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Indiana tribüne. (Indianapolis, Ind.) 1878-1907, October 11, 1905, Image 6

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Jndiana Stvibünt, 11. Oktober 1905.
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Warum nicht Ihr Heim
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...und Range...
Dieselben übertreffen alle andern in
Schönheit, Dauerhaftigkeit, Heizkraft
und Sparsamkeit im Kohlenverbrauche.
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Europaische Nachrichten.
Vrovirrz Schreswig'Korstein.
A l t 0 n a. Der Gerber Horst von
hier, der vor einiger Zeit auf der Bor
steler Chaussee von dem Vorderperron
eines Straßenbahnwagens auf die
Straße fiel und sich einen schweren
Schädelbruch zuzog, ist im Kranken
hause seinen Verletzungen erlegen.
Ertrunken ist auf der Unterelbe der hier
wohnhaft gewesene 16jährige Schiffs
koch Henne. Henne war auf-einem
Finkenwärder Fischewer bedienstet. Bei
einem Segelmanöver wurde er über
Bord geschleudert und vom Strom
fortgerissen. Die von dem Schiffer
angestellten Rettungsversuche blieben
erfolglos.
Büdelsdorf. Das Ljährize
Kind des Arbeiters Sievers stürzte
aus dem zweiten Stockwerk der elter
lichen Wohnung auf die Straße und
erlitt so schwere Verletzungen, daß es
an 'deren Folgen nach kurzem starb.
Es in gen. Beim Baden ertrun
ken ist der Bahnwärter Jürgen Lü
ders Hierselbst, der demnächst in den
Ruhestand treten wollte.
Hermannshof. Aus unbekann
ter Ursache entstand in dem Gewese
des Hofbesitzers P. Johannsen eine
Feuersbrunst, die das Gewese völlig
zerstörte.
I tz e h 0 e. Unlängst erschoß sich in
der Nähe des Lockstädter Truppen
Übungsplatzes der Unteroffizier Freu
denthal aus Vierlanden mit dem
Dienstgewehr eines Kameraden. Die
Ursache des Selbstmordes ist unbe
kannt. . Kiel. Vor kurzem wurde der
zehnjährige Sohn des Professors Ro
dewald im Garten des vaterlichenHau
ses todt aufgefunden. Er hatte, wie
man annimmt, ein Gewehr seines Va
ters zum Spielen mit in den Garten
genommen, das wahrscheinlich noch ge
laden war. Vermuthlich ging das Ge
wehr los, als er in den Lauf sah; die
volle Ladung ging dem Knaben in das
Auge, so daß er sofort todt war.
Wegen' einer geringfügigen Arreststra
fe erschoß sich der Fähnrich zur See
Suckau.
Loitkirkeby. Die 7jährige
Tochter des Landmanns Toft wurde
von einem Steinwagen, dessen Pferde
scheu geworden waren, überfahren und
getödtet.
Provinz Schkesien.
V r e s l a u. Letztens fand man den
Kassirer Richard Korth in seiner Klo
sterstraße 39 im Seitenhause gelegenen
Wohnung, im Zustande einer gefährli
chen Karbolsäurevergiftung vor. Nach
dem ein im Hause wohnender Arzt zu
Hilfe gerufen war, fuhr man den Le
bensmüden ins Wenzel Hancke'sche
Krankenhaus, wo er der-Vergiftung er
legen ist. Vor einiger Zeit stürzte
das 14 Jahre alte Mädchen Gertrud
Seer in dem Grundstück Sternstraße
92 aus dem dritten Stock über das
Treppengeländer in den Hausflur und
erlitt Verletzungen, die sofort den Tod
herbeiführten
Stieg. In der Zuckerfabrik von
Neuzebauer u. Comp. Hierselbst stürzte
der Arbeiter Weiß von einer Leiter,
wodurch er schwere innere Verletzungen
erlitt. Der Verunglückte mußte mit
telst Krankenwagen in die städtische
Krankenanstalt geschafft werden.
G ö r l i tz. Nach kurzem, schwerem
Krankenlager verstarb plötzlich der hie
sige städtische Musikdirektor Arthur
Stiehler im 42. Lebensjahr. Nach
dem er in Köln und Annaberg Kapell
meister gewesen war, kam er 1893 nach
hier.
K r a s ch e n. Dem Bauerngutsbe
sitzer Otto Krause wurde auf seiner
Wiese beim Grasmähen das linke
Bein fast völlig durchschnitten. Um
den Aermsten am Leben zu erhalten,
mußte das verletzte Glied nun ampu
tirt werden. '
L i e g n i tz. In der Pianofortefa
brik Ed. Seiler Hierselbst gehören die
Arbeiter - Jubiläen nicht mehr zu den
Seltenheiten. Binnen verhaltnißmä
ßig kurzer Zeit konnten in neuerer Zeit
25 daselbst Beschäftigteuf eine Ar
beitsdauer von 25 und mehr, ja bis zu
40 Jahren zurückblicken. Auch jetzt war
es wieder drei Jnst:umentenbauern,
Laube, Langner und Rattke, beschieden,
ihr 25jährigesJubilaum feiern zu kön
nen. Die Chefs ließen das Ereigniß
nicht vorübergehen, ohne den Jubila
ren je ein namhaftes Geldgeschenk und
ein Lotterieloos der Görlitzer Ausstel
lung eingehändigt zu haben.
Provinz 'Fosen.
B r o m b e r g. Die Barbier-, Fri-seur-
und Perrückenmacher - Innung
beging das Fest ihres 25jährigen Be
stehens. Hierzu hatten sich auch Vertre
ter der Innungen Thorn, Graudenz
und Danzig eingesunden.
F r a u st a d t. Die hiesige Freiwil
lige Feuerwehr beging die Feier ihres
50j'ährigen Bestehens. Bei dem Fest
essen brackte Landrath v. Heppe das
Kaiserhoch aus. Bürgermeister Daum
begrüßte die fremden Gäste, Stadtver
ordnetenvorsteher Pucher toastete auf
die hiesige Wehr. Rentier W. Gruhl
auf die Begründer und früheren Leiter
der Wehr.
Kleindorf.. Der hiesige Wirth
Poczuntek wurde unterwegs von einem
Unwetter überrascht. Er stellte sein
Fuhrwerk, auf dem sich auch der 25
jährige Wirthssohn Fabisch aus Won
tfhtr kfand. auf einem Geböft in
Zielende S
Frauen leiden Qualen durch 'Schmerzen, von denen Manner keinen Begriff
ist der schreckliche niederdrückende oder ziehende Schmerz der bei manchen Frauen so oft eine Begleiterscheinung
der monatlichen Perioden ist und bei anderen von Monat zu Monat, Woche zn Woche, Tag zu Tag andauert,
bis selbst der Tod als Erleichterung willkommen sein würde. Was bedeutet das ? Es bedeutet möglicherweise,
daß Ihre Gebärmutter sich verrückt, umgekehrt, verdreht oder gesenkt hat in. Folge einer gewissen Schwäche
jener Muskelfasern, welche dazu dienen sollen, dieselbe gerade und in Stellung zu halten. Es bedeutet, daß,
Sie keine Zeit verlieren müssen, sondern zur Erleichterung und Cur die eine Medizin nehmen, welche mit Ge
witzheit von Nutzen für Sie ist und Sie kurirt wie sie schon eine Million von anderen glücklichen, erfreuten
Frauen kurirt hat, nämlich i
Schreiben
Sie '
an uns
frei und offen in vollem Vertrauen und tyellen
Sie uns alle Ihre Symptome und Leiden mtl.
Wir schicken Ihnen freien Nath (in einfachem,
versiegeltem Couvcrt), wie Cie zu turiren find.
Adresse: Ladies' Ädvisorh Tcpt.. The Chattanooga
Mcdicine Co.. Chattancoga, Tenn.
Jaromirz ein. Gerade als sie die Pfer
de in den Stall bringen wollten, fuhr
ein Blitz hernieder, Fabisch war sofort
todt, während Poczuntek sich nach eini
ger Zeit wieder erholte. Auch die bei
den Pferde des Poczuntek wurden vom
Blitz getödtet.
Maraoninsdorf. Lasdwirth
Strychalski war "damit beschäftigt.
Heu mittelst eines Prahmes über die
Netze zu befördern. Als er mitten auf
dem Flusse war. rutschte das Heu mit
Strychalski ins Wasser, und noch be
vor man Hilfe bringen konnte, war
Strychalski ertrunken.
Niewierz. Durch einen Blitz
wurde der Eigenthümer Puch getödtet.
In dem Augenblick, als Puch das Fen
ster öffnete, um nachzusehen, ob das
Gewitter bald vorüber sei. traf ihn
der Blitz. Puch hinterläßt seine Frau
mit fünf unversorgten Kindern.
Osniszewo. Vor kurzem ver
schied hier nach schwerem Leiden" im
Alter von 69 Jahren Oekonomierath
Karl Mahncke. Er hat seine ihm im
Tode vorangegangene Gattin nur kur
ze Zeit überlebt. Der Verstorbene hat
die letzten Feldzüge mitgemacht und be
saß den Kronenorden und den Rothen
Adlerorden.
S ch r o d a. Ein Vauunglück ereig
nete sich auf dem Woznyschen Umbau.
Maler waren auf dem Baugerüste be
schäftigt. die Fassade zu streichen.
Wahrscheinlich infolge ungenügender
Befestigung kippten plötzlich mehrere
Bretter und stürzten in die Tiefe, da
bei den 28jährigen Bakos und einen
zweiten Maler, Bulynski, mit sich rei
ßend. Während letzterer auf das
Trottoir fiel und schwere äußere und
innere Verletzungen erlitt, stürzte Ba
kos auf einen Bretterzaun und zwar
in Reitstellung, dabei wurde dernUn
glücklichen der Oberschenkel zerfleischt,
so daß, da eine Hauptschlagader zer
riß, eine fürchterliche Blutung erfolg
te. Er starb bald darauf infolge Ver
blutung. Provinz Sachsen.
Magdeburg. Die Tochter des
Schlossermeisters Dohlenberg, die in
folge der Explosion einer Petroleum
lampe sehr schwere Brandwunden er
litten hatte, ist in der altstädtischen
Krankenanstalt gestorben. Ober
postpraktikant Hehde von hier ist auf
der Chaussee vom Brocken nach Ilsen
bürg todt aufgefunden worden. Sein
Portemonnaie fehlte.' Die Leiche hatte
einen Schuß im Rücken; die an der
Hinterseite der Hose befindliche Tasche
war herausgezogen. Der als der That
dringend verdächtige Kellner Friedrich
Nordhausen wurde vom Gendarm
Köhler verhaftet und nach Wernigero
de gebracht.
Althaldens leben. In der
hiesigen Steingutfabrik von Schmelzer
& Gerike feierte kürzlich der Arbeiter
Horst aus Neuhaldensleben die Feier
seines silbernen Arbeitsjubiläums.
Vaumg arten. Letztens wurde
der 13jährige Sohn des Hofmeiers
Silbermann beim Kälberhüten von
dem Bullen einer in der Nähe befind
lichen Rinderherde angegriffen und so
übel zugerichtet, daß er nach kurzer
Zeit den erlittenen Verletzungen erle
gen ist.
D ö l a u. Auf grausige Weise kam
hier der Gemeindearbeiter Schmidt
ums Leben. Der Unglückliche, der,
sonst ein kräftiger Mensch an Epilepsie
litt, wurde beim Reinigen eines Gra
bcns von seinem tückischen Leiden be
fallen und stürzte mit dem Gesicht in
die Schlammmassen, die ihn erstickten.
Frienstedt. Der 27jährige
Sohn der Adlungschen Eheleute hatte
während eines heftigen Gewitters auf
einem mit Grünfutter beladenen Wa
gen die Rückfahrt vom Felde angetre
ten und war von einem Blitzstrahl ge
tödtet worden.
H o l l e b e n. Vor kurzem ertrank
der 18jährige Maurer Flinger beim
Baden in der Saale. Flinger, der ein
tüchtiger Schwimmer' war, warf sich
erhitzt in die Fluthen, erlitt einen
Herzschlag und verschwand in die
Tiefe.
. Mu.blausen. Kaufmann Gu-
cnmaTc
WINEi
stav Seiler fiel, als er im Begriff war,
seine im oberen Stockwerk krank dar
niederliegende Frau aufzusuchen, in
seinem Hause die Treppe hinunter und
war sofort, todt.
Frovinz Hannover.
. Hannover. Dieser Tage begin
gen das fünfzigjährige Jubiläum in
der Hannoverschen Baumwoll - Spin
nerei und Weberei der Spinner Au
gust Müller und der Meister Clemens
Reiche!. Vor kurzem wurde hier der
Lichtdruck-Maschinenmeister Hermann
Nudelt aus Bielefeld verhaftet. Nudelt
steht in dem dringenden Verdacht, sei
ne Frau Minna, geb. Treulob, in Bie
lefeld vergiftet zu haben.
Brennersgrün. Hier ertränkte
die Hebamme Stüber ihr fünfjähriges
Kind und sich selbst. Unleidliche Fa
milienverhältnisse sollen das Motiv zur
Thai sein.
E m d e n. Der Packmcister Körner
wurde, als der Badezug hier ankam,
mit zerquetschtem Oberkörper in ei
nem geschlossenen Packwagen aufgefun
den. Der Unfall ist vermuthlich durch
Zuschlagen der Wagenthür entstan
den. Fulde. Unlängst ging hier ein
heftiges Gewitter mit starkem Regen
nieder. Beim Gastwirth Köhler schlug
es ein und das ganze Wohnhaus mit
Stallung brannte nieder.
Groß -Gusborn. Der Hof
besitze: Struck wollte einen bösartigen
Bullen aus dem Stall holen, wurde
jedoch hierbei von dem aufgeregten
Thier mit den Hörnern erfaßt und so
furchtbar zugerichtet, daß der bedau
ernswerthe Mann schon nach kurzer
Zeit starb.
H i d d e s d o r f. Während ein
schweres Gewitter über unsere Feld
mark zog, wurde der Schuhmacher
meister Borchers bei seiner Arbeit auf
dcm Felde vom Blitz getroffen und ge
tödtet. Lüneburg. Letztens zog ein
starkes Gewitter mit wolkenbrucharti
gem Regen über unsere Stadt und
Umgegend. Die gewaltigen Wasser
Massen - haben stellenweise erheblichen
Schaden angerichtet. Im benachbar
ten Wendhausen traf ein Blitz das Ge
wese der Halbhöfncrin Koch, welches
vollständig eingeäschert wurde.
Norden. Vor einiger Zeit fand
man aus der hiesigen Station im Pack
wagen des Radezuges den Schaffner
Thesing aus Münster mit zerschmet
tertem Kopf. Aerztliche Hilfe war so
fort zur Stelle, doch starb Thesing
schon auf dem Transporte nach dem
Krankenhause. Der Unglückliche, der
etwa 33 Jahre alt ist und eine Frau
mit zwei Kinder hinterläßt, hatte
wahrscheinlich aus dem Wagen gesehen
und ist dann wohl von der Schiebe
thllr getroffen und tödtlich verletzt
worden.
- Rhederfeld. Hier tödtete der
Blitz die 19jährige Elisabeth Behrends,
welche vor der Thüre stand, und be
täubte ihren Bruder, der sich noch ins
Haus schleppen konnte und dann be
wußtlos zusammenbrach. Mehrere
kalte Schläge fuhren in Gebäude und
beschädigten diese, ebenfo wurde eine
Kuh' auf der Weide erschlagen, ein
Pferd gelähmt.
' R-a ff tUd e. Kaffeeflecke aus
Tischtüchern, verschwinden durch Ve
tupfen jt gereinigtem Glycerin und
darauffolgendem Auswaschen in lau
warmem Wasser.
Gefrorkne, Aepfel brauch
barzumachen. Man legt die ge
frorenen Aepfet in ein Gesäff mit kal
tem Waffe,, so daß daS Wasser noch
einige Zoll über den Aepfeln sieht.
Bald werden die Akpfel von einer Eis
kruste umgeben sein und man kann
nu das Waffe? abaießen und die
Aepfel durch Abreiben mit einem
trockenen Tuch von den Eiskrusten b
freien und sie in einem nicht zu war
men Raum zum Trocknen hinlegen,
wonach sie ihre frühe Vrauchbartett
wieder erlangen. Mit aesrorenen Btr
nen verfahre ma ebenso, bringe bt
Frucht aber nie vor der angegebenen
Procedur in einen warmen Raum,
sdup ist alle Qtfrabit Mühe vergebens.
jp)
.111 o
Lcsct
I dies
IftlMTTs
0F UM
Wiedervonhierabgescho
ben wurde Romaine Daurignac. ein
Bruder der berüchtigten Madame The
rese Humbert, welche in Frankreich zu
vieljähriger Zwangshaft verurtheilt
wurde, weil sie eine Zahl gläubiger
Mitmenschen um 12.000.000 be
schwindelt hatte. Ihr edler Bruder
traf als vornehmer Cajütenpassagier
unter falschem Namen auf dem Dam
pfer. La Touraine" im New Jorker
Hafen ein. Er war jedoch schon unter
wegs erkannt worden und wurde da
her von den New Aorker Einwände
rungsbehörden zurückgehalten, weil er
selbst wegen jener Betrügereien eine
Strafe erlitten hat. Auf Ellis Js
land wurde entschieden, daß er, in Fol
ge seiner Verurtheilung zu 2y2 Jahren
Gefängniß in Frankreich wegen jenes
Schwindels, nicht in diesem Lande zu
gelassen werde. Das Einwanderungs
gesetz verbietet ja die Zulassung eines
Mannes, der aus anderen, als politi
schen Gründen, mit Gefangnißstrafe
belegt worden ist. Daurignac behaup
tete vergebens, er sei ein politischerVer
brecher. Er hatte 2000 Francs und
einen Creditbrief bei sich.
Ein doppelter und sehr
verschiedenartiger Empfang wurde von
seinen Mitbürgern John Kissonack, ei
nem wohlhabenden Wirth in Raritan,
N. bereitet. Er kehrte dieser Tage
von einer Europz-Reise zurück und
wurde am Bahnhof von seinen Lands
leuten und einer Musik - Kapelle abge
holt; man geleitete ihn nach seinem
Hause und als sich der Zug durch ver
schiedene Straßen bewegte, wurde der
in einer Kutsche sitzende Wirth mit
faulen Eiern und anderen Wurfge
schössen 'beworfen. Kissonack, dem am
Depot von seinen ungarischen Lands
leuten ein großes Bouqet überreicht
wurde, mußte sich flüchten, um Ver
letzungen zu entgehen. Er war im letz
ten Frühjahr im Countygerichte des
ungesetzlichen Spiritussen - Verkaufs
schuldig befunden rsrden und steht un
ter Z5000 Bürgschaft, weil er vor ei
nigen Monaten John.??X?enson in sei
ner Wirthschaft niedergeschossen haben
soll. Man glaubte, daß Kissonack, als
er nach Europa reiste, nicht zurückkeh
ren würde, um dem Prozesse zu entg
hen, und sein Einzug hat die Freunde
Stevenson's, der noch nicht wiederher
gestellt ist. derart aufgebracht., daß sie
Kissonack auszischten und bombardir
ten. VonsehrhäßlichenReise
erlebnissen wußten die Kajütenpassa
giere des dieser Tage in New ?)ork an
gelangten Dampfers L'Aquitaine"
von der Französischen Linie zu berich
ten. Die Zahl der Passagiere in der
1. Kajüte betrug 79, während in der 2.
Kajüte 434 Passagiere herüberkamen.
Da die von der 2. Kajüte in gewaltiger
Ueberzahl waren, spielten sie sich auf
dem ganzen Schiffe als die Herren auf
und nahmen auf die Sonderrechte
Derer von der 1. Kajüte, die doch
theuer dafür bezahlt hatten, keine Rück
sicht. Täglich kam es zu Reibereien,
bei denen auch die Stewards Partei
nahmen, und besonders die Frauen
hatten während der ganzen Ueberfahrt
keinen ruhigen Augenblick. Kapitän
Verlynde hatte viele Mühe, den Aus
bruch einer offenen Schlacht ?u verhin
dern und die Ordnung wenigstens
einigermaßen' aufrecht zu erhalten-.
Als' das Schiff endlich im Hafen an
langte, dauerte das Docken so lange,
daß die Zollbeamten auch beinahe alle
Passagiere der 2. Kajüte abgefertigt
hatten, als das Schiff anlegte. Unter
gewöhnlichen Umständen sollen die
Erstklassigen, die zuerst abgefertigt
werden, auch zuerst daSchiff verlas
sen; da nun aber die von der 2. Klasse
auch schon fertig waren und außerdem
die Ueberzahl hatten, so drängten sie
sich vor und es kam zu einem wüsten
Durcheinander. Zwei Personen wur
den bei den wilden Scenen, die sich ab
svielten. verlekt.
Ä e der Küchenofen
durch starkes Feuern roth geworden ist.
so ksheicht man ihn, sobald er kalt
worden, mit Fett. Am . nächsten
Morgen wird Ofenschwärze überge
strichen und wenn diese beinah trocken
k. der VW tüchtig gebürstet.
JJII IHTIH I UM
Jlt lltt an nicdcrzticbrnkrn
Schmerzen und Vorfall der Gebär
mutter, "schreibt Frau Ina BaylcS
von Ehcrwood, Tcnn. Meine
Gesundheit war sehr angegriffen
nd ich konnte kaum meine Arbeit
verrichten. Cardui kurirts mich."
haben. . Eines dieser Leiden
Aerraum
i
Wlliiilleü !
Ein wun'derbareZ En?
kommen von einem schrecklichen Tode
hatte Patrick Malack von Belleville, N.
I.. in Heller's Stahlfabrik. Malack's
Arbeit ist, Töpfe mit geschmolzenem
Metall von Gasöfen zu entfernen. Die
Oefen befinden sich unter dem Boden
und die Töpfe werden durch eine Art
Fallthüre von denselben gehoben. Die
Hitze ist so intensiv, daß der Mann,
der diese Arbeit zu besorgen hat, sich
die Kleider naß machen muß, bevor
er sich den Oefen nähert. Malack
rutschte nun bei dieser Arbeit aus und
mit. beiden Füßen durch eines der
Thore, doch zwei Arbeiter, die sich bei
ihm befanden, zogen ihn so rasch wie
der in die Höhe, daß die Flammen die
mit Wasser durchtränkten Beinkleider
und Schuhe nicht anbrannten.
Bis zuwelchemGradevon
Blödsinn derWasserfanatismus führen
kann, davon legte der Verein der Tem
perenzweiber von Allegheny County,
Pa., in seiner Conventionssitzung ein
glänzendes Zeugniß ab. Es wurde
nämlich ein Zeitungsartikel verlesen,
in welchem berichtet wurde, eine Gesell
schaft von Brauern habe dem Präsi
denten Roosevelt 60 Flaschen extrafei
nen Gerstensaftes als Compiiment zu
geschickt, der Präsident habe den Em
pfang der Sendung bestätigt und den
Gebern sei ein Dankschreiben zugegan
gen. welches auf Briefpapier des Wei
ßen Hauses niedergeschrieben war.
Darob erhob sich unter ton Damen ein
wahres Zetergeschrei, hauptsächlich
darüber, daß Präsident Roosevelt
gräßlicher Gedanke! 60 Flaschen
Bier angenommen haben sollte.
Eine aufregende Ver
handlung vor dem Kriegsgericht
der 19. Division fand kürzlich in Han
nover statt. Auf der Anklagebank saß
der Füsilier Boje von der 5. Com
pagnie des Füsilier-Regiments 73.
Der Angeklagte, der wiederholt sah
nenflüchtig geworden ist, wurde vor
einigen Monaten' wegen Todtschlags
Versuchs vom Oberkriegsgerichte in der
Berufungsinstanz zu sechs Jahren
Zuchthaus verurtheilt, weil er auf
einen "Schutzmann, der ihn festnehmen'
wollte, drei Revolverschüsse abgegeben
hatte. Inzwischen bat der Angeklagte
jyrrt IQ VHhriT rtT2 r s.tn fsDri .
UUI V. blltVU UtVlblt'
spazierganz auf dem Hofe des Arrest s
Hauses machte, einen verwegenen Aus
bruchsversuch gemacht, den Posten vor .
Gewehr mit einer eisernen Stange an
gegriffen und hat ferner einigen Un
teroffizieren und Wachtmannschaften
schweren -Widerstand entgegengesetzt.
Weiter standen zur Anklage Beleidi
gungen und ein thätlicher Angriff ge
gen den Arresthausaufseher Vice
feldwebel Hille. Beleidigung des frühe
ren Platzmajors Grafen Hardenberg,
Demolirung von Jnventarstllcken usw.
Während der Verhandlungen benahm
sich der Angeklagte im höchsten Grade
unfläthig und roh. Den Unteroffizie
ren und Mannschaften schleuderte er
die schwersten Beleidigungen in's Ge
sicht und schrie, er lasse sich nicht wie
der in eine Strafanstalt bringen, nicht
einen Tag; nur todt sei er zu haben.
Er beleidigte in der unfähigsten
Weise die Richter, Offiziere und
Mannschaften. Der medizinische Sach
verständige Sanitätsrath Dr. Gersten-berg-Hildesheim,
der den Angeklagten
sechs Wochen beobachtet hat, erklärte,
daß Boje allerdings erblich belastet sei,
aber nicht' derartig, daß feine freie
Willensäußerung bei Begehung der
Sträfthat ausgeschlossen gewesen sei.
Das Urtheil lautete auf sieben Jahre
Gefängniß. Diese Strafe wird dem
nächst mit der bereits gegen ihn er
kannten sechsjährigen Zuchthausstrafe
zusammengezogen.
Um schwarze Federn gut
kraus zu machen, bestreicht man die
sogenannte Ruckenspule derselben mit
Provenceröl (feines Olivenöl) und
hält sie nun über glühendes Feuer, 'wo
sie schnell ihre sogen. Krause wieder er
halten. Man kann den Spitzen der
Federn auch mit einem kleinen,
schwach erhitzten Brenneisen nachhelfen,
damit die Enden sich locken".
mm

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