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Indiana tribüne. (Indianapolis, Ind.) 1878-1907, November 07, 1906, Image 4

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3 tt Diana Tribüne, 7. November 1906.
Indisna Tribüne.
v?auglbn von dn Gtde,g GM.
Indianapolis, Ind.
Harry 0. Thuölum .... Präsident.
eschaf tS loc a l:
lo 3 1 Süd Delaware Straße.
TELßPHONE SV.
.oreel ax. the Pott Office ot Indianapolis am
aocond cla matter.
Professor Vurgetz
Und die Minroe'Doctrin.
Wie voeherzuseben und zu erwarten
war, haben Präftdent Sioosevelt und
das Staatsdepartement die Rede,
welche vor etlichen Tagen ler amerika
nische AuStausch.Profeffor" Burgeb
bei dem Antritt seiner Borlesungen in
Berlin vor einem großen Publikum
von Studenten, Prosefforen und Pro
minenten, ja vor dem Kaiser seldft
hielt, prompt deSavouirt-, wie der
diplomatische Ausdruck lautet; mit an
deren Worten, dieselbe als durchaus
nicht vom Prüftdenten oder Staats
Sekretär autorifirt oder eingegeben
oder auch nur beeinflußt, hingestellt.
Profesior Burgeß hatte in dieser
Siede bekanntlich die Monroe-Doktrin
mit dem Ausdruck absolut" bezeichnet
und eS sogar als ein defideratum",
als wünschenSwerth, selbst vom ameri
konischen Standpunkte aus, hingestellt.
daß Deutschland südamerikanische Lün
der koloniflre.
Unsere ausdrückliche Ableugnung war
selbstverständlich und natürlich auch
wenn, wie'Manche zu glauben geneigt
find, dieser AuSspruch deS ProfefforS
als eine Art BaCta d'Esai", als eine
Art Fühler ausgestreckt wurde, um
etwa zu sehen, welchen Eindruck dieser
Gedanke auf daS amerikanische Publi
kum machen würde.
Wir neigen unS jedoch eher zu der
Anficht hin, daß der Herr Profesior
nur seine eigene theoretische Anficht zu
Tage gefordert hat, ohne Rückficht auf
die thatsücyliche Lage; wie man eS ja
überhaupt von Professoren erwartet
oder wenigstens behauptet.
Beiläufig scheint eS unS überhaupt
und ist eS unsere unmaßgebliche Anficht,
daß die deutsche Regierung ihr offen
bareS Bestreben, auf das amerikanische
Bolk Einfluß auszuüben zum Zwecke
eine der deutschen Politik günstige,
oder wenigstens nicht feindliche öffent
liche Meinung zu schaffen, eher dadurch
erreichen würde, Gliche große tägliche
AngloAmerikanische Zeitungen dieses
Landes zujsudventioniren (wenn dieses
möglich ist??)' als durch Austausch
Prosefforen beziehentlich Prosefforen
Austausch find Bewirthung amerikani
scher Millionäre, denn bekanntlich ist
die Stimme der öffentlichen Meinung
gerade jetzt diesen'Millionären hier zu
Lande nicht günstig.
Um jedoch auf die Rede des Herrn
ProfefforS zurückzukommen, so war und
ist e bei der gegenwärtigen Lage der
Dinge in Amerika eine absolute Un
Möglichkeit, für die Administration fich
zu der Anficht) des ProfefforS Burgeß
zu bekennen, nachdem noch vor kurzer
Zeit diese Apetheose, diese Verherrlich
ung der Monroe.Doctrin, wie z. B. bei
dem BenezuelaZwischenfall und letzt
hin auf dem Panamerikanischen Kon
greffeS in Rio de Janeiro, bei dem ja
auch der Staatssekretär Root Gast
rollen spielte, stattgefunden, und
allerlei neue Variationen der Doktrin
durch verschiedene südamerikanische
Staatsmänner vorgeschlagen.
Richtig ist eS ja, daß die Monroe
Doctrin wie in dem bekannten Oftende
Manifeste begründet, längst allen
Zweck, und daher alle Berechtigung
verloren, und daher absolut ge
worden ist.
DaS, was jetzt die Monroe Doctrin
heißt, und lals solcheSZbisher und auch
jetzt und wohl'auch voraussichtlich auf
lange Zeit hinaus unsere äußere Poli
tik beherrscht und lenkt, ist ein System,
das von der ursprünglichen Dtrtn so
grundverschieden, wie M heutigen Ver
einigten Staaten mit ihren fast 100
Millionen Bewohnern selbst von den
Verewigten Staaten, wie fie zur Zeit
de Oftend-ManifefteS bestanden, ver.
schieden find.
Kurz und bündig kann mca die
Hauptpunkte der jetzigen MonroeDoc
trw dahin zusammenfaffen, daß:
1. die Bereinigten Staaten nicht zu
geben werden, daß eine fremde (das
heißt nicht amerikanische) Regierung
amerikanisches Territorium erwirbt, ob
mit oder ohne Einwilligung der zunächst
Beteiligten;
2. daß auch die Ueberrragung jetziger
fremder Besitzungen an andere (nicht
amerikanische) Mächte nicht zulässig ist;
3. daß seldft eine norüberg. hende Be
setzung amerikanischen Gebiete seitens
einer fremden Macht von unserer Re
gierung mit großem Bedenken betrachtet
werden würde, möglicherweise selbst als
ein unfreundlicher Akt;
4. daß kriegerische Operationen frem
der Mächte gegen amerikanische Repu
dliken nicht auf die Sympathie der
Bereinigten Staaten rechnen könnten;
5. daß selbst kriegerische Operationen
zwischen fremden Mächten in amerika
nischea Gewüffern bei unserer Regie
rung schwere Bedenken hervorrufen
würden; und endlich
6. daß die Bereinigten Staaten, ob
gleich daö nicht fo direct zugestanden
wir), mittels ihreö dicken Knüppels"
eine Art vormundschaftlicher Polizei
über alle anderen amerikanischen Staa
t.'n ausüben.
Nun ist aber eine directe Folge dieser
Position, daß europäische Möchte, daö
heißt eigentlich nur Großbritannien,
das schon Besitzungen hier hat. einen
gewiß nicht vorgesehenen oder beabsich
ttgten Vortheil und Nutzen aus dieser
Doctrin, besonders was die Punkte 3,
4 und 5 betrifft, ziehen, welche faktisch
bedeuten, daß kriegerische Operationen
fremder Mächte in amerikanischen Ge
üffern nicht statthaft, und daß ame
rikanischeS Territorium, wie zum Bei
spiel Canada, Jamaica. Britisch
Guyana, die britisch. westindischen In
seln, nicht angegriffen werden dürfen.
In Wabrhett bildet die Monroe
Doctrin für europäische Mächte, die
schon amerikanische Besitzungen haben,
also wieder hauptsächlich für England,
eine Garantie ihreS jetzigen Besitzstan
des, gegenüber der übrigen Welt. Nicht
allein das, die Anwendung der Doctrin
erspart England ein Heer und eine
Flotte; die amerikanischen Besitzungen
Englands find durch oie MonroeDoc
trin beschützt eine Sachlage, die
England schon längst durch Zurückzie
hung aller seiner Truppen und aller
seiner Schiffe aus amerikanischen Ge
wässern erkannt hat.
Auf der anderen Seite aber geht die
Doktrin nicht weit genug, da fte z. B.
den Engländern erlaubt, aus ihren
amerikanischen Besitzungen Truppen
für ihren Bedarf in fremden Kriegen
zu ziehen, wie dieses noch im
Kriege gegen die Boeren
Republiken geschah, da
England Tausende sei
ner besten Soldaten aus
Canada bezog.
Die Schwäche der Doktrin in dieser
Beziehung liegt so offenkundig zu Tage,
daß eine Ausdehnung derselben, zur
Verhütung diese UebelftandeS, selbst,
verständlich und nothwendig erscheint.
Im Uebrigen können wir keine An
zeichen entdecken, daß daS Volk der Ber
einigten Staaten geneigt ist, diese in
Fleisch und Blut der Ration überge
gangene Doktrin aufzugeben, trotz Pro
feffor Burgeß.
Und mit der obigen Ausdehnung be
zweckend die Verhütung der direkten
oder indirtkten Theilnahme auch euro
pätscher Kolonien in Amerika an den
Kämpfen deS Mutterlandes, und mit
der Rückkehr zu der alten d e m o k r a
tischen Doktrin, der Nichtein
Mischung in die Angelegenheiten euro
päischer oder überhaupt fremder, nicht
amerikanischer Länder ist und bleibt
die MonroeDoctrin ,wie nun erklärt
und ausgebaut, eine sichere Leitschnur
für unsere fremde Politik.
L o u i S A. M e y e r,
Rechtsanwalt.
BincenneS, Ind.
Ethel Summers, eine 19
Jahre alte Negerin, die im letzten Mai
in die IndianaZJnduftrieschule gesandt
wurde, ift auö derselben entwichen, und
trotz eifrigster Nachforschung ist eS bis
her nicht gelungen, dieselbe aufzufin
den. Man glaubt, daß eS dem Müd
chen gelang, nachdem fie das Schloß
ihres Zimmers öffnete, durch ein Jen
fter zu entkommen.
Die Anzahl der neu auftre
tenden DiphtherttiSfülle, welche der Ge
sundheitSbehörde gemeldet werden, ift
eine besonders gttß.. Bis gestern wa
ten für den Monat November nicht
weniger als 15 Erkrankungen gemeldet.
Die Krankheit ift glücklicherweise nicht
in scharfer Form aufgetreten, so daß
nur wenige Todesfälle, durch Diphthe
ritt veranlaßt, so weit eingetreten find.
Bicknell. Die hiesigen katho
lischen Bürger planen für die aller
nächste Zukunft die Errichtung eines
Gotteshaus.
Ohne Vertheidigung.
Philippinen - Inseln leichte Beute
für Japan.
Washington, D. E.. 6. Nov.
Die Kontroverse zwischen Japan und
den Ver. Staaten hat neuerdings da
durch einen weiteren kleinen Anstoß er
halten, daß ein japanischer Ingenieurs
Kapitän in Manila abgefaßt wurde,
als er Zeichnungen von den dortigen
alten Befestigungen machte, und beim
Nachsuchen fand man allerhand schöne
Pläne, nebst Notizen über die Armi
rung und die Garnisonirung der alten
Festung.
Die Geschichte hat an und für fich
nicht viel zu agen. abgesehen davon,
daß fich darin die freundschaftlichen
Gefinnungen" Japan für die Ver.
Staaten widerspiegeln. Diese Spio
ntrerei gerade zu einer Zeit, wo Japan
so scharfe Vorstellungen wegen der cali
formschön Schulkinder gemacht hat,
läßt auf die Hintergedanken schließen,
welche bei der Schulfrage von diploma
tischen Phrasen zugedeckt wurden. That
sächlich würde eö gar nicht nöthig sein,
daß die Japaner irgendwelche Pläne
von den alten Festungswerken in Ma
nila Hütten; fie brauchen nur irgendwo
hinzuschießen, und die alten Mauern
würden schon so zusammenfallen. Ge
schütze haben wir auch dort nicht. Die
Spanier hatten ein halbes Dutzend
sechszölltge Geschütze dort, und die find
noch da. Seitdem die Ver. Staaten
von den Philippinen Vefttz genommen,
ist in Bezug auf Befestigungen daselbst
nichts geschehen.
UedrigenS, was die Kinderfrage an
betrifft, so ift eS begreiflich genug, daß
Japan da aufgeregt worden ift, denn
die Frage der Gleichberechtigung mit
den Wesßen ift ein Punkt, welcher die
kolossal entwickelte nationale Eigenliebe
in höchstem Maße involvirt. Soeben
haben die Japaner gezeigt, daß fie einer
Nation wie Außland überlegen find,
und die BolkSdruft ift geschwollen von
dem Bewußtsein, daß man den tapfer
ften europäischen Nationen fich nun
ebenbürtig an die Seite stellen kann.
Da kommt der Staat Californien und
stellt die japanischen Kinder auf die
nämliche Stufe wie die Negerkinder,
und Neger find ja notorisch als Aus
schüfe gezeichnet. DaS Nationalbe
wußtsein der Japaner mußte also aus'S
Tiefste gekränkt sein.
Automobil für den Talai-Lama.
Ein Automobil von 8 Pferdestärken
für den Dalai-Lama ist auf dem Wege
nach Tibet. Es ist übrigens keine
Kleinigkeit, das Fakrzeug. das in
Stücke zerlegt ist, dorthin zu bringen.
Tas schwerste Stück, das einige 600
Pfund wiegt, ist an Pfosten befestigt
und wird von acht oder zehn Kulis ge
tragen. Bis nach Gantok ist der Weg zum
lich gut. dann kommen aber einige 50
Meilen, wo man kaum von einer
Straße sprechen kann. Von Berg zu
Bera, durch tiefen, halbgefrorenen
Koth werden die Kulis zu klettern ha
ben. bis sie die Spitze des Natula,
14,500 Fuß, erreichen, dann geht es in
das üppige Chumbitbal hinunter.
Am Ende des Thales werden die
Stücke zusammengefügt und das Auto
mobil die sanften Hänge der Tangla
hinanfahren. Von da bis nach
Gyantse ist die Straße Verhältniß
mäßig gut, doch fragt es sich, ob die
Brücken stark genug sein werden. In
Gyantse wird ein Lama warten, um
zum Chauffeur ausgebildet zu werden
und dann das Automobil auf der
Straße, die der Dalai-Lama für die
sen Zweck speziell anlegen läßt, nach
dem Palast des kostbaren Juwels der
Lehre" bringen.
Wirft Gift in einen
Brunnen. Als der Gärtner auf
dem Landsitz eines C. Garey in Clear
field, Md., einen Eimer Wasser aus
einem Ziehbrunnen zog, bemerkte er,
daß die Oberfläche desselben mit einer
grünlichen Substanz bedeckt war.
Garey und der Gärtner stellten sofort
eine Untersuchung an und fanden, daß
etwa ein Pfund Parisergrün in den
Brunnen geworfen worden war, und
später stellte es sich heraus, daß die
Frau des Gärtners, die irrsinnig zu
sein scheint, die That begangen habe.
Sie legte ein Geständniß ab und sagte,
sie habe sich an einem Dienstmädchen,
mit dem sie Streit gehabt und auf das
sie die Schuld lenken wollte, rächen
wollen.
Die Perlen der Welsen.
Gelegentlich der braunschweigischen
Erbfolgefrage erinnert ein englisches
Blatt daran, daß die Herzogin von
Cumberland die schönsten Perlen der
Christenheit besitzt. Sie waren Eigen
thum der Königin Charlotte von Eng
land und wurden von ihrer Enkelin,
der Königin Viktoria, einige Jahre ge
tragen, um schließlich dem König Ernst
August von Hannover ausgehändigt zu
werden, da dieser den Familienschatz
nach Wilhelms IV. Tod als männ
liches Haupt des Welfenhauses retta
mirt hatte.
Nkuarilger Schiffskypus.
Bewegung von Klutzsaqrzeugen durch eigen
artige Schwimmkörper.
Für Schiffbauer und Schifffahrts
interesscnten dürfte ein neuer Schiffs
typus Interesse bieten, der weder durch
Schrauben noch durch Schaufel
räder, sondern durch eigenthümliche
Schwimmlö.per, die an Ketten laufen,
cewegt wird.
Der eigentliche Schiffslörper kommt
mit dem Wasser nur wenig oder gar
nicht in B:cührung. Er besteht aus
jtoei längslaufenden Hohlkörpern, die
zwischen sich einen Raum frei lassen
und vorn und hinten durch ähnliche
Hohlräumc verbunden sind. In dem
freien Raume bewegen sich an Ketten
ohne Endz. die Schwimmer von flach
rechteckig geformtem Längsschnitt. Sie
sind mit Rollen versehen und laufen
mit ihnen auf einer geschlossenen, bei
derseits spitz zulaufenden Schicnenfüh
rung. Die jeweilig nach unten gekehr
tm Schwimmer tragen und bewegen
durch ihre Arbeit im Wasser das ganze
schiff, indessen die obere Reihe in ent--?gengesetzter
Richtung dahinstrebt. bis
die einzelnen Schwimmer von neuem
in das Wasser gerathm und das Was
scr weiter fördern. Die Schwimmkör
per wirken also wie die Schaufeln eines
großen Wasserrades, und es soll da
durch, besonders bei hoher Geschwin
oigfcH des Fahrzeugs, der Widerstand
bis zu einem Viertel des Widerstandes,
bzx bei gewöhnlichen Schiffen von ent
sprechenden Abmessungen auftritt, ver
rmgert werden. In den das Triebwerk
im Rechteck umgebenden Hohlräumen
des eiientlichenSchiffskörpers sind die
Maschinen, Keel, Lager- und Wohn
räume untergebracht.
Durch Versuche ist die Brauchbarkeit
des neuen Schiffstypus festgestellt. Er
vorspricht insbesondere als schnelles
Flußpassagierfahrzeug und als Mo
torboot von Bedeutung zu werden.
Tie versunkene Ttadt Vineta.
An der Nordküste der Insel Usedom,
etwa eine Meile vom Lande entfernt,
liegen eine Untiefe und ein Steinriff,
das auf der Karte d?n Namen Vineta
riff führt, nach der sagenreichen alten
Stadu Vineta, die dort einst als Strafe
für ihre Cottlosiakeit versunken sein
soll. In der Mitie des 16. Jahrhun
derts hatte der Chronist Thomas
Kantzow Vineta besucht und dort etwa
h Fuß unter ' dem Mittelwasser eine
Anzahl größerer und kleinerer Stein
blocke angetroffen, die sich hauptsächlich
in westöstlicher Richtung erstreckten. Er
formte von diesen Steinen sogar einen
Liegeplan angeben.
Nach Professor Deecke in Greifswald
stellen die großen Steine des Planes
die Tecksteine von Hünengräbern, die
kleineren Kreise die Steinkreise dar,
wie sie' auch bei Hünengräbern auf dem
festen Lande regelmäßig vorkommen.
Air hätten dann also im Vinetariff
eine prähistorische Niederlassung vor
uns, die ziemlich rasch und gleichmäßig
unter dem Meeresspiegel versunken sein
muß, sonst wäre kein Stein auf dem
anderen geblieben. Nun ist eine solche
Senkung als letzte große Veränderung,
die die teutsche Ostseeküste vor der Ge
amwart erlitten hat, thatsächlich als
die bekannte Litonnasenkung nachge
wiesen, der die deutsche Küste im gro
ßen und ganzen ihre heutige Gestatt
rerdankt.
Unterirdisches Gefängniß.
Beim Abbruch zweier Gebäude in
Philadelphia, die einst dem Philan
thropen Stephen Girard gehört haben,
nach dessen Tod aber in Besitz der
Stadt ürergingen, stieß man auf eine
Anzahl unterirdischer Gefängnißzellen.
Dieses unheimliche Gewahrsam soll
ton Girard, der neben seiner Philan
thropie auch den Sklavenhandel betrie
den und selbst Sklavenhalter gewesen
sein soll, erbaut worden sein, um wi
derspenstige Sklaven einzusperren. Die
Zellen waren so gebaut, daß sie den
Blicken der Welt gänzlich verborgen
waren und thatsächlich ein Geheimniß
blieben bis die Gebäude abgetragen
wurden. Die Fenster waren vergittert
und hohe Mauern schlössen das Ge
fängniß von der Außenwelt ab, so daß
über seinen eigentlichen Zweck kaum ein
Zweifel bestehen kann. Ob Girard das
Zellcngefängniß erbaut oder ob es noch
älteren Datums ist, ist nicht festgestellt,
doch bemüht sich die historische Gesell
schaft der Quäkerstadt, den seltsamen
Fund aufzuklären.
Bärte als Bazillen
n e st e r. Nach einem Vortrag des
Tbierarztes L. W. Joung in Los An-,-e!os,
Kal., in welchem der Redner die
, herrlichen Manneszierden" als ge
, eingefährlich denunzirte. weil sie von
.izillen und Mikroben mit Vorliebe
als Aufenthaltsort aurwählt wür
den, beschloß die ..Southern C.-.lsornia
Leterinary Association." die Annahme
eines Gesetzes zu propagiren. welches
es allen im Milchgeschäfte thätigen be
bärteten Männern im Pflicht macht,
ihre Mikrobenbrutstätten" abzurasi-
sin. Dr. Doung erklärte, die Ersah-
rung habe bewiesen, daß Krankheits
keime immer am häufigsten in solchen
Milchereien existiren, deren Melker
Bärte tragen.
Der See Titicaca in
Peru, der 5,000,000,000 Hektoliter
Wasser enthält und 21.000,000
Pferdekräfte liefern kann, soll mit
einem Kapital von 40.000.000 perua
nischen Dollars nutzbar gemacht wer-den.
Wie itmrn md) nur
ein vernünftiger
Mensch mit gesundem Menschenver
stände, von dem wir doch alle unseren
Theil abbekommen haben, wie kann
em solcher Mensch fortfahren die
ordinären Soda Crackers" zu
kaufen, alt und staubig wie sie sein
müssen, wenn man für 5 Ct. schon
Uneeda Biscuit
frisch vom Ofen, geschützt gegen
Staub durch ein Packet dessen önßere
Zierde hmgrig macht, erhallen kann.
NATIONAL BISCUIT COMPANY
FRENCH STEAM DYE WORKS inc.
Deutsche Eigenthümer. Jndiana'ö größte und deftbekatrnte
Kunst - Färderei und Neinigungs - Anstalt
titc Damen, und Herren-Kleider, Gardinen, Teppiche, Straußfedern, Vorhänge etc.
47-Eircle-47
elde Telephone.
115-91. Pennsylvania Gtr.-115
?lkvrn wrano epern vau-
A. B. MEYER & CO.
Kohlen,
Kalk
und
Cement
Altes Phone
Main 2440
2441
2442
2443
2444
n
n
Neues Phone
516
563
530
531
423
1163
Haupr-Sffice:
17 S5 19 Nord Pennsylvania
Sieben Höfe und Lagerhäuser.
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helles und dunkles
an Zapf in allen leitenden Wirthschaften.
Indlana in 5 en
Nichts feineres und besseres im Martt.!
Probiren Sie eine Kifte zu Hause.
Beide Telephons: lt, Prospect 15; Reu 1030.

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