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Vorbote. [volume] (Chicago, Ill.) 1874-1924, October 27, 1920, Image 6

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k Zur Ideengrschicht
^
5
Von I a q n
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Wer sich durch die o?r gehörte Paro
e der letztenmal)re: “Gegen den preu
ßischen Militarismus!" verführen
ieß, wird seither mit nicht geringer
rnitänschung wahrgenommen laben,
me die Besieger des preußischen Mi
itari^mus sich zugleich das schreck
ichste Erde Preußens ersiegt haben:
bei: jenen gehaßten und verfllichten
Militarismus selbst, den ans der
Velt zu schaffen sie ursprüuglich aus
lezogen waren, der aber alls der
Kelt nicht ulisgerottet, 'andern nur
okal verschoben worden ist. Aber nicht
veniger gros; müßte das Erstaunen
ines Mensen sein, der etwa bei
"lusgang des Jahres 1917, als er
bell noch Benins ^tern in Nllßland
inter der Devise der “Pölkerveriöh
lnilg" und des “Friedens lim jeden
l5reis" <inmeigell sab, ill 5clila- ver
allk '.uld nnu. drei ^alire später wie
>er erlvachend, Rellin als das Lber
>aup: des Staates init einer der
mächtigsten, niilitärisch gelvaltigsten
lrmec Europas entdeckt, ^n all die
en Fällen babeil sich die realeil Trieb
räne des geschichtlichen Ablailses
Milans släi ker ^'nmesen als die Ideo
logien der iührendell Männer, die die
^eburtsbe!''er d^ ileuen ^eit waren,
trotzdem lväre es verfehlt, diese Ideol
ogien ilur >als Ausflllst voll lügneri
cheil Vorwmiden uiid Heizcheleien ^ll
werten. Es ist ganz gewiß, daß mit
>en 5chlagworten. deren tatsächlich?
lrsüllung danu leider ausgeblieben
ft, einem sehr ernsr gemeinten, der
illgemeinen Volksstimmung entsvre
henden MassenVednrniis Ausdruck
gegeben wurde, nnd daß die pazisi^
chen Ideen nicht eine reine Gedanken
onnruknon im Hirne von ein paar
Schwärmern waren, sondern den
ideologischen Ueberbau der Gesell
chaft»zu''tände des sterbenden Welt
riegk-s, der sterbenden Kultur Enro
ns bildeten. Aus dem Charakter
>er Zeit entspi'angen ihre Ideen nnd
Ralfen, jenen durchgreifend zn ver
indern. Indem aber nnn unter täti
ier Mithilfe der pazifischen Ideen
>as Charakterbild der Zeit ein an de
es, wesentlich verändertes wurde,
ruchte eben dieses nene Charakter
>:ld auch neue, geänderte Ideologien
ius sich gebären, und nur wer die
^deen als das Primäre. Gesckickts
ildende ansieht, kann sich darüber
'ntrü'>en, daß die alten Ideologien
?i?'t nehr ans die neue Zeit passen,
während das Rätsel sich sebr rasch
ös>. wenn wir den Ideen bloß die
stelle Vorbereitung, aber nicht
>er apriorischen inhaltlichen Eriül
ung einer neuen Zeitepoche zuwei
en, die ja erst aus sich selbst ihren
'.euen Ideeninhalt herausarbeiten
nnß. Wenn wir uns also über die
bedingte Gültigkeit und Wertigkeit
:ller zeitlichen Idcenströmungeil zu
vörderst klar geworden sind, so bleibt
mmerdin noch genug Naum nir eine
^etrcrchning des gesetzmäßigen, nicht
'linden Zufällen und Gillensmei
ningen einzelner, sondern den gesell
chaftlichen und logischen Bedingun
gen der Völkergeschichte unterworse
len Entwicklungsganges von Ideen
ibrig, deren jeweils verschiedene
Jeltung und Bewertung in der Ge
chichte der Menschheit von schicksals
lining
)iescm Sinne verdient namentlich die
^deengeschichte des Militarismus eine
Mere Würdigung.
Das Uni und Auf der völkerphilo
'ophischen Rechtfertigung des Krieges
it es seit jel-er gewesen, daß er eine
Auslese der Besten sei und alles
Achwache. Morscke uud Foule zu
grunde gehen lasse, ^.st das aber in
llnserer modernen ...Kultur" von
Flammenwerfern, U Vooien und
Gasangriffen noch zutreffend? Ta^
Kriterium aller wirklichen mensch
lichen Kraft ist die Faust. Maeter
linck sagt in einer seiner philosophy
schen Abbandlungen: “Wenn die
Nem'chheit sich strikt an den deutlichen
Millen der Natnr hielte, so würde die
^oust. die für den Menschen da5
gleiche bedeutet, wie die Hörner für
deu Stier und die Tatze für den Lö
iven, allen unseren Bedürfnissen nach
Sicherheit. Gerechtigkeit und Nach?
^niügen. Eine kliigere Nasse Nnirde
icde andere Kanipiiveise verbieten und
zls unsühnbares Verbrenn gegen die
Wesensgesetze der Art abnden: und
cnif diese Weise würde nach ?lblaus
einiger Generationen Respekt vor dem
Menschenleben herrschen. Und lvclcht!
bromvte Auc-lese ganz im Sinne des
Naturwillens niürde die intensive
Pflege des Foustkampfe? zur Folge
haben, wenn in ibm alle Hoyinunge^
Ulf Kriegsruhm gipfelten! Tie Aus'
lese aber ist doch alles in allem die
einzige wirkliche Hauptsache, um die
mr uns zu kümmern haben, die erste,
mlifangreicki'te und ewigste unserer
Pflichten gegen unser Geschlecht."
Diese Anschauung fußt ganz aus
den Voraussetzungen der grauen Vor
zeit, in der die Volksstämme ihre
Kampfe tatsächlich noch Leib gegen
(5eib. Mann gegen Mann austrugen,
gewappnet mit nichts anderem als der
e des Militarismus A
es Hanirak. ^
-xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx^
Kratt ihrer Fäuste oder den von ihren
Fäusten geführten Primitiven Waf
fen. Hier siegte wirklich die nröjzere
- leibliche und moralische Tüchtigkeit
eines Volkes. Von dieser prähistori- l
schen “Wildheit" bis zur chemisch
technisch - kaufmännischen KriegM
rung des Weltkrieges zieht sich ein
langer Weg, dessen charakteristischen
Biegungen uud Weudungen nachzu
gehen, vielleicht vou eiuigem Interesse
ist.
Von dem ersten Stadium, dem der
Urzeit, haben wir bereits gesprochen.
Es herrscht das volle imd reine “Ge
setz der Auslese": eine allgemeine
Volkswebr der freien mit Waffen
die lediglich für den Naht'ampf berech
net sind und deren bessere oder schlech
tere Anwendung noch ganz von der
versönlichen (Geschicklichkeit nnd indi
viduellen Tüchtigkeit ihres Inhabers
abhängt. Zwei Moniente sind also
maßgebend: die Allgemeinheit der
Teilnahme am Kampfe und die wirk
liche stärke des Mens.ben als die
Entscheidung im .ttamvse.
Eine Aendernna dieses urwrüna- ,
> lichen Verhältnisses tritt ein, als die ^
stärksten jede) ^lamnies seine bevor
rechteten sichrer werden nnd sich ihr ?
Vorrecht namentlick- in der Erlangung <
von Privateigentum manifestiert. ^
^nn iverden die Stärkeunterschiede »
nicht nnr in den Kämpfen Stamm
geg<m Staunn. Volk gegen Volk,
> 5ipve gegen Sippe znm Anvdrnck ge .
bracht, sondern mich innerhalb jedes ^
einzelnen Stammes selbst beginnt ^
eine^ Sonderung der Stärkerell von .
den Schwächeren, wird die Grund- ^
läge zur Bildung der blassen gelegt, ^
Tie erste Klasse, die sich in der Ge- ^
sellschmt berausbildet, ist die der!
Krieger. Es schlägt jetzt nicht mehr -
die Volksgeiamtheit die Schlachten, ^
wndern nur ibre Kriegerklasse, die -
Stärksten uud Mächtigsten, die .zu- ^
gleich Führer uud Herrscher der Ge^ 7
samtheit sind. Dieses Stadium der ^
wehrgeschichtlicheu Entwicklung kenn- <
zeichnet sich also einerseits durch den ^
Umstand. daß die firiegsübrung nun- .
niehr nur noch in d-en Händen ei
gner bevorrechteten GeseMbartsschichte z
'liegt. Anderseits geht damit Hand .
!in Hand auch die Veränderung der ^
Bedingungen des kriegerischen Kam
pses selbst. Ta es jetzt eine eigene ^
Kriegerkaste gibt, die das Kriegshand- ^
werk als Berus ausübt und zu uichts ,
anderem da ist als zu Krieg und ^
Kauip'getnmmel. s^mus; es nnnmehr ^
auch zu ein<r Verseiuerung iu den ^
Methoden dieses Beriues kommen. ^
Wir iekien den gernmnischen Necken ^
der Urzeit dem bereits mit technischen ^
und strategischen Gedanken erfüllten, <
mit Kriegsmaschinen arbeitenden, -
planmäßig organisierten Heere der ;
Römer gegcnübertreten. Es kommt ^
zu jahrhundertelangen, wechielvvll
ausgehenden Kmnp^en, als deren j
Resultat sich schließlich ergibt, das; ^
zivar das römisch.' Re'ch den gerinani- ^
schon Völkersluten unterliegt, aber -
die römische Hriegsidee die gernwni- <
sche überwindet uud von deutschem ^
Stammen selber angenonunen wird. ^
Tie römisäie Krieg^idee ist es auch, <
die der mittelalterlichen Kriegsüh- <
rung ihr Gevräge gibt. Tie auoer- ^
wählte Klasse der Kriegsühruug ist j
>das Rittertum. Hiemit beginnt jene 5
I eigentümliche Entartnna der ur- l
sprünglichen Auffassung des Kriegs^
alc> eines Gesekes der Auslese der ^
Betten. Denn wie kannte man uoch j
voil eiin'in Prinzip der Auslese spre- .
che», wenn ihm voll vorll^'rein nnr z
eine deslinlinte Klasse unterworfen
nnr, deren Ailswahl sich immer mehr ,
ilnr nach formalen, von individuellen -
! Fähigkeiten unabhängigen Gründen ^
. des Besitzes bestiinnuc? Und ausser- i
dem war ietzt bereits aus dem einst -
sich so frei entfaltenden, regellosen, ,
überschäumenden Ringen wirklich <
leiblicher nnd persönlicher Menschen- j
kräfte eine fein säuberlich iu Turnier- i
regelil, schablonenhaften Ki.impfge- >
setzen und konventionellen Förmlich- ^
leiten ausgearbeitete, technisch erleni^ ,
, bare Wissenschaft, ein -- Spiel ge- j
> worden, eine Art Schachpartie mit le> ;
benden Figuren, ein Netz von Listen j
> nnd Klügeleien, kurz der Anfang des- s
sen, was man Strategie im modernen '(
- Sinne nennt, ^n Wahrheit a'ier ha-^
l ben wir in dem Aufkommen dieser j
..Strategie" die Götterdämmerung z
der lebten, noch denkbaren Motilität s
> des Krieges zu erblicken. Tenn Stra- 5
> tegie in nur ein Mittel, durch eine'l
> List das Anslesegesetz aliszlischalten. s
^ Sie treibt die Menschheit unweigerlich > j
» dazn, die geiunde Urkraft vou Män->i
nerfänstell dnrch künstliche, überirdi- j
l sche Waffen zu ersetzen, deren Wirk
! samkeit den Vkenschen entehrt, tveil ^
dieser sich damit einem Schicksal über- ^
antwortet, über das er nicht mehr ,
Herr ist, wie der Urmensch über seine f
Fänne. Die Erfindung des Schich- ?
Pulvers als Abscklus; und antithetische > x
> Konsequenz des Rittertums ist das!,
uuselige Ereignis der ganzen Welt- t
^ geschickte. s
Tic Ritterheere in Panzer und Har- lj
nsch, in Minne und Romantik hielten
hre Idee durch mehrere Jahrhun
derte nicht ohne einen gewissen be
eelten Schwung auf beträchtlicher
^öhe. Als aber jugendfrische Völker,
vie die Schweizer mit ibren Bauern
ieeren, und barbarische Stämme, wie
)ie Mongolen und Türken, auf den
i?lan traten und sich in ihrem von
>en ökonomischen Machtverhältnissen
diktierten Entfaltungsdrang blutwe
ng um die säuselnden Liebeslieder
md die minnigliche Kriegsspielerei
'er ritterlichen Tronbadnrs und ge
Miiischten Landedelleute scheren, da
'rächten die groszen Verluste, die Not
in Mann wie von selbst die technische
Entwicklung in? Rollen. Das Schief;
nllver war das Grab des Ritter
ums, aber ein selbstgeichaufeltes.
!Lir sehen auch hier ein Beispiel der
ion uns im Anfang dieses Aufsatzes
kizzierten Art, wonach die reale Ent
vicklung der Tinge oft einen ganz
lnderen Verlauf nimmt, als er in
>er Ideenwelt der die Entwicklung
'ceinfliissenden Menschen sich darge
teilt hat.
Wir gelangen nunmehr zum krie
chen Wendepunkt der militärischen
5nuvicklnng. In seinen historischen
Anfängen — beim urkommunistischen
-tamm — war das Kriegertuin ein
liecht und eine Pslicht aller gewesen:
>as Rittertum hatte es auf der
Grundlage der feudalen Besitzord
lung znm Vorrecht Auoerwählter ge
nacht, doch noch immer war es ein
ffecht, galt es als eine Auszeichnung.
Die nächste Stnie aber, der erwachen
de .Kapitalismus, macht es z» einem
äuflichen Schacher. Man schreitet
^'r Einführung geworbener Söldner
leere, denen Blutvergießen nur noch
IN unmittelbares Geschäft lit. Wohl
iber bleibt auch in dieser tiefsten Ab'
ehr der Kriegsidee ?om Nitterideal
)och noch ein letzter Neu der dem ketz
eren eigentümlichen Beschränkung
gewahrt: das; H'riegertum schließlich
>ine Kunst, das; Heldentum eine Ver
mlagung ist, mit der man geboren
ein muft. Der Unterschied des Söld
icrtums vom Ri^tertuui bestellt nicht
n der geringeren Rücksichtnahme au
Eignung, Neigung und Fähigkeit des'
en. der den Berus ergreist, sondern
nir in dem offenen Bekenntnis der
Kerwirtschastlichung imd Ko-nnuerzia
isierung dieses Berufes wie aller,
inch der ideellen Gi'iter des Lcbeno.
Der letzte Schritt zur letzten Lei
)ensstation i>t der norinierte Zwano
mr.^rieglinruilg durch die unbeA.ihl'
e Gesamtlwit ohne jegliche Poralls
e^ung eines ..Befähigungonachnvi
es" livenn man nicht die — Mime
mngen der 18- bis 5izjälmgm nai
verweise so auslassen halte wollen » bei
löchster Steigening der entmenschten
Va'sentechnik. die sich in ^2-Mörsern,
ll-Booten und Stickstofsgasen austobt,
?r ist ein Produkt der hochkapitalisli
chen Zeit, die hier wie in der Pro
duktion die Massenkrart organisiert
Welch eiu Gegensatz zu unsereil ,.wil>
)en" Altvorderen! Wie ill gralier
korzeit kämpst jetzt wieder die Ge
anitbeit des Volfes. Doch ivelch ein
'.bgl'lindtieser Unterschied! Einsi
'reie Volkslvehr der Allste. jetzt per
nanente Schlachibank der rasellden
Maschinen. Einst ein auolesebegün
tiglmder, ungekünstelte? Kamps lim"
?eben. jetzt ein auslesevernichtender,
?on toten, urechanischeil Bedingungen
lbhängiger Zufall der Lebeiisrettullg.
)lus der gesundeil .Herrschaft des
Renschen, über die Mittel seiner Lei
?eskräste ist eine Despotie der Mittel
iber den Menschen geworden. Wir
varen nicht nur Sklaven des Kapita
isnlus, sollderil der Kapitalismus
elbsr war Sklave seiner Erzeugnisse.
Üeich dein Goeihescheu Zauberlehr
ing, der den Besen wohl in Bewe
gung setzen, aber nicht mehr zurück in
)ie Ecke dringen sonnte.
So ist es denn geschoben, das; die
'äsende Maschine sich schließlich selber
zerln-ochen hat. An ihrem Unter
gang 'voren die ans der ökonomischen
ind kulturellen Bedrückung dieser
),ammerjahre mächtig einporflam
uenden revolutionären Ideen deZ
^azifismns in hervorragendem Maße
beteiligt. Aber eines hat dieser Pa
iifismus noch nicht vermocht: mit dem
Zerbrechen der Kriegsmaschine zu
gleich cuich schon den Geist zu zerstö
ren, in dem hoch und nieder, auf
^önigstbrouen und in den Hütten
)er Armut, der Kriegsmaschine und
hren Ideologien vordem gedient
wtte. Noch lebt dieser Geist des
Älaube'?S an die mechanische Gewalt!
>r hat sich aus dem Völkerkampf der
inperialistischen Bourgeoisie in den
Klassenkampf des revolutionären
Proletariats gewandelt. Freilich, die
Büste, welche Europa heute darstellt,
lat ihre eigenen Gesetze und entzieht
ich in dem brutalen Kampf ums nack
e Dasein allen ideologischen Forme
ungen einer glücklicheren, auf Reich
unl, Glücksfülle und Harmonie ein
gestellten Zeit. Aber der schreckliche
?rieg der Materie ist nicht zu Ende,
andern läuft nur in anderen Dor
nen, doch mit den gleichen Mitteln
ort. Die proletarische Revolution,
üe unter der ruhmvollen Führung
ler russischen Sowjetrepublik steht,
nus; sich ebenfalls derselben Mittel
'edienen, lvenn sie in den Gewitter
lürmen, die die Welt durchsetzen, be
tehen will. So notwendig und bitter
! unvermeidlich also die Uebernalnie
/der sogenannten preußischen Metho
! den in den Jdeenschatz der Nevolntion
sein mag, diese Ideen dürfen niemals
zu einem Absoluten, zu einem Ding
an sich werden, sondern müssen jeder
zeit als ein Fremdkörper, als ein je
eher, je lieber wieder auszuschalten
der und endgültig zu beseitigender
Notbehelf empfunden werden. Wao
not tut, ist. aus unserem Geiste her
aus das neue, alte Wehrsnstem geistig
I vorzubereiten: die Volkswehr aller,
^ nicht mehr im Interesse einer uns
vergewaltigende!? Minorität von Kai
sern, Pässen, Generale» nnd Gene
raldirektoren. sondern im Interesse
des gesamten Volkes als ein ledig
liches Ordnungsorgan. Vor allem
!aber haben wir mitzuwirken — auch
! jetzt schon, wo die Schlackt noch uu
entschieden tobt und dao Proletariat
>zu seinem Liege in die ^nßslapfen
^ preußischer Militärüie^el treten must
!— an unserer Selbstausklärnng und
l der Aufklärung der Well, daß sie sich
^ die Kriegoorden ibrer Schmach von
der Brust reiße und in einem sponta
nen Vefreiungsakl insgesamt die
Wassen vertilge, deren willenloses
Werkzeug sie nun dnrch sechs Jahre
!>var. (nn großes geistiges Wirkung:
seld ist damit der nettzuschaffenden
Internationale schon vorbereitet. Die
nen wir schon heute den Ideen von
morgen?
Spitielwesen der Äer. Staaten
Regierung.
N e w ?) o r k. — llnter den? Deck'
mantel der V-cwilligunaen für ver-!
ischiedene Departement der Ver.!
Staaten Regierung, werden von den
. (Heldern dec> Volkes jährlich ^50,WO,
geitonunen, um ein Spionage
System ausrecht zu halten, das die
Geheimdienst Abteilungen der alten
europäischen Monarchien in den
Schatten stellt. Wie ausgsdehnt dieie
Spionenriecherei und welche Kosten e5
verschlingt, ivird wohl nie ganz be
kannt werden, da die Art und Weise
und der Ort dieser Schnüffelei streng
g?heim gehalten wird.
Es gibt kein Departement der
Washingtoner Regierung, wo dies'.'
Bespitzelung nicht in irgend einer
^orm angewendet werden würde.
Das “Bureau of justice" dedi<n:
sich dieser Methoden ani meisten und
^ im auoreichensten Masze. jährlich
! werden üvcr ausgegeben.
^ und verschiedene hundert Geheim
Agenten beschäftigt, um sog. Verbre
i chen g<'gen die Regierung zu “entdet
^ken". Eo forciert das Spionagegesetz,
leitet die “Raids" aus Radikale und
! siebt ails Ausführung der Gesetze.
Neben dem Geheimdienst, den das
“Bureau of Justice" unterhält, ha:
das Schatzamt seine eigenen Sviyel.
die die Imorcierung der Prohibition
und die Zoll-Bestimmungn! überwa
; cheu. Dies venirsacht eine jährliche
Ausgabe von über tz16.0W.W(). Die
federal Trade Conmnssion beschädigt
eine groste Anzahl, um (Geschäftsprak
tiken zu überwache», ebenso werden
von der “Interstate Commerce Com
mission" jährlich an H7t)i),()W aus
gegeben, um die Cisenbalmen zu über
wachen. Vom Ackerbau-Departement
j und der Postbehörde werden gleich
falls zahlreiche Spitzel beschäftigt.
Obgleich Anstrengungen gemacht
wurden, diese verschiedenen Zweige in
ein “Bureau of Investigation" zu ver
schmelzen, um unnö!ige Verschwen
dung und doppelte Bespitzelung zu
vermeiden, ist jedes Departement ab
geneigt, seine Spitzel und Agenten zu
entlassen, sondern fährt fort, die Gel
der des Rottes zu versmlendern.
I “New Pork Call" nnd “Milwaukee j
Leader^. >
Allen Genossen nnd Lesern znr!
' Kenntnis, daß der “New ^)er:' Call" I
und der “Milwaukee Leader", die!
grölen sozialistischen Tageszeitnn- >
gen in diesem Lande, in englischer
Sprache, an folgenden Plätzen jeden
Tag zu baben sind:
Clarion Book Shop, W l N. Clark!
Straße.
Proletarian Book Shop, 1237 W,
Madison Straße.
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Nordost-Ecke Harrison nnd Halsied
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Nordost-Ecke Blue Island Ave. n.
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Nordwest-Ecke Halsled uud Madi
son Straße.
Nordost Ecke Halned nnd Madison
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W. Madii'on Straße.
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Zur ^nkeNiguny seiner, moderner
rurkarbeiten
w Deutsch und Lnulikh
emptiehU tirh die
Aicaxo ^,al»or ^rivtmg (o.
1642 Uorti, lialtte6 8treet
Zvck
Zoreuyttrhe Zlob-Dlnlrkfschen süer >rt
sauber miö pünkUich suogeNihrt
Lrurktsrken kür Arbeiter Grggnitatianen und
«ldere Vereinigungen unlere KpeawlNA
I^e!epl»vna V!ver»v7 8982
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