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Westliche blätter. [volume] (Cincinnati [Ohio]) 1865-1919, October 19, 1884, Image 1

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WotauTvtiiil,' ui'fl, fwia 1'rtlidt b«i iiorldi,
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WonntafrtHatt tii.iW »n Jahr. I6.W bei fceitf 8*N
Hub #.60 be« v,»t«ljahr.
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gfiüß 20, No. 2.
Hodtenroßiierg.
Erzählung auS dem Leben eines australischen
Goldgräbers. Bon H. 8. StUtr.
Wir warm unser vier, vier alt? ab
gebrannte Sünder, wie sie hungriger und
durstiger nie über die hechen, staubigen
Pfade deS wasierlosen australischen Kon
tinents sich sorlgeschieppt haben, tn
Zeiten,
als vor mehr Denn
die Entdeckung der
jenen
dreißig Jahren
ersten Goldfelder
seine Heerde,
die
gcsammte Bewohnerschaft deS fünften
Erdtbeils in wahnsinnige Aufregung ver
setzte, als der Farmer den Pslug, der
Viehzüchter
der Krä .er sei­
nen Laden, der Seemann fein Sch'.ss, ja,
der Himmel mag es ihm vergeben, der
Pfarrer die Kanzel verließ, um nach Gold
zu suchen.
Wir waren unser nur vier vrm einein
Ott der Verheißung zum andern waren
wir gezogen, und mancher brave Bursch
war krank zu Boden gesunken, um in
Verzweiflung, von fadelhasten Sum«
,nen thigebobenen Reichtdums umgeben,
hilflos zu sterben. Wir hatten „Fryer's
Creek" abgeklopft, ton hatten unser Heil
in Korong versucht, und am letzgenannten
Orte, den die Natur zum vervor^emlen
Schlupfwinkel unermeßlicher Goldschätze
gemacht —wie viele Zausende baben gietch
uns gesucht, bis Glücklichere fanden
hatten wir ein Loch in die Erde gegraben,
durch harten Kaltboden, vierzig Fus tief,
heute eine leichte Arbeit für den Minor,
aber wahrlich nicht so leicht für uns da
mals ohne genügendes Handwerkszeug.
Und w» hatten wirklich einen Klumpen
Gold gefunden, und was für einen Klum
pen dazu 2 Er wog genau vier und eine
halbe Unze seinen ^ettb, UttbenzigReichs
matk die Unze, kann leicht ein Jec er aus
rechnen, der niemals „Digger" war. Wir
holten das Ungethüm aus der Tiefe her
vor, und, so wahr ich lebe, nicht ein ein
ziges Kornchen mehr fanden tort in dein
Verteufelten Lechs.
Doch genug vir waren unser vier,
und nachdem wir mit dem Krames der
uns. zu iemer Ehre sei's gesagt, fur viele
Wockcn mit Lebensmittel versorgt, ehttUch
abgerechnet halten, blieben uns zusammen
Vierzig Mark übrig. At it diese Kapital
pabmen wir Abschied von unserer Arbeits
stätte, um in der i'iUU eines kechend heb
en Sommers durch dta „Busch" Nach
endigo zu wandern.
Armes Bendigo! Während in weiter
Herne Hunderte ihre Heimath, ihren
sichern Erwerb verließen, um unkrr fürch
terlichen Strapazen und Entbehrungen
hoffnungsvoll zu dir zu ziehen, verkünde
ten die Vagabunden an der Landstraße,
daß dein „uncrschcpflicher" Reicht du in be
reits erschöpft sei! Tausende zogen
heran. Tausende gingen davon.
Wir thaten das Beste, was wir thun
konnten und fingen a«, nach Gold zu
suchen an den Ufern eines kleinen
Bache-,
an dessen oberem Ende der Flecken Eagle«
hiwk lag. Die ganze Hauptader des
goldhaltigen Terrains war bedeckt mit
einer Masse von so unbeschreiblichen
Kreaturen, wie sie auf einem Fleck nie
zuvor die Sonne beschienen hat. Crd«
riunq gad es nicht Recht hatte, wer den
Nevolvc: am flinksten loszudrücken vev
stand. So war zwei Nachte vor unserer
Ankunft ein Mann in seinem Zelt er
stochen aufgefunden worden man wußte,
daß er wahrend des Tages ein Wasser
glas voll „nuggeta" fleinet Goldstück«
au* der Tiefe seines Schachte« ans
Tageslicht gefordert hatte.D»e „nuggets"
wurden nie gefunden, der iUlöme nie
entdeckt.
An Nachtruhe war bei dem unaufhör
lichen Gewühl, Lärm und Zank nicht zu
denke«. Und da wtr bald herausfanden,
daß am ganzen Lause des ©aches von
oben bis unten jeder Zoll Erse aufge
wühlt war, so brachen wir abermals auf.
Unser Weg führte un4 über jenen Platz,
wo ein Jahr später eine der reichsten
australischen Goldminen aufgemacht
wurde, der man den bezeichnenden 'JZamcn
„Specimen Mill", d. h. Hügel des Be
weises gab denn gleich uns waren Tau
send« darüber hinweggejchntten, ohne zu! zuwandern nach jener Hügelkette, wohin
ahnen, daß sie auf Millionen traten,
ein Beweis fi» die £aune da Glücke» lad
des ZufaUS!
Mit unserem Zelt beladen, streiften wir
einen ganzen Tag im Busch umher, fcäi
wir AbendS «n einen leichtaufsteigenden
Hügel kamen, welcher, tote e« schien, noch
Von keines Menschen Fuß betreten war.
Hier beschlossen wir vorläufig zu blei
ben bald baten die nbthigen Pfähle
auS den Zwtigen und Stämmen
der Gummibäume hergestellt, in den Bo
den eingerammt, die Leinwand aufge
spannt uns unser „Heim" vollendet. Vom
Mitgebrachten Mehl bereiteten wir uns ei
nen auf etne Woche ausreichenden Brod«
Vorrath und schritten wieder an die Arbeit.
Aber wtr fanden nichts, nicht ein Körn
chen 1 Schon dachten wir ernstlich daran,
wieder weiter zu ziehen, all eine« Abend«
lifiif Mn an! suf eine* «ißsnttzü»lich«^
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durchdringenden Geruch aufmerksam
machte, der die Luft erfüllte.
Es war eine heiße, schwüle Nvcht^ die
Erde dürstete nach Regen die Baume
selber schienen flehentlich zu n ruhigen, un
veränderlichen Blau des Himmels empor
zuschauen. Und wir selber, wir waren
nicht nur tE/b'egmatt ainKörper, auch unsere
geistige Kraft drohte zu erlahmen.
Wir lagen vor unserem Zelt und rauch
ten wir hatten zu Nackt gespeist, Jeder
batte nämlich ein Stück „Damper", d. h.
selbstgemachten primitiven BrodeS, ver
schlungen und dazu eine Siechschale voll
Schee ohne Zucker geleert. Unser Kredit
war zu Ende, ttnfct Mehl beinahe aufge
zehrt, und wir waren die verzweifeltsten,
hungrigsten und trübsinnigsten vier Man
ner aus huncert Meilen in der Runde.
Wir wollten weiter ziehen, aber wohin?
Da» war die Frage, die uns Alle be
schäftigte.
Wir hatten kecken Pfennig im Besitz
inmitten eines von den reichsten Gold
lagern durchzogenen Landes starrte uns
der Hungertod entgegen.
Ich war halb im Schlaf, und ein leich
ter Windhauch zog über das Zelt, als ich
enten unserer Kameraden ich will ihn
Harry nennen sagen hörte: „Da ist
wieder der verteufelte Geruch! Woher
kann er nur kommen?"
Ein Wort über Harry. Er war etrt
trauriger, schweigsamer, mürrischer
Bursche, mit dem keiner von uns viele
Worte gewechselt hatte. Irgendwo, Ith
glaube in Fryer's Creek, hatte er sich zu
uns gesellt und seither auf gleiche Rech
nung mit uns „gediggert". Stets waren
wir gut mit ihm fertig geworden, nur
einmal hatte er sich betrunken und dabei
so starke Anzeichen zeitweiligen Wahn
sinns gegeben, daß wir ihn fesseln muß
ten. Jui Uebrigen kamen wir mit ihm
auS, wie wir uns überhaupt mit einander
so vertrugen, wie Goldgräber in jenen
alten Zeiten.
Die Ursache de? Geruches war uns
räthselhaft jetzt wurde derselbe sehr
stark in det entsetzlichen Schwüle der
Nacht ich fühlte mich so beklommen, daß
mir der Schweiß in dicken Tropfen Von
der ©time rann.
„Ich will Euch etteaS fagtn,$tmsenS,*
Hub ich an „wir wollen morgen noch
einmal unten in der Niederung unser
Muck versuchen drei von uns wenigstens
sollen hingehen, während Einer hier
bleibt, um nach dem Ursprung des Ge
ruchii zu forschen. Denn hängen will
ich i wenn wie hier noch länger bleiben,
werden wir Alle am Fieder oder an et
was no*Schlimmerem zuGrunde gehen."
Sie waten damit einverstanden, und
es
ward ausgemacht, daß ich die Nach
forschung vornchmen sollte, während meine
drei Ka ueraden —»zum letzten Male an
dieser Statte,
wie
wir dachten thr Glück
mit der Hacke zu suchen gingen.
Wir waren wieder auf am früben Mor
gen, che noch die Sonne sich übet den
Horizont erhob, und nachdem Hunger und
Durst gestillt, so gut als es der Stand
unserer Speisekammer erlaubte, machte ich
mich an meine ekelhafte Aufgabe und
folgte, wie em AluthuuS, mit der Nase
meiner Fährte. Bis die Sonne im Mit
tag stand, wanderte ich umher, indem ich
Kreise um unser Zelt beschrieb und diesel
ben all malig mehr und mehr vergrößerte.
Plötzlich schreckte mich das Krächz«.n einer
Krähe ich blickte mich um unb gewahrte
ein paar hundert Schritte abwärts unge
fähr ein Dutzend dieser Vögel. Weniqe
Minuten spater hatte ich den faulenden
Kadaver eines Pferdes entdeckt eine
Menge hungriger Aasvögel flogen bei
meiner Annäherung auf und umkreisten
mich drohend. Zch war ftoh, nach Er
füllung meiner Aufgabe stracks zu unserm
Zelte zurückeilen zu können, wohin auch
gegen Sonnenuntergang meine Gefährten
kamen, die zwar toetmüde, aber nicht ganz
muihlos waren, denn sie hatten drei Un
zen Gold gewaschen.
„Ich denke," sagte der „Kapttän"-"so
nannten wir
den
ältesten unter uns $
hatte fein Schiff, dessen Führer er
verlassen, um einem
thun haben und
S« Xi.
ühertÄ
die Nacht gar so schön
die
schen,
war,
der
vielen vom Gold«
siebet gepackten Haufen zu folgen, dt« von
Melbourne auszogen, um zu suchen,
genug finden, um
verproviantiren
zu
große Schaaren von Eaglebawk g»zogen
find." Grade in diesem Augenblick trug
det Wind wieder den Geruch de« verende
ten Vierfüßler» zu uns Heruber, und mit
einem Fluch sich unterbrechend, fragte er
mich, ob ich die Ursache entdeckt.
Ich erzählte, was ich gefunden^
„Gut, wenn das Alle« ist, dem wird
leicht abgeholfen fein," entgegnete er.
„Mut gefällt der Platz hier für unser La«
get, er ist ruhig, uno da« ist viel Werth
auf diesen höllischen Goldfeldern. Hch
schlag, vor, wir grabe» da» Thier itn,
ir.d zwar sogleich noch heute Nacht."
Gesagt, gethan Wir tranken unseren
The« uno
machte» un»
HPHHßcke und
v
z
*&?/
war,
weil sie einen
Augen und
die damals noch dreitausend Meilen i
entfernt waren. Ach, jene furchtbare!
Nacht!
Jene elende, verfluchte, fürchter-1
liehe Nvxcht! Warum
sanken
ermattet zur Erde und
Harry,"
an unseren mürrischen Freund, der schwei
gend mit mir an die Arbeit ging.
„Macht nur schnell!" rief der Kapitän
uns zu, „der Geruch ist kaum noch auszu
halten."
Und wir arbeiteten, daß un» der
Schweiß in Strömen von der Stirne
ramm um Luft zu schöpfen, lehnte ich
mich nach einer Weile an die Wand und
sog gierig den «ausnahmsweise kühlen
'Nachtwind ein. Ich war ermattet und
dachte an nichts,—da^ stieß mein Kamerad
Harry plötzlich einen' lauten Schrei aus.
Ich wandte mich nach ih n um,—und solch
ein Gesicht hatte ich nie zuvor gesehen,
unb nur einmal später sah ich ei noch wie
der. Es war ein Gesicht, trunken von
der schlimmsten Begierde, die je etn Mensch
verfluchte, der Begierde nach Gold. Seine
ganze Gestalt zitterte wie die eine» von
Krämpfen befallenen Mannes. Seine
Augen leuchteten wie die eines Wahnsin
nigen. In der einen zusammengepreßten
Hand hielt et feine Schaufel, in der an
deren einen unförmlichen Stein, wie ich
dachte, Gold, wie er wußte!
Ich war der Erste, der die Sprache wie
derfand auf meinen Freudenruf kamen
unsere beiden Kaineraden herbeigesturzt.
Ja, wir
hatte«
den,
dessen
Licht wir
Gewiß Diese Frage
das Werk
emsig gearbeitet, uns wenig
und wen.ger
uns
können und hinüber
Wir
v
(£$ war eine helle Nacht, eme Nacht,
die ich nimmer vergessen werde, auch wenn
e« mit de schieden fem sollte, da« Alter
6.
tf V. v,
jj»'-
•i' Wetv'^ f.
TL»-*, -rtiS.,1
,,:,v v 4 -L
r/ o j-
nein, sondern
Fackelbrano
anzündete
wer nicht:
starben?
5
Wir
aus zwei von
Warum'
hatten wir noch die Kraft, bei den Strah
len des fältelt Monde» uns an unsere
ekelerregende, aber nothwenvige Arbeit zu
machen
uns
hackte uub
sie
hoben ein großes Loch
arbeiteten, während
die beioeit Anderen sich ausruhten. Etwa
eine Stunde ober länger mochten wir ge
graben haben,
als
der
Kapitän,
lange entbehrt haben.
welcher
schaufelte,
als bäite er seit
vieru»dzwanzig Stunden gefaullenzt, zu
mir fagte:
„Ich
denke, wir sind tief genug für
das
alte Thier, geben wtr ihm seme letzte
Stühe!"
Ich richtete mich auf, ging «tt den
Nand des zum Grabe des tobten Pferdes
bestimmten Loches, hob eine Hand voll
Kies auf und ließ ihn langsam durch
meine Finger gleiten es war offenbar
derselbe Kies, wie in Korong und Ben
digo, wo die reichen (Äolvlager waren.
„Laß uns noch etwas tiefer geben und
einen Fuß mehr ausheben, es ist geringe
Mühe. Komm'
Unzen unb
wandte ich
trat
mich
das Metall
erkannten. Aber sollten tbir nur
unsere alte Erfahrung von Ko
rong wieder erleben Wahrscheinlich
zue-Uscheiien, war
einet Minute, denn
was
wir
in der
ten uns die Hände, wir schrien vor
ich
mich genau.
den
Mann
mit feinen
näch­
sten vom Boden emporgerissenen Schaufel
voll Kies waren zwei, drei, |ehn, hundert,
tausend
Körnchen
Gold.
Ich weiß
thaten ich
nicht,
glaube,
wir
schüttel­
Freuve,
ja ich weiß nicht, ob wir nicht einander
küßten wie Kinder. Nur an Eins erin
nere
Ich
kam erst
zur Besinnung, als
Grabes hervorragend,—aber was
er
wieder
der
die
Kapitän nur auf
Schulter klopfte
und
schweigend auf
hindeutete, der die Entdeckung
zuerst gemacht hatte, auf unseren Partner
Harry. Da stand er in dem Loche,
Augen
nur
über den
Nand des
für Au­
gen hatte er! Alles, was wir von ihm se
hen konnten,außer seinem glattenHaar und
seiner »ievrigen Stirn, waren seine
Augen# entsetzliche Augen
Wir machten uns an die Ausbeutung
des Platzes und hatten in zwei Wochen
fast dreitausend Pfund, d. h. sechzigtau
send Mark ein jeder, gewonnen. Da war
unser Fund in der Umgegend bekannt ge
worden, und der Strom der Goldsucher
wälzte sich heran wir beratschlagten mit
einander und hielten e« für das Beste,
aufzubrechen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten
Ivit
skhr
Ruh«
N.
was
so Wenig« fanden, Neichthum! „ich
denke, wir werden hier noch «in« Woche zu
gegönnt
hrung
zu
uns
genonunen,
als in unseren hungrigsten Tagen,Wir
wollten e« vermeiden, zu oft in die §tadt
xu gehen, und enthielten un« aller geisti
gen Getränke.
Ich hatte, wenn wir deS Nacht» unser
Gold theilten, bemerkt, wie Harry's Augen
jedem Theile folgten mit einem Ausdruck,
al» gräme er sich, daß ein Körnchen de«
angebeteten Metalls von ihm gehen sollte.
anderen drei hatten unsere Beutel im
Sch cht verborgen, keiner machte ein Ge
he imn iß darau«. Aber sonderbarer Weise
wußte Niemand, wo und wie er feine
Schätze versteckt hielt. Wir sollten e»
da.'v genug erfahren, chjvMM Mer
traurigen Gelegenheit. V
Wir waren zum letzten Mal auf dem
Boden de» Schacht» gewesen und trafen
Porbereitungen, die Funde der beiden
letzten Tage zu theilen, um am folgenden
Morgen den Platz zu verlassen. Nach
dem wir eine lange Ntihe von Jahren ein
Lebtn voller Entbehrungen geführt hatten
kam jeder sür sich selbst zu dem Entschluß,
die Goldsucher« aufzugeben und niit dem
gewonnenen Reichttzum ein neue« Leben
f, I
tz.z, vjf'4
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I 'ill V
V y"
•4^ a
KermtsgegeSm von dek GIncimati WolKsvlatt Govpagnie, 2K9 Vine Straß?, zwischm V. und 1 Straße, neben der öffentlichen AZibliotHeK.
für
Herzen
unzähliger Men-,
fbimtna, de» 19. DftdBet 1884,
kommen, unsere Partnerschaft aufzugeben.
Um das Ab'chikdsskft würdig zu feiern,
war ein Faßchen Brandy auS dem näch
sten Laden ^i« Eaglehawk herbeigeholt
und so saßen wir an eimm fürchterlich
heißen Abend es war jüv. der heilige
Weihnachtsabend beisammen, wie
Männer, die bereit sind, zug?nießen, wa»
Der
Die Tische zwei Lichterschachteln
dienten
spielt, ter Point eme Unze! Harry war
mein Partner, und ich muß sagen, wir
spielten mit einem so höllischen Unglück,
wie ich in meinem ganzen i'eben nicht
wieder gespielt babe.
Ich
ans,
und der Kapitän allein, sitz tranken beide
viel, verdoppelten ihre Einsätze bei jedem
Spiel und so oft einer gewann
oder verlor, stritten end murrten
beioe.
Ich
spielte
nur
er
spielte ich hatte ihn nie
Einwirkung geistiger
Jetzt
und
Freund,
den ich fast
fluchte jeder
lauert
Blick. So muß Stm d^.'^el..angeschaut
haben, che er ihn erschlug.
In einer Sekunde war es geschehen.
Da
fiel
ein
Wort,
das Wort
dann ein Schlag
des
einen Goldklumpen
das
Monoes,
bet
Seemanns,
gefun­
war klar wie der
Strahl
des
Von dem Kinde
Kapitän
hatte die Waage in der Händ, und wir
schritten zur letzten Theilung, wenn mein
Geoächf.nß in ich nicht täuicht, bekamen
wir jever noch dreißig Un^n.
„Lügner"
von der
wuchtigen
so
Jch
.XV-I-
•t
I'-
]v
v rK e
1
....
Faust
dann das Aufblitzen einet
Klinge und der fast gleichzeitige Knall ei
ner Pistole.
Vorüber war's und auf dem Boden in
ihrem Blute lagen die beiden Männer,
der eine schon vor den ewigen Richter ge
Harry lebte noch lange genug, um
feine Lebensgeschichte zu erzählen. Es
war eine furchtbare Geschichte, sie macht
mir noch heute daS Blut e^amn, heute
nach all den langen, langen Jahren. Er
war tu (Kalifornien gewesen und hatte
dort zwei Menschen umgebracht. Ihre
gespenstischen Gesichtet folgten ihm zu
allen Zeiten, und fein größter Wunsch
zu kennen, sich dasselbe zurückzuziehen
wissen rief, zpie er, ua sie von feinem
inneren Auge und von seinen Gedanken
fernzuhalten, seineu Antheil an unserem
Gclbfund auf einein nahen Hügel
vergraben, wie der Gedanke, daß er Alles,
um das er gearbeitet und das er erworben
hatte, im Spiel verloren, ihn wahnsinnig
machte, ihn
um Verstand und Willen
brachte, daß er em neues Verbrechen
zu
den alten hinzufügte. Er erzählte un*
mehr als das et vertraute unS
an,
daß
er ein kleines Kind habe, fern an de
jenseitigen Gestade des stillen Ocean» in
Sonoma County in Kalifornien» Und et
fragte
mich, ob
ich glaubte,
daß
er auf
Vergebung im Jenseits hoffen dürfe,—
und mit brechender Stimme
bat «f mich,
jüt sein Kind zu sorgen.
Er starb und wurde mit dem Kapitän
in einem Grabe begraben, wenige Schritte
entfernt von der Stelle, wo sie starben,
nach einem Leben voll Mühe am Ende ih
rer Wünsche 1 Da» Kreuz vom Holz de»
Gummibaumes, das ich auf ihre Ruhe
stätte steckte, ist längst verfallen, wie ihre
Leibeis. Jener Ort aber tragt fei» auf den
heutigen Tag den Namen „Todteyroß
betg."
selßer wurde vor den Richter
stellt, aber nach
»zu« eise Umstände, untet denen die That ge»
rvU„ iM'
Harry'«
Spur«
Hülle
bald spielten Harry
des
noch d'ie Rolle ei­
nes ruhigen und leidlich nüchternen Zu
schauer». Ich hatte den Kapitän niemals
aufgeregt gesehen,
hatte
n« gesehen, daß
unter
drei Jahre
Herrn
der
Getränke
gesehen.
schien er wie verwandelt in der Gier
des Spielens und des
Trinkens,
diese bei­
den Teufel rissen ihn fort. Es kam mir
vor,
als habe der heitere, gute
6a"6"'-
Nachgebet
lang
in ihm gekannt, sich in einen kalten, un
heimlichen and mir fremden Mann ver
wandelt. Das Glück war ihm hold, er
gewann unablässig.
Harry trank und
Trunk
war
reichlicher, jeder
Fluch goneuier. Und da f.ih ich plötzlich
für einen Augenblick auf sei.iem
denselben
Angesicht
schrecklichen
Blick, der dort
ge­
hatte, damals unter dem
Licht
des
Mondes, als wir das todte Pferd ver
scharren wollten und den Goldklumpen
fanden. Nut ein kurze»
Augen
gesehen,
Auszucken
war es, aber ich
der
hatte
schwüler xust, ein tiefer,
Den Blick
es war wie ein Blitz in
gewitter­
mörderisch
böser
Der alte steinreiche Farmer lächelt über
feinen Liebling und streichelt ihr die
Wange. „Bella, mein Herzenskind,"
schmeichelt er, „trau' dem Schelm nicht,
bleib' bei Deinem alten Vater. Ich kaufe
Dir auch das schöne Collier, womit ich
bis jetzt nicht herausrücken Wollte, aber
de» Jack laßt Tu laufen."
rufen, der andere in den letztenZucfungeit anderen Tvge legt der gute Vater ihr den
des Tode».
Ich war aufgesprungen, in der rechten
Hand hielt ich meine Pistole, deren einet
Lauf rauchte.
So tvabr ich ein akter Sünder bin. ich
wußte nicht, daß ich ten Schuß abge
feuert hatte, aber es war geschehen. Un
willkürlich, als ich das Messer in Harry's
Faust blinken sah, hatte tch losgedrückt,
um den Kapitän vor dem Wahnsinnigen
zu retten. Nun waren sie beide gerichtet,
aber ich
Bella schweigt diplomatisch, und am
Diamanteiischuuick um den trotzigen
Nacken, mit welchem sie am nächsten Abend
i n Theater die Liebe ihres theuren Jack
biS zur Leidenschaft entstammt.
„Meine angebetete Bella", flüstert et im
Zwischenakt ihr z», „Dem Herz und eine
Hütte! Was ist mir das Geld Deines
hartherzigen Vaters Entflieh' mit mit
und fei mein Weib."
Der schlaue Jack berechnete dabei den
Werth det Diamanten und die zwanzig
tausend Dollars mütterlichen Erbtheils,
was so lange vorhalten wird, bis der AUe
sich versöhnen läßt.
Bella blickt auf ihren Vater, welcher
den Zwischenakt zu einem kleinen Schlaf«
benut)t, unb 6enIt. toor tiner
en
loar, fomel Geld zu «werben, um einem °lv^t
Kloster ein f^ttlicheS Gelcheut machen
^e^|n Thatsache muß mein guter Papa
sich beugen. Ich verlasse fein HauS a IS
Fräulein Arabella Webster und komme
nach 3 Tagen als Frau Arabella Boary
zurück. Diese» kurze Alleinsein darf ihm
et
e
-f i* v, v", fT"r_n^ tf, f*-W
CV v T* ,'•* \"ac*
-4'f" ^i.y, v-.X,
syart Herten, damit der gute Pava
|n^e^
t$
b(uten {aniu
und seinen Frieden mit dem Herin zu Und sie wendet sich ihrem Verehrer zu,
£ll0en- eizäylte unS, wie der bloße sie ihr« Absichten kundgiebt und Zeit
Anblick dsS (ßuibe^ ihn aufregte und er-. £.rt ihres Vorhabens feststellt,
schulterte, da et ihm die Erinnerung1
an seine vergangenen Verbrechen in» Ge
Sk^.4-
i
A 'ut-j'» .'».«6 B* S
scheben war, lehnte der Stenantealt meine
Verfolgung
ab.
4
fand
ich
w*vW»iv«u. z,eht das Re .le dem Idealen vor. Aber
wurden gere.-! ..... k...
verlor einige
lerne
UleÜelcht—viesseicht auch mcht.
Fräulein Arabella Webster ermangelt
wahrlich nicht einet guten Portion gesun
den Menschenverstandes und ist, wie die
größte Anzahl ibrer ciiatlanifchm Schwe
stern, fern von jeder Schwärmerei. Sie
und einem
dieser liebenswürdigen Geschosse gelang
es. die nicht aUzusichete Sdmtzmauet des
schönen Madchens zu durchbohren und den
klaren Blick der großen schwarzen Augen
zu verdunkeln, daß sie unter det eleganten
Jack Boary nicht den
Taugenichts und Spieler zu erkennen
vermochte, der et war. Wie gewöhnlich
verliebte sie sich trotz alles Abreden» ihrer
Freundinnen nut um
/yteuiiouincii nur um so heftiger in ihn.
Der gute, aufrichtige Rath einer Mutter
fehlte ihr
leider,
da dieselbe das irdische
Jammerthal längst verlassen hatte. Die
(ein Herzblatt nicht ent«
Papa Webster wünscht em nächsten
Abend feinet Bella herzlich eine gute
Nacht, küßt ihre blühende Wange, die ein
Bischen stärker geicthet ist al» gewöhn
lich, und liegt bereits im sesten Schlafe,
al» fem schlaues Tochterchen eine Strick
leiter am Fenster befestigt und iit die
Arme ihres Jack hinabklettert, der endlich
am Ziel ist unv die reiche Erbin im Tri
umph auf feinem Rappen entfuhrt.
Bella zittert wohl ein wenig, so lange die
Lichter der Farm in Sicht sind, dann aber
bricht ihre gute Laune hervor und sie neckt
Jack, daß er eine Pfenniglose Herrin ent
führe. 1
„Aver Dein Vater wird sich versöhnen
lasten," meint Herr Boary, und Bella
stutzt bei dem ängstlichen Ton, bet au» der
Fragt herausklingt.
Sollte der Papa
ge­
wenigen
Tagen au» dem
Gefängniß entlassen. In Rücksicht auf
r-. «v.„
'.! -i'jf -''A: .iÄ-
doch
Recht haben
Jack nur mein Geld lieben denkt Bella.
Und die schlaue Evastochter erwidert mit
liebkosender Stimme: „Wa» ist mir
Vater, wa« ist mit Reichthum,
nun
meine
fH-At t."$ -t?*,'"*:
*W .,? /,*-.• I
t'TÄ diA'
..
m#*' spnch. d» »«iu* .«*«*.!-
„Bella, mein
alte Webster und spuckt tn virtuoier Weise
in die Ecke des Kamins. „Jack Boary ist
ein Lump, der Dich davonjagt, sobald et
Dem Geld durchgedacht hat. Aber das
sage ich Dit, die Schlüssel meines Geld
schranks hangen zu hoch für Jack, und
eher siehst Du mich am Galgen, al» Dich
mit Jack Boary am Altar."
Bella wiegte sich lächelnd im Schaukel
stuhl und spielte mit dem Papagei, der
von ihren Lippen Zucker nascht.
„Lieber alter Bar von einem Papa,"
sagt sie, ihn die breite schwielige Hand
drückend, „wie Du meinen guten^ack ver
kennst. $ch wette mit Dir um die zwan»
zigtaufend Dollars, welche die arme
Mama mis hinterließ, daß Zack mich obne
einen rot yen Cent heirathet^ Schlag
etn Und sie hält ihm die Hand hin.
Sie ritten weitet,. ...... ,,4
Plötzlich ruft Bella tn unVerfenuWtt
Angst „Halt Jack, halt! 0 himmlischer
Vater, ich habe tu der Eile meine ganze
Baarschaft und alle meine Juwelen ver
gessen
Das fehlt noch, denkt Jack, unb bereit
willig wendet er fein Pfers, um ei« ver
gessenen Wertsachen zu holen.
Denselben Weg legen sie wieder zurück,
den sie soeben gekommen sind. Am offe
nen Fenster schwankt noch im kalten Nacht
winde die Strickleiter. Bella schwingt
sich aus den Armen ihre» Geliebten, klet
tert hinauf und verschwindet dann
Innern de» Zimmers.
Jack wartet, anfangs geduldig, dann
mit leisen Flüchen, die vom zarten Piano
allmählig ins Forte übergehen. Seine
Zähne klappern vor Frost und Bella
kommt immer noch nicht. Bei jedem Ge
täusch zittert er, daß man ihre Flucht ent
lich, fast erstarrt unv un
eisigen Schneegestöber länger
zu halten, ruft er mit gedämpfter
fdfc.'
Ansicht ihre» Vater» verschmähte sie, da ®'6 ,u
sie der Ansicht war, daß etn Mann nicht
^ataubj.
mn
Da kam plötzlich Catilma,
Em verweg ner, siecher Geist,
Ter sich gegen Äües straub:?,
W»s nut jiuv' und Ordnung
da ich
Dich habe. Dein Herz und eine Hütte!"
fugt sie tzinpzMd schmiegt sich jeget au
ihn» ,,
|,Dank,
®etta/ flüsterte Jack
und der angeregte Ton seine» Stimme ist
um einen Grad gestiegen, „aber sollte
der Alte tzyn, MM Sch^WveMnlich
zeigen?"
„Vielleicht—vielleicht
auch nicht,"
duUu j,Nb« 9»* «tcht »atz«, fca
-1 -5''.
•:,V o\'
v
I?
Bella, Bella! Kommst Du
i „M&,'
e
Ä",
Damit schloß fie das Fenster.
Am andern Morgen hatte Fräulein
Arabella einen leichten Schnupfen und
tröstete beim Frühstück ihren besorgten
Papa: „D, es ist nicht», Väterchen."
„Etwas Schinken gefällig?" fragte sie,
ihm die Platte reichend. „Und a propo3,
es ist nur gut, daß Du auf meine Wette
nicht eingegangen bist, wegen Jack Boary,
weistt Du P.ipa, dann wäre ich richtig
meine zwanzigtausend Dollar» lo»."
Kicere und Katilma.
Frisch am Tag lebt' den Geschäften
Marcus TulliuS Cicero
Abends zing er zeitig schlafen
Uns war n,i«4 ScbiammerS frech.
1
.6?
f,% vaflf-
K»G rii i» K
«4**1
iv»»«*«•• '*•'.
Alles für Dich aufgebe, wirst Du mir auch
stets ein guter Ehemann sein!"'
Jack kann den Ausbruch der Äükh Über
feine zweifelhafte Zukunft kaum mehr
unterdrücken und mürrisch entgegnete, tt i
„Vielleicht—vielleicht auch nicht."
heiht.
Durch Skandale aTier STrten
vat er Noma s Volk erschreckt,
Unb den Cicero besonder»
Vierzehn Nächte lang geweckt.
In der fünfzehnten ward's endlich
Diesem Biedermann zu viel,
Warle", rief «r, „Canlina,
Seinem Thun setz' ich ein Ziel."
Wüthend stand er auf und schlupfte
Scknell in die Sandalen., dann
Schrieb er eine lange Äede,
Die sangl mit „Quousque"
an.
Tags darauf hielt tt fie donnernd
Im Senat 's war ein iSenufi
Cb sie gleich fünf Stunden dauert*,
Ries doch mental* Jemand: „Schmß 1"
Ja, der Rede Perioden
Waren so sein ausgeführt,
Daß am End' selbst Canlina
„Brav»" und appieudirt'.
voll
Ties erschüttert, doll Beschämung
Seuszie der frivole Sicht:
„Ich spcech' auch nicht schlecht lateinisch,
Aver jo schön tann ich nicht"
Aort in die Provinz entfloh er,
^schrieb von dort aus dem Senat:
„Ich gev auf—bemft's tern Quousque",
Dieses rettet Eu'ren Staat.
D'rauf kriegt Cicero dm Titel
Pater patriae ohne Tax'.
Und ward ordentlicher i-'ehre*
Der Nyeiorit und Syntax.
Lernen mußte feine Rede
Jeglicher Gymnasiast
Seit der ^e.t ist (latilina
Bet der Jugend jrhr verhaAt.
H»ch «uf den NlpenhSh'n
Drckmüch schmeckt wunderschönt
Bringt sie die Scun'rm 'ran,
8suuU utfui ju freundlich a*.
Benn'tin sorzt nur für'»:
Spaße versteht
und
fie nie,
Jreist man ihr 'mal an'4 Kinn,
Gleich hat man eine d'rm.
Aber was liegt da b'rant
Jibt sie dir Euzian,
eraUbutter frisch vom Faß,
Oder ein „Stuckel Käß 1"
Hat man j«nug jespeist,
Wird wieder abj,reift.
Halt man den Bergstock fthtäg*
geht rasch in'» That der Weg.
Eisbein mit Sauerkohl,..^.".
Xi,
ich
?-v ./'f. 7 v"", -k II
tt "U *6 ,* j. s1"* Iv
1
1
Jibt'S denn im JasthauS wohl»
Oder, 'S tonnt' möglich jri*,
Buch etwa» Jänsettem.
Klöße mit Xehragout
lderz. waS belehrest du
,x.
Äletscherhast anjenehm
Macht man sich'» dann bequemt
a. de» Jedirg «schön
aljrund und
Und vor Plaisir und
i tzödeu dte"
seufzt
'Ol
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itti1 1' W." .. »f« A z v'
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im
träumst. Da Da Dir schon
hmzuzuttäumen.
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6k$bfttibungnt tonntn »er ,Weiw» OtiKr" Alf iqli»
frücten #m| au! unter Stfit» g«me*t letrbw.
siiimmniimmuncoHtfia.,
BOX 14,1*,
Ctincimteti, Obts»
fl8IBSRS!
'9
4
Ganze Nummer 990. 1
Po
s i o s
Passagier: „Nun, mein liebet Postils
lon, was bläst Er Venn am liebsten?"
Postilion: „'s Mailüfterl!" a1
Passagier: „Sonst uichti I
PvjtiUoa «Heiße Lebcc&uftU"
K n a e i n
Lehrer (zu feinen Schülern): „We»
kann mir einen Satz mit dem Fremdwort?
„P roportion" bilden? Nun, Toni,
Du meldest Dich, —kannst Du's
Ton: (Sohn etneS Gaftwirth»)
Mein Vater verabreicht kräftigen Mtt?
tagstijch pro Portion 50 Pfennig l*
#1 W
A u E i e s u
Onkel: „Du solltest Deinem Manne
doch das Schnupfen untersagen, liebe
Emma. Es kann Dir doch kein Vergnü
gen machen, solchen Schnupf er zu küssen.".
iliichu „Anderen M? auch nicht!*
V e e
Student
(tn einem Briefe an
Vater):
„...Wa» man doch
stern,
von
/*1 i
...- 4
». y|
"im •'W.
100
auch
"k
seine»
manchmal
mes Zeug träumt! Träumt
ich
fllrHüm­
mir
hätte
da ge­
meine
Schneiderrechnung
tm Betrage von 120 Mark bezahlen wol
len, hätte aber
nur noch
eine Baarschaft
100 Mark gehabt. Daß mir gerade
lumpige 20
Mark
daß
selbst
waren und
fehlen mußten, ärgerte
mich scheußlich. 'Noch mehr ärgerte ich
mich aber, als
ich
bet'm Aufwachen fand,
die
100 Mark
nur
ich tn dieser Stimmung
wirklich
finde
ich
wohl
erträumt
befinde
ich mich wirklich
in
großer Verlegenheit, auS welcher Du, lie
ber Vater, mit gewiß gerne helfen wirst,
da
zum
nicht
mich
Studiren
aufgelegt
bin.
Sonst
im
bei
(Stoßen unb
Ganze?
und hoffe, daß Du es auch bist.
Dem beuUbcacc Loh» Arthur."
Antwort.
„Lieber Arthur!

freut mich, au» Deinem lieben
Briese zu vernehmen, daß es Dir im Gro
ßen und Ganzen gut geht und Du sv schö
Mar
erträumt hast, wird eS Dir wohl ein Leich
te« sei«, auch die fehlenden
20
Marli
Ich sende Dir noch viele Grüße »nv
verbleibe
Dein Dich liebender Vater."
U n ö i
Offizier A: „Na warte! Wenn ichdaS
Deiner Frau erzahle!—Habe Dich schon
gesehen gestern Abend im zärtlichen Ge
spräch mit einet Dame!"—Offizier B:
I z i e n e s
Gar nicht möglich, guter Freund!"—
Offizier A: „Na, leugne nur nicht—ich
verrathe Dich ja nicht!"—Offizier B:
„Ist aber doch nicht wahr!—habe j»
meint Frau vom Theater heimbeglei
tet"
K a a i
A.: „Nun, ich glaubte/ Ihre Tochiet
sei längst verlobt?!"
8.: „Allerding», aber e» will kein
Buchdrucker
die
pumpe i"
Schadet.
Verlobung« Anzetg'
GenSgsam.
Kapellmeister: „Geben Sie doch Achi^
Sie greifen schon wieder statt fis!"
Musiker: „0 mein, Herr Kapellmeister
wenn ma' nur g'sund i«!"
„Wart', Du bsse Pupp' Du! Wenn
Du wieder bö» bist, mußuSDu den Hans»
wurstl mit seines Langen 5!aj' heuatheu
S a e n e
1. Eisenbabnassistent: „Die MüllrrP
s ö n s a i i s i e a s o e e
mäßig« Züge —2. Eisenbahn»
assistent: „Ach wa«! Die hat unser
Fahrplan
und kein Mensch
*\U A I
:k
t-e.1"
fr"
1
Ä.?"
wird
haupten, daß der schbn ist.'4'.
be­
e u e u e
Herr:
„DaS
ist
doch stark.
hier und betteln, und ich erfahre, daß
Sie
vor Kurzem einen Verwandten beerbt ha
ben, der Ihnen ein kleine»
terließ „Ganz
Vermögen
hin­
recht, lieber Herr
I
Aber soll ich denn deshalb fault« n«|
z e n S
M'1
einemÄuttbefitzt^ dich
seine Wohnung künstlerisch ausschmücket
will) „Hier an diesem Pfeil« würde sich
sehr hübsch ein Portrait ausnehmen,
Stemahlin
&r exemple: könnten Hie Ihr« Fraie
damit überraschen, indem Siel
ihr da« Bild ihrer Aiutter, nach welchem
sie sich, wie Sie mir jagten, je sehr sehnt»
malen ließe»!" Gutsbesitzer: JSkM
fällt Ihnen da ein, Uitglft4«m*a}4 Ski
»«ße doch den Xwftl Hl
.*?
Mi
V
i
1
I

S e a u e n W e
\V- V\v V.'. --r-V •'J V
j* -V
Berliner Schnadahüpfel».
A u e K i n e s u e

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