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Indiana tribüne. (Indianapolis, Ind.) 1878-1907, October 01, 1900, Image 2

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Jndiana Tribüne, Montag, den 1. Oktober IIJUG
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Die Schatzgräber von Madrid.
Spanien ist nock immer in mär
ichenhaftes Luid. Trotz aller Cultur
tx Neuzeit, trotz aller Errungenschaf
ren des neunzehnten Jahrhunderts.
4rotz Telegraph, Telephon, Eisenbahn
und elektrischem Licht ist das westlichste
aller Länder des europäischen Conti
nents durch und durch orientalisch ge
blieben und könnte noch immer als ein
Annex des arabischen Nordafrikas,
speziell von Algier. Fez und Marocco
angesehen werden, so tiefe Spuren hat
Yt maurische Beschattung in der py-
-renäischen Halbinsel zurückgelassen,
Spuren, die um so markanter werden.
je näher man dem Süden, Andalusien
und Gibraltar, kommt.
Aber selbst das hochmoderne Madrid
steht noch unter dem Bann der orienta-
lischen Traditionen. Ueberall treten
ihre Markzeichen dem fremden Besucher
dort entgegen, im öffentlichen Leben.
im Familienkreis, in der Denkweise des
Spaniers, in seinen Tänzen und Ge
sängen, in seinem ganzen Thun und
Handeln, in den barocken Gestalten, die
auf Schritt und Tritt den Weg kreu
zen. Echt orientalisch - märchenhaft ist
auch noch der unverwüstliche Glaube
dort an geheime unterirdische Schätze,
die überall verstreut sein sollen und
nur des glücklichen Finders harren, der
sie heben und einheimsen darf. Dieser
Wahn, der auch in Deutschland im
Mittelalter- so allgemein war, ist
durchaus naiv, und bkl von dieser nai
ven Ueberzeugung liegt dem berüchtig-
Un Schwindel zu Grunde, den spani
sche Schatzgräber so oft im Auslande
zu insceninn versuchen. Es darf als
sicher gelten, daß in Hispaniens Boden
NZirklich unendliche Reichthümer ver
borgen liegen, die gelegentlich hier und
dort versenkt wurden. Bedenkt man,
wie diele Völkerschaften im Laufe der
Jahrhunderte die Halbinsel durchzogen
haben, welche Schätze und Kostbarkei
ten die Juden und Mauren dort besa
ßen, und was sie, die gar oft Hals über
Kopf fliehen mußten, haben zurücklas
sen müssen, so kann man sich nicht
wundern, daß die Sage von verborge
nen Gütern sich von Geschlecht zu Ge
schlecht fortpflanzt und lebendig bleibt.
Ein hübsches Schatzgräberstückchen
hält gerade jetzt ganz Spanien in Auf
regung. Die Geschichte ist recht geheim
nißvoll und würde ein Märchen schei
nen, wenn sie nicht authentisch wäre,
wenn nicht die Gerichte selbst sich mit
der Untersuchung der Sache beschäftig
ien. um das mysteriöse Dunkel, das sie
umkleidet, zu lichten.
In der Gesandtschastsstrabe der
spanischen Hauptstadt, in der Calle de
Embajadores", war das Haus No. 24
und 26, das im Volksmunde jetzt nur
noch das Haus des Reichthums"
la casa de las diclias genannt
wird, während der letzten dreißig
Jahre für Jedermann, der mit ihm zu
thun gehabt hatte, ein wahres Un
glückshaus, eine casa de la des-
dicha" gewesen. Nur das ärmsteVolk
wohnte in seinen Räumen, noch mehr,
das Mißgeschick schien Jedermann zu
verfolgen, der dort einzog.
Dies Unglückshaus erwarb nun ein
gewisser Don Luis de la Mata. ein
Spekulant und Wucherer. Er machte
sich sofort daran, das etwas verkom
men und baufällig gewordene Un
glückshaus in Stand setzen und reno
Viren zu lassen. Er übergab die Ar
beiten dem Maurermeister Maximo
Gonzalez, einem armen Teufel mit
zahlreicher Familie. Gonzalez enga
girte sich nun ein halbes Dutzend Ar
beiter und machte sich an's Werk. Die
Arbeiten hatten noch nicht allzulange
gewährt, die Maurer waren gerade da
bei, einige Wände einzureißen, um den
Zimmern eine andere Gestalt zu geben,
da geschah plötzlich etwas Unerhörtes:
Der gute, fleißige Gonzalez, der bisher
auf das ärmlichste gelebt hatte, wurde
auf einmal ein Faullenzer und Geld
verthue?, und bei ihm daheim ging es
hoch.be?. Bald lief in der verwunder
ten Nachbarschaft das Gerücht von
Mund zu Munde: Gonzalez hat das
große Loos gewonnen! Und mehrere
seiner Arbeiter mit ihm. mit denen er
zusammen in de? Lotterie gespielt!"
In der That schien an dem Gered
etwas Wahres zu sein. Auf dem Bau
in d-.r Ealle de Embajadores hatte Je
dermann Geld wie Sand in der Ta
sche. als grüberk dort die Maurer das
kostbare Metall aus dem Mauerschutt.
Dort gab's ein Spendiren und Trakti-
ren, ein flottes Wohlleben, wobei der
beste spanische Wein in Strömen floß.
Es war nur zu verwundern, daß Ar
beiter mit so viel Geld überhaupt noch
eine Hand rührten.
Dem neuen Besitzer kam gar bald
das Thun und Treiben seiner Leute zu
Ohren. Er spitzte sie gewaltig, da er
von so vielem und plötzlichem Reich
ihum hörte, und wollte sich das Ding
näher ansehen. Er fragte und forschte
und untersuchte und siehe da!
bald war er der Goldquelle auf den
Grund gelangt, oder vielmehr der
Goldgrube, die in seinem eigenen Haus
gefunden worden war, wie ihm ein
neidischer Verräther zusteckte. Gonzalez
und seine Leute hatten durchaus nicht
in der Lotterie gewonnen. Sie hatten
vielmehr beim Einreißen der Wände in
dem alten Gemäuer einen uralten
Schatz gefunden, und nicht allein einen
allein mehrere Schätze hinter einan
der, und zuletzt gar eine riesige Zinkkiste
aufgescharrt, die außer kostbaren Ge
läthschaften baare 40.000 Duros in
Goldstücken enthielt. Diesen Himmels
segen hatten sie natürlich fürjsich in
Anspruch 5enommen und verwendet.
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Es war ja herrenloses Gut, einer jener
vielen wundervc!7e?i Geheimschätze, von
denen die spanische Legende so viel zu
erzählen weiß.
Don Luis de la Mata gerieth in na
menlose Wuth. Er lief zu Gonzalez
und seinen Leuten. Die aber leugneten
alles und lachten ihn aus: er habe wohl
geträumt oder zu viel geirunken. Don
Luis ließ sich aber nicht beirren und
eilte zum Richter, der die schatzgraben
den Maurer vor sein Angesicht citiren
ließ. Es wurde eine Untersuchung an
gestellt und der Schatz kam an denTag.
Ganz Madrid aber, ist der fiebernden
Erwartung voll, was nun geschehen
wird. Werden die glücklichen Maurer
ihren Schatz ganz behalten dürfen oder
die Hälfte an den Besitzer des Har.sts
abgeben müssen, wie das spanische Ze
setz es verlangt? Roch hat der rnise
Richter sein Urtheil nicht gesprochen
In den Kellern des nunmehrigen
Gluckshauses in der Gesandtenstraße.
wo seitdem alles durchstöbert wird, hat
man jetzt eine neue, wunderliche Ent
deckung gemacht. Man hat dort einen
langen, tiefen, unterirdischen Gang ge-
funden, der weit unter die Stadt läuft,
sein Ende ist jedoch noch nicht erforscht,
da er an einer Stelle von einem großen
eisernen Gitter verschlossen ist. Das
Märchen ist also noch lange nicht aus.
In der ganzen Calle de Embajadores
aber kann man es jetzt in allen Häu-
sern, an allen Wänden, oben und unten
und überall klopfen und pochen, häm-
mern und hacken kören. Denn alles,
was dort wohnt, ist jetzt ebenfalls auf
der Suche nach geheimen Schätzen
Freilich: La suerte no esta para
quien la tmsca!" wie das spanische
Sprichwort sagt: Das Glück findet sei
nen, der es sucht!
Neues auö Natur und Heilkunde.
Active Mimicry. .
An einem Sumpfe zwischen Hasselt
und Zonhofen war der Naturforscher
A. Mansion. wie er in der Revue
Scientifique" erzählt, Zeuge einer
eigenthümlichen Jagdlist, welche die
arünen Frösche anwendeten, um Was
serjungfern zu fangen. An einem hei
ßen Juni - Vormittage gaukelten dort
zahlreiche Schaaren dieser Netzflügler
über die schlammigen Gewässer des urii
Wasserpflanzen bedeckten Sumpfes,
mit Mücken- und Schmetterlingsfang
beschäftigt, während die Weibchen von
Zeit zu Zeit das Wasser streiften, um
ein Ei hineingleiten zu lassen. Auf den
Wasserpflanzen lagen zahlreiche Grün
frösche, die einen Siengel umklammert
hielten, unbeweglich, während sie den
Kopf zurückgeworfen hatten und in die-
fer Stellung schwer von den Wasser
pflanze zu unterscheiden waren. Häu
fig setzten sich die Libellen gerade auf
ihre Schnauzenspitze, die ste für eine
rüne Stengelspitze hielten, und wur
den sofort geschickt ergriffen und der
schlungen. Dieses Sichidentificiren der
unbeweglichen Frösche mit den Wasser
pflanzen, welches zur Folge hat, daß sie
von den Libellen, deren Auge mehr für
die Erkennung bewegter Beutestücke ge-
eignet ist, nicht unterschieden werden,
reiht sich den Fällen an, die man jetzt
als active Mimiciy bezeichnet.
Vm Ae ther.
Vorläufig wissen wir vom Aether
fast nichts, doch haben die unsterblichen
Forschungen eines Maxwell, Stores,
Hertz, Thomson (jetzt Lord Kelvin) und
Anderer über Licht, Elektricität, Mag
netismus u. s. w. eineGruppe von Vor
stellungen angebahnt, die, so lange uns
nichts Authentischeres" gegeben wird,
als die vollkommensten und besriedi
gendsten anzusehen sind. Danach ist der
Aether vor Allem eine außerordentlich
feine Substanz. Man setzt, wie be
kannt, die Dichte. des Wassers gleich 1
und vergleicht damit diejenige der ande
ren Körper; die uns umgebende Luft ist
773mal so dünn, der Aether dagegen
besitzt nach den Berechnungen Lord Kel
vin's eine derartige geringe Dichte, daß
der Decimalbruch, welcher sie darstellt,
erst 21 Nullen hat, bevor die wirklichen"
Zahlen beginnen. Der in einer Luft
säule der Atmosphäre von einem Qua
dratmeter Grundfläche enthaltene
Aether würde etwas mehr Ms 2 Mil
lionstel eines Gramms wien. Weiters
ist der Aether als unzusa.nmendrück
dar nzusehen, als starr und fest, trotz
des merkwürdigen und peinlichen Wi
derspruches, der darin liegt, daß die
Gestirne sich durch ein solches Medium
ohne Reibung bewegen. Der Aether er
füllt ferner den ganzen unermeßlichen
Weltenraum, durchdringt alle Körper
nd verhält sich, um das deutlichsteBild
anzuwenden, wie eine feine und doch
zähe Gallerte. Er ist schließlich ohne
jede Structur, d. h. er besteht nicht, wie
wir von der Materie annehmen, aus
Molekülen und Atomen. In seiner
Mlsse sind alle Körper eingebettet, sie
schweben in ihm weich und sanft, wie
etwa kleine leichte Körperchen in einer
flüssigen Leimlösung.
Entstehung des Erdöls.
Wie das Petroleum entstanden ist,
darauf weiß die Wissenschaft noch m
mer keine befriedigende Antwort zu ge
ben. Eine mindestens höchst interessante
neue Theorie ist dem letzten Chemiker
Congreß vom Professor der Chemie
Sabatier von der Universität Toulouse
unterbreitet worden. In seinem Vor
trage schilderteProfessor Sabatier seine
Entdeckung, wonach sich beim Zusam
mentreffen von Acetylen in Wasserstoff
mit Metallen wie Eisen, Nickel, Kupfer
u. . w. hei.niedriser Temperatur außer
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gen von Flüssigkeiten bilden, die nach
ihrem Geruch und ihrer chemischen Zu
sammensetzung den natürlichen Erdölen
sehr nahe verwandt scheinen. Dadurch
ist ein neuer Schluß auf die Entste-
hung des Erdöls in der Natur gegeben.
In den tiefen Schichten der Erde finden
sich alkalische Metalle und die söge
nannten alkalischen Erdmetalle ebenso
wi deren Kohlenftoffveroindungen.
Wenn nun Wasser mit ihnen in Berüh
rung kommt, so entwickelt sich Acetylen
und Wasserstoff. Begegnen diese nun
in Mischung den gewöhnlichen Metal-
len Eisen, Nicke! oder Kupfer, so entste-
hen Erdöle. Die Nachahmung dieser
Vorgänge hat Sabatier zu einer gan
zen Reihe wichtiger chemischer Funde
geführt. So hat das Kupfer beider
Berührung mit Acetylen und Waer-
stoff in einer Temperatur von 180
Grad C. ein sehr merkwürdiges neues
Product geliefert, das in chemischer Be
ziehung ein festes Hydrocarbyr, d. h.
eine Verbindung des Kupfers mit Was
serstoff und Kohlenstoff darstellt, sehr
leicht entzündbar, ist und äußerlich dem
Feuerschwamm oder Zunder gleicht.
Sabatier hat ihm den Namen Cupren
gegeben. Entsprecher.de neue Verbin-
düngen haben sich ai.ch für das Eisen, '
Nickel und Kobalt herstellen lassen, doch
waren wegen ihrer starken Entzündlich
keit besondere Vorsichtsmaßregeln nö
thig. Ameisenzählung.
Die Menge der Ameisen in einem
Neste hat schon früher der bekannte
Schweizer Myrrnekolog Auguste Forel
annäherungsweise zu bestimmen ver
sucht; er ist dabei zu der Zahl von
114,000 Arbeiterameiselr gelangt, ßine
wirkliche Zähwng hat aber erst der
Genfer Professor Emile Aung vorge
nommen. Seine Beobachtungen bezic
lzen sich aus die rothe Waldamene. Das
erste Mal verfuhr e: so. daß er sammt
liche Bewohner eines Ameisenhaufens
durch Schwefelkohlenstoff tödtete, dann
das ganze Nest in einen großen Sack
schaufelt es wog ca. 173 Pfund
und mit einigen Gehilfen die Ameisen
nebst den Larven einzeln zusammen
suchte. Er zählte dabei 22,580 Amei
sen und 1?,500 Larven. Die Arbeit
war aber bei der Schwierigkeit, die
Ameisen von den Erd- und Holzstück-
chen zu unterscheiden, so mühsam, daß
Nung die Lust verging, sie zu wiederho
len. Die gewonnenen Ziffern konnten
außerdem auf die gestellte Frage keine
zuverlässige Antwort geben, da die ge
rade im Nest befindlichen Ameisen nur
einen kleinen Theil von dessen wirkli
cher Bevölkerung dargestellt haben kön
nen. Daher verfuhr Jung bei feinen
weiteren Zählungen derart, daß er die
Ameisen durch wiederholtes Bedecken
der Nester mit einem Grabscheit, an
dem sie sich rasch ansammelten, lebendig
wegsing. Indem Nung dieses Versah-
ren tagelang fortsetzte, auch den Fang !
aus die benachbarten, von den Ameisen
der Blattläuse wegen besuchten Bäume
erstreckte, indem er ferner Sorge trug,
daß etwaige Massen - Auswanderun
gen der beunruhigten Thiere aus dem
Neste nicht unbeachtet blieben, und daß
diejenigen Ameisen, die sich in unter-
irdischen Gängen versteckt hatten, h:r- !
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vorgeholt wurden, fand er bei der UN
tersuchung von fünf , ungleich großen
Nestern der rothenWaldameise folgende
Zahlen: A. 53.018, B. 67,470. C.
19.933. D. 93.694. E. 47.828 Amei
fen. Es zeigte sich dabei, daß zwischen
der Größe der Nester und der Zahl
ihrer Einwohner gar keine Beziehung
besteht; so waren z. V. die Nester B.
und E. die kleinsten von allen und hat
ten doch mehr Einwohner als das große
Nest C.. V. auch mehr als das gleiö-
falls viel größere Nest A. Die Zahl
der der Zählung entgangenen Ameisen
kann nach Jungs Ansicht nicht bedeu
tend gewesen sein, jedenfalls nicht über
10.000. Es würde sich also ergeben,
daß ein besonders start bevölkertes Nest
der rothen Waldameise nicht viel über
100.000 Einwohner enthält. Das
würde von der durch Forel gefundenen
Zahl nicht allzu weit abweichen. Bei
der großen Menge von Ameisen, die
während dieser Zählungen an Fung's
Auge vorübergegangen sind, konnte er
wahrnehmen, wie große Verschieden
heiten die einzelnen Thiere in Gestalt,
Färbung und Größe aufweisen. Es
gibt unter ihnen Riesen und Zwerge,
Mißgestalten und zahlreiche Ueber
gangsformen zwischen Arbeiterinnen
und weiblichen Ameisen
Schlangengift ein Heil
mittel? '
In dem Kampfe gegen die Pst ist
den Aerzten in Indien ein Bundes
nosse erstanden. aukden wobl Niemand
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Man hiite sich davor !
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und bekannt sind okö
Hüften- und
Nüc?cnfchtt:crzon.
Qri ist auch dc5ann, taf,
St. Saksös Hei
tat beste iil!ttcl dagegen ist.
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bisher verfallen ist. We der dorre
spvndent des Londoner Lanrct" aus
Calcutta meldet, sind dort Versuche ge-
macht worden, die zu dem Ergebniß ge
führt haben, daß das Gift der Brillen-
schlänge den Folgen einer Pesterkran
kung entgegenwirkt. Das Schlangen-
gift wird mit Glycerin vermischt und
dann unter die Haut gespritzt. Die er-
sten EMliniente sind an pefttranlen
Affen gemacht norden. d in allen
Fällen eine schnelle und deutliche Besse-
rung des Befindens zeigten. Die ein
geimpften Mengen des Schlangengiftes
konnten dabei verhältnißmäßig bedeu
tend fein. Es ist schwer einzusehen,
worin diese günstige Wirkung des
Schlangengiftes beruhen soll, und eine
Erklärung ist dafür bisher auch noch
nicht gefunden worden. Man muß vor-
läusig einfach annehmen, daß eben das
Schlangengift in seiner Wirkung auf
den menschlichen Organismus derjeni-
gen des Pestgiftes genau entgegengesetzt
ist, so daß beide einander aufheben.
Weitere Versuche werden in den wissen
schaftlichen Kreisen mit Spannung er
wartet. Politik undVöltergeruch.
Daß ethnographische Fragen auch in
die Politik hineinspielen, ist eine That
sache. die nur nicht immer bekannt ist.
Die verschiedenen Völker haben einen
verschiedenen Geruch und erkennen sich
daran. Die Chinesen behaupten, von
den fremden Teufeln", den Europa
ern, ginge ein für ihre Nafen abscheuli
cher Geruch aus. Ein chinesischer Ge
lehrter erzählte dem Forscher Erman,
dieser Geruch sei für ihn fo unange
nehm und wirke so stark, daß er ihn
röche, wenn ein Weißer in einem Zim-
mer gewesen wäre. Ja, der Geruch
setze sich in seine Kleider fest, und käme
er zu seinen chinesischen Freunden, dann
sagten diese ihm: Aha, Du bist wieder
bei dem Fremden gewesen, wir riechen
es." Umgekehrt riecht aber auch der
Weiße, ob vor ihm Chinesen in einem
Zimmer gewesen waren, wofür Erman
Beispiele anführt, der in Kiachta den
chinesischen Landes- oder Na::onalZe
ruch beobachtete. Dieses sind nur kurze
Andeutungen aus einem reichen Haupt
stück der Chinese aber behauptet, mit
den Weißen ihres Geruches wegen nie
auf besseren Fuß kommen zu können,
und darin liegt die politische Seite der
Sache. ;
Haarwachsthum.
Wie schnell wächst das Haar? Diese
Frage sucht ein Arzt zu beantworten,
der an sich selbst eingehende Beobach
tüngen angestellt hat. Er fand, daß
sein Kopfhaar in der Jugend, etwa in
der Mitte der zwanziger Jahre, monat
lich um 15 Milimeter wuchs, während
es in den sechziger Jahren nur noch um
11 Milimeter im Monat an Länge zu
nahm. Viel erörterr ist die Frage, ob
häufiges .Haarschneiden das Wachs
ih'um der Haare fördert. Entgegen
der im Publikum herrschenden Ansicht
muß diese Frage entschieden verneint
werden. Unser Gewährsmann hat
nach dem Haarschneiden sogar eine
Herabsetzung derWachsthumsgeschwin
digkeit feststellen können. Untersuchun
gen. welche zwei Bonner Forscher an
Thieren angestellt hatten, ergaben
gleichfalls, daß das Längenwachsthirm
der einzelnen Haare durch wiederholtes
Beschneiden keineswegs begünstigt
wurde.
Guter Rath.
Ein schwermüthizer Wurstfabrikant,
der außerdem Bankrott gemacht hatte,
beschloß seinem Leben ein Ende zu ma-
chen und stürzte sich zu diesem Behufe
in's Wasser. Ein armer Teufel, der
zufällig vortxikam, sprang ihm nach
und zog ihn mit eigener Lebensgefahr
ans Land. v Gerührt dankte ihm der
Wurstfabrikant: .Ich habe alles i
Leben verloren und bin außer Stande,
Ihnen ein Geschenk zu machen; aber
einen guten Rath sollen Sie von mir
haben; es ist alles, was ich Ihnen ge
ben kann: Essen Sie niemals Wurst
j
Llus dem Leben.
Hat irgend jemand.' gedankenlos,
Was fürchterlich Dummes gemacht,
Beginnt er seine Entschuldigung f
Gewiß mit: Ich habe gedacht " j
Boshaft. Was das nur für
eine hübsche junge Dame sein mag, mit
welcher man in letzterer Zeit den reichen
Banquier Müller immer sieht?" 's
ist jedenfalls eine Jugendgclubte vou
ihm."
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W. H. Armstrong & Co., 224 S. Meridian
PumMlWässcrlcitung, Fahrzeuge.
Comftok & CoonZe Co.. 371 C. Meridian
Obst und Produkte Commission.
Syerup & Co., 2224 S. Telaware Str.
Jce Crcam.
Furr.sS. R. W.. 212 N. Pennsylvania Etr.
Bauholz.
Coiurn, Henry, eorgia Etr. n ' !l
Weißblech.
Tanner & Cullivan, 216 6. Meridian Str.
Putzvaaren.
fLahnley & McCrea, 240 S. Meridian Str.
Bäckereien.
The Parrvtt & Tagqart Balery. Tel. 80.
Drycc's Bakery, 14 Ost Scuth Str.
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Hendriöson. Lefler & Co.. 131 S. Meridian.
Adolph Frey,
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