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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, October 05, 1893, Image 2

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Hamburger Troper
« —SISM——
Blutkrankheiteu,
Unverdaulichkeit,
Magenleidety
»Le- b erleiden,
Kopfweh, Uebelkeit,
Mepsie, Schwindel,
Verdauungsbefthwerdcw
Hishi-« und Riercnbcichwerduh
Biliöie Auiällr.
Ebenso gegen die J
Leika des weiblichen Geschlecht-. !
Unstreitig das beste Mittel. Preis, 50
Tents oder füanlaschen s2.00; in aller
Avotbeken zu haben. Für 85.00 werden
Zwölf Flaschcu kostenfrei verfandt.
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Ittaxo Texas -Ebenso sgentea für
VII-tret- nnd sehnt-Mitten
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Deutsch-s hete- ekster Klasse.
Joseph Wehtle G Sohn, Eig’thr.
ccke 4. svenue und 18. Straße, nahe dem
quuare, New York
fkcuroviiischer Plan-s
tm E. F. gwashi-,
Praktischer Arzt.
s. Drei Z, W. D’Albini’s u. Stein s
MSM Antoniu.
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Freie Presse fiir Texas(
Ofsiee: 214 Ost-Commcrcestrasze.
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Robert Hanschke ...... Herausgeber.
Donnerstag den 5. Oktober 1893.
guten-d at the Post- Ofäca ad S- in Antonim
« Texas, us seoomi class matten-.
Die einzige täglich erschei
n e n d e deutsche Zeitung in Texas.
Zie »Ist-etc Presse siir Texas« hat
von allen deutsch - texanischcn Zeitun
gen die größte Abonnentenzahb
Reformbestrebnngen des deutschen
Liberalismns.
Jn der dem deutsch-französischen
Kriege unmittelbar folgenden Zeit be
fand sich der deutsche Liberalismus auf
dein Gipfel seiner Macht und seines
politischen Einflusses.
Jm Jahre 1874 saßen im deutschen
Reichstage 155 Nationalliberale — die
damals aber auch wirklich noch liberal ;
waren-und 50 Fortschritttler. Und;
das preußische Abgeordnetenhaus zählte
zu ebendetselben Zeit eine liberale
Mehrheit von 250 Stimmen!
Als damals einer der 9 socialisti
schen Reichstagsabgeordneten von dem
»im Todeskampfe liegenden Liberalis
mus« sprach, da erregte das »stiirmi
sche Heiterkeit und der Mann wurde
einfach für übergeschnappt erklärt.
Und wie ist die Sachlage heute? An
Stelle der 205 Liberalen sitzen jetzt
nur noch 87 im Reichstage, die Zahl
der Socialbeinokraten dagegen ist von
9 auf 45 angewachsen.
Das ist allerdings ein ganz bedenk
licher Umschwung und wenn heute Je
mand im Reichstage vom »Todes
kampse des Liberalismus« spräche,
dann würde sich keine »stiirmische Hei
terkeit« mehr bemerkbar machen, son
der-n höchstens noch ein »Zischen
linkss
Aber es hat fast 20 Jahre gedauert,
bis die Liberalen selbst zu der Ueber
zeugung gekommen sind,daß »der Libe
ralismus entthront ist und daß andere
Töne die Luft durchziehen und andere
Jdeen die Köpfe erfüllen, als die, wel
che vom Liberalismns ausgingen.«
Es hat scheinbar erst der furchtbaren
liberalen Wahlniederlage vom verflos
senen Juni bedurft, um den deutschen
Liberalen diese Thatsache klar zu ma
chen. Angesichts der bevorstehenden
Landtagswahlen in Preußen möchten
sich die Liberalen aber zu einer That
aufraffen, durch welche-sie ihrer Partei
die verloren gegangene Zugkraftwieder
verschaffen und ihr den früheren politi
schen Einfluß zurückerobern könnten.
Von dieser Absicht geht wenigstens
der Verfasser einer Artikel-Serie im’
liberalen »Berliner Tageblatt« aus«
der unter dem Titel »Ein liberales Re-;
form-Programm« auf die Nothwendig
keit einer zeitgemäßen Versüngung des
Liberalismus hinweist. Dieser Hin
weis schließt natürlich ganz von selbst
das Eingestltndniß ein, daß der Libe
ralismus hinter der Zeit zurückgeblie
ben ist, also seiner Bezeichnung als
»Fortschrittspartei« wenig Ehre ge
macht hat.
Der »freisinnige Parlamentarier«,
welcher die Artikel-Reihe im »Berliner
Tageblatt« verfaßt hat und der-wenn
wir uns nicht sehr irren, kein Anderer
ist, als der Abgeordnete Dr. Alexander
Meyer, meint, an Stelle der politi
schen Sorgen seien heute die mitth
schaftlichen getreten und der Eigennuh
der einzelnen Klassen habe die Primi
pien der bisherigen politischen Parteien
in den Hintergrund gedrängt. Der
Liberalismus aber sei deshalb etwas
ins Hinter-treffen gerathen, weil er
»nicht das Interesse einer einzelnen
Klasse, sondern das aller Klassen, also
das-Gemeinwohl vertreten habe.« Das
klingt nun allerdings ganz wunder
schön, aber es ist nicht ganz im Ein
klang mit dem wirklichen Sachver
halt. Das giebt der »Parlamenta
rier« an anderer Stelle selbst zu, indem
er sein Bedauern darüber ausspricht,
daß »sich die liberale Partei so lange
der Erkenntnis darüber verschlossen
habe, daß unsere Zeit unter dem Zei
chen der Socialreform steht und daß
Er Pro amnr auf die besonderen
dürfn e und Wünsche der Arbeiter
Klasse nicht die geringste Rücksicht ge
nommen habe-« Damit legt er ja
selbst den Finger auf den wunden
Punkt uud deckt die Unterlassungsstinde
seiner Partei auf, die sich jetzt so schwer
gerächt hat.
CI- IIOIO Hohn-R LI- Ins-onus «-«l’- t«:
w- 7-- tvqu sss vvnosvsssv Ost-W Chl
nesioegs ausgegeben, daß der LiberaJ
lismus in Deutschland den verlorene]
Boden wieder zurückerobern werde
wenn er nur ernstlich und einmüthigi
bestrebt sei, sich den neuen Aufgabe-m
einer neuen Zeit einsichtsvoll anzu
passen.
Der »Parlamentarier« entwirft denn
auch in großen Umrissen solch ein den
modernen Anschauungen angepaßtes
Parteiprogramm, das unserer Ansicht
nach allerdings ganz bedeutend besser
ist, als die bisherigen Parteiprogramm
der verschiedenen liberalen Gruppen,
vor dessen einzelnen-zum Theil ziem
lich meitgehenden Forderungen aber
besonders die Rechts-Nationalliberalen
wohl vermuthlich einen solchen Schrecken
bekommen würden, daß sie vor Angst
auch noch den Namen »liberal« abstreis
sen und ganz ins conservative Lager
abschivenken würden, nach dem sie ja
so nne so schon lange hinübergeblinzelt
haben. Jedenfalls milrde solch ein
Programm den Vortheil einer allge
meinen Klarung und der Sammlung
aller noch n« rk lich Liberalen haben.
Es ist nicht uninteressant, im Einzel
nen auf verschiedene der Forderungen
des vom »Parlamentarier« ausgestell
ten liberalen Reformprogramm - Ent
wurfs hinzuweisen.
Jn staatsrechtlicher hinsicht
werben verantwortliche Reichs-Mini
sterien verlangt, sowie ein Vereinsge
sey ohne Polizei-Ansicht Besonders
für Preußen wird die Reform des Her
renhauses und eine zeitgemüße Demo
kratisirung des zu einem Zerrbild ge
W
wordenen Dreiclassen-Wahlshstems für
die Landtags-mahlen gefordert.
Jn Bezug auf das Verwal
tu n g s r e cht wird eine weitere Aus
dehnung der Selbstverwaltung auch
auf die Land - Bezirke für nöthig er
klärt. Die Städte-Ordnung bedürfe
einer gründlichen Abänderung und be
sonders habe die Bestätigung der Stadt
räthe durch die Regierung fortzufallen.
Das höhere Beamtenthum müsse aber
seine Fühlung mit dem Volksleben
dadurch wiedergewinnen, daß es nicht
eine Domäneder ,,oberen schmausend-·
bleibe und daß Talent und nicht Ge
burt und Rang bei der Ausstellung
und Beförderung entscheide.
Jn völkerrechtlicher Hin
sicht wird die Einsetzung eines ständi
gen internationalen Schiedsgerichtsho
fes verlangt, der wenigstens in solchen
Fällen alle Differenzen schlichten solle,
bei denen die Ehre und Unabhängig
keit der Nationen nicht in Frage steht.
Jn Bezug auf das Militärwesen
wird betont, daß die Wehrkraft des
Reiches zwar stets im vollsten Unifange
aufrecht zu halten sei, und zwar unter
voller Durchführung der allgemeinen
Wehrpflicht· Mit Hülfe besserer kör
perlicher Ausbildung der Jugend und
der Erziehung zur Wehrhaftigkeit solle
die Dienstzeit möglichst abgekürzt und
das Einjährigen - Privileg möglichst
ausgedehnt werden.
Was Kirche und Schule an
langt, so soll die völlige Trennung von
Kirchen undStaat durchgeführt wer
den. Die Schule soll unter der Auf
sicht des Staates stehen und mit der
Kirche gar Nichts zu thun haben.
Jn Bezug auf die Landwirth
s chaft wird die Theilung des riesi
gen Grsßgrundbesitzes (besonders in
den östlichen Provinzen Preußens)
und Ersetzung durch Bauerngüter be
fürwortet. Der ,,ländliche Mittel
stand« soll gewissermaßen durch »in
nere Colonisation« gemehrt und gefe
stigt werden.
Das K n n F tm os- I fass unt-»- Osak
rechterhaltung der Gewerbefreiheit ge
fördert werden und durch freie Ver
bände aller Art, wie Credit-, Produk
tions- und Absahgenossenschaftem
Was die Stellung des Arbeit
gebers zum Arbeitnehmer
anbetrifft, so sollen Sonne und Wind
dadurch möglichst gleich vertheilt wer
den, daß das Coalitionsrecht absolut
sicher gestellt wird. Wo aber die ei
gene Kraft der Arbeiterverbände nicht
ausreicht, soll die Staatsgewalt zur
Mithiilfe herangezogen werden. Eine
thunliche Herabsetzung der Arbeitszeit
solle ernstlich ins Auge gefaßt
werden.
Jm Hinblick auf die Thatsache, daß
Deutschland schon jetzt ein Industrie
Staat ist, der ein großes Absatzgebiet
für seinen Produktionsüberschuß nö
thig hat, wird möglichst große Han
delsfreiheit verlangt, sowie zur
Erleichterung des Verkehrs im Inne
ren eine möglichst große Herabsetzung
der Frucht-Raum
Was, zum Schluß, die Finanz
und Steuer - Frage anlangt,
so wird zur Beschaffung eventueller
Fehlbeträge eine Börsensteuer in An
regung gebracht,. ferner eine Erb
schaftssteuer, sowie Luxus - Steuer der
verschiedensten Art.
Soweit der Programm-Entwurf des
,,Parlamentaricrs« im »Berliner Ta
gebiatt«.
Dasselbe enthält eine ganze Reihe
vortrefflicher Reformvorschläge, so daß
es in der Thearie ganz danach ange
than erscheint, den Liberalen das ver
lorene Terrain zuruckzuerobern.
Ob aber auch in der Praxis? Kom
men die Liberalen nicht um ein paar
Postiage zu spät und haben sie sich
nicht bereits von den Socialisten den
Wind aus den Segeln nehmen lassen?
Sind Sie nervös?
oder ganz erschöpft, oder leiden Sie
an Erschlasfung, oder nervösen Kopf
schmerzeu? Von allen diesen Uebeln
können Sie sich durch den Gebrauch
von Hoods Sarsaparilla befreien;
Dieses Mittel verleiht dem Körper so
wie dem Nervensystem Kraft.
Hoods Pilleu haben eine angenehme
Wirkung: F«
.- «-.- -. «
Amerikanische Arbeiter fiir die Bei
behaltnng der Schutzzölle.
Einem Wechselblatte entnehmen wir
den folgenden Artikel, welcher den Be
weis dafiir bringt, daß es nicht aug
schließlich —- wie demokratischerseits
auf das unverfrorenste behauptet wird,
die Großindustriellen »Monopolisien
und Volisaussauger«, sondern auch
ganze Schichten der Arbeitermassen ge
wesen sind, welche vor dem congressio
nellen Hauskomite für »Mitte! und i
Wege« für die Beibehaltung der schuß- ·
zitllnerischen Wirthschaftspolitik in dies
Schranken getreten sind, und daß die
Arbeiter bereits anfangen, vor der de
mokratischen Beglückungsmethode mit
ihrer Lohnherabseßung im Gefolge ,
mißtranisch zu werden. i
Der Artikel lautet: Z
Hat bisher die demokratische Presse i
behauptet und damit Stimmen gefan- j
gen, daß die von der republiianischens
Partei durchgeführte Schutzzoll-Politit s
nur zum Besten Weniger sei, daß der ;
Kapitalist und Fabrika nt
durch sie unverdiente V o rth e i le g e- ·
nieße, der Arbeiter aber nichts
nur nichts davon habe, san-l
dern noch in seinen Interes-.
sen geschädigt werde, so miiH
sen die jetzt vor dem Hausausschussek
für Mittel und Wege vorgebrachten Be- !
weismittel von Vertretern verschiedener !
Arbeiterklassen doch etwas stutzig I
machen. Von der »Amalgamated .
Association of Jron and Steel Woriers« ;
wird Niemand behaupten wollen. daß J
dieselben die Interessen der Arbeitgeber j
vertrete und die der Arbeiter vernach- :
lassigez die verschiedenen von dieser E
Okctamsation gefiihrten LohnittmpfeI
haben das genaue Gegentheil gezeigt.s
DerPrasident dieser Organisation nun
sowie verschiedene Mitglieder derselben -
haben neulich mit eindringlichen Worten
dafür gesvachem die gegenwärtigen
Zölle ans Eisen und Stahl nicht unzu- «
F- J
rühren. Jm Jnteresse des Arbeiters
müsse das verlangt werden, da der Zoll
ihn in den Stand setze, besseren Ar
beitslohn zu erlangen. Kann es kla
rer gesagt werden? Der Zoll bewirkt
daß der amerikanische Arbeiter einen
besseren Lohn erhält, als wenn er dem
europäischen Wettbewerb preisgegeben
wäre.
Und weiter: Ein anderer Arbeiter er
klärte, er trete für 12,000 Angestellte
von Vlechwalzwerken auf. »Wir wis
sen, daß, wenn der Tarif reduzirt wird,
unsere Löhne reduzirt werden Die
Leute, welche die Arbeit thun, werden
leiden müssen. Die Fa brika n
ten haben Jhnen die Wahr
h eit ge sa g t«, sagte der Mann, be
stätigte also nur, was die revublikani
fche Presse immer warnend vorne-halten
hak- daß nämlich der amerikanische Ar
beiter hauptsächlich durch die demokra
tische Tarispolitik leiden würde. Denn
der Fabrikant, welcher die Konkurrenz
mit europäischer ,,Pauner«-Arbeit aus
nehmen soll, muß billiger erzeugen,
kann also nicht mehr die
bisherigen Löhne zahlen.
Es ist ein einfaches Rechenexemvel,
welches für jeden Unbefangenen klar
sein sollte.
Namens der Glasindustrie trat ein
Demokrat für Aufrechter-?
haltung des Schutzzolless
e i n, der für die Glasarbeiter von I
größtem Nutzen gewesen sei. So geht!
es von einer Industrie zur andern; im· ;
mer müssen die Herren, welche Klage- s
lieber über den »Raubzoll«, den dies
republikanische Aera dem Lande ab- s
preßt, hören wollten, sich sagen lassen, s
daß unsere Industrie unter der Schutz- ;
zollpolitik sich in glänzender Weise ent
wickelt, daß der Arbeiter nur»
Nachtheile von einem Um
s ch w u n g zu erwarten habe und daß
vor Allem nicht der Fabrikant allein
bei Aufrechterhaltung des Schutztarifs
interessirt sei.
———--————.--.-- - - -
— In meiner Familie habe ich Dr.
August Königs Hamburger Brustthee
mit ausgezeichneten Erfolgen gegen
Heiserkeit angewandt. — Fritz Zorn, 8
Stute-Str» New York, N. Y.
Die Kutuftrophe am Mississippi
Delta.
Die erst in der Form von Gerüchten
auftauchenden Nachrichten über die
furchtbare Katastrophe auf den Inseln
um Mississippi-Deltu bestätigen sich in
einer die allerschlimmsten Befürchtun
gen noch bei weitem übersteigenden
Weise.
Die Insel Grund Isle ist von dem
Orkan und den empörten Meeres
fluthen total verwitftet worden und
von den 700 Bewohnern der Insel ha
ben kaum 20 das nackte Leben zu ret
ten vermocht.
Es hat sich somit das Schicksal er
füllt, das dieser Jnfel fchon seit etwa
dreißig Jahren vorausgesugt wurde,
d. h. seit der furchtbaren Katastrophe,
die zu Anfang der sechziger Jahre die
nicht allzu weit davon entfernt liegende
Insel Last Island zerstört und ihren
mehrere tausend Köpfe zählenden Be
wohnern einen plötzlichen Untergang
bereitet hatte.
Auch die unweit von Grund Island
gelegene Insel Cheniåre, die von etwa
1400 Menschen bewohnt war, ist total
verwttstet worden und nur etwa 300
Menschen sollen der allgemeinen Ver
nichtung entgangen sein. Aehnliche
Hiobsbotschuften kommen von den
übrigen kleinen Inseln in der Nähe
von Grund Island.
Die Austerfischer - Niederlassung Ba
hou Cook, oon welcher aus New Or
leuns hauptsächlich mit Austern ver
forgt wurde, existirt einfach nicht mehr.
Von 87 Personen weiß man bestimmt
duß sie dort umgekommen find, so und
so viele andere werden aber noch ver
mißt. Die Einzelheiten, welche die in
New Orleans eingetroffenen Ueber
lebenden der Vernichtungskatustrophe
melden, find gerader grauenerregend.
Während der Sturm mit vernichtender
Gewalt über die Inseln duhinfegte,
strömte ein wolkenbruchurtiger Regen
hernieder und der Sturm trieb die Wo
gen des Golfes haushoch über die fla
chen Inseln hinweg. Als sich am
Morgen der Sturm gelegt hatte und
die Sonne durch das Gewölk brach,
beleuchtete sie ein Bild trostloser Ber
witituna. Nur uanz vereinzelte Häu
scr waren stehen geblieben, von den
meisten sah man nur noch an den
Fundamenten, wo ihr Platz gewesen
war. Häusertrümmer, umgeworfene
Kamine, entwurzelte Bäume, Möbel
stücke, Bettzeug, menschliche Leichen
und Thier- Cadaver bildeten ein ent
setzliches Chaos.
Die Bewohner der so schwer heim
gesuchten Jnseln waren fast ausschließ
lich Weiße, ein großer Procentsatz von
ihnen waren Jtaliener und Spanier.
Zahsose Fischerboote wurden von den
Fluthen weit ins Festland getrieben
und dort zertrümmert
Kaum war der Sturm vorbei, so
begann die Sonne wieder sengenb zu
brennen und in Folge der Gluthhitze
gingen die zahlreichen Leichen so schnell
in Verwesung über, daß dic paar
Dutzend Ueberlebenden auf den einzel
nen Jnseln alle Hände voll zu thun
hatte, lange Gräben auszuwerfen und
die Leichen reihenweise zu beerdigen.
Unter den auf den Jnseln Gebliebe
nen herrscht furchtbare Noth. Jhre
Vorräthe sind weggeschwemmt oder
verdorben und ihre Cisternen zerstört,
so daß sie verhungern und verdursien
müssen, wenn ihnen nicht bald Hülfe
zu Theil wird.
Für Ält nnd Jung.
tutks Leim-sum wirken gleich mild bel
san
sticht-u sue-. wle bekui haärgeutm san-.
Muth-Willen
sum-time in wohlthueudei thel
rochen sagen, st- ciu meid- Ine
msd dies Mc Ml ed t» riaue sind ihre
kräftigen-m Cis-us «- eis wundern elend
und vmrskchemda diese enth- mee
risse-wie- verhä isen sms vers
sie sind überall in sah-.
i Eisenbahn Fahr - Plan.d
J. G G. N. Bahn.
Abfahri.
Nach St. Louis via Jron Mountain
oder M. K. F- T. . · —6:30 Morgens.
Nach St. Louig via Jron Mountain
Route « . 8:15 Abends.
Nach Laredo.. . .. .·..9:40 Vorm.
A n T u n f 1.
Von St. Louis, Jron Mountain Fs M.
K.F-:T.»--- ...-8:40Vorm.
Von St. Louis, Jron Mountain SM.
K. Fe- T ............ 10:55 Abends.
Von Laredo » ......... 7 :30 Abends
Southeru Pacifhc - Bahn.
· A b f a hr t.
Nach New-·erea12c«, Houston und Gal
oeston täglich 1:5» Uhr Nachmittags
und 9 Uhr Abends ..............
Nach Sau Fruniigrm El Paso Und
Eagle Paß tägan 9:30 Vorm. . . . .
A n k u n ft.
Von New-Orleans, Houston und Gal
veston täglich 9:00 Vorm. und 4:15
Nachm .........................
Von San Francisco, El Paso und
Eugle Paß täglich 1:25 Nachm. . . . .
S. A. G A. P. Bahn.
A b f a h r t.
Nach Galveston, Houfton und Cuero
täglich ....... . ....... 9:05 Vorm.
Nach Corpus Christi, Aranfas Paß und
Beeville täglich ...... 2:10 Nachm.
Nach Kerrville täglich. . .7:15 Abends.
Nach Kerrville täglich, ansgenomnxen
Sonntags und Montags, um
7:40 Morgens. ................
Ankunft.
Von Galveston, Hauston und Cuero
täglich .............. 7 :00 Abends.
Von Corpus Christi, Aransas Paß und
Beeville täglich ....... 1:45 Nachm.
Von Ker.rville täglich. . . . 8:50 Vorm.
Von Kerrville täglich, ausgenommen
Sonntags und Montag-s, um
6:45 Nachm. ...............
SM- ss
«v;oo1ey’s Re isten Ro. 23 Alamo
Plaza hat einen us für guten alten
Whiskey, die besten gemischten Ge
tränke, feine Weine und ausgezeichnete
importirte und einheimische Cigarren
und stets frisches Bier. Der Eigenthü
mer, Joe Cooley, versteht fein Geschäft.
Rath ftit Mütter. f
Vor über 50 Jahren schon wurde ;
Mrs. Winslow’s Soothing - Shrupl
von Millionen von Müttern beim Zah- i
nen der Kinder angewendet. Wirst du
im Schlafe durch das Schreien einesj
Kindes gestört, das im Zahnen ist und J
vor Schmerzen weint? Wenn so, lassej
sofort eine Flasche von »Mrs. Wins- f
laws Soothing Shrup«" holen. Sein»
Werth ist unbezahlbar. Es wird dem
kleinen Leidendensofort Linderung ver
schaffen. Verlaßt euch darauf, Mütter
es ist kein Zweifel darüber. Es heilt
Dysentery und Diarrhoe, regulirt den
Magen und die Nieren, beseitigt Wind
Kolik, erweicht den Gaumen, verhin
dert Entzündung und stärkt das ganze
System. »Mrs. Winslows Soothing
Shrup« für zahnende Kinder ist ange
nehm in Geschmack und das Recept
stammt von einem der besten weiblichen
Aerzte in den Ver. Staaten. Es ist bei
allen Druggisten in der ganzen Welt zu
haben. Preis 25 Cents per Flasche.
Kauft nichts anderes, als Mrs. Wins
lows Soothing-Shrup.
Whitmans Heupressen. Von al
len Größen, von der Handpresse bis
zur Pferdekrast- und Dampfpresse.
Auch für Cotton, Wolle ec.
zu verwenden! 60 Ballen in
der Stunde. Die billigsten Preise ga
rantirt bei Tips F- Haarinann.
TMIMDIWIJL
Was bedeutet dieses Wort? Es ist
das Handelszeichen des
Cinderella Schuh-Palastes.
Da im Wahljahre bekanntlich Ge
schäftsstille herrscht und wir einen gro
ßen Vorrath von Schuhwerk für Her
ren, Damen und Kinder an Hand
haben, neueste Faaons und Muster, so
verkaufen wir Alles zu m K ost
preise und liefern die Beweise da
für. Alle Waaren sind neu und wur
den speziell für diesen Sommer bestellt.
Die Preise sind überall in Zahlen an
gegeben. Wer billig und gut kaufen
will, gehe zum
Cinderella Schuh - Palast.
-----ä
Fleischer, Houfton-Straße.
Liefert das vorzüglichfte Rind-, Schaf
und Schweinefleisch. S P ezia l it ät:
Junges Kalbfleisch. Alle Sor
ten von Wurst.
Bestellungen werden in irgend einem
Theile der Stadt frei abgeliefert.
«O—————
D. M. Osbornes ne ueste M ä h
maschine. Die beste und die bil
ligfte Maschine im Markte. Ebenso
Osdorne Stahl «Disc Harrow·’. Zu
haben bei Tips Fa Haarmann.
———-——-.-o·.-————- -
Geo. Mandry’s Dampf - Miserei
in der Aufritt-Straße ist mit den neue
sten Maschinen zur Anfertigung von
Bottichen, Fässern, Cisternen ec. einge
richtet und liefert anerkannt vorzügliche
Arbeit.
Schickt Euer Geld nicht nach dem
Norden, sondern laßt Eure Arbeiten
hier machen, wo Euch volle Garantie
für die beste Ausführung derselben ge
geben wird. Briefliche Anfragen über
Preise ic. werden promvt beantwortet.
».- — ,-...-».,.«--«
Die Pkission Oil Company liefert
das beste Petroleum und Gasolin im
Markte und dasselbe wird frei in Woh
nungen in irgend einem Theile der
Stadt abgeliefert.—T e l e v ho n 543.
L. J. Stil te n f u fz, 18 Alatnostraße.
---——---.—-— —-————
Jeder Reise-rede sollte Tutt’5 Pillen
mitfuhren.
Use-r Bergs-May 0tte Zool-let
Präsident. Vice-Prästdcnt u.Geschästösührer
Sau Antonio
Brewing Associatjox
OZTY BRÄFBKEL
Brnuer des in so kurzer Zeit beliebt
gewordenen
W
Brauer des berühmten
x x x
Pearl Flaschen-Bieres.
!
Dieses Bier zeichnet sich durch seine Reinheit
; und Güte und durch seinen Wohlgeschmack aue
» und übertrifft alle FlaschemViere im Markte
«Das Bier wird in der Stadt srei ins Haue
; abgeliefert Uche Flasche garantirt.
Dets Faß-Bier
J der City Brauerei erfreut sich außexordexw
’ licherBeliebthett und wird überall vorgezogen.
sp- .
sei-ums Auf-klä
c l
olacst hats-um tot
eklat
HML t, h
Appame d- s genas-sing 7 suzåsogwlvs t- Mdtq
Zeicutiiit gut-man
WM Zwei-Ach Magst MWOMFÆE
WWMssssssstwsz
Etablirt1848.
SAILSTWEMAWA
Gravkur und Stempelfchneider,
General cvßtaqck-—»ssz·thle sit-het
No 317 Oft- Honstonstraße
Siegelyressem lllStab ein-eh
Bad es Medaill en b es
für ogeyu und Amt-m wich
Mel-amer- Iverbea In Gold,
Silber, Pause und weißem
Metall geschlagen. 13,11,tm
J. N. LBIUUIJX
Groß- und KleiiisHäisdler von
Ackerbau - Geräthschastem
Messerfchmied - Waaren,
Waffen,Munition,Farben,Oelen,Glas.
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Europa und stellen Wechsel aus auf New Or
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Besorgen allgemeine Bankgeschäste. «
J. S. Lockwood, R. T. Cable, J. Muir jr.
Präsident Wäre-Präsident Kossirer.
»Mit- Locmoit National Bank-«
von San Antonio, Texas.
Nachfolger von Lockwoodöä Kampmann.
Ecke Commeree- nnd Navarro- Straße.
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Geldgeschäste werden telegraphisch besorgt
Wechsel ans Europa und Mexiko.
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