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Indiana tribüne. (Indianapolis, Ind.) 1878-1907, July 06, 1906, Image 4

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Jndtana Tribüne, . Juli ISg:
Indiana Tribüne.
Ht,auztzebkn von der Vtedtra ff.
Indianapolis, Ind.
garry O. Thndinm Präsident.
GeschäftSlocal:
lo, 31 Süd Delaware Straße.
TELEPHONE 269.
tintered at tfce Pott Office oi Indianapolis ai
econd dass matter.
Bestimmungen
Te3 neuen Naturalisattonsgesehes.
Tritt am 1. Oktober in Krast.
DaS vom Abgeordnetenhause gutge
heißene Naturalisationsgesetz wurde
noch kurz vor Schluß der Vertagung
vom BundeZsenat angenommen und
wenn Präsident Roosevelt dasselbe mit
seiner NamentZunterschrift versieht,
wird c5 gültige- Gesetz sein. DaZ neue
Gesetz ist eine Ueberarbeitung des seit
1802 bestehende Gesetzes, dem das vom
Jahre 1795 zu Grunde lag. Mit dem
neuen Naturalisationsgesetze sollen be
trügerische Ertheilung von Bürgerbrie
fen an Ausländer, die sie nur erwer
ben, um in ihren HeimathSländern ge
setzwldrige und strafbare Handlungen
zu begehen,kgegen deren Folgen sie daS
amerikanische Bürgerrecht schützte, der
hindert werden. Der NativiSmuS hat
natürlich die Gelegenheit wahrgenom
men, und durch Einfügung des eng
lischen SprachentesteS in das Gesetz,
eine Klausel geschaffen, die für nicht
englisch sprechenden Einwanderer ein
scharfer Prüfstein deS Bürgerrechts sein
dürfte. Um Uebrigea ist daS Gesetz
gutzuheißen, so weit eS darauf abzielt,
da? frühere Ansehen deS Bürgerrechts
wieder herzustellen. DaS VereidigungS
verfahren des neuen Bürgers wird zu
einer öffentlichen Prozedur und die
Frage der berechtigten Zulassung wird
zum Gegenstand eines 'öffentlichen Ver
fahrenS gemacht.
Unter dem neuen Gesetz wird das alte
EinwanderungSbureau im Departe
ment für Handel zum felbstftändigen
Bureau für Einwanderung und Na
iuralisation erhoben. ES hat in allen
EinwanderungSftationen des Landes
Register zu führen, in welche die Na.
men sämmtlicher Einwanderer, nebst
Angabe der Personalien, welche zur
Jdentisizirung erforderlich, eingetragen
sind. Jedem Einwanderer wird ein
diesbezügliches Eertifikat ausgestellt,
welches später bei der Naturalisation
zur Verwendung kommt. Wer Bür
ger werden will, muß zwei Jahre vor.
her, oder sobald er 18 Jahre alt wird,
eidlich auf die Zugehörigkeit zu einem
anderen Unterthanenverbande Verzicht
leisten. Nach zwei Jahren und nicht
später als nach sieben Jahren nach seiner
eidlichen Verzichtleiftung auf fremden
Unterthanenverbande, kann er dann
daS Gesuch um daS amerikanische Bür.
gerrecht (im Duplikat) einreichen. Er
hat darin zu erklären, daß er die erfor
derlkche Berechtigung dazu besitzt; dleS
muß 90 Tage vorher geschehen, ehe er
zur Vereidigunglerscheint. Dabei muß
er zw-i glaubwürdige Zeugen. Bürger
dieses Landes, mitbringen, die seine
moralische Befähigung bestätigen müs
sen. Zu guterletzt kommt die Verneh.
mung im Gericht. Hat der zukünftige
Bürger auch diese Bestanden, dann er.
hält er seine Papiere und ist amerika
nlscher Vollbürger.
Zur Vornahme der Naturalisirung
von Ausländern sollen berechtigt sein :
die Bundes.. ttreiS und DiftriktSge
richte für die Staaten und Territorien
und die Courts of Records in allen
Ländern der Ver. Staaten.
Diejenigen, die noch nicht Bürger
sind und unter dem noch bestehenden
NaturalisationSgesetz dazu berechtigt
sind, werden gut daran thun, ihre
Bürgerpapiere vor dem 1. Oktober zu
erlangen, da nachher daS Bürger
werden sehr erschwert und auch mehr
kosten wird, als bisher. Am 1. Oktober
tritt nämlich das neue vom Bundes.
congreß angenommene NaturalisationS
Gesetz in rast.
Als leuchtende Vorbilder des Volkes
haben am Vierten" die oberen Vier,
hundert in Newport einen von Frau
Stuyvesant Fish arrangirten Ball be
sucht, bei dem die weiblichen und männ
lichen Gäste möglichst umgezogen und
möglichst wenig angezogen erschienen.
Oben nichts, unten nichts und kn der
Mitte ein Cpheublatt ein Sittenbild,
das die neuesten Tragödien kn der sog.
besten Gesellschaft erklärt. Psui Teufel!
Die Toledo'er sollten Nichter Kin.
lade zur höchsten Richterftelle sobald als
möglich befördern, die sie zu vergeben
haben. Er hat jetzt zwei Advokaten,
die feine richterliche Integrität in
Zweifel zogen, zu je zehn Tagen äst
verurtheilt. Richter ttinkade scheint
einen stählernen Charakter zu haben,
der für die höchste Richterftelle im Lande
am richtigen Platz wäre.
Die hiesigen Eishändler scheinen
Unrath zu wittern, nachdem Crtminal.
richte? Alford gestern Vormittag die
Großgeschworenen so scharf inftrulrt
hat. Hoffentlich gelingt eS, das nöthige
Anklagematerlal zu beschaffen, um die
Herren vom EiStruft einige Zeit hinter
Schloß und Riegel kalt zu stellen.
Tie Adrüstungsvewcgung.
Eine der großen Fragen, mit deren
Lösung sich die heutigen Staatsmann
ner und Volkswirthschaftler zu beschäf
tigen haben, bildet die Beschränkung
der Kriegsrüstungen bet gleichzeitiger
Sicherung des Friedens. Es soll in
den folgenden Zeilen nicht der Schwär-
mereien wohlmeinender Theoretiker
und Dilettantenverbände gedacht wer-
den, die durch Beschlusse den ewigen
Frieden herbeizuführen versuchen, son-
dern der Bewequng, welche sich gegen-
wärtig in den großen politischen Kör-
perschaften geltend macht, die zur Mit-arbeit-
an der Gesekaebuna und Ver-
waltunq der Großmächte berufen sind.
In dieser Hinsicht kommen m erster
Linie die Parlamente Frankreichs und
Großbritanniens in Betracht.
Einsichtsvolle ??ranzoien verschue-
ßen sich nicht der Thatsache, daß ihr
Volk an der äukersten Grenze milita-
rischer Leistungsfähigkeit angelangt ist.
Auch der finanzielle Druck wird schwer.
Der Finanzminister Poincare kündigte
der Deputirtemammer an. daß oer
Staatshaushaltsentwurf für 1907 ei-
nen Fehlbetrag von 230 Millionen
Franken aufweisen wird, von denen
70 Millionen auf Mehrausgaben für
Kriegszwecke entfallen. Die französi-
sche Sozialisienpartei hat die Erorte
rung der Abrüstunzsfrage auf die Ta
gesordnung des Parlaments gebracht,
und wird sie nicht so leicht unverrichte
ter Sache wieder absetzen lassen. Ange
sichts der wachsenden Finanznoth er-
klärte sich der Marmemimster Thom-
son bereit, in seinem Departement die
arokte Sparsamkeit walten zu lassen.
er betonte aber zugleich, daß die fran-
zösische Flotte den zweiten Rang m
Europa behalten und der deutschen
zum allermindesten gleichwertig blei
ben müsse. "
Das englische Unterhaus faßte vor
einigen Wochen bereits einen Beschluß,
in dem die Regierung aufgefordert
wurde, wirksame Schritte zur Ver
Minderung der Ausgaben für die Rü
stungen zu thun. Der Staatssekretär
Grey antwortete, daß die nationalen
Ausaaben in den letzten Jahren be
trachtlich gewachsen seien, man yosse
sie jedoch wieder erheblich vermindern
zu können, ohne die Landessicherheit
oder Englands Oberhobeit zur tett
preiszugeben.
Diese Erklärungen vom französi-
schen und vom englischen Ministertische
. m ,F". V.3 ft?I
lonnen ;c -öcjunroner ves iaom
stungsgedankens vorerst nicht beson
derZ ermuthigen. Denn wenn Eng
land seine gewaltige Uebermacht zur
See wahren die neuen Schiffsbau
ten lassen doch wohl kaum einen Zwei-
fel daran , und wenn Frankreich
zweite Seemacht :n Europa bleiben
will, so kann man von Deutschland,
dessen Lage im Herzen Europas die
Möglichkeit eines Kneaes mit verschie
denen Fronten bietet, vernünftiger
Weise doch wohl nicht erwarten, daß
es den Abrüstungsvorschlägen begei
siert zustimmt, oder gar 'bei ihrer
Durchführung mit gutem Beispiel vor
angeht. England und Frankreich scher-
nen das aber fast zu erwarten.
Nichtsdestoweniger ist die Möglich-
seit vorhanden, daß die Abrüstung
frage auf der zweiten Haager Konfe
renz zur Erörterung qelanat. und da-
mit wäre immerhin schon Manches ge
Wonnen. Der Lösung der Frage ihür
men sich bei der Verschiedenheit der Be
dürfnisse. Lage und auswärtigen Be-
sitzunaen der einzelnen Lander qewal
tige Schwierigkeiten entgegen; wenn
deshalb vorerst vielleicht nur eine Eini
aung dahin erzielt werden könnte, daß
die Staaten ihre Wehrkräfte zu Lande
und zur See nicht noch weiter verstar
ken. beziehungsweise die Ausgaben
nicht noch weiter erhöhen, so wäre das
immerhin ein bochbedeutsamer Schritt
in der rechten Richtung. Und außer-
halb der Grenzen der Möglichkeit liegt
er keineswegs.
Auf der Südseeinfel
G o n a t o a hält man es mU der Er
füllung religiöser Pflichten so streng,
daß jeder Mann, jede Frau und jedes
Kind, die die Kirche nicht wenigstens
dreimal wöchentlich besuchen, verhaftet
werden und eine Geldbuße zu erlegen
haben, die der fromme König vergnüg
lich einsteckt.
SesrjIeidon.
Gefängnißwärter (zum
neuen Sträfling): Sie können hier
täglich eine kleine Arbeit verrichten
Womit wollen Sie sich beschäftigen.?
S t r a f l , n g : .Geben Sie mir
einen Abreißkalender!-
Die Macht der Gewohnheit.
Das (ShricfrDort iaat: ..Gewohnheit
macht alles leicht" Gewohnheit ist
die zweite Natur" ja. ein seyr oer
bes ft foaar: Der Mensch ist ein
Gewohnheitsthier". Ueberall ist die
allgemeineUeberzeuzung von der Wich
tigkeit der Gewohnheit ausgesprochen.
Die Gewohnheit ist das Ergebniß der
Uebung. 'welche bewirkt, daß wieder-
i t n Cd I V i t rt & Ct
yo.ie zeliiungcn uriv viiuviuu.fc
mit immer größerer Leichtigkeit abspie
len. Ja, sie kann bewirken, daß man
kleinere, sich täglich wiederholende. Be-
schäftigungen fast unbewuszt. mecya
nisch verrichtet. Diese Macht könnte
der stärkste Bundesgenosse sein für uns
Mütter und Hausfrauen. yen m
Geld!" Das gilt bei uns so gut. wie
bei den praktischen Engländern. Wie
rrf eit wird krsbart. wo Ordnung
zur Gewohnheit geworden ist. Jedes
Ding an seinen Ort. einen Ort für
jedes Ding." Fanaen wir.mit unsern
Kindern an. Gewöhnen wir sie schon
klein, ihr Spielzeug, bevor sie zu Bett
gebracht werden, wieder in die dazu
bestimmten Schachteln und Schränk
chen zu räumen, wenn sie größer ge
worden sind, ihre Schulbücher, ihre
Kleidungsstücke; haben sie im Garten
geholfen, ihre Gerätschaften, jedes
Ding an seinen Ort! Es ist gar nicht
so schwer, die Kleinen so zu gewöhnen.
Schelten und Strafen ist gar nicht nö
thig. vormachen, das Beispiel geben ist
nur nöthig und unermüdliches Erin
nern. ft das älteste Kind so gewöhnt.
so ist die Gewöhnung der anderen fast
mühelos, denn der Nachahmungstrieb
hilft mit.
Schwerer ist es schon, einem neuen
Dienstmädchen diese, die tägliche Ar
beit erleichternde Ordnung anzuge
w'öbnen. Es gehört viel Geduld und
ruhiae Konseaüenz dazu, bis ein Mäd
chen 'schließlich einsieht, daß es ihr ei
yener Vortheil ist. wenn sie Ordnung
hält und daß sie dadurcheit und man-
chen Verdruß erspart. Darum lasse
man sich peinlichste Ordnung zur Ge
wohnheit werden.
Höflichkeit gegen Dienende.
Leide? ist sie nickt in iebern ßstuie
Gesetz, und die Kleinen vergessen es
nur zu häufig, Äme" und Tarle"
zu sagen, denn der Dienstbote ist ihr
Sklave, der sich alleZ von ihnen ge
fallen lassen rnuft. Thörichte Mut
ter. die ilirc Kinder mit Menlttb?
verhätscheln, geben den Dienstboten
grundsätzlich unrecht, um rynen zu
beweisen, daß sie unter dem Willen
des Kindes, in abhängiger Stelle die
fern gegenüber stehen. Bleibt nun
solch kleiner Quälgeist zeitweise der
alleinigen Obhut des Dienstmädchens
überlassen, so wird dieses dem Kinde
entweder iede Unart hingehen lassen
und sich um Thun und Lassen deö
Pflegebefohlenen nicht kümmern oder
aber, wenn es rohere Naturen smo,
wird es jedes böse Wort mit einem
Schlag oder Stoß vergelten. Das
Kind muß frühzeitig dazu angehalten
werden, im Untergebenen den Men
scken ii achten, den Menschen, dem
ein herrisches Wort und nichtachtende
Gleichgültigkeit doppelt empfindlich
sind, wenn er sich Muhe giebt, sich m
nerlich dem Kinde aiizuschließen.
Kindermund.
Ein kleiner Knabe kam bei seinem
Schulweg kürzlich an der Wohnung
eines Arztes vorüber, an dessen Thür
das Schild Dr. M., vrakt. Azt, au
gebracht war. Als eines Tages sein
Schwesterchen leicht erkrankte, sagt
er altklug zu seiner Mutter: War
um schickt ihr denn nicht zu Herrn
Tottor M. ?" ..Weshalb denn?"
fragte erstaunt die Mutter, die dei
Arzt gar nicht kannte. ..Es steht
doch an seinem Schild geschrieben, daß
er ein Prachtarzt wäre, der würd
Lilly gewiß gleich wieder gesund ma
chen können."
Das Wort ..Zöglinge" erklärt sich
Ursel daher, daß die Kinder ab und
zu von ihrem Fräulein über's Knie
gezogen werden.
Klein Leni berichtet eine große Ent
deckuna: ..Nun weiß ich, warum im
merzu Wind ist! Weil die Bäume sich
so toll schütteln! Bitte, bitte, bind sie
doch an! Den vielen Wind hält ja die
Luft nicht aus."
Wie das Dresdener Journal"
meldet, hzt König Friedrich August
von Sachsen einen neuen Orden zur
Auszeichnung an Frauen oder Jung-
frauen gestiftet, die sich im öffentlichen
Dienst, im Dienst rai Hofe oder im
Dienst gemeinnütziger Anstalten ehren
voll ausgezeichnet oder durch hervov
ragende Leistungen besondere Ver
dienst um die Förderung des Ge
meinwohls erworben haben. Der Or-
den soll zum Ge achtrnß an des K'ö
nigs Mutter den Namen Maria
Anna-Orden tragen.
SSses Gewiyen.
Lehrer (zu einem Schüler, der
rv rrr . i r - .
naajiajiig uns jam im lernen roar):
Hör', Frieder, wenn Du Dich nicht
ve er anstrengst, zu lernen und flei
ßiger zu sein, muß ich Dir eben eines
schönen Tages mal die Hosen anspan
nen." F r i e d e r (fragt seitdem ie-
den Morgen seine Mutter, ehe er in die
Schule geht): Mutter, ist's heute "ein
tmoner Taa?"
Verschiedene Kopsschmrrzen.
Ihre Ursache, Merkmale und yrscheinungS
formen.
Man geht nicht fehl mit der An
nähme, daß die Kopfschmerzen über-
Haupt die am weitesten verbreiteten und
auch beim einzelnen Menschen häufig
sten Schmerzen sind. Ter Grund da
für liegt darin, daß alle möglichen
krankhaften Zustände Kopfschmerzen
veranlassen können. Es gibt Kopf
schmerzen infolge von Blutarmuth. Sie
machen sich in der Scheitelgegend be
merkbar und lassen gewöhnlich nach,
wenn der Patient sich niederlegt. An
dere Merkmale sind die Blässeres Ge
sichts und des Äugenhintergrundes, ge
störter Schlaf. Müdigkeit und ge
schwächte Herzthätigkeit.
Diese Art von Kopfschmerzen kommt
vor bei allgemeiner Blutleere, Bleich
sucht und allen Folgen der Schwäche.
Im Gegensatz dazu" stehen die Kopf
schmerzen aus Blutandrang, die ge
wöhnlich etwas stoßweise Klopfendes
haben. Ihr Auftreten erstreckt sich auf
alle Zustände, die eine Steigerung des
Blutdrucks hervorrufen, also längere?
Aufenthalt in der Sonne, überlange
geistige Arbeit, Fieber u. s. w.
Als dritte Gruppe sind die nervösen
oder.Eehirn-Kopfschmers.en zu nennen.
Zu den Merkmalen gehören Uebelkeit,
Reizbarkeit, Lerdauungs- und Seh
Störungen, Verworrenheit der Ideen
und Schwindel.
An vierter Stee snd die Kopfschmer
zen zu nennen, die durch Gifte hervor
gerufen werden, wie sie entweder von
außen (Alkohol-, Blei- u. f. w. Vergif
tung) in den Körper gelangen, oder
durch krankhafte Lorgänge im Körper
selbst erzeugt werden.
Von inneren Krankheiten können
solche Kopfschmerzen hervorgerufen
werden durch Nierenentzündung, Ver
stopfung, Fieber verschiedener Art (Ty
phus und Genickstarre, Gicht, Zucker
krankheit und Gelbsucht).
Zu den sogenannten sympathetischen
Kopfschmerzen rechnet man solche, die
durch verschiedene Leiden an ganz an
deren Stellen des Körpers bedingt wer-
den, z. I. durch Ueberanstrengung der
Augen, durch Scknupfcn, durch sto
ckende Zähne und ähnliches. Eine an-
geborene ungeeignete Beschaffenheit occ
besondere Erkrankungen der Nase kön
nen andauernde Kopsschmerzen hervor-
rufen. Die von den Augen ausgehen-
den Kopsschmerzen stammen häufig
von Angst Sorge, Aerger oder Aufre-
gung und treten oft erst am folgenden
Tag ein.
Auf Flößen im Ozean.
An einem wenig bekannten Theil der
Kusie von Neu-Mecklenburg traf jüngst
der Dampfer Willehad" des Nord
deutschen Lloyd, der sich auf der Fahrt
von dem Bismarck-Archipel nach Syd-
ney befand, sechs Franzosen in tröst
losem Zustande an. Sie gaben an,
vor etwa einem Jahr mit zehn an
deren Gefährten aus Noumea (Neu
kaledonien) entflohen zu sein, wo sie
sämmtlich als Verbrecher ihre Strafe
verbüßten. Die Flucht wurde auf
FlofZen bewerkstelligt, auf denen sie vier
Monate herumirrten und dabei eine
Strecke von über 3000 Seemeilen zu
rücklegten. Mit Mundvorrath und
Wasser versahen sie sich auf kleinen In
sein, die sie auf ihrer Fahrt passirten.
Nachdem ihr Floß an der Küste von
eu-Mecklenburq zerschellt war, beqa
ben sie sich auf die Suche nach Ansiede
lungen von Weißen. Hierbei wurden
sie vom Dampfer Willehad" entdeckt
und aufgenommen und vorläufig nach
Herbertshöhe gebracht. Die zehn an
deren Flüchtlinge ' sind spurlos ver
schwunden.
Lanae Solbrürke.
Die längste hölzerne Brücke in
Deutschland ist in der Nähe von Pots
dam erbaut worden. Die alte steinerne
Brücke, die dort bei Glienicke über die
Havel führt, entspricht den Anforde
rungen des gewachsenen Verkehrs nicht
mehr und soll deshalb durch eine neue
ersetzt werden. Als Nothbrücke, 'die
wahrend oer Arbeiten zur Erbauung
oer neuen Vruae den Verkehr aufneh
men soll, wurde eine Qolbrücke erriÄ
tet. die 204 Meter lang'und 9 Meter
breit ist. und die ängste hölzerneBrllcke
Deutschlands darstellt. Sie wird bis
zum Jahre 1909 im Betriebe bleiben
Interessant ist es auch, daß an diesei
Brücke eine kleine Stadt aus Schiffen
erstanden ist, die gewissermaßen an die
schwimmenden Städte Chinas erinnert
Die Arbeiter sind nämlich auf söge
nannten .Logirschiffen" untergebracht
die auf der Havel verankert sind, und
auf denen sich nach Feierabend em :n
teressantes Leben entwickelt.
Lebenslängliche Zucht-
ha:isstrafe wurde jüngst in
Milwaukee, Wls., über da' 16fahrigc
Jndianermadchen Lizzie Cardisb ver
hängt, welche das Schulgebäud' in der
Indianer - Reservation zu Kc"'ena.
Wis.. in Brand gesteckt haben soll.
Mörderin geht frei
aus. Frau Nannie Nuckels, welche
dieser Tage Frau Viana Black auf den
Gründen des Berea Collegs" in Rich
mond, Ky., in Anwesenheit von 10,-
000 Personen getodtet hat. ist freige-
gr.ben worden. Bei der ' Verhandlung
wurde nachgewiesen, daß Frau Black
gegen das hausliche Gluck der Ange
klagten konspirirt hatte und so weit
gegangen war, ihr Leben zu bedrohen.
Richter Turpin verfügte hierauf die
Freilassung von Frau Nuckelö, welche
in Gesellschaft ihres Gatten und dreier
Kmder das Gericht verließ.
VVTVVVyVTTVVVVVTVTVVyVVVT,
5
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Einige $ül)ticvf)an$ Andeutungen
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