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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, March 07, 1893, Image 1

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Die
; Messe Presse
Tägliche Freie Press e für Tequ
erscheint
jeden pure-Its
und kostet
.. .. - · «- und kostet s
10 .00 ist das Jahr oder 82. 50
ägtichc Ausgabe. - Wiss-—
s---s - , ,- !sp. « . z
Jahrgng 28. s Sau Antonio, Dienstag den 7. März 1893. · Was Mzzn
m « « » kaxj
; Wische-stach- sts-Um- indess-;
erscheint
Mc gkuuk Majknäe "
Roman von W. Urban.
(Fprtsetznng).
»Na, weißt Du» Georg, ich bin ein
elernter Schmied und damit dasta.
Wenn Du einen solchen brauchst, so bin
ich da. Und die paar tausend Thaler,
die ich abe, sind auch da. Aber ein —
lehrtet echaniker bin ich nicht, uan
- den ist nicht »meine Sache. Das siehst
Du wohl ein-« . « .
»Wenn Du nur Kompaginie mit mit
machen willst, so eniigt m r das schon.
Für das Andere aß mich nur orgen.«
»Gut. Machen wir-Hi ber, da
mit Du nicht denkst, ich let wirküch so
dumm, wie ich aussehe, w ll ich Dir eine
seine Idee sagen, Georg»«
.Nnn? Nur heraus damit-«
übner machte ein etwas verle en
psi siges Gesicht und sa te etwas leizerc
«Geor , in o ch’ eine« eschichte ge ört
viel W nd. Verstehst Du ?«
Wabe nur keine Sorge. Ich bin
sicher, daß wir das Kapital, was uns
Zur Stunde no fehlt, dnr Tüchtig
eit nnd ang trengte »Ari) t ersetzen
können-«
»Nimm wir, a·wohl-. Wir sind ja
Beide..jung. ber wie wär’s denn,
GeotP wenn Du eine reiche Frau, hei
nahes-l Dann ist sofort der richtige
Wind da, nnd es dauert gar ni tlange,
t- II-—-- U-- L-- --s4--- CLE-- -k.«-.
lI OUIIOIPOI IUIC Usslp IIICIOI UIIGIIUUJIIWUI
gen «bauen.««
»Das ist nichts, Paul. Ich heirathe
« ni t,« antwortete der junge Techniter
un wurde verlegen wie ein kleiner
Junge, wenn er nach seinem Namen
- gesra twitd.
» arum nicht«-« ereifette sich der
Andere-EIN bist ein hübscher, feiner
Junge, eorg, warst schon immer in
der Schule der noble, nette Kerl.
· « Warum willst Du das nicht machen ?
br« mir zu. Ich wei Eine. Das
t meine Nachbarin, das äulein Nosa.
ie ist ja allerdings schon ein bischen
angejahrt. So an die Dreixzig ’rum
wird re wohl sein. Aber ieit chwer,
Dom enelement, sie ist wer, eorg.
r Vater ist ein Fleis erweister, der
zur Ruhe gesetzt hat. Na, Du
we ßt doY so ein alter Fleischermeister
hat sein ewicht. Und Ro a ist seine
einzige Tochter, und ürde osort zu
greifeen wenn Du käme t. ein Wort
arauf, Geor , sofort.«
»Unsinn, aul, laß dasi Heirathe
Du sie doch.«
Dieier unerwartete Vorschlag setzte
nun w eder Paul Hitbner in Verlegen
heit. Er lachte wohl laut darüber ans,
aber essgeichah doch nur, um»seine Be
sanWraheit zu verbergen.
» rum nicht gar. Wer will denn
von txo einem grobkbrni en S mied,
wie bin, etwasswissen Zu ol en
SaFen gehören feinere Finbgerchem ie
. ich ehabe, und ein nobel- lasses Aus
ehen nnd verdeckte Augen nnd über
t ein verdre ter Kopf. « Dazu ge
brt eben«ein seines Kerlchen, so etwas
wie Du bist, Georg.«
« , » e ich einen ver-drehten Ko f?«
- J a- nur nicht raisonnirti o ein
- bischen verdreht sind alle Ersinder.«
« Hier traten Frau artun und Kath
,chen· wieder in die ohnstn e ein, deck
ten den Tisch, und man setzätxich zum
Eisen-nieder. Hitbner aß chen ge
seniibey nnd es wollte kurz manch
nsal n, als ob au ie churiede
unter tiindeu nichts an Berdrehtheit
zn witns übrig la en, denn ans
Käseinerärärågeär un· ANY-Endse
en er junge ni er
von genea- Schultameradeu entweder
ganz verkehrte oder zerstrente und unge
de Antworten.
» nachdem re gegessen hatten nnd
Beide wieder ein waren, unt einen
Mit zu entw en, den sie mitein
ander SeCIIngFIKeui wo tät-,f kaut dem km
gen me eine n a e, e
m gesunde Vernunft zu · ck. pr ch
15. Kapitel.
Frau Kommerzienrath Prato-ins war
« von ihrer-la ausgedehnteu Erhin o
reise nach tandinav en krän er,
ber zurückgekommen als e abgereisi
war. Und zwar ehr na rli . Die
es ewi Hin nnd er der Rei e, diese
endeRnhelosigieit konnten ihren
ohnehin trosttozen und unglücklichen n
stanp nur vers limmerm War sie is
sür ihre Umgebung eine Pein ewes
en, so war sie nun gerader bedroqzl .
ie litt unter eigenthiimlnhen Ha ne
nationen, die sie bei Tag und a bei
besieten. Sie glaubte in so en
Un llen, ihr Leben sei bald von Dem,
bnl von Jenem bedroht, und ging dem
Wben mit dem er ten besten Ge
gnstnnb, mit einer Scheere, einem
tuhh einem Osenschürer oder was sie
erabe faßte, zn-Leibe. Das war na
FÆ,. anz obgesehen von den pein
cenen, die dadurch entstanden,
auf die Dauer unertraålih und man
dachte daran, sie in eine nstalt zu brin
gen Darüber war sie natürlich furcht
r ansgebracht und sagte ihren Ange
hsrægrl gnembeztn daß man sie wohl er
w ssenmlle, nur sie Zu beerben.
Jnsvlge eines merkwürd gen Gemi
ei von Wahn und Verstand, wie es
esen Kranken ost eigen ist, hatte sie
Mich —- als sie noch unterwegs ge
wesen war —- ein he tiger Groll gegen
ihre Busener din, ran Doktor Zeh
tetn erfaßt-. . kleiner Borste-Mel
·-- hatte g·etäigt, um diese Dame sofort
wieder heimschicken zu lassen. Dieser
Groll gegen die »Gistmischeriu,« wie sie
Lottchens Mutter wohl in ihren tob
xilchtigen Ansällen nannte, war seitdem
ortwährend gewachsen, namentlich seit
es die Kommerzienrätlzin verstand, sich
selbst Morphium einzu ritzen und des
galb Frau Zehien ni t mehr nöthig
atte.
Die klu e Frau Doktor hütete sich
wohl, der ommerzienräthin zu na e zu
kommen, und der lang ausgespei erte
Groll und Haß der Letzteren entlud sich
nun aus das arme Lottchen, die wohl
oder iibel ausaalten mu te in dem
ause, dem siei re Zukuns anvertraut
atte.
Es war wieder Winter geworden.
Drauken stürmte und schneite es un
wirthl ch durch die Straßen, und Frau
Charlotte saß still sinnend, mit thrtinen
Winzenden Augen vor. iczrem Feuer.
ie hohl, wie unglückli , kalt und
her los er chien ihr nun ihre neue, in
un aubli er Verblenbun selbst ge
wäfplte Oeimath, wie gefii llos. wie
elend war Alles um sie her« hr Mann
hatte sich von ihr ewendet. hre stille,
innige Jnneri eit verstand er nicht
Sie lan weilte hn aus die Länge der
eit. ie man ihr erzählt hatte— die
elt ist so. geschäftig, wenn es gilt, ein
Ferz zu tödten — suchte Walter die
erstrenung, die er im Umgang mit
einer Frau nicht mehr fand, neuerdings
n der begeisterten uidigung, die er
Us- mnms kam m« s-. h--fu--5
Nun saß sie allein an ihrem Kamin
und weinte. Prunk und Pracht, die sie
umgab, erschien ihr nun wie elender
Theaterflitter, wenn das Gas aus e
dreht ist; daewischen lie das grausige
Elend mensch ichers Ueber ättigung, ör
erlicher und geistiger A gelebtheit, die
och nicht sterben konnte. Und bei alle
dem brachte Frau Charlotte das Gefühl
nicht aus der Brust, das sie einem
anderen Manne verband, tonnte die
trauliche Aermlichteit der Gattung-s en
Wohnung nicht ver essen, sammt er
alten Uhr, die mit arbei Wer-Polter
sitt,cht,l mit Ach und Machi re Stunden
a ug. · »
war es nun ei entlich, was ie
noch immer mit Georg gartun , den e
nun schon so lange ui t gese n, ver
band Was war es ?
»Die Engel nennen es Himmelsfreud,
Die Teufel nennen es Döllenleid,
Die Menschen nennen es — Liebe !«
Aber Frau Charlotte durfte es nicht
o nennen, wenn sie eine ehrbare rau
ein wollte, wenn sie nicht hinabb icken
avollte in einen Pfuhl der Sünde, iu
dem e ni t nur die Liebe anderer
Men«chen, andern auch ihre Achtung
verlieren mußte. Ihr Geheimniß, das
ihr so süß und doch so schmerzhaft durch
den Busen zog, war mit dem Kommer
zienrath, der allein darum gewußt, be
raben worden und sollte nun auch
e raben bleiben. Plb lich guckte sie
er chrocken zusammen. ie bemerkte m
einem Sszviegeh der irlår gegenüber hing,
wie die ommer ien th n in ders h nter
« Zrem Rücken legenden Thiit erschien.
hr Gan war taumelnd, ihr Auge irr
und tückisch, ihr- aar wirr, ihre Klei
dun unisonbe udn ånchiilritårdinungik ch
»ar ,re e n,«pra
sie laut lag sich selbst.
Erschrocken sprang Charlotte au .
»Aber Mama —i« ties sie be am
men.
—»Bleib’ sitzen-« herrschte die Kom
merzienriithin ihre Schwiegertochter an,
« ei Du doch zufrieden, wenn Du
ich am Feuer von Prätorius de Co·
wärmen kannst, vie Du Dich an Mem
Geld gewärmt hast. War Deine uti
ter hier Pt«
SFastig drückte Charlotte aus eine
elle. Ihr war o tin stlich- so un
heimlich zu Muth. Allen mit dieser
,
ranken Frau —l Was konnte da nicht
J Als-s hqcnksnsf
«Itsl
' """ 7""·"" · i
»Nein-« antwortete fie. ’
Die Kommerzienriitgin chien den
Ton der S elle gar ui t g dkt zu ha
ben. Sie tand jetzt mitten im Zim
mer; den Körper etwas vergeh-Ist
mit der Fand auf einen Tisch ges st,
detracht e sie ihre Schwiegertochter mit
wirren Bin-en und sast lachenden Mie
nen.
»Das ist ihr Glück. Deine Mutter
all nicht etwa glauben, daß augsie fis
ier einnisten kann, wie Du. ie o
eh nigt unterstehen, etwa hinter mei
nem iicken in"S Haus in kommen.
Du denkst wohl, i weiß n cht, wag sie
Zielerng Ich wei Alles nnd gebe auf
e .« ·
Ein iener trat ein. Schwersälligs
und unsicher wandte sich die Kammer-,
zienriithin na i m um. -
»Was wins ask-« fuhr sie ihn qui
»Kannst Du ni t warten, bis mank
Dich ruft? Du enkt wo l,i weißl
ed nicht, daß Ihr mir pfel nen Talen
in Weg verst, damit ch au let-;
ten und hinfallen soll ? ch weiß A es.
Aber wenn ich einmal fol »einen Halunsi
ten erwisthe, der muß hängen. So wahei
ich gesund hier. te e, hängen muß eri.
—- etzt trolle nnd warte, bis Dus
gerufen wirst.«
Der Diener hatte mit Frau Char
l - ei n Blck des Einver
stqikkdvzi usgäogesät mochte auch
on ans der Situation ecrathen.
daß d e unge Frau wünsche, er möge
r alle itlle in der Nähe bleiben. Dem
efehl der Kammerzienräthia mufte er·
indes folgen. Er entfernte sich at o aus
dem immer.
S paniend ging ihm die Kummers
s-(
Heile Skropheln
Mit Dir-MS Sarsaparilla. Man kann diese Krani
heit mlt Recht »den Fluch der TivilisatioM nennen.
Gleichuiel, ob man sie durch Erbschaft oder andere
Umstände erhalten hat, die Slwpheln vergiften das
Blut, schwächen die consiitutiom und führen zu
Aussehrung, Untat-rh, gelchwollenen Driisen, Ge
schwüren und unzähligen Nebeln. Glücklicher-weise
giebt ej ein Mittel dagegen. Wer Ave-J Sak
sapaeillq mit Ausdauer anwendet, kann jede Spur
von Strapheln aus dem Körper entfernen. Henty
Brandt, Avoca, Neb» bezeugt :
»Jabre lang lit M« ich an den Stro
vhelih bis ich ans fing Aperw Sar
saparills einzu· sieh-seit Seit
dem ist die Krankheit ganz verschwunden Auch
eines meiner Kinder wurde von diefer Krankheit
durch dasselbe Mittel geheilt.«
»Seht-e lang litt ich an Strophein und Maikrank
heitem Da mir die Rezepte der Aerzte nichts hal
sen, rieth man mir endlich zu Ayer’s Sawparillm »
Jch folgte dem Rathe, und meine Gesandheitwurde l
vollständiq hergestellt, so daß ich hle als ob ich
einen neuen Menschen angezogen du«-C N.
Feins, Decemb, Iowa. -
Ayet’s Sarsaparillci.
Suiereitet von Dr. J. T· Ilyer « Ep» Leu-eil, M.
peilt Andere« wird Dich heilen.
sietfriit isdfiicich isiidiiberzeugte sich, daßl
er wi ich fortging nnd nicht, wie M
piellei t muthmaßte, hinter der Th
stessn lieb.
ann .kam sie wieder zurück yndi
nfahm ihre Kampfstellung am Tische
» r denkt wohl, ich sei blind,« suhrl
sie Yt unheimlich lallender Stimme
ort, »und sähe nicht, daß Ihr Euchl
Alle untereinander gegen mich verschwo-!
ren habtk Ich sehe Alles, und wenn
Ihr Enckågnoch so verstohlen zublinktJ
Nun? as stehst Du denn da nndI
B tmich an wie ein Gespenst. Sehe
Zitn age ich.«
be»sl erPlammhwolletn Essie ni thliek
r an atz ne men« « ra te, ar
lotte bescheiden und nnterwürfitzgi
«,,Neiu, das will i nicht. der Du
-ollst Dich setzen. att ’teh’ mir bei»
ch etraue mich in merxnem eigenenl
ganze ntcht mehr, mich zu etzen, ausX
r t, daß man mi übers llt, bindetl
Fand fortschleppt. ehe Dich, sage
Ans Furcht, sie zu erzürnen, wollte
sich C arlotte ans einen Stuhl ihr
gegenü er setzen. Aber die Kommer
genrüthin wies»mit der fHand auf den
tuhl am Kamin, wo te vorher ge
sessen-hatte.
«Dorthin,« sagte sie gebieterisch, »wa
Du vorhin saßest.« »
Zitternd var Furcht und Angst ge
kor te die zun eFran. Was ollte sie
ontth n onnte die tran e Frau
rim orn ni tein Leid anthun, wenn
s e sich weigerte So saß sie denn still
nnd ergeben da, den Rücken der Kom
merzienritthin zugewandt. Zum Glück
hing der ihr gegenüber befindliche Spie
gel gerade so, daß sie darin die Gestalt
rer Schwiegermutter sah « und iåre
ewegtungen beoba ten konnte. .o
bemer e sie, wie die licke der Komme
zienriithin lauernd nnd unheimlich gli
ernd an ihr ruhten, wie ihre Lippen
fich im elbstgesprüch bewegten; aber
sange konnte sie nicht verstehen, was sie
agtr. "
Endli wurde aber das irre und
wirre G üster wieder lauter und ver
nehmlicher nnd ie hörte, wie die Kom
merzienrilthins r sich hinsprachx »Pa,
g, jtzwth Wie heß der hüb che
ers
»Der Weidensperling den Kuckuck spei ,
Bis dessen Brut ihm den Kopf abbe’ t.«
Das ist’s. Sie ist die Schlimmste von
Allen, sie ist das richtige Kuckuckseiz sie
hat sich in das fremde « iest eingeschmnjpl
gelt, läßt sich» behäbig groß füttern, b s
»He nur oen erops anverer
Dann nickte sie stier und mit einein
öden Lachen um den Mund vor sich hin.
Der jungen Frau wurde immer ängst
licher zu Muth. War sie denn an
wehrlos den wahnwisigen Grübe eien
die er Frau überlassen War sie nicht
schon durch ihr-seen enes Seelenleben..
urch ihr weiches nneres, das tiefe
Ein finden ihres Un lücks enug e
stra t sür ihren Leichttnn un süri re
Unkenntnig des Lebens? Mu te sie
auch noch iese täglichen und stün lichen
Martern aushalten ? "
»Ja, Iawohl,« siüsierte die Kommer
ienrütihin wieder nach einer Pause, »so
oll’s ein. Sie muß fort —- sort —
ort —«
Dabei sitz Charlotte zu ihrem Ent
setzen plöh , wie sich die Kommerzien
rüthin verstohlen an ie aeranschlich
Miliger Gott, was wo te e von ihr?
it einer Schnelligkeit, welche ihr die-«
Todesangt verlieh, sprang sie wieder
auf und ah ihrer Fe ndin in’s Gesicht»
Diese zog aber mit einem tücki chenx
Grinsen ein Messer aus der Kleider
tasche, dessen sie wohl irgendwo Essai-hast
eworden sein mußte, und das ie dort
gis setzt persteckt hatte.
’ Fortsetzung folgt.)
Buntes Merlei ans Mexikm
—- Jn der Nähe von Maravatio
sind überaus reiche Onyx-Brüche ent
deckt worden, die ein Dr. Nieman ra
tionell auszudeuten gedenkt.
— Aus der auvtsiadt Mexiko
schreibt man: Fu er letzten Berühm
woche starben ier 455 Personen, ge
gen 422 in die’ Vorwoche, darunter
107 am Typhus. Lepten Freitag star
ben 56 Personen, darunter 15 am
Typhus. "
J
Auch einer der »Gdelsten«.
Der frühere Lieuteaant bei den
bayerischen ,,Cheveauxlegers«, Emil v.
Gombart, zu Ner York in der östli
chen 72. Straße wohnhaft, ward dieser
Tage daselbst vor Richter White im
Tombs Polizeigerichie des Diebstahls
angeklagt. Dr. Robert S. Adams
vom Presbhterianer-.Hospital trat als
Klager auf. Der Doctor hatte den
Angeklagten in Heidelberg, wo er stu
dirte, kennen gelernt. Gombart war
zur Zeit Seconde-Lieutenant im vier
ten baherischen Cheoauxleger - Regi
mente und er und der Amerikaner wa
ren vertraute Freunde geworden. Als
der Doctor im Dezember 1891 nach
New York zurückkehrte, begleitete ihn
sein Freund Gombart, der den Dienst
quittirt hatte. Seit damals war Gom
bart außer Stellung und lebte theil
weise von mitgebrachten Geldern,
theilweise von dem, was sein Freund,
der Doctor, ihm pumpte, und auch von
Geldern, welche ihm seine Verwandten
herüber sandten. Am legten Weih
nachtstage, gerade nach einem Besuche
des Barons, bemerkte der Doctor, daßl
ihm ein 81000-thotheken-Schein ab
handen gekommen war, und vor etwa
zwei Wochen fehlten ihm, ebenfalls
kurz nachdem Gombart ihn verlassenl
hatte, drei Hemdentnbpfe im Werthe
von 815. Vor einigen Tagen nun ed
hielt der Doktor einen Brief von Gom
bart, worin er schrieb, er habe die
Hemdenknöpfe gestohlenund für 85
versetzt. Dem Briefe fügte er den
Psandschein von 86 bei, amit der
Doctor die Zinsen zahlen und die
Knöpse einlösen könne. Er bat in
dem Briese wegen des Vertrauender
ches utn Verzeihung und erklärte, nur
die größte Noth habe ihn dazu getrie
ben. Der Doctor kam nun zu dem
Schlusse, daß der ehemalige Lieutenaut
ihm vielleicht auch das Werthpavier
gestohlen abe, und ließ ihn einstecken.
Gombart betheuerte zwar seine Un
schuld, doch glaubte ihm der Richter
nicht und schickte ihn vorläufig in Un
tersuchungshafn «
W
l
Sie lesen natürlich
die Zeugnisse, welche in diesem Blatte
in Bezugaus Hoods Sarsaparilla ver
öffentlicht werden. Dreielben stellen
über allens Zweifel hinaus fest, daß
Hoodö Mittel kurirt.
- Verstopsung und alle Lebewe
schlzvelrden werden durch Hoods Pillen
ge ei t.
MO-—
Korrespondenz.-—S w iß Al p,
6. März ’93.—Der letzten Freitag sich
einstellende Nordwind war anfänglich
ein reines Zephhr - Lüftchen, doch ent
wickelte er sich während der Nacht zu
einem wüthenden Boreas und brachte
am Morgen Eis. Trotzdem scheint er
keinen Schaden angerichtet zu haben.
daselbst die sehr empfindliche Kartof
selpslanze nicht gelitten hat. Bleiben
wir nun mit einem noch späteren Froste
verschont- io steht eine außerorveumas
reiche Psirsichernte in Aussicht; d «
die Pfirsich-Büume prangen im 1 II
sten Blüthenichmuck
Unsere Schule wird. särJänoltch
Verhältnisse, in außergewbhntich re
gelmäßiger Weise besucht: Von 48 ein
geschriebenen Schülern ift fast immer«
ein Durchschnitt von 40 und darüber zu
verzeichnen. Noch diese Woche wird der
Lehrer seinen Umzug in die neue Woh- -
nung machen. «
Jn La Grange war vorgestern trog .
der Yngemiithlichen Kälte ein recht reger I
Vetter-L i
Von Ausmärtigen hatte ich das Ver- I
gntigen zu begrüßen: Fri. Heilig, eine
Lehrerin von Ruf in Bastrov thatig
und bei ihrem Bruder, Herrn G Hei
lig, zum Beiuch weilend. Ferner
Derrn Aer Meerscheidt von San An-:
tonio, Prof. W. Eilers von Cllinger, ·
Prof. F. Kreckler von Bridge Voller-, ?
J. C. Melcher von O’Ouinn, D ,
Parma und Dr Eck von Bluff. Eisiz
sollte an dem Tage eine Verfammk
lang der Former stattfinden, bei
welcher berathen werden sollte, wet
che — Schritte in Betreff der Ver
ringervng ber Baumwoll - Produk
tion gethan werden « «follten, doch ist
eine solche nicht zu Stande gekommen.
Die Woche vorher starb Judge J. C.
Stiehl nach kurzem Krankenlager.« Mit
ihm ist eine mit der Geschichte von Fa
yette Co. aufs innigste verwobene Per
sönlichkeit zu Grabe getragen worden.
Am 4. dieses Monats wird eine Ab
stimmung stattfinden, darüber. ob sich
die Bewohner des Counths 15 Cents
vom 8100 besteuern wollen um die We
ge zu verbessern.—— E. H e im a n n.
Hutkø Willen
kuriren Pensionsans.
m Ich ist-O Ommth u- nfrei-un tecta
W I
»Z« ..,ir.·-.-.-:.«.:s:.s;:e.nr...s« My
sesihuheitgniißiser Betst-Mut
II ERST R II AMICI
ä- eMdtefnqndispositioumsases .
ask «- Lchkkw ZEIT-IMP- « Mc I
Insekt und « «
werden älter-all ver-M »
J, dik- sissvsivlitener im Bundes
:.- Hasen Michivssklh die Wahl
-c-«c- -n:«1..efochnn zu lassen, so
r«imhlsfunlschs« Villlei Mc
« i n-. ..rht gegen die Gültig
k.u out ibell onst-stin
Tandhesit kann nicht geheilt W .
durch loeale Applie inne-n weil sie denkt-nn
len ; eil des Ohres nicht erreichen können.
Ezs gre t nur einen Weg, die Taubheit In kn
r1ren, und der ist durch constirntrdnelle Heil
mittel· Taubheit wird durch einen entzünde
ten Zustand der chleimigsn Austleidnng der
Gnstachifchen Röhre verursacht. Wenn diese
Röhre sich entzündet habt i r ein«-n rumpelns
Ton oder unvollkom- enes ehörz und wenn
sie g nz· geschlossen ist, erfolgt T nlrhem und
wenn die Cutpiintnna nicht gehoben nnd diese «
Boote wieder in ihres-· gehörigen Zustand ver ,
seit werden i nn. wird d e Gehör iür irr-mir
zerstört werden; neun Fälle unter zehn nnd
durch Ksstarrh verursacht, welcher nichts us
ern entzündeter Zustand der schleimigen Ober
flächen ist.
Dir wollen einhnndert Voll-se für jeden
(dnrch Kaiarrh Oernrs chien) Fall von Tand-;
heit »geben, den wir nicht durch Cinnehnren von
Hali s its turrh Kur heilen lö-«nen. Laßt Euch
umsonst Cirlulare kommen
FJJ C h ene h G C o., Sol-bin O.
Verlanft von ilLlpdtlpelerm Preis 75 Cis.
--..-·
·—· Ein Sohlenleder-Trust mit 45»
Millionen Kapital! Wir sollen also!
anch schon dafiir besteuert werden, daß ?
wir uns die Stiefeln schief laufen. !
Die Urqnene der Kraft !
Wenn ieir bedenken, daf der Magen das grobe Las :
doraiortnin ist, in welche-n die aenofsene Nahrung in
Nährsiosf verwandelt nied, das er dein Körper Kraft
verleiht- nachdeu die Nahrung in das Vlnt übergegan
gen ist, dai der Magen rnii einein Wort die nein-eile
er kraft ist, so wissen wir auch, dass es wesentlich ist.
diese Kraftquelle in guten- Zustande sn er alten. resp
ihn wieder darein zu versehen, enn er an er Ordnung
gerathen ist« Dies wird at- de en nnd ordnrpiesien de
Ivirti durch osietter’s Masenhiiters, das die Verdau
ung resulir , die Verdauunfsorsane stärkt nnd die
untiidnen der Leder und E ageweide sdrdert. Die
nhe nnd Widerstandskrasi des Neweniystems hin-Sen
zum grossen Thei von gründlicher Verdauu- ah. le
amtliche Wissenschaft kennt kein Dirkungsoo erei ster
renderndsgnnssnrtttel als das Oiiiers- einer Iird
es von setzten empfohlenvsegen Fieber nI Ercalinns
gen, Nheninatlsnins- terms und Wie-leiden,
gastrtsches Le- weh, sowie esen Man el an I peiit
rnd Schlaf. an nehme reinial iäg ich ein eins s
glas roll. «
·
--o·.- I .
Selhsterkenntniß. ;
»Warum heirathen Sie nicht Y« . s
»Wenn eine Dame meinen Antrag
annähme, müßte ich sie derachten.«
Aerzte verschreiben Tutt’s Pillen.
Nehuut den Elemer nach dem zweiten Stockweel sz
, um dem Auge den Anblick kostbarer Schönheiten zu bieten.
Wir haben bereits einen großartigen Vorrath der Novitäten dieser Saipr in , " :
Putzwaarem sgdutzwaaeenixrky
erhalten, wie sie dem einstimmigen Urtheil der Damen zufolge schöner nie hier pssetitt worden M
Dessins.
; Jn allen neuen beliebten Farben
und FagonT jedem Teint nnd jeder
Fjgur angepaßt Unter den neuen
Sachen gibt es Novene, Eßlind, Ca
fandra, Rhein Fithian, Magie. Jen
nie, Lilly und hundert andere.
Blumen.
Das wunderschönfte, was mankje
gesehen. Großartiae Auswahl der rei
zendsten Juwelen der Natur. Inn-»
tation kaum wahrnehmbar.
Banden
Man kann sich kaum eine Vorstellung
machen von der kunstvollen Kombi
nation von Farben und Mnstern. Die
Reichheit des neuen schillernden Moitå
Scotch Plaid, betupfte Satins, Glacö
««Crepe, Satin Cptds, der gestickten Ar
tikel ist bewundernswerth.
Federn.
" Die Wälder der Welt weisen keinen
größeren Reichihum auf, wie wir ihn
zeigen.
Verzierungen
Darin ist die Auswahl übe-klits
Ermatten groß nnd es with-OW- s
eine Entscheidung zn new-EN- «
befedte Kronen, Diamant-Pswaka «
Pfeile,«Nabeln, Fancy S ,
Schwerter, und die laufenderleks«
re gangbare Muster. » Pfg
Unvergleichlich in fes-BUNTER
Schmuck, ver die femme-He Im
ziert. - . - sk »D
—für—
——.——— s I s , HEFT
Damen, Mädchen undlcmder Jeden Alters-KE
D" «t, a 1 S d St ku dd dsnt tb «".«it«tst»
doch keså STIMME-kifdevaka Käsme asziisefåssfhessTkk Zeiss-fäka Pius XIV-IF- Ih- sp G
55 Es Damen-Unterröcke, Hosen, Hemden, ein
O Wrapper und Schürzen. « Tasche
45 Es Damen-Unterröcke, Wkapper, Schür- ki
0 zeu, Hemden und Hosen. Anzug.
50 Es Damen-Hemden und Hosen, Unter- ein
O röcke und Wrapper. Anzug. x
60 Es Unterröcke, Drappey Hemden und - ein
Hosen. Aszuw
75 Cs Hemden, Wrappet, Untertöcke und ein
s Hosexu . Aus-so
85 Es Unterröcke, Hosen, Wkappey Hemden eilt
o und NegligöiJackem III-zus.
95 Es Bis-appet, Hemden, Unterröcke und Eck«
O o en.
sl 00 HNegligöiJeukem Drappey Hemden, III-O
· Untekröcke und Hosen. . . Ohms-.
81 25 Aus dem besten Cambnc angesetttgt un
. « Und gut gemacht· « unans.
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9.10 905 Vorm. ««,«, ..;.I·Ill emphis . . .. »
6. 15 Vormittags 7 25 Vorm. » . . . St Louis. . . . »
4. 45 Nachmittags. 4 45 Nachm » .Chicago.. »
Fuge verlassen San Antonio um 8.1s Uhr Nachmittags mit CchW M« —
via roa Mountain Ba n, ebenfalls Daclaö via Oearnr.
e verlassen Sau utoniv um 6 50 Uhr Vormittags- macheu setwa NA
port, ZskiemphiQ St. Louis und weiter » - — ,.
Züge verlassen San Antonio um 9 40 Vormittags mit llmau Lasset
Laredo, machen Vlcbindunq mit DurchsSchlastvagen nach Titel via M
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I. w. Islssslosh Reisender Fracht- samt, altes Postossice icebäudq stam- W -
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