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Pennsylvanische Staats zeitung. [volume] (Harrisburg, Pa.) 1843-1887, April 06, 1876, Image 1

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Sennsplvanische StaatSzeitnnk,
Herausgegeben von
3. ClLoka kl??, Lox 19,
erschein seben Lonne,st-ig, und loste! K 2.00
per Jide, zabidar innnbaid VeS Jahre, und
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SlaatS - Zeitung" in Daupdin Eount,
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Philadelphia, Pa., November 18,1875-, s.
HarriSburg, Pa., Donnerstag, April , 187.
Poesie.
Bis Hundert.
Als ich auszog in die Fremde,
Unbekannt mit jedem wtcg,
Gab mir meine liebe Mutter.
Viele Lehren nuf dcn Weg.
Eine, ivcil sie gar so seltsam
Klang von ihrem alicn Mnnd,
Hab' ich nie vergessen können
In dem Lebe, toll nnd bnnt:
„Bist dn zornig, hast du Schmerzen,
Reizet Dich dein Feind zur Wuth,
Mußt Dn still „bis Hundert" zählen,
Ruhig fließet dann Dein Blut.
Will Dir Etwas nicht gelingen,
Plagt Dich gar dir Ungeduld
Zähle nur getrost „bis Hundert",
Wildes Blut wird riiigclnllt
So—wenn oft—bei schonen Frauen
Dich ei heißer Glück begehrt
Mußt Dn gleich „bis Hundert" zähle,
Nimmer wirst Dn dann brthört.
Mcrkc Dir. bei allen Dingrii,
Wa s im Innren kocht nd glüht,
Wenn Du langsam zählst „bis Hnndrrt",
Ziehet Ruh ist dein Gemüth,"
Fort zog ich und innßtc lachen.
Naß von Thränen das Gesicht
Alle Lehren sind vergessen,
Diese nur vergaß ich nicht.
Sic stand mir auf allen Wegen
Meines Lebens tren zur Seit',
Hat vor Manchem mich behütet,
Bor Gefahr nd bitt erm Leid!
Einmal mir ich wills gcstchcn,
Hielt ich mit dem Zählen an.
M zn incincm Lieb ich sagte:
„Sei mein Weib, nimm inicy ziiinMaiin!
Daß bis „Eins" bei diesem Zählen
Ich nur kam. 0 Seligkeit!
„Nciiiittndncnnzig da noch fehlen,
Haben nimmer mich gereut.
cke u i l l e s 0
Harte Herzen.
-to)—
ErMimg von Walter Bogel.
IV^
sgortsetzungZ
Dcr junge Mann stand im Zimincr
des Haftlbancrn s er wußte kaum selber,
wir er hingekommen. Dcr altcWerndcl
saß noch iiiimrr am Schreibtisch, nnd
vom Sopha ans, bcgncni zurückgelehnt,
die dampfende Cigarre im Munde, rich
tete Arthur von Markcnhach scin Lorg
non anf dcn Einlrctendrn.
„Walter Hellberg." nahm der Bauer,
mit sanftcr Stimme das Wort, „Ihr
wißt, wie sehr sich Euer Vater an mir
verging; abcr er war rinst mrin Freund,
und scinc Familie soll nicht Noth leiden
von dem Tage an, da dem Hasclbaner
eine große Freude geworden. Hier sind
fünfhundert Thaler, Walter, nrhmt Enre
Familie und Eure Habe, nd wandert
ans nach Amerika, je weiter, je besser."
Walter starrte ihn an; war das dcr
versprochene Bescheid, da die Antwort
anf jene Fragr, die fein innerstes Mark
berührte? Er übersah den werthvollc
Geldschein, de dcr Bauer ihm zuschob.
„Und dürfte ich den Grund dieser Freu
de erfahren ?" fragte er scheinbar ruhig,
„ich nehme gern Theil am Glücke An
derer, Hasclbaner."
Der alte Wcrndel hüstele verlegen.
„Hm, so mögt Jhr's denn wissen," sagte
er nach einer Weile, „ich habe soeben
meine Tochter, die Anna, verlobt, sie er
hält fünfzig tanscnd Thaler baar und
wird Baronin von Markcnbach."
Wie ein gereizter Tiger richtete sich
Walter cmpor. So drohend, schrecken
erregend war der Ausdruck seines Ant
litzes, daß der Hasclbaner ängstlich, wie
Hülfe suchend, auf seinen zukünftigen
Schwiegersohn blickte d der junge
Offizier unwillkürlich die Hand an den
Degen lcgle.
„Seit wann wird in diesem Hanse
mit Herzen Schacher getrieben?" don
nerte Walter. „Ich sage Ihnen, Baron
von Markcnbach, Anna Wcrndcl liebt
mich, mich allein, nd nimmer wird sie
die Ihre."
Der Edelmann halte rasch seine Fassung
wieder gewonnen und mit ihr den spötti
schen To seiner Stimme. „Echanffi
rcn Sic sich nicht, mein Bester," sagte
er ruhig, „Sic sind im Irrthum, wenn
Sic eine kleine Zuneigung mit einer ern
sten Liebe verwechseln; Anna Wcrndcl
und ich sind längst einig und der heutige
Schritt, den ich bei ihrem Vater thue
ist an jenem himmlischen Abend abgcrc'
dct zwischen uns, da sie mir am Erlen
dach im Gehölz ein Rendezvous bewil
ligte."
Wie ein Trunkener starrte der Jüng
ling ihn an. „Ihr ein Rendezvous, Ihr
mit Anna?" fragte er mit tonloser
Stimme; „es ist unmöglich, ich werde
wahnsinnig."
„Ich schwöre es bei meiner Soldaten
ehre!" sagte Markenbach, daß ich am
Erlenbach zn später Stunde zn Anna
Wcrndcls Füßen lag, daß dieser Arm
sie umfing."
Die Thür öffnete sich. Anna erschien
auf der Schwelle, sichtlich erschreckt, den
jungen Mann noch anwesend zn finden.
Paltcr stürzte ihr entgegen, und ihre
Hand pressend, daß das Mädchen gern
aufgeschrien hätte, stieß er in gepreßtem
Ton hervor:
„Anna Wcrndel, ist'S Wahrheit, waS
dieser da redet? Hast Du mit ihm in
nächtlicher Stunde am Erlcnbach geweilt,
hgt sein Arm nm dirscn Leib gelegen,
hat scin Mund "
Dcr Offizier war anfgespriiiigcn und
hatte die andere Hand dcs Mädchens er
griffen. „Sag's Anna, sag'S diesem
Burschen, daß er durchaus krin Anrecht
an Anna Werndelchat. Glänzen soll
sie als Freifrau von Markcnbach in den
Sälen dcr Aristokratie, denn Dein Va
ter hat mir Deine Hand bewilligt "
„Mit fünfzigtansend Thaler Mitgift!"
schaltete dcr Alte cin.
„Anna, steh' nicht so starr, sag' mir
ein Wort, ein einziges liebes, gutes
Wort, Anna," flehte Walter.
Abcr das junge Mädchen hatte keine
Blick für den Arme; ihr Ohr war taub
geworden für die Bitte dcs Geliebten,
denn z mächtig wirkte dcr Gedanke in
ihrer Seele, daß jene goldene, stiltcr
haften Tranmgestaltcn, die vielleicht, ihr
selber nnbewlißt, seit Jahren in ihrrr
Seele ans- nd niedertauchtc, nun drr
Wirklichkeit entgcgenrcsscn sollten.
„Walter," flüsterte sie mit kaum ver
nehmbarer Stimme,- „sei vernünftig,
Freund, ich muß das Weib dcs Freiherr
werden; soll ich dcn Zorn mcinrs
Vaters "
Als ob Gift daran hafte, schlenderte
Walter die Hand der Tochter Werndcl's
von sich. „Also vcrrathrn," sagte er
mit dttinpfcm Tone, „also hatte doch
dcr Jude Recht! So sei denn verflucht,
weil D mit dem Herzen cincS Jüng
lings, das in glühender Leidenschaft sich
Dir ergeben, spieltest wie das leichtsinni
ge Kind mit gläsernem Spiclwerk,
verflucht weil Dn es brichst, nm eitlem
Glanz nd Schimmer nachzujagen!
Abcr," fuhr er fort, indem er sich hoch
aufrichtete und scin Auge ans dcm todt
bleichen Antlitz den Dreien entgegen
leuchtete, die ihrcßlicke znßodcn senkten
im Bewußtsein ihres Unrechts, „Euch
abcr künde ich Abrechnung an. Wir
scheu uns wicdcr nd dann will ich Euch
die Schuld abfordern, die Ihr mir schul
det, nnd mitleidslos sie eintreiben. Kom
men wird die Stunde dcr Bergrllung
auch für dcn Geächteten."
Langsam ohne einen Blick auf Anna
Zil werfen, verließ er das Zimmer, den
Tod im Hcrzcn, den Tod im bleichen,
schmcrzdnrchwühlten Antlitz.
An ihres Verlobten Brust barg Anna
Wcrndel ihr Haupt. „Freifrau von
Markenbach" hallte es in ihrem Inne
rcn wicdcr.
Arthur küßte die Stirn seiner Braut,
goldc klirrte es und klingelte es vor sei
nen Ohren: fünfzigtansend Thaler!
V.
„Ihr kommt von Aaron n. E0.,"
fragte der alte Baron von Markenbach
de jungen Menschen von unverkennbar
jüdischer Herkunft, dessen linkische Be
wegungen Zeugniß ablegten, daß er noch
nicht völlig mit dem neuen schwarzen
Anzug vertraut sei, der offenbar für ei
nen größeren bestimmt, um seine Hage,
rcn Glieder schlotterte. „Ihr seid noch
nicht hier gewesen und doch kommt mir
Euer Gesicht bekannt vor."
Dcr Jude verbeugte sich. „Glaub's,
Herr Baron, bin dcr Itzig ans dem
Nachbardorfe, seit drei Tagen bei mei
nem Vetter Aaron in dcr Residenz."
„Sieh, sieh, erst drei Tage im Ge
schäft alt nd schon so raffinirt! Also
man schlägt mir die Prolongation dcr
Wechsel nicht nur ab, sondern dcr sau
bere Aaron besteht auf Auszahlung dcr
Hypothek, mit welcher mein Gut bela
stet ist?"
„Wäre es die einzige, gnädiger Herr,
Aaron n. Co. würde diese Forderung
nicht stelle, aber so, das Gut ist stark
belastet, weit über Werth; dcr Grund
besitz fällt täglich, denn es sind schlimme
Zeiten, Herr, für den Landedelmann bei
der Stimmung der Demokratie."
„Ich glaube, dcr Bursche treibt gar
Politik," rief dcr Baron halb ärgerlich,
halb belustigt. „Aber zumTcufcl, will
Euer sauberer Vetter, der wie ein Igel
sich an meinem Hab und Gut satt .dick
gesogen, mich anf meine alte Tage von
Haus und Hof jagen ?"
Itzig zuckte mit den Achsel. „Jeder
ist sich selbst am Nächsten," erwiderte er,
zudem ist dcr Name des alten Herrn
nicht dcr einzige Markenbach, der ver
zeichnet steht in den Schnldbüchern dcS
Hauses Aaron u. Co."
„Ich weiß wohl," unterbrach ihn der
alte Herr unmuthig, „mein Sohn dcr
Bub—dcr junge Baron," verbesserte er
sich, „hat viel Geld gebraucht. Aber ich
hoffe, man wird wenigstens so viel
meinen Namen rcspektircn, nm meinem
Sohn keine Schande zu bereiten."
Wieder glitt ein höhnischer Zug über
des Inden Antlitz, wiederum war ein
Achselzucken die einzige bedeutsame Ant
wort.
„Eher will ich ein Bettler werden,"
fuhr dcr Baron auf. „che ich meinen
Namen entehren lasse. Man soll nicht
vergessen, daß ich Edelmann bin, ver
standen ?"
Itzig verbeugte sich nnterthänigst.
„Und doch wüßte ich einen Ausweg
mit Ew. Gnaden Erlaubniß," meinte
er im schmeichelnden Ton nach einer
Pause. „Einen Ausweg, den Namen
Markenbach zu wahren, wiederum zu
einem der glänzendsten dcs Landes zu
erheben." Dcr alte Herr blickte ihn
anfmerksam an. „Und das Mittel
heißt?"
„Dcr reiche Beitel Jonas in der Re
sidenz besitzt eine Tochter, mitdcr er hoch
hinaus will, hunderttausend Thaler
Mitgift; dcr junge Herr Baron ist cin
hübscher Cavalicr.
Dcr Baron erwiderte keine Silbe; er
bewegte heftig die Kllngcl, worauf im
selben Augenblick cin Diener erschien.
„Transporlire diesen nucrvcrschämtcn
Bcngcl ans dcm Hanse, Jean," befahl
er, „nnd halte dcn Stock für ihn bereit,
wenn er wagen sollte, jemals wieder zn
kommen."
Dcr junge Itzig drückte sich wie ein
scheues Wiesel nn dcm Diener vorbei,
dcr ihm schwerfällig folgte und ihn bald
nns dcn Augen verlierend, nicht ge
wahrte, wie er im nächste Augenblick
im andere Flügel dcö Gebäudes, wo
sich die Wohiitlng des Verwalters be
fand, verschwunden war.
Dcr alte Baron verbarg scin Antlitz
in de Händen. „Gott im Himmel,
war ich bliird, daß ich cs so weit mit mir
kommen ließ?" stöhnte er, „mir diese
Schmach, mir. einem Markcnbach?
Abcr cs muß ein Ende gemacht werde.
Arthur wird sich fügen müssen, wen er
die Nothwendigkeit sieht, und die alte
Eomtcssc Werben ist trotz ihrer achtnnd
dreißig Jahre mit ihrer Million noch ci
nc ganz gute Particl'
Der junge Herr Baron! Ucbermü
thig und siegcsgcwiß schritt Arthur von
Markcnbach über die Schwelle des vä
terlichen Cabinets. Vater und Sohn
hatten sich seit jenem Tage nicht wieder
gesehen, da sie sich in höchster Erregung
und Bitterkeit getrennt und mit Bewun
derung bemerkte der alte Herr dcn Aus
druck dcs Antlitzes dcs Offiziers.
„Ich komme, Sie um Ihren Segen
zu bitten, mein Vater," nahm Arthur
nach dcr ersten Begrüßung das Wort,
„ich bin Ihrem sehnlichsten Wunsche
nachgekommen nnd habe mich mit einer
reichen Erbin verlobt, die mir fünfzig
tausend Thaler baar in die Ehe bringt,
nm den im Erlöschen begriffenen Glanz
dcs Hanfes Markenbach zn erneuern.
Dcr alte Baron athmete auf. „Wirst
Dn endlich vernünftig?" fragte er-
Also deßhalb hat man Dich drei Tage
lang nicht gesehen? Nur, dieses klugen
Einfalles halber will ich Dir Dein un
kindliches Betragen von neulich verge
ben, wenn ich es auch nicht vergessen
kann. Und nn antworte! Name?"
„Ann!"
„Ziemlich plebejisch, Baronesse — !
Eomtcssc von----"
Dcr junge Offizier yustclr. „Lieber
Vater," sagte er nach einer Pause, „der
arme Adel ist heut zu Tage morsch ge
worden, wie ein alter Baum in der
Sonnendürrc, dem dcr erfrischende Re
gen, dieser Himmclsthan aber ist daS
Geld, und Geld das goldene Kalb, um
das die Welt tanzt, das Schönheit,
Macht, Adel nd Ehre verleiht."
Dcr alte Baron hatte schon bei den
ersten Worten seines SohncS die Stirn
gerunzelt, eine drohende Wolke zeigte
sich auf seinem Antlitz.
„Wozu die Einleitung ? fragte er un
geduldig. „Wohl kannst Du den Adel
kauft, ist aber auch die Vergangenheit
eines großen, ruhmreichen Geschlechts
sind auch die Ahne eines Hauses für
Geld seil?"
„Ahnen Vergangenheit. Wie viel
giebt der Jnde dafür?" spottete der Of
fizier. „Stehen unsere Vorfahren viel
leicht aus, nm uns den Reichthum wie
der zn geben, de Ihr Leichtsinn und
Ihre Verschwendung,- de die Erziehung,
die Sie mir gewährten, nnS geraubt,
wenn ich nicht gewisse Scrnpcl über
windend mich verkaufte, nm dcr Retter
meines Vaters ans Schande und Noth
zu werden?"
„Verkauft? Mensch, Dn wirst Dich
doch nicht etwa vergessen haben?" fuhr
dcr Baron auf. „Eher will ich betteln
gehen, eher mir eine Kugel durch dm
Kopf jagen, che —"
„Bitte, cchauffiren Sic sich nicht, ober
xaxa—die Sache ist ein iait eoowxli:
seit einer Stunde bin ich verlobt, Bräu
tigam von Anna Wcrndcl."
„Anna Wcrndcl? Wer ist das ?" die
Stimme des alte Herrn klang immer
schärfer, sein Antlitz röthete sich mehr
nd mehr.
„Wie, Sie kennen sie nicht? Ich sage
Ihnen, Papa, das Mädchen ist eine
Perle, die manche alte aristokratische
Schachtel vor Neid bersten und manchen
hochgeborenen Junker vor Sehnsucht
umkommen lassen wird. Und Papa
Wcrndcl, mein Schwiegervater, der
reichste Bauer der Umgegend, denke'
ncn Sie nicht?"
Der Baron war aufgestanden, seine
Augen funkelten und bohrten sich in daS
Antlitz seines Sohnes, schwer legte sich
seine Hand nf die Schultern des Offi
ziers.
„Mensch, bist Du wahnsinnig?" '
„Bitte sehr, mich nicht zn beleidige;
der Mensch, der in einer Stunde fünf
zigtauscnd Thaler verdient hat, ist nie
wahnsinnig."
„Dann bist Dn ein Bnbc! Ein ehr
loser Wicht!"
„Vater!" Die Hand des Offiziers
ballte sich unwillkürlich.
„Dcr Teufel ist Dein Baler, nicht
ich!" donnerte der Alte. „Hahaha, dcn
Juden werf ich zur Thür hinaus, der
mir eine schmuhige-Proposition für Dich
zn machen wagte, nnd nun kommt dcr
Sohn selber, nnd—älter Du bist nicht
zurcchnnngsfähig, ich werde ausbadcn
müssen, was D eingebrockt; bis ich
wiederkehre, wirst Dn das Zimmer nicht
verlassen!"
Der alte Man hatte sich in die
furchtbarste Aufregung hineingeredet.
Scin ohnehin stark gefärbtes Gesicht
glühte dnnkclrolh, dicke blaue Adern
schwollen anf seiner Stirn nnd die Au
gen schienen ans ihren Höhlen treten zn
wollen.
Laut gellend tönte die Klingel. „An
spannen lassen, hurtig! Hut, Ueberrock
nnd Stock!" herrschte er dem eintreten
den Diener entgegen, drr im nächsten
Augenblick wicdcr verschwand.
Dicht vor de zürncndcn Edelmann
trat der junge Ofsizicr; scin Antlitz war
bleich, seine Augen funkelten.
„Wohin, mein Vater?"
Dcr Alte stieß ihn zurück. „Zum
Haselbauer, ein Donnerwetter soll ihm
ans den Kopf fahren, nnd seiner Dirne!
Lieber Bettler als entehrt!"
„Betteln Sic allein, >Ni hcirathc An
na Wcrndcl! Vielleicht werfe ich Ihne
ans dcm Fenster mciiicr Egnipagc ci
Almoscn zu."
„Bnbc!" der Alte schüttelte ihn hef
tig. „Mißrathcncr!"
„Die Hand von dcr Uniform, Man,
—Sie beschimpfe das Kleid Sr. Ma
jestät des Königs."
„Sie ist beschimpft, da ein Ehrloser
sie trägt; gieb Raum oder —"
Seine Hand berührte schwer des Soh
ncS Wange, Abcr im nächsten Augen
blick taumelte er mit dumpfem Schrei
zurück. Athnr hatte ihn von sich ge
schlendert, daß er zn Bodcn siel nnd
dröhnend schlug er mit dcm Kopfe anf
die scharfe Kante des Stuhles, daß er
vollends zusainincnbrach und Blut dcn
Boden färbte,
„Mörder! Mörder! Mörder!"
In dcr geöffneten Thür stand der
Diener, vor Schreck über dcn fnrchlba
rcn Anblick, der sich seinen Augen dar
bot, wie versteinert, mit Hut und Pale
lot seines Herrn, hinter ihm drängte sich
die Gestalt Walters, dessen Antlitz noch
Zcngniß von der furchtbare Leiden,
schafl ablegte, die sein Inneres durch
wühlte.
Athnr von Markenbach stmid regungs
los ans demselben Fleck, abcr bei dcm
Ton dcr Stimme, bei dem Anblick sei
nes Nebenbuhlers erwachte ans'S Nene
die furchtbare Wuth in ihm, die selbst
das entsetzliche Ereigniß nicht gestillt
hatte.
„Schurke, was willst Dn hier? Ler
ne, was es heißt, Arthur von Marken
bach in den Weg zn treten."
Mit einem Ruck riß er ein Pistol ans
dcm geöffneten Waffcnkastcn dcS alten
Herrn und drückte schnell ab.
Dichter Rauch erfüllte daS Zimmer.
"-Höhnisches Lachen drang durch die
Dnnkelyeit.
„Im Crim mal sehen wir nnS wieder!"
Der Eingang war frei, Walter vcr
schwundcn. An der regungslosen Ge
stalt des Barons kniete der alte Diener.
„Um aller Heiligen willen, gnädiger
Herr, Ihr Vater ist todt!"
Arthur von Markcnbach wandte sich
kurz ab: „Schickt zum Arzt, ein un
glücklicher Zufall ließ ihn straucheln.
ES kann ichts weiter als eine Betäub
ung sein. Laß auf meinem Zimmer
serviren. Jean, ich bin für Kcincn sicht
bar."
Mit diesen Worten verließ er das
Zimmer, aber bald genug ward der
junge Herr in seiner Einsamkeit gestört.
Baron Leopold von Markenbach war
trotz aller ärztlichen Hülfe nicht mehr
zum Lclien erwacht.
IHortsetzungfolgt.Z
Behf.rzigrniwerthrS für Jedermann.
Man muß einen Fehler mit Anmuth
rügen und mit Würde bekennen.
--Wer in Hoffnung lebt, tanzt ohne
Musik.
Weiber verschweigen Alles,
wo.s sie nicht wiffen. —Und die Man
w.r?
Schüchternheit gleicht oft platirten
Löffeln: wenn sie abgenutzt sind, zeigen
sie das Blech.
Man kann einen Menschen schnel
ler verderben als verbessern.
ES ist nicht genug, zu wissen, man
muß auch anwenden; es ist nicht .genug
zu wollen, man muß auch thun.
Der gute Mensch sucht oft durch
aufopfernde Thaten sein Gewissen wie
der mit seinen Gedanken auszusöhnen.
Das Böse, das wir thun, zieht
uns niemals so viel Haß und Verfol
gung z, als unsere gntenEigcnschaslen.
Wer auS dem begeisternden dem
ewig vollen Beccher der Natur nie Muth
und Kraft und Lieb' und Freude trank,
der lebt. -
Ein großes, ein warmes Herz ist
die ganze Anlage zur Seligkeit, und ein
Freund ist ihm Vollendung.
Glaube nicht, daß Du geboren
seiest, die Welt zu reformircn: es wird
Dir niemals möglich sein, einen Felsen
mit einem Zahnstocher zu zersplittern.
Habe den Muth einem Manne zu
sagen, warum du ihm nicht borgst und
warum du ihm kein Geld leihen willst.
Wie viel Glück und Freude geht
nnS oft unbeachtet und spurlos ver
schwunden, deren Werth wir erst nach
dem Verluste crkenennen.
Nro. .
Dcr Chicago „Cnlenspiegcl" stellt,
folgendes PräsidcnlschaflS-Tickct auf:
(M Ii ck er- P a rte i.)
Für Präsident:
. Henry Ward Beechcr
Für Blee-Prästdent:
Bruder Moody.
Republikanisches Ticket.)
Für Präsident z
Es-KriegS-Setretär Brltnap.
Fiir Vice-Präsident?
Ez-Privat-Sekrrtär Babeock.
Glücklich wie ein König.
Mag diese Redensart in andern Län
der mit Recht ihre Anwendung finden,
so wird man doch in Beziehung anf
Frankreich nicht behaupten können, wenn
nian's—ganz abgesehen po dcn Grä
cln, die in de frühesten Zeiten des
Reichs den Thron befleckten sich in
daS Gedächtniß zurückruft, wie viele,
ja, bciliahc dir mcistcii Könige dermeuc
rcn Dynasticn starben : Karl VI. wahn
sinnig;—Karl VII, ljtß sich verhungern,
nns Furcht, von seinem Sohne vergif
tet zn werden Ludwig XI. starb in
cincin freiwillige Gefängnisse zn Ples
siS-Ics-Tonrs, iiiiigcbcn von seinen Op
fern, gemattet von Rene nnd Gewissens
bisse; —Karl VIII. wurde in seinem
20. Jahre vergiftet --Franz I. starb an
den folgen seiner ÄuSschivcisnngen;—
11. an einem, in einem Tonrnierc cm
pfangencn Lanzcnstoß; —Franz 11. wur
de durch scinc Mutter vergiftet ;—Karl
IX. ebenfalls nnd starb unter gräßlichen
Oiialcn nnd blutiger Reue über die
Pariser Blnlhochzcit; Heinrich 111.
nd Heinrich IV. wikrdeii ermordet; —
Ludwig XIV. umcr de lauten Ber
wnnschlliipcn des Volkes begraben;
Ludwig XVI. cndcte ans dem Blntge
rüste I—Ludwig1 —Ludwig XVII. unbekannt, viel
leicht im Clcnd ;—Ludwig XVIII. starb
nach citier Verbannung von zwanzig
Jahren und cincr zweiten von hundert
Tagen; Napoleon 1.. Karl X., Lud
wig Philip und Napoleon 111. starben
in dcr Verbannung!!!
Die Maschinrnstickrrri in der Schweiz.
Nach dem „St. Gast. Tagbl." arbei
ten gegenwärtig i dcr Ostschweiz eliva
10,000 Stickmaschincii, die ein Capital
von 24 Mill. Franken rcpräseittircn.
Ein weiteres Capital von 20 Millionen
liegt in den Gebäuden, in denen die
Maschinen erstellt sind. Zur Bedie
nung dieser Maschinen sind 10,000
Slickcr, 10,000 Fädlcrinen und 5000
Angestellte als Zeichner, Bergrößcrcr,
Naäislickcriniicii n. s. w. nothwendig,
zusammen 25,000 Personen, die dircks
von dcr Arbeit mit diesen Maschinen le
ben.
Im Weilern stehen in direkter Ver
bindung mit dieser Fabrikation die
Stoffiieferanlcn, welche Canibric. Ja
connct, Mousclinc n. >. w. liefern in ei
nem jährlichen Betrag von wemgsteiiS
5,000.000; dann die Garnlicfcrantcn,
die sür etwa 3 000,000 Garn liefern,
wozu wicdcr Tanscndc von Händen nö
thig sind, ins Stoff und Gar erstellt
ist. Die Maschincnlieferanten beschäf
tigen auch mehrere tantend Arbeiter zur
HeistrUniig ncnrr nd Rcparirnng aitcr
Maschinen. Dcr Nadeltonsum ist ein
ganz bedeutender nnd ernährt abeimals
viclc Familien. DaS „Tagblatt" em
pfiehlt den Slicksabrikanicn, nm der dro
henden Gcschäslskrisis z begegnen, Ab
kürzung der Arbeitszeit. Geschieht dies
nicht und wird planlos darauf los ge
arbeitet, statt die Arbeitszeit vernünftig
abzukürzen, Tag und Nacht geschafft,
nm durch die Masse ans dem stcchaden
zu komme, so irrt man sich gewaltig,
denn je mehr Borrath, desto geringer
dcr Werth dcr Waare, nd zuletzt ist
kaum mehr dcr Arbeitslohn dabei zn eiz
halten.
„Wie heißen Sie?" Die Court
of Common Pleas in New-Aork halte
sich dieser Tage unter Anderem mit ei
nem Prozesse zn befassen, in welchem die
beiden Parteien nebst ihren Zeugen fast
ausschließlich blos der deutschen Mund
art mächtig waren. Nachdem ein Dol
metscher die Aussagen von etwa zwölf
Zeugen den Gerichtshöfe m's Englische
übersetzt hatte, wurde ein breitschultri
ger, gemüthlich aussehender Mann ans
oe Zeugenstand gerufen. Nachdem er
ans gute deutsche Manier vereidigt wor
den ivar, „die ganze Wahrheit zu sagen,
so wahr ihm Gott hclsc und sein heili
gcs Wort," richtete der Dolmetscher an
ihn die Frage: „Wie heißen Sie?"
Statt aller Antwort starrte der Zenae
ihn an; die Frage ward wiederholt,
zweimal, dreimal, aber ans dem Zeu
gen war kein Wort herauszudringen;
er lächelte nur und machte ein dummes
Gesicht. Endlich verlor der Richter.die
Geduld und er fuhr ans: „Don t 70
lcoorr )-our nawo nir? clon'l, xou Icnocv
ao^tittux?" Da leuchtete des Zeugen
Antlitz vor aufrichtigem Vergnügen und
er sprach : „IVbx, ok courso zcer Iionor!
blx numo is dlibv dlalonszc n it' zwr
bonor vi>! oolx nlloiv llaoent. li>nxuxo
ju Oourt, I can unäerslsncl , roll,o
NN" man in Xvrr Vörie." -"llntcr schal
lendem Gelächter zog sich der Dolmet
scher leise zu'ükk-
! - Die Gesctzgc>"o Ohio hat
sich am 3, ds. Mls- ver>'.^-
Der Achtle E, A.Good, ein Mit
alicd unserer
Philadelphia, ist in vorletzter Wöa, ö
storbc.
Der City-Mayor von Ncw-Nork
hat einen Gehalt (ohne die „Sporteln")
von L12.V00.
Endlich ist die Villi beiden Hän
fern passirt, ivclche E olorado als3S.
Staat der Union zuläßt.
Europa ist nm eine Republik
reicher; die Insurgenten haben die
Suttorina zu einem Freistaat er
klärt.
In Washington verheirathete sich
dieser Tage der BnndeS-Lciiator Cbri
sliancy von Michigan mir Miß Lilli
Lugcnbccl, bisher Schrcibcrin im Schatz
departemcnt. Er ist 64, Sie IS Jahre
alt.

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