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Pennsylvanische Staats zeitung. [volume] (Harrisburg, Pa.) 1843-1887, June 29, 1876, Image 1

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Jahrgang 4.
re
?esyltzaische Statzeitiz.
HerauSpegedeit m
ck. IS,
.Ich,int jeden vonneestag.und kostet H2.VO
per Jade, zatzldae innerhalb de Jahre, und
3.4 U nach Beestaß de Jahrgang,
kinzeine Ercaiplaren.A Ent< per Stück,
eine Sadsnlpttonea werden für wentge
,l sechs Monaten angenommen i auch kann
kitcmand da Blatt addestellea. bt alle Rück
iänd bezahlt sind.
Um dt treffe lue Zeltung zu ei
ändern, muß mau dte alte jowohl ai auch
die n eue Adxffe mittheile.
0t gröSt Verbreitung.
vi Cireulatton der „P e nsy l a nts ch e
Sla t- Zettun g" tn Dauphin County
ist größer als die irgend ctner anderen tn Har
l" ng"'" de"b!>?bdi^b"ste"ü>/ttg-n^ii.
tzn,etgen in diesem Theile des Staate eine
w-ite Beedrettung zu verschaffen.
l'tw larxM Lil'i'llltition.
Vedtagungen er Anzeigen
für einen Theil de Jahre >
3 Monate. 6 Monate. t 2 Monate.
Ein Zoll I.VN l 70 512.00
Zwei Zoll 7.06 12 00 20.00
Drei Zoll lv.oo t 7 VU 23.00
ideigenthum-, persönliches Ei
lt ent dum- und allgemein Anzeigen t 0
Ctnes die Zelle für dt erste Eineückung und
d CenlS -te Zeile für jede nochhertg'e Sla-
Ptenit,, e Medizin-, BttterS- und alle
andere Anzeigen bei deganzen, halben, dril
let oder viertel Spalte erden le folgt de
rechne erden:
Elne ganze Spalte jährlich P 150.00
Eine halbe palt „ 80 06
Elne detttet Spalte „ üls.oo
Eine viertel Spalte 10 l>o
Gert cht- Anzeigen erden wie folgt
EreeutorS-, Administrators und
lstgnte'S-Anzelgei, P2.bo
d e ta l h S-, Tode S - A n,t ge >
Dank - dstatlung u.s.w b 0 CtS.
0?" Alle Betest. Mittheilungen >e. müssen
ss. gvol-xv liisspvr,
D.O. vor I
Wein Siqnör
und
AagerbLer - Kakon-
N W. Ecke der 23. Straße nnd Fair
mannt Avenue,
Philadelphia,, Pa.
Privatzimmer für Familien sowie auch
jür Kostgänger sind zu haben, und zivar
zn billigen Preisen. Gute Vcwirthnng
wird garantirt.
Philadelphia, Juni l. 1876-tf.
Friedrich! Dockenwadel
Union-Hotel,
Ecke der Tauch nnd Brown Strape,
szwischen der 26. und 27. Str.,)
Philadelphia.
März 30,1876-f.
Conrad Friederich's
Deutsches Gasthaus,
No. 3216 Markt Straße,
West-Philadelphia, Pa.
S- Reisende finden daselbst billiges
und bequemes Logis --MI
Juni 1, 1876-3 M.
John Dönges'
Hptel,
4<)Z4 sc 4V3K Girard Avenue, '
gegenüber dem Maingkbäude auf dem Eenten
nial-Grunde,
Philadelphia.
März 0. 1875-IJ.
Stephan Hartmater s
H-t-l,
4412 sc 4414 Lancaster Avenue,
West-Philadelphia.
März ZV, 1876-tZ.
Aavkoocl, Norv Logt, Htm
kestoreck.
ckilion ok vr.
on tllv r ne ale u r e
orlSnwinnl VVeullness, In.oluntnrvSewiuul
ülenta^anck
Xäärem tl kudlüitte; P
?. 6 SON,
ckl Xrm St., dkev )7orlc, ?o,t Lox ISBS.
Tny N, 187S-IV.
Das deutsche Centralorgaii der Demokratie für Penasylvanien und die angränzenden Staaten.
W Sind Sie W
Sie können genug sparen
wenn Sie elne loia l ~vl kU -louleu,
W um die Jährt zu bezahlen W
I Wanamaker und Brown.
Großartige Eröffnung!
G-0. W. Mcily'S
Schnhstore vergrößert und reiiovirt!
Ein UMhenrer Borrath von
Schuhen, Stiefeln, Spazier-Schuhe,
u nd Slippers aller Sorten,
INljolesali' unll Zietais.
No. 314 ä: 216 Markt Straße, Harrisburg,
Mai 29, "70.—scp'7ü dem CourthauS gegenüber.
watente^''^^
billigsten Preise
erwlrtt. Correspoudcnzen werden erbeten mit
Erfindern, und mit solchen, denen ihre Erfin
dungen von der U. S. Palent-Office zurückge
wiesen wurde! ebenso mit Kaufleuten und
FZipe .. ...welche ein Patent
UUIII? L Vlmbcn ollen, wer
w il d de," uns
aenane Beschreibung ihrer Erfindung u über
senden. Wir werden in der Patcnt-Osfice Un
tersuchung anstellen, und wnin patentirbar, Pa
ent mittheilen"
Wir beziehen uns auf den Ho. M. D. Leg
gett, Sr-Commtfsioner von Patents, Cleveland,
die danische und schwedischc Gesandtschaft, Wa
sbington, D. C., John Hih, Präsident der
Deutsch-Amerikanischen Sparbank, Washing
ton, D. 11., und W. Koch, Herausgeber des
„Washingtoner Journal," Washington, D. C.
Postmarke für unsere „Jn-
Adresse!
Lonis Bagger sc Co.,
Patent-Agenten,
März 23,1876. Washington, D. C.
Purp Antiuy Hin.
(Pcchtcr einheimischer Wein.)
Bet dem Unterzeichneten sind stets die besten
Sorten des allgemein beliebten Egg Harbor
Weine zuhaben.
Auch bringt derselbe sein best-assortirteS Lager
Rebstöcken empfehlend in Erinnerung.
äolin iioonoa,
Egg Harbor City, N.-J.
März 9,1876-ZMt.
Teutonia
Nau- und -Spar - Verein.
No. S.
lest, V> rein versa sich jeden Don
n'si-S end 7g Uhr t Lotale der
Betrvder König. Diejenigen, welche sich
ei, guten und voeihellhasieu verein anschlte
ßw olle, sind feeundlichst tag,laden, den
versatntnluagen b,t,uohen.
Nr. m. Ltmaan, Präsident.
Eourad tiller Sekretär.
HarriSdurg, Ottotee IS, 187b—II.
Continental Lebens-
Vcrstcheruvgg Gesellschaft
von
Bon New-Uork.
Die vom besten Erfolg
begünstigte Lebens Ver-
- Gesellschaft
DWA. Capital, Z7,UVO.vt)O.
Sine Zunahme dou K 3,-
sMWM OVV.VVO. .
I. K. Eaton,
General-Agent,
No. 2S Nord Dritte Straße,
Harrisburg, Jli 29 187 S—II.
G. Walter Z:Bro.,
Fabrikanten und Bottler von
Porter, Ale, Brown Stout, La
gerbier und Weißbier, Cider,
Sarsaparilla, Mineral-Wasser,
u. f. w., . s. w.,
No. 719 Franklin sc S2Lemon Straße,
Reading, P a.
werden prompt be
Grading. August S, 1875—11.
Mestrich Lauer's
berühmt
Ate, Porter Sc Lagerbier-
Brauereien,
R e a d i u g, P a.
Office i Ecke dee Dritten un Cheftnui S>
Readlng. Pa.. Mai >s. 107-, f.
Friedrich Maulick's
Bierbrauerei,
Marietta, Pa.
Maeleiia. Pa.. peil S, 187S-IZ. -
Harrisbnrg, Pa., Donnerstag, Jnni 2V, 487 V.
Friedrich König'S Gasthaus
zu den
Sechs Schwaben,"
No. kt)ü East-State Straße,
Harrisburg. PK
lcnter und Limburger äse,
freuiidktche Aufwartung. Um fleißige Einkehr
cht allein seiner eigenen LankSleule, sondern
auch allen andern Menschenkinder und Natio
nen, ersuch der
~Siebente Schwabe."
Harrisburg, Ma! 18, 1876-tf.
National-Haus,
1404 Süd Pen Square,
(Süd Seite,)
gegenüber den neuen öffentlichen Gebäuden,
Philadelphia, Pa.
Friedrich Schmidt, Eigenthümer.
Gettänke stttS auf Hand. Mr"ä^'werden
inef's freundlichste bewirthet..^
Philadelphia, Pa,, Februar 13,876.
Jetzt ist die Zeit.
Aas MHWr ist da!
Neue
Arühlinas-H Siunmer-
Waaren.^
Frühlings Sommer Waaren
aufmerksam, bestehend in
feine Tüchern, feinen DoSkins und
Cassimerc,
die neuesten Fabrikate von Morstet, fancy
Hose- nnd Westen-Mastern
von den beliebteste Farben; nebst einer glän
zenden Auswahl von;
.furmshing Hoods
für Hrrren nnd Knabe,
Auch bin ich bereit, einem jeden Beiucher
meine Waaren bei der?jard zu verabreichen.
Dankend für das bisher mir geschenkte Zu
traue, bitte ich, solche mir auch fernerhin zu
Theil werden zu lasse,
.Ferdinand Engel,
N. 1109 Nord Dritte Straße, 4te Thüre
Harrisburg, April t, 1876 -2Mt.'^
General Ballier s
Mmollllt Avenue Hotel,
Ecke der 4. K FairmomitZlve.,
Philadelphia, Pa.
Reisende finden stet eine gute Heimath und
billige Bedienung in obigem Hotel.
Jobn F, Ballier.
Philadelphia, Okt. 28.1876.
Niänffoi>-fMB,
Stroße und Ridgc Avenue,
Philadelphia, Pa.
f. il. Schuster, Eigenthümer.
Fremde und auch einheimische Mäste finden
in diesem Holet stets willkommene Aufnahme
nd die beste Bedienung. Es ist der einzige
öffentliche Unterhaltung!, östlich gegenüber
.Philadelphia, Pa. November (875-ff.
Gustav Bergner. Charles Engel.
Btlgner <K Cngel,
Lagerbier-Brauer
Brauerei: 32. und Thompson Straße.
O ffi ee: 112 Library Straße.
Philadelphia.
M,i 30. IW-tf,
Friedrich Haas'
Lager-Bier-Saloon,
Front Straße, nade de Ba Sleaß,
Marietta.
eS"gr. Maulick's terühmle vier
stet an Zapf.
Marietta, Januar 7,1876—ij,
Nothaeker^
AjalclsLjsrsliiuralion
Ich Europäischem Stnl,
No. 4SI Markt Straße,
MwaäeiMa.
Jmportirtc Weine, deutsches Bier und
vorzügliche Speisen sind stets zu
haben.
oftund LogiS nach Wunsch.
Philadelphia, Juni I.lB7B—tf.
Germania Haus.^
Ter Unterzeichnete erlaubt sich, dem Publi
nie nN ' daß er
Heue
au der Main Straße in
Beaver Falls
eröffnet hat, wo er für Fremden wie einheimi
schen Gäste aufs Beste sorgen wird. Um ge
neigten Zuspruch bittet
John F. Rnckcrt,
Beaver Falls, Beaver County, Pa.
Juni 8. 1876-IMt.
HughJ.McClosky.
Händler in
Familien-
Kohlen,
Klafter- und
Feuer Holz
von jeder Art und Esrie.
Kohlen und wer
ten kostenfrei in die Keller geliefert.
Offier und Kohlenhaf:
ordwest ck- er tute ud
aualStraßc.
HaiilSdurg Zui 22, tS7S—tj.
poLssr.
Am Juli.
E braust ei Jnbelruf heul durch die Lautc
Seht, wie die Sternenbanner durch die Lüfte
flattern,
Bon allen Thuende tönet Festgetäut',
dem Tagl'an dem wir frri geworden!
Ja, hoch die Freiheit, denn sie ist das Leben,
Sie ist des Volkes Licht und Glück und Kraft,
Und Heil dem Volke, dem sie ist geaeden.
Denn Freiheit ist'S allein, die wahreGröße schafft.
ES wirkt der Knecht nur wir das Thier amPfiuge,
Der freie Mann folgt seines Herzen Zug.
Doch Freiheit nur verdient, wer sie erhalten
Im Kampf mit Tyrannei als Siegespreis,
Und Freiheit nur behält, werpu verwalten
Wer nicht zu ihrem reinsten Lichte,
Sie schirmen stets, dem wird sie datd zu Nichte.
Die Bäter haben uns da Geerstritten,
W ehedem zerstreute, wentge Hütten,
Da steht nunStadt an Stadt u. Hau an Haus,
Und wo die Rothhaut Büffel sonst bekriege,
Der Bauer friedlich jeht den Acker pflüget.
Wo stmst de Urwald'S nndurchdeln^lichDunkel,
Wo bei de Irrlichts wechseldem Gesunkel,
Den Bär der Panlher jagte und der Luchs,
Da prangt da Korn, de Baumwollstrauchc
Fülle,
Und giebt dem Menschen Arbeit,Nahrung,Hülle.
Und während hier die Wildniß wir bezwungen,
Und ihre Stätte der Cultur geweiht,
Sind dort wir in der Berge Schooß gedrungen,
Zn seh'n der Schätze Unermcßiichkeie,
Und mit de Dampfe urgewaltigem Hauche,
Gestalten st sie frei uns zum Gebrauche.
Durch unsre Flüsse, unsre Seen und Meere,
Zteh'n in der Segel prächt'aem Flügelschmnck,
Der reichbelad'nen Schiffe stolze Heere,
Und durch die Länder hrausi in raschem Flug
DaSDampttoß IligStaatmitStaat verbindend
Dem Wohlstand und dem gleiß stets neue Stät-
DieS sind der freien Geister Riesenwerke
Ein Weittheil ist bezwungen und befreit,
Die ist der freien Völker-Riesenstärke
Und zeuget von der Freiheit Göttlichkeit;
D'rum schallt'S durch'S Land tn drausende Ac-
Heil, Heil dem Tag an dem wir frei geworden.
Gustav Suttenberg.
Ventennial Jubel-Lied.
4ten Juli 187.
Von Pastor I. Vogt, Delaware, Ohio.
Heute freu sich Lond und Meere,
Und des Jubel Stimme klingt;
Zn des großen Gottes Ehre,
Jauchzet alles, alles singt
Unsre großen Volkes-Schaaren,
Bringen ihre Opfer dar,
Und die Freud' von hundert Jahre
Steigt empor vom Dankaltar.
Welch ein Laos ist nns gefallen,
In dcr'schönc neuen Welt ?
Milch- und Honig-Ströme wallen
Ueber Berg nnd Wald nnd Feld.
Berge, Thäler, Anen, Hügel,
Wasserströmc, klein und groß,
Und dcS großen Gottes Siegel,
Sichert uns das schöne LooS
Felder lachen, Wälder grünen,
Heerdcn geh n auf Berg nnd Flur,
Bögel, Fische, Thiere, Biene,
Welch' ein Reichthum der Natnr ?
Großer, reicher Gottes-Tarten!
Unser liebes Vaterland !
Das, nach Kämpfen nnd Erwarten,
Uns zukam ans Gottes Hand.
Ohne Blut und Todesschmcrzen
Gibt's für diese Welt kein Heil,
Und durch s Blut der Väter Herze,
Ward uS dieses Glück z Theil.
Nun, ach Krieg nnd Noih undSchrccken,
Schmeckt das Frciheitsbrod nns süß,
Da des Herren Flügel decken,
schönes Paradies.
Gott ist Schöpfer und Erhalter
Er hat das für uns gethan,
Er ist und Geber Verwalter,
Führer ans der Glückesbahn
Durch sei Schützen nnd sein Walten,
Hat Er uns hierher gebracht,
Unser Erbthcil nns erhalten.
Hundert Jahre, Tag und Nacht.
Lobet Gott, ihr Frciheits-Söhnc,
Ans dem Land und ans den See n!
Lobt Ihn, frohe Glockentöne,
In den Thälern, ans de Höh ,
Alle Zungen und Geschlechter
Stimmet in den Lobgesang;
Kommt herbei, Gesanges Töchter.
Steigert hoch den Frcudenklang.
Herr, wir fallen vor dir nieder,
Danken dir durch deinen Sohn,
Singen froh dir Dankeslicdcr,
Und erheben deinen Thron.
Und wir wcih'n nS Dir aufs neue,
Bringen Dir dies Opfer dar:
Schwören Dir auch Bnndestrene
Für das kommend Hundert Jahr.
Ja, wir weihen Deinem Namen, '
Weihe unsre Kinder Dir,
Daß, wie wir, auch unser Samen,
Dir geweiht sei für und für
Gott des Himmels und der Erden,
Dir sei alles hier geweiht,
Bis wir Dich einst preisen werden
In der frohen Ewigkeit.
Nnabhängigkeits-Erklärung
her -
stauten don Amerika.
Erlassen am 4ten Juli, 1776.
Wcnn es im Laufe menschlicher Er
eignisse für ein Volk nothwendig wird,
die politischen Banden aufzulösen, wel
che es an ein anderes knüpfen, nd unter
den Mächten der Erde die eigene nd
gleiche Stelle einzunehmen, zu der es die
Gesetze der Natur und des GotteS der
Natnr berechtige: so verlangt anstän
dige Achtung vor der öffentlichen Mei
ung, daß es die Ursachen erkläre, die es
zu dieser Trennung zwingen.
Wir halte diese Wahrheiten durch
sich selbst erwiese, daß alle Menschen
gleich geschaffen; daß sie von ihrem
Schöpfer mit gewisse nnveränßerlichc
Rechten begabt worden, worunter Leben,
Freiheit und Streben nach Glückseligkeit
sind; daß zur Sicherung dieser Rechte
Regierungen unter den Mcnschen errich
tet worden, deren gerechte Gewalt von
der Beistiminnng dcrßegjertcn herrührt,
nnd sobald irgend eine Regiernngsform
diesem Zwecke zuwider ist, steht dem
Volke das Recht zn, sie abzuschaffen, nd
eine neue Regierung zn errichte, deren
Grund af solchen Prinzipien beruhe,
nnd deren Macht so eingerichtet sei, daß
Sicherheit nnd Wohlfahrt des Volkes
dadurch am wahrscheinlichste bcwirkt
werde. Klugheit würde in der That
vorschreibe, daß man langbcstandeiic
Regierungen nicht geringer nd vorüber
gehender Ursache halber ändern müsse;
nnd Erfahrung hat, demgemäß, stets ge
zeigt, daß die Mensche lieber leiden, so
lange die Uebel noch erträglich sind, als
daß sie sich Recht verschaffe durch Ab
schaffung der einmal gewohnten Regie
rniigsform. Aber wcnn eine lange,
unahlässig denselben Zweck beabsichtigen
de Reihe von Mißbränchc nnd Anma
ßungen das Vorhabe eriveisct, man
volle sie unter absolute Despostismns
bringen ; so geziemt ihnen, ja so sind sie
verpflichtet, eine solche Regierung abzu
werfen, nnd sich neue Bürgschaft für ihre
künftige Sicherheit z verschaffe.
So habe denn auch diese Colonicn
bisher geduldig gelitte, nnd von der
Art ist die Nothwendigkeit, welche sie
jetzt zwingt, ihr vormaliges Regierung-
System nmziiändcr. Die Geschichte
des gegeiimärligcn Königs von Groß
britanic ist eine Geschichte wiederholter
Unbilden und Anmaßungen, welche
sämmtlich die Errichtung absoluter Ty
rannci über diese Staaten zum Ziel ha
be. Ziim Beweis legen wir folgende
Thatsachen einer aufrichtige Mitwelt
vor:
Er hat seine Bcistimmung Gesetze
vdrsagt, die für das allgemeine Wohl
heilsam nnd nothwendig sind.
Er hat seinen Statthaltern verboten,
Gesetze von augenblicklicher dringender
Wichtigkeit zu erlassen, es sei denn, daß
ihre Wirkung nicht eher stattfände, als
bis man sich seine Bcistimmnng ver
schafft hätte: nnd, waren sie so aufge
schoben, so hat er gänzlich versäumt,
darauf zu achten.
Er hat sich geweigert, andere Gesetze
zum Besten großer Volksbezirkc zu er
lassen, es sei denn, daß die Bewohner
derselben dem Recht entsagten in der
Gesetzgebung rcpräsentirt zu werden
ein Recht für sie unschätzbar, nnd nur
dem Tyrannen furchtbar.
Er hat gesetzgebende Körper an niige
wohnlichen, unbequeme nnd vom Ar
chiv öffentlicher Prolokolle entfernten
Orte zusammenbernfen, blos nm sie
durch Ermndnng zur Fügung in seine
Maßregel zu bringe.
Er hat zn wiederholte Malen Hän
ser der Repräsentanten aufgelöst, weil
sie sich mit männlicher Entschlossenheit
seinen Eingriffen in die Rechte de Vol
kes widersetzten.
Er hat sich, lange nach solcher Auflö
sung, geweigert, andere erwählen zn las
sen, weswegen die nie zn vernichtende
gesetzgebende Gewalt auf das Volk selbst
zu eigener Ausübung, zurückgefallen ist;
indem der Staat in der Zwischenzeit der
Gefahr feindlicher Einfälle von Außen,
und des Anfstandcs im Innern ausge
setzt blieb.
Er hat getrachtet, die Bevölkernnh
dieser Staate zu hindern, indem er zu
dem Ende die Gesetze zur Naturalisirnng
von Ausländern erschwerte, sich weiger
te. andere zur Beförderung der Einwan
derung zn erlassen, und die Bedingun
gen zu neuen Landesankänfen erhöhete.
Er hat Richter, in Hinsicht ans den
Besitz ihres Amtes den Betrag und die
Anszahliing ihres Gehaltes, einzig und
allein von seinem Willen abhängig ge
macht.
Er hat eine Menge euer Aemter er
richtet nd Schwärme von Beamter her
gesandt, das Volk zn plagen und sein
Vermöge z verschlingen.
Er hat, ohne Beistiminnng unserer
Gesetzgebungen, in Fricdcnszeiten ste
hende Heere ntcr uns gehalten.
Er hat gestrebt, das Militär von der
bürgerlichen Gewalt unabhängig zn
machen nd es sogar über dieselbe zu er
höhen.
Er bat mit Ander gemeinschaftliche
Sache gemacht, um uns einer fremde,
von nnsercr Berfassnng nd unsern Ge
setze nicht anerkannte Gerichtsbarkeit
zu unterwerfen, indem er seine Beistim
mnng z ihre vorgeblich gesetzgebende
Handlunge gab:—Zur Cinquartirnng
starker Truppcnabtheilnngc nter uns,-
—Zur Bcschützniig derselben durch ei
ne Schcinprozeß gegen Bestrafung für
Mord, den sie an Bewohner dieser
Staaten begehen möchte; Um unsern
Handel mit alle Theilen der Welt ab
mschncidcnUm ns wider unsern
Wille mit Steuern zn belegen: —Um
uns in manchen Fällen die Vortheile
des Gerichts durch Geschworene z neh
men i—Uns über über das Meer trans
portiren zn lassen, nm für angebliche
Vergehen prozcssit zn werden;— Zur
Abstellung des freien Systems engli
scher Gesetze in einer benachbarten Pro
vinz. zur Errichtung einer eigenmächti
gen Regierung daselbst, und zur Erwei
terung ihrer Grenzen, damit sie zugleich
als ein geschicktes Werkzeug dienen mö
ge, dieselbe absolute Regierung in diese
Kolonie einzuführen Zur Vertilgung
unserer Freibriefe, zur Abschaffung nn
sercr schätzbarsten Gesetze, nd zur Vcr-l
ändcrnng der Grundlage nnsercr Re
gierung;— Zur Anfhcbnng unserer ei
genen Gesetzgebungen nd zur Anmaß
ung der Gewalt, für nns in allen nd
,cden Fällen Gesetze-vorzuschreiben.
Er hat seiner Regierung allhier ent-
sagt, indem er uns anßer seiner Schutz
erklärte nnd Krieg gegeir nns führt.
Er hat unsere Meere geplündert, un
sere Küsten verheert, unsere Städte ver
brannt, nnserc Leute umgebracht.
Cr schafft in diesem Augenblick große
Heere fremder Söldner herüber, in das
Werk des Todes, der Verwüstnng und
der Tyrannei zn vollende, welches be
reits unter Umständen von Grausam
keit und Treulosigkeit seinen Anfang ge
macht hat. die kaum in de rohesten Zei
ten ihres Gleiche haben nnd das Ober
haupts einer gebildete Nation durch
aus würdig sind.
Cr hat unsere, ans hoher See zn Kc
fangencn gemachten Mitbürger gczwn
die Waffen wieder ihr Vaterland z tra
gen, nnd entweder Henker ihrer Freun
de und Brüder zn werde, oder selber
durch ihre Hände zn fallen. >
Er hat innere Unruhen ntcr nns
veranlaßt, nnd über unsere Grenzbe
wohner, jene unbarmherzigen indiani
schen Wilde, zu bringen gesucht, deren
bekannte Krieasart die Vernichtung ei
nes jeden Alters, Standes und Ge
schlechtes mit sich bringt.
Bei jedem Fortschritt dieser Beschwer
de haben wir ans die dcmüthigstc Weise
nm Aufhebung derselben gebeten ; al
lein nscre wiederholten Vittschristen
wurden nur durch wiederholte Beein
trächtigungen beantwortet.
Ein Fürst, dessen Charakter durch je
nes Handcln bezeichnet ist, welches de
Tyrannen unverkennbar macht, ist un
tüchtig der Regent eines freien Volkes
zu sei.
Auch waren wir keineswegs unacht
sam gegen unsere britischen Brüder ge
sinnt. Wir haben von Zeit zu Zeit ge
gen die Versuche ihrer Gesetzgebung ge
warnt, eine unverantwortliche Gerichts
barkeit über uns zu verbreiten; wir ha
be sie auf die Umstände nnserer Aus
wanderung nd hiesige Ansiedlung
aufmerksam gemacht; wir haben uns
ans die ihnen angeborene Gerechtigkeit
und Großmnth berufe nd sie feierlich
bei den Banden unserer Verwandtschaft
beschworen, sie möchten diese Anmaßnn
gen nicht zugestehen, indem sie unver
meidlich allen Umgang zwischen nns
auflösen würden.
Auch sie sind taub gewesen gegen die
Stimme der Gerechtigkeit nnd der
Blutsverwandtschaft. Wir müssen uns
also in die Nothwendigkeit füge, wel
che nscre Trennung fordert, nd sic wie
da übrige Menschengeschlecht, als Fein
de im Kriege, im Frieden als Freunde
betrachten.
Wir also, die im allgemeinen Eon
greß versammelten Repräsentanten der
Bereinigten Staaten von Amerika,
während wir den Richter der Welt für
die Redlichkeit nnserer Absichten zum
Zeuge nehmen, thun hiermit kund nnd
erklären feierlich im Namen und durch
die Kraft des guten Volkes dieser Eolo
nien, daß diese vereinigten Kolonie
frei nnd na bhä n gig e Sta a
te n sind nd von rcchtswege sein soll
ten ; daß sie jeder Pflicht gegen die briti
sche Krone entbunden sind, und daß alle
politische Verbindung zwischen ihnen
nd dem Staat von Großbritanicn
gänzlich aufgelöst ist nnd sein sollte;
daß es ihnen, als freien und unabhän
gigen Staaten vollkommen geziemt,
Krieg zn führen, Frieden zn schließen,
Bündnisse zumachen, Handelsverkehr
zu treffen, und alle anderen Handlnn
gen nnd Sachen z thu, welche nnab
hängige Staate zu thu befugt sind.
Und zur Stütze dieser Erklärung, mit
festem Vertrauen auf den Schutz der
göttliche Vorsehung, verpflichten wir
gegenseitig einander unser Leben, unser
Vermögen und unsere heilige Ehre.
Jodn Hancock, Samuel Adams,
John Adams, Robert T. Paine,
Elbridae Gerry, Jostah Barllett,
Wm. Whipple, Mathew Thornton,
Stephan Hopkins, William Ellerp,
Roger Sherman, Samuel Hunlingdou,
Wm. Williams, Olioer Wolcoit,
Wm. Floyd, P. Lioinaston,
Francis Lewes, Lew! Morris,
Richard Stockt, John Wiiherspooii,
Francis Hopkins, John Hart,
Abraham Slark, Robert Morris,
Benjamin Rush, Benjamin Franklin,
John Morton, ZameS Smith,
Geo. Taylor, James Wilson,
Beo. Roß, Casar Rodney,
Beo. Read, Thomas McKean,
Beo. Clymer, William Paca,
Samuel Chase, Chas. Carroll,
Thomas Stone, Richard Henry Lee,
Beo. Wythe, Beuj. Harrison,
Thomas Zefferson, Carter Brarton,
Thomas Nelson, jr., Wm. Hooper,
Francis Lightfoot Lee, John Penn,
Edward Rutlevge, Arthur Middlcton,
Thomas Lynch, jr., Lyman Hall,
Button Gwinnett, Beo. Walton.
Ein Bauer kam in die Stadt; vvr
der Apotheke machte er Halt und sah zu,
wie gerade ein Eichhörnchen setne Tril
ler in Bewcgnng setzte. Er sah lange
zu, bis der Apotheker den Kopf heraus
streckte nd fragte: „Was gaffj Ihr
hier?" Hierauf frug der Bauer: „WaS
is denn dös for e Ding do?" Da gab
der Apotheker zur Antwort: .„Das sieht
doch ein Jeder, daß es ein junger Apo
thcker ist der gerade Pillen macht."
Schweigend sah er sich die Maschine an
und ging seines Weges. Nach etlichen
Jahren bekam seine Frau Bauchweh, da
mußte er in die Stadt für Pillen, ging
in die Apotheke, sah aber, daß da Eich
Hörnchen nicht mehr in seinem Triller
war; statt dessen bemerkte er aber eine
Clerk mit rothem Haar und Vollbart.
Da sagte er - „Was iS aber dös kloe
Ding g'wachse; jetzt will ich aber koi
Pille mehr vuu Dir, sunst erworgt moi
Alte!"
Trotz des späten Frühjahres zeigen
sich alle Bäume und geldsrüchte in i
-zuvor gesehener Pracht und versprechen
eine reichliche Ernte.
Nro. 8.
Methodisten und Indianer.
In Baltimore tagte letzthin unter dem
Vorsitze des Bischoff Amcs die jährliche
Eonfcrcnz der bischöfliche Methodisten.
Herr Lawrence von Ohio, Methodist
nd Mitglied des Eongresses, brachte ei
cn Beschluß ein, ein Eomiie zn ernen
ne, nm de Staat nnd den Präsiden'
ten dahin zu bearbeiten, dem jüngst im
Hanse erlassenen Gesetzvorschlag die Ver
waltung der Indianer dein Departe
nlcnt'des Innern abziinphnien, und sie
dem Kricgsdcparteinent zuzuweisen, ihre
Zustimmung z versagen. Er hielt da
.bei eine sehr merkwürdige Rede. Un
tcr dem jetzigen System, sagie er, sei
diese Verwaltung hauptsächlich in die
Hand der Geistlichen gelegt worden, nnd
diese halten dasWcrk der Civilisation (?)
unter den Rothhänten mit Crsvlg be
trieben! Die Dcinokraten im Hans aber
wollten nichts vom Christenthninc wis
se. sie kümmerten sich nicht >„ die Ci
vilisation der Heide, nnd es sei daher
die Pflicht aller Christen sich drin Ver
suche zu widersetzen das Jndianerbnrcau
ans den Händen der Missionäre zu neh
men und de Offizieren des Heeres zn
übertrage.
Eine Vorstellung von Seilen der Eon
fcrenz, welche mehrere Millionen von
Meihodisten verirrtet, würde ans den
Präsidenten den größten Eindruck ma
chen müssen. Im Scnai herrscht noch
dies Christenthill (d. h die republika
nische Partei) nnd wcnn auch der Prä
sident nicht Mitglied der Kirche sei, so
sei es doch seine Frau, nnd sie würde
bestimmt ihren Einfluß auch ans den
Präsidenten ausübe n. s. w.
Wir wollen hier nur bemerken, daß
im Hause Mitglieder beider Parteien
für nnd gegen den Gesetzvorschlag ge
stimmt haben daß er demnach gar keine
Partcimaßrcgel war. Der Grund zur
Aenderung in dem System, waren die
grenzenlosen Mißbränchc, die an den ar
me Indianern verübten Betrügereien,
die Ansbcntnng dieser Kinder der Wild
niß ntcr den Augen nnd zum Theil
durch die christlichen Jndiancr-Agc.
tc. Gerade wie die Reger durch das
christliche „Frccdincn's Burcan" nnd
die höchst christliche „Freedmcn's Sa-
Vings Bank" ausgeplündert wurden, so
ging es de Indianern unter dem christ
lichen Departement dcS Innern, dessen
Chef und erste Beamten abdanken muß
ten, nm sich einer Ilntersuchnng zn ent
ziehen.
Die Rede von Lawrence ist sehr be
zeichnend, Sie enthält Drohungen,
welche sich kein frei denkendes Volk ge
fallen lassen sollte.
Ei würdiger Repräsentant der dcnt
sihrn Buchdruckerkunst,
wie sie vor Zeiten ans der Wanderschaft
das Handwerk grüßte, ist der bereits ge
meldete Buchdrucker-Veteran Herr Wil
helm August Keil. Nach vielen Krcnz-
und Onerzügen ist Hr. Keil vergangene
Woche von New Orleans in Philadel
phia angekommen, und diesen weilen
Marsch hat der 76jährigc Greis zu Fuße
zurückgelegt, 26 Meilen per Tag, und
ist kerngesund am Ziel seiner Reise ein
getroffen. Die Ccntcnnial-Ansstellnng
wird den Besuch dieses alten Jüngers
Guttenbcrgs erhalten. Hr. Keil wurde
am 9. April 1800 in Tromoc in Nor'
wegen geboren, erlernte von 1813-1818
die Buchdruckerkunst und ging dann
aus die Wanderschaft. Cr durchzog
Deutschland, Italien, dic-Schweiz, Sie
benbürgen, Pole, die Türkci und ging
13S0j>ach Amerika, das er nach allen
Richtungen durchwanderte. I 1830
hat er die polnische Revolution mitge
macht, in 1832 de Baseler Putsch, zog
mit gegen de Schweizer Condckbnnd
nnd focht im letzte amerikanischen Krieg
im 67. Ohio- nd 4t. Missouri-Regi
ment. Dann arbeitete er wieder als
Schriftsctzer nnd feierte 1868 sein fünf
zigjähriges Setzcrjnbilnnnl. Jetzt ist er
wieder ans der Wanderung, nnd wird
nach Besuch der Ausstellung über New
Bork und Deutschland zurück ach Nor
wegen in seine Hcimath reisen.
Vtegistrirung der Geburten nd
Hrirathen.—Der Senat nd daö Hans
der Repräsentanten von Pcnnsylvanten
habe ein Gesetz Passirt, nach welchem
allcGebnrtcn u. Hcirathe boi I.Juli
dieses JahrcS an registrlrt werden sol
leN. Wo in einer Stadt des Staates
ein GesundhcitSrath existirt, da soll der.
selbe besondere Bücher halten, in wel
che alle Geburten, Heirathcn nd To
desfälle eingetragen werden sollen.
Nach diesem Gesetze sind alle Geist
liche, Schreiber von Gemeinden oder
religiösen Gemeinschaften und alle Ma
gistratSpersoncn, wie Aldcrincn, Mah
orS, -c.. welche Heirathe schließen, ver
pflichtet, die Namen, den Wohnort und
das Alter der neu Verehelichten dem
betreffenden ÄcsnndheitSrathc anzuzei
gen, sowie den Tag der Verhcirathung.
Ebenso verhält es sich mit den Gebur
ten. Ami.Oktober, Januar, April
und Juli sollen die Listen dem Gesund
heitSrathe eingereicht werden. Für die
Uebcrtretung dieses Gesetzes soll eine
Strafe von nicht mehr als tzso bezahlt
werden.
Ausgenommen von diesem Gesetze
sind die Stiidtel.und S.Klasse.
Jetzt kommt die schöne Zeit, wo man
cher Amerikaner wieder das Bicrtrinken
lernt.

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