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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, October 05, 1893, Image 1

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Die
Tugtiche Freie Presse für Tean «
erscheint
mit Zunahme des Sonntags ;
uub kostet
10.00 Mk dss Jahr stets 82«50
sikr s stumm
« .
--
»j. D i e
, ; Wöchentlithe Freie Mc für Ists
. erscheint
jeden You-erst
and kostet
82.50 sit us Jahr oder Ils
6 Monate us Instrumle
Jahrgang 29.
Sau Antoniu, Donnerstag den H "Okwber Mng «
Nummer 3455
Schicksalswcgc.
Roman von Knrt Hoffmcifier.
v . « — » (Fortsetznng).
Es scheint mir denn doch, Fräulein
Reitdergu bemerkte der Baron lä
elnd, »daß Sie Einsicht-ich meiner
seäfon in einem rrthum befangen
n .«
»Sind Sie nicht Herr von Quinna P«
srng die Dame.
»O neini mein Name ist von Stu
ren.«
»Herr Baron von Stureni« rief sie
lebhaft, und der befan ene Ernt ihrer
Wesens verwandelte ich in rendigik
Ueberraschung »O, dann find Sie dei.
err, welcher Herrn Nathansohn die-.
hrringe abkenfte.« Sie erröthete,
während sie dies sagte.
DESch idste sei-Zu nöcktes hder Bharoin
» nr rrn at an o n erfu r ich
auch Ihre nnd Jhres Bruders Lage,
welche es erklärlich macht, da Sie sich
jenes Familienandenkens ent ußerten.«
— »Ach, Herr Nathansohn hätte dies-»
nicht en jollen,« entgegnete sie, das
schöne uge zu Boden senkend.
»Er antwortete nur auf meine Fra
gen. Ich kam hierher ohne die Absicht,
mich in Ihr Vertrauen driin en zu wol
len, sondern nur, um mit Jgrem Bru
der zn sprechen nnd zu sehen, ob ich
etwas für ihn thun kann.
Aber jetzt, da ich hier bin, würde es
mich doch interessiren, zu erfahren, wer
jener von Quinna ist, für wel en
Sietn anfangs hielten. Ich ho e,
ise gehe durch diese nengierige Frage
n tht zu weit ?« --
, »Durchans nicht, Herr Baron,«« ant
wortete sie, abermals errätbend, »wenn
Sie wüßten, was Sie Alles gethan
haben, indem Sie die Ohrringe kauf
ten, würden Sie fühlen, daß Sie ein
Recht zu Ihrer Frage besitzen. Ich
kenne Herrn von Quinna nicht, aber ich
weiß, daß er und seine Kameraden die
Mitschuld an Edmunds leichtfertigem
Leben tragen. Von solchen chlimmcn
Eierleer mngeben, ist Edmnnd, leider
mu i es sagen-tiefer und tiefer ge
sunken. Jch bin durch ihn fast bettel
arm geworden nnd mit jenen Brillant
ohrringen habe ich ihm mein Letztes ge
opfert-« «
»Ich habe die Ohrringe bei mir,«
sagte der Baron, der theilnahmsvoll
ngehiirt hatte. »Sie können sich den
en, Fräulein Rettberg, daß es beim
Einkan derselben nicht mein Zweck war,
sie zu besitzen, sondern nur einigen Bei
stand zu leisten. Ich kann Ihnen nach
fiihlen, daß Sie sich nur mit Schmerz
von diesem Schmucke trennten, nnd
bitte Sie dazeh ihn wieder nriickzm
« nehmen« r zog das ein« esiegelte
Etui hervor und ot es dem fungeu
Mgsåen dar. f d
» « es trat ent chie en urück, doch
nicht ohne einen Blick des Hergniigens
»Nein, Herr Baron-« entgegnete fie,
»ich kann den Schmuck nicht zuriickneh
wen-am wenigsten von-von—«
»Dosten-ein Fremden, wollen Sie
sagen,« nahm ihr Wolfgang das Wort
von den schonean en. »Aber ich bin
überzeugt, daß diger Einwand weg
fallen wird, wenn
neu-«
»O, dann würde ich vielleicht anders
fühlen,« versetzte die Dame. »Ach!
man begegnet im Leben so selten einem
theilnehmenden Herzen i«
»Nun, so zeigen Sie, daß Sie ein
solches nicht von sich weisen, Fräulein
Rettberg, und nehmen Sie diesen
Schmnck wieder zurück. Ich kann
nichts damit anfangen nnd vermisse das
Geld nicht, welches ich dafür ausgegeben
habe. Was mich hierher führte, war
der Wem , Ihrem Bruder nützlich zu
werden. S iag eben dieser mein erster
Besuch seinen Zweck verfehlen oder nicht,
auf alleFiille itte ich Sie, mich wenig
tens als Ihren Freund zu betrachten,
äulein Rettberg.«
»Als solcher haben Sie in der That
zehandelh Herr Baron l« antwortete
ie mich näher ken
, während Thränen in den blauen
ngen glänzten.
»Nun seit-« Krisis-s- äselfsgvgi »Vi- .
t- --l--- p- - ..-«.
st- Ius III- uru neu Ost-Juv, Ists Cis
Inix ais Freund ansegem indem Sie
die eDhrringezurückne men. Ich weiß
ni ti damit anzufangen.«
ioch ehe er ausgesprochen atte,
näherten sichv draußen auf dem orris
dore Männerschrittr.
»Mein Bruder Edmund i« sagte das
unge Mädchen auflaufchend, und
olfgau benutzte den An enbiick, ihr
das ve egeite Etni in de Hand zu
»Viel-s A drick nis- sch
inn ten ugen e ' ete i
die Thiir nnd ein sehr stutzerhaft ge
kleideter Herr etwa in der Mitte der
Drei g, dem ein ginter Wir Folgender
den orantritt lie , trat .
«Sie wohnen verflucht hoch, Nett
ber ,« wandte er ich mit niifelnder
St ezu seinem intekmonn urück,
.«,der Teufel hole das Treppen teigen.
Bu ! b i«
ie emand, welcher die Wohnung
von Leuten betkitt, die einer unter card
Ieeten Gesellschafteschi te ange isten,
blieb er, den Hut auf em Kop e, eir
r Augenblicke in der o enen hitre
, nnd stiftete, o ne ch um die im
immer anwe enden er onen zu küm
mern. Endlich ttat ern .
»Gewiß-äh—hnhe ich as Vergnü
it Fräulein Rettberg—ith——der
Mrweines Indus-Lee- ?« wandte
er sich an das junge Mädchen, seinen
Tut abnehlnend und eine nachlasstge
ierbeugung machend. Er beachtetc
den Baron nicht, zumal sein Auge noch
von dem grell zum Fenster hereindrins
genden Sonnenstrahle geblendet war,
nachdem er von dem dunklen Korridore
hineingetreten
»Mein Name ist von Quinna,« fuhr
er in seinem näselnden Tone ge en
Fräulein Rettber gewendet fort. u
gleich setzte er ge nen Kneifer auf und
einchlantes ffcthl l« an enehåner Uekerz
ra un ent ü fteism, a im e
erst die Zlugen ii er die schöne Zitschetzk
nun des jungen Mädchens ausgingen
Dicke näherte sich dem Baron, «als
He sie bei ihm Schutz vor den zudring
lich bewundernden Blicken des gespreiz
ten Gecken. Ietzt erst würdigte dieser
den Baron größerer Aufmerksamkeit
Er maß den jungen, schönen, mit vor
nehmer Eleganz gekleideten Mann, von
Kopf bis zu den Füßen, und je länger
er ihn betrachtete, desto finsterer zog sich
seine Stirne zusammen.
»Hei Rettbergl Was soll das hei
ßen « rief er seinem Freunde zu, indem
er aus den Baron dentete.
Edniund war langsam eingetreten
atte err von Qurnna vorhin nur
eneErchöpfung assektirt, um u gei
gen, wie weni er an Besuche in o hoch
elegenen Wosnräunen gewöhnt ei, so
Pchien Rettberg von dem ihm län st ge
wohnten Ersteigen der vier Sto werte
wirklich angegri en zuseim Sein Ge
sicht war bleich, eine rust feuchte, er
legte die Hand daraus, als ühle er
Schmerz. Er hatte sich in wichen ein
wenig erholt. Als er ent, durch
Quinnas entrüstete Fta e anfmerk am
gemacht, den fremden esucher n her
betrachtete, wankte er pldtzlich einen
Schritt zurück. «
»Verdammtl« murmelte er hinter
den fest auseinander gebissenen Zith
nfn
Nicht minder gro ,wenu auch nz
anderer Art war Holsgangs lian
raschung, denn er erkannte in dem Bru
der des jungen chönen Mädchens den
vorgeblichen A essor von Maltete
Doch ließ er s aus arter Rücksi
sur dessen unglückliche chwester ni t
as Geringste merken.
» err Merg,« redete er diesen in
verb ndtichem Tone an, »ich kam iro
Zrn um mit Ihnen einige Worte der
hre Angelegvenheiten in sprechenz da
ich «edo fin e, daß S e anderweit in
An pru genommen sind, so will ich
eine gün tigere Gelegenheit wii len.«
»Und wer-äh—wer sind ie denn,
mein Herr?« mischte ich Herr von
Quinna ein, indem er sich vor Wolf
gan aufpflanzte.
»Ich wüßte nicht,« gab dieser ver
ächtlich zur Antwort, »wes alb ich
Ihre Frage beantworten so te; ich
kenne Sie nicht und füge auch dnrchans
sgnf Verlangen nach hrer Bekannt
a t.«
»Mein Name ist von Quinte-t
Herr,« rief der Andere.
»Ich habe kein Geschäft mit Herrn
von Quinna,« entgegenete der Baron,
»sondern mit Herrn ettberg.«
»Aber ich bin Herrn Rettbergs
Freund,« sagte Quinna giftig
»Es thut mir aufrichti le d, dies zu
hist-ein« erwiderte der aron ruhig,
»denn nach Allem, was ich sehe, scheint
diese Freundschaft durchaus nicht vor
theil aft fiir ihn zu sein.«
» erri« rief der Andere wüthend,
Jetzt bestehe ich darauf, daß Sie mir
Ihre Karte geben. I muß Satis
fa tion haben, Herr-a ——; ich muß
Satisfaktion haben!« »
Das junge Mädchen wollte sich,
fchreckensbleich im Gesicht, zwischen die
beiden Streitenden stellen.
»Scie:r»i Sie unbesorgt, mein liebes
Fräulein i« sprach ihr Wolfgang lächelnd
zu. »Mein Herr,« wandte er sich hier
auf an Quinna, »ich gebe nie meine
Karte an Leutc, welche ich nicht kenne
Wenn Sie der Mann sind, für den ich
Sie halte, so soll Ihnen solche Satis
faktion werden, wie eine Reitpeitfche sie
eben kann. Wenn Sie keine solche
erzon sind und dies zu meiner ufrie
den eit beweifen,-so will i mich ent
weder bei Ihnen entschuld gen oder
Ihnen anf jede Weise, die Ihnen be
liebt, Genngthuung geben« Und jetzt
M
si-- Fuss-n Sie fich ein
, Herz, wenn Sie eine iet
« dende Frau sind. Für vie
chronischen Schwächezuftände,
peinlichen Störungen und dis
creten Leiden, welche das Loos
der Frauen find, gibt es ein
Lositwes Mittel, und das ist
r. Pierees kamt-its kn·
sorlption Wenn Sie da elbe
ewiffenl)aftgebraicchen, ann
kede Ehr-un und Unrer
mäßigkeit an? die Dauer -
riråwieädem ch F
e eine ri tige ranens
arznei, die der rten Car- i
tution des-« ichs-neun es -
chlechte sorgfältig angepaßt
ft. Sie kräftigt und baut das
anze System anf, re ulirt and fördert alle
setrichtan en des rgamdmui nnd stellt
Kraft und efandheit wieder her.
»New-kit- Preise-ei tion" ist die einige
Urznei für Frauenlei en, für welche da
cantie geleistet wird. Wo es nicht hilft
oder heilt, wird das Geld zurückgegeben
Womit macht man am besten einen Ver
nch, wenn man Katarrh hat, — mit einer
edizim die Anderen geholfen haben mas,
oder mit einer, die unter sinan ller Ga
rantie Dich zu knriren verspricht Die Et
enthiimer von Dr. Satzes cui-ni- Roms-i
ßnd bereit, Deinen Katarrh v ollkomnten
and für immer zu inriren oder Dir, fass
fee dies nicht können, 0500 baar zu zahle-.
EÆA
X X DRQWNT
Latini-Häk
Lager - Bier
an Zapf
und in Flaschen.
Freie Ablieferung nach irgend
einem Theile der Stadt.
Telephon 258.
Ernst Hist-he
Agent.
f
wen-Sie nur aus dem Wege, Herr-l
fonst könnte ich mich hinreier lassen,
Sie Zur Thüre hinauszuwer en.««
N it großer Beweglichkeit machte
Herrn von Quinnas etwas kümmerlich
gerathene Person dem Baron Platz,s
dessen Körpersormen, bei aller Eleganz,
dennoch etwas Nerviges verriethen.
»Herr Rettberg,« richtete Wolfgang
das Wort an diesen, »ich wünsche einige
Worte mit Jhnen zu reden, und wenn
es Ihnen genehm ist, mich heute Abend
äu be uchen, so werde ich mich reuen.
Mein Name ist von Sturen,« s« te er
hinzu und nannte dann auch sein Hotel
Er wußte sehr geschickt den unbe ange
nen Ton zu treffen, als stellesjresich dem
jungen Wicihstlinge lErim ersten ale vor-,
und viellei tglau te Nettberg auch in
der That, der Baron habe in ihm den
Assessor von Malten nicht wieder er
kannt. Jedenfalls hatte er sein siche
res Wesen wieder gewonnen, nnd wenn
noch ein Rest von Verlegenheit zurück
geblieben war, so verbarg sich derselbe
unter einem frechen Lächeln, welches sich
durch zwei lau e Falten unter dem Ohr
ausdrückte un zugleich etwas Hämis
sches hatte.
»Fränlein Rettberg,« verabs iedete
sich der Baron von der jungen ame,
ich werde mir ein anderes Mal die
Freiheit nehmen, Ihnen meine Auf
wartung zu machen.«
Herr von Quinna hatte während der
ganzen Zeit mit einem dummen verlege
nen Lächeln dagestandeir.
Fortsetzung folgt.)
—.-. . — -—.-.—
Jiir das reisenbe Publikum
für Auswanderer, Geschäftsleute, Tonristen, Seeleutc
nnd Bergleute dürste es, lni Interesse der Erhaltung
der Gesundheit unter für dieselbe ungünstigen Bedin- !
gungen, vortheilhast sein« die häufig veröffentlichten i
Zeugnisse derartiger Personen über die schüscnden und
heilenden Eigenschaften oon Hostetteris Magenbttters
sü lesen, eines sehr werthvollen Deilnttttels für Dieje
nigen, welche das Meer befahren, dem Fieb:r oder
Witterungseinflüssen tnc Freien ausgeseyt sind. Mit
derselben Sicherheit, ratt welcher Dr. Koch-S berühmte
Lymbhr die organischen Mikroben vernichtet, rstött
das Bitters die gesundheåtsfchädlichen Ieisne in er von
Fieber verpesteten Luft nnd in Brackwassert Dasselbe
ver indert nnd entsrernt durch geringe und ungewohnte
Ga rnns verursachte Störungen, nnd stärkt die et
schlassten Nerven, oroie das ange ri ene Gehirn« Un
ter den Leiden, we che tas Bitters e li, sind zu nennen
Nheaniatismus, Nieren· und Leberleiden, Krämpsh
cvlik nnd Dvspepsie.
Korrespondenz — B b r n e den 2.
Oktober 1893. Leie ich da in de: Num
mer der Freien Presse vom 21. Sept.
einen Auszug aus der Galveston News
überschrieben ,,Zur Pfirsii3- Kultur-«
und da bis dato keine rwiderung
darauf erschienen ist, will ich versuchen
in Folgendem meine bescheidenen An
sichten darüber darzulegen. Was das
Rezept des besagten Herrn Haltum,
den Pfirfichbaum am zu frühen Blü
thentreiben zu verhindern, anbetrifft,
so mag dasselbe in der Theorie ja wohl
ganz plausibel erscheinen, auch wohl
mit einem oder einigen Bäumen in
der Praxis ausführbar, und der End
zweck, eine Zurückhaltung des Wachs
thums bis die Gefahr der Spütfröste
vorüber ist, zu erreichen sein. Ganz
anders möchten sich jedoch die Verhält
nisse gestalten, wenn man das empfoh
lene Verfahren auf die Psirsich-Kultur
im größeren Maßstabe anwenden wollte,
and mochte ich wohl wissen, ob sich Herr
D. eigentlich klar darüber ist mit wel
Iien Kosten kein Anfmmdmm hkm sit-—
beit— es verbunden sein würde, z. B.
sagen wir nur einen Acker mit 110——
120 Pfirsichbitumen bepflanzt nach sei
eer Anweisung: erst ein leichtes Stroh
quer und last but- not least 6 Zoll
Erde darüber-, herzurichten. Jedoch
Das non plus ultra von höherem Blöd
inri leistet sich der Verfasser am Schluß
eines Artikels, indem er ganz unver
Iroren behauptet: »Falls der Versuch
1elingt, so ist es sicher, ·daß der Geld
sewinn, welchen der Psirsichzüchter er
«ielen wird, 100 ja 500 mal größer
ein wird, wie der, auf welchen der
Baumwollpflanzer jetzt im besten Falle
rechnen kann.« Null Möchtcich vorn
veg erklären, daß ich durchaus kein
Enthusiast des Baumwollbaues am
sllerwenigsten des ausschließlichen bin,
doch mochte es hier am Platze sein, da
vekanntlich Zahlen beweisen, um eine
Barallele zu ziehen zwischen herrn
Ess. Pfirsichkultur und dem Ertrag
cuf »welche-J der Baumwollpflanzer
etzt im bestui Falle rechnen kann.« »
Ech babe während meiner 14jlthrigen .
bittigkeit als Farmer schon wieder- .
solt im.,,besten Falle« einen Ballen «
Baumwolle per Acker erzielt, ja habe
sogar schon einen Nachbar von mir
lz Ballen per Acker ernten sehen. Den
Ballen zu 500 Pfund angenommen
und als Preis die wohl kaum zu hoch
angeschlagene Summe von 6 Cents per
Pfund macht nach Adam Riese 830
Brutto-Einnahme per Acker. Da nun
der Ertrag der PsirsichsKultur das 500
fache ergeben soll, so wäre das, eben
falls nach Adam Riese: 500 tnal 30=
815,000 Bruttoertrag per Acker. Doch
wohl ein bischen starker Tabak.
Jch habe diese Erwiderung geschrie
ben, um meinen Berufsgenossen zu
zeigen, wie vorsichtig man Zeitums
berichte aufnehmen sollte, zumal viele
Zeitungen-—die »Freie Presse« leider
auch nicht ausgenommen — in ihrem
blinden Eifer, unseren Staat zu ,,buh
men«, zuweilen Geschreibsel veröffent
lichen, das von Rechtswegen in den
Papierkorb gehört.
Wie viele sind nicht auch mit der viel
gepriesenen Sea Island - Baumwolle»
reingefallen, und thut es mir leid, daß»
lich nicht schon letztes Jahr durch die
Spalten der «Frrien Presse« dafür ge
warnt habe, da ich dieselbe Erfahrung
schon letztes Jahr gemacht habe, nur
mit dem Unterschiede, daß ich nicht einen
so großen Reinfall erlebt habe, mit
mehreren Bushel Samen, wie neulich
Jemand in der »Freien Presse« besich
tete, sondern durch einen Versuch mit
2 Pfund Samen genau dasselbe Re
sultat erzielt habe, das ich zu der Er
kenntniß gelangt bin, daß-die South
pvn SakriJIhsnmmpJLs «;-« «.-f...- :t·4
--.- V-7- I-»»»-»»-·- su- Vusuuus II«
Der alte Spruch: ,,Priifet Alles und
das Beste behaltet«, sollte nanientlsch
von uns Farmern mehr beherzigt wer
den, als es in der Regel geschieht, d. h.
mit anderen Worten: wir sollten mehr
experimentiren, jedoch in nicht zu gro
ßem Maßstabe, damit im Fall eines
Fehlschlages der Verlust kein zu großer
ist. Hauptsitchlich würde ich rathen
mit dem Obstbau mehr Versuche anzu
stellen; namentlich wiirde Frtihobst,
wie ich jetzt aus mehrjähriger Erfah
rung annehmen darf, recht gute Resul
tate ergeben, und kann ich da die schon
häufig aufgestellte Behauptung beträf
1tsigem daß wir viele Obstsorten
edeutend früher auf den Markt
liefern können als Californien. So
hatte ich z. B. dieses Frühjahr schon
Ende Mai reife marktfahige Aepfel in
meinem Garten von der Red Astrachan,
Tetofsth und eine Woche später Early
Harvest-Sorte wo in San Antonio
noch kein californischer Apfel im Markt
war und hätte ich mit mehreren Frucht
hitndlern Lieferungskontrakte zu guten
Preisen abschließen können, wenn ich
genug davon gehabt hätte. Ebenso
reist der Salway-Psirsich, nebenbei be
merkt ein Prachtpfirsich, der in keinem
Garten fehlen sollte, hier4—5 Wochen
früher als in Californien und waren
meine Bäume von der Sorte schon
längst leer als die ersten californischen
im hiesigen Markte eintrasen. Jedoch «
möchte ich auch hier rathen, erst im
Kleinen zu beginnen, um zu erfahren,
fiir welche Obstsorten die Bodenart
und Localität am besten geeignet ist,
wie die Marktverhitltnissesind ec. Hier- «
aus zurückzukommen behalte ich mirfiir
später vor.
GHA Schaffexiberg.
,....« -. Osw «-». «
Immer vor-m !
Seit feiner ersten Einführung hat das Elertrie Bitters
schnell und dauernd die Gunst des Publikums errungen,
bis es jetzt allen derartigen beilmitteln voran mat
ichirii Dies Mittel enthält Nichts, was es ais Getrank
wer Bekaufchuagsmittelgeei ncterssbeinen ließe, und
Es wird als vie beste und reinste Mediriu für alle Leiden
Des Ma ens, der Leber und der Nieren angesehen Es
Heil: Miste-m Unverdaulichteih Verstorqu unb
treibt die Malaria aus dem System. Befried gende
Wirkung wird mit jeder Fiasche gatantm oder das Ger
vird zurückerftatien Preis nur 50 Eents per Flasche.
Zu haben beider Sau Antoni-) Drug Company.
NO
Tages - Neuigkeiten.
Jnland.
— Von nächster Woche an wird der
Senat auch Nacht-Sitzungen abhalten.
Man will eben probiren, wer es länger
Iushält, die Majorität oder die Mino
:itijt.
— Die in St. Louis tagende Ju
:ernationale BimetallistewConvention
rahm eine Plaiform an, in welcher sie
ich für bedingungslose Silberfreiprä
jung und für die Einberufung einer
niernationalen Münzconferenz aus
"pricht. Von einer weiteren Ausgabe
Don Bonds will man nichts wissen.
— Auf die Anfkage des Repräsen
Herbst Wams
--I. wol-Psaqu
Neue Waaren in jedem Departemem..
Jeden Tag erhalten wir neue Waaren, die gewähltesten und besten der Saifom Wir laden alle
unsere Kunden ein, sich das großartigc Lager der Novitäten d e r g a n z c n W e lt anzusehen.
r
Kleiderstoffc.
Die neuesten Fabrikate, F.-:rben, Muster
Volkes Assortiment der Hopsacking Moden«
Loie Fuller, Regenbogenfarben.
. Befest
in Sammt, Seide, Perlen, Plüsch, Bändetn
Novitäten für Promenade- und Gesellschafts
Toilette. —
Putz-Waaren.
Jm Putzwaarens Departement werden wir
das brillanteste haben, wes je hier gezeigt
wurde.
Haushaltungs - Artikel.
Unser Draperie-Depattement ist sehr in
Anspruch genommen. Ungezählte Muster in
Spitzen und Chenille Vorhängen. Allerhand
Draperien werden entworfen und selbst aus
geführt. Man hat nur zu wählen. Portieren
von 83.50 aufwärts ; Spitzen - Vorhänge von
75 Cents ab. Tafel-Leinenzeug, Hanbtücher,
Daunen-Quilts, Kissen ec. te.
Neue Blankcts.
Quilts und Comforters. Große Vorräthe
zu allen Preisen· Kunst, während Jhr ein
volles Assottiment findet. Ihr werdet mit
der Qualität und den Preisen zufrieden sein«
Neue Mäntel.
Hierin überbieten wir alles Dagewesene.
Mäntel, Jucken, Capes, von den billigsten zu
den theuetsten. Neue Muster in Mänteln sür
Damen unt-Kinder. «
Glacc - Handschuhe
Wir haben eine ganze Auswahl in st-, 5-,
7- und sknöpfigen Mugquetäre -Handschuhen
erhalten. Neue Farben. Preise von 75 Cents
aufwärts.
Nomtäten
in jedem Departement unseres Geschäfts, be
sonders auch in Taschentüchern.
« Damen-Tailleuu.Blons-u.
Großattige Batgains. Kein spukt-Mut
kann uns gleichkommen. Frühete Preise werben
gar nicht berücksichtigt
Bunte oder weiße END-I Fu 75 Teuts mib
85 Cents,
auf 65 Ceuts reduzirä
Weiße 81 und 81.26 Taillen zu 85 Eint-.
Schwarze Lawn - Tailleu, früher zu ilsö
und 81.50,
jetzt auf 81 todt-zitt.
Weiße Lawn - Taillen zu fis-O, 8225 nnd
52.50; reduzirt auf 81.75.
Alle 83.00, saso und 84.00 Probe-keiften
prachtvoll gestickt, in allen JatM
zu 82.50 pro Stück.
Tepptchu Tepptchc!
Hunderte neuer Muster in elegantes Tep
pichen, Royal Willens, Not-nettes, Lobi-,
Brüsseler 2c. Das Publitum wird Wut
sein, unsere Auswahl zu sehen
Alles nen! net-! nett
Alle unsere Kunden und Besucher sind entzückt von der Uebersichtlichkeit unseres Waarenlagers. Es macht
uns Vergnügen, dasselbe zu zeigen und wir laden daher Jeden ein, vorzusprechen, ob man kaufen will oder nicht.
Preis e nnd Proben werden auserlangen versandt. Briefliche Bestellungcu W
Lsx WOLFSON,
der Tonangcber der Mode und der Preise.
tantenhauses an den Schapamtssetw
tär Carlisle, warum er während der
Monate Juli und August nicht die in
der ShertnansBill vorgeschriebenen mo
natlichen Silberanküufe von 4z Mil
lionen Unzen abgeschlossen habe, hat
derselbe jetzt erwidert, daß die Silber
Producenten so hohe Preise verlangt
hatten, daß er nicht Willens gewesen
sei, sie zu bezahlen. Die Bandes-Re
gierung sei als größter Silberkitufer der
Welt in der Lage, durch ihre Haltung
auf den Silber-Preis deftimmend ein-T
Inmitten. ?
— Jm Repräsentantenhause sprachj
der farbige Repräsentant Murray von;
Süd - Carolina sehr eindringlich gegen :
die Tucker - Bill. Er bezeichnete die
itidsichen Demokraten, welche die Far
bigen mit Gewalt an der Abstimmung
Ierhindern, für schlimmere Feinde des
Landes, als eine feindliche Armee.
—- Bei Midvale, Montana, kam es
iu einem Kampfe zwischen Bundesmar
·challs-Gehülfen und den Bahnritubern,
Iie den Zug der Northern Pacific Bahn
sei Livingston Ende August beraubt
Iatten und deren Spur man bis Mid
)ale verfolgt hatte. Es gelang den
L Räubern jedoch zu entkommen.
a «
auvlulllk
— Viel Aussehen erregt in Deutsch
and eine soeben erschienene Flugschrist
ider die »Braunschweigische Frage-X
Es heißt darin, daß der jetzige inferi
nistische Zustand der Regentschaft im
Derzogthum Braunschweig nicht länger
indaucrn könne. Entweder müßte
ier Herzog von Cumberland zur
Thronfolge zugelassen werden, resp.
)essen bald Majorenner Sohn, oder
sag Herzogthum müsse zu einem Reichs
ande wie Elsaß-Lothringen gemacht
verdeu.
—- Die Militiir-Attach63 der Drei
sundsmächie sollen seit einiger Zeit in
Frankreich so zurücksekzend behandelt
vorden sein, daß die Regierungen von
Deutschland, Oestetreich und Jtalien
rnstlich beabsichtigen, ihre Attaches
son Paris abzurufen, wodurch natür
ich Frankreich gezwungen würde, das
Bleiche mit seinen militärischen At
aches zu thunz
— Herr Miauel stößt mit seinen
Zieuerprojetten auf wenig Gegenliebe.
öegen die geplante Weinstenek richten
ie Winzer Proteste an den Reichs
:nzler. Auch die Tabakfabrikats
Steuer sindet wenig Anklang.
, Wir bieten Euch die Hand!
Jn Folge schlechter Zeiten ist das Geld knapp und das Geschäft
stau. Wir fühlen wie jeder andere diese bedauern-wende Lage.
Schlechte oder gute Zeiten, - verkauft muß wetten!
Sonach haben wir uns entschlossen
Mittel aus mouattikhe Abzahlung-et
zu verkaufen.
Kommt daher zu uns, wir werden Euch ehrlich nnd eoulant behan
deln. Unsere Jnstallmcnt - Preise sind so niedrig wie die Tash - Preise
unserer Concurrenten.
Engels 83 Moths,
113 Alamo - Plaza und 14 Losoya - Straße.
Grund - Eigenthum.
TMassenverwalterS - Verkauf-UT
Ueber 81,000,000 Grund-Eigenthum in Sau Antomp muß iosott
verkauft werden; der ganze Besitz wird in Theilen und Grund-stricken
angeboten, wie sie der Käufcr wünscht. Große, gut eingerichtete Brauerei
mit gutem Absatz von Bier; weit unter dem wirklichen Werthe.
Ausgedehntes Drucketei- und lithographisehes Etablissement, weiches
die beste Kundschaft im Südwesten hat.
Gutgelegene Geschäftshäuser und Grundstücke und Baupliipe in
der Mitte und in den Außentheilen der Stadt. Große Auswahl.
Aehnliche Osserten sind nie vorher gemacht worden.
KEÄCAN EOVSION. Massenvetwaltet
WILL REUTER’s M
W m. R e u t e r, Eigenthümer.
Alamo Plaza ........ Ecke von CrockettsStmße ....... Seu- Antoni
N ·
Das elegantcste Lokal der Stadt. Führt nur die besten Weine, Wes
Siquöre, itnportirte und einheimiiche Cigarretr. Stets kellerfrischeö Brei-, direkt tm
w- Mit dem Lokal ist ein sein eingerichtet-o Damen-stumm verbund
Tiiglich Vormittags von 10;12 Uhr uusgezeiehneter to o tm e r M.

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