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Luxemburger Gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, October 02, 1888, Image 2

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Aeuiit e t 0 n.
D e N s I t 0 k k.
Bilder aus dem L-ben der VlSmischen
Fischer.
s» 0 sa—
Von
Heinnch Eouscienre.
Fortsetzung.
Ach, ach! was thun? schrie Bella, indem
sie bebend vor Angst sich oonr den JSng
ling stellte, als wollte ste ihn vor der ihn
bedrohenden Gefahr schutzen.
Verbergt Euch im Keller, Herr, sagte
Frau KlSre.
Auf dem Boden, unter den alten Netzen,
seufzte das MSdchen, komm, komm!
Warum so Sngstlich? bemerkte der Edel
mann gelassen. Die franzSsischen Solda
ten begeben sich wahrscheinlich an den
Strand. Wer sagt uns, dah sie hier ein
treten werden? Und thLten sie es, sie w2r
. den mich ja doch darum nicht erkennen?
Seid also ruhig, Freunde; wir wollen
un» niedersetzen und so thun, al» ob wir
nicht» fSrchteten.
Nein, Sie mSffen sich verstecken, Herr,
fuhr Joseph fort. Ich habe Ursache zu
denken, dah diese Soldaten mit Absicht
hierher kommen, um Sie zu suchen: der
StrandlLufer Hat mir da eben gesagt, dah
«r sich an Ihnen rSchen wurde.
An mir? Warum?
Ich weih e» nicht, antwortete der Fischer
verlegen.
Gloubt das nicht. rief Tante KlSre, die
sich auherhalb der THSr auf Schildwacht
aestellt hatte und auf dem Fuhwege in die
Ferne sah. Der StrandlLufer neckt unsern
Joseph immer; aber er ist ein zu guter
Bursche, um Jemanden BSsrs zu thun.
Und ich sage, dah er Herrn de Milval
verrathen wird, wenn er e» noch nicht ge»
than Hat. Um GotteS willen verstecken Sie
sich, Herr, und beeilen Sie sich, denn sie
kSnnen nicht mehr fern sein.
Der Edelmann ergriff, als wSre ein
plStzlicher Entschluh in ihm entstanden, zu
gleicher Zeit die Hand deS Llinden und sei
uer Tochtet, und sprach tiefgerShrt:
Lebt wohl, lebt wohl, liebe Freunde! Ich
werde Eure wundeibare Liebe fSr den ar
men Fremdlig nie vergessen.
Ach. was wollen Sie thun? Wohin wol
len Sie? schluchzte Bella, indem sie in
ThrSnen ausbrach.
Ich muh fortgehn, sogleich fortgehn,
antwortete der JSngling. Wenn man mei
nen Zufiuchtsort verrathen hatte und die
Franzosen mich hier durch Euch oersteckt
fSnden, Ihr wSrdet um meinetwillen grau
sam verfolgt werden. Gott dewahre mich
vor solcher SchSndlichkeit! Lieber tausend
mal den Tod!
Unter diesen Worten wollte er durch den
Stall in die DSnen laufen; aller Bella er
«riff ihn jammernd beim Arm und wollte
ihn zurSckhalten. Joseph dagegen stellte
sich vor die StallthSr und sagte, indem er
ihm den Weg versperrte:
Was Ihr thun wollt, ist unmSglich,
Von Veurne bis BrSgge wimmelt
e» von Soldaten; Ihr lauft unfehlbar in's
Verderben.
Schnell, schnell! schrie Tante KlSre und
sprang zitternd in die Stube zurllck. Dort
sind sie! Sie kommen hierher!
Geh, Joseph, sagte der Blinde, bringe
Herr de Milval nach dem verlassenen HSus
chen von Peter Mulle. Da kommt nie
Jemand vorbei. Wenn die Soldaten fort
sind, werden wir sehen, was gethan wer
den kann. Ich bitte Sie, mein Herr, ge
horchen Sie mir; zogern Sie keinen Au
genblick.
Darf ich mit Joseph gehn, Vater?
fragte das MSdchen. Aber nein! wenn
die Soldaten Euch was zu Leide thun
wollten!
Wer sollte einen armen Blinden beleidi»
gen wollen? Furchte dich nicht, mein Kind.
Ich werde zurSckkehren, Vater, sobald er
in Sicherheit ist.
Sie lief Joseph nach, der den Edelmann
beim Arm ergriffen und durch den Stall in
die DSnen gefShrt hatte.
Tante KlSre war bis in den Hintergrund
deS Zimmers zurSckgewichen und hielt von
dort lsdtenbleichcn Gesichls den Blick nach
der ThSre gerichtet; der Blinde sah gebuck
ten Hauptes am Ti>ch und schien gelassen
abzuwarten, was geschehen wurde
Ein erstickter Angstschrei entfuhr der
Tante Klare und sie fuhr zitternd bis dicht
an die Wand, als die beiden Ofiiziere zur
ThSr hineintraten und schweigend stehn
blieben, wie verwundert über den Schreck,
den ihre Ankunft hier verursachte.
Ihr fSrchtet Euch vor mir! Ihr erkennt
mich also nicht wieder? sagte der alte Krie
ger mit traurigem, aber freundlichem Tone.
Mit einem lauten Schrei von seinem
Stuhl ausjpringend, streckte der Greis die
zitternden HSnde vorwLrts und rief:
Himmel! die Stimme meineS Bruders!
Louis! Loui»!
Der KapitSn siel dem Blinden in die
Arme und druckte ihn in tiefer Ruhruug an
die Brust.
Louis! Es ist LouiS! Mein lieber Bru
der! Habe Dank, 0 Gott! schrie die alte
Tante, wShrend sie dem KapitSn um den
Hal» flog und ihn entzSckt kuhte.
Einige Augenblicke verharrten sie so in
inniger Umarmung, allerlei Freudenrufe
wechselnd.
Tante KlSre SberschSttete ihn mit Fra»
gen und hinderte ihn durch ibre wiederhol
ten Umarmungen, eine deutltche Antwort zu
-eben.
Der Blinde zog zuerst 'seine Arme zu»
vilck, um dem Himmel fSr fetne GSte zu
danken. Mit erhobenen HSnden rief er
«u»r
Gepriesen, gcpriesen sei dein Name, o
Gott! Ich habe so lange den Tod meines
Bruders betrauert und du erweiscst mir die
Wohlthat, ihn noch auf Erden umarmen zu
kSnnen.
Ihr hieltet mich fLr todt? sagte der Ka
pitSn. Und ich habe Euch doch dreimal ge
schrieben. Ihr habt also meine Briefe nicht
erhalten?
WSHrend er sprach, bemerkte er, dah sein
Bruder die HSnde mit eigenthSmlicher
Bewegung Sber seine Kleider gleiten lieh
und seine SchLrpe und seine Pistolen be
tastete.
Er sprang zurLck und rief voll Angst:
Blind? mein armer Bruder blind? Ach,
sage, dah ich mich irre. Es wSre zu schreck
lich!
Mein Gesicht ist allerdingS so geschwScht,
dah ich fast nicht» mehr unterscheiden kann,
aber alle Hoffnung ist noch nicht verloren,
antwo>tete der Greis lSchelnd, wie um den
Kummer seineS Bruder» zu lindern. Mei
ne Augen kSnnen noch genesen. Lege darauf
kein Gewicht, Louis lah mich jetzt froh sein,
weil Gott mir gestattet, dich noch lebend
wieder zu sehen.
Er «Hat einen Schritt vorwLrts, suchte
die Hand seine» Bruder» und drLckte sie
zSrtlich.
Komw, Louis, flSsterte er. Bedaure
mich nicht und sei heiter; denn ich bin nicht
so unglScklich, wie du meinst. Wohl bin
ich hart geprSft worden seit deiner letzten
Abreise nach Jrland; aber wo der Herr
verwundet, da heilt er auch. Er Hat mir
eine O.uelle deS TrosteS und der Freude ge
lassen....
Der KovitSn frug plotzlich, als wilrde
er durch diese Worte auf andere Gedanken
hingeleitet:
Aber, Simon, ich sehe deine Frau nicht.
Wie geht's den Jungen? Sie stnd zu star
ken Mannern herangewachsen, nicht wahr?
Und meine kleine Bella? Wa» filr ein tilch
tiges Weib muh die geworden sein!
Der Grei» beugte sein Haupt und
schwieg, Tante KlSre stieh einen heftigen
Seufzer au».
Ihr antwortet nicht! rief der Kapitain
erschrocken au». Schwester, warum weinst
du? Ihr macht mich zittern vor Beklom»
menheit!
Bella ist wirklich ein schSneS MSdchen
geworden, sagte der Grei». Wie froh,
wie glilcklich wird sie sein, wenn sie dich
sehen wird; sie spricht tSglich
Aber die andern? unterbrach ihn der Ka
pitain Sngstlich. Philipp, Klas, Peter,
Jan? Sie leben, nicht wahr?
Gott Hat sie in seinen schSnen Himmel
aufgenommen, flSsterte der Grei».
Und deine Frau?
Sie ist dort oben mit ihren Kindem ver
einigt, war die leise Antwort.
Todt! Sie stnd alle zusammen todt!
klagte Louis. Du armer Bruder, und du
sagst, dah du nicht unglilcklich bist? Blind
und trauernd am Grabe deiner ganzen
Familie!
Die Zeit heilt alle Wunden, antwortete
der GreiS, selbst die, welche der Tod dem
Herzen eines VaterS schlSgt. Und dann,
ist sterben nicht aller Menschen Loos? Ich
werde meine theuren Kinder und meine ge
liebte Frau im andern Leben wieder finden.
Schweigend und niedergeschmettert durch
seine Trauer hielt der Kapitain den Blick
auf die erstorbenen AugSpfel des GreiscS
gerichtet. Obschon der jilngere der Offi
ziere nichts von dem GesprSch verstanden
hatte, begriff er doch, dah sein Kamerad
durch das Blindsein seine» BrUders so
schmerzlich bewegt war. Er naherte sich
ihm und suchte ihn zu erwuthigen und zu
trSsien.
O, es ist grShlich! sagte Kapitain Louis
auf FranzSsisch. Denke dir. mein Freund,
ich kehre zuruck nach zwolfjShriger Abwe
senheit. Ich dachte eine zahlreiche und
wohlbchaltene Familie in meine Arme
drilcken zu kSnnen; ich hoffte meinen Bru
der glucklich zu sinden. Ach, er ist blind
und der Tod Hat die Seinigen weggemLht.
Von seinen vier SSHnen bleibt ihm sogar
kein einziger mehr rlbrig, um ihm die Au
gen zu schliehen!
Ach, wuhtest du, LouiS, welch' einen
Schatz von Gilte, Tugend und Liebe das
Herz meiner Bella in sich saht, sprach der
Greis, du wilrdest begreifen, dah ich, selbst
nach so vielen Trubsalen, noch glilcklich sein
kann. HStte Gott mir diesen Engel nicht
geschenkt, um meinen Muth zu stutzen und
meine alten Tage zu versilhen, dann wSre
ich sicher bereits unter der Bilrde meines
Lebens erlegen; aber nun, nun preise ich
den Herrn filr seine Barmherzigkeit.
Wo ist meine Nichte? frag»e Louis, sich
mit Gewalt aus seinem Schmerz erbebend.
Sie ist fortgegangen, um eine Botschaft
auszurichten und wirb glejch wiederkom
men, war die Antwort.
Ich glaube, dah ich sie hore, sie Sffn:t
die Hinterthilr, bemerkte Tante KlLre.
Mit einem LScheln dcs Verlangens blickte
der Kapitain nach dem bezeichneten Ein
gang; er sah wirklich ein junges MSdchen,
die wie von Schmerz ergriffen langsam vor
wLrts schritt und endlich in der Thilr er
schien aber dann blieb sie stehen und
begann zu beben, wahrend sie blah vor Er
staunen, den forschenden Blick auf die ZLge
des Kapitains heftete. Ein plStzlicher
Schrei entfuhr ihr; ganz auher sich vor
Aufreguna faltete sie die HSnde und nL>
herte sich so dem Offizier, aus dessen Au
gen ihr Freude und Liebe entgegenstrahlten.
Sollte es wahr sein! rief sie. Nein, es
ist unmSglich; ich wilrde ohnmSchtig vor
Glilck. Verzeihen Sie, mein Herr! O,
es ist als sShe ich meinen guten Onkel
LouiS!
Liebe Nichte, du erkennst mich doch noch
wieder? fiitsterte der Kapitau, tief bewegt.
Er ist eS, o Gott! jauchzte da» MSdchen,
mein Onkel, mein Onkel Louis!
Und ste hing, fast ohnmSchtia vor Ent
zilcken, am Halse deS Kapitam». Ohne
ibm Zeit zu lassen, ein Wort »u sprechen,
rief ste unter wtederholten Kilffen:
Ach, wie ost habe ich geweint! Wir
IV.
»«re«vurger Gazerre.
meinten, du wSrst todt! Vater, der nie
mals verzweifelt, sagte freilich, dah vu zu
ruckkehren wilrdest. Du hast es vielleicht
vergessen, lieber Onkel, wie du die kleine
Bella lieb hattest; aber ich weih es noch so
gut, waS filr MSHe du'mir gabst, mich le
sen zu lehren; wie ich auf deinen Knieen
sah und wie du mich kuhteft filr jeden Buch
staben, den ich nennen konnte Und du
bist jetzt Soldat?
Onkel Louis ist Kapitain! rief Tante
Klare.
Kapitain! wiederholte das Madchen.
Kapitain bei den Franzosen? Doch qleich
viel, ich filhle mich so glucklich am Herzen
deSjenigen, der mich geliebt Hat w»e ein
zweiter Vater! Nein, nein, lah mich dich
noch umarmt halten. Es ist die kleine
Bella, die ihrem guten Onkel dankt filr sei
ne Liebe.
Der Kapitain machte die Arme seiner
Nichte von seinem Halse los und sagte mit
heiterem Scherz;
Hore nun auf Bella; du wilrdest mir
sonst nicht Zeit lassen, dich zu besehen. Als
ich die unglilckliche Fahrt nach Jrland un
ternahm, warst du noch ein Klnd; aber
jetzt? Ah! nun kann ich stolz sein auf
meine Nichte! Sieh, du wirst mich einen
Schmeichler nennen, und dennoch werde ich
nur die Wahrheit sagen. Seit meiner Ab
reise habe ich manches Land durchreist und
viele schSne Frauen gesehen; aber ich bin
doch keiner einzigen begegnet, die schSner
war, als meine Nichte 8e11a....
Komm, lah uns niedersitzen, lieber
kel, unteibrach ihn daS MSdchen, mit flin
ker Bewegung Stiihle zusammeniuckcnd.
Wir waren eben mit Kaffeetrinken fertig;
aber der Kessel kocht noch. Ich werde eine
gute Taffe filr dich und dein Kamerad be
reiten und du sollst beim Trinken unS er
zahlen, wie Gott in seiner unendlichen
Gute dich aus dem Schiffbruch errettet Hat.
Zum jungen Hauptmann gehend und ihm
einen Stuhl anbietend sagte sie mit freund
lichem Ton:
Mein Herr, machen Sie sich'S bequem;
thun Sie, als ob Sie hier zu HauS wSren.
Wenn eS dem Herrn gefiele, eine Taffe
Kaffee mit unS zu trinken, so wilrde daS
eine grohe Ehre filr unS sein.
Der Krieger lSchelte ihr sehr sreundlich
entgegen; und indem er ihr auf FranzSsisch
dankte, suchte er ihr begreiflich zu machen,
dah er keine Lust zum Sitzen hatte. Er
trat zu seinem altern Gefahrten und stil
sterte mit gedSmpfter Stimme:
Zum Henker! Deine Nichte ist ein prach
tiges Madchen. Sie Hat Augen wie eine
Jtalienerin. Wie fein sind ihre Wangen.
und wie bezaubernd ist ihr LLcheln! Es ist
eine Rose, die sich in die Dilnen verloren
Hat. Schade nur, dah hier Niemand
Franzosich versteht. Gestehe, dah es lang
weilig filr mich sein muh.
Ich hab' es dir zum VorauS gesagt, be
merkte der Andere. Du wolltest mir fol
gen, um das HauS zu sehen, wo ich geboren
bin; lah es dir nun um meinetwillen ge
fallen ; eS ist nichts daran zu Sndern.
Der junge Offizier stellte sich an das
Fenster und sah hinaus; unterdessen wech
selte der Kapitain Louis einige Worte mit
seinem Bruder Simon und mit seiner
Schwester Klare. Bella beeilte sich den
starken Kaffee zurecbt zu machen. Al» sie
damit fertig war uno die Taffe dampfend
vor dem Onkel stand, setzte ste sich neben
ihn und rief ganz erfreut:
Nun werden wir ja wohl erfahren, wie
Gott meinem lieben Onkel das Leben ge
rettet Hat und wie es kommt, dah wir ihn
wiedersehen, gekleidet wie ein Konig und als
Kapitain in franzSsischen Diensten.
Ia Nichte, sagte Louis Stock, daS ist
eine Geschichte, die viele Tage dauern wur
de, wenn ich sie ganz ausfilhilich erzahlen
sollte. Ich werde Euch also nur in der
Kilrze eine Skizze von meinen Erlebnissen
geben. Wahrscheinlich werden wir noch ge
nug in dieser Gegend bleiben, damit ich
Euch mehr als einmal besuchen kann.
Wir werden daher spater des Western
davon reden Nach meiner Abreise von
Dunkirchen hatten wir wohl viel schlechtes
Wetter, doch eine ziemlich gunstige Fahrt
biS beinahe unter Jrland; aber dann wur
den wir wahrend der Nacht von einem so
heftigen Sturm ergriffen, dah Alles auf
dem Schiff umgeworfen wurde und wir un
ser Steuerruder verloren. Drei Tage und
Nachte trieben wir vom Winde fortgeschleu
dert auf den Wogen umher; wir sahen
wohl dann und wann ein Schiff in der Fer
ne, aber es war kein Mittel, um Hulfe zu
brkommen; die See war wilthend und
ging schrecklich hohl. Als der Sturm
sich legte, wuhten wir nicht, wo wir uns
defanden. Was unS eine tSdtliche Angst
einjagte, war der Umstand, dah wir hie und
da in der See grohe Eisschollen treiben
sahen; und nicht selten muhten wir uns
anstrengen, ihnen zu entgehen. Die Nacht
kam und was wir furchteteu, geschah, unser
Schiff wurde zwischen zwei schwimmenden
Eisbergen zermalmt und sank sofort. Mei
ne Kameraden wurden von der See ver
schlungen; ich HSrte in der Dunkelheit noch
eine Weile hindurch ihren Stothschrei, bis
derselbe allmahlich oerhallte. Was mich
betrifft. so war ich durch den Stoh ilber
Bord gefallen und befand mich auf dem
Eise. Euch zu sagen, was ich in jener
Nacht gelitten habe, ist unmSglich. Ob
wohl meine Kleider trocken geblieben wa
ren, erfroren meine Glieder fast bei der bit
tern Kalte; denn ich durfte mich nicht stark
bewegen, aus Furcht auszurutschen und in
die See zu stilrzen. Der Tod stand mir
vor Augen und ich rief Euch Allen ein
traurigeS Lebewohl zu....
Du armer Onkel! sagte Bella, indem
sie ihm zitternd die Hand druckte. Dein
schreckliches Schicksal treibt mir die Thn nen
aus den Augen.
Mein Herz klopft gar nicht mehr! seufzte
Tante KlLre.
Seid unbesorgt, versetzte Kapitain Louis.
Der giltige Gott hatte beschlossen, dah ich
noch nicht sterben sollte. Des Morgens
bei Tagesanbruch sah ich ein kleines Schiff,
das mit vollen Segeln fuhr und ficb an
strengte, aus dem schwimmenden Eise zu
gelangen. ES war aleichfalls durch die
hesttgen Stilrme von seinem Kurse abge»
kommen. Man bemerkte mich und holte
mich mit einem Boote ab.
Ei! rief Bella, mit kindlicher Freude in
die HBnde klaischend, mein Onkel Louis ist
gerettet! Ich starb fast vor Angst; aber
nun bin ich wieder so olucklich....
Warte noch ein wenig, liebe Nichte, fuhr
der Kapitain fort, ich bin noch nicht zu En
de mit meiner Geschichte. DaS Schiff,
das mich aufgenommen hatte, war eine
englische Brigg, die nach St. John auf
Newfoundland fuhr. Wir hatten
gutes Wetter und gelangten ohne Unfall in
die Gewaffer der grohen Bank, als ein
fitrchterlicher Sturm unS auf s 9teue aus
unsrer Bahn warf und uns nordwarts ver
schlug. Unser Schiff wurde in der Dun
kelheit nach der Kiiste getrieben und schei
terte an dem felsigen Strand. Es gluckte
uns Allen mit dem Boote wohlbehalten
ans Land zu gelangen. Wir wuhten nicht,
wo wir uns defanden. denn es war eine
wllste Gegend, wo man auf hundert Stun
den in der Runde keinen einzigen Menschen
entdecken konnte. Wir wanderten über
den Schnee nach SQden zu, um an einen
bewohnten Ort zu gelangen. Nachdem
wir drei unsrer Kameraden verloren hat
ten, gelangten wir Alle, dem Elend und
der Krankheit fast erliegend, von Hunger
verzehrt und bleich wie Leichen an eine
Stelle, wo etwa zehn Familien in Hutten
von Thierfellen, zusammen wohnten. Es
war eine Sorte halbwilder Menschen, die
man die kleinen E?guimo's nennt. Wir
hatten Schiffbruch gelitten, an der Nord
kilste des Landes, daS man Labrador nennt.
Ich werde Euch ein andeies Mal viele
Wunderdinge von diesem seltsamen Volke
erzahlen.
Ein erstickter Schrei entfuhr Bella und
sie sprang auf. indem sie mit sichtbarer
Angst in dem Zimmer umher blickte.
Was hast du, liebe Nichte? fragte der
Kapetain verwundert. Man kbnnte mei
nen, eS ergriffe dich ein plotzlicher Schreck.
Es ist doch nicht meine Geschichte, die dich
so aufregt?
Wo ist dein Kamerad geblieben? fragte
Bella. Ich sehe ihn nicht mehr!
Kummere dich nicht um ihn, Bella. Er
langweilt sich, weil er kein Vlamisch ver»
steht, und geht da vor der Thllre in den
Dllnen spazieren. Ich habe eS ihm zum
VorauS gesagt, dah es hier nicht interessant
filr ihn sein wllrde.
Das Madchen sah durch die Fenster
scheiben und kam wit heiterm Lacheln zu
rsick zu ihrem Onkel. Indem ste ihren
vorigen Platz neben ihm wieder einnahm,
sagte sie:
Er sitzt auf dem BLnkchen neben dem
Hause und pfeift ein Liedchen. Er scheint
ein guter Mensch zu sein, der Herr?
la, ein sehr guter Mensch, bemerkte der
Kapirain, mit einem Lacheln des Zweifels.
Ein treuer Freund, ein tapferer Soldat,
edlen Herzens; aber unbarmherzig bis zur
Grausamkeit gegen alle diejenigen, bei de
nen er auch nur Feindschaft gegen die Re
publik argwohnt Du erbleichst Bella!
Deine Haud zittert! Fllrchte dich nicht,
Liebe, die franzSsischen Saldaten thuen den
friedlichen Leuten nichts zu Leide.
Du bist also lange Zeit bei den wilden
Menschen geblieben, Louis? fragte der
Blinde. Wie bist du aus diesem wusten
Lande gelangt?
Wirklich, sagte der Kapitain, über meine
Nichte kSnnte ich ganz vergessen, dah Ihr
auf die Fortsetzung meiner Geschichte war
tet. Nein, wir blieben nur einige Wochen
bei den Esquimo's. Nach ihrer Anwei
sung und durch zwei von ihnen gefllhrt,
reis'ten wir tiefer landeinwarts, bis wir an
einen Ort kamen, wo eine Faktorei engli
scher Pelzjager etablirt war. Hier wurden
wir sreundlich empfangen und verpflegt.
In der Erwartung, dah sich Gelegenheit
darbieten wurde, unS nach einem Seehafen
zu bringen, vertheilte man uns unter ver
schiedene Faktoreien und benutzte uns zum
Pelzhandel mit den wilden Esquimo's Ich
trat ordentlich in den Dienst der Handels
kompagnie und gelangte noch hundert und
hundert Stunden tiefer landeinwarts.
Fllnf Jahre meines Lebens brachte ich in
jenen wusten Strecken zu. Zwei Mal ha
be ich den Dienern der Gesellschaft einen
Brief übergeben in der Gewihheit, dah
man dafur sorgen wurde, ihn Euch einzu
handigen; aber ich erfahre jetzt zu meinem
grohen Aerger, das ich mich geirrt habr.
Der jungere Kapitain trat jetzt lachend
in's Zimmer; und indem er nach Auhen
zeigte, sagte er zu seinem Kamerad:
Dort kommt von Weitem der Bar von
vorhin über den Fuhweg hergewackelt. Ich
wilnschte wohl, dah er hier etwas zu ver
richten hatte; es ist ein Kerl, den ich wohl
gern in der Nahe sehen mochte.
Voll Besorgnih ging Bella zur Thur
hinaus, um zu ersahren, was das wohl sein
mochte, was der Offizier anzukundigen
schien. Sie kehrte aber schnell zuruck und
rief:
Es ist Vetter Joseph! Der wird sich
auch nicht wenig wundern und freuen, wenn
er meinen Onkel Louis sieht!
Ahah, der Bar ist mein Vetter! sagte
Kapitain Louis, sich zu seinem Kamerad
wendend. Er war mein bester Freund fast
mein ganzes Leben hindurch und ich habe
ihn nicht wieder erkannt.
Joseph, lieber Joseph, schnell, schnell,
gute Botschaft! rief das MSdchen. Und
thren Vetter beim Arm in's HauS ziehend,
wies sie auf den Kapitain hin, indem sie
sagte:
Sieh, der schLne Soldat da, ist mein
Onkel Louis.
Himmel, ist es moglich? Er ist es wirk
lich! schrie Joseph, die Hand des Kapi
tainS tiefbewegt ergreifend; aber Louis
Stock schloh seinen alten Kamerad in die
Arme und drilckte ihn an die Brust.
Nachdem sie Beide Worte der Freund
schaft gewechselt hatten, fragte Joseph im
Tone Suhersten Verwunderung:
Also, du bist nickt todt, Vetter? Welch'
Wunder lieh denn der giltige Gott zu dei
nen Gunsten geschehen, dah du dem Schiff
bruch entkommen bist- Denn das Fischer»
boot, worauf du fuhrst, ist doch unterae»
gangea tn dem JslLndischen Meere, nicht
wahr? Und du bist jetzt Hauptmann im
franzosischen Diensi?
Ich war damit beschaftigt, meine Ge
schichte in der Kilrze zu erzShlen, antworte
te der Kapitain. BereitS habe ich erklart.
wie ich, nachdem ich zmei Mal Gchiffbruch
grlitten hatte, in einem wilden Lande Nord
amerika'S fllnf Jahre lang Pelzjager gewe
sen hin. Setz' dich nieder, Joseph, und
Hsre zu; du sollst vernehmen, was mir
darnach wiedersahren ist. Es wird nicht
mehr lang sein.
Der Fischer uahm einen Stuhl; er be
merkte nun, dah der andere Offizier ihn
scharf besah, mit einem Lacheln welches an
zudeuten schien, dah er Lust habe, mit ihm
Spott zu treiben. Joseph hob den Kopf
in die Hohe und sah dem Krieger furchtloS
in die Augen; das Gesicht dieses Menschen
qefiel ihm nicht; er fllhlte eine Art von Ab
scheu gegen ihn.
Seine Geschichte wieder aufnehmend, er
zahlte Kapitain Louis, wie er endlich daS
Land der Esquimo's oerlasien und zu Que
beck als Matrose auf einem kleinen Kusten
fahrer Dienst genommen und vrele kleine
Reisen gemacht hatte von der einen ameri
kanischen Secstadt zur andern, btS er mit
einem grSheren Schiff auf der franzosischen
Jnsel Guadeloupe angekommen ware.
Hier hatte er mit dem Grad eines Serge
anten als Seesoldat auf einem Kriegsschifs
Diensi genommen. Von der Jnsel Guade
loupe habe ich gleichfalls einen Brief an
meinen Bruder gerichtet, sagte er, aber
wahrscheinlich wird das Schiff, das die
Briespost «ach Europa bringen sollte, von
den Englandern gekappcrt worden sein
Joseph schien nicht zuzuhoren, er war
sichrbar übel gelauut; denn seine Lippen
waren zusammengepreht und wenn er den
Blick auf den jiingern Offizier richtete, fun
kelten seine Augen, als kochte ihm das Blut
in den Adern. Seine Verdriehlichkeit
muhte jedoch noch einen andern Grund ha
ben, und vielleicht war er am meisten auf
seine Nichte erbittert; denn obschon sie be
retis drei oder vier Mal durch eine bittende
Miene und durch geheime Zeichen ihn ge
fragt hatte, ob Herr de Milval vollig in
Sicherheit ware, hatte ihr Joseph nur mit
einem strengen, tadelnden Blicke geantwor
tet. Ohne Zweifel hatte Bella in ihrer
Angst um die Rettung des bedrohten Edel
manns Worte gesprochen, die baS Herz des
FischerS mit Arqwohn und Trauer erfllll
ten, indem sie i'.n auf den Gedanken brach'
ten, dah der StrandlSufer wohl einiger
mahen die Wahrheit konne gesagt haben.
WaS Joseph in seiner üblen Stimmung
am meisten aufregte, war der Umstand, dah
der jLngere Offizier, wahrend sein Kame
rad erzahlte, sehr uuehrerbietig die Heili
genbilder von der Wand nahm und ste
brummend und lilchelnd besah, als wollte
er seinen Spott mit ihnen treiben. Schon
hatte Joseph der Katze einen gewaltigen
Stoh gegeben, und sich dadurch einen stren
gen Verweis von Tante Klare aus den
Hals geladen. Ungeachtet dieser Unter
brechung setzte Kapitain LouiS seine Ge
schichte fort. Er war eben dabei von sei
nen Gesechten zur See gegen die englischen
KriegSschiffe zu erzahlen und wollte eror
tern, wie er wieder nach Europa gekommen
ware, aIS plotzlich Joseph wie ein Lowe
brullend aufsprang und mit beiden FSusten
dem jllngern Offizier an den Leib wollte.
Tante KlSre und Bella hatten kaum so
viel Zeit, dem wilthenden Fischer entgegen
zu fliegen und ihn so zu hindern, ein Un
glllck anzurichten.
Der Offizier, durch die Drohungen Jo
sephs beleeidigt, hatte die Hand an seine
Pistolen gelegt und sagte mit einem ver
achtlichen Lacheln zu seinem Kameraden:
Was Hat dieS wilde Thier? Weil ich, wi
der meinen Willen, einen werthlosen Ge
genstand zu Boden fallen lasie! Er moge
kommen! Wenn er noch einen einzigen
Schritt thut, schiehe ich ihn durch den
Kopf, dah er zu meinen Filhen niederstur
zen soll.
Der Kapitain trat zwischen Beide und
sagte in strengem, gebietendem Tone zu
Joseph:
Vetter, Vetter, du bist unverstandig.
Mein Kamerad erklart, dah er das Kruz,-
fir von GypS nur besichtigen wollte und
dah es ihnl unglScklicherweise aus der
Hand gefallen tst. EmpfSngst du so die
Freunde, die ich mitbringe, sogar am Tage
meiner frohen Ruckkehr?
Ich habe Unrecht, ich bin ein Dumm
kopf, murmelte Joseph, schamroth. Ich
bin unglLcklich, Vetter, es wuhlen traurige
Gedanken in meinem Kopf; das au/geregte
Blut beherrscht mich.
Geh nach Hallse, verkehrter Junge, wenn
du dich nicht zu betragen weiht wie Jemand,
der setne fLnf Sinne Hat! schnaubte Tante
Klare ihn an, deren Angst jetzt in Erbitte
rung verwandelt war.
Ich bitte dich, Vetter murmelte
Joseph ganz bestSrzt, sag' deinem Kamera
den, dah ich mich geirrt habe über seine Ab
sicht nnd ihn um Vergebung bitte filr mein
unsinniges Aufbrausen. Achte nicht mehr
aus mich; ich werde mich still verhalten.
Ich erkenne, dah ich vnverstandig gehandelt
habe. Was kann dieser Herr dafLr, dah
ich verdriehlich biu V
Mit diesen Worten setzte er sich am Heer
de aus ein hSlzerncs Bankchen und bog den
Kopf vornilber.
Der jilngere Offizier antwertete aus die
Entschuldigungen, welche Louis Stock ihm
Namen des FischerS vortrug:
Nun. nun, es ist gut: ich bin eS nicht,
der Lust Hat mit deinem barschen Vetter sich
in einen Kampf einzulassen. Sprechen
wir von dem lLcherlichen Vorfall nicht lan
aer; aber ich bitte dich, lah unS zurilck nach
Veurne gehen. Ich langweile mich hier
unsSglich; es ist bereits spat; der Wind
erbebt sich und schwarze Wolken ziehen am
Himmel. Es ist Zeit, dah wir uns ent«
fernen. Willst du bleiben, so sag' es; ich
werde meinen Weg allein durch die Diinen
zu sinden suchen.
(Fortsehung solgt.)
Em Festland. „Du Voda, warum
heiht man denn Europa a Festland?"
„Dumma Bua, liest denn nSt alleweil
SchUtzenfest, Turnerfest, SLngerfest; de»
rentwegen hoatzt ma Europa a Festland.*
badek
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