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Indiana tribüne. (Indianapolis, Ind.) 1878-1907, June 08, 1905, Image 6

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Jndiana Tribüne. 8 Jn! ISOS
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Jakobs Oil
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Erd,, alt a grögt
Schmerzen Heilmittel
heilt.
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Rheumatismus
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Axf. Diener,
M tt.
Europäische Nachrichten.
Württemberg.
Stuttgart. Kürzlich waren es
25 Jahre, daß Frl. Friederike Rittge
von hier als Arbeitslehrerin in der
Katharinenpflege, Katharinen-Straße
20, thätig ist. Der Lokalwohlthätig
keitsverein wollte diese Gelegenheit
nicht vorübergehen lassen, ohne der
verdienten Jubilarin, die mit uner
müdlichem Fleiß und gediegener Sach
kenntniß, aber auch mit bestem Erfolg
die Arbeit an unserer weiblichen Ju
gend stets getrieben hat, Anerkennung
und Dank auszusprechen. In Can
statt wurden zwei Leichen aus dem
Neckar geländet. In der einen wurde
der 47 Jahre alte Tagelöhner Fried
rich Krämer von Wangen, in der an
deren der 40 Jahre alte Tagelöhner
Gotthilf Schanz von Rohracker er
kannt, die beide seit einiger Zeit ver
mißt worden waren.
B i e t i g h e i m. Unter zahlreicher
Begleitung von nah und fern wurde
dieser Tage der nach langwieriger
Krankheit im 71. Lebensjahre verstor
bene Fabrikant Rudolf Jäger beerdigt.
F e u e r b a ch. In der Lederfabrik
von Roser, hier, verunglückte der 53
Jahre alte Lobmüller Leonhard Karl
Dietrich aus Botnang, gebürtig aus
Lautenbach, indem er mit einem Auf
zug, an dem etwas gebrochen war,
etwa 7 Centimeter abstürzte. Er erlitt
einen Schädelbruch und sonstige
schwere Verletzungen und starb auf
dem Transport in's Katharinen-Ho-spital.
G m L n d. Der Gründer und Se
nior der bekannten Bijouterie - Ketten
fabrik Gustav Hauber ist im Alter von
65 Jahren an den Folgen eines In
fluenza - Anfalles gestorben.
Künzelsau. Vor Kurzem ver
ließ uns Oberlehrer Bernhard, um
nach IZjähriger treuer Arbeit an der
hiesigen Realschule feine neue stelle an
der Realanstalt in Reutlingen anzu
treten. Der Scheidende lehnte eine
öffentliche Abschiedsfeier dankend ab.
Seine Schüler überreichten ihm als
Zeichen der Liebe und Dankbarkeit
zwei schöne Bilder.
Reutlingen. Kommerzienrath
Eisenlohr stiftete für arme und inva
lide Arbeiter 50,000 Mark. Ganz
unerwartet rasch verschied im 58. Le
bensjahre infolge einer Lungnläh
mung der erste Geistliche unserer
Stadt, Dekan Ströle, nach nur vier
tägigem Kranksein.
S ch r a m b e r g. Bei dem Ver
suche, seinen in's Wasser gerathenen
Spielball aufzufischen, fiel das 9
Jahre alte Töchterchen des Fabrikan
ten Schlauder hier in die reißende
Schiltach, wurde aber durch den zu
fällig an der Unfallstelle vorübergehen
den Sattlermeister Krön von hier den
Wellen entrissen.
Tübingen. Dem ordentlichen
Professor Dr. Häring an der evange
lisch - theologischen Fakultät der hiesi
gen Universität wurde das Ehrenkreuz
des Ordens der Württembergischen
Krone verliehen.
U l m. Nach kurzem 5drankenlager
starb im Alter von über 80 Jahren
Stadtrath Wilhelm Wolbach. Der
Verstorbene hatte 30 Jahre dem Ge
meinderathe angehört und war im
Dienste der Allgemeinheit in zahlrei
chen Commissionen thätig. Sein die
derer, offener Charakter hatte ihm viele
Freunde gewonnen.
Wald stet ten. Letztens gerieth
der 74 Jahre alte Landwirth Johann
Martin Haug von hier beim Ueber
schreiten des Lechenbachs in das durch
die Schneeschmelze stark angeschwollene
Wasser und ertrank.
Waden.
Karlsruhe. Der kleinste Mann
der badischen Residenz, der frühere
Uhrmacher und spätere Privatier Hein
rich Dollmätsch, als wohlproportionir-
ter Zwerg eine stadtbekannte Person-
lichkeit, der mit vielem Handroerksge
schick und gutem Verstand begabt war,
hat sein Leben von etwa 50 Jahren
durch einen Revolverscbuß beendet.
B a h l i n g e n. Der 40 Jahre alte
Landwirth Matthias Walz hat sich
aus Furcht vor einer zu erwartenden
Strafe erhängt.
Ettlingen. Jnr Stephanien-
bad zu Beiertheim wurde die Leiche des
vermißten Kindes des Bäckermeisters
Bosch hier aufgefunden.
Emmendingen. In einem
Weihe: ertränkte sich die 65jöMige
Wittwe des Joh. Gg. Scheer von Ot-
toschwanden.
Gundelfingen. Der im 79.
Lebensjahre stehende Hauptlehrer Zipf,
der dienstälteste aktive Lehrer Badens,
tritt demnächst in den Ruhestand. Zipf
wirkte 60 Jahre als Lehrer, darunter
38 Jahre in hiesiger Gemeinde.
Haßmersheim. Letztens ent
fernte sich die Frau des Jakob Schmitt
von hier aus ihrer Wohnung und
stürzte sich in den Neckar. Die Leiche
konnte bald geländet werde. Die
! Frau war schon längere Zeit schwer-
Mllthlg.
H ü f i n g e n. Hier starb im Alter
von 77 Jahren Altbürgermeister Ja-
kob Bausch. Derselbe stand 26 Jahre
an der Spltze der Gememdeverwal
tung. Konstanz. Gestorben ist Alt-
Stadtrath Gustav Hummel, Privatier,
der vom November 1894 bis November
1897 dem Stadtrathe angehörte und
Respizient des Straßenbaues und des
Wasserwerks war.
Mannheim. Vor dem Hause
Rheindammstr. 1 hier fiel der 5 Jahre
alte Wilhelm Steinmetz, Sohn des
Schuhmachermeisters Friedrich Stein
metz hier, von einem in der Fahrt be
findlichen zweispännigen Bierfuhrwerk
herunter, wobei ihm das linke Hinter
rad über die Brust ging. Der schwer
verletzte Knabe starb bald darauf.
R a st a t t. Erschossen hat sich in
der Toilette des Hauptbahnhofes der
30 Jahre alte, verheirathete Eisendre
her und Wirth Heinrich Kaltenbach
Mannheim. Der Todte hatte die
Wirthschaft zur Madenburg" in Lit.
G. 7 inne.
W a h l w i e s. Der in der Dampf
säge beschäftigte Platzarbeiter Joseph
Honold verunglückte beim Abladen von
Langholz, indem ihm ein schwerer Bu
chenstamm den linken Unterschenkel ab
drückte. WollmaHngen. Hier wurde
das 4 Jahre alte Söhnchen des
Schmiedemeisters Adolf Greis in einer
Jauchegrube todt aufgefunden. Ein
anderes Söhnchen verlor vor einigen
Jahren auf dieselbe Weise das Leben,
weshalb die Familie um so mehr zu
bedauern ist.
Vheinpfakz.
S P e y e r. Lebendig verbrannt ist
das 7 Monate alte Kind des Stein-
druckers Joseph Schall hier. Dessen
Frau war einer Hausfreundin beim
Füttern behilflich und ließ ihr Mäd
chen im Kinderwagen in der Wohnung
zurück. Durch die Bewegungen des
Kindes kam der Wagen in's Rollen
und stieß an den Tisch, auf dem die
brennende Petroleumlampe stand. Die
Lampe stürzte um und ihr Inhalt er
goß sich 'in den Wagen, der lichterloh
brannte. Bis die Mutter zur Stelle
geeilt war, war das arme Wesen ver
brannt. F i s ch b a ch bei Hochspeyer. In der
Waldabtheilung Pfaffenthal wurde
der 51jährige Ackerer Jakob Margan
von hier erhängt aufgefunden. Mar
gan hatte sich, nachdem gerade ausge-
schellt worden war, daß ihm eine Kuh
und ein Schwein versteigert werden
sollten, aus dem Ort entfernt.
Germersheim. Folgende Un
glücksmeldung ist hier aus Villingen
eingetroffen: Der Reserveführer Jak.
lern, Soyn ves ytestgen Baynlzoss
Portiers, welcher die Vorspannmaschine
eines von Hausach hier ankommenden
Güterzuges führte, wurde, als er hier
beim Stillstand des Zuges an der Ma
schine etwas nachsehen wollte, von dem
inzwischen auf dem daneben liegenden
Geleise einfahrenden Güterzuge von
Singen erfaßt und am Kopfe schwer
verletzt. Der Tod des Klein trat bald
darauf ein.
Ludwigshafen. Der ledige
Maurer Ottilio Spinnelli aus Italien,
geboren 1878, sprang unter Zurücklas
jung seines Rockes, Hutes und der Le
gitimationspapiere vom südlichen Geh
weg der Rheinbrücke aus in den Strom
und ertrank. Seine Leiche Tonnte nicht
geländet werden.
N e u st a d t a. d. Haardi. Bezirks
amtsassessor Wand Hierselbst wurde
von dem hiesigen Stadtrath zum Bür
germeister gewählt.
Zweibrücken. Der Stadtrath
hier hatte in seiner ersten Sitzung der
neuen Periode den Altbürgermeister
Kommerzienrath Wolf hier zum Eh
renbürger ernannt. Jetzt wurde ihm
ein prachtvoll ausgestattetes Diplom
von dem Stadtrath mit Bürgermeister
Freudenberg an der Spitze in seiner
Wohnung überreicht.
Eksaß Lothringen.
S t r a ß b u r g. Der vor Kurzem
hier verstorbene Fabrikant Ferdinand
Oppenheimer, früherer Theilhaber der
Lederfabrik Alder und Oppenheimer,
hat für wohlthätige und gemeinnützige
Zwecke 100,000 Mark gestiftet. In
der dem Pfarrer Halweck im nahen
Schaffhausen anvertrauten Darlehns
kasse ist ein Defizit von über 12,000
Mark festgestellt worden. Das Geld
wurde unterschlagen und der Pfarrer
ist geflohen. Mit dem Pfarrer ist
auch eine junge Dame aus der Ge-
memde verschwunden.
V o l ch e n. Der frühere hiesige
Notar, Bürgermeister und Mitglied
des Generalraths Le Secq Crepy ist
im hohen Alter von 91 Jahren gestor
oen. Er binterläkt eine fcediitTtS
Sammlung von Elsenbeintafeln,
Emailles, Glasgemälden, alten Mö
beln, Oelgemälden u. s. w.
D i e d e n h o f e n. Der Unteroffi
zier Stöbe vom Fuß-Artillerie - Regi-
ment No. 9 in Diedenhofen bei Kedin
gen stürzte kürzlich so unglücklich vom
Rade, daß er eine Stunde darauf ver
starb. Stöbe war als äußerst tüchti
ger Unteroffizier geschätzt; er war im
Besitze eines Einjährig - FreiwiMgen
Zeugnisses. G o r z e. Einen grausigen Fund
machten einige an der Banngrenze von
Sauen pürschende Gorzer und Metzer
Jäger. Sie fanden dort im Gestrüpp
die in vollständige Verwesung überge
gangene und vom Raubzeug angefres
sene Leiche des seit Anfang December
vermißten, pensionirten französischen
Gendarmen Charpentier.
M e tz. Auf der Jagd erschossen
wurde in dem Revier von Flevy der
Gastwirth Reih von hier, ein Mann in
den besten Jahren und Vater von drei
noch unerzogenen Kindern. Während
er mit seinem Bekannten, Francois
Bier aus Flevy, auf Wildschweine
pürschte, fügte es ein unglückseliger
Zufall, daß beide Jäger bei zweiseiti
ger Umgehung eines Terrainabschnit-
tes ein Schwein zum Schuß bekamen.
Die Kugel ds Bier verfehlte ihr Ziel
und traf Neiß, der auf weitere hundert
Meter in der Schußrichtung stand, so
unglücklich in den Kopf, daß er fast so
fort todt niedersank.
Jtlecklenburg.
Schwerin. Der Großherzog
hat dem nach 26jähriger Dienstzeit
aus dem Amt geschiedenen Lan'dreni
meister v. Oertzen das Comturkreuz
des HausordenS derWendischen Krone
verliehen.
G r a b o w. Der Arbeiter Heinrich
Jatobs Hierselbst wurde, als er mit
Steinsprengen beschäftigt war, durch
einen Schuß schwer verletzt. Der
Schuß, der vorher versagt hatte, ging
gerade los, als Jakobs sich über den
Stein beugte, um die Ursache des Ver
sagens zu erforschen. Sein Gesicht, be
sonders sein rechtesAuge, wurde schwer
beschädigt. Der Verunglückte, der
schon vor längeren Jahren einen ähn
lichen Unfall erlitt, wurde ins Stift
Bethlehem zu Ludwigslust gebracht.
P a r ch i m. Dem Dienstmädchen
Johanna Lemke, das schon 30 Jahre
bei dem Böttchermeister Plähn hier
selbst im Dienste steht, wurde von dem
Großherzoge die Verdienstmedaille in
Bronze verliehen.
Mall iß. Der Häusler Semler
von hier wollte den Kahn seines
Schwiegervaters nach der hiesigen Zie
gelei transportiren, wobei er beim
Passiren einer Brücke gegen einen
Strebepfeiler gedrückt wurde. Er
sollte auf ärztliche Anordnung ins
Stift Bethlehem übergeführt werden,
starb aber bereits auf dem Wege dort
hin. M a l ch o rn. Kürzlich feierte der
Gutsförster Karl Wagener in der be
nachbarten Ortschaft Satow den Tag,
an dem er vor 60 Jahren in denDienst
der Familie v. Flotow als Förster
eintrat. Der Jubilar, der drei Gene
rationen hindurch der v. Flotow'schen
Famttie diente, steht jetzt im 82. Le
benszahre. Mestlin. Ein Schmiedemeister
von hier war im hiesigen Pfargarten
mit dem Absägen eines großen Wal
nußbaumes beschäftigt, wobei ihm der
Chausseewärter Wulfs hilfreiche Hand
leistete. Wulfs gerieth unter den fal
lenden Baum und erlitt außer mehre
ren Rippenbrüchen schwere innere Ver
letzungen, an denen er gestorben ist.
Ein e'genarttger Gevuris
fall wird auö Hocking, Ja., gemeldet.
Dort gab Frau William Darby, wel
che unlängst in bis jetzt nicht ausge
klärter Weise einen Schuß in den
Kopf erhielt und dadurch bewußtlos
wurde, in diesem Zustande einem
Kinde das Leben, welches vollkommen
gesund ist. Nach der Ansicht der
Aerzte ist ein ,olcher Fall bis jetzt
nicht vorgekommen.
Um dem Mangel an Farm
arbeitern abzuhelfen, worunter die
Farmer im Staate New Jork schwer
zu leiden haben, trifft der dortige
Ackerbau-Commissär Wieting Anftal
ten zur Ausführung eines Planes, zu
welchem ein von der dortigen Staats
gesetzgebung angenommenes, und vom
Gouverneur unterzeichnetes Gesetz die
Ermächtigung ertheilt. Seit vielen
Jahren hat man die Beobachtung ge
macht, daß einwandernde Landarbei
ter und kleine Farmer sich selten im
Osten niederlassen, sondern Heimstät
ten im Westen suchen. In früheren
Jahren übten die van der Bundesregie
rung zu vergebenden Heimstätten eine
bedeutende Anziehungskraft, aber jetzt
sind viele dieser Heimstätten besetzt,
und man hofft, di ersehnte Einwände
rung für den Staat New Aork gewin
nen zu können. Das landwirthschaft
liche Departement desselben glaubt,
dies bewerkstelligen zu können, indem
es dafür sorgt, daß die Vortheile, wel
che der Betrieb von Farm- und Milch-
wirthschaft im Staate New Jork bie-
tet, allgemeiner bekannt werden.
Auf merkwürdige Art
dem Tode entaangen ist in New Jork
der Russe Vladislov Mickolowsky, der
kürzlich nach Amerika gekommen war,
um der Hochzeit seiner Nichte Antoi
nette Jalowsky beizuwohnen. Diesel
be fand neulich Sonntags statt und
wurde Abends in einem sechsstöckigen
Tenementhause an der Madison Str..
in welchem die Nichte wohnt, gefeiert.
Gegen 2 Uhr Morgens ging Micko
lowsky, als einer der letzten, fort und
da ihm sehr warm war, begab er sich
auf das Dach, um dort die Nacht zu
verbringen. Etwa eine Stunde später
wurden die Hausbewohner durch lau
tes Geschrei und ein eigenthümliches
Krachen aus dem Schlaf ausgescheucht.
Eine Untersuchung ergab, daß der
Russe unten auf dem Hofe auf einem
dicken Bündel Kleider und Wäschelei
nen lag und sich stöhnend eine Hand
rieb. Der Mann war vom Dache ge-
stürzt und hatte zu seinem Glück im
Fall alle Wäscheleinen mit sich geris
sen, wodurch er vor schweren Verle
tzungen bewahrt blieb. Ein herbeige
holter Ambulanzarzt konnte unver
richtete? Sache wieder abziehen, da
der Russe absolut nichts von ihm wif
sen wollte.
Definition. Was ist denn
eigentlich ein Temperenzler?" Ach,
das ist ein Mann, der sich öfter als
andere vornimmt, nie wieder zu trin-seit!"
Verfänglich.
Er: Schocksapperment, jedesmal
wenn ich arbeiten will, fehlt mir etwas
auf meinem Schreibtisch."
S i e: Was denn, Männchen? Tin
te. Fetzer, Bleistift . . .?"
Er: Unsinn! Der Korkenzieher
DeplacirteRedensart.
Ich glaube gar, Männchen, hier
kommt schon ein weißes Haar durch
und dort noch ein weißes... bald
werde ich ganz weiß sein. . ." Wa
rum nicht gar, Emmchen; Du siehst
immer gleich zu schwarz!"
Wasserscheu.
I y
.lia
.."'-'"i
, w in VJ' ! ri"i ' i' "fl
V&Wv.vgt
u r j , l'. nf r '?
Zu Hilfe, zu Hilfe!"
Ja, schauen S', Fräul'n, ich ziehet'
Sie schon 'raus wenn S' nur nit
g'rad' im Wasser lieget'n!"
Kleines Mißverpänd
n i ß. Klärchen liest im Kochbuch:
Man schneide einen Tag alte Sem-
meln in Scheiben." Bestürzt eilt sie
zur Mutter und fragt: Mutter, einen
ganzen Tag muß man alte Semmeln
schneiden?"
Bornehm.
UM
WM
Jette (zur Rieke, die Ausgehtag
hat): Nanu, Du jehst aus heite? Ick
denke heit kommt Dein Willem her?"
Rieke: Wenn schon, denn sagst'
de eben, daß ick heit nich empfange."
Entrüstet. Kohn (im Auto
mobil, das nicht vom Fleck geht):
Solch' meschuggenes Gestell! Stinkt,
aber rührt sich nicht! Da hätt' ich
mer for billigeres Geld a alten Käse
kaufen sollen!
Auf sich bezogen. Dame:
Meine Lieblingsblume ist Jelänger
Jelieber"." Herr (klein und dick):
Mein Fräulein, ich verstehe Ihre Blu
mensprache, diesen Korb hätte ich nicht
krwartet."
Aufrichtig.
Denk' Dir, Alte, mir hat heute
Nacht geträumt, wir wären gar nim
mer ausgekommen miteinander. Da
hättest Du Ehescheidung beantragt und
wir wären auch richtig geschieden wor
den!... Du hättest schon all' Deine
Sachen zusammengepackt gehabt und
wärst bereits im Begriff gewesen, zu
verschwinden!"
Nun, und wie ist's weiter gegan
gen?" Ja, was heißt weiter gegangen?!
Wie's halt bei solchen Träumen immer
geht: Wenn's am schönsten wird, wacht
man auf!"
Zeitungsnotiz. Aus Nah
rungssorgen hat der Schriftsteller
Schmächtig gestern feinem Leben durch
Erhängen ein Ende gemacht. Seine
letzte Arbeit war die bekannte Bro
schüre: Wie werde ich wohlhabend?"
'
m
U&ij
Eine Anzahl wohlthätig
gesinnter deutscher Damen und Herren
hat sich die Gründung einer Heimstätte
für deutsche Lehrerinnen und Erziehe
rinnen, die in New York, dem Haupt
eingange zu den Vereinigten Staaten,
landen, und ohne Freunde fern der
Heimath allerlei Gefahren ausgesetzt
sind, als Ziel gesteckt. Die Aufgabe die
ses in New York zu gründenden Heims
wäre: 1. den ankommenden oder stel
lenlofen Lehrerinnen gegen eine be
scheidene Vergütung Wohnung, Bekö
stigung, Rath und Schutz zu gewäh
ren; 2. den Mitgliedern des Heims
Stellungen zu vermitteln, und 3. ih
nen ei.ien Versammlungsort zn bieten.
Der 5 reffende Ausschuß rechnet in
Verfolgung seines Planes auf die
Mitwirkung derjenigen, welche wissen,
was es heißt, in einem fremden Lande
zu fein, ohne Freunde und Verwandte,
ohne Stellung, oder der Erholung und
des Rathes bedürftig. Auch rechnet es
auf die Mitwirkung und Theilnahme
derjenigen unserer Mitbürger und
Mitbürgerinnen, denen deutsche Lehre
rinnen und Erzieherinnen eine treue
Und gewissenhafte Stütze bei der Erzie
hung ihrer Kinder waren und noch
sind.
Auf dem P o st a m t e in
Stockholm explodirte eine Sendung
aus dem Auslande, wobei einer Post
beamtin zwei Finger abgerissen und
zwei andere Beamte leicht verletzt
wurden. Die Sendung enthielt eine
Flasche mit einem bräunlichen Pulver,
zugleich mit einem Preiskurant und
einem Reklamecircular, und stammt
von einer Berliner Parfümeriefirma.
Dem Circular zufolge enthielt die
Flasche eine neue Art Parfüm von der
Firma Rallet & Co., Paris und Mos
kau. Die Polizei nahm sofort eine
Untersuchung der Angelegenheit vor.
In dem Circular wird mitgetheilt,
daß die Firma 10,000 Probeflaschen
über ganz Skandinavien versandt
habe. Die Berliner Firma erklärt
dazu, daß sie mit dieser Angelegenheit
nicht in Verbindung stehe; sie habe
niemals was nach Schweden geschickt.
Der Inhalt der gefährlichen Parfüm
flasche ist untersucht worden. Der als
Sachverständige hinzugezogene Profes
sor Cronquist glaubt, daß in der La
düng ein ungewöhnliche? Explosivstoff
enthalten war, der aber nur einen klei
nen, abgesonderten Theil in dem
Packet einnahm. Das in der Flasche
enthaltene Parfüm ist in der Art seiner
Zusammensetzung auf dem fchwedi
sehen Parfümmarkt noch völlig unbe
kannt. Als Adressat war auf dem
Packet der Notar Alfred Valentin an
gegeben. Als dieser befragt wurde,
ob er annehmen könne, daß ein An
schlag gegen seine Person von einer
ihm übelwollenden Person gerichtet
wäre, stellte er diese Möglichkeit als
unwahrscheinlich hin.
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