OCR Interpretation


Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, October 03, 1893, Image 1

Image and text provided by University of North Texas; Denton, TX

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045227/1893-10-03/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

D · e - D i e
Sagtiche Freie Alstesse für Tean Wöcheutliche Freie Orest fiequ
Ach-int- erscheint
mit Husuayme des Haut-tag- jedeu Donnerstag
« gjnd xpstet und kostet
10 Ho gar vsas Jahr ste- 82. 50 82.50 siir das Jahr oder its
’ Mr s sit-note E: i A s b C sit-stritt csuusieuhlypp
äg chc u ga k.
, ,- .. » F- —« -——--- -- ----—-—· s-— —- —— —--s— — — -—— -—»—-—J - - —M
Jahrgang 29. Sau Antoniu, Dienstag den 3 Oktober 1893. - Nummer 3497«
Schick-sal"swege.
Roman von Knrt Hossmcister.
(Fortsetzung).
Der Baron swär unschliissig. Der
fremde Kniffe Mann fah ihm das an.
»Asse for von Malten,-« stellte er sich
ihm vor.
Wolfgan blickte ihm etwas über
ta cht in78 esicht. Für einen Assesfor
er chien ihm der Fremde noch sehr jung,
wenn diese schlafer Züge verlebt wa
ren; sie konnten aber auch ebenso gut
das reisere Alter andeuten, welches
feine Bernfdftellung erforderte. Name
nnd Stand thaten zu den angenehmen
Manieren des gefälligen Herrn noch
das Ihrige. Wolfgang nannte feinen
Namen ebenfalls nnd folgte dem Asses
for die Straße entlang.
Sie hatten nicht weit zu gehen.
Assessor von Malten bo in ein aus
ein nnd führte feinen egleiter urch
einen langen Ho in ein am Ende des
selben gelegenes, sehr einfaches Gast
zinnnerM
E Esllwaren keine Gäste da, als drei
Perren don perschiedenetn Alter nnd
ehe di ringuirtemsleußernk welche an
einem eitentifche Karte spielten.
»Ist der Kriminalkommissar Nag
lifchnochznickåkzhier gewesen ?« frug der
As efor den irth.
olfgang fah nicht, wie der Assefsor
dem Wirthe mit den Augen zuzwinterte
nnd · eine leichte Kopfbewegung
nach seinem vornehmen Begleiter
maegtr.
« dein, er war noch nicht da,«« ant
wortete-laut der-Wirth, das Zeichen fo
gleich verstehend, »aber er kommt ganz
gewiß noch.«
Der Assefsor bestellte sich Wein nnd
empfahl dem Baron die gleiche Marte.
»Sie meinen .also,« frug dieser den
Assessor, »daß es keinen Zweck haben
konne, wenn ich hier auf Ihren Be
kannten warte P«
« »Ei, natiirlichxp versicherte-der Ge
-.- -4
suchte- »«c-u- um«-u chc Dust-sc its
keine besseren Hände legen. Nuglqch m
der sehneidigste und findigste Krimiuab
beainte in anz Berlin.«
Der Asfessor erzählte hierauf vom
Krlininalkommissar eine Reihe Bratwur
stlickchen,» dre» sehr unterhaltend waren
und einen überraschenden Einblick in
« die Berliner Berbrecherwelt eröffnetm
Vom-Tische der Kartenspie er her
tönt .ein«lautes Gähnen.
» ersSkat«-langweilt mich heute-«
sagte unter neuem Gähnen der älteste
der drei s erren, dessen Ph siognomie
tnit dein starken grauen S nnrrbarte
etwas M.1itärisches hatte. »Mneheu
wir ein anderes Spielcheul Da meine
Frau nnd meine Tochter im Opern
hause sind, so habe ich heute längeren
Urlaub.«
Der Baron sah, wie nun jeder der
Spielenden ein Häuschen Geld neben
sich le te.-"« Der militärische Herr nahm
drei arten in die Hand, indem er sie
mit den Fin erspitzen an den schmalen
SM kättgrtex Eine der Karten, die
Coenr-Darne, klemmte er zwischen Dau
men und Zeigesiuger, die beiden anderen
Karten zwischen die anderen Finger.
Naihdenr er den Mitspielenden die Kar
ten nezeigts hatte,v wars er die el
ben mit einer ras rn, ei ent limli en
kundbar-e ung an den is , so daß
e
de mit er.Riickseite nach oben zu
liegen karn» Denk-Gegenspieler hatte
nun anzugeben, welches die Event
Dame sei. Tras er es, so hatte er ge
wonnen, andernfalls verloren.
Das Spiel wurde sehr lebhaft und
das Geld rollte hin und her.
« Polsgangshatte zwar nie besonders
Gefallen ani- S iele gesunden, hier aber
reizte ihn die enarti lett des elben.
Er gabel- w .au einingi inutetä
»aus t; ehster-, « zip- renznn
mamäackgmieitia ver-·- svie es
. »s
guterMiinnern von gutem Tone Sitte
III. » .
Wolsaang beobachtete sehr aufmerk
sam,»twl1indie«skatte flog, aus die er
pointtrte, nnd tras ee auch richtig
mehrere Male nacheinander. Pldhli
aber wendete sich das Glück, und so set
erau stets überzeugt war, daß er die
bett- ·ende Karte genau im Au e be
halten konnte, so ·ost irrte er s den
nachxståkmehr setn Erstaunen wu o,
desta « Use-regte ihn das Spiel; ld
er jedoch sah,- daß das Gliick sich be
MM von ihm abwandte, und sein
nahe u hundert Mark betrug,
hörte er mit äointiren auf.
Der alte, cilitiic sah nach der Uhr.
Er sand, daß es Zeit sei, Frau und
Tochter ans dem Opernhanse abzixtpos
len nnd empfahl sich. Bald verabschie
deten sich au die beiden Anderen·
Wolf ang esand ich mit dem Asjes
or alle n, welcher ehr bedauern-, daß
er Krintinalkommisar Nuglisä heute
nicht gekommen war. Wahr einlich
sei er durch irgend ein wichtiges Amts
geschiist abgehalten worden.
Wolfgang fand es an der Zeit, sein
Hotelnngzgsythem Der A essor be
leitete ihn o zum nächsten roschkens
ftundz Hab ihm gute Rathschlä e, welche
Schritte er morgen sriih ur iederer
langnng seiner U r thun falle, nnd zog,
als Wolfgan in ie Dro chke stieg, mit
gka idser , ichkeitsseinen at, ndem
er ihn ve chkte, er chiitzes thgliicktich,
seine B ntxchast gemacht gn- haben
nnd ho e; da man sich wieder begeg
nen wer e. — «
Diesewsstttxuasvlltesickuzald genug
unter iiberiaschcnden Umständen er
siillen.
5. qKapitel
»Es darf Sie nicht geniren, Herr
Baron, wenn unsere Fahrt uns in Ge
ichäftdlokale führt, die ein anständiger
Mann nur höchst ungern betritt. «
»Und wohin fahren wir?«
»Wir machen die Runde bei verschie
denen Pfandleihern, die mehr oder we
niger im Verdachte der Hehlerei stehen.
Wenn wir Gliick haben, finden wir
Uhr oder Kette oder Beides bei einem
der elben.«
ieses Gespräch fand in einer
Droichke statt, in welcher der Baron
von Staren mit einem in Civil geklei
deten Kriniinalbeamten saß.
Er hatte den an ihm verübten Dieb
stahl der Kriminalpolizei gemeldet nnd
eine genane Beschreibung der vermißten
Gegenstände zn Protokoll Lgegeben
Daraufhin wnrde einer der eamten
beauftragt, den gestohlenen Gegenstän
den nachzuforgcheiy nnd dem Baron an
heimgestellt i n zn begleiten, um gün
stecken Falles sein Eigenthum sogleich
oåiziosziren zn können.
ird ein Gefchikjtsmann aber
Werthiaehen, die er mit seinem Gelde
heliehen oder ekan t ohat, ,igntwill her
ausgeben?« rng sgang den eam
ten während der Weiter-fahrt
»Vor der Kriininalpolizei streckt
Her Psandleihee ohne Weitem die
affen. Anch wird er sich wohl hüten,
ans einen Gegenstand von größerem
Werte Geld heransznrlickem wenn er
es ni etniit einem nz vertrauenswür
dig en Kunden znt nn hat. Er scheint
ihm dieger verdächti, so gibt er ikeinen
eller er, bis dersegexfatndin andere
— ände gewandert ist. Lin d· diee
tohkenen oZen, noch ehe ie Poåiäei
vom Dieb Kenntniß hat, stehen —
wohlverpnit anf dein ezn e ein
auswärtigen Trödler. · enSie Uns
leich gestern Abend von etnDieljktahle
nzeikze gemach ch,t errsssarorh so onn
ten w rfofort Na fesselt)1 ngen in den«
Verbre erklappen ante en nnd Jeden
dnrchsn en. den wir dort sgndetn «
»wenn sagte nur, vie onreau oer
Kriminalpolizei seien bereits geschlos
sen,« entgegnete der Baron, »doch
würde ich—«
»Wir sind zu jeder Stunde der Nacht
zu haben,« unterbrach ihn der Beamte
lächelnd.
»Doch würde ich in einem gewix en
Weinloiale den Kriminalkonnni ar
Nuglisch treffen-« s—
»Na nicht-« fiel im der Beamte
wieder n’s Wort, » s gibt in ganz
Berlin keinen einzigen Kriminalbeam
ten, der Nuglifch heißt. Wer at
Ihnen so etwas gesagt, Herr a
ron?«
Wolfgau erzählte die Be egnuug
mit dein Asecssoy und da sein egleiter
ihm immer neue Fragen vorlegte, so be
r chtete er nach und nach Alles, wajs sich .
in der Weinstube Jus-tragen hater
Auch das Kartenspiel, an welchem er«
theilgenommen, mußte er genau be
schreiben.
Der Beamte hörte aufmerksam zu;
ohne mit einer M ene zu zucken. Dann
sagte er: »gen- Baronl Sie sind von ;
eineinSpid upen an den and-ten ge- .
rathen. er ducke gefilllige Mann,»i
der ii Ihrer Ixaxx tire ch annahm, war I
ein a gefeimter Gauner, so gut wie4
jener, dershnen Uhr nnd Kette ab- l
nahm. Haben Sievnoch nie von den ;
Berliner ,Bauernfiingern« gehört ?« i
Der Baron fuhr-betroffen zurück. ?
»Oft genug schon. Aber wäre es denk- -
bar, daß—« i
»An solche sind Sie leider gernthen,« i
fuhr der-Beamte fort. »Jener angeb
iche Assessor war ein sogenannter I
,Schlepper,« dessen Auf nbe ed ist, auf .
geeignete Opfer zu fa nden und diese H
unter laufibleni Vorn-and in das Nest ;
der , absbur er« zu schleppen. Die »
drei würdigen erren waren seine guten
Freunde.« -
Fortsetzung folgt.)
» —- y.—»——-—
—- Die Chicaqoer Weliandfiellung
ist bis jetzt von rund 15 Millionen Pers »
sonen desu t worden, Man vers i
inmhet, daß iese Zahl bis kam Skhlnß
der Ansstellung noch bis an 20 Millio
nen steigen wird. ·
F Exiravagante Lebensweise
greift auf die Dauer die Leber an.
Das richtige Ding, nni dies zu ver
hüten, find Dr. Piercess Piemnt
Pollen-. Man nehme eines dieser
seinen Pillchen zur Regulirung
nnd gelinden Erweichung, — drei
für kräftiges Abführem Ei sind
die kleinsten Pilien, am leichtesten
zu nehmen; ihre Wirkung ist die
angenehmsie und natürlichsir. Sie
wirken auf die Dauer Gute-.
Max-fung, Verdauungsbeschwev
den, biliöse Ansälle, gastrifchei oder
hin-dies Kopfweh nnd alle Störungen der
Leber, des Magens nnd der Eingeweide
werden durch sie verhüten gelindert und
writt.
Es wird garantitt, daß sie in jedem
Falle Befriedigung gewähren, widrigensalls
das dasiir bezahlte Geld zurückerstattet wird.
Die schlimmsten Fälle von chkonjschem
catarrh und Schimper weichen vor Dr.
Sage-s Getan-h Kett-seh Die Eigenthü
mer desselben sind dessen so gewiß, daß fis
für einen nnheilbaren Fall 0500 Belohnung
esserirein -
XlItXWIJtsv
z 4XAslI-;1111
LEIIIPss
Lager-Bier
an Zapf
und in Flaschen.
Freie Ablieferung nach irgend
! einem Theile der Stadt
Telephon 258.
Ernst Bist-he
Agent.
Tages - Neuigkeiten.
J n l a n d.
— Die Staaten Alabama, Missis
sippi und Louisiana wurden am 2.
Oktober von einem furchtbaren Orkane
heimgesucht, Besonders heftig würhtete
derselbe invMobile Die Fluthen des
Golfes wurden weitin die Stadt hinein
getrieben, 15 Fuß über den normalen
Wasserstand. Ueber 50 Meilen Ge
leise der Louisoille F- Nashville Bahn
stehen unter Wasser und die große Ei
senbahnbrücke bei Biloxi ist fortge
schwemmtworden. Jn Mobile fährt
man in den Hauptstraßrn mit Kähnen,
um die durch das Steigen bedrohten
Waaren zu retten. Mehrere Lomer
boote»»und Schleppdampfer wurden
von denAnkern gerissen und auf den
Grund-getrieben Die Badehäuser an
der Wegfüste sind alle fortgespült wor
den. ie noch ausstehenden eingehen
deren Berichte werden vermuthltch ein
schrecklich-Z Nilh disk Not-müssan »se,
rollen.
— Auch im Staate Louisiana hat
der Orkan vom 2. October große Ver
heerungen angerichtet. Jn New Or
»leans wurden unzählige Häuser abge
deckt und zahlreiche Bäume entwurzelt.
Die Mississippi-Fährboote stellten den
Verkehr ein und auch der Straßenbahn
vertehr mußte der vielen zerrissenen
Drähte wegen unterbrochen werden.
Zwei Personen wurden getödtet und
zwei lebensgefährlich verlekt.
— Die kleine, etwa 2000 Einwoh
nern zälslende Stadt Pointe å ls Dache
iin Louiäana wurde durch den Orkan
am Montag fast völlig zerstört. Die
-katholische Kirche, das Courthaus, die
großen Geschäftshäuser und einige
zwanzig andere Gebäude sind total zer
stört worden und kein einziges Haus
ist ganz unbeschädigt geblieben. Einige
zwanzig Personen wurden durch stür
ende Trümmer getödtet. Aufs
schwerste geschädigt ist die Orangen
Ernte des Staates Louisiana. Jn
manchen Plantagen ist auch nicht eine
einzige der nahezu reisen Früchte am
Baume geblieben. Der Verlust an der
Orangen-Ernte wird auf etwa eine
halbe Million Dollars geschätzt.
—- Der BreckinridgeiPollardsProzeß
wird bestimmt noch während des Otto
ber-Termins zur Verhandlung ge
langen.
—- Jn Lake City, Süd - Carolina,
wurde der Neger George McFalden,
der eine weiße Frau zu vergewaltigen
versucht hatte, gelhncht, nachdem er ein
umfassendes Geständniß abgelegt hatte,
— Jn St. Louis wurde am 2 Okto
der die jährliche »Fair« eröffnet. Sehr
sähengwerth ist die landwirthschaftliche
dtheilung mit edlen Rassen - Pferden
und oereoeltem Vieh.
— Das gelbe Fieber hat sich von
Brunswick aus auch noch aus verschie
dene andere Städte des Staates Geor
gia ausgedehnt, besonders auf Gordiax,
Wareoboro und Fancv Blusf.
Musik-nd
—- Kaiser Wilhelm hat den Erst-er
zog Albrecht von Oesierreich, unter des
sen Oberleitung die Kaisermandver bei
Günö stattfinden, zum preußischen Ge
neralseldmarschall ernannt.
— Der Correspondent der Londoner
«Times« berichtet, die Conferenz im
Reichsschayamt über die Frage der Ta
bakfabrikatsteuer sei insofern bemerkens
werth gewesen, als im wesentlichen nur
eine Meinung geherrscht habe. Der
die Einführung der Tabatfabritatsteuer
bezweckende Gesetzentwurf werde wahr
scheinlich die Zustimmung des Bundes
ratys finden. Wie es heißt, verfügt
der Entwurf eine Steuer von 40 Pro
ent ad valorem von Cigarren und eine
olche von 100 Prozent von Cigaretten; I
die Reduktion der Zolle auf 45 Pro-;
sent, Abschaffung der Tabaksteuer und
die Anwendng der neuen Steuerbar
schriften auf die Fabrikate aus dem be- s
reits aus Lager befindlichen Tabak. I
— Von Berlin aus hat die Leitung
der nationalliberalen Partei ein Mani
fest an die preußischen Wähler erlassen, .
in welchem die katholische Partei we-I
gen ibrer nichtdeutschen Tendenzen und
ihrer Geschicklichkeit, sich abwechselnd
den Polen oder den Freisinnigen anzu
schließen, scharf mitgenommen wird.
— Der Leib-Arzt des Kaisers Wil
helm richtete ein Telegramm an den
Dr. Schweninger, worin er demselben
Vorwürfe machte, weil derselbe den
Kaiser nicht in prompter Weise von
der Krankheit des Fürsten Bismarck in
Kenntniß feste. Dies gefiel Dr.
Schweninger nicht, welcher erwiderte
daß et nach dem Gesetz verpflichtet sei,
den Zustand seines Patienten gehe-im
zu halten. Fürst Bismarck wird heute
nach Friedrichsruh abreisen.
— Fürst Bismarek hat seine tägli
chen Spazierfahrten wieder ausgenom
men uno steht ziemlich wohl aus. Er
wird in den nächsten Tagen Kissingen
sperlassem
» —- Eine furchtbare Feuersbrunst bat
das über 2000 Seelen zählende Dorf
Diesdorf in der preußischen Provinz
Sachsen zur Hälfte eingeäschert.
— Kaiser Franz Joseph von Oester
reich empfing in Jnnsbruck eine Depa
tation von Süd-Theatern welche ihn
um Einsetzung einer selbstständigen Re
gerung sür Wetsch - Tyrol ersuchten.
er Kaiser antwortete sehr freundlich,
doch wird seine Antwort als eine Ab
lehnung des Gesuches angesehen.
— Man schreibt ans Wien: Der
Jrrfinnige, der sich neulich bei der«An
kunst des Kaisers Franz Joseph im
Schloß Schöndrunn an der Einfahrt
zum Schloß ausstellte und absolut den
Kaiser sprechen wollte, von dem er,
wie er behauptete, dorthin bestellt sei,
sum dessen Befehle entgegenzunehmen,
ist, wie jetzt bekannt geworden, der in
Beigern a. d. Elbe ansitssige, in wei
ten Kreisen bekannte Schachspieler,
Dichter und Schriftsteller Johannes
zvon Minckwi , früher Redakteur der
; »Deuts·chen chachzeitung«, Chremnit
Iglied vieler Schachelubs und Gründer
des Mitteldeutschen Schachbundes, aus(
iwelchem der Deutsche Schacht-und her-i
has-guts.
' —- Die Versuche der Spanier, sich
tn Mnrotto festzusepem stoßen auf den
energischen Widerstand der Marotta
net-. Aus Tanger wird berichtet- daß
die Marokkaner in großer Ueberzahl
eine spanische Truppenabtheilung an
grissen, die damit beschäftigt war, ein
Fort in der Nähe von Mellilla zu er
richten. Der Kakus-f dauerte den gan
»zen Tag und schließlich sahen sich die
Spanier zum Rückzug genöthigt. Sie
verloren ö Todte und 33 Verwundete.
Der spanische Kriegsminister Maher
» hat sofort Verstärkungen nach Marokto
Ebeorderi. Die Nachricht von der spa
nischen Niederlage hat in Madrid große
Besttirznng hervorgerufen.
—- Trotz der Vermittlungsversuche
der ausländischen Diplotnaten dauern
H die Feindseligteiten vor Rio de Janeiro
:fort. Das Bombardement hat in Rio
de Janciro viel Schaden angerichtet
»und da die Zusuhr abgeschnitten ist,
herrschen große Nothstitnde in der
Stadt. ,
8100 Belohnung. 8100.
Die Leser der ,,Freien Presse« werden sich
sceuen,zu erf.-hren, daß es wenigstens eine
gefürchtete Kranthiit giebt, welche die Wissen
» schast in all ihren Stufen Zu heilen im Stande
ist ; Halks Katarrh:Kur itdie einzige jetzt der
ärztlichen Briiderschaft bekannte positive Kur.
Katarrh erfor·s·k!t als eine Konstitutions
Krankheit eine evnstitntienelle Behandlung.
HalW Katarrh K- r wird innerlich genommen
und wirkt direkt aui das Blut und die schlei
migen Oberflächen des Systems, dadurch die
Grundlage der Krankheit zerstörend und dem
Patienten Kraft gebend, indem sie die Konsti
tution des Körpers aufbant und der Natur in
ihrem Werke hilft. Die Eigenthümer haben
so viel Vertrauen zu ihren Heilkriiften. daß sie
eindundert Doil.krs Belohnung fiir jeden Fall
anbieten, den sie zu turiren verfehlt. Laßt
Euch eine Liste von Zeugnissen kommen Man
adresfne:
Fa J. C h en et; cis C o» Toledo, O.
II- Von Droguisten, 75 Cent-.
CO
A. C. Paris. J. N. Rothwell.
PÄRls ä IMMUWILL
photographisches Atelier,
No. 11 und 13 West-Commerce-Straße
San Antonio. Die allerneuesten Gen
res in Photographien fein ausgeführt,
ebenso elegant wenn nicht besser, wie
irgend welche im Staate. Lebensgrosze
CraootkPortraitB und alle Arten von
Vergrößerungen. Gebt eure Bilder
nicht Fremden, um sie oergrößern zu
lassen, wenn die Arbeit hier von ver
antwortlichen Künstlern zur vollen Zu
friedenheit ausgeführt werden kann.
Wir liefern nur ArbeitersterKlasse ab.
Ansichten von Gebäuden werden auf
genommen und alle Aufträge außerhalb
des Ateliers prompt besorgt.
« Herbst - Nov-ts- atcn
---I. war-Isra—
Neue Waaren in jedem Departemem
-O
Jeden Tag erhalten wir neue Waaren, die gewähltesten und besten der Saison. Wir ladrn alle
unsere Kunden ein, sich das großartige Lager der Novitären d e r g a n z e n W e lt anzusehen.
Kleidunfo
Die neuesten Fabrikate, F—rben, Muster-.
Volles Assortiment der Hopsacking Moden,
Loie Fallen Regenbogenfarben.
Besatz
in Sammt, Seide, Perlen, Plüsch, Bändan
Novitäten für Promenade- und Gesellschafts
Toilette. —
Putz-Waaren
Jm Putzwaaten - Departement werben wir
das brillanteste haben, wss je hiernezeigt
wurde
. Haushaltungs - Artikel.
Unser DraperieiDevettement ist sehr in
Anspruch genommen. Ungezählte Muster in
Spitzen und Chenille Vorhängen. Allerhand
Draperien werden entworfen nnd selbst aus
geführt. Man hat nur zu wählen. Portieren
von 83.60 aufwärts ; Spitzen - Vorhänge von
75 Cents ab. Tafel-Leinenzeug, Handtüchey
Daunen-Qnilts, Kissen ec. ic.
Neue Blankets.
Quilts und Comforters. Große Vorräthe
zu allen Preisen· Kunst, während Jhr ein
volles Assortiment findet. Jhr werdet mit
der Qualität und den Preisen zufrieden sein.
Neue Mäntel.
Hierin überbieten wir alles Dagewesenr.
! Mäntel, Jucken, Capes, von den billigsien zu
den theuersten. Neue Muster in Mänteln für
Damen und Kinder.
Glace - Handschuhe
Wir haben eine ganze Auswahl in it-, s-,
7- und sknöpfigen Musquetäre - Handschuhen
erhalten. Neue Farben. Preise von 75 Cents
aufwärts.
Nomtäten
in jedem Departement unseres Geschäfts, be
sonders auch in Taschentüchern
Damen-Tafllenu.Blonseu.
Großartige Bargains. Kein Wt
kann uns gleichkommen. Fsrihete Preise wetten
gar nicht berücksichtigt
Baute oder weiße III-Um zu 75 Cerchi und
85 Caris
auf 65 MS tW
Weiße sl und 81.25 Still-u zu AMI.
Schwatze Laton- Tailleu, W stsgäsö
und 81.50,
jetzt auf 81 reduzirtz
Weiße Lawn --Taillen In stwy WLI und
82.50; reduzirt auf 81.75.
Alle 83.00, 83.50 und s4.00 Probøsaillm
prachtvoll gestickt, in allen Farben,
zu 82.50-pw IM-. «
Temnkhu Teppkche. s
Hunderte neuer Muster in elegantes Tep
pächem Royal Willens- Moquettes, Leth
Brüsselet &c Das Publitum wird W
sein, unsere Auswahl zu sehen.
Alles neu! neu! net-!
Alle unsere Kunden und Besucher sind entzückt von der Uebersichtlichkeit unseres Waareniagers.
Es must
uns Vergnügen dasselbe zu zeigen und wir laden daher Jeden ein,
vorznsprechen, ob man kaufen will oder nicht.
Preise und Proben werden auserlaugen yerfandt. Brieflithe Bestelluugens :
12 g w o L Es so - , ;:
der Tonangeber der Mode und der Preise.
Unser täglimes Brod. ,
Wer das Brodbacken erfunden, weiß
man nicht, doch läßt sich nachweisen
daß schon die alten Aeghpter und As
syrer das Brod gekannt haben, wenn
auch das, was man damals Brod
nannte, uns Kindern einer anderen
Zeit nicht wie ein solches erscheint, be
stand aus Mehl, Oel und Gewürzen
und war eine beliebte, unentbehrliche
Beigabe aller täglichen Mahlzeiten.
Die alten Griechen find die eigentlichen
Erzeuger des Brodes, wie wir es heute
kennen und bereiten. Die Sage er
zählt, ein Sklave habe aus Vergesziich
teit den Rest eines angerührten Wei
zenmehiteigs in einem irdenen Gesaß
etliche Tage stehen lassen und dann,als
er ihn entfernen wollte und dabei über
rascht wurde, schnell-aus Furcht vor
Strafe-frisches Mehl dazu geschiittet.
Wie aber wurde ihm, als der ganze
Teig beim Vermischen geheimnißooll
sich hob und gährte, und als sein Herr
und dessen Gaste vor Staunen schier
außer sich geriethen über das lockere,
leaere Brod, das aus dem »verdorbe
nen« Teig hervorgegangen wart So
war das erste rechte Brod entdeckt und
ganz Athen war davon sobegeistert, daßl
bnlh eint-n- Nknhmmsbsr fis- das-e ni-.
derließen die Brodsorten sich vermehr
ten und das Brod zu Athen für das
beste in ganz Griechenland galt. Von
dort gelangte die Kunst zu den Rö
mern, welche bei Beginn der christlichen
Zeitrechnung schon ungefähr ein halbes
Dutzend Arten aufzuweisen hatten.
Von den Römern lernten die Germa
nen die Brodbereitung und mehr oder
minder mächtige Backbfen blieben lange
Zeit hindurch Wahrzeichen von Haus
und Gemeinde, bis dieselben in der
Neuzeit mit dem Wachsen der Gewer
bethütigkeit mehr und mehrvom Schau
blatze verschwanden, um dem fabrik
mäßigen Betriebe mit allen seinen Vor- j
theilen und Nachteilen die Herrschaft zu
überlassen. So besitzen wir denn ver
schiedene Roggenbrode, Weizenbrod,
Maismehlbrod, Reisbrod, Schrot- oder
Grahambrod, Commisbrod, westfltlis
schen Pumpernickel, Soda-, Milch- und
Cierbrod, schwarzes und weißes Brod,
feines Kümmelbrod und grobes Mau
rerbrod; dafür ist aber das schlichte
kräftige »Hausmannsbrod« immer sel
tener geworden.
» --0.-———---—
Sicher, wirksam, angenehm ovds
Billet-. H

, Wir bieten Euch die Hand-!
Jn Folge schlechter Zeiten ist das Geld knapp und das Geschäft
stau. Wir fühlen wie jeder andere diese bedauernswerthe Lage.
Schlechte oder gute Zeiten, verkauft umß wert-cui
Sonach haben wir uns entschlossen
Möbel auf smouauiche Abzqhiuugm
zu verkaufen.
Kommt daher zu uns, wir werden Euch ehrlich nnd coulemt behau- «
delm Unsere Jnstallment - Preise sind so niedrig wie die cash - Preise «
unserer Concurrenten.
Hagel- 83 Noth-,
113 Alamo - Plaza und 14 Lvspya - Straße.
Grund - Eigenthuwi
kmassenverwalters - Verkaufx
Ueber 81,000,000 Grund-Eigenthum in San Antomo muß ioson
verkauft werden; der ganze Besitz wird in Theilen und Gwndstüsen
angeboten, wie sie der Käufcr wünscht. Große. gnt eingerichtete Braue-ei
mit gutem Absatz von Bier; weit unter dem wirklichen Werthe.
Ausgedehntes Druckerei- nnd lithographifches Etablissement, welches
die beste Knndfchaft im Südwesten hat.
Gutgelegene Geschäftsbanfer und Grundstücke und Banpiäpe in
der Mitte und in den Anßentheilen der Stadt. Große Auswahl.
Aehnliche Osserten find nie vorher gemacht worden.
MÄCAN EOISION. Massenverwaltet
WM. REUTER’s M
W m. R e u t e r, Eigenthümer-. «
Manto Plaza ........ Ecke von CrockettsStraße ....... Sau M
Das eleganteste Lokal der Stadt. Führt nur die besten ·Weine, HIUM
Liquöre, importirte und einheimische Cigarrew Stets kellerfrisches Bier-, direkt vom Inf.
II- Mit dem Lotal ist ein fein eingerichtetes Damen IZMIIII MVW
Täglich Vormittags von 10-——12 Uhr ausgezeichneter w a tm er M.

xml | txt