll ungesetzlich
sein, irgendwie verfälschte Milch zu ver- s
taufen od r zum Verkauf anzubieten«
oder Mil , welche von kranken, her-I
untergetonrmeuen Kühen kommt, oderj
Milch (ausgenommen Butternrilch);
welche eine spezifische Schwere von we-;
niger als 1,0290 und nicht mehr alsi
1,0330 LactometersGrade hat, und nicht«
mehr als 85 Prozent Wasser, 12 Pro- ;
zeut Milch-Substanz und 3 Prozents
Fetttheile enthält. !
Section Z· Daß alle, wie vor
her angegebene, zum Verkauf angebo
tene Milch, sowohl wie die Kühe, von
welchen sie gemolien ist, einer Unter
suchung unterworfen sind; und es wird
dem Jnspektor fttr Maße und Gewicht
zur Pflicht gemacht, alle um Verlauf
angebotene Milch mindestens zweimal
im Monat, oder öfters, wenn es noth
wendig erscheint, zu untersuchen. Und
es soll die Pflicht aller Sanitatsbenmten
sein, innerhalb ihrer Bezirke mindestens
zweimal im Monat alle Kühe zu inspi
ciren, die gemolten werden zum Zwecke
des Verkaufg der Milch; sie sollen dem
Jnspektor fttr Maße und Gewicht Bericht
erstatten über den Zustand solcher Kühe
Und über das Futter, mit dem sie gefür
tert werden.
Sektion 4. Jrgend eine Person
oder Vereinigung, welche irgend eine
der Bestimmungen dieser Ordinanz ver
letzt, oder verabsüumt die Milch, wie
vorgeschrieben, untersuchen zu lassen
oder irgend einen Beamten tn der Aus
führung seiner hierin auferlegten Pflich
ten behindert, soll eines Vergehens
schuldig befunden und nach erfolgter
Uedcrfijhrung vor dem Retorder mit
einer Summe von nicht weniger als
fünf (85) und nicht mehr alg Einhurk
dert Dollars (8100) fitr jedes Vergehen
bestraft werden. »
Anaenomrnen und gedilligt am 14.
Oktober 188SL
Broan Callaghan,
Attestirt: Mayor,
E. P. C la u d on, Stadt- Cleri
—— ——-0.-—s—--—
« IS- Wenn Jhr Euern vollen Werth
in A nz ti gen haben wollt, so seht
Euch die derbsts und Winter - Vorrathe
bei PancoastaiSohn an
Eine gdrdiuanz
zur Ilmendirnng der Seltion 33, Kapitel
53 der revidirten Ordmanzen.
Sei es verordnet durch den Stadirath
der Stait Sau Antoniu:
Daß Sein-in 33 des Kapitel-s 53 der
revidirten Ordinanzen so amendirt wer
de, utn folgendermaßen zu lauten:
Seltion 33. Alle Gewerbesteuern
(license taxes), bekannt Unter det Be
zeichnung occnpation taxes, sollen vom
Stadt-Kollektor kolleklirt werden, und
sollen an ihn gezahlt werden von jeder
Person, Firma oder Geschäft, welches
eine solche Steuer zu zahlen hat. Bei
der Bezahlung hat besagter Kolleltor eine
Empfangsbescheinigung an solche Pet
son, Firma oder Gesellschaft zu geben,
welche dem Stadt-End vorgelegt wer
den muß, welcher daraufhin einer solchen
Person, Firma oder Gesellschaft einen
Gewerbeschein .ansstelzt,s welcher ihnen
erlaubt, der betreffenden Beschäftigung
nachzugehen, und welcher Gewerbeschein —
mit dem Stadtsiegel und der Unterschrift
des Mayors und des Stadt-Cletkg ver
sehen sein musz. Wenn irgend eine Per
sdn, Firma oder Kompagnie iraend
einem weswatt oder einer Beschäftigung
innerhalb der Stadt Sau Naturw-trach
geht, welches laut Ordinanz dieser Ge
werbesteuer unterworfen ist, ohne vorher
einen solchen Gewerbeschein beim
Stadt - Clerk entnommen zu haben,
so sollen dieselben eines Vergebens
für schuldig erachtet werden und aus er
stattete Anzeige beim Recorder mit einer
Geldstrafe von zehn Dollars und Hast
im Stadtgesängniß bis zu einem Tage
für jeden einzelnen Uebertretungssall
belegt werden; vorgesehen, daß diese
Ordinanz auch auf diejenigen Perso
nen, Firmen oder Gesellschaften Bezug
hat, die nach Inkrafttreten derselben
noch irgend eine derartige Steuer
schulden und nicht bezahlen; und vorge
sehen serner, daß jeder einzelne Tag,
den eine solche Person oder Korporation
zur Ausübung ihres Geschüstes benutzt,
ohne vorher den genannten Verordnun
gen entsvrochenzu haben, als ein Ver
gehen für sich zn betrachten sei.
Angenommen und gebilligt am 14.
Oktober 1889.
Bryan Callaghan,
Attestirt: Mahor,
HE. P.C—1aud o a, Stadt-Eiern
s —
; Alamo Feuerversichernngsgesellschoft.
; Besorgt strikt ihre eigenen Geschäfte
; nnd beansprucht Nichts, weder für noch
gegen irgend einen Konkurrenten; sucht
f den Antheil der öffentlichen Patronage,
; die ihr willig und gern gegeben wird;
; offerirt sichere und zuverlässige Fenervers
« sicherung zu Hause mit dem Versprechen
I prompter Ausgleichung im Falle von
f Verlust. Jndem Jhr mit dieser Gesell
) schaft Geschäfte macht, unterhandelt Ihr
. mit Direktoren, die für Euch keine Frem
den sind, Männer, die ein ledhaftes Jn
teresse an den Angelegenheiten der Gesell
schaft nehmen und die nichts dulden nnd
erlauben würden, was nicht strengmit
den Geschäftsprinzivien in Einst-ins
bringen ist. Bedenkt ebenfalls, daß-a e
Prämien (d. h» was wir auf, unser ei
genes Risiko nehmen) nnd alle Kom
missionen, (dag ist: Mitversicherung)
die verdient werden, hier bleiben und
wieder in Snn Antonio nnd Texas in
Circulation gebracht werden.
Wir haben Arrangementz getroffen
und sind vorbereitet, Versicherungen von
irgend welcher Hohe zu übernehmen.
. Wegen fernerer Information und Ein
i zelheiten wende man sich an die Office,
No. 222 Weit-Commerce-Strqße (Diir
ler'S Gebäude) oder Telephon No. 439.
N. B. Wenn Jhr der heimischen Ge
sellschaft den Vorzug geben odersie un
terstttsen wollt, fo verhandelt direkt
mit dieser Office, da wirinder
Stadt keine autorisirten Agenten, son
dern nur unsere eigenen Solicitoi
r e n haben. "
—-—————.
es- Waruni wollt Ihr Piauoz wei
felhasier Güte von reisenden Diiii lerie
kaufen, wenn Jhr die echten Einersan
in der neuesten Ausführung Miser
und unier leichteren Bedingungen in
dein bewährten Geschäftshause von
Thos. Goggan s Bros. haben
tdnnsi —
Der Cinderella Schuh-III- .
Ecke Ostihoustonsiraiies nnd Avenåe c»
dieser beliebte Laden der Stadt, hat
seinen neuen Vorrath von S oinsine r
schuhen sür Herren, Damen iciid
Kinder erhalten und hat eine unter
gleichliche Auswahl aller Sorteii nnd
Qualitäten. Der Cinderella - Schuh
Siore führt nur die Fabrikate der besten
Fabriken nnd überdletet Alles, was ini
hiesigen Markt zu haben ist. S ie
lität silr Herren: der Rocksord-» thuh
für 83. Es verlohni sich der Mühe, im
Clnderella Store vorznspres
cheii, ehe man anderswo kauft. - «
Die Ficke-ice Ninhtinnale der ki
derpsiege.
Folgendes ist ein Auszug eines san den
Deutschen Reform Messenger in Chais
bersburgh, Pa» geschriebenen Briefes-E
Eine Wohlthäterin.
Oeffnet die Thüre für sie und Mis
Winslow wird beweisen, daß sie die ante
rilanische Florentiner Nachtigall der Kin
der ist. Davon sind wir so überzeugt,
daß wir unserer »Snsy« lehren werden
zu sagen: »Geiegnet sei Dir-. Winter-«
weil sie derselben behülslich war, über die
Periode des Zahne-e und andere Be
schwerlichkeiten für Kinder hinwegzukom
men. Mrs. Winelow’s Soothing Syrup
nimmt den Kindern die Schmerzen und
kurirt Dysentrie und Diarrhoez Er
macht den Gaumen zart, hefteit von
Entzündung und bringt das Kind glücklich
über die Periode dee Zahnens «inweg.
Er thut gerade das, was ·er var iebt zu
thun, Alles nnd nicht weniger. ie ha
ben einmal Mie. Winelyw gesehen und
kennen sie nur durch ihren See-thing
Syrup für Kinder. Wenn wir die Macht
hätten, würden wir sie als Heiland für
die Kinder hinstellen-was sie auch in
der That ist. Der Syrup wird in
allen Apothekeii zu 25 Cents per Flasche
verkauft.

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