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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, December 03, 1889, Image 1

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Die
Tägliche Freie Presse für Texas
erscheint
mit Lan-nehme dir- Sonntag-«
und kostet
810.00 für das-) Jahr oder 82.50
für 3 Monate.
i D i e
Wöchentliche Freie Presse fürTexas
erscheint
jeden Donnerstag
und kostet
82.50 für das Jahr oder 81.25 für
6 Monate in Vorausbezåhluuq.
Jahrgang 25
DIE-Jan Anton-im Dienstag den s. Dezember T889
R
Nummer 2310.
Ecke Main Plaza und Acequia- Straße II. wOLPON
erhält Täglich die neuesten « .
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für alle Departements des
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Sinittwaxnksen - Gcsi -- «
Vollständiges Lager und große Answayl von — «
Moebelth Teppiclwth Mattesh Bouieaux em., ; ew
Pflicht-arti Paul.
Erzählung vanZ H eint b n r g.
(Schlnß).
Wir haben dann gemeinschaftlich alle
möglichen Schritte gethan, um Kunde
von ihm zu erhalten, haben einen Auf
ruf in der ,,Gartenlaude« erlassen und
an die deutschen Consulate vieler über
seeischer Plage geschrieben, aber immer
nnd immer vergebens. Zuletzt gaben
wir es anf, weiter zu forschen. Sie ski
iiete kümmerlich ihr Leben und verlieh
Bücher-, und ich saßJahr ein-Jahr ans
hier oden nnd dachte nur an den Paul.
Gesprochen haben trir nicht mehr von
ihm; er mochte ja wohl längst verdor
ben nnd gestorben sein« Ader ich durste
mit Ehren an ihn denkenl
Jch besaß noch ein lleiaeg Daguerreoi
In von ihm, dag stand auf meinem
ähtiichchenz die Heincke kam zuweilen,
setzte sich davor und starrte es an; da
schenkte ich es ihr, ich kennte den Jam
mer nicht ansehen. —- —
Und nieder einmal wollte es Weih
nachten werdet-, heute vor einem Jahre
war eg. Jch stand am Fenster, als die
Glocke läuteten, und-sah auf die ver
schneite traße hinunter; da erblickte ich
drüben vor dein Parterrsfenster der
Deincke einen Mann im Pelz. Den
Hut hatte er ttop der Wintertitlte abge
nommen nnd das Gesicht dicht an die
Laden gepreßt, wo durch eine Spalte
AS schimmerte.
erkwitrdigl denke ich bei mir, wag
der wohl willi
Jn diefem Augenblick wendet er sich
um« kommt til-er die Straße auf mein
Bang zu, bleibt auf dem Fahrdamm
stehen und schaut herauf, mehrere Mi
nuten, ganz regungslos. Keine Ah
nung sagte mir, tret er sei. Jch mache
leise das Fenster aus, weil ich neugierig
din; dageht er ein paar Schritte wei
ter,mtd wie ich das sehe, da weiß ich
pldplich, wer ee istl So ging nur Einer;
die Bewegung des linken Armes —- er
schlenderte damit so eigenthttntlich —
vertietlt es mir.
Panll rufe ich in den Winteiabend
hinaus, io laut ich kann. Da sieht er
und dann wendet er sich um und kommt
ini saftigen Schritt zurück, und ich höre
diebaiisklingel nnd bis ich an derSinbem
thiir bin, ist er schon die Treppe herauf
gelaufen und da sieben wir vor einan
derl Um uns war is dunkel, aber ich
sehe doch die Umrisse seiner Gestalt nnd
hdre sein Atbniem
Panlt sagte ich noch einmal; es woll
te mir gar nicht aus der Kehle, mir war
ganz ichinindelig.
Fräulein, erwideri er, ich bin'g, der
wesselaufene Paul.
Und da falle ich ihm in meiner Her
eiizfreude in die Arme und rufe nach
Echt, damit ich ihn iebeii konnte.
Ja, er war eg; es waren dieselben
Augen noch wie früher-, feine bleiche
Farbe, aber das Unenlichlossene in sei
nen Zitgen war in einem eneraiichen
Ausdruck gewichen, und stattlich nnd
breit stand er da.
»Wir niarit Du? Ach, Paul, bist Du
nicht früher gekommen? Warum gingst
Du? Paul. bist Du eg wirklich-Z
Ich wollte meine Mutter noch einmal
iebeni Jch habe erfahren, daß sie ganz
tinderlag geworden ist, und wie ich vor
hin da drnben stand, baiie ich nicht den
Nil-, einzutreten; ich könnte eg nicht
ertragen, wenn sie mich noch immer io
kalt nnd fremd anfchaiite. Da wollte
ich ed auf morgen verschieden, denn heu
te, ani heiligen Abend -—· ———
Ich Paul, die Mutter wird Dich mii
Freudentbritnen begrüßen.
So? fragte er und driliite mir die
Band nnd sing. Er war noch derselbe,
viel Worte machte er noch immer nichi·
—- Jch blieb hier oben wie im Traume
nnd verfolgte im Geiste die Vorgänge
dieses Wiederiebeng. -
Nach einer Stunde kamen sie beide,
Mutter und Sohn. Jch halte denTifch
festlich decken lassen und dort, wo auch
jetzt das Bäumchen steht, prangt-e rasch
hergerichtet eine Lichtertanne. Da sa
ßen wir und ließen uns von ihm erzäh
len, wie ezs ihm ergangen, wie er gear
beitet und geschafft und vorwärts ge
kommen, und wie er sich doch fast krank
gelehnt habe nach Deutschland und nach
seiner Mutter.
Und ich habe dich immer verkanntl
schluchzte diese leise.
Er antwortete nicht; er nahm ihre
Hand und hielt sie fest. Willst Du mit
kommen nach Washington? fragte er
weich.
Sieschitttelte den Kopf. Bleib Du
lieber hier, ich bin alt und müde.
Das kann ich nicht, Mutter, ich bin
vorläufig gebunden drüben; aber ich will
wiederkommen, nächste-s Jahr; vielleicht,
daß ich dann ganz hier bleibe.—— — — —
Sehen Sie, Lenchen, gest. n ift er ges ;
kommen. Deshalb hat die Heincke schon s
seit einer Woche so tvirthschaften lasseni
in ihrem Häuschen, deshalb friae ich
mich über den Lichterglanz dritben, deg
halb ist Kuchen gebacken und deshalb
mußte Martha vorhin die alten geschlif-« s
fenen Punschglitser aus dem Schrank
nehmen. -—— Aber jetzt werden sie jeden
Augenblick herüberkommem Kind, zün
den Sie die Lampe an —- geht da nicht
die Schelle? freilich —- fie sind’5!
Unter den schlanken Händen des Mäd
chens flammt das Lampeniicht auf, und
mit zitternden Fingern zündet das alte
Fräulein die Kerzen deg Baumes an.
Ueber die Schwelle kommt in das strah
lend helle Zimmer eine « Frau mit still
glücklichem Gesicht und hinter ihr ein
stattlicher Mann. Die junge Gesell
fchafterin . steht, verborgen von den
Zweigen des Baumes, und ihre Augen
hangen forschend an seiner Erscheinung.
Er sieht so gut aus nnd so zuverlässig,
findet ste.
Jhre Herrin stellt ihn vor und sie
schütteln sich die Hände. Nach dem Ef
fen sitzen die beiden alten Frauen am
Ofen, die jungen Leute brauen den
Pnnsch unter dem Weihnachtsb unr.
Draußen aber tobt der Sturm und reibt
Schnee- und Cisslocken gegen die Fen
Thais-ök-»
f -·----,---»-.
Welch Weihnachigwetierl sagt das
Mädchen, die Armen, die da hinaus
müsset-l
So ein Wetter war cg damals auth,
bemerkte er wie zu sich selbst, und dabei
im Eifenbubncounee, so rnutierfeelen al
lein, wer führt denn in der heiligen
Nacht? Und die Sehnsucht, die mich
rückwärts zonl —
Gehen Sie wieder über hatnburgs
unterbricht das Mädchen ihn. Dam
burg ist meine Vaterstadt.
Ich gehe nicht wieder hinüber-, ich
bleibe hier, das heißt in Berlin, und ich
werde oft herüber tommenl
Lächelnd fest er hinzu: Die Uhren
bei Fräulein von Rexleben gehen immer
falsch, die alte Dielenuhr steht iogarz
ich war schon zu lange fort.—JhrWohl,
Früuleinl
Die Glciier klingen an einander-, und
ihre Augen treffen sich dabei.
Sie sind Damburgerinr fragt er.
Ja, meine Eltern lebten dort.
Und iehi2 ·
Jekl sind sie todt. wir Schwestern in
alle Winde zerstreut. Wir haben keine
Deirnath mehr-. ,
Und Si-. waren glücklich im Vater
hause? ·
O iehrl Sehrl crwideti das junge
Mädchen, und ihre Blicke werden feucht
Und jetzi?
Jch habe eg gut, sehr qui, versichert
sie; aber trotzdem rinnen ein paar Thra
nen aus den Angen.
Er antwortete nicht. Als später das
Mädchen einen Augenblick t)ercius,iegan
gen ist, kommt er zu den allen Frauen
herüber; er hört gerade, wie feine Mut
ter sagt: Und wenn er sich dann einmal
verheirathet —
Ich will eine Frau haben, die glück
lich war als Kind, denkt er. Und eben
geht die Thlir wieder auf und
Fräulein Oele-sie tritt ein. Es liegt
ein deller Frieden der klaren Stirn
dieses Mitdchengz sie hat sicher nur
Glück gekannt in ihrem jungen Le
ben; ihr einziges Leid war der Tod ih
rer Eltern. Die könnte es sein« denkt er
und blickt fie an.
Das alte Fräulein fitngt den Blick
auf und lächelt. Und sie licht vdrmärts
auf künftige glückliche Weihnachtsabem
de, wie sie dieselben einst geträumt, die
Mutter aber nimmt heimlich des Salz
nes Hand. Du haft keinen Groll mehr
gegen mich? fragen ihre Augen.
Und die seinigen antworten ihr:
Nein!
Der Stolz feiner Klasse.
Er War ein anfgcrnekkteiz schöner
Knabe non 16 Jahren sonnigen Ge
niüths, strahlend und einnehinend, das
Entzücken seiner Eltern, die Freude sei
nes Heimg und der Stolz seiner Klasse.
Ader auf seine glänzenden Aussichten
fiel ein Schatten. Es begann mit ei
nern unbedeutenden Huften; bald kamen
Warnungszeiehen der Schwindsucht,
seine Kraft nahm ad, seine Wangen
wurden hohl, und er schien zu einem
frühzeitigen Tode verurtheilt. Da rieth
ein Freund zu Di-. Plerce’s Golden
Medic-at Discovery. Er probirte es
und wurde gerettet. Gesundheit und
Kraft kehrten zurück, seine fröhliche
Stimme erscholl wieder über den Schul
spielplatz, seine Wangen wurden wieder
rosig, feine Fluqu wieder glänzend. Er
ist noch »der Stolz seiner Klasse« und
graduirt in diesem Jahre niit höchsten
Auszeichnungen
ChroiiifcherHisifeWJrls positiv ge
heilt durch Dr. sage’s cntnrrh Rom-sehn
50 Cents, in allen Apotheken zu haben.
—- Die Ver. Staaten von Nord
Amerika wurden in 1776 gegründet, die
Vir. Staaten von Mexiko 1824, die
Vereinigten Staaten von Columbia
1861, die Vereinigten Staaten von Ve
nezuela in 1864 und die Vereinigten
Staaten non Bratilien in 1889. Nun
find nur noch die Vereinigten Staaten
von Canada nnd die Vereinigten Staa
ten der Antjllen augstttndig.
— ——s -—-—« O»———
Lneus Coiinty, S. s.
F r a nt J. C l) e n e y beschwörh daß er der
ältere Partner bee Firma F. J. Eh e n eh se
Co» ist, welche Geschäfte in dec Stadt Toledo,
in oben genanntem Eounty nnd Staate, thut,
und baß besapte Firma die Summe von e i n
hundert Dollaks für jeden Fall von Ka
tarib bezahlen wird, der durch den Gebrauch
non HalPs Katarrh Kur nicht geheilt
werden kann. Fragt S. Ehenetp
Beschwoeen bor mir nnd unterscheieben in
meiner Gegenwart am 6. September A. D. ’ss.
A. W. Gleason,
« öffentlicher Notar.
HalW Kataxrh Kur toin innerlich genom
men und wirkt direkt ans das Blut nnd die
tchleimigen Oberflächen des Systems. Laßt
Euch umsonst Zeugnisse Iommen
F. J. Ebene t) die Co» Tøledo, O.
MVetlaust von Apotbelern, 75 Ernte-.
Staat Ohio, Stadt Tolebo,;
-——-—-————.«·.—- — » s -— —
Einsaches Recept.
Schlemmer: »Der-: Dotter-, mit fehlt
es seit einiger Zeit an Appetit l«
Arzt: «Seyen Sie ’mal zwei Tage
mit beni Essen aust«
. .. .—-- »—C -.-——-.———
Eleetrie Bitters.
Dieses Heilmittel ist so wohlbekannt und so
bopalär geworden, dass es tanm noch besonderer
Erwähnung bedarf. Alle, die es jemals ge
brauchten- stimmen mit ein in sein Lob. Eine
reinere Mediein giebt es nicht, nnb es wird Ga
rantie geleistet, baß sie Alles leistet, was man
bon ihr verspricht. Electrie Bitters heilt alle
Leiden der Leber nnd der Nieren, es entfernt
Geschwüke, Ausschlag, Salzsiaß und andere
Folgen unreinen Blutes. Es treibt das Ma
lariassieber ans dem System« beugt demselben
vor nnd heilt es selbst in den hartnäckigsten
Fällen. Es eurirt Kopfschmeezem Vlntandrang
nach dem Kopfe und Migränr. Versuche das
Elektric Bitters Veilnna wird gamntirt, oder
das Geldznrlickgezabli. Preis ver Flasche so
Cents und Si in allen Apoll-den« Wholesale
bei Dreiß, Thompson se Co
i- Besscre Aussichten sitt die Raune
Kultur-.
Mir der Einführung der Nonne-Kul
tur scheint es jetzt Ernst werden zn sol
len. Schon während der letzten paar
Jahre sind in mehreren unserer Süd
Staaten, so in Texas, Louisiana und
neuerdings auch in Süd-Carolina ziem
lich umfassende Versuche mit dem An
bau der Rainiepflanze geinacht worden,
und zwar in der Absicht, diese werthvolle
Faserstande, falls sie sich bei uns als ac-«
clirnatifationsfühig erweisen würde, ne-·
den der Baumwolle als einen neuen
Stapelartitel des südlichen Ackerbanes
einzubürgern. Für die beiden letztge
nannten Staaten und, irren wir nicht,
auch fiir Tean Obgleich bestimmte An
gaben gerade aus unserem Staate noch
fehlen) haben die Experimente das Re
sultat ergeben nnd iibcr jeden Zweifel
hinaus festgestellt, daß sowohl der Bo
den wie das Klima unseres Südens alle
diejenigen Elemente, welche zu einem
Gedeihen der genannten, iin iropischen
China einheirnischen und in Indiens t
lange schon eingebürgerten Kultur
pflanze erforderlich sind, in hervorra
gender Weise besitzt. Trotzdem cnußie
es noch eine offene Frage bleiben, ob der
Rainiebau bei uns auch zahlen würde,
nnd zwar aus den folgenden Gründen
Obgleich es eine nicht mehr zu bestrei
tende und allgemein zugestandene Thai
sache ist, daß die Manne-Ferne ein vor
zügliches und kaum zu übertreffendes
Material für alle möglichen Arten von
Geweben bietet, siir feine sowohl wie
grobe, — nicht blos weil sie von unge- f
wdhnlich langem Slapel und von einer .
außerordentlichen Valtbarkeit nnd
Stärke, sondern auch, weil sie zu gleicher
Zeit weich und glänzend wie Seide ist
—so stellte sich doch einein nnszenrersprei
chenden Großbetriebe der anieritanischen
Sturme-Kultur eine beinahe wildern-ind
lich erscheinende Schwierigkeit entgeg«n.
Dieselbe bestand darin, daß die Faserz
erst durch ein Verfahren, welches viel
Zeit und Geld kostete, von dem Siengel
abgelöft und von der sie zusammenhal
ienden haizigea Substanz befreit wer- «
den mußte, um für Jndustriezwecke
brauchbar zu werden. Die Folge davon
war, daß so lange- als die Zerfaserung -
nnd Entharzung des Stengels, mit an
deren Worten: die Herstellung der rei
nen Name-Fahr noch durcb die fremd ,
bewertsielligt werden mußte, es bei deri
Höhe der anteritanischen Arbeitslöhne
ittr den amerikanischen Former geradezu
eine Unmöglichkeit blieb, seinen Artikel
io billig zu liesern, daß derselbe unt der
ins China und Jadien importirten,
durch billige Handarbeit bergestetlten
Faser die Conturrcnz zu bestehen ver
mochte, und iinc Maschine, welche die
Zerfoseruiigg- und Entbarzunggarbeit
oerhttltntßinaßig billig verrichtete, ohne
die Faser zu schädigen, stand dem ame
rikanische-n Pflanzer noch nicht zur Ver
fügung. Ebenso lange wie diesem aber
nicth die Möglichkeit geboten war, mit
Hülfe einer die billige chinesische und in
dische Handarbeit ersetzenden Maschine
dem acneritanischen Fabri-.rnten von
Rainiestoffen sein Nohniatxxial zu einem
mindestens ebenso Hdiigen Marctpreise
in liefern, wie der ist, welchen der deut
sche, sranzdstsche nnd englische Fabrikant
sitt den chinesiichcn nnd indischen Artikel
Iu zahlen bat, niuszte auch die Aussicht
ausgeschlossen bleiben, die Kultur der
Reime-Pflanze in unseren Sud-Staaten
su einein zahlenden Erwerbsztveige zu
nachen.
Darf man den neuesten Berichten
Glauben schenl:n, so ist die Schivierigi «
Seit jetzt aus deni Wege geräumt· Wie .
pin Speeialtetegmmtn des in New Or
eans e.scl)einenden »Jtein«, — eine-J
Blatt-IT welches gerade dein landwirtbi
chastlichen Fortschritt des Staates
Louisiana eine ganz besondere Beach
Jixg schenkt.—-niittbeilt, sind zwei Bal
en Rainicsascrn —1000 Pfund —- von
)er Oatburne-Pslanznng in Lafayette
Barilb nach New Orleans an die Her
en J. M. Paiter Er Co. abgeschickt
vordem
W-—
W
»Es ist dies«, — sagt der Bericht, —
»das crite Produft der Zerfafeiungs
Maschine und eines Entharzuugs - Ver
»fahrens, die beide auf der Oatbouruer
Faun des Gen. L. Sewell erfunden find
und jetzt mit vollem Erfolge dort zur
Anwendung tommeu. Diesen zwei Bal
len werden bald noch mehrere folgen;
auf der Form find jeyi schon 90 Acker
mit Ramie bestellt, und es werden
Vorbereitungen getroffen, in Zukunft
noch dort und im ganzen Staate Loui
siana eine nach viel größere Strecke Lan
des für den Ramie - Bau in Bereitfchaft
zu set-ein«
«Und, beinah ioie wunderbar erscheint
es, daß zu gleicher Zeit, beinah als
sollte unsere itidliche Nonne-Kultur mit
einem Male auf eine unumstdßlich fefte
Basis gestellt werden, die Nachricht
kommt, daß auch Sud-Carolina jeht
eine wirksame Zexsaserurigs-Mafchine
besitze, welche allen Anforderungen ent
spricht. Wie das ,,Jtenr« mittheilt,
ift dieselbe von einem Dr. C. F. Pan
trin in Charleston, erfunden worden«
Daß sie Alles leistet, was von ihr ge
fordert wird, dafür liegt eine prachtvolle
Probe von reiner, entharzter Ramiefa
ser, welche ein Herr van Owen nach
New Orleans gebracht hat, das that
sachliche Zeugniß ab. Die Faset ist
weiß wie Schnee, weich wie Seide und
von wunderbarer- Stitrke. Die Zerfa
ferung wird auf einfache Weise dadurch
bewirkt, daß man die Stengel durch
Walzen von gewelltem Eier gehen
läßt, wodurch die Fafernzerquetscht und
von einander losgeldst werden. Das»
Mark oder die holzsge Masse lassen sichs
dann leicht entfernen, und wenn dass
geschehen, wird die Fasetmasse dein
Cutharzungsvrojesse des Dr. P. unter
worfen, welcher nicht medr als ungesl
führ 30 Minuten Zeit in Anspruch
nimmt; eine nochmalige aründliche
Weite bringt dann das ganze Verfahren
zum Ende, wenn man nicht verzicht,
die Fafer noch zu hecheln und und zu
bleichen, und dadurch noch mehr zu ber
feinern· Dieser unter neuerfunoener
Prozeß hat,—-Ivie Herr dan Orden mit
vollem Rechte sagt, —- eiries der schwie
rigsten Problengelbstt welches sich der
atucnlamscycn Metalle-Industrie Unges
;enstellte. Er ichädigt und ichmächt die
Stätte und Biegiamkeit der Faser nicht
imsGeringstcn und ist so einfach und
dillia, daß der Pflanzer in den Stand
gesetzt ist, eine tnarltgerechte Faser zu
liefern, weiche nicht böber zu stehen
kommt, als jetzt lurzstapelige Baums
wolle. Bei den bisherigen Preisen
konnte der Fabrikant für eine Tonne
Ramiestengel 812 bezahlen. Wie loh
nend der Ramiebau daher werden kann,
laßt sich daraus berechnen, daß die
Pflanze in einem Jahre drei bis vier
Mal geschnitteu werden und von einem
Acker 15 bis 20 Tonnen Stengel lie
fern kann.
Wir hassen allen Ernste-D sagt ein
Juderes Louisiana-Blatt, daß der An
bau der neuen Kultutpslanze und die
Entwicklung einer amerikanischen Ra
mie - Industrie von großem pmklsschell
Nutzen fllr den gesammten Süden sein
Jnd insbesondere stir den Staat Loui
siana mit dem neuen Gewerbsztveige
eine neue Aera des Gedeihens herbei
iiihren wird.
Daß die Kultur der Ratniepflanze
such sttr die Ackerbau - Entwicklung von
Tean von äußerst woblthätiger und
iördernoer Wirkung werden kann,«be
Jarf wohl kaum nach eines Beweises.
hoffentlich wird das neue Verfahren,
velcheö ihre Anbau erst nutzenbringend
nacht-wenn es die Probe besiebt,——
venigstens dazu beitragen, die texa
Iischen Fatcncr zu neuen Versuchen mit
per Kultur derselben ermutbigen.
..——.-.—
sak- Bei Gebrlider Ctiver
indet man eine hübsche Auswahl von
Illb u nis, die sich zn Weihnachtgae
chenken eignen; ferner seine Toilette
Ostens-in Reaenschirtne, Stöcke und nie
erlei anderes.
Away einer Firma.
Eine Hefchäftslljeittjatjeescthft
erlöfchU
Die Firma c. B. FRANK
" tllll
wird am l. Januar 1890 aufgelöst werden (Siehe Ankündigung an
anderer Stelle )
um dies zu bewerkstelligcn, sind wir gezwungen unseren gefammten .
Waarenvorrath innerhalb eines Monats zu verkaufen. Deßhalb thei
len wii dem Publikum mit, daß unser ganzes Lager, bestehend aus
I Yry Hand-, Ekoiljingz Htijuljem Htiefelig ·
Putzwaaren u. f. w» u. s. w» von heute ab
zum Verkan angeboten wird
ohne Rjickfikht auf den Einkaufspreis.
Das kaufende Publikum der Stadt und Umgegend wird gebeten
vor-zusprechen und sich zu, überzeugen von den ·"
erstaunlich niedrigen Preisen.
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« oe I. te
Even Maine-. J M .
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- · vonnseschlcctitskmusbeiten sicher und dauernden gilen,sehtdaögediegene Euch . .
11111.H..I-n!er«un Laman und Zolchen-tievcingewisseulv a uscksalbekmsnfssseknwmhx ,
« mhkkischkn www-en u.f.1r.,'g»äuscht warten. Junge Leute,diein den«-Hand dertssbezn .
«Iqi-1:,s««111enkcsni.lwsckswckenszchrin nichtfmhstthumals bis sie km »S)ietkungR-Iatet«
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Hpks » sc und vermehrte Aussage, 254 ,·
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J i am. von Dem alten u. bewährten Deutschen OsilanftiM m New ort, «
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Du c tu q . A s r r ist zu haben beim Buchhåndler N j c Te a g q, 218 Evanmecnhq Sau III-U

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