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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, June 16, 1892, Image 1

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Äsgliche Freie Presse für Tean Wische-nicht Freie M fis-TO ;
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— Jahrgang 28.· - « » Sau Antonio, Donnerstag den 16 Juni 1892 « k« Nummer 3102«
Uetbargene Schätze
III-su- un sei-hold Deinen-m
Gott«-und
19. Kapitel.
Die lange Unterredung zwischen Wal
ter Jasmnnd und dem Oberbergrath
schien endlich dem Abschluß nahe. Viel
leicht war dem wacker-en alten Herrn das
’er.z doch ein wenig beklommen gewe
Ziy als er vorhin den verrätherischen
.- Jngsnieur in Begleitung Jasmnnds an
dem Gmslsause von Kliffborn vorfan
ren sah. Aber erhalte seine erschiitterte
Fassung «edeufall,s sogleich inihrem gan
sen Um nge zurückgewonnen, als er
gewahrte, daß der junge Bankier, wel
cher so erschreckend keinsällig und körper
lich gebrochen nns ah, Ein mit einer
wahr oft erstaunlichen nlxe nnd Ge
la en eit gegenüber trat. Iasmnnd
se st war es gewesen, der den Inge
nienr Wolsrams in der verbindli stcn
Form ersucht hatte, ihn mit dem ok
tot allenksznslassem nnd von diesem
An enblick an hatte der Letztere nicht
melIr daran gezweifelt, daß es lediglich
in seine Hand gegeben sei, das schon
verloren geglaubte Spiel noch im letzten
Augenblick für sich und seine Austrag
geber zu retten. ·
Und seine diplomatische Geschicklichkeit
wie seine schauspielerische Kunst hatten
sich niemals in glünzenderem Lichte ge
zeigt, als bei dieser Unterredung. Er
hatte keinen Be ach gemacht, das Mär
chen von den ver orgenen Schätzen Miss
boms noch länger Hast-echt zu rerl)e«ilt»en,
III cl- sjutlk tust Uck cccuyccössslcu
Miene von der Welt und mit den liber
zeugeudsten wissenschaftlichen Griinden
dar ethan, wie ein Mammenfallen der
v chiedmartigsteu zelchen ihn noth
wendig zu jenem verhängnißvollen Irr
thum hätte verführen müssen. Und es
hatte zu seiner geheimen Verwunderung
.3mz den Anschein, als ob es solcher
eredtsamkeit gar nicht einmal bedurft
atte, um Walter Iasmund von« seiner
echts sfenheit und seiner unantast
baren hrenhaftigkeit zu überzeugen.
Der Junge Bankier, den direkt Ent
tiiuschung doch mit vernichtende Schwere
treffen mußte, hatte u alledem weder
ein Wort des Born-u es noch eine Aru
Ferung der Klage. Er nahm die nieder
chmetternde Thatsache augenscheinlich
als etwas Unabänderliches und als eine
Fii ung höherer Gewalten mit philoso
phischer .Ergebung hin. Er fuhr auch
durchaus nicht in zorniger Errcgung
empor, ,als derbere Oberbergrath in
Anbetracht dieser überraschend günstigen
Sachlage ganz vorsichtig und behutsam
darauf hin udeuten wagte, daß es viel
leicht am esten sei, Kliffborn mit all’
keinem todten und lebendigen Inventar,
owie mit all’ den nahezu werthlos ge
wordenen Migxhinen zu einem irgend
annehmbar-en
zufällig Jemand t öncht genug sei,
Neigung für denAbs luß eines so unvor- -
theilhaften Kaufgeschiiftes zu bekunden.
»Ein solcher Knuser wird sich nicht
sinden,« war susmunds einige Ein
wendung gewesen, und daraufhin hatte
der Doktor natürlich nicht länger gezä
gert, die Namen der Gebriider Toluas
zu nennen. ( .
»F muß Ihnen da ein kleines Ge
ständnß machen,« hatte er in seiner
o enherziz biederen Weise hinzugefügt
» eine efiirchtung, daß wir uns hin
sichtlich der erträumten Reichthümer von
Klisfborn einer Täuschung hingegeben
haben könnten, datirt nicht erst, wie
dieser Herr Wolfram vielleickåt annimmt,
von heute und gestern. ie drängte
sich mir vielmehr schon vor einiger Zeit
in a beängstigender Weise auf, daß ich
ni t umhin konnte, Ihrem Freunde
Paul Leuendorf, der in wahrhaft auf
opfernder Weise wiederholt hierher lam,
um in Ihrem Interesse nach dem Rech
ten zu« sehen, im tiefsten Vertrauen
meine nur zu ernsten Besorgnisse mit
zutheilen. Und es zeigte sing, daß Sie
in diesem Manne einen wahr aften und
in den Freund besitzen. Um den
erlust, von welchem er Sie bedroht E
selb. Its-II Cmfiålikbfoss nbtncslnvsesun
eife loszuschlagen, wenn s
bemühte er sich auf eigene Hand, einen
Messer für Kliffhorn zu finden, und bei
seiner letzten Unwesen eit konnte er mir
mittheilen, daß die ebrüder Tot-ins
durchaus nicht abgeneigt fein würden,
in diesbezügliche Verhandlungen einen
tketen. Ich enthalte mich natür ich
. jeder Einmischung in diese Angelegen
heit, die nich durchaus ni ts angeht, aber
ich würde für meine Per on sehr glück
lich MU- entt Sie lich da durch rasches.
und enti lossenes anreifen wenigstens
einen Theil der n los geopferten Kapi«
tnlien zu retten ve tänden.«
Durch ein Kopfnicken hatte der Bau
tier feine änstitnmnng zu erkennen ge
säbflh un nach kurzem Nachdenken
tte er dem Doktor aufgetragen, Lo
Ippanxzmn Paul Lenendorf als ie
Ge er Tobias sofort telegraphisch
M Kleffborn zu berufen.
Aber xie müssen noch heute ier rin
t eng; etonte er dabei mit esonde
rein chbrnck. »Tele ra iren S· «
mitspeiste-G dfg se pschplåkmk skiTT «
m .
, on morgen eine weite
Nei e einzutreten beabsichtige. Ich
wünsche mit dieser Angelegenheit in’s
Reine zu kommen, ehe ich nach all’ den
Unitegungen nnd Strapazen Erholuu
Ums Metude Ruhe suche. —- Also uns
M —- ören Sie ? — noch heute, ion t
te das Geschäft als endgiltig
ML
M
D suamit war die wichtige Unterredung
in der Hauptsache zu Ende; denn der
Oberbergrath vergicherte bereitwillig
daß er die betreffen en Telegramnie auf
der Stelle abgehen lassen werde, nnd
Walter Jastnnnd, der sich mühsam von
seinem Stuhl erhoben hat-te, bat Um die
Unterstützun des Doktors für den kur
zen Weg na J seinem Zimmer.
Dort blieb er während des ganzen
Nachmittags. ohne nach irgend Jemand
aus seiner Umåebung zu verlangen, und
er wurde den S nderen erst wieder sicht
bar, als die Antwortsdepesche aus Ber
lin angekommen war, nach welcher Paul
Lenendotf und die Gebrüder Tobias um
nenn Uhr Abends auf Kliffborn ein
treffen würden. Ietzt legte er eine mit
Rücksicht auf seine körperliche Schwäche
wahrhaft tiihrende Fürsorge siir die
erwarteten Gäste an den Tag. Die
Zimmer im Erdgeschosg wo ihnen der
oktor »ein Nachtquartier bereiten lassen
wollte, fanden aus verschiedenen Grün
den ni t eine Billigung, nnd die ver
drießli e Sirthschggerinmnßtesichtrotz
ihres brummigen iderspruches beque
men, zwei im Dachgexchoß liegende
Stäbchen, die man auch rü erwahlals
Fremdenzimmer benutzt ha en.1nochte,
mit den notlwendigsten Möbeln auszu
riisten. ErsLt als er sich mit eigenen
Augen überzeugt hatte, daß Alles inge
höri er Ordnung sei, erklärte Jasmund
sich Für befriedng unddi tersich, wie er
IUI·, You, du Uslsbsllans slu II-, Uul UII
Ääksommzndieäß no an slegefeilnchAleend
e tzn eg · en, iege äti e son
kerenx vielmehr auf den nächsten Mor
gensanznberamnen wünschte, legte er es
dem Oberbergrath dringend an’s Herz,
seine Gäste nach ihrer Ankunft mit
Speise und Trank so gut zu bewittlen,
als es nnr immer in seinen Kräiten
stände.
Dann erst suchte er Wolfram anf,
der sich ebenfalls während des ganzen
Nachmittages in feinem Zimmer aufge
halten hatte.
Der junge Ingenieur, der unthiitig
nnd anscheinend in fis-stetem Hinbrüten
am Tische gesessen hatte, erhobsich bei
seinem Eintritt nnd schob dem mühsam
aufrecht Stehenden einen Stuhl zu. «
»Nun?« fragte er. »Wie weit sc.
Sie mit den Schuften gekommen? —
Glanben Sie meines Beiftandes noch
zn bedürfen ?«
»Vielleicht! Vor Allem möchte ich
Sie fragen, ob wirklich keine Aussicht
dafür vorhanden ist, da wir die ganze
Sippschaft —- Lenenda nnd die Tobias
mit eingeschlossen —- mit Hilfe Ihrer
Beobachtungen und Beweise in’s Zucht
haus bringen könnte ?«
Wolsram zuckte die Achseln. »Ich
kann Ia nicht voraussehen, wie die
Staatsanwaltschaft nnd die Gerichte
sich zn der Angelegenheit stellen werden,
aber ich glaube nicht einmal, daß fie
detn Oberbergrath, um wie viel weniger
einen im Hinter-treffen stehendenHelferss
elsern, etwas Ernstliches werden an
aben können. Es wird Ihnen genug
ein müssen, daß der sauberen Gese -
chaft nicht noch später das Handwerk
gelegt worden ist.« .
»Es ist gut, ich danke Ihnen. Sie
aben ihnen das Urtheil gesprochenl
bek nun habe ich no eine Bitte an
Sie, eine große nnd erzliche Bitte.
Würden Sie mir wohl den Schlummer
einer Nacht zum Opfer bringen können?··
« »Wenn es mir zweckmäßig nnd noth
wendig erscheint, gewin. Aber ich
wüßte in der That ni t, wie ich Ihnen
damit n mühen verm’ chte.«
»F habe bestimmte Anzeichen fitr
die Bermuthung, da das in der vorigen
Nacht begannene erstörnngswerk in
der kommenden Dfortgesetzt nnd beendet
werden soll, nrn damit auch die letzte
Spur des begangenen Betruges zu til
gen. Mir selbst verbietet es leider mein
Gesundheits nstand, mich in der Nähe
der Bohran agen auf der Lauer In hal
ten,»r·1nd»i·ch habe hier Niemandff auf
vcu un may bekamen konnte, als Sie-«
»Es bedarf keines weiteren Wass
Sie dürfen versichert sein, das; ich den
lBerbeeehex ding st machen werde-, wenn
Ihre ssbranss " sich als eine zutreffende
» « , .
" » erSie werden bis zmn Tages
anbruch aus dem Posten bleiben müssen.
Dars ich Ihnen eine solche Strapaze
denn wirklich zumuthen ?«
»Ich habe andere Dinge durchge
inacht,«· lehnte Wolfram alle weiteren
Bedenken kurz ab. »Haben Sie mir
sonst noch etwas zu sagen T«
Wetter Iasmunb zögerte mit der
Antwort.
»Nein,« erwiderte er endlich, »aber
wenn ich Ihnen durchaus nicht danken
Pli, wollen Sie mir dann nicht wenig
tene ein einziges Mal- Ihre Hand
geben? Thun Sie es aut- Mitleid,
wenn Sie es aus keinem anderen Grunde
thun können, ich bitte Sie darum !«
Und Wolfram erfüllte sein Begehren,
wenn er es auch lang am und mit un
verkennbar-ein inneren iderstreben that.
Seine Lippen bewegten sich, als cnn
er etwas sagen wolle, das vielle· die
Erklärung seiner Handlungsweise in
sich chlaß, aber gleich darauf preßtc er
die hne zusammen nnd sagte, with
rend er seine-Hand nach fliichtiger Be
rührung wieder zurückzog, nur lan und
hart: »Gute Nachtts -
Mit ·den mühselige-n schleppe-wen
Sgtitten eines zum Tode grschöpsten
In te deNöesitzer von Filisborn fsein
imtnetn Er löschte die aus ein Tische
rennenden Lichter aus, aber er legte sich
nicht zur Ruhe nieder-. Aus einem
Stuhte neben dem Fenster kauernd, ver
nah-n er die Ankunft des Wagens, wel
cher seine Gäste brachte, und vernahm
auch die herzliche Begriißung, welche der
Oberbergrath ihnen zu Theil werden
ließ. Er hörte mit voller Deutlichkeit
den Lärm eines fröhlichen Zechgelages,
der erst gegen Mitternacht verstummte,
er hörte die schweren Tritte dreier Mün
ner an feiner Thiir vorüber zum Darb
geschoß emporsteigen Als aber diese
Tritte verballi waren, da richtete er sich
auf und schlich auf den anispitzen aus
seinem Zimmer-.
s- O
Hugo Tobias fuhr in der Nacht plötz
lichaus einem beängftigenden Traume
empor-. Aufrecht saß er in seinem Bett,
und die tastenden Hände til-erzeugten ihn,
daß dies- nicht sein gewohntes Lager
sei. Tiefe, nudurchdringliche Finster
niß war nm ihn ler, aber feine Augen
brannten, seine Brust rang in stürmt
scher Anstrengung nach -Athem. Ein
fürchterlich beizender Rauch dbrrte ihm
die Kehle und raubte ihm die Fähig
keit, zu schreien, was er vergeblich ver
suchte. .
Neben sich vernahm er ein grauenhaf
tes Röcheln, das ohne Zweifel von sei
nem Bruder herkam. Da gewann er
plötzlich die richtige Erkenntniß dcr Sach
lage. Mit einer wilden Bewegung
schleuderte er die Bettdecke von sich und
prang auf die Füße.
»Adolph! Adolphl — Feuer! —
Aufi — Wir müssen ja verbrennen l«
Und pa »Im-« Ihm when-.- sm r...».
--..- » » ..... » ..,... .-.......,, »... .,....
be nnungslosen Bruder wach zu klit
te n.
»Feuer!·— Jeuert —- Zu Hilfe!«
: lschrieen Yetde nnt ihren heiseren, klang
osen Stimmen, während der beizende
- Qualm wie ein scharfes Messer in ihre
Lungen drang. -
i « lFortsetzung folgt-)
-———« k-—————
Wie ift dies!
Wir bieten einhundert Dollars Belohnuu
für jeden Fall von Katarrh, der nicht dur
Einnehmen von Haus«- Katarrh link geheilt
werden kann.
F. J. Cheneh G C o., Eigenthümer-,
« Toledo, Ohio.
Wir, die Unterzeichneten haben F. J. Cheneh
seit den letzten 15 Jahren gekannt »und halten
ihn für vollkommen ehrenhaft in allen Ge
schäsxsverhandlungen und finanziell befähigt,
all von seiner Firma eingegangenen Ver
bin lichteiten zu erfüllen.
West F- Tru ar, Großhnndels-Droguisten
Toledo, Ohio. ,
Walbing, Kinnan en Mart-im Groß
handelsgDrognistem Toledo, Ohio.
HalPs Katarrh Kur wird innerlich genom
men und wirkt direkt aus Das Blut und die
schleimigen Oberfläche-n des Systems. Zeug
ntfse frei versandt. Preis 75 Gean für die
Flasche. Verkaust von allen Apotheke-m
use-— .——--.
Die Mississippi- Dämme.
New Orleans ist wieder einmal »mit
einem blauen Auge davongetommen«l
Man ist in dieser-selbst bei normalem
Wasserstande — tiefer als der Wasser
spiegel des Mississippi liegenden nnd
nur durch ziemlich leichtsinnig konstru
irte und noch liederlicher in Stand ge
haltene Dämme vor Ueb·erschcvem
mungsgefahr ,,geschützten«, also in
Wirklichkeit fortwährend in dieser Ge
fahr schwebend-en Stadt zwar unglaub
lich sorglos und gleichgültig in Bezug
auf diese Gefahr geworden, allein über
die Thatsache ihres fortwährenden
Vorhandenseins täuscht man sich denn
schließlich doch nicht hinweg.
Jedes Jahr, wenn in dem ungeheu
ren Quell-Gebiete des Mississippi, des
Missouri und ihrer Nebenflüsse der
Schnee schmilzt, was bis tief in den
Sommer hinein geschieht, da sich dies
Gebiet vom Golf von Mexico bis an
die Grenze Canadas und noch darüber
hinaus erstreckt, dann schwillt der »Va
ter der Ströme-« hoch an und es ver
geht kaum ein Jahr, daß nicht Damm
brüche von größerem oder geringerem
Umfange, besonders in den Staaten
Arkansas, Tennessee, Mississippi und
Louisiana. arofren Seh-Ihm anrichten
Zu diesen« alljährlich wiederkehren
den Ursachen sind in diesem Jahre aber
noch andauernde ungewöhnlich starke
Regengüsse im Norden gekommen,
welche zur Folge hatten, daß die Hoch
fluthen einengrößeren Umsang annah
men als sonst und daß der im Süden
dadurch angerichtete Schaden ein noch
weit bedeutenderer ist, als das in an
deren Jahren der Fall zu sein pflegt.
So verheerend die Katastrophe auch
war und so groß auch der dadurch an
gerichtete Schaden ist, so ist es doch zu
verwundern, daß derselbe nicht doch
noch weit größer und verderblicher
war. Zwar sind eine große Anzahl
werthvoller Zucker-, Baumwoll- und
Reis-Plantagen total verwüstet wor
den und ganze Counties stehen sußties
unter Wasser, aber daß New Orleans
abermals so verhältnismäßig leichten
Kaufes davongecammen ist, muß gera
dezu als ein Wunder bezeichnet werden.
« Nach den aus allen Theilen des wei
s ten Missisfippi-Strain-Gebietes vorlie
sgenden Nachrichten ist in diesem
Zrühjahr und Sommer daselbst mehr
egen gefallen, als seit etwa 40
Jahren, und zwar in einem verhältniß
mäßig kurzen Zeitraume. Das Hoch
« wasser im unteren Mississippi und da
her auch der Druck aus die Dämme
war daher ein nahezu beispielloser und
man hat allerdings in New Orleans
alle Ursache, sich darüber zu wundern,
»daß die Sache diesmal noch gut abge
lausen ist«-, was man dort thatsächlich
auch mit einer Art von Galgenhumor
thut.
W
Unter dem »gut ablaufen« versteht
man natürlich, daß die Dämme so gut
gehalten haben und dies ist thatsäcblich
auch ein Wunder, für jeden, der diesel
ben kennt und der auch gesehen hat,
wie man sich sogar in einem an verbre
cherischen Leichtsinn grenzenden »Gott
vertranen« nicht einmal scheut, diese
Dämme für Bewässerungs - Zwecke an
zubohren und namentlich für die Reis
Plantagen Röhren, sog. «F1ames",
durch dieselben zu legen.
Durch die bequeme Erwägung, daß
auch in Zukunft Alles gut gehen werde
da ja auch bisher Alles gut abgelaufen
sei, wiegt man sich am unteren Missis
sippi in eine Sicherheit ein, die noch
einmal ein Ende mit Schrecken nehmen
kann, und zwar in Gestalt einer Kata
strophe, gegen welche diejenige von
Johnetown das reine Kinderspiel sein
würde.
Die Thatsache, daß dag Deich- (Le
ves-) System im Laufe der Jahre un
ezählte Millionen von Dollars ver
schlungen hat und noch fortwährend
verschlingt, ohne daß alljährlich die ver
heerendsten Katastrophen vermieden
werden können, hat schließlich dazu ge
führt, den Glauben an den Werth des
ganzen Systems gründlich zn erschüt
tern.
Die Kavitäne der Mississippi-Dam
pfer haben schon seit einer Reihe von
Jahren aus die Thatsache aufmerksam
gemacht, daß der Wassers oiegel des
Stromes in demselben Maßstabe steigt,
in welchem man die Dämme erhöht, in
dem sich gleichzeitig durch die fortwäh
renden Schlamm- und Geröll - An
schwemmungen auch das Bett des
Stromes erhöht. ’
Steht diese Thatsachc aber wirklich
fest-und alle Sachverständigen be
zaupten das mit einer ganz seltenen
instimniigkcit ——dann ist es natürlich
eine ganz ausstchtslose Sache, der
Ueberschwenimunagaefabr durch imm»
neue Verstärkungcn der Dammbauten
entgegenrvirken zu wolle-n. Das muß
schließlich nicht nur ganz von selbst eine
Grenze haben, sondern die Gefahr, der
man entgegenwirten will, wird dann
von Jahr zu Jahr nur immer größer
und die eventuelle Katastrophe nur um
so verheerender, weil die bei einem
Dammbruch von hoch herab in das tie
fer liegende Land strömende Wasser
menge nur immer größer werden muß.
. Als noch gar keine Dämme vorhan
den waren, waren die alljährigen Ile
berschwemmungen allerdings allgemei
ner als jetzt, aber sie waren Massach
lich nicht so gefährlich und verheerend,
was seinen ganz natürlichen Grund eben
darin hat, daß sieh die überlretenden
Wassermengen allgemein und gleichmä
ßig vertheilten, während sie jetzt durch
die entstehenden ,,Crevassen« wassersall
M
artig und mit alles vexnichtender Wir
kung in das tiefer liegende Gelände
stürzen. - "
An Stelle des Damm-Sohnes ist
daher von sachverständiger Seite das
Ableiiungs- (0urlot-) System in Vor
schlag gebracht worden. Durch dasselbe
svll dem sich in unzähligen Windungen
und Schlingen trüge durch das Flach
land wälzenden Riesenstroine ein direc
terer Abfluß nach dem Golfe zu ge
schaffen werden.
Zum speciellen Schutze von New Or
leans ist solch ein »0urlet«, nach dem
Lake Borgne und durch denselben
empfohlen worden nnd war sind die
jenigen, von denen dieser orschlag aus
geht, der festen Ueberzeuguna, daß bie
Anlage solch eines neuen Mündungs
Armes des Mississippi das einige Mit
tel sei, um zu verhindern, daß die ge
sammie Umgegend von New Orleang
über kurz, oder lang vollständig unbe
wobnbar werde. «
Für Wasserbau - Ingenieure bietet
sich hier jedenfalls eine Aufgabe, wie
sich großartiger und dabei dankbarer
kaum gedacht werden kann.
—-—-—-. .- .—- »
Nicht übermenschliche Stärke, aber
natürliche Mast.
Solche Mustelienst su erlangen, Die He der Athlet
besi i, der Stablkeiten Meist wie Soinnwebem Jede-n
ere niasi seine sen-te alm, ist nur Weniaen beschie
den. Iber ein Netmalinaß physische-e Kraft nne die
Fahigleli, qui zu essen, zu verdauen und zu schlafens
ein stets ub ges Nervensystem zu haben, das ifi anei
einent netvösem schwächlicen und reisbaren Menschen
misglich- wenn er eine eegelrechte Kur mit Dostettws
Magenbiiiers durchmache. Seinepeesbesåglichenhoss:
nungen werden so se bald in Erxuliung gehen. Die
fitmulieenden Lsieiungen die es unnachaynilichen
Stärkungsrnitiels machen sich eben so vkomvi bemerkbar,
alssie von Dauer sind. Die Ein meide, die Leber-,
FekMachiz die Nieren-»die diese rganeipitien-uniee
........ .,...,-.-..-... -.......p » m-. -«-..·... k- »W
zufavnnem unt tegalciees Inn reen aller oltalea Organe
und kamt die Garantie tobu er Gesundheit n ersie
len Bis lese hat noch teln anderes niedele es Pra
paeatlolch wundervolle Erfolge in Ei alte-ag, Wie
derherstellung nnd Defects-Ins der nnqe net-n Gesund
beit und Le enssreudl ree konnt-. an geb-tauche
es ae en Malaetm entrinnen-Im Verheeren-gebe
schwer en, schont-Eh Meter-leiden und Ue Gut-pe.
— Auf dem nach Hull fahrenden
Dampfer ,,Crefron Hall« von Kalkntta
brach die Cholera aus und 6 Matrosen
erlagen der Seuche. Der Capitän
des Schiffes kehrte in Folge dessen nach
Kaltulta zurück.
--—.-oo.-- -
Mir hoffnungslos erklärt nnd doch
gerettet!
Aus elnein Breefe der Frau Quer von Gestan, Süd
Dakota, fis-been Ists olgendes an: »Ich baue mich bef
«l erlalteL die Erl ung schlug sich aus melneLua en,
ichs be ann statt zu busten und halb war es zwelfe os,
haßt an der Schwindfucht litt. Vier Aeeite gaben
mich aus nnd eilt-irrem daß lch mu- uoch ettse cum Zeit
.u leben habe. Jch selbst gab alle Post-ans auf und
ereltete all schen auf eln baldige Ende vor-. Da
tleth « man meinem Gatten an, De. Mal ’s Neues
Mitte gegen Schwlnbfucht. ustea und It ltsns u
versuchen. Jch folgte dem Ra he, nahm tm Ganzen azl
Ilaichen und wurde vollständig gehem. Ich bln Fest e
efunv wie lr end eine Frau meiner Getan-sechsm
rnbenalchen tei- Fu haben bel Idol-h Deus-,
Thompfon sc Co. tm « holefale und del allen Apothe
lem zu W Eents und sl.00 Ue Flasche
--— Aue Tel)eran, der Hauptstadt Pers
siens, wird berichtet daß die Cholera in
Mesched im Erlöschen sci, daß sie sich
dagegen aber im NischapursDisirict im
mer weiter ausbreite.
-------- Wolfwths Specialitåteniji
für die Sommer- Saifon
—Jmme1 etwas Neues! Jmmet e «as, das Jedermalmwiiltscht!—-—
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