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Pennsylvanische Staats zeitung. [volume] (Harrisburg, Pa.) 1843-1887, June 08, 1876, Image 3

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Loccüe Neuigkeiten.
HarriSbuva Pa.
Donne rsta g, Ji 8, 1876.
Neue Anzeigen. Folgende neue
Anzeigen erscheinen in der heutigen
„StaatS-Zcitung " ans welche wir nnsc
re Leser ausmerksam machen:
Großes Ftst-Sr-Bnd des V.0.8 .B.
Nene Restauration—?. F. Bnckert.
Agenturen-Wittcmann Bros.
Neue Lokal-Anzeigen n. s. w
Aufforderung—F. Secger.
In der Ticket Office der Pennsylva
nia Eisenbahn zn Lankaster wurden wäh
rend dein Monat Mai 2083 Tickets ver
kauft.
rnaiznt.—Govcrnor Hartranft er
nannte am vorige Mittwoch Ehester
N. Farr, einen Advokaten ans Reading,
zn seinem Privatsckretär, an Stelle von
A. Wilson Norris, der Reporter beim
Staats-Obergcricht geworden ist.
Unglück in den Kohlenminen.- Zn
den WilliomStow (diesem Connty)
Kohlenminc ist Wieden ein Unglück
passirt, indem Joh Eloiiser. ei Fami
'lieiwaler, on einer großen Masse Koh
lcnschicfcr erdrückt wurde.^
(Goldene Medizinische Ent
deckung) ist nicht ein „AUerwcltsmittel,"
abcr cS heilt Galligkeit oder Leberleidc,
und alle Arte von Blut- nnd Haut-'
kraiikhcitcn, mit Ausnahme des Krebses,
de es nicht heilt. Ui.
Hr. Gottl. Jung von hicr, welcher ei
ne neue Wirthschaft an der Ecke der
Waliint nd Vierte Straße eröffnet
hat, scrvirte seinen zahlreiche Gäste
am vorletzten Samstag Abend einen fa-!
mose Lunch zur Eröffnungsfeier.
FestgottrSdicnst.— ln der hiesigen
deutschen St. Michcals-Kirche wird am
kommenden 4ten Jnli ein feierlicher Fest
gottcsdicnst stattfinde, bei welcher Ge
legenheit Hr. Pastor Pfuhl eine pas
senden Vortrag über die große Bedeu
tung und Feier dieses glorreichen Tags
halten wird —Das Programm nd nä
here Einzclnheitc des Festes werde
später vcröffciitsicht.
DaS größte Faß in der Welt.
In Hrn. Jacob Hohcnadcl's Brauerei
zu Philadelphia wurde vor einige Ta
gen dnS größte Faß in der Welt eilige
wchit, resp, eingeweicht. Das Faß hält
730 Bärrcl Bier; es ist 21Z Fuß lang,
und 185 Fuß im Durchmesser! Mit
cinem solchen „Fäßle" läßt sich schon et
was anfangen.
S- Medizinen von wirklichem Wer
the müssen sich selbst empfehlen. Einem
Briest des Herrn B. F Monscr, Osage
Mission, Kansas, entnehmen wir Fol
gendes: Dr. August König s
Hamburger Faini l i c n - M c
dizincn verkaufen sich selbst, da sie
das Zutrauen der Leute haben. Kein
Aufdrängen und Anpreise ist bei die
se Medizinen nothwendig. 4.
Deutsches Familien - Pic Nir.
Nächsten Dienstag findet wiederum ein
gemüthliches deutsches Familien Pic Nie
in Hosinians Wäldchen statt, nämlich
dasdcrSt. Lanrentius-Gemeinde Wie
die früher abgehaltenen, so wird anch
dieses ein ächtes deutsches Familienfest
werden, denn dic Anordmlngs-Comniit
tcc besteht gerade ans de rechten Män
nern—ehrbare, solide und tüchtige Leu
te, die die volle Achtung des Publikums
genießen.
Neue Einrichtung. —Die Pennsyl
Eisenbahn-Compagnie hat wieder eine
hübsche Einrichtung getroffen, indem sie
seit gestern einen neuen Zng welcher
HarriSdurg Morgens um 6.15 Uhr ver
läßt, und um 9.15 aus dem Centennial
gründ in West-Philadelphia ankommt,
placirt hat. Dieser Zug verläßt dann
Philadelphia Abends um 6 Uhr, nnd
kommt um 8.05 i Harrisbnrg a.
Die Einrichtung ist eine sehr schöne, und
gereicht dem General Snperintendent,
Hrn. D. M. Boyd, durch dessen Bemüh
ung dieselbe getroffen wurde, zur größ
ten Ehre.
Dom Pedro in Harrisburg.— Dom
Pedro, der Kaiser von Brasilien, kam
letzten Samstag Rachmittag auf seiner
Reise von Philydclphia durch Harris
bürg. Während seines kurzen Aufent
halts hier, stellte er sich ans die Platt
form des Bahnwagciis im Bahnhof, wo
er von Hnndertcn gesehen wurde. Die
Nelvville Mnsikbandc welche ebenfalls
mit demZng (und Schreiber dieses) von
Philadelphia kam, gab dem Kaiser ein
Ständchen, das dieser freundlichst be
grüßte. Von hier reiste der Kaiser nach
de Niagara Falls.
Persönliche.— Letzte Montag hat
ten wir die Freude, eine lten Veteran
und Leser der „Staatszcitnng," näm
lich, Hrn. Friedrich Maurer von
Blainficld, Enmbcrland Connty, in uns
rer Office zu begrüßen. Unser alter
Freund scheint sich der besten Gesund
heit z erfreue, wozu wir ihm herzlich
Glück wünschen.
Auch Hr. Conrad Nenroth von
Chainbersbnrg, ein alter Bekannter seit
wenigsten 35 Jahre, sowie dessen jüng
ster Bruder und Schwester (Frau Rcitz)
von Woostcr, Ohio, überraschte uns
am Dienstag mit Besuchen. Hr. Neu
roth, welcher ohnlänst vom Schlag ge
troffen wurde, nd längere Zeit bettlä
gerig war, befindet sich wieder ans der
Besserung, Iva uns sehr freut.
Richt vergessen dürfen wir zu melden,
daß auch jener bekannter und tüchtiger
Steinhanermcister, Hr. C. S chlciter
von Frcedom, Braver Connty, uns ei
nen Besuch abstattete. Leider waren
wir aber gerade abwesend. Hr. S. rei
ste von hier nach Baltimore, nnd von
da nach Philadelphia.
Venera Robert Orr, ei Veteran
de Kriege von 812. ist in Kittaning,
Pa,, im Alter von S 1 Jahre gestorben.
Er saß in der pennsylvanischen Legisla
tur in den Jahren 1810 nnd 1817 und
war Kongreßmitglied während John
Quincy ÄoamS' Präsidentschaft.
Ertrunken. Die Fmnilie dcsHrn.
Lebano Chrismst, Mitglied des Stadt
raths von hier, erlitt am Freitag Abend
einen herben Verlust, indem ein ctlva 0
Jahren alte Söhnchcn der Familie im
Canal nahe Price'S Eisenwerken ertrank.
Er wollte, wie es heißt, ein altes Boot
im Canal erreichen, stürzte abcr in s
Wasser nnd ertrank. Mehrcrc andere
Knaben waren nahe bei nnd eilten ihm
zur Hülfe, allein sie vermochte ihn ichr
zu retten.
In Middletown. diesen, Connty, er
trank ebenfalls ei etwa 6 Jahren alter
Knabe, Namens Clarcnee.U. Moorhead,
am Dienstag im Union Canal nahe der
Eisenbahnbrückt. Das Ertrinke ge
schah durch reinen Zufall, nnd hätte man
de Hut des Junge nicht gefunden, so
wäre dessen Tod niclleicht noch in ein
tiefes Dunkel gehüllt.
Leere Windbeutel.— Wie src Le
ser wisse, war vorletzten Dienstag
„Dckorationstag," a welchem die Grä
ber nnsrcr im Krieg gefallenen Soldaten
geschmückt werden. Wie gewöhnlich,
wnrde er auch in Harrisbnrg gefeiert.
Im Opernhaus wurde Reden gehal
ten, allein von den 40 Helden, welche
die Tribüne betrete hatten, um da „ihr
Licht leuchte zn lassen," waren blos—
neun, sage o—w irkliche Soldaten!
Während dem dcr Hauptredner sein
Speuol, hielt, hatte er beinahe während
der ganze Zeit den Rücke gegen
das Auditorium gekehrt! Ob
das Bürschchcn sich schämte, oder ob er
eine aristokratische Nase trägt, nd mit
dem gemeinen Volk sich nicht abgeben
(denn eben dieses gemeine Volk ist in
den Augen solcher hoch zu Roß sitzender
Windbeutel mir gut genug für Kanon
ftttter,) will, wissen vir nicht.—Nu,
dcr Tag ist vorüber. Es ist alles Hilm
ltt'g.
DaS Pir Nir der Rothmäiiiicr am
Montag, obschon nicht so zahlreich be
sucht als zn wünschen gewesen wäre,
war dennoch ein ganz gemüthliches, nd
verlief in schönster Ordnung. Die größ
te Heiterkeit erregten mehrere der Roth-
Männer während dem Vortrag dreier
Lustspiele betitelt: „Doktor Eisenbart",
das „Kornbrei Essen", nd das „Sack
laufen". Manchen dcrAnwcsciidcii woll
te fast daö Zwergsall borsten vor lauter
Lachen, besonders da des Einen Bart
(ein rother) mehr wie gefärbte Schmier
seife, als sonst etwas ähnlich sah. Kurz,
alles verlief zur größten Befriedigung.
Rur eine Klage war, daß man Anfangs
kein Bier ans dem Platze hatte; abcr da
lag die Schuld am Ber. Sjaaten Rcvc
nnc-Eollcktor Hngh, der dcn Lcntcn ver
boten hatte, Bier ans dem Platz zn ver
kaufe. Hätten die „Rothmänncr" ihn
nr c bisle „g'schiniert," so wäre er
mäuschenstill gewesen, denn diese Beam
ten sind ja doch nur da, nm „geschmiert"
zu werden.
Rcuci aus dein „oberen End."—
Wie uns Hr Agent Weber Hon Lü
tow meldet, fand dort am Samstag ein
schreckliches Gewitter statt Es rcgnctc
furchtbar, und fielen sogar Hagel von 1
Zoll Größe! Eine Scheuer itnsres
Freundes, Hrn. Gideon Schädel
wurde vom Blitz getroffen, und sammt
allem Heu, Frucht, Stroh nnd Acker
baugeräthschaften gänzlich zerstört. Ei
ne Anzahl Pferde welche verschiedenen
Farmern der Ilmgegend gehörten, befan
den sich zur Zeit in den Stallungen nnd
Shoppen, wurden abcr glücklicherweise
gerettet. Erst vor 14 Tagen schlug der
Blitz in einen Baum nahe der Wohnung
des Hrn. Schädel nnd zerschmetterte den
selben. Vor drei Jahren wnrde eine
Kuh des Hrn. S. gleichfalls vom Blitz
gctödtet. Sein Verlust ist ej sehr de
deutender. Hr. Schädel hat die wärm
ste Sympathie seiner Nachbarn
Auch in einer der Kohlenminc zu
Williamstown kam wieder ein Mann
um s Leben, was bereits an einer andern
Stelle in dieser Nummer erwähnt ist.
Wie Herr W. meldet, so machte Hrn.
H. Bück's Bockbier letzte Woche einen
gewaltigen Rumor, indem der „Bock"
den Leuten in de Kopf schoß, nd sie
ganz schwach in de Beinen wurden.
Den Schaden welchen der „Bock" ver
ursachte, ist indessen durch Versicherung
gedeckt, nd war der „Katzenjammer''
nur von kurzer Daner.
Ein stattliches Hotel.- Während ei
nes nculichen Besuchs in Philadelphia,
statteten wir anch dem „Ccdar Hotel"
des Hrn. Fr. Dcyle, Ecke der 40stcn
und Markt Straße, eine kurze Visite ab.
Dies ist unstreitig eines der stattlichsten
nd schönsten Hotels jener Stadt. Es
hat nicht weniger denn 36 Zimincr, ein
schließlich einer groben Halle ver
schiedene Logen, nebst Billiardsaloon,
u. s. w. Die Bar, der Speiscsaloo,
Schlafzimmer, kurz alles ist so nett nnd
chün eingerichtet, wie es selbst im „Con
tinental," „Girard" und ander Hotels
nicht schöner eingerichtet ist. Dabei sind
Hr. Dcylc und sein galanter Neffe, Hr.
Rothina n als Geschäftsführer, höchst
zuvorkommende Leute, die es verstehen,
ein echtes Gasthaus zn leite. Die be
sten Speisen (mit der Wirthschaft ist
auch eine Restauration verbunden) und
Getränke sind da zu haben. Besucher
dürfen wir wohl das „Cedar Hotcl"
empfehle.
Neue, au Baltimore. Hr. Am
bros Miller, ein erfahrener alter Bier
brauer in Baltimore, Md., hat an der
Ecke der Light nnd Randall Straße in
jener Stadt eine ganz neue Bierbrauerei
eingerichtet, und gedenkt dieselbe näch
sten Samstag mit einem famosen Lunch
zu eröffnen. Die Herren Baltimorer
werden nicht vergessen, beim Ambro zu
erscheinen.
Drei Dinge gibt c, welche grauen
nicht lassen können: 1.) Modehandlnn
gen z passircn, ohne stehe zu bleiben;
2.) ein hübsches Kind zu sehe, ohne es
zu küsse; und 0.) ein Stück Leinwand
zu betrachte, ohne zu frage Iva die
Aard daven kostet.
Und wZr will'S ihnen verargen?
Die Gt. Michael,-Kirche. - Wie
niisre Leser wissen, ist die hiesige deut
sche lnth. St. MichaclS-Kirchc in neuster
Zeit einer gänzlichen Renovation unter
worfen worden. Diese Ausbesserung
war höchst nothwendig, und ließ sich
wohl Nicht läiigcr hinausschieben. Das
Innere der Kirche ist nnf's prachtvollste
in Freses gemalt; sie hat jetzt ein so
freundliches AnSsehc, wie och nie zu
vor, nd ist eine der schönsten dcr Stadt.
Die Frescomalerci Ivnrdc vo userm
alte Freund, Hr. Wilhelm Ei
mer aus Carlisle verfertigt, nnd für
wahr ! Hr. E. hat sich den Stempel ei
nes tüchtigen nnd talentvollen Künstlers
aufgedrückt. Mit wahrer Künstlerhand
sind die hübschen Farben nd Schatti
runge, beides oben an der Decke wie
anch an den Wänden angebracht, nd
haben besonders die Schattirnngcn ans
beiden Seiten hinter dcr Kanzel das
Aussehen zweier wirklich Corinthischcr
Pfeiler. Die künstliche Arbeit wird vo
Allen bewundert die sie sehe. Gleich
beim Eingang in die Kirche erblickt man
in dcr Vorhalle, in schönen deutschen
Letter an dcr Wand einen Spruch des
httiidertstcn Psalms (Vers 4), wo es
heißt: „Gehet zu seinen Thoren ein mit
Danke, zn seinen Borhöfcn mit Loben;
danket ihm, lobet seinen Namen!" Tritt
man dann in das Innere, so füllt einem
gleich die herrliche Frescomalcrci ins
Auge. Hinter dcr Kanzel, als ob auf
zwei Pfeiler ruhend, stehen oben in ei
nem Halbkreis die Worte Luthers : „Ei
ne feste Burg ist unscr Gott," während
in dcr Nische derselbe die Strahle der
cilifgchcndcn Morgensonnc am blauen
Himmel anf's lieblichste hervorleuchten.
DaS Ganze nimmt sich sehr nett anS,
und gibt der Kirche ein recht feierliche?
Ansehen. Alle Ehre dem braven Künst
ler, der sei Werk so schön nnd zierlich
gemacht hat.
Abcranch anderwärts ist die Kirche
aufs schönste geschmückt worden, beson
ders die Kanzel nd der Altar. Frau
Lübckcn, die schon viele Jahre ei
treues Mitglied dcr Gemeinde ist, hat
dieselben mit kostbarem diinkelrothem
Sammet und goldenen Frnnzcn bedecken
lasse, und zwar alles auf ihre
eigne Kosten! Nebst diesem schenkte
sie der Gemeinde auch eine Parlor-Or
gel zum Besten dcS Singchors ! Gciviß,
ein schöner Beweis cdelniüthigcr Freige
bigkeit. DaS ist jedoch och nicht alles.
Angetrieben von regem Eifer für die
gute Sache, haben die übrigen Frauen
dcr Gemeinde anch einen hübschen eil
en Carpet und Malte angekauft, und
dcr Kirche geschenkt. Ja, wie wir hö
re. soll dieganzc Kirche jetzt mit Car
pet belegt werden!—DaS ist schön, nobel.
Da sieht man, was Franenherzcn thun
können, wenn Einigkeit nnd Liebe vor
herrscht.
Am Pfiiigst-Soniilag wurde zum Er
stenmale wieder in der Kirche gepredigt,
nnd zwar durch Hr Pastor Pfuhl,
dem beliebte neuen Prediger der Ge
mein r Der Altar war bei dieser Ge
legenheit hübsch mit Guirlanden und
Bltinieusträußen geschmückt, während die
Kanzel mehrereprachtvollcßlmncnsträn
ße zierten Für dieses alles hatte liebe
Fraiicnhcrzen gesorgt, denen der wärm
ste Dank für ihre Sorgfalt gebührt
Hr. Pfuhl predigte über die Worte:
Hes. Cap. 36, V. 26 und 2?; seine
Predigt war eine tiefdurchdringendc,
höchst ergreifende und passende, nnd ver
fehlte nicht, einen sehr günstige Ein
druck auf seine Zuhörer zu machen. Hr.
P ist einer dcr besten Kanzelredner, den
wir je Hörle. Durch sein frenndliches
nnd einnehmendes Entgegenkommen,
hat er sich bereits die wärmste Liebe und
Achtung seiner Gemeinde sowohl ivi'e
auch vieler andrer unsrer Mitbürger er
worben. Möge dieses Band der Liebe
recht viele, viele Jahre dauern, und das
schöne Ecntcnnial-Pfingstfest in der St.
Michaels-Kirche Asten noch lange im
Gedächlnisse bleibe.
Hat abgedankt. Es thut uns sehr
leid z vernehme, daß Hr. Fr. Wm.
Liesman, welcher fünf Jahre lang
der hiesigen deutsch-englischen Schule an
der Zweite Straße als Prinzipal nnd
Lehrer treu nnd redlich vorgestanden
hat, seine Stelle niederlege wird, in
dem er bereits am Dienstag seine Resig
nation der Schttlbchördc einreichte. Hr.
L. fühlt sich durch vielseitiges Ersuchen
Seitens der „Germania Fcncr-Versiche
rnngs-Gcsellschaft," deren Agent er bis-,
her war, nnd die ihn vor einige Tagen
als Spezial-Agenten für Harrislmrg,
Middletown, Hnmmelstown, Marys
ville, Dnncannon, Mechanicsbnrg zc.
anstellte, zu diesem Schritt genöthigt.
Wer sein Nachfolger sein wird, hat die
Schulbehörde noch nicht bestimmt. In
Hrn. Liesmann verlieren nicht allein die
Behörde, sondern anch die deutschen El
tern im unteren Ende der Stadt, die ihm
ihr Zutrauen schenkten, und ihre Kinder
in seine Schule schickten, eine guten und
gewissenhaften Lehrer. Wir wissen, daß
die Heranbildung der Jugend nahe an
seinem Herze liegt, und er deßhalb sehr
nngcrne aus seinem jetzigen Wirkungs
kreis scheidet, den obschon, das Lehrer
amt ein höchst undankbares nnd sorgen
volles ist, so besaß er doch die Liebe und
Achtung seiner Schüler sowohl als auch
der Eltern —Seine Resignation tritt
Ende des Schuljahrs, das heißt, am er
sten Jnli in Kraft.
Die „Germania Fener Versicheriings-
Gesellschaft," welcher er vom ersten Znli
an seine ganze Aufmerksamkeit schenken
wird, hat in Hrn. Liesmann eine glück
liche Wahl getroffen, denn was Ehren
haftigkeit, Aufrichtigkeit, Fähigkeit nnd
Gewissenhaftigkeit betrifft, da kann nd
wird ihm unsre ganze Stadt das beste
Zeugniß geben. Und gerade solche
Leute verlangt die „Germania," welche
als eine der solidesten und besten Versi
cherung Gesellschafte dieses nnd des
Auslandes bekannt ist. Eine Gesell
schaft mit einem Capital von nahezu
zwei Millionen Dollars, ist
wahrlich ein Etwas, das nicht zu ver
achte ist. Wir glauben nicht, daß es
! eine andere Gesellschaft in Amerika gibt
die größeres Zutrauen besitzt, och
eine bessere Ruf hat, als eben die
„Germania Feuer Bcrsichernngs Gesell
schaft" in New Kork. Als eine dcr
promptesten und ziwerWgstc Gesell
schaften bekannt, sollte Jeder, der Irin
Eigenthum vor Verlust schütze und ver
sichert zn haben wünscht, sich an Hrn.
Licsnianu von hicr, oder auch a irgend
einen der übrigen Agenten in de ver
schiedenen Städten des Landes ivcndcn,
denn die Gesellschaft ist überall vo sol
chen Agenten vertreten.
Die ältrstrn Bibel. —Hr A P.
Häpke, der bekannte Sy'ickwaarcn-
Händler an dcr Ecke dcr Zwcitc' iid
Chcstittit Straße allhicr, hat drei Vibcl,
zwei i lateinischcr, nd eine i dct
schcr Sprache gedruckt, welche ohne Zwei
fel die ältesten Vibeln in diesem Lande
sind. Die deutsche Vibcl wtirdc im Jah
re 1470 von FriSncr V Scnscnschmidt,
und die lateinische eine i 1470 von
Antonius Evbnrgcr in Nürnberg, und
die andere in 1480 von Johann Zais
er in Ulm gedruckt. Die Bibel ha
ben resp. 461 und 430 Blätter, (also
022 und 878 Seiten) ohne den Anhang,
sind i uralter deutscher Schrift, ähnlich
der Kirchcntcrtschrist gedruckt, währciid
die Aiifaugsbilchstabcii eines jede Ka
pitels in colorirtc Lctlcni geschrieben
sind. Auf de Deckel befinden sich
sonderbare Figuren verschiedener Män
ner (wahrscheinlich solcher dcr damali
gen lebenden Fürsten), Wappen n. s.
w ; überhaupt ist dcr Einband noch
sehr gut nd stark Diesr Bibeln wur
den demnach lange vor Lulhcr's Geburt,
und kurz nach Erfindung dcr Bnchduuk
kerknnst gedruckt, und sind wegen ihres
großen Alterthums von sehr hohem
Werth. Hr. Häpke erhielt dieselbe
kürzlich von Hrn. Heinrich Lesscr ans
Breslau, und schätzt dieselben sehr hoch.
Ein Brief a alle Reisende.
Unser geschätzter alter Freund niid frü
herer Agent, in Pittsbnrg Hr. Fried.
S ch l i d t, jetzt in Philadelphia wohn
haft, schreibt uns Folgendes:
Philadelphia den Neu Juni, 1876.
Lieber Freund Rippcr!
Indem ich jetzt mit der Einrich
tung in meinem Hotel gänzlich fertig
bin, so mache ich Ihnen hiermit die An
zeige, daß ich jetzt für alle mögliche Per
sonen, mögen sie Krägen oder "8to?a
-pipes tragen oder anch Unterrocke, für
Herren so wie für Dame bereitstehe,
denselben de bestmöglichste Eoinfort
zn bieten, während des Eenlcnnials, und
zwar zn Preise, die anch bei gewöhn
lichen Zeiten nicht billiger sind Indem
meine Einrichtnngen gänzlich nc, mei
ne Bette reinlich, und von de bekann
te Somnicrvögeln, gewöhnlich vcübugs
genannt befrei sind, so möchte ich bei
Ihrem nächsten Besuch Ihnen icinHans
bestens empfehlen, und Sic ersuchen,
Ihren großen Mund in der „Staatszei
tnng" aufzulhnn, damit es auch andre
Menschenkinder erfahren,
Noch besonders möchte ich bemerkt
habe daß die Fahrt on meinem Hanse
in einer halben Stunde für den niedri
gen Preis von 9 Cents bis zum Ccnteii
nial gemacht werden kann
Hoffentlich werde ich das Vergnügen
haben unsere tzaldmögltchst
von der Wahrheit selbst überzeuge z
könne Ihr treuer Frcnnd,
Friedrich S ch m i d t,
No. 220, Süd Zweite Straße,
Philadelphia, Pa.
Der Kartsffrlkiisrr hal hier herum
bereits das Werk seiner Zerstörung be
gönnen Nach den Berichten unserer
Farmer ist das Insekt hrner in unge
hcnrer Zahl erschienen und sie behaupten,
daß wenn es nicht bald gelingt, seinen
Verheerungen Einhalt zn Ihn, brauche
man Heuer nicht z erwarten, den Bn
shel Kartoffel für 50 Cents kaust zn
können. Wird am Ende doch so ganz
gefährlich nicht sei.
siS Es ist nicht die Ouantität, son
dern die O.alität einer Arzenei, welche
dem Kranken Gesundheit wieder geben
soll. ES ist strafbar, verfälschte Mcdi
zincn zn verabreichen, es ist aber anch
schlecht, Medizinen als ebenso gut anzu
preisen, deren Billigkeit schon beweist,
daß dieselben wenig Werth habe kön
neu. Wenn nnscrc Leser ein gutes
Hausmittel wünschen, so rathen wir Ih
nen, nach Dr, Anglist König's
Hamburger Tropfen zn fragen,
welche sich stets bewährt haben 12.
Küßt unsere Kleinen nicht!— Ob
igen Titel wählt ein Arzt für eine Mah
nung, die Viele heimisch.berühre
dürfte. Er schreibt -
„Eine schauderhafte Unsitte ist es, die
Kinder zu küssen. Wir brauche absicht
lich den Ausdruck „schauderhaft", weil
wir uns zart ausdrücken wollen und die
Bezeichnung „mörderisch" uns schon auf
der Zunge schwebte. Ja wohl, verehrte
Frau, „mörderisch". Besinnen Sic sich
vielleicht noch daraus, als Sie vor etwa
15 Tage mit ciiicni großen Shaivl um
den Hals einen Besuch bei Fron S.
machten? lind als der kleine Hans in s
Zimincr gesprungen kam, griffe Sic
nicht den Kleinen mit anscheinend über
strömender Zärtlichkeit, nannten ihn
„mein reizendes Kcrlchcn" und küßten
ihn nach Herzenslust ? Dann fingen Sie
an zn erzählen, was für eine schrecklich
entzündeten Hals Sic hätten; daß Sic
sogar am Tage vorher eine Einladung
Zum Konzert hätten ablehnen müssen,
weil Sie zu verschwollen seien? Sie
hatten keine Absichten ans das Leben des
Kindes, und doch lödtctcn Sie dasselbe
so sicher, als wen Sie ihm statt Ihres
zärtlichen Kusses Strychni oder Arsenik
gegeben hätten. Ihre Zärtlichkeit wur
de verhängnißvoll. Zwei oder drei Ta
gc darauf fing „mein reizendes Kcrl
chcn" auch über einen entzündeten Hals
zn klagen an, und als der Arzt kam,
genügte das eine Wort : „Diphthcritis",
um Alles klar zn mache. Heute
ist ei kleiner frisch geschmückter Hügel
die einzige Erinncning an Ihren Be
such. Die Mutter hat natürlich
nicht den geringsten Verdacht ans Sie;
sie hänat ihren herben Verlust der gnä
digen Vorsehung an. Der Arzt that
nichts, um diesen Glauben zu zerstören;
denn das dürfte eben so unklug als grau-
sam sein, mir aber hat er es im Ver
trauen mitgetheilt, daß allein Ihre
„schauerliche Dummheit"—es
ivarcil seine Worte, verehrte Frau—an
dem Tode des kleine Hans'die Schuld
trägt Es läßt sich schwer beurtheilen,
ein wie großer echcil dcr augenblicklich
grasfircndcn Diphtheritisfällc ans solche
Gcdaiikeiilosigkeit zu schieben ist; daS
steh) jedoch fest, daß Erwachsene die Diph
therie oft In so geringem Grade habe,
daß sie dieselbe für eine einfache Erkäl
tung nehmen, nnd da die Erkältung
nicht ansteckend ist, so finden sie anch
nichts Böses darin, Andere ihren, Athem
auszusetzen, nnd können keine Gefahr
darin erblicke, ihre Lippen mit denen
Anderer in Berührung z bringe. Be
denkt man min abcr die Thatsache, daß
die Diplherie in den meiste Fälle
durch direkte ttebertragnng dcr bösarti
gen Keime, welche die Krankheit verur
sache, vor sich geht; bedenkt man fcr
ner, daß es kein besseres Mittel, in
den Krankhcitsstoff z übertragen, gibt,
als das Küssen, nnd daß endlich das
Küsse, bei ästen Gelegenheiten Sitte
geworden ist, so ist sicher nicht anffallend,
daß diese Krankheit so leicht epidemisch
wird. Selbstverständlich ist es Unsinn,
alle Diptithcrieansteckiiiigcn anf's Küssen
schieben zu wollen —denil da sprechen
noch andere Faktoren mit,—aber es sieht
gewiß Jeder ein, daß es de Kleinen
besser bekommen würde, wen sie weni
ger geküßt würde Ein einzelner Knß
hat schon eine ganze Familie angesteckt,
nd der Zärtlichste kann in die Lage
kommen, daß er eine böse Krankheit ver
breitet, ohne es zu wisse. Darum em
pfehlen wir ans ganzem Herzen, die
Kinder in Ruhe z lassen, anstatt daß
wir die Gewissensbisse eines Judas ans
ns laden."
Literarisches.
Im Verlage der Hrn. Schäfer
>d Koradi in Philadelphia, Ecke 4.
und Wood Str., erschien soeben und ist
durch die Expedition dieses Blattes oder
direkt von de Verlegern zn beziehe:
„Der vollkommene Amerika. Ge
schäftsmann."—Ein Hand- und Hülfs
bnch für Geschäftsleute aller Art in den
Bereinigte Staaten von Nordamerika,
enthaltend die verschiedenen imGcschäfts
leben vorkommenden Verträge, Verglei
che nnd schiedsrichterliche Entscheid
gen, Schenkungen und Abtretungen,
Vollmachten, Schuldscheine, Verschrei
bnngcn und Bürgschaften, Pfandscheine,
Quittungen, Verzichte nnd Rechnungen,
Beglaubigungen nnd Certificate-; ferner
eine ilinfassende Darstellung der engli
schen Buchführung, Wechsel ic. ?c. in
deutscher nd englischer Sprache. Ge
bunden. Preis 75 Cents.
Räthsel.
Auflösung der Räthsel in Nro. 44. der
„Staatszeitnng":
No. 1.
Johann Georg Ripper
Ohnr
Hanptlump
nsop
Rannt
Narr
Georg
Elcnnthier
Oho
Rose
Grogg
Reden
Jmmcrniann
Pirna
Padncah
Eldorado
Rattazzh.
Auflösung von folgenden Personen:
Regina Hartig, Kittanning; Joh. Bot-
Icinvcider, (Bridesbnrg,) Philadelphia
No. 2.
0. 8. 7, 6, 5, 4. 3.2, 1—45
1. 2, 3. 4, 5, 6, 7,8, 0—45
Rest..., 6,4, 1,0,7.-6.3,2-45'
also 45 von 45 abgezogen bleibt 45.
Auflösung von Hrn. John Vollen
weider, (Bridesbnrg.) Philadelphia.
No. 3.
„Der Berg „Jnngfran" genannt, 11,-
500! hoch im Canton Bern, Schweiz."
Keine richtige Auflösung eingeschickt.
No. 4.
„Um zu zeigen, daß doch ei guter
Fetzen an ihnen ist.
Keine richtige Auflösung eingeschickt.
Nene Aufgaben:
No. 1.
(Eharade.)
(Erste nd zweite Silbe.)
Auf einer Leiter von fünf Sprossen
Steigen wir ans nnd ab,
Wir sind Dickköpffige Genossen
Und habe eine Stäb.
Für viele sind wir Hieroglyphen
Und nicht entzifferbar,
Doch and're führen wunderbar
Wie in der Kunstwclt Tiefen.
(Dritte Silbe.)
Was die Natur auf tausend Weisen
Und immer doch verschieden zeigt
Was wiran Brunn und Blume preisen,
Und Ivos im Buche man nns reicht
Was oft nns viel erzählen kann,
Das giebt, mit mir fünf Zeichen
Von denen zwei sich preisen, '
Die Dritte Silb' an.
(DaS Ganze.)
Das Ganze, zeigt die erst e Dir
In wunderliche Sprüngen.
No. 2.
(Emgts. vonJ.Vi>llenwtld,BrideSburq,Phila)
Welches Thier steht dem Esel am
Achnlichstc ?
No. 3.
Warum passen die Zahnärzte nicht
unter die Soldaten?
Nro. 4.
Welches sind die galantesten Män
ner ?
No. 5.
Wer treibt das lustigste Handwerk?
Briefkasten.
Per u, Illinois.—Hr. Lorenz Kro
nawitter.—Wir sind Ihnen sträht nach
gerutscht, Lorenz.
ShrewSbury, West Virginia.—
Hr. Christ. Hahn.—lhr Wunsch ist er-
füllt, Christian, denn wo der „Hahn"
ist, da muß auch Ripper'S „Rooster"
sein.
Bcavcr Falls.—Hr. lohnVor
haner.—Stop! da kommt cn famoser
Rekrut ang'stiefclt. W Nlkoiiimc. Ha,
es.—Gratiilircn dem wackeren Bäcker
meister Dien,er zu seinem junge Prin
zen.
Philadclphi a.—Hr. Agent Hart
maier.—Sapperlot! da kommt noch
chncr, cn ? top Männle ans Califor
nia.—Bravo.
Rcad iii g.—Hr. ChaS. G.Sties
Schönen Dank, Charly; hoffentlich
geht'S später besser.
Phi ladclphi a.—Hr. Fr. Schmidt.
—lhrem Wunsche ist entsprochen
Die „Stovepipc" und viele andre Men
schenkinder werden schon noch Ihr net
tes Hotcl besuchen.
P hiladclphiir.—Hr. LoniS Haas.
—Wie, was? gcniuvt ? well, wir sind
Ihnen iiachkutschirt.
Philadelphia. Hr. ChaS. L-
Uebcle.—Wnrde hübsch besorgt.—Wer
den's später im Päper erwähnen—Be
sten Dank für die ComplimentarbilletS.
PittSbrg.-Hr. Phil. Kalkhof.
—Auch Ihnen sind wir nachgerntscht,
Philipp.
Baltimore.—Hr. Fr. L. Bopp.—
Schon recht, lieber Franz; ist besorgt.
Lalic a st e r.—Hr. Fnedr. Mey.
thaler.-—Potzblitz! da kommt och en
frischer Haudcgc.—Recht so, Fritz.
Alleg h e il h.—Hr. Agent Hoff
iiiann.—Jetzt Hat'S abcr g'schcllt; da
kommen leinerseel zwei Rekruten auf
einen Schlag. Willkommen, Kamera
den.
Lykeiistown.—Hr. Agent Weber.
—Das sind schreckliche Rachrichten.
Freund Schädel hat unsre wärmste
Theilnahme
Geldkasten.
Folgende Gelder wuroe für die „StaalS-Zei
tung" die hierduech mit Dank de-
Bcrnhart Braun, HarriSdurg, 83.00
Conrad Klei, do 2.00
Levl Gastrock, do 1.00
Friedrich Maurer, Plainfield, 2.20
Ehas. G. Slief, Neading, 1.10
lSpeziel berlchlel für die „StaalS-Zeilung.")
Der Geldmarkt.
ScktluS Vretse,
DeHauen ch Townsend.
Stock-Governinenl sc Gold Broker,
Banquiers, sittß Süd 3. Str., Phtladelphia.
Juni 7, 1870^
V. St. L'S. lBBt -.:'22j 23^
do. 5-2), 18K2, !
do. do. 18K4 ! !
do. do. 1865, ! tsj 15ß
do. Do 1865-J.SiI.! zuz zg
do. do. tBk7 2lj 22
do. do. 1868 i 2Zj j 24
do. 10-40, - 18S IBj
do. Eurrrnry, LS, ! 24ß 25
do, S'S, 1831, neu j 17Z ! 17j
Pennsylvania R. R ! 52t 5V z
Philadrlpßia äe Readingß.R. 44 ! 51t
L-high Balle R. R 57t j 63j
Lehigsi Eoal Navigation Co. 44t 50t
UniiedSompanieS osN.-Jersty 134j 135
Gold !-'1!24 s 112 t
Silder, 103
lltarklsierichl.
HarriSdurg, Juni 8. 1876.
A epfel-prrt Peck 30-35 Et
Butter—per Pfund, 20-22 „
Eier—perDußend, „„15—16 „
Fe t t—per Pfund 18-20 ~
M e h l—Ertra gamilie, perßl, H6.tto-H7.50
Ertra, prr Barrel, Hk.(tt-H6,75
Roggen H6.OU-H6,A>
Weizen, weißer, pr Bush H1.35—H1.40
rother, „ H1.35-H1.40
Wrlschkorn, „ 50—55 Et
Hafer, „ 40—45 „
Roggen, „ 75—80„
H e u—per Tonne, 20.00
Geflügel—
Gän>r, rer Stllck,..Ü .'. Hl.vt)
Getrocknete Früchte—
Aepfel—per Quart, B—lv „
Pstrsische—per Pfund, 12—15 „
Äirschrn—p Quart B—lo „
Birnen—prr Quart, 10—12 „
Gemüse
Kraut—Per Kopf, 3—lo Et
",
Latwerg e—prr Quart 20—3EtS.
Lancaster, Juni 8, 1870.
Atpfel, per j Peck 15-ZV Et.
Bull, per Pfund 17—22 „
Eier, per Dutzend 14—16 „
Schmalz, per Pfund 15—17 „
Kartoffeln per j Peck, 10—12 „
Schinken, p Pfund 17—22 „
Kornstroh per Bündel, 25—30 „
Kraut, per Kopf 3 6 „
per 5 15—14 „
Hafer per Sack von 38u5chi1,...H1.50— H1.65
Heu,prrTonne, HIKOO -H2O.VN
Philadelphia, Juni 8, 1870.
Mehl, ganlv-Brände, H7.25—H8.75
Ertra Familien, P5.37j-57 0
Weißer Weizen H1.52-H1 K 0
Rother Weizen, H 1.45
Kleeiamen, 16-M Et.
Timothysamen, H2.60—H2 75
Flachssamcn, Hl 40—H1.45
Roggen, 30—87TtS
Hafer, 38—44 „
Gelbes Korn, VO—K3 „
Weißes Korn, „ 50-K0 „
Biehmarkt.
Ochsen, per Pfund Brullogewtcht,...k—kj Et
Swaaft, per Pfd. Bruttogewicht,...„s—kf „
Schweife, pr lOtt.Pfd.,Kornfette, ..Hlo.-H10.25
PittSburg, ZuniB,lB76.
Butter, per Pfund, 20—22 Et.
Ei, per Dutzend, 13—15 „
Essig, per Gallone, 17—18 „
Schmalz per Pfund, 14—17 „
Mehl, Frühjahr, per Barrel,. ...H5.00 —Hk.25
do Amber, per Barrel, H7.25—H7.75
do Winter perßärrel li7.ttil-H7.2z
do Roggen H 4.75 —H 5.26
Timothysaamen per Büschel, ...H2.25—H2.00
Leinsaamcn, per Büschel, H1.40—H1.50
Klecsaamen, per Büschel, Hg.75-H1v.25
Weißcrweiztn, H > ,40—H1.45
Gerste....... Hl.oo—Hl.lo
Hafer, 30-4 Et.
Roggen, 70—80
Ochsen H 5.25 —5.50
Stiere'und Kühe, H3.50-H4.00
Tchaafe, ertra gute, ....Hs.Stt-HK.25
Schweine, H7.VO—H7.7S
Dir schlimmen Folgen schwacher Ver
dauung.
E giebt keine pathologische Thatsache, die
klarer ermittelt wäre al die, daß die fürcht
lichsten Phasen der Nervenkrankheit sich direkt
auf unvollkommene Verdauung zurückfuhren
lassen. Schlaflosigkeit mit ihrer Reihe schreck
licherer Folgen entsteht häufiger au Magen
schwache, al au irgend einer andern Ursache.
Bloße Beruhigungsmittel können die Nervösiiät
nicht heilen und hören auch bald auf, ihre
Symptome zu lindern. Der richtige Weg, das
Nervensystem zu stärken, ist derjenige, die Ver
dauungs- und Blutbildungsorgane, von deren
ungehemmter Thätigkeit sein Gleichgewicht un
bedingt abhängt, zu kräftigen. Der tägliche
Gebrauch von Hostctter' S Maae nbi t
terS wird mehr bewirken, die geschwachten
Nerve zu stärken und die gereizten M lindern,
und gesunde erfrischenden Schlaf—das große
Alliniltel der Natur-herbeizuführen, als alle
sogenannten Nervenmittel, die in der Pharma
kopöe oder außer derselben gefunden werden.
Ein Weinglas 01l Bitter sollte vor jeter
Mahlzeit eingenyumm werden. VI.
Aufforderung!
Hr Albert Theobald Kühne (oder
King) au Hamburg, der im Juli 1876 mit
Frau und Kind in Harrisburg gelebt habe
soll, oder alle Diejenigen, die Auskunft über
dessen Leben oder Tod zu geden ermijaen. wer
den Behuf der Regulirung einer Srdschaft, er
sucht, sich schriftlich oder mündlich zu wenden
an F. Seeg er in HarriSdueg, Pa., oder an
das Kaiserlich-deutsche Eonsulat iu Phiiadel
pbia.
F. Secger,
Harrisburg, P.i„ Juni 8, 1870—3 t.
Vorläufige Anzeige.
Den Ordensbrüdern, sowie einem geehrten
Pudlikum zur Anzeigt, daß bei Gelegenheit der
Versammlung drs „Grsß-vundeS e Ver
besserten Orbra der vereinigten Brüder"
vom Staat Pennsoloanien, am Mo taa,
den 28. Juli, IB7V, ein große Ordens
gest auf dem South Broad Street-Park i
Philadelphia abgehalten wird. Näheres stäter.
Die Eommittce.
Philadelphia, Juni 8, 1870.—21.
Eine neue Wirthschaft
Aeue j^tnnrntion
an der Main Straße in
Beaver Falls
eröffnet hat, wo er für Fremden wie einheimi
schen Gälte auf s Beste sorgen wird. in ge
neigten Zuspruch bittet
John F. Bnckert,
Beaver Falls, Beaver Eounty, Pa.
Junik, 1876-IMt.
Aog'tts-NV?'"' v'schäfiSleui.
zu ver
geben für da auSgezeichntlt Geo. Washington
Eentennial Gedenkblatt, on UlfferS in Düssel
dorf entworfen. N. Z>. Belle. Journal:, Ein
„Kunstblatt von grschmaikvoller Eomposition
„und Ausführung, ein würdiger Beitrag deut
„scher Kunst zur amerik. Jubelfeier." Nur
H 2.00 Man adressire sofort:
IVlVrLliixxX LK0.8..
181 William Skeet, New-Pork.
Juni 8, 1876-1.
-llolhackers
Ajvtcl,Vfzrll,-iur.>tin
nach Europäischem Styl,
No. lNltt Markt Strafte,
MwadeWia.
Importirte Weine, deutsches Bier nd
vorzügliche Speisen sind stets zu
haben.
Kost und Logi nach Wunsch.
Philadelphia, Juni t, 1876-tf.
Georg G. Buh?,
feinsten und besten
Cigarren,
Ferner, ZVboloaala und KaNul-Händi
. tn
allen Sorten Kau- und Rauch-Taback,
No. Bl3v Lancaster Avenue,
West-Philadelphia.
AmporlirteKey-WcstscHavana-Eisiarre
stets auf Hand.
März 30,1876-LMt.
Wird gesucht.
Ei deutscher Man, 30 Jahre alt, und in
guter Stellung, sucht auf diesem, nicht mehr sel
tenen Wege, ine grau. Man velicbe t deut
sch Sprache, mit Photographie zu antworten.
L. A. Zang,
A > toona, P a.
Juni I, tB76—3t.
Wasser Rente
für 87.
Departement zur Versorgung dcr Stadt mit
Wasser, Mai 10, 1876, Wasser-Rente sind
jetzt zahlbar
au den City - Schatzmeister
i sein Office im Eourt-HauS, szweitenStockj,
Office-Stundcn von Vormittag tt bis 12,
.und Nachmittags von halb 2 bis 4 Uhr.
David S. Herr,
Eily-Schahmeister,
Harrisburg, Mai 25,1876.
Eine gute
Restaur a t i o u
i
Man",nttde sich ktttr Näh" lheitt"'
W. H. Smith,
Lykenstowii, Dauphin Co., Pa.
Mai 18, 1870.
Norddeutscher Lloyd.
Regemäßige Dampfschifffohrt
zwischen
Bremen und Baltimore,
via Southampton,
durch die eigen für diesen Zweck an der Eiyde
erbauten, mit allen Erfordernissen versehenen,
neuen eisernen Post - Dampfschlsfe von 2500
Tonnen:
„Baltimore," Eapt. Meyer.
„Berlin," Putsch.
„Ohio," Meyer.
„Leipzig," Hoffmann.
„Braunschwcig," Undüisch.
„Nürnberg," „ Jäger.
Die Erpedition findet statt wie folgt:
Von Bremen: Von Baltimore:
„Leipzig," März 8, '7K. April 1,'76.
„Ohio," „ 22- „ t 5. ~
„Braunsch>rig"Aprils. „ .. 2!>. „
„Nürnberg." „15... Mai 13. „
„Leipzig." Mai Z.., 27.
„Ohio." „ 17. „ Juni 10. „
nd fernerhin jeden zweiten Mittwoch von
Bremen und jeden Samstag um 2 Nhr
Nachmittags von Baltimore.
Vermittelst dies Dampfer werden Passagiere
nach Bremen, Southampton, London nd Hav
Eajütt Htttt Gold,
"Anöold"""'
Zwischendeck 832 Eouraitt.
Von Bremen od Haore nach Baltimore:
Sajüle Hltti) Gold.
Zwischendeck H 32 Eourant.
Rctour-Billets
von Baltimore nach Bremen der Havrc und
aiüte HISVToId.
Zwischenteck H 53.50 Eourant.
Von Baltimore nach Southampton oder Len
von und zurück on Southampton -
Sajüle Hl7O Gold.
Zwischendeck, Ä58.50 Eourant.
Kind zwischen I Jahren zahlen die
Lischt wende man
sich an die General-Agenten der Linie,
A. Schumacher ck Comp.,
No. S, S.-EhanleS Str., Baltimore, Md.
Fr. Win. Liesman,
112 Mary Avenue, HarriSdurg, Pa.
PH. C. Ranningcr,
Nr. 111 Nord Prince Straße, Lanrast.
Dst.tNhtt 2, 187S-IJ.
eben, Wachsthum
Schönheit!
"l.rnx ii,,! nni-onrn"
cor. 41,! n>xru,t"
Kriit-Paais-rvc macht sirupplgiSHaar sowrichuud
lall, reinigt die Kopshaut so achtrüiklich und
defördeit da Wachsthum der Haare au dünuea
nd kahle Stellen. Kann mit dir dloßcn Hand
lugeriedrn wird,, indem rs weder dir Haut
noch da f,laste Linnrn bischmuht. Al Haar-
Frtslrmlttel ist e da olllominiiiste, ha je auf
E-drn fadrizlrl wurde. Das Haar w.rd renovlrt
u. gestärkt odnrvmzuthun minrralischrrZubstanze
S-tt Einführung di-s-S wahrhaft w.rlhvollen
Hss">tt'ls b>er zu Lande dal sich dasseldc allac
meiner Brltedthetl und Vrwunhrruna erfreut,
einzige ist welche in Wiek
lichr-il hrm grauen Haar seine natürliche Norde
wiedrrgrden, dasselbe rächtig und glänirnd ma
che kann und auf kahlen Stellen wieder da fed
lrnde Haar produrirt.
parfämirte Artikel ist lomole, in
sich stldst und brdait r keiner orbciigrn llöa
ichun odrr vordereilnng. brvor man ihn appli
ttit! da gewünschte Rcsullal kann auch odne sol
ch' ordireitungen erzieh werden.
Hier die Betveise
höhere Vorzüglichkeit:
Man lese diests von Edward B Cairigur, einer
d"-°mnt-n'-si-n Druggistcn und Chemiker
Philadrlphia', ein Mann, auf dessrn Wadr
dnnittrtr man sich rrlassen kann, descheinlg-
ES freut mich, in Stand g,seht zu sei, dem
London Hatr tlolor Nestor er" da
geuanlp anssiellen,u kSnnen, daß crmrinem Haar
dir Ortginalfa,dr wieder gegeben und daß diesel
be prrmamnt ist. Ich bin fcsi davon üderzeugt.
daß odige- Präparai kcin stärdestoff ist und daß
dasselde auf dic Haarwuruln wirkt. E Ist au
ßerdim .in prächtiges Fristr- und den Haarwuchs
beförderndes Mui.l. Ich kaufte die erste Flaschr
von E. v. Ctairtgue, Apotheker, E-kc IN. und
CoattS Sirret, wr Ichcr r drieugen kann, daß m.-in
grbrauchtt Haarmtitcl
Srau Miller.
No. 0 North Ninth Strret, Phil.
Dr. Swavnr u. Eon ! - Gischähle grcnnde!
ES srrut mich außirordritttch. Zbncn milldetten
zu können, daß eine Dame meiner Brkannlschaft,
Frau Miller, on Ihrem „L °nd on H atr Eo
l°r Restorer" ganz enttüitt ist. Ihr Haar
siel au und wurde gern, grau. Durch den Gr
drauch Ihre Haarmülcl hielt ihr Haar dir
gaidc wieder und sing aus Nrur zu
E. B. Garr igurs, Drogutsi,
Apoidekrr, Eike der >. und CoaieS Sir., Philo.
Dr. Swayne u. Eon, Gcschähtr Herren! Wäh
rend mrlnc lrhten AuscnidaltS in Trenton, R.
J„ dadr ich t! Flaschen Idee „London Haie
Color Restoree" gekauft, welch, Haarmil
tet ich allen anderen vorziehe. Haien Sie die
Gulc, mir rin weilirr Duhrnd Flaschen pr. C.
O. D„ care osW. S. Fogler n. Son, Apolhefer,
No. Street, Boston.
alion
75, Eciitö pr. Flasche.
Man addresstrc: Dr. Swcnme Son,
Philadelphia, Pa. 'Alleinige Etgeiiihüm.
Die Lungen!
Schwindsucht!
hende Symptome - vernachlässigirr Husten, Nacht
schwrtß, Hetscikril, Zihrstibcr >c. werden bleibend
curirtdurch Dr.Swaniic'a Eomnound
Svrnp of wild Eyerrn.
schwendsucht, Wied durch Caiairb, Enlzündung der
Aihmuug - Organ,, Husten, SchteimauSwurf,
kurzen Aedem, Heisirleil und Brustschmerzen cha
raklcrirt. Für alle diesr Uttel ist
Dr. B>aiie's
iip it zVilil llior, z
da tnzlg Unlversalintttel!
"kl'. diIVN) llv'B l'itltlMlul di) I'Ns> I
>ViI,I lllLI'I)"
stättt. n sul Vi skc d
fchkunigst zu versuchen.
hält. S i si
Prei HI.OO pro Flasckc, V Flaschen für 55.00.
Solllc eS in carir Nachbarschaft nicht zu hadrn
B g , ssch
Dr. Slvaync'S Tar-Pillen.
Nihmet zuerst ,ie Dost Pillen und dann Dr.
Swavor'S Wildkirschrn-Sorup.
Die Pillen wirdrn den Magrn reinigen, wel
che on ler größten Wichtigkeit ist, Congestton der
Leber erböten, die Nerven stärken, Avvctli geben,
das Bluircinigen nd allen zu Miosen Fieber
Dieselben sind rein egetabilischer Natur und
wirken bauptsächlich auf die Leber, ähnlich wie
Calomit, ohne daß sie die schädliche Wirkung der
selben haben. Preis 25 Cents.
Dr. Swanne t Son,
Z iv Nord ste Stiaße, Phtladelphia.
Blinde Hämorrhoiden!
Hämorrhoiden ! Hämorrhoiden Z
Twayne's Liniment.
Man lese folgendes Acngniß:
vorder unzidlige Miittt gebrauch!, abcr alle ohne
Erfolg.
" Joseph w. Ehrist,
lon ver Firma Rödcl u. Christ,)
Wholesale Händler in Stiesel und Schuhen.
S-tt Nord Sie Straße, Philadelphia.
Haut-Krankheit,.
Swavne' Oinlinknt kartet alle Haut-Nrauk-
H.Nen, wie rtnv. K-äpe. Erystp,tat, schlag
ü. s. . ollständlg sicher und unschitsttch sogar
bet Säuglingen. Prelet öS Ceni. Durch vl.
Post an irgend eine Adresse geschickt.
Zu haben dei allen Druggrsten.
gaSrieiri nur von
Dr. Twayne S Ton,
No 330 Nord Sechste Straße,
Philadelphia, Pa.
UM lli>, IS7S-11.

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