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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, August 25, 1871, Image 1

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Luxemburger Gazette.
Herausgeber: Deutsche-Katholische Druck-Gesellschaft.
Jahrgang 1.
Die
Curembnrger - Gazette,
ein katholisches Wochenblatt
117 :
kür Becht und Wahrheit,
exrscheint jeden Freitag und lostet bei Vorausbezahlyng
Füür die Ber, Stgaten und Canada;
Jährlich n *2.50
Halblährlih 12:...77 125
Fär Stadt-Abonnenten:
Jährlich in Vorausbezahlung . 3.00
2 Nummern.?:l:. . 15 Cis.
Nach Euroha portofrei:
pino
Halbja e ere ae da ter erre arr 2.2
Jür ð Nsmecnha ososnod t 1,.
Das Postyorto
in deu Ber. Staalen und Canada beträgt W Cents her Zahr
und muß von dem Empfänger bei seiner Postoffice viertel
iährlich vorausbezahlt werden.
Man lann zu jeder Zeit anf die „Luremburger Gazelte“
abonniren. . -
nS Einsendüngen u Korre—
spondenzen, besonders üüber kirchliche
und andere wichtige Bertenheiten. sind
lerrneit willklommen, müüssen aber vom
Verfasser unterzeichnet sein.
Post - Office · Money · Orders sind das billigste und
natd ditie 1 üdesun tt den und sollten, wo
And Stä genan und richtig angegeben A ut Lenn
seeen gine ge —2 - ã
werden, wo die Zeitung früher empfangen wurde. ngegebt
Wenn Jemand sein Blatt nicht regelmäßig empfängt oder
e tdah bittieda
Die üctautue rtann tur Betrlendunten ter die Zeitung
stritten Brif eder per dë Ossce vionto· Debe- Veshchen ;
Die „ uxemburger Gazette“ nach Europa.
udenementaurutein
das die senduug des Blattes an eom en und Freunde
des Oeceans ein sehr ay Mittel ist, einen unun
r r dertert nit ten tiber u unerbouen une t
e ln ire
Vestellungen, Briefe ». sind zu adressiren:
„Luxexsrßarn Gaiurr.
DUBUQUE. 10WA.
rH—
Luxemburger Gazette
(a eatholie Weekly)
published by the
Genxo OaruoLie PRINTING Co.,
DUBUQUE, lOWA.
Tenxs: 52.60 per annum, invariably in
advance.
EGisenbahn-Züge.
Zeit-Tabelle.
Absahri Nach Osten n. Süden um 4.07 Morgens.
„Süden „ 1.02 Nachmnittag.
Osten : „10.00 Abendo.
Aulunft Von Süden 6.57 Morgeno.
2 Z ; Süden a lid
Abfahrt Nach Westen i E
„. Westen „ 7.35 Abendo.
Ankunft Von Westen „3.40 Morgens-.
“ Westen „9.20 dcne
Nemesis. :
Terea folg't Nemesio steto des Frevelo Spur.
So will'õ ein heiliges Gesez in der Natur.
Wenn Despoten ihre Länder eruttn
In dem Volk nur ihre Sklaven seh'n,
Wenn sie anstatt es zu beglücken,
Stolz und herrisch eln Nadten steh'n,
Wenn sein Gut und Blut und Thränen
Sie nicht e git es ihrer Macht,
Und den Krieg mit seinen Tigerzähnen,
Sie entfessel'ü, nur auf Ruhm Nerar;
Wenn Schmaroherbanden, feile Schmeichler,
Dicht eehean um iyre trent steh'n,
Und gewi tulele schlaue Heuchler,
Allverehrt in Gold und Purpur geh'n;
Wenn den Ehrenmann, troß sener Tugend,
Seines Biedersinnes, man verhöhnt
Reifes Alter und unbärt'ge Jugend,
: Ohne Scheu dem frechen Laster fröhnt;
Wo der Bande heiligsten man spottet,
ge den Sitten, der Familie i
Auf den Märkten s- zusammenrottet,
Und dem Blödsinn Ehrenkränze sigt
ʒ- das oritne Wahre, Stn ute,
an in'õ Relch der Fabelwelt rrdeis
Und mit eh'rner Stirne, keckem Muthe,
Noch die frechen Wite schamlos preist;
Da eut leucht, das Antlit, gramverhüllet
Nassen Blicks, der Renshora rhun
Und die eguse Eoʒ wird erfüllet,
? die ensqei eutergehen muß;
e fühlt die Gottheit, bittre Reue,
in's Chaos Leben 2 gehauchi.
öhnt niq Alles ihre heil'ge Treue,
Was auf lhren Wink dem ïn enttaucht?
irnend winkt die Allmacht... Alles Leben
hie oeperqen rinos dem klalten 3
n und seelenlos m Raume schweben
Die Gestirne, der Lernidnn Raub;
8 der Gottheit strengem Richterbl
ttitngng
nd sier n e,
Alles rh von a Hand auruae
3. 8. N.
Ft Recht und Wahrheit.
Europũische Aebersicht.
Zu der furchtbaren Geißel des Krie—
ges, welche binnen Jahresfrist ihre schreck—
liche Zuchtruthe über Europa geschwungen,
tritt nun auch noch eine andre nämlich die
Pest. An verschiedenen Orien hat sie ihre
Erscheiniing gemacht, und werden energi
sche Maßregeln ergriffen um ihre Ver
breitung, wenn möglich zu hemmen.
Die italienisqh-römischen Blütter wis
sen um die Wette von einem schlechten
Gesundheitszustande des h. Vaters zu be
richten: Das ist so von Zeit zu Zeit ihr
Beruf um dadurch den Muth ihrer An
hänger aufrecht zu. erhalten und deren
Hoffnung auf Untergang des Papstthums
und der katholischen Kirche zu beleben.
Diesen Nachrichten fügen sie die weitere
hinzu, der Papst habe Verfügungen über
das Conklave und die Wahl seines Nach
folgers getroffen, Verfügungen in welchen
er selbst, dem hl. Geiste vorgreifend, seinen
Nachfolger bezeichnet habe. ;
Glücklicher Weise stimmen die wahren
Nachrichten über die Gesundheit Pius
IX. nicht mit denen der italienischen Blät
ter überein; der hl. Vater ist rüstig und
vertrauensvoll, sein Gesundheitszustand
gränzt für einen Greis von üüber 80 Jah—
ren ans Wunderbare. Daß er sterben
wird, versteht sich von selbst; aber hoffent
lich wird er nicht nach Wunsch seiner
Feinde sterben, die mit Heißhunger auf
den Tod des größten Mannes und Herr
schers seines Jahrhunderts warten. Was
seine Berfügung über die Wahl seines
Nachsolger betisst, so wissen darüber die
italienischen Blätter natürlich veh went
ger wie über seine Gesundheit; der Zweck,
warum sie die Welt belügen, ist unschwer
zu errathen. Vor allem soll schon jetzt
der Glaube verbreitet werden, die Wahl
des Nachfolger Pius IX. werde nicht frei
sein, Pius habe durch seine Verfügungen
die kanonischen Regeln verletzt. Was
liegt dann näher, als daß ein Gegenpapst
und wäre es auch Döllinger, ausstaffirt,
und so ein Schisma in der Kirche erzeugt
wird. ;
Recht interessant klingt dann auch noch
die Nachtricht der Minister Lanza arbeite
eifrig daran das Königreich Italien in ein
Kaiserthum um zu wandeln; Uns würde
es nicht wundern, wenn über Nacht die
Metamorphose vor sich ginge und Lanza
seinen erlauchten König mit der Kaiser--
krone bescheerte.
In Shpanien geht es wieder einmal
spanisch zu. Das Ministerium ist er—
schüttert, und unter seinen Mitgliedern
zeigt sich eine höchst bedenkliche Deser—
tionslust, ohne daß äußere Momente von
wingendem Gewichte dafür vorlägen und
ist man also befugt, auf einen inneren
Gährungs- und Zersetzungsprozeß zu
schließen. —Von verschiedenen Blättern
wird nämlich gemeldet, daß auf Anregung
der alten Königin Christine eine Verein—
barung getroffen worden sei, dahin ge—
hend: falls die savoyische Dynastie durch
Militär-Revolte oder andere Ereignisse
von dem Throne von Spanien gestürzt
würde, solle Don Alphonso unter der
Mitregentenschaft des Herzogs von Mont
pensier zum Koönige proclamirt werden,
habe aber die Tochter des Regenten zu
ehelichen. Darf man sich da wundern,
wenn ein eifriger Alphonsist eine sehr ho
he Summe gewettet hat, daß am 1. JZa—
nuar Amadeus 1. nicht mehr auf dem
Throne sigen werde ? Der Mann kann
gewinnen, ohne gerade in politischer Be
ziehung sehr befriedigt zu sein.
Im englischen Parlamente werden noch
immer heftige parlamentarische Kämpfe
aufgefhrt, wobri namentlich D'loraeli
u. Gladstone einander scharf zu Leibe ge
hen. Im Oberhause wurde die Bill
zur GEtnführung der geheimen Abstim-
Dubuque, Jowa, Freitag, den 25. August 1871.
mung vermittelst Stimmzettel nach ei—
ner lebhaften Debatte mit 49 Stim—
men Mehrheit gegen die Regierung ver—
worfen. Auch hattt England in den
letzten Tagen seinen Aufruhr. Der Prinz
von Wales, englischer Thronfolger, hatte
den Irländern einen Besnch abgestattet;
glänzende Bankette wurden in Dublin,
der Hauptstadt Irlands, dem königlichen
Gaste gegeben. Der Prinz wurde zum
Schutzherr aller irischen Freimaurer er—
nannt; allein auch die Partei der Fenier
rührte sich, sie verlangte die Freilassung
ihrer noch in Gefangenschaft sitzenden
Parteigenossen. Zum Zweck einer Vor—-
stellung an die Regierung wurde in Dub—-
lin eine Bolksversammlung angeordnet,
diese aber don der Polizei verboten Trotz
der getroffenen Vorsichtsmaßregeln kam
es zwischen den Volkshaufen und der
Polizei zum Handgemenge wobei etwa 74
Personen tödtlich verwundet wurden.
Smith, Sullivan, und Nolaü, die
Führer der Tumultanten sind arg ver—
legt und eine große Anzahl Polizisten ha
ben Contusionen von Stockschlägen oder
Steinwürfen erhalten. Die Hospitäler
sind voll von Verwundeten und in der
Städt herrscht große Aufregung. Die
Behörden find fest entschlossen, jede fernere
Versammlung zu verhindern und die Rä—
delsführer werden gerichtlich verfolgt wer
den; verhaftet sind sie bereits sämmtlich.
Das Militär wurde, so lange der Krawall
dauerte, in Bereitschaft gehalten, um so—
fort einzugreifen, wenn die Polizei nicht
im Stande sein sollte, den Aufruhr zu
dämpfen. Der Kaurf tobte die
Schimpfnamen wurden gegen den Prin—-
zen von Wales und die ganze königliche
Familie geschleudert. Jedes Fenster, an
dem eine englische Fahne zu Ehren der
anwesenden Kinder der Königin wehte,
wurde eingeworfen.
Am Tage darauf verließ der Prinz von
Wales mit seinem Gefolge der Prinzessin
Louise und dem Marquis von Lorme
Dublin. Eine starke Militär-Escorte
und große Polizeimacht begleitetete die
prinzlichen Herrschaften nach dem Ab—
fahrtsplatze des Dampfers. Die Be—
völkerung verhielt sich ruhig. Nur dann
und wann hörte man Zischen und Pfei—
fen.
Deutschland sieht einer blutigen Zukunft
entgegen; zwar heißt es, die Deutschen
seien ein friedliches Bolk und dem ist auch
so, denn das deutsche Volk hat Ehren,
Siege und Elend genug ; aber an Chau—
vünisten fehlt es nicht, welche mit dem
Blute des Volkes sich Lorbeeren erkaufen
wollen. Didosen, die sich die National Li—
beralen nennen, genügt Elsaß-Lothringen
nicht; ihr Auge sucht bereits die deutschen
Provinzen Oesterreichs und stellen ihnen
das Dilemm, entweder freiwillig oder ge
zwungen zu kommen. Bis jetzt wird die
Sache erst auf dem Papiere besprochen ;
sollte Oesterreich diese Svrache nun. ir
gendwie übel vermexken, dann durfte an—
ders gesprochen werden. Oesterreich mag
sich bei Zeiten nur kräftigen und nach
Allianzen suchen, denn nach wenigen Jah—
ren wird Rechenschaft von ihm gefordert
werden, warum es deutsche Provinzen be
sitzt. :
Außer den neuen Rüstungen sucht
Preußen die militärische Einheit noch fe
ster wie bisher zu knüpfen; die Truppen
der deutschen Staaten, wenn es überhaupt
noch deutsche Staaten gibt, sollen voll—
ständig zu preußischen Truppen werden.
Der Großherzog von Baden hat sich freiwil
lig dazu erboten u. dafür vom Kaiser ein
schmeichelhaftes Anerkennungsschreiben er
halten; mit den anderen Staaten führt
Preußen Verhandlungen zur Militärver
trgen. Was bleibt den deutschen Für
sten noch anders übrig als daß sie Bür
Osñee: „National-· Demokrat“ · Gebäude
germeister des deutschen Kaisers wer
den?
Die preußischen Blätter klagen über
die Geldarmuth in Deutschland trotz der
Millionen, welche Frankreich schon be—
zahlt hat, und wovon die Landwehrleute
nur 15 Millionen bekommen, um ihre
durch den Krieg zerstörten Gewerbe wieder
herzustellen.
In Frankreich scheint das Vertrauen
auf Thier's im Schwanken begriffen zu
sein und wird die Opposition gegen eine
Verlängernng seiner Amtsdauer mit je—
dem Tag stärker. —ln Betreff Roms und
der Lage des hl. Vaters kam es in der
am 22. Juli abgehaltenen Nationalver
sammlung zu einer interessanten Debatte!
die Haupttheilnehmer dabei waren Thiers,
Bischof Dupanloup und der biedere El
saßer, Keller. —Schließlich ward vom De—
purtirten Barthe folgende Tagesordnung
beantragt : „Die Versammlung, vertrau
end auf die patriotischen Gesinnungen und
die Vorsicht (prudenece) des Herrn Thiers,
geht zur Tagesordnung über“. Thiers
nahm den Antrag an mit folgender Er—
klärung: „Ich werde die Unabhängigleit
der Kirche vertheidigen, so viel als möglich,
aber ohne die Politik meines Landes zu
compromittiren“. Mit andern Worten:
Ich überlasse den hl. Vater seinem Schick
sal! Thiers hat bei diesem Anlaße bewie
sen daß er mit Gambetta Hand in Hand
geht. —Es ist übrigens mit der „Pru
dence' dieses Mannes eine eigene Sa
che: Dieselbe Vorsicht kostete vor Jahren
dem König Louis Phillipp seinen Thron
und wäre es nichi zum Berwundern, wenn
ste der jungen virpuvr vas vevrn sen
würde. —Gambetta und die andern Radi
kalen in der Rationalversammlung halten
zu Thiers so lange wie es in ihren Kram
paßt; wird er ihnen unbequem, dann
theilt er das Schicksal aller derer, die mit
dem Recht in der einen und mit Unrecht
in der andern Hand kämpfen. ;
Luxemburg.
Ettelbrück, 12. Juli. Heute Abend
gegen 17 Uhr, entschlief sanft und gott—
ergeben, vorher öfters durch die hl. Sa—-
kramente gestärkt, die hochverehrte !Frau,
Madgalena Salentiny-Hippert von Et
telbrück im Alter von 73 Jahren.
Frau Salentiny war eine Mutter der
Armen. Gott allein weiß was sie ihnen,
besonders den Hausarmen, Gutes gethan
hat.
Auf sie finden die Worte Anwendung:
„Also war sie barmherzig, wie sie es sein
konnte.“ R.I. P.
Vianden, 15. Juli. Ein großes Un—-
glück hat einen Theil der Einwohner un—
serer Stadt getroffen. Letzte Nacht brach
nämlich ein Feuer aus in der Behausung
der Wittwe Royer von hier, das innerhalb
weier Stunden, trotz der thätigsten Hülfe
leistung der herbeigeeilten Einwohner, 7
Wohnhäuser nebst den dazu gehörenden
Räumlichkeiten, einäscherte. Die von
dem Feuer heimgesuchten sind folgende:
Theodor Dennewald, Christoph Schaul,
Mathias Majerus, Johann Huberty,
Barbara Mand, Peter Bedesen. Außer
Dennewald, ist Niemand versichert.
Luxemburg, 15. Juli. Einer vor
dem Neuthor lagernden Zigeunerbande
ist eine andre daye gefolgt, welche ge—
stern Abend einigen unserer Gendarmen
ein Gefecht lieferte, wobei Zigeunerblut
floß. Heute in der Frühe geleitete eine
Abtheilung Gendarmen besagte Bande
zur Grenze.
Eisenburg, 15. Juli. Diese Woche
verschied hier das 4jährige Söhnchen des
Tagelöhners W., an den Folgen von Er
schrecken. Eine Frauensperson drohte nm
lich dem Kinde mit einer Ruthe und ge
fleth es derart in Schrecken, dah dasselbe
unter dem bestndigen Angstrufen, „jett
lommt Sie“ den andern Tag verschieo.
Redakteur: John A. Koob.
Nummer 1.
Bettborn. Der am 17. Zuli abge
haltene Jahrmartkt war sebr gut befah
ren, besonders war die Zufuhr an Horn—
vieh und Schweinen bedeutend.
Es waren zum Verkaufe ausgeboten :
375 Kühe, 113 Rinder, 415 größere
Schweine und Ferkel und 50 Ziegen.
Der Handel ging sehr flott ; frisch mel
kende und hochtragende Kühe waren sehr
gesucht und wurden dieselben alle zwischen
dem schwankenden Preise von 170 bis
250 Fr. das Stück verkauft, viele wurden
3 bis 4 Mal auf dem Marktte selbst ge
kauft und verkauft. Eine Kuh brachte zu
300 Franken.
Die Ferkel, 6 bis 8 Wochen alt, wurden
alle verkauft und. zwar zu einem Durch
schnittspreis von 15 bis 16 Fr. per
Stück, also 3 bis 4 Fr. mehr per Stüück,
wie auf dem letzten Rambrucher- und Et—
telbrückermarkte. Die Hälfte wurde von
ausländischen Händlern angekauft.
Rinder waren sehr gesucht von franzö
sischen Handelsleuten und fanden Absatz
per Stück zu 50 bis 80 Fr.
Schweine von 8 bis 10 Monaten wur
den abarsedt zu 50 bis 55 Fr.
e 1 che Händler fehlten in Folge der
Grenzsperre.
Wünschenswerth wäre es, wenn etwas
mehr Ordnung unter denen zum Verkau
fe ausgestellten Thieren en jun würde.
Der Gesundheitszustand des Viehes
war gut.
e e
Nenestes.
- a xuie eit telegraphirt, daß am
Dienstag Napoleons Geburtstag —gro
he Aufregung derrschie. Sogar das Ve—
rücht wutdr in Umlauf gesetzt, die Armer
sei vo rung und zeige Neigung zu
einer Revolte, deren die Ernennung
des Marschalls MeMahon als Ketent
sein würde. Auch die Orleanisten solsten
einen Staatsostreich beabsichiigen. Wenn
teines von beiden so
didoq vit nsbe e etse
nahen irgend einer Krisis hin.
Paris. In der Nationalversamm
lung dringen die Republikaner darauf die
Stellung des Hrn. Thiers als Präsidenten
der Republit auf drei Jahre zu verlän—
gern, während die Gegenpartei sich auf die
Erklärung beschränken will, die National
versammlung setze volles Vertrauen in
Hrn. Thiers, ohne einen Termin fesu—
setzen. Im Geheimen arbeiten die An—
hänger der Monarchie, wie die Haltung
gewisser Parijer Blätter deutlich zeigt.
In London ist bereits ein Fall der asi
atischen Cholera vorgekommen und verur
sachte unter der Einwohnerschaft ungeheure
Aufregung. Depeschen aus Berlin sa—
gen, die Cholera herrsche in Königsberg,
ohne sich bisher weiter zu verbreiten.
Eine Straßburger Depesche meldet, daß
ernstliche Schwierigkeiten zwischen Deutsch
land und Frankreich in Betreff der Frank
furter Friedensverhandlungen enntanden
seien, so daß man befürchtet, die Ausfüh
rung der Friedensbedingungen durfe da
durch eine Unterbrechung leiden. Bedarf
indeß der Bastätigüg. *
Im Bade Vastin treffen die Kaiser
Wilhelm und Franz Joseph zusammen
wie im Jahre 1866 !
——
g e Republikane
ewer berre e d krel zn r
Tage denken.
„Die demokratische Partei ist heut zu Tade stãr
ker, als sie je war. Sie glaubt zu gewinnen und
ich möchte nicht behaupten, daß dem nicht so sein
wird.“ —Horace Greeeley in Vickoburg.
„Ihr spottet der —: aber heute sind
deren in New Fork nich weniger als 90,000;
wir hatten niemals die Irländer für uns, jeht
haben wir auch die Deutschen verloren. “ New
Jork Timöv.
Grant glaubt mit seiner Ku-Klur - Bill die de
mokratische Partei vernichten zu können. Dazu
braucht er eine Million Leute mehr als er dei Ar
pomator hatte. “ —New Jork Sun.
Nur ein Narr oder Verräther kann behaupten,
daß der Sieg liber die demolratische · Partei 1872
ein leichter sein werde. Grant kann niemals mit
dem Bajonnet den Sieg erfechten.“ New York
Evening Post. :
„Man hat viel von dem Tode' der Demoklralie
gefaselt. Wer sie für todt hält, hat sicherlich nie
mals die Geschichte ihret Auferstehung studirt.
Man wird aber im Jahre 1872 seine Wunder se
hen, wenn diese demokratische Partei- ihre Leute
in's deld führt. Springfeld Republican.
Mas) t
aMan lann sagen was man will - unsere repu
blilanische Patiform für 1872 ist sqhlechter, als
irgend eine demolratische im Westen oder Osten.“
Cal. Staatszeitung.

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