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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, November 05, 1918, Image 3

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sente.
Novelle von T. G. But-in
M Beate Breker den Baron Hen
ity Bekworih heirathete, prophezeiten
die meisten Leute Unglück Die Hei
rath kam für uns alle überrafchend
.—Wit hatten Beate mit den glänzen
den Augen und den rothen Lippen
alle gern, obgleich wir in der Stadt
weit hübschere Debijtantinnen gesehen
hatten. Aber sie besaß etwas, was sie
von all diesen streng abgtenzte, und
ich wußte das am besten, denn wir
waren einander wie Bruder und
Schwester zugethan
sSie war keine sogenannte »Geer
schastsschönheit«. Jhre Mutter seufz
te stets darüber, daß sie sich so wenig
aus der »Welt" mache, schüttelte den
Kopf über ihr lebhaftes Tempera
ment und zankte sie aus wegen der
übermiithigen Streiche, die sie mit
Vorliebe anrichtete. Beate war ein
glückliches, zufriedenes Geschöpf, und
«es schien auch, als wenn sie das im
mer bleibensolltr.
Durch diesen Anschein machte
aber ihre Mutter eines Tages einen
dicken Strich. Sie zeigte triumphirend
die Verlobung ihrer Tochter mit dem
Baron Henry Belworth an.
Das arme Kind konnte sich nicht
dagegen wehren. Was kann ein Mäd
chen von siebzehn Jahren auch aus
richten gegen eine ehrgeizige Mutter
»und einen gleichgültigen Vater. Und
was konnte ein Kind von einem
Manne, wie es der Baron Belworth
war, wissen.
Ich entsinne mich noch seines ro
hen, gerötheten Gesichtes, als er vor;
dem Altar aus Beate wartete Die
reich geschmückte Kirche mit den oieleni
pruntooll gelleideten Hochzeitsgästen
schien mir wie ein Märchen aus Tau
sendundeiner Nacht. Und als Beate
den Mittelgang herausgeschritten
kam, da wußten sie alle, daß das
junge Geschöpf ihrem Tode entgegen
ging. Und doch lächelten sie alle,
brachten ihr ihre Glückwiinsche dar
und beneideten sie um den kostbaren
Diamanten, der an ihrem Halse blitzte
und snnlelte
Wie das Auge des Teufels erschien
mir dieser Diamant jedesmal, wenn
ich ihn sah Es war ein seltener
Stein, von blauer Farbe. Aber er
hatte einen Fehler —- eine Blase —
und dieser Fehler ließ den Diaman
ten zuweilen in einem teuflisch- glü
henden rothen Licht ausbliyen Der
Stein hob sich scharf von ihrem
schlankem weißen Hals ab. Er
schien derweißen Unschuld zu spot
ten, die aus ihrem ossenen Gesicht
strahlte
« Bier Wochen waren der Baron
Henkh und die Ladh Beate Belworth
aus der hochzeitsreise gewesen. Und
fett weilten sie schon wieder vier
Wochen in der Residenz. Da sprach es
plililich um, daß der Baron ihrer
Wssia aewotden wäre —- wie
er aller Dinge einmal überdrüssig
wurde —, nnd daß sie stiindig alhin
in dem weiten, sden Gebäude Jan
Orts-euer Sanare weilte.
v Das crwartete war eingetroffen.
So hatte es kommen miissew Das
drehten sie alle, die dem jungen Ge
schöpf neit dem lachenden Gesicht am
Morgen nor dem Beginn ihrer hoch
tseise die Hand geschiittelt hatten.
e war-es allen etwas sriih gekom
men. Wir starrien mit ernsten Ce
wire-I in das Kaminseum als wir
Nachricht vernahmen. Aber was
sollten Dir thun? Ein paar unserer
Klubmiiglieder machten ihr Besuche,
andere standen nicht den Muth dazu.
Wir sahen nnö auf jedem Fest und
bei jedem Spazi ng nach Beute
um, konnten sie M niemals sin
den· Der Baron selbst war dagegen
überall vertreten. Und wie gewöhn
lich hatte er eine Schaar lustiger
Weiblein und Männlein um sich ver
sammelt.
Da erschien Beaie plötzlch in der
Oper, in Seide gekleidet und im
vollen Glanze ihres Diamantschmu
Les. Keiner von uns wird diesen
Abend vergessen. Sie saß allein in
der Lage. Sie trug ein hellblaues
Bewand; überall blihten Diaman
ten, an ihrem Hals, ans ihren ent
Usßten Armen, in ihrem Haar, und
um ihren Hals legte sieh ein schwarz
seidenes Band, an dem vorn der
sblaue Diamant hing — das Auge
des Teufels.
Der blaue Stein funkelte so ge
heimnisvoll zwischen dem weihen
und rothen Jener der übrigen
Gehirn-Man Und wer Beates ce
sieht sah, dem lief ein kalter Schrecken
deutliitcken hinunter Es war weii
nnd blutlpt Die frühere sprühend-e
Munterleit war verschwunden Beete
war in den wenigen Monaten um
Jahre, nein um Jahrzehnte gal
Am Ende des ersten Altes erhob
ich mich von meinem Parlettiitz und
schritt zu ihr hinunter. Sie hatte
vorwärtögebeust Jhr Antlis
berflog ganz flüchtig ein Lächeln
»Er-muten Sie herein«s sagte sie
in mir. »Ich hätte gern wieder ein
mal mit Ihnen gesprochen Es ist so
lasse het
Sie brach ab Jch schritt zur
Ihbt
« Höh-entity der it da ich durch
N Lorridsr s tt war ihre Lege
alten Bekannten umringt war
— seen-de iteesmtanten Oes-l
sichtchens ans früherer Zeit und
I Frauen, die sie um ihr Oeirathsglijck
, b:neidet hatten· Die Thilr ihrer Loge
s stand offen und ich hörte schon drau
s ßen das Lachen ihrer veränderten
s schrillen Stimme.
T Nach und nach vertiefen sich die
)Neugierigen. Der Beginn des zwei
ten Aktes wurde angezeigt. Der rothe
s Vorhang ging rauschend in die Höhe.
, Hinter uns wurde die Logenthür vor
» sichtig geschlossen Sie lehnte sich mit
s einem tiefen Seufzer zurück und dabeij
bemerkte ich, wie »sich ihr Aussehen
» völlig veränderte.
; »Ich freue mich sehr, Sie wiederzu
. sehen, Judex-C sagte sie. Sie nannte
mich bei dem Namen, den sie mir in
i unseren Kinderjahren neckischerweise
so oft zugerufen hatte. »Und Sie sind
immer noch der alte. Sie haben sich
nicht verändert — nicht im gering
sten!«
Sie wendete ihren Kon und sah
mir ins Gesicht.
,,Fiihlen Sie sich auch immer noch
als der alte?« fragte sie. ,,Fiihlen
Sie sieh noch immer so wie vor Jah
ren, als Sie mir im Hause der Tante
Anna Mus stehlen halfen? Oh, er
innern Sie sich noch der Zeit? Was
war das für ein Spaß! Jch muß im
mer wieder an diese Zeit zurückdenlen
— und ich weiß nicht, warum. Jch
glaube, ich könnte wieder mit Jhnen
zusammen Kind sein! Sie müßten
genau so hinter Beate herjagen und
sie an den Ohren zupsen Und da
bei müßten Sie genau dasselbe Ge
sicht machen. Jch glaube, Tuch Sie
könnten auch morgen mit mir zusam
men wieder Mus stehlen?« ;
Jch staunte Veate an. Sprechen
konnte ich nicht. Das kindliche, mäd-:
chenhaste Antlitz, das unter dem»
Glanz der Diamanten noch bleicher
erschien, nahm mir die Ruhe.
»Sie sagen kein Wort«, rief sie
aus, ,,trotzdem Sie mich sechs Mo
nate nicht gesehen haben! O,
Tuck!" .
Sie lachte schrill aus, und wen
dete ihren Kopf der Logenösfnung
zu. Jch beugte mich zu ihr vor.
»Beate, ich kann keine gleichgülti
gen Worte zu Ihnen reden«, sagte
ich. »Ich kann Ihnen nicht als
Fremder gegenüberstehen, wenn auch
Jhre Stellung sich so verändert hat.
Ich kann mich nicht zu den höf
lichen Komplimenten zwingen, wie
sie Jhr Ohr erst eben vernommen
hat.«
Sie wendete sich plötzlich zu mir
um. Jhr Gesicht hatte Farbe ange
nomine-L
»Jetzt kenne ich Sie wieder,;
Tom«, sagte sie langsam. »Bes-:
halb habe ich Sie zu mir gewinkt;
. . . ich . . . ich mußte Sie sprechen,;
Tom." ’
Ihre Stimme klang gebrochen. So
gar meinen Necknamen hatte sie ver
gessen. Ihr Gesicht war wieder kalt
und bleich geworden.
Mit ist« als wenn nut Sie in
«
der Welt für mich exMiren"·, sprach
fie weiter. »Ich mußte Sie wieder
fehen. Zu keinem andern Menschen
hätte ichVertrauen fassen können —
ich habe den Glauben verloren. . .
den Glauben und das Vertrauen. . .
Erinnern Sie sich noch der früheren
Tage, wo wir im Ghimmer Krieg
spielten, wo ich mit Bleifoldatem Ka
nonen und Papierkugeln beinahe be
siegt, aber immer wieder von Tut
gerettet wurde?. . . Genau fo fühle
ich mich heute — als wenn ich be
siegt worden wäre. Nur mit dem Un
terschiede, daß ich niemals gerettet
werden tann.'«
»Was kann ich für Sie thun?«
fragte ich. »Ich hatte immer den
Wunsch, Sie zu besuchen, aber ein
ungewisses Gefühl hielt mich immer
wieder davon zutiia. . . Warum ha
ben Sie mir nicht früher Nachricht
zukommen lassenk
Sie bedeckte ihre Augen mit den
blinden.
«Gedacht daran habe ich immer
Aber bis heute habe ich den Muth
besessen, mich allein aufrecht zu er
halten. Sie wissen, Tom. daß ich
niemals mein Haus verlassen habe.
Jch konnte es nicht, nachdem ich das
Berzweiflungsvolle meiner Lage ein
gesehen hatte· Tag für Tag, Woche
für Woche habe ich mich in den fin
fteren Winkeln des großen grauen
Hauses vergraben. . . Tom, warum
hat man mich nicht warnt? Warum
hat man es zugela en, daß ich ihn
heirathete? Warum habe ich nichts er
fahren?"
Sie hielt ihren Fächer so fast um
schlossen, daß er in diesem Augenblick
in ihren Händen zerbrach· Nun
blickte sie verwirrt auf die zerbroche
nen Stücke.
»seiner hat mir davon erzählt«,
fuhr sie mit ilagender Stimme fort.
»Und doch tannten Sie alle ihn. Se
hen Sie nicht« wie mich alle aus
lachen? Aber ich lasse mich nicht
länger auslachenL . . Hier, sehen
Sie -— er wär gesiern Abend betrun
ken —-— hier hat er mir ins Gesicht ge
schiagen.«
Sie wies mit ihrer hand auf ihre
linie Wange » - auf eine Stelle, die
stark gepudert war.
»Gebt-lagen hat er mich«, fuhr sie
erregt fort. ,,Geschlagen!« Dann
nahm ihre Stimme einen leisen Flü
sierton an. »Deshalb bin ich aus mei
ner Einsamkeit herausgekommen Ich
kann es nicht länger ertragen —- —
W’s nicht«
voller Zweifel
Sie hatte sich wieder gefaßt.
i »Ja, Tom! Entfetzlicher kann es
snicht mehr werden! Und Sie glau
lben es mir nicht Tom? Sie sind
mir wie ein Bruder geworden! Sie
müssen mir s glauben! Alles, was ich
anen sage, Tom. Und wenn es eine
! Lüge wäres«
l Ich starrte sie an.
»Aber, Beam« sagte ich, versu
!chend, sie zu beruhigen. »Was sollen
tJbee Worte bedeuten?«
; Sie blickte verwirrt Um sich.
»Ich —- ich weiss es selbst nicht,
Tom!« Ihre Stimme zitterte. Ihre
Brust hob und senkte sich in unruhi
Jger Erregung. »Aber ich glaube, ich!
»·—— ich werde wahnsinnig. Jch habe
Idie Welt verloren! Alles —- aller
habe ich verloren! Und, Tom, Tom .j
ich « Sie fah mit stierem Blick inj
jden verdunkelten Zuschauerraum —’
s»h0be Angst!«
Die Verzweiflung klang aus ihren
; Worten.
! Ich riirfte näher zu ihr heran.
I »Und das jetzt schon?« sagte ich
i
i
(
(
i
i
i
Sechs Wochen später war sie todt
Todt! .
Die Nachricht hatte wie ein Don
nerschlag auf uns gewirkt. Während
dieser sechs Wochen war sie überall
gesehen worden« in der Oper, bei den
Verschiedenen Diners, in Theegesell
schaften. Und immer allein. Baron
Henry befand sich nie in ihrer Be
gleitung. Und bei allen Festen .oar
sie von einer beängstigenden Lebhaf
tigkeit· Jhre wilde Freude beim
Tanz, das Auffallende ihrer Klei
dung, ihr unstetes, haltloses Leben
fiel mir sofort auf. Und als andere
Leute sich darüber zu wundern began
nen, da kam die Nachricht, daß sie ge
storben sei, gestorben durch ihre eigene
Hand! — Selbstmordl
Es war unfaßbar und keiner wollte
Les glauben. Wir hatten das Gefühl,
als wenn wir sie eines Tages im
Park oder mit ihrem Wagen in den
Straßen sehen würden Doch wir
tauschten uns. «
Baron henry Belworth begrub sie
.mii großem Pomp und ergab sich
mehr und mehr dem Trunke.
Nach einem Jahre suchte ich das
erstemal wieder die Oper auf. Jch
hatte mich zwölf Monate in Frank
reich und Italien aufgehalten. Und
nun saß ich nach langer Zeit wieder
in der Loge und sah den rothen Vor
hang aufgehen. Es wurde »Fausi«
gegeben. .
Ich mußte zurückdenken an die
Szene vor einem Jahr an den stieren
Blick ihrer Augen und an das Teu
felsauge an ihrem Hals.
Ja, ich sah sie vor mir, wie sie
in den Parkettraum hineinsiarrtej
Und da drängte sich mir die Frage
anf, was aus dem Baron Henrh ge
worden war. Jch weilte erst seit
zwei Tagen wieder in der Residenz,·
nnd während des Aufenthaltes drü
ben auf dem Festland war keine
Nachricht zu mir gedrungen Jch
dachte eben darüber nach, da be-"
trat jemand die Lage und nahm denl
Cis neben mit ein. Jch blickte aqu
und fuhr zusammen Es war Baron ?
sum-. l
Er hatte mich gleichfalls gesehen;
und schien wie ich, über die teuer-i
wartete Begeguung erschreckt Sein’
Gesicht hatte noch immer die getö-!
tbete Farbe. Aber das war nur
Scheitr. Denn seine Gesichisziige wa- i
ren verschwammen und verfallen —«;
die Folgen seiner wiiften Lebens-H
i
!
«Sind Sie auch wieder zurückge
iebrtf« sagte er nach der ersten Be- «
sung zu mir Sie »muser smona- ·
älang abwesend gewesen sein«
«Genau ein JahrC erwiderte ich.
Er subr bei meinen Worten wie
der zusammen und blickte hinüber nach
der Lage, die er vor zwölf Monaten
belegt hatte. Sie lag etwas mehr
der Bühne zu. Wir konnten von un
seren Plätzen aus die beiden Jnsas
sen sehen — ein Mann und einef
Frau. Obgleich die Frau weit träf- ;
tiger gebaut war, glaubte ich doch"
Veate dort in dem gediirnpften Licht«
life-! zu sehen— «
lsarpn Henry saß in seinen Sessel «
zurückgelebnt und sah nach der «
silbnr. Doch mir schien es, als.
wenn seine Aufmerksamkeit nicht dem -
Vorgang auf den Brettern galt Denn
ich bemertte, wie seine Blicke immer
wieder nach seiner alten Lege hin
überwanderten Gegen das Ende des !
ersten Altes erhob er sich plötzlich I
Seine Knie zitterten
Um» Gotteswillen!« stieß er her-s
vor. »Ja, bin bin — bin ich eins
Narr!«
e
Dann wendete et sich an mich. I.
»Sehen Sie etwas dort drüben in!
jener LogeW fragte er mich mit vor
Aufregung heiserer Stimme. »Werde
ich verrückt? Sie können doch nichts
sehen? Gewiß nicht!«
Jch stand auf.
»Jn welcher Loge?« fragt ich ihn.»
»Dort drüben -—· in meiner alten
Losei Mein Opti! Sehen Sie nichts-?
Können Sie nichts sehen? Dort drü
benL . . Es ist Beutel Sie müssen see
sehen! Sehen Sie sie noch immer
nicht, hinten in der Lage?«
Er hatte meinen Arm ergriffen
und blitie sur hinüber. Ich fah
IWII hie-, und wirklich — ich
Its-Ue dort bedien eine besie. sitt
tenhafte Gestalt zu erkennen, nnd mir
war, als wenn das Gesicht der Ge
stalt immer mehr die Züge Beateö
annahm.
Jch fuhr erschreckt zusammen.
Konnte es möglich sein«-Z Ein Blick
in den Parkettraum versetzte mich in
die Wirklichkeit Nein —- Beute
weilte unter den Todten. Und doch!
Jch mußte träumen. Jch schloß meine
Augen und da fah ich Beute drüben
in der Lege sitzen. Sie trug ein hell
blaues Gewand, überall blitzten Dia
manten, an ihrem Hals, auf ihren
entblößten Armen, in ihrem Haar;
und um ihren Hals legte sich ein
schwarzseidenes Band, an dem vorn
der blaue Diamant hing — das Au
ge des Todes. — —
Baron Henry riß mich aus meinem
Traum.
»Sie sehen sie auch!« rief er ans.
»Mein Gott — mein Gott! Jch
wußte, daß sie wiederkommen wür
de. . . Gewartet habe ich auf sie und
gemacht. . . O, welche Nacht damals!
Sie wußte, was ich gethan hatte —
sie wußte es. . . Jeder glaubte, daß
sie selbst ihrem Leben ein Ende ge
macht hatte. . . so hatte sie es dem
Doktor erzählt! Aber es war eine
Lüge —- eine Lüge, um mich zu ret
ten. . . Nein, ich —— ich habe sie ver
giftet! Jch war ihrer überdrüssig . .
Sie war ein Kind — ein einfälti
ges Kindl. . . Sie hatte es gemerkt
und in jener letzten Nacht — der ent
setzlichen Nacht. . . erzählte sie dem—
Arzt. . ., daß sie es selbst. . . gethan
hätte. Sie sagte eine Lüge, um. .z
mich zu retten!. .. . Dort steht sie!
Sehen Sie nicht! Um Gotteswillenl
Sehen Sie nicht, wie sie mir droht!
Sehen Sie nicht. .?«
Er zitterte am ganzen Körper.
Der Vorhang senkte sich nach dem
ersten Akt. Jn dem lebhaften Ap
plaus und der Bewegung, die durch
die Menge lies, hatte ihn niemand
bemerkt. Der Zuschauerraum er
hellte sich. Da brach-ein lauter, wahn
sinniger Schrei von seinen Lippen. . .
kär war in seinen Sessel zurückgesal
en.
Jch blickte hinüber nach der Loge.
Die Gestalt in Weiß trat an die
Brüstung. Sie war mir nicht be
kannt.
Dann wendete ich mich zu Baron
neh. Er lag regungslos in seinem
ssel· Der Schrei hatte eine Anzahl
Neugieriger angezogen.
Und nach einer Weile trugen wir
Baron Henry Belworth hinaus-. Er
hatte seinen letzten Athemzug ge
"M s FREE
Mfc RAICE A
WMTE
.M WDEN
somskusssx
Im reckt-U
me Wann-s
cui-mission
smme
Euctostns
rote-MASS
Heute fes-Fu Vkuchs
Ich hatte mir durch Heben eines sisof- s
fett-z vor einigen Jahren einen Bruch zu- »
gezogen. Die Acrztc sagten, die einziges
Hoffnung auf Heilung bestände in einier
Operation. Brnchbändcr taten mir teinj
nt. Schlie"lich gelang es mir, nnchck
urch etwas chnellf und gründlich zu tu- «
rieren. Jahre sind vergangen und der
Bruch kehrte nicht wieder, obgleich ich als
Zimmermann schwer arbeite. Alles ohne
Operation, Zeitverlust nnd Trubel Ich
habe nichts zn verlaufen, will Ihnen aber
ausführlich mitteilen, wie Sie sich ohne
Operation heilen können, wenn Sie an
mich schreiben: Engene M. Pullen, Car
venter, 610 E. Marcellus Ave., Manns
qumi, N. J. Schneiden Sie diese Notiz
aus für andere. die dasselbe Leiden ha
ben. Sie mögen ein Leben retten
Schmerzen lindern oder die Furcht nnd
Gefahr einer Operation beseitigt-zu
W
smMWJ
MDMM
comäl spriags Naksom
sov- Innniols. fix-.
:32 Jahre verkaufen wir Bamnfdnsl
Produkte-. Auch diese-J Jahr haben wir
einen großen Vorrat von Lbsti und
Edwtenbäumem Zins-träumend Mani
flanzcn und besonders Rosen, von
ge chen wir —I-’),000 schöne Pflanzen ha
n.
Wir ein fehlen besonders unser Saat
Kvtn, Su n Groß-Samen, Tom-Koe- .
und Blumen- Samen. Diese Sämercien
sind spezjell für unser heißes trockner
Klima geei et.
Mr ver en nur fol e Produkte
welche für tm Mit-m p en. Schreibi
um mischen
Womsnd stiej
Die neue Einrichtung
dafz die Straßenbahncars nicht an jeder Straßenecke halten, sou
sdern einige Blocks überschlagen, hat sich ans den Linien, wo sie ein
geführt wurde, bestens bewährt. Die Fahrzeit ist dadurch beden
tend vermindert worden, die Passagiere erreichen ihr Ziel schnel
ler, nnd was die Hauptsache, es wird an Kraft nnd dadurch an
Heizmaterial gespart, denn der Anstoß zu dieser Einrichtung geht
bekanntlich von der Regierung ans.
Sobald es tunlich, wird das System aus alle Linien ausge
dehnt werden. Die Inschrift auf weißem Felde an den Telephon
pfosten zeigt an, wo die Cars halten, um Passagiere aufzunehmen
oder absteigen zu lassen.
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