OCR Interpretation


Vorbote. [volume] (Chicago, Ill.) 1874-1924, October 27, 1920, Image 1

Image and text provided by University of Illinois at Urbana-Champaign Library, Urbana, IL

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045868/1920-10-27/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

»
"Vorkote"
?VM,7S,IL0 ^VLrKI.7
v<?nr 5?o. 18
(blcaxo .^r'ae-te,-?eikmx ?udl. Oo.
Z/>12 X. »LZstAl Lt., ciiica»o.
subscription ^»rice d^' mail in tbz II. L.
^'.u> one >esr ^
Lv cn?z ^-.'. 5e one number.
I-'oreixn cc-u.V.i.es, L.W c>ns v«sr.
t'ns.c?rt?ci us se.oncl clsss matter ^uns
2?itZ. ^85 u!. !^o ?c>5i OܻcL o.' (,!b.ica
xo. III., unoer tbs 2ci) o5
47. )al,rgar.g.
HKarteit^ft der
Zpoltiin^ ist perfekt. 5
innigen ist Moskau j
^invvicm vom Exekutl
nale spricht volle 4 Stni
Tie Unabhängige Sozialdemokra
tie' T.ntselilando in nun 7uä gewal >
teil. Ueber r^en Va'.tei:ag in Halle -
lia^'ii lner die nachnebendcn Te ^
deichen ein. C? und natürlich über >
kauitali'liicbe Agenturen gegangene l
Tevescb^n, Beriete an? anderen
Snellen werden ivir bringen, sobald;
wir in deren Bentz gelangen.
Halle, 1!^>. ^kt Ter Bürgerkrieg
al--> einziges "?.>?ir.el nir die Errich
tnng eine<> Vroletaricr ^t^atee- i.l
Teutschland inlirde beute abend au?
deni Parteitag der Unabhängigen
von Daunüg berürmortet. der sich
anch zu (Gunsten ein?s Bündnisses
init 5obiet-Nns',land erklärte.
Diktatur des Proletariats eiutrai,
will von Terrori-öinu? alc' Mittel zur'
Erreichung de? .iiels nickt? wissen.
“Wir mmsen unsere sämtlichen >
Hilfsmittel 'ür den Viirgerkrieq kon >
zentrieren/' saqte Täumig. ..Wir^
n'ün'en zwischen dem Proletariat und "
Kovital <-ntiäviden. Nuszl.uid. yat
uns ^cledrr, wie ein Bürgerkrieg zu.
illbren in. Tesbald und mir nir die!
^7'..:.' Internationale, '^enn wir!
ein? ^ovie: ^"udl-k liabcn ^vollen. ^
zni^nen nur danir kännuen. Ev ist
: oaii^!. das; nur bald in Teutschland
einen Proletarier ^taat luiDen wer
den: ."k-dann merden wir die .^ilie
anderer Länder benötigen, welche wir >
. vaalten '.Verden, -nenn wir .Nitaiie-!
d-.r ^er Tritten Internationale und." l
.)-n seiner Antwort erklärte ^'ri?^
<'ien. dan Teutschland selbü seine >
e- lenen ^ebenv'ragen, wie die ^nan-!
s ''i'iunne einer neni'n 'le^olution.!
< !--''.'.-iüen mm;. Er ^e. der'rech:?
- . d . Nute der Var4oi sei
! a»ive:nander und das; lein? Müsi
! bene;-?. die beiden Flügel zu
! !nen:;i'chlies;en. ivei! inre Prin
!.'i..i >o verschieden und.
nigle bin.zu. daß der rechte
//'nn'l .'ine Tiktatnr des Proletariats
wünsche. aber keinen Ter'-'ori^mus
l.alvn nx lle.
Ter Redner erklärte, einige dem ,
sche l^.'.'n.erale bätren die Unabbänai-!
gen ^ozialiuen zuni Wideri?a'>d ge z
s.en die d-r?^ingung des Friedens-!
nenrage? an ge-ordert. aber d'e Var- ^
nnn"l. rer hätien ücb nicbt daraus ein ^
gelassen.
Die russische soviet-^egieiimg ^
wollte Frankreich mit Hrieg über
z:ebcn, sagte Cricwien. wenn der vol !
nische ^eldzug Ersolg geliadt batte. i
und England angreifen und rechnete;
dabei am die Hilie der deutschen!
Kommun.i'ren.
seien ^!l einem Konrlist init England!
ode?- 7?ranfreich nc>ch N'<<n >ie
Nwllten zuern Dent''o?land c-?>dern!
i;nd narke ^ral.'ta'n'kl)? ^^n^-'a-ic- -
n.'n in England und ^-ansreich s'.'^'n. ^
ekie ne es '.:n!e"nälnnen. die faditali
niici^u >Nanen in jenen Ländern vi!
stiirzen.
.^alle. 1 k. '?!,;? de»n :
/Ni'itasi der ^^zial i
den: traten trat l'en^e der V^rni^ende.
von: V.'rnan^ der Tritten '
^iN'"na!!>.n'.e.l'.' in .'.'t'^skati in einer >
n.ei-s cl!'> nier'tündiaen Node dcni'ir!
ein. das; die ttnadiiäncnqen ?^.zialde i
i n'' /en der ^t!''-wne>- ^nternaii^ ^
r le deitrcten, in ^
Nen'.ü'ition -'err.orrn'.'n und bei der >
Tnr^>'"i^, ü'.ig dec' c.i' d e We'.trero->
l^.iien Inn'ii^lend'.' ^r^letoriicbe Pro-!
c,-an":i ntUl'ei'l-n.
.^e: Zä'.i'.is', ''.'iner ^ede erbooen^
>ie vadilalcn Eleinenle innerbalb!
di'r Kartei von i -en Bitzen und
l.ciäie:'. ünn cine grone Ovcitisn dar,'
wadrenv die ^en'.äs;iqten Eletnentcl
den ^aai ncrlienen.
^',:n>?!i"e'.o rief n>ätirend seiner lei- >
d.'nich.-: tliä-en ^ede ans der linken»
-e:te innntr nnd innner wieder Vei-^
'III hernc"-. 'ixibrend die Ne^tc in re l
Mis'^'illi-;.:na ausdrückte und ibm wi>
dersurach. -wter anderem erbob er
c?eqen die deutschen (^ei'.iertsckaiten die
?eschnld'siunq. sie seien ..nicht besser
ass ?t»s5es Meitze ^arde??" nnd ne
s?in.:6?ts »veiter als die Wenzenae
der Kapitalisten. Sin a.roszer Teil
der f'.ui^rerickait drücke durch Zi
sckan seine Miv.billiqttn^ dieses Vor
wuries aus imd Vertreter des reckten
Dingels stiinnten am die Nednertri
büne zu und verlangten mit geb«L
>
<V'
. ->>
(8 Zeiten)
' U. S. P. D.
Vegen Anfnahmebedin
;n verhandeln bereit.
ve der Tritten Zitter
nden auf dem Parteitag
ten Aminen von dein Redner, diesc
VebauMungen zurückzunehnien.
Zinoivieiv üibrte in seiner Redc
aijv, die Nimen seien liiä^t allzu'eb'.
darauf eroicht. die Zentrale und dac
maszgebende Tribunal der Dritten
Internationale zu werden, und mür
den dieses Aorrertü gan^ gern^ einen?
anderen Lande überladen, wobei ei
aui Frankreich an'viel e. Ter Zen
n-ai ^iut'schlln de? Tritte«? Interna
Uonale, betonte er. Nab- iyn zu de:
l.'utiärung erin<!chtig:. das; er bereit
?ei. in!: den deritschen G^onen in
T'eibaitdlnngen über die Vedingnn
gen einzutreten, unter denen es znr
^lurinilune der Unabhängigen ^zial
deniokraten Dentschloud-- bereit iü^
pernor nnd brachte die ganz? Znkörer
''chart aur die Beine. Es trat ei-i
grower Tumult ein und ern nach med
reren Minuten kannte der Redner
seine Auösjibrungen rort'eLen.
Ter 5 oviet-Vertreter legte auch
^'acddruck au' d'e Erklärung, daft dic
:um'chen Kommunisten n.ici>t nur Ml'
len?>. sondern auch imstande seien, dem
deu.n'cheu Proletariat finanzielle Hil^
zu gewähren.
Hall?, l6. Lkt. Tie Konserenz lln
addäugiger Sozialisten de solos', deute
mii -."7 stimmen gegen sich der
dritten Internationale anzuschließen^
Mit Eriövien, dem VizeVorsitzcn
den der Partei, an der 5mi?e verlies;
die Minderheit den Konferenzsaal,
mädrend der fomnninn'nscbe Flügel
die 5n;ung sonsepte.
Halle. I/i. Lkt. Tie konservative
Minderheit der liier versammelten
^om-emion unadliängiaer Zozialiskn
U'.'chte durch denNedakteur der . ,^rei
veit", Hilrerding. die Mitteilung,
daü ne eine Vereinigung mir ixn rus
'-iich-en Kcunmuniüen iür unmöglich
i'alte. Tie Mitteilung >var an die
Nadi-'alen gerichtet.
Hilierdings Nede nalun ziemlich
den dalben Tag in Anivruch. Er
sagte, das; sich deutsche Sozialisten
nie der Tiltatur der Internationale
in Mockau sügen würden. Zie wei
gerten sich, die Partei des Terrorist
!nu§ -u untei'rizLen, od?r sich?iner
Po-litik enzuschliest-.n, die er als ein
unvernünniges Programm z:n' Welt
verrscvast dezeichnete.
Als Vertreter der bulgarischen
Kommunisten war ^odakotss erschie
nen, der ankündigte, das; die Balkan
länder reit 'ür die Neni-lution seien.
Er versprach) die Mitd'lse Vulgarieuc-.
um Teun'chland beim >Z:ur,-, der bür
gerlichen Parteien ui lielten. Tic
^»ede südne zu Te'.non''tratioüen ge
Zinowicw nuoqcivm'en.
Berlin. 18. M. Zinowiew
un> M. ^osoirX'ln. nisniche Soviet
Telegaten zun? 'l^rteitag der linao
angigen Sozialdemokratie in Halle
wurden au-> Teutschland aiisgewiesen.
Tie Ausweisung erfolgte unter der
Tire>'^.en dev vreu>;ischen Minist
rium dc5 Innern. D?r Vrcten der
Ausgewiesenen war erfolglos und sic
viiüen zur Avreise. ^
Halle, 18. Okt. Zu n ausgespro
chen revolutionäre Parteien, eine ver
pflichtet zur “Diktatur des Prole
tariats" durch An'chlus-; an di< Tritte
Internationale, die endere, ebenfalls
die Tikratur anerkennend, a.^r inner
halb des Proletariats au? Grossen
schaitlichkei: hinwirkend, in Opposi
tion zu Moskau, I'.aben sick aus der
Spaltung der' Unabhängigen Sozial
demokratie entwickelt.
Tie linke Mehrheit unter der Füh'
rung von Täumig, Homnan und
^Ttto Baß, der leyter? ein junget
,'vülirer aus dem Rheinland, verhan
delte heute über die Aufstellung einer
Vereinbarung mit Moskau.
Die Minderheit unter der Fühnmg
von Georg Ledebcur und Cricpien,
legten in einem eigenen Parteitags
Vläne mr eine Verbindung mir den
revolutionären Krä'ten in anderen
Ländern, die ebenfoNs sich nicht ent
schließen konnten, mit Mockau zusam
menzugehen. Sie nahmen eine Re
wlutien Ledebours an. in d.'r 'ie sich
nir volschewinische Ziele ansspracheiv
avee gegen die “Politik der Zerstö
rung und dev Teri.-vri-.mus".
Berlin, 19. Ost. Die “Freiheit"
sas Organ der Ledeöour-Hilsrrding'
NnsbhLngiges
Eilt Wort an die
Arbeiter!
Von (Eugene P. Debs.
Da es mir nicht möglich ist. Euci
ivährend diese:- Wablseldznge:' vcn
Angesicht zu Angesicht gegenüber z;
treten, so wende ich mich mit dies?
. kurzen Botschaft Pon meiner besang
^ niszelle aus an Euch.
Wie ^hr :v-istt, din ich der Präsi
> i d<ntschanvfandidat der Sozialittüchei
Partei der P'Treinigten Staaten. Di'
» Kandidatur sncbte ick nicht: sie wurd<
- mir aus einstimmigen Bescklnsz dei
. .^on'.vntion übertragen.
>' Am 2. Nov^inder iit die Wahl. Ar
> diesem ^age roerden die Wähler di,
.! Poütis des Landes ain vier weiter,
- ^'.adre l-inens de'timmen.
: > I i? Ardeiter baben die er iiei
. der stimmen. Zie könnten die.>>cr
!ren sein, wenn sie wol!teu.
Niemand imin zu einen! Antte ge
wälilt wer-^n ohne die 5>immen dei
«Arbeiter. T^nkt daran. Verges?
^das nicht am 2. ?^odember.
Venn der Präsident, der m>ch den
!'!. Ä'ar,; t9-1 in? 3gp?ü.'>,
^nyen wird, dav Handi'.>ert'zeug nei
^ Wallstreet und der kanitaljstisctx'r
Z.^lane sein wird, genau so wie der e-:
'itt. der jelzt darin Nvt, dann mörbt'.
!jch^ das; die Ardeiter?S wissen. dan sie
lii'n mit ibrm Ztimmen bineingeseyi
>jbaden nnd oerantnxn'tlich sind 'üi
itne ^onseanenzan.
^ Tüe Interessen aller Arbeiter oinn
> 1ln:er'äned der Nasse und /sarbe sinc
! genau die gleichen. 5ie neben uili'
fallen zusammen. 5ie sind eine,"a
milie und werden entweder den .>?ase:i
zusammen in 5iche''beit erreicher
oder zusammen untergeben.
i Warum sollten ne sich dann aw
! ^tinnnk^neu belcimvsen oder sonn
!wo?
Vereinigt können ne ihr? eigener
Kandidaten ermäblen und sich selbn
alo berrschende blasse einsetzen.
tHeteil- besiegen sie ihre eig-enen
^ Kandidaten, erwablen die ibrer Geg
- uer und lai'en der .sxr^enklasss
! Macht.
Wir sind alle ein?, ober ick un?
'nieine Genossen können wenig tun kn-:
!^br mit nns seid nnd dann gibt e?
taenia. dac> :rnr nicht tun können.
Wir sind das Volk nnd wir l'aben
die?)'acbt. wenn Niir einig sind.
Vir nnd 5klaven. so lange wir ge
teilt sind.
Vereinigt (?nch?
^ch bone, ^br kennt mich genii
aend. un? zu wissen, dap. ich nicht ein
Kandidat bin. weil ich ein Amt will
Hätte ich ein Amt dcmn wär
ich kein ?oz:ali't. ^.ch wär'' in der
- demekr.'^scht'n Partei gebl'p?>?n im!!
se'int." m'ch in der ^änlni?, 'we ec
^n''^ern<">'' ^yr tnt
! !uiite n'ich d"" '^'N' ch>''' ^ar
lei ange;ch!?.s>en nnd " i ^ in de^
"v.inlni? aei^nn^. in. der ?».'n^'..^r ^ar
> ding jevi >wobl
» » <» »
j Was ist eine vali^sklv ?
j Ein? Ver?niia'.:ng von P.'rswwn
die ni e^ner ^?'nse i!"' "mt-'"it'slp-'
j teufst' ivobrnelnn?n. E? a'bt nati'r
^ lick AuSnalnnen. aber da* vt d-.o^'-,
^ gel.
5o gemessen, sind bei!?'? Parteien
^ der Demokraten und Demokraten k«
vitalistische Parteien. ??«' ?md iinan
' nert don den Kavitalistm, unteruiitz!
> von den ^.'vi!alisten: si? stolen ka
^ - v'.taliijische Kandidaten an? nnd berr
jschen im Interesse der 5a!7lt^ustisckcn
i Parteien.
! Ist die? nicht d»er Grnn'>. warum
'- Einha?t5b?fel'l? ni:r ?l"bk't"rorgani
sationen be: ?t^!?5 !r.^'-?n und be'
>5t7eit'a^'-ten '^"!^''ern un^
'Un'ernebmern >'<? P^li^??kn".npel nur
jain di' ^.'ün'e der Ari'<-t^r bernl'
i sausten?
! Wa? hot ein Arbeite- in einer ka
^pimli'tisä'en Partn ,'a.i '''.'.-<'en?
- Was wiirdet Jar den'en. :v?nn Ihr
'Rockefeller in dn- Sozialiniichen Par
tei entdecke« !v»"n'de^? ^br würdet
>! denken, er sin ve'-n'^t -.'"»"-"-den. Nun
- - er denkt das ni-s > >sn.^. wenn er
.5 Euch in ein^r kapitalistischen Partei
! sieht. Er denkt vi?"n>'br. Ji'r habt
!nie klaren Verstand gehabt.
^1 Ich fordere iraend iennandcn ir
^ >ae'-d^'o kpreu", n,ir einen Unterschied
! -mi'clx'n diesen ;n>ei «!<en politischen
Kli'pveni nachzuweisen, soweit die Nr>
^ beiter^la'se ni B?ircn5>tk-^mmt. Beidc
treten ?in KaVital'ömus und
! Crimen fi-ichtun^ wird durck Ve
lswaifn'te bewacht, uni die andere Rich
'itung daran zu verhindern, Besitz vor
'»dem Blatte zu era amen. Die Däu
^mig-Stöcker-Hofsman Richtung ha
,Idas “Volksblatt" in Halle in Besft
'! genommen.
Hrgsn für dis Äri
Chicago, Mittwoch, ^7. !^kt. 192^.
j
! A^adit
Franz
j (Ueberseyung von Kiplings
Wir fütterten euch viele Wilsen
Dock uns selbst auält ncch Hur
Ob eurer unbändigen Hobgi^r
j Gar mancher in s Grab hinein!
Ihr geniest unser (iiut
j Und vergießt unier Vlut
llnd schür: immermebr unsern
Doch. wenn Vlut soll der Pn'i
Ist läugir es bezahlt in voll!
-'! j Es fliegt kein Bergwerk g-m v
- ! j Tciv uns nicht lebendig begrab
Es treibt kein Wrack je dein Uf
t j j Das nnfere deichen nicht tragt
Der Äablkenel ^lut,
Der Maschinen Witt
^»ableu täglich ivir blut'geu ,''o
' i s Trum, weun Vlut soll der Prei
t i ^''t Alles bezablt in voll!
! '
l! ^ Wir flitterteil euch viele tauseu!
Denn eö zivaug eures Woldes
l i llns seitdem wir aus Feldern ei
> ! Vis zum Morden in blutiger
-! i
! j
!
. Ausbeutung: Nir die >?errschart d?r
> tavitalislischen Klasse und die Sklave
. rei dor Arbeiterklasse.
j Eine Stimme für Harding oder
i - Co? iü eine Stimme nir ^'olmsklave !
-!rei tind ivenn ein Ardeiter solche!
^ Stimme nbgibt. so begebt er Verrat'
. an 'einer Klasse.
- ^.ch Erlange nickt von den Arbei- i
lern, dan sie m i ch n>älzlen. Ich ver- ^
^ lange von ibnen nur. das; sie für!
sich selbst deuken und sich ^
. nickt med? täuschen bauen.
Seid meiner Jugend bin ick in ^
> euren? Kampfe. bin auch jetzt da ^
, rin. bis nnck me:i: An'm verlaßt. E-> '
! giebt mr mich keinen anderen Play. !
Ibr babe gebungert unter republi
^ konischen und demokmtischen Herren,
die Polizeiknüppel nelen auf Euer
i Haupt sowohl unter revublikanischen
!wie tinter demokratischen Mayors.
Ihr battel schlimme Seiten, keine Ar
^ beit. niedere ^öhne unter reoublitani
! schen nnd unter demokratischen Prä
^ sidenten.
l Sie sind alle gleich! Sie sind Eure
«Heinde, Ihr habt genng gebabt von
! :bnen und ich fordere Euch auf aus
! meinen Gefängnismauern beraus:
.Verlaßt das Lager Eurer Heinde für >
immer.
» ch
Tie Sozialistische P^Nei ist Etire -
'Partei und Ibr solltet die^ wissen in-!
! folge der Tatsache, daß sie von der ka-!
! vitalistischen Presse schmäblich ver-!
^ leumd<'t wird.
'! Tie Sozialistische Partei in die j
Partei der Arbeiter, der Schaffenden.!
de? Volkes. Sie l^t Prinzipien, kei 5
^>ur uavl m ueii 11
llns're Kittder und ^rau'n
lind erklärt, das; das Necht es
Ja. wenn Vlm soll der Preis
In Alles bezablt längst in voll
! no BcuechunaSgeldei-. Sie tritt ein nir !
^ ^reibeit. nicht für Sklaverei.
Die Sozialiüische Partei will die i
^ industrielle Maschinerie des Staates^
übernehmen nnd die kapitalistische
^ Republik umwandeln in eine Volk s- ^
gemein s ch a f t. Di.? Arbeiter ba ^
ben die geschichtliche Mission, das
amerikoni''ä-e Volk nnd das Volk der ^
Welt zu befreien.
5 Tie Sozialistische Partei, die ein
^ l zig wirklicix' demokratische Partei, i'l
>>der politische Ausdruck der inter- '
'"nationalen sozialen Revolution, we!»
> che die Welt beflutet und auswärts
erbebt aus der DuiikeU>eir und Skla
verei zu Licht und Freibeit.
lies IskiiMlW Ässinler- >
Von Max. Worth.
^ Europäischer Spezial - Korrespondent !
der ,.Fed. Pres;".
Orleans. ?.y. Sevt. Der Spezial- ^
l Kongrest der ..General Federation of ^
^ Labor" wurde ain Montag, dm 27.
- Septmber eröffnet — genau 3 Wo- i
' chen nach Eröffnung des englischen
> “Trade Union Eongreß" in Ports- >
! moutb. Der französische Kongreß ^
begann mit einem sckanen Angriff
- der revolutionären Minorität auf die >
l Federation und deren Beamte.
Seit des Generalstreiks vom letzten
t Mai war ein groszes unzufriedenes i
; Element vorbanden, das nicht mit der !
Führung der Federation einversion
in voll! !
l
Bcidcl. !
l
.,Tc> tbe Capitalist Claß!")
I
d Iabr'. l
igers Pein! j z
mutzt' j !
i!
Groll ....
sein mr wae ihr uns nahmt,
I
immel ant, l
t! j
er zu, Z
» !
Ä! j
is sein für was ihr nnZ nalnnt, l
I
> Iabr',
Macht
nsl sierront
Zchlacht! !
>o lvon
sein von all unser'm Wück,
den mar. Die Unzufriedenheit iiibrte
schließlich zu einer Minorität-^ewe
gung, die einei? Kongres', nach ^non
einberief, welcher sväter in Paris
und Marseilles sorigen'vt unlrde und
'chließlich in Orleans'stattfand. Tie
letzte Sitzung der Minderheit scklon
einen Tag vorher, ehe der ^'ongres;
eröiinet wurde.
der Versammlung zu Lvon wa
r.m ungeWir l<>^ Minoritäts Dcle
traten anwesend. Bei der Tagung in t
Orleans waren !':!! Lokai-llnions >
vertreten, ebenfalls sechs gros;e Ver
einigungen lwie »nsere Staats-fede
rationen> und >>ndu'^rial federa
tions lime liniere Internationale».
Die Gesamtzahl der Unions, die
öu'.'ch Delegaten vertre-en in. beläu't
sich aus ^l7?. davon <>8 Department
Unions und 85> industrielle Verein!
gungen. Die Minoritäts-Beweguug
i't numerisch nickt sehr stark. Die
Situation wird durch deren Vor.an
densein mehr denn durch ihre Anzahl
bedeutungsvoll. Die Schlußsitzung
der Minorität war am Sonntag, den
September, wo eine Resolution
angenommen, die die federation ver
dammt, da es ihr nicht gelungen in,
die Prinzipien de? revoluiionäreu
Syndikalismus, wie niedergelegt auf
dem Kongreß in Amiens, zu fördern.
Der zu Ann ens gefaxte Besch lu;;
lout^tei Die Union mutz die techni
schen Arbeiter organisieren und aus-j
nehmen und nicht von ihnen aiuge- >
sogen werden, andernmlls herrscht 1
nicht der Gei't der Arbeiter und Kom
munisten, sondern der kapitalistische
md hierarchische Geist der “Techni
I men .
Der Ve'chlun zu Lyons (191^!
mar nicht inis;znvernel,en, eider iin
nachfolgenden Jahr, loo die (5. T.
mebr nach link? hätte gehen müssen. >
blieb sie am der rechten Seite, gab di
rekte Akticm ans. im Prinzw sowohl
wie methodisch.
Tie Minorität verlangt Taten. Re
solutionen wnrden stcnnq versaßt. Re
volutionäre Taten. keine Vereinigung
mit der Internationalen in Ainsler'
dam' darin liegt die Hoffnung der
^.. T., wie die ^'oiuti^n besagt.
Die N'.'si'lution c' ^ mebr wie
ZWO Worte, viel ' sauende Vor
schlage, aber der gr^re Teil i> Kri- ^
tik und erklärt, die (5. G. T. sei rreu- ^
los ihrer Tradition.
Doch, was um? Tie Minorität
findet sich in diesem Beilegungc-be ^
^riff. Sie sind nicht stark genng, die ,
federation zu kontrollieren. Zwei
Wege neben onen — einer, in der ,
fedei'ation zu bleiben nnd die Agita
tion dort fortzusetzen, der andere, eine
»ene Organisation z» formieren.
Moskau beliebt daram. dan die Kom- ^
munisten in der ^-ederaticm bleiben; i
“La Vie Ouvriere", das Organ der ^
Kommunisten, bat seit den cindern ^
Standpunkt eingenommen. I
Andererseits in eine narke
?;ung, besonders im Südeu, für eine
neue Organisation. Die kapitalisti l
sä?e Presse begrüßt diese Zeichen einer
Spaltung mit unverhohlener Freude,
wohingegen die Arbeiterpresse mit
Nachdruck dagegen warnt
istsrist».
Abonnemen!
. > »»
»»
et» Jahr, tm V
. . M El
» » » ^
»»
y»r «t» Jak. <« ?
. . tn <Z

Äkl.UiNlWsll'l!
Tic amerikanischen Lei
sie sich nicht zn Lcabs q
^>n England 'i-:d die.^ehiengräber
seit M'onw^ an' ?treif. ! .tMIMs)
Ä'ann 'tarl' legten -ie die Arbeit nie
der. ^>en.n nicb: in wen.igen Tagen
ein llebereinkoin?nen ziviichen der Re
gk'runq und den 'lrd'irern erzielt
wird. !>?',» werden ^'stwahrschein
lim die Ei'?n.ba!nle'' nnd die Trano
vortarveiler ein den Zanipatlueureil
geben nnd da? ganze industrielle Le
l'en Englands nnrd irillstehen. ^>n
?)or.'sl?ire und bereits die Eisen und
Stadliuerke g esch lossen.
Zwischen den Bergarbeitern und
der Regierung und lange VerHand
lnngen gevflogen werden und die Ar
veiter waren sehr neriobnlich. Schiies;
lich icheiterlen die Verbandlunaen an
der ,'lblehnung der Berguvrl-'benyer
und der Regierung, sofort eine ^''ihn
erlwbu-ig von 2 Schilling (etwa !.">ci
eintreten zu lassen. Tie Lohnerbö
liung soll nac!> dein Vorschlage der
Regierung vielmehr ern eintreten,
wenn die Bergarbeiter ein grössere?
^.'.'.mitum Kohlen fördern, ^lcwd
(George fus'.t auf diesem Verlanaen
mit der Belanvtung. das; bei jeder
^otnvrhöhnng die Förderung oer
minderr worden sei und im Interesse
der Industrie mime er auf seinem
Verlangen bestellen.
Da5 Verlangen der Bergleute nnd
das Angelet der Negierung nnd Be^
NUer bei ein-."/ gleitenden Lohnskala
nellt sich >vii' ^'Igti
Im ersten Vierteljahr 1920 war
die Turäisä'nitl5!ördernng nach der
Note von -!?> Millionen Tonnen
jährlich.
Im zweiten Vierteljahr 19W war
die T'.wchschnittowrderung nach der
Nate von 2^2> ^ ^.>!illion<n iährlich.
Ini dritten Vierteljahr war >di>
Turchschnnt^rderung noch der N'ckte
von jährlich --'«I Millionen Tonnen.
Die Arveiter verlangen nuu:
2 Schilling inehr ver Tag bei einer
Förderung nach der Rate von
Millionen Tonnen jährlich lalso der
levtvierteüährlichen Förderung >.
2 schilling Pence mehr ver Tag
ixi einer Nate von P^illionen
jährlich.
Schilling mehr ver Tag bei einer
Nate von 2^8 Millionen Tonnen
jährlich.
Tie TurchschnitlSsörderung ist vier
teljährlich zu bestimmen.
Tie Besitzer bieten ani
1 Schilling mehr bei einer ^örde>
rung nach der Nate von 2l2 Millio
nen Tonnen.
2 Schilling inehr bei einer ^örde
iniig nach der Nate von Millio
nen Tonnen.
:» Schilling mebr bei einer ^örde
rung nach der Nate von 2<il) ^Millio
nen Tonnen.
William Brace. Präsident der Kob
lengräber und sehr eimluhreich, bat
am Dienstag im Parlament folgen
den Vermittelungk-vorschlog geniacht:
1. Eine sofortige Lohnerhöhung
von 2 Schilling per Tag und am
Ende des Lahres eine Review der
ganzen finanziellen Verhältnisse der
Bergiuerle zwecko weiterer Entschei
dung.
2. Errichtung von Tistrikt^komites
in allen Distrikten, zusammengesetzt
aiÄ Eigen:ümern nnd Bergleuten,
um die Frage vermehrter Förderung
in die Hand zu nehmen.
Errichtung eines nationalen
Lelm Boards in der Bergwerksindu
strie nor dem 81. Dezember, an noch
zu vereinbarenden Prinzivien.
1. Errichtung eines gemeinsamen
smites non Bergleuten nnd Eigen^
tumnm, um die Frage des Anteils am
Ertrag'zu bestimmen sür Arbeiter,
Besitzer und Regierung.
Brace sagte hierzu:
..In deu nächsten zwei oder drei
Tagen wird (Gelegenheit sein snr eine
Schlichtung der Streiks, wenn aber
der Streik länger dauern sollte, so
mird eine andere Atmosphäre herr
schen. Tie Bergleute sind jetzt noch in
Feicrtagostimmung, in guter Laune
nnd freundlich: wenn aber der Streik
über eine Woche dauert, dann werden
sie wmgrig und wenn er zwei oder
drei Wochen dauert, dann werden sie
lvissen wollen, warum ihre Nachbarn,
die Maschinisten und Pumper, weiter
arbeiten und ihre Löhne verdienen.
..Sie werden sagen, diese Lente
an den Streik zu beordern, bedeute
den Ruin der Bergwerke. Aber was
kümmern sich hungrige Leute um
ruinierte Bergwerke? Die Leute
sind bei dieser Zeit dann in der
s-Bedmqvngen
»««««,
r P-»
orauS be,ahll 5?.««
snada
Ausland ».SS
v»d
' V »
orouS bezahlt ?Z.ao
Canada 4.yq
Lluslan» d.00
^ »» S«e»»<! a»“ »»«?» U»»« «. l«-y> ,t
> 0/ edtc«««. lUluot». »na» ^ct r>k tl»rc5 0. O»
No. 4:'..
üieis» iii lküßiliiii).
seilte kündigen an, daß
ebranchen lassen werden.
Ttimmung, um die 5ache ;u Ende zu
kämpfen."
Andere Länder sind dnrch den
Ztreik in narke Mitlcidenschatt qe^o
gen. Anc' Walhinqten wird berich'
^tet:
Frankreich. Folien und die skan
dinavischen Länder iverden ivabr
^ 'cheinlich mehr al5 irgend welche an
^dcre durch dac- Einstellen brinscher
Ervorte betrogen werden, ivie liier
erlangbare Zablen zeigen. Frankreich
bat von Großbritannien monatlich
7.')0.9W Tonnen bekommen. Italien
NorN'ieslett. Schweden und
?änennirk 18i>.W0: Südamerika
und Spanien Tonnen.
^Etma Tonnen britischer Kob
in? Monat sind nach britischen
^nd Aegnpten qeqanaen und
N'X)s!s>l) Tonnen nach verschiedenen
Ven:minung5orten.
ES wird erwartet, daf; die dnrch
5cl5 britische ''.'i us fulu verbot betreffe
nen Länder iich ail die Ver. Sraaten
wenden werden.
Eliina hat nch. Nachrichten zufolge,
! bereits kontralilick zur Lieferung
>vo,l monatlick^ I Tonnen an
Frankreich, It),000 an Dänemark
i verpflichtet und offeriert 200,000
niebr nir Abliefenuig in Europa,
j (5-5 heiszt, dan Indien Kokile nach
Frankreich, Italien nnd Aegypten
sendet, während Süd Afrika eben
falls Ko^'le nach Aegnpten und Ita
lien geliefert hat. Kohle ans Au'tra
l lien bat Skandinavien erreicht.
Wenn der Streik länger andauern
sollte, so wird von verschiedenen Sei
ten erklärt, dann werden die Ver.
^Staaten es sebr zu ?üb'.en bekoinnn'n.
Erüens werden die Engländer soh
len aus den Ver. Staaten belieben
>und dann werden amerikunisä'en
! Grubenbesitzer den cnlg!ifä)en Markt
> erobern wollen. Jetzt schon haben die
! Amerikaner Engländern einen Teil
i dec- >lo''lenmarkdes abgen^nmen. Vor
j dem Kriege ervortierte England jähr
lich 7".i>00.0l)0 Millionen Tonnen.
Ties ist jetzt gesetzlich auf 21.000,000
> beschränkt. Infolgedessen haben die
Amerikaner bis zum I. Sevtember
1920 bereits 17,000,000 ausgeführt.
! Zu dieser Phase schreibt aber Law
rence Todd in der “Zed. Preß" aus
Washington:
! Amerikanische Bergarbeiter ^Verden
keine Scab-Kohlen für England för
dern. falls die englischen Bergwerks
besitzer nnd deren Negierung imstande
sein sollten, längere Zeit gegen die
britischen Arbeiter auszuhalten.
Ein Grund, warum die amerika
nischen Arbeiter keine Pike erbeben
werden, um den britischen Streik zu
! brechen, ist die Tatsache, das; sie 5u
l ueuu .Zehnteln völlig mit der ^ord>>
^ruug der britischen Arbeiter ans Ver
israatlichung der Bergwerke einver
i standen sind.
Ein weiterer Grnnd ist, daß der
I Vergarbeiterverband znr Internctia
jnalen Konferenz t>er nationalen Ver
bände der Bergleute gehört, die sich
vorigen Sommer in der Schweiz ver
sammelte nnd sich zu gegenseitiger
Unterstützung verpflichtete.
Der dritte Grund ist, daß die Ver.
j Staaten selbst gegenwärtig einer Kob
! lennot näher sind wie je derber und
durchaus nicht viel Kohle entbehre!!
können, nm den Engliwdern zu bei
fen.
Ein vierter tHrnnd ist, das; ..un
faire" Knhle in aller Wahrscl)einlich
^ keit feine Verlader fini>en würde zum
Versandt in den Häsen: und sie würde
nickt von Engländern ausgeladen
norden, falls sie wirklich nach Eng
land gelangee.
Endlich haben n-ir hier gar nicht
genug Transportanonsmittel, um so
viel Kohle hinübevi.zu bringen, dan
es einen Einsluh auf den Verlauf der
Tinge baden könnte.
Im Bergwerksbüro in Washington
wird erklärt, daß wir heute weniger
wie einen zweiwöchcntlichen Vorrat
an Weichkohlen an Hand haben —
ein Vorrat, der nicht den dritten Teil
beträgt, wie vor zwei Jahren um diese
Zeit. Wir produzieren für den Heim
gebrauch 10,600,000 per Woche. Wir
exportieren 20,000,000 durchschnitt
lich per' Jahr. Wenn wir 200,000
von dem wegnebmen würden, lvas
wir wöchentlich für nnseren Gebrauch
produzieren, dann hätten wir eine
ausgesprochene Kohlennot. Hätten
wir 500,000 Tonnen mehr, dann
wäre der Markt uberfüllt und die
Preise würden fallen.
Aber der Hauptgrund, warum der

xml | txt