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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, December 04, 1889, Image 1

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Die
Tägliche Freie Presse für Tran
erscheint ·
mit Faust-ahnte ds- sonntags
und kostet
810.00 für das Jahr oder s2.50
für 3 Monate.
Tägliäsje- Ausgabe
D i e
Wdchentliche Freie Presse für Tean
erscheint «
jeden Donnerstag
unb kostet
82.50 für pas-Jahr oder 81.25 bit
6 Monate in Votuusbezahlng.
Jahrgang 25
Sau Antonio, Mittwoch den 4
Dezember 1889.
Nummer 2311.
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Ecke Main Plaza und Aeequia-Straße, Is-w01skscn,ck
erhält täglich die neuesten
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für alle Departements des
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Vollständiges Lager und großes Auswahl von · . - »s
, Mache-Ich 71 epptclteth Matten, Boote-tax ein« » etc-. ?
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ser Friedrich III.
Von H. B n eh en, Tecnmseh, Texas.
Gustav Freitag-J Buch »Der Kron
prinz nnd die deutsche Kaiserkrone« setzt
abermals berufene und undetufene Fe
dern in Bewegung nnd droht aufs
Neue eine Debatte herauszu beschwören,
soie sie seiner Zeit Pros. Gefsketss Werk
in weitesten Kreisen hervorrief.
Da ich Gelegenheit hatte, wiederholt
mit dem Kronprinzen in persönliche Be
rührung zukommen, mögees mir ge
stattet sein, diese Begegnungen und Be
obachtungen nachstehend zu schildern;
sie lassen den Vieldetrauerten genau in
demselben Lichte erscheinen, wie ihn die
ihm Näher-stehenden kennten-als einen
schlichten, einfachen Mann, der in erster
Linie Menschwah rein menschlich fühl
te und dachte, ader zugleich von seltener
Herzengglite und« Herzens-stoße
Jm Spätherbst 1857-kurz vor seiner
Vermithlnng mit Victoria, ver vielbe
spkochetien Prinoess royal von Groß
britannien, traf der Kronprinz, oder
richtiger damals noch Prinz Friedrich
Wilhelm in Pleß (Schlesien) zum Be
suche bei seinem Jugendsreund und Duk
bruder, dem Fürsten von Pleß, ein
Unter den verschiedenen Festlichkeiten
war auch ein GalasDiner angesagt, zu
welchem zahlreiche Cinladtengen ergan
gen sparen. Die Gäste versank elten
sich, doch siehe da! die Haupt erson
der Prinz fehlte nnd war trotz allen
Zeichens nicht zu finden. Schon be-.
gann man unruhig zu werden unv’
sprach von allerhand möglichen
und unmöglichen Zufällen, als
der Vermißte möglich, offenbar in;
der heitersten Stimmung, erschien und
herzlich lachend dte Versammelten um
Entschuldigung bat: »Ich streifte in
dem Park umher und gerieth dabei in
den Schloßgarten. Ein Apfelbaum
noch im vollen Schmuck seiner Früchte
wurde von mir entdeckt nnd da konnte
ich der Versuchung nicht widerstehen tüch
tig uzulangen. Da urtheilen Sie
set , meine errichaften, sind dag nicht
herrliche Aep el?« und dabei förderte
et M allen Taschen ein daar Dutzend
« dort Prachtexemnlaren zu Tage, mit de
nen er galant die Damen beschenkte.
Ja der That hatten einige Gärtner
bnrfasen ihn hoch oben in den Zweigen
des Baumes steh gtitlich thun sehen und
eben noch zur rechten Zeit in dem Ein
dtingling den Prinzen erkannt, bevor
sie den vermeintlichen Adfeldieb zur
Rechenschast zogen.
» Bis kurz vor seiner Verbeirathung
war er mit der Führung des 2. Schles.
Grmdier Regimentg Na. 11 in Bres
cstt betraut, und hier hatte der junge
Oberst die Herzen namentlich der jün
eren Officiere im Sturme erobert.
it jeden Nachmittag hatte er einen
Ausflug u. s. ro. aus dem Programme,
und die letthtlebigen Lieutennats durf
ten dabei selten fehlen. Die älteren
Oisierere, besonders bie gestrengen her
ren uptleute laben dag allerdings
nicht ehr gerne; denn ihnen blühte das
wenig beneidengwertbe Vergnügen den
Rachmittagödienst auf dem Kaiernenhw
fe in eigener Person beaufsichtigen zu
müssen.
Bon dieser Zeit aber datirte die auf
rtCtige Freundschaft, die den iovialen
Priaten mit den meisten Mitgliedern je
nes beiteren Kreises für immer verband,
nnd auch fein echt freundschaftliche-s
«Berbtiltniß zu seinem langjährigen, ja
lebenslänglichen Adjutanten und ber
sbnlieben Bertiauiem dem späteren Ge
neraladjutanten Mischke «(tvohlgeinerkt
der erste Bürgerliche, der jemals diesen
sang betleideteJ stamntte aus jener
Periode.
Der Krieg von 1866 begann und rief
den Vater von dem Sterbebette seines
- Geliebten Söhneheng in'g heerlager.
, er Feldng bot ihm nicht Gelegenheit
besondere eerstibrertalente zu entfal
ten, vie enn überhaupt selbst die
W
würmsten Freunde und aufrichtigsten
Verehrer des Kronprinzen ihm eigenes
Feldherrngenie kaum zuschreiben dürf
ten. Aber eine Thatsache cnthiillti
der kurze Kriegt der Kronprinz desai
eine eigenthtirnliche, beinahe wunderba
re Napel-ungestran eine Akt magneii
scher Gewalt über die Soldaten. Viel
mochte dazu sein wahrhaft imboniren
des Aeußere, seine edle, echt männlich
Schönheit, vor Allem aber sein wunder«
volles blaues Auge nnd die unverkenn
bare Freundlichkeit und Herzenggtite
! die sich in jedem Zuge seines leuiseligen
Antliges widerspiegelte, beitragen;
genug, er war der Mann und Führer,
der schon durch sein bloßes Erscheinen
die Massen begeisterte und wie bezau
bert durch Kampf und Tod zum Siege
führte.
Es ist bekannt, daß der General
siabg-Ofsicier, welcher der schlesischen
Armee in der Nacht vor der Entschei
dungsichlacht bei Königggrüy die letzten
Befehle überbringen sollte, sich verriit
und unser Aufl-euch dadurch um mehre
te schwerwiegende Stunden verzögert
wurde. Eile war nothwendig, aber es
regnete und der Marsch durch die aufge
weichten und theilweise noch mit hohem
Getreide bestandenen Felder war für
uns »Fußsantristen" keine Kleinigkeit,
zumal die Straßen für die Wagen-Co
lonnen offengehalten werden mußten.
Plbhlich erscheint der Kronprinz bei
dem an der Spise marschirenden l.
Schlei. Gren. Reg. No. 10 (bei wel
chem der Schreiber dieser Zeilen stand)
und rief mit seiner damaligen volliönen
den Stimme: »Kinder, hört ihr nicht
den Kanonendanneri Wir müssen vor
wärigl« und sich an den Flägelmann
der ersten Comvagnie, ein Individuum
mit erstaunlich gestreckten Gehn-erhielt
gen wendend, fügte er hinzu: »Und Du,
Flügelmann, gebrauche doch Deine lan
gen Beine, dann kommen die Andern
schon nachl« Huzrah aus Hin-sah
brach aus den Reihen, die sich eben noch
mühselig sorigeschleppt hatten, elastis
scher wurde der Schritt und mit Ausge
bot aller Kräfte kamen wir noch recht
zeitig an, um das Schicksal desTageg zu
--«k--2L
kais-stechen
Hier ist auch der Platz, die Beziehun
gen des Kranprinzen zu seinem Gene
ralftabgchef von Blumenthal zn berüh
ren. Es ist Thatfaehe, daß dieser bald
nachdem er feine Stellung eingetreten
hatte, einen Brief an seine Gattin rich
tete, worin er sich in nichts weniger als
digcreter Weise dahin äußerte: »Der
Priuz habe wohl den besten Willen,
aber er verstehe nichts, nnb sei ihm
tiberall im Wege.« Unglücklicher Weise
wurde dieser Brief von den Oesterreii
chern ausgesungen, die natürlich nichts
Eiliqereg zu thun hatten, ais ihn zu ver
bffentlichen. Ware nun der Kranprinz
ein kleinlicher, fich selbst überschätzender
Charakter gewesen, so hätte die glän
zende Laufbahn deg unzweifelhaft hoch
; begabten damaligenObersten v. Blumen
Jthal ein frübichnelleg Ende gefunden.
: Statt dessen steckte der Prinz die schnei
’dende Kritik ruhig ein, und behielt nicht
nur den Obersten als Stabgchef bei
sondern berief ihn auch im französischen
Feibzuge abermals zu dieser hochber
antwortlichen Stellung. Damit nicht
aenug, war es ferner einer der ersten
i Akte des Kaisers, ais er endlich zur Re
gierung gelangt war, den alten Waffen
und Ruhmezgefithrten zum General
Feldmarichall zu ernennen, ja er liber
sandie ihm sogar, was die Auszeichnung
noch wesentlich erhöhte, seinen eigenen
Makschllllssiab Diese edle hochherzige
ldandlnngeenneife legt sbrechendes Zeug
niß ab von einer Charaktergtöße, eilt-M
SeelenadeL wie sie unter gleichen Ver
hältnissen nur wenigen Männern eigen
fein durften.
Wie cleinltch, wie erbärmlich ist dem
gegenüber die gemeine Rache deg torfii
sehen Napolearh niit welcher er jede ab
weichende, geschweige denn tadelnd(
Kritik unerbittlich verfolgte, und barnn
ist des Kronprinzen Benehmen eir
glüuzendes Ehrenblatt in der deutschen
Geschichte.
Gortsekung folgt.)
Der Svlz feiner Klasse.
Er war ein aufgeweckter, schöner
Knabe von 16 Jahren sonnigen Gei
müth5, strahlend und einnehtnend, das
Entzücken feiner Eltern, die Freude sei
nes Heims und der Stolz seiner Klasse.
Ader auf seine glänzenden Aussichten
fiel ein Schatten. Es begann mit ei
nem unbedeutenden Husten; bald kamen
Warnungszeichen der Schwindsucht,
seine Kraft nahm ab, feine Wangen
wurden hohl, und er schien zu einem
frühzeitigen Tode verurtheilt. Do rieth
ein Freund zu l)k. Pierce’s Golklon
Medic-at Discovest Er Proditie es
und wurde gerettet. Gesundheit und
Kraft kehrten zurück, seine fröhliche
Stimme erscholl wieder über den Schut
spielplatz, seine Wangen wurden wieder
rosig- seine Auge-i wieder glänzend. Er
ist noch »der St z seiner Klasse-« und
graduirt in diesem Jahre mit hbchften
Auszeichnungen
Chronischer Nasenkatarrh positiv ge
heilt durch Dr. Sage’s Catnrrh Remedzu
50 Centg, in allen Apotheken zu haben.
A u s l a n d.
—- Die «Köln. Zig.« befllrwortet
den Plan einer Berliner Weltausfteli
lung, während die ,,Kreuzzeitung« da
gegen ist, und zwar aus dem Grunde,
weil der jetzige Schein von allgemeiner
Wohlfahrt in Deutschland nur ein trit
qeriicher sei nnd eine ernstliche mitth
fchaftliche Krisis zu erwarten sei.
— Die portugiesische Regierung be
reitet ein Rundfchreideu an die Mächte
vor, in welchem sie die Gerllchte von
einem bevorstehenden Sturz der Mon
archie in Portugal fttr grundlos erklärt.
Portugal sei auch-so heißt es weiter-—
fest entschlossem den Besitz aller seiner
jetzigen Colonienzu wahren und den
selben gegen alle Annexions-Gelüfte an
derer Mttchte zu vertheidigen. (Cs ist
damit auf England angespielt, welches
mit begehriichem Auge auf die portu
giesischen Cotonieen in Ost-Utica
blickt·)
—- Wlkzmann bat von Berlin aus
den Befehl erhalten, die Karat-innen
Straße von Zur-that und Pangaani
aus nach dem Kilicnandscharo wieder
frei zu machen·- Eine Expedition unter
dein Lieut. Ehterg steht ikn Begriffe,
als Vorhut non Wißtnanns Truppen
das Unternehmen zu beginnen.
—- Die Londoner st. James anette
sagt: Vor einigen Wochen ist Parnell
pldslich von der öffentlichen Schaublihne
verschwunden und Niemand wish wo
er sich zur Zeit ou dali. Sein Ver
bleib isi selbst r seine nächsten
Freunde ein völliges Geheimniß.
— Der Hamburger Senat hat den
Beschluß gefaßt, von der Reichs-Regie
rung einen Zuschuß zusn Bau des neuen
Daseng in Cuxhaten zu fordern. Der
selbe wird 10 Millionen-Mark kosten
und Raum sit-r die größten Dampser
bieten. .
Eleetric Bitters.
Dieses Heilmittel ist sc- wohlbelannt und so
dopuliir geworden, daß es kaum noch besonderer
Erwähnung bedarf. Alle, die es jemals ge
brauchten- stimmen mit ein in sein Lob. Eine
reinere Mediein giebt eö nicht, und es wird Ga
rantie geleistet, daß sie Alles leistet, was man
von ihr verspricht. Electrir Ritters heilt alle
Leiden der Leber und der Nieren, es entfernt
Geschmitte, Auss la , Salzfluß und andere
Folgen unreinen Llu ev. Es treibt das Ma
lariaizieber aus dem System- beugt demselben
vor und beilt es selbst in den hartnäckigsten
Fallen. Es enrirt ttopsselnnerzen, Blutandrang
nachdem Kopfe und Migriine. Versuche das
Electrie Bitte-es Heilung wird garanliet. oder
das GeldgurlickgezablL Preis per Flasche 50
Cents nnd st in allen Adolhelen. Wholesale
bei Dreiß, Thompsan G Co·
«O.o-—s«—
Am Zieltag.
O.
Frau: Du, Mann, was könnten wir
denn dieses Mal unserem Hausherrn
Unangenehmeg sagen, wenn wir unsern
Zins zahlen? !
Weihnachtsgeskhenlie
Zeitgemasie Betrachtungen von El. Pc sch ta n.
Das schöne, poefieverklärte Fest mit
seinem Tannendust und seinem Lichter
glanz nähert sich wieder; aber in
kindliche Vorfreude, die wir schon em
pfinden, in die selige Gebestirnmung. die
uns in nachdenklichen Stunden be
schteicht, drängen sich auch wieder die
alten Sorgen: Was schenken wir unse
renLieben? Was kaufen wir unseren
Freunden? Wie bewältigen wir an- be
sten die Pflichtgeschenke, denen wir uns
nicht entziehen können? Mancher armer
Teufel, der froh ware, wenn er seinem
kleinen Mädchen ein paar tüchtige
Schuhe aus den Weibnachtstisch stellen
könnte, wird bitter lächeln, wenn er von
unseren »Sorgen« hört-nnd doch sind
es Sorgen, und wir athmen erleichtert
aus, wenn wir das Kapitel erledigt
haben.
Freilich—wenn ich mir die Sache recht
überlege, so scheint es mit, daß wir an
diesen »Sorgen« doch nur selber schuld
sind. Diese Sorgen sind eine Art Zeit
frage, und so nebensächlich sie auch schei
nen mögen, sind sie doch in gewissem
Sinn charakteristisch stir die Gegenwart.
Man hat früher anders geschenkt als
jetzt — man hat vor allem weniger ge
schenktt Man hat sich darauf beschränkt,
seinen nächsten Angehörigen eine Freude
zu bereiten, man hat wenig geschenkt,
aber Solides, Tüchtiges, man hat nicht
nach dem Seltsamen gejagt, nach Flü
tei nnd Tand, nach blendenden Ueber
raschungen, und man hat, wo immers
man schenkte—ehrlichgeschenktt eutzu s
Tage aber witthet ein wahrer chenks
taumel. wir benutzen auch die Weih
nachiszeit, um einander Sand in die Au
gen zu streuen, die gesellschaftliche Lüge
droht sich allen Ernstes auch des liedli-I
chen Festes zu bemächtigen, das wie ein l
heiligesthll unangetastet in demSturm
unserer Tage steht.
m-- M-:l----c-t-c-k1. ckj L-- Deut-A s«-J
»U- SUDIYDIUUJOYIIIÄ Ist UUI ubIs Ub
l·derzeng, das Fest der Liebe, und dad-I
Schenken soll nur ein Ausdruck dieser
Liebe sein. Es giebt aber Kreise, in de
nen das Schenken schon eine Art unan
genehmen Geschäfteg geworden ist« Jms
mer größer wird die Zahl Deter, die
man beichenken muß, und die Ober
flächlichkeit und Leichtfertigkeit, mit der
man das »Geschäft« nun schon besorgt,
wird endlich zur Gewohnheit und wirkt
auch auf das Gebiet jener Geschenke zu
rück, die man wirklich mit Liebe giebt.
Jch kenne Eltern, die selbst ihren Kin
dern Sand in die Augen streuen-nicht
weil eg ihnen an Liebe fehlt, sondern
weil ihnen das gedankenlofe, oberflitch
liche Schenken eden zur Gewohnheit ge
worden ist, weils sie keine Empfindung
mehr haben file die schöne Jdee des
Weihnachiggeschenkes, kein Verständnis
für die ethische Bedeutung desselben.
Es ist recht schade, daß es keine statt-T
stischen Aufzeichnungen über die Weih
nachtsgeschente giebt-das witre ebenso
lehrreich als belustigend zu lesen. Das
massenhafte Schenken, wie es jetzt Mode
geworden ist, hat ja nicht blos feine ern
fte, sondern auch seine drollige Seite.
Wer viel Bekannte besitzt, kann sich«die
erheiterndsten Sammlungen anlegen
nnd er wird mit der Zeit ein ganzes
Museum zusammenbetomnien: ein Zim
mer slir Cigarrentaschen und ein ande
res für Pantoffeln, eins fitr Papiernies·
ser und eins für Thermoineter; eins fttr
Spazierstdcke und eins fitr Zündhdlz
chendehitlter ic. Unter dem Einfluß der
lMode hat sich eine förmliche ,,Weih
iiachtg-Jndnstrie« eiitwietctt, gegen die
ja so weit nichts einzuwenden ist, als eS
sich uni solide, einigermaßen ntitzliche
Erzeugnisse handelt. Aber ein ernstes
Wort verdient das Anftauchen einer
Schundfabrikation im Großen, der Er
zeugung von Geichentaegenstitnden, die
billig find nnd hübsch aussehen, aber ih
ren Dienst versagen oder in Triinimer
geden, sowie inan sie verwenden will.
Das Weihnachisgeschenf soll ein Aus
druck der Liebe sein«-beschränken wir et
deshalb auf diejenigen, die wir wirtlicl
lieb haben. Wozu diese »Pflichtge«
schenke« an Hinz und Kunz, da Hinz
und Kunz doch ebenso gut wissen wie
wir-wo man billigen, ioerthlosen Tand
kauft. Und wenn wir unseren Lieben
etwas schenken, dann vergessen wir wie
der nicht, daß das Geschenkein Ausdruti
der Liebe ist, daß es ein Wertbstttck sein
muß. Kein Werthstiick, das für hundert
Mart erstanden ist, sondern ein Gegen
stand, der wie geringfügig er auch sein
mag, doch sotid und tüchtig ist und für
den Beschentteu Werth besten Wir de
lügen uns nur selbst, wenn wir glau
ben, miteiner blendenden Ueberraschung
Erfolg zu erzielen. Es ist wenigstens
sehr wahrscheinlich, daß auch der Ve
schenkte des Pudels Kern sehr bald ent
decken wird, und daß cr ein einfaches
Taschenmesser, das er zehn Jahre lang
benützt, einer prächtig aufgetakelten
Standubk, deren Werk schon nach drei
Tagen den Dienst versagt, vorsieht.
Also nochmals und nochmals: Be
schenken wir nicht so viele und schenken
»wir nicht so vielerleii Entheiligen wir
Inicht das schönste Fest durch Lüge und
Täuschung! Geben wir nur dort, wo
uns das Herz dazu drängt, und dann
werden die Sorgen für die Weihe-achts
geschenke gleich viel geringer werden und
was übrig bleibt an Sorge, ist nur die
Sorge derLiebe und auch die ist köstlich.
Es wag ja recht praktisch sein, feiner
Frau ein paar Goldstücke als Weib
nachtsgeschenk aus« den Tisch zu legen —
auch das ist eine Neuerung, die anfängi,
Verbreitung zu gewinnen —aber wer
das thut, verrätb ebenso wenig Sinn
für die ideale Bedeutung des Weih
nachtssestes wie jene andern, die den
fabritsmäßig erzeugten Tand und Flits
ter geschäftgmitßig verschenken. Das
Weihnachtsfest ist das Fest der Liebe
und diese muß uns ans allem entgegen
leuchten, was den Namen Weihnachtss
geschenk verdienen soll,
(Gartenlanbe.)
.—(.
Staat Ohio, Stadt Toleda,
LueutCoiinty,s.s. z
F r ank J. Chcney beschwört,daß erder
ältere Pattner der Firma F. J. Eh e n e y se
Co» ist, welche Geschäfte in der Stadt Taledd,
in oben genanntem Cbunty und Staate, thut,
iind daß besante Firma die Summe von ein
hundert Dvltarö sürjeden Fall von Ka
tarrh bezahlen wird, der durch den Gebrauch
vpn Hall’i Katarrh Kur nicht geheilt
werden tann. .F-rant I. Ebenen
Beschwoken var mir und unterschrieben in
meiner Gegenwart ain s. September A. D. ’86.
A.W.Gleason,
öffentlicher »Sie-tar.
Halks Katarrb Kur wird innerlich genom
men und wirkt direkt aus das Blut nnd die
schleimigen Oberflächen des System-. Laßt
Euch umsonst Zeugnisse kommen.
. .Cl)enet) ä- Co., Teledo, O.
UPetlaust von Apotheleriy 75 Gent-.
——.—.
—- Wohl nie—erzitblt man aus Bittg
butah—hat die Halle dei 28. Ward-Po
lizeistation ein süßeteg Pärchen betreten,
als dag, welches unlüngst Abends um OF
Uhr daselbst vom Patrolwaåen abgelie
fert wurde. Es waren dies Ver Groeer
Adam Apvle uiid Mary Sbeehan, eine
Wittwe. Die Beiden waren von unten
bis oben mit Molasses bedeckt. Nachdem
sie, wie es scheint, geistigen Getränken
etwas reichlich zugesprochen, legten sie
sich in einem Otnterrauin auf eine Ma
tratze zur Ruhe nieder. Durch irgend
einen Umstand war aber ein Faß Mo
lasseg, welches in dem Raume stand, ge
dsfiiet worden, und die süße Flüssigkeit
auggelaiisem die schließlich den Boden
nahezu zwei Fuß hoch bedeckte. Als Po
lizist Mike Wiiaiit endlich binzukam
nnd das Paar weilte, liebte es so sest
Haneiiiandey wie die siamefischen Zwil
sliiige. Sergeant Fitzsiminang brauchte
eiii balde-« Dutzend Kessel heißes Wasser,
iini die Leutchen wieder »prttsentabel«
zii machen
—.- ..-,» ,... p» » »
M Dunlap-, Knor- iiiid Stetson
Hüte bei P ancoast G Sah n.
EAufliifung einer FirmaZ F
Eine neichiiststhcittjatjekscnasi
' erlöfxchrz .
Die Firma G. B. FRANK
wird am 1. Januar 1890 aufgelöst werden. (Siehe Ankündigung an
anderer Stelle.) — ·
Um dies zu bewerkstelligen, sind wir gezwungen unseren gesammten
Waarenvorrath innerhalb eines Monats zu verkaufen. Deßhalb thei- . :
len wir dem Publikum mit, daß unser ganzes Lager, bestehend ans
YW Modi- Nisus-Musen- Hriefetikg
P utzw a ar en u. s. w.,s. u. s. w., von heute ab
zum Verkan angeboten wird
ohne Rücksicht auf den Euckanfspreis. »
Das kaufende Publikum der Stadt und Umgegend wird gebeten v
vorzuspeechen und sich zu überzeugen von den
erstaunlich niedrigen Preisen»
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—VdU
« No. 22, 24 u. 26 Commetcestrqßr.
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209 zum-w pk«,«, » ·ZSan21ntonio,Tean.
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- « vonNeschtechtskmnkbcicea sicher und hauen-du Hlewseigtdssged
»T»R«««W zmkkk--tent-udente11 und Solchen rievoa gewigeaco en uaellalbetmllzetfasisekamkte .
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