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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, November 20, 1888, Image 4

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Die Gllzette.
Dienstag, deu 20. November 1888.
«atholischer Mrchen. «atenver.
Vom Grcuelder Derwustung.—Matth. 24.
Sonnt. den 25. Rcv. Katharina, I. U. M.
Mont. . 28. „ Petrus v.Alrrandr.
Dtenfi. . 27. « Varlaam n. Josayhat
Mittw. . 28. „ Sostheues. Gregor 111.
Donneni. . 29. „ Saturninus, B. u. M.
Freitag . 30. „ Andreas, Apostel.
Samstag . 1. De;br. Eligius, Dischos.
tkesestoff.
In den Ver. Staaten liefern die Zeitun
aen, Tagesblatter, aber noch mehr die
Wochenblatter, den Lesestosf fur die Fami
tie, besonders auf dem Lande die Wochen
dlatter. Ob diese Blatter gut oder schlecht
sind, davon hangt mehr ab, als die meisten
Eltern glauben. Zeige mir die Blatter,
die in einem Hause gelesen werden, und ich
sage Dir, wie es in religioser Hinsicht in
der Familie aussieht. Nun aber wollen
wir heute nicht von den Tages- Wo
chenblatter sprechen. wir haben es auf eine
andere Art der Literatur abgesehen, die
Art, die halbwegs zwischen dem Buche und
der Zeitung steht, die belletristischen Zeit
schriften. Statt der Politik liefern diese
Zeitschriften grohere Romane und Novellen,
langere Reisebeschreibungen, Poetischcs,
Lebensskizzen beruhmten Manner. Auch
die Ergebnisie der Wissenschaften, die Kun
ste, den Handel und Wandel, ziehen diese
Erzeugnisie der Literatur in ihr Bereich,
doch werden sie nicht, wie im Buche, er
schopfend und fachgemah behandelt, nein,
rs geschieht das in kurzerer Form, immer
nur theilweise und mehr in dem Gewande
der leichtern Sprache, als angekleidet in die
schwere wisienschaftliche Toga. Diese Art
Literatur ist noch neu,
kaum einige Jahrzehnte alt; aber sie er
freut sich groher Beliebtheit, da auch der
Bildschmuck gewohnlich nicht An
fangs fehlte es uns katholischer Seits an
solchen Zeisichriften, aber einmal das Be
drirfnih erkannt, fand sich schnell die Hulfe.
Treten unsere katholischen belletristischen
Zeitschriften auch noch nicht im Rresenge
mande mancher der seichtern Producte auf,
so konnen sie sich doch. was Jnhalt betrifft,
ganz gut mit den meisten mesien, die sie an
Gediegenheit und moralischen Gehalt bei
Weitem übertrefsen. Da jetzt die Zeit ist,
wo die Abende sich langen und gewohnlich
neuer Lesestosf angeschafft wird. so wollen
wir es uns nicht verdriehen lasien, obschon
wir es Jahr aus Jahr ein gethan haben,
unsern Lesern auf's Neue die nachfolgenden
Zeitschriften als eminent brauchbar und
besonders fur Jung und Alt geeignet, zu
empfehlen. Diese Schriften konnen durch
jede besiere Buchhandlung bezogen werden.
Probeheste gerne zur Verfugung gestellt.
Deutschcr HauSschlitz in Work und Bild.
Alle 20 Tage erscheint ein Hest, der Jahr
gang besteht also aus 18 Heften, jedes
Hest zu 20 Cents. Bald beginnt der
HauSschatz seinen 15. Jahrgang. Der
Druck ist groh und deutlich, die Stiche
prachtig. Jedes Hest Hat an die 60 Sei
ten Lesestosf. Verlag von Fr. Pustet in
Regensburg, New Aork und Cincinnati.
Alte und Neue Welt. Jllustrirtes ka
katholisches Familienblatt. Jahrlich er.
scheinen 12 Hefte, u7O Seiten. Der 24.
Jahrgang liegt jetzt im ersten Hefte vor.
Der Preis deS Heftes betragt 25 Cents.
Die Ausstattung ist schon. Chromo-Titel
bild. Verlag von Benziger Bros., New
Aork, Cincinnati und Chicago.
Tie katholischen Missionen. Jllustrirte
Monatsschrift im Anschluh an die Lyoner
Wochenschrift des Vereins fur Glaubens
verbreitung. Die katholischen Missionen
«rscheinen allmonatlich, zwei bis drei Ouart
bogen stark. Preis per Jahrgang $1.75
poftfrei. Die Ausstattung laht nichts zu
wiinschen übrig. Verlag von B. Herder,
St. Louis, Mo.
San Francisci Gliicklcin. Monats
schrist fur die Mitglieder des 111. Ordens
des hl. Franziskus. Redigirt und heraus
gegeben von P. Barnabas Ortner, Fran
ziskaner-Ordens-Priester in Jnnsbruck.
10. Jahrgang. Jeder Jahrgang besteht
aus 12 Monatsheften. Preis per Jahr
nur 50 Cents. Verlag von Fr. Pustet &
Co., New 3)otf und Cincinnati. Der
Jahrgang begmnt im Oktober.
Armea Seelen-Freund. Eine neue Mo
natsschrift im Jnteresse der armen Seelen
im Fegfeuer. Eine Monatsschrift im Jn
teresse der leidenden und streitenden Kirche.
Gegrundet zum Andenken an das Jubi
laum des hl. Vaters, von mehreren kath.
Priestern. Rev. F. B. Lubbermann, Ge
schastsfuhrer. Jahrgang I. September
30. 1886. No. 1. Ossice 318 Main-
Strahe, Eoansoille, Jnd. Abonnements
preiS $1.50 per Jahr, im Voraus zahlbar.
Die Zeitschrift erscheint auch in e n g li
scher Sprache.
18 i»gesa ndt. 1
Schone Worte eines Bifchofs.' )
Wie der „Herold des Glaubens" vom
31. October berichtet, fand in Chaska,
Minn., am 16. und 17. des versl. Mo
nates die Jahresversammlung der D. R.
K. Unterstutzungs-Gesellschast von Minne
sota statt; und da die Abhaltung einer Ka
tholikenversammlung vom hochw'sten Erz
bischof Jreland mihbilligt wurde, fand in
Ersetzung dersilben eine musikalisch-orato
rische Unterhaltung statt. Nach dem Hoch
amte hrelt der hochw'ste Herc Erzbischof
eine Ausprache, worin er den deutschen
Katholiken der Diozese St. Paul und des
Nordwesteus im Allgemeinen in reichstem
Mahe Lob und Anerkennung zollte sur ihre
Opfenvilligkeit und Beharrlichkeit, fiir ih
ren religiosen Eifer und ihr tiefes, starkes
religiSses Gefuhl. Rachdrucklich wllnsche
er hier zu versichern und zu betonen, dah er
durchauS nicht gegen den Gebrauch der
deutschen Sprache und den deutschen Un-
*) U i:;: dic No. d. Vl. rem C. Rrr. :.2.J
terricht in der Pfarrschule sei. Beides sei
ja ein natiirliches Bediirfnih fur den Ame
rikaner deutscher Zunge. UeberdicS sei die
deutsche Sprache ja eine der reichsten und
edelsten, und die Kenntnih derselben darum
selbst fur Nichtdeutschc von Dortheil. Um
der Religion willen sei es aber gradezu
nothwendig, den Deutsch-Amerikanern allr
mogliche Gelegenhcit zu geben zu deutscher
Predigt und Beicht und deutschem Jugend-
Nnterricht. Die Religion erwarmt den
Menschen mehr in der Sprache, in der er
zu beten gelernt Hat, als in irge.id einer
anderen. Er habe bis jetzt Alles gethan,
was in seinen Kraften gestanden, um den
deutschen Katholiken in dieser Hinsicht ge
recht zu werden, und werde eS auch in Zu
kunft thun. Und daS sei auch das Bestre
ben der gesammten Hierarchie in den Ver.
Staaten. Leider sei es nicht immer mog
lich dasielbe zu verwirklichen. Aber im
Prinzip sei ein anderes Bestreben kaum
denkbar. Weder das naturliche noch das
kirchliche Recht lasie etwas anderes zu.
Die Deutschen hLtten zehntausend Grun
de auf ihre Nationalitat stolz zu sein, und
er halte nichts von Leuten die mit ihrer na
tionalen Vergangenheit brechen. Darum
sollten wir Deutsch - Amerikaner unsere
Kinder Deutsch lehren, unsere deutsche Lit
teratur ihnen bewahren und sie vertraut
machen mit Deutschlands groher Vergan
genheit. So weit der „Herold des Glau
bens." Das sind ohne Zweifel schone
Worte, welche das Herz eines jeden
Deutsch-Amerikaners mit Liebe und Dank
gegen den Crzbischof von St. Paul erfiil
len mussen. Ebenso stimmen auch alle
Deutschen den solgenden Worten des Erz
bischofs vollkommen bei: „Die Deutsch-
Amerikaner sollen aber nicht nur das
Deutsche pslegen, sondern sie, und beson
ders ihre Kinder, sollen auch gut englisch
lernen, die Sprache des Landes, deß Ge
schciftes der Oeffentlichkeit, damit sie ein
treten konnen in die Vorderreihen ihrer
Mitburger!"
Darnach streben mit allen Kraften alle
vernunftigen Eltern, Lehrer, Priester und
deutsche Katholiken - Versammlungen, wie
die Rede des hochw. H. Jessing auf der
diesjahrigen Katholiken - Versammlung zu
Cincinnati zeiat. Es ist gewih sehr zu be
dauern, dah so wenige deutsche Katholiken,
ihren Sohnen eine hohere wisienschaftliche
Bildung zukommen lasien. Der Grund
bavon ist aber nicht einzig der deutschen
Traghcit zuzuschreiben, sondern zum gro
hen Theile dem Mangel an katholischen
hoheren Unterrichts-Anstalten und der Zu
'uckjetzung, welche Katholiken, und insbe
sondere Deutsche erfahren, wenn sie sich um
ein hoheres Amt bewerben; zudem ist die
Besiechlichkeit und der niedrige moralische
Standpunkt deS amerikanischen Beamten
standes keine oerlockende Laufbahn fur gute
Katholiken.
Der hochw'ste Rcdner kam dann, wie
der „Herold des Glaubens" berichtet, auf
die deutschen Katholikentage in Amerika
und auf gewisie deutsche kathvlische Blatter
zu sprechen. „Auf dem Katholikentage von
Chicago seien besonders solche Hochschulen
empfohlen worden, wo das Englische dem
Deutschen untergeordnet werde. Das hei
he die Schuler benachtheiligen. Solle die
Kirche in Amerika groh werden, dann
muhten unsere jungen Manner im Stande
sein, es auch im burgerlichen Leben mit den
anderen aufzunehmen."
Darin stimmen alle.Deutschen, Welt
liche wie Geistliche, mit dem hochw'sten
Bischofe überein. Sie streben mit allen
Kraften darnach, dah ihre Jugend an
Kenntnih der englischen Sprache keiner an
deren Nationalitat nachstehe.
„Der Herr Erzbischof will unsere jun
gen Manner überall in der Front sehen, in
den offentlichen Aemtern, in den Staats
gesetzgebungen, im Congreh. Dazu aber
mllssen sie vollkommen Englisch konnen.
Bis jetzt seien die deutschen Katholiken in
dieser Hinsicht zuruck, und gewisie deutsche
Blatter thun Alles, um sie auf den Uck
soats festzuhalten. So der Bericht des
„Herold des Glaubens". Das sind schone
Worte im Munde eines Bischofes. Jeder
deutsche Katholik nun ist begierig die Na
men solcher deutschen Blatter zu erfahren,
die seinem Avvancement entgegen arbeiten,
um denselben so schnell als moglich den
Garaus zu machen. Da der Schreiber
dieser Zeilen jedoch keine deutschen Blatter
dieser Art kennt, so fordert er alle Freunde
der Kirche und des deutschen Volkes auf,
solche gefahrliche Blatter auf dem Wege
der Presie bekannt zu machen. Es ist lei
der nur zu sehr wahr, wie dies auf der letz
ten Katholiken-Versammlung in Cincinna
ti hervorgehoben wurde, dah die deutschen
Katholiken sehr sparlich in Staats- und
Regierungsamtern vertreten sind, allein
man wuhte noch nicht, dah gewisie deut
sche Blatter daran Schuld seien, man arg
wohnte noch immer, es seien die Freimau
rer, die Protestanten und haufig sogar die
JrlLnder, welche sich dem Emporkommen
eines Dutchman und Katholiken entgegen
stellen. Alle Deutschen stimmen dem
hochw'sten Herrn Erzbischof darin bei, dah
eine Pfarrschule, welche den Kindern nicht
die Kenntnih der englischen Sprache bei
bringt, kein Recht der Eristen; in diesem
Lande Hat. Aber die Schwterigkeit be
steht darin, eine solche Schule hierzulande
aufzusinden. Hier sollten die Freunde der
Menschheit das Uebel aufdecken und zur
Kenntnih der BischSfe bringen. Ebenso
ungerecht handelte ein Priester, der aus un
klugem Seeleneifer das Aufkommen der
englischen Sprache hierzulande verhindern
wollte. Aber etwas Anderes ist es, wenn
ein Priester eine deutsche Pfarrei und
Schule Hat, und dann darauf dringt, dah
die Kinder, die er zur h. Kommunion neh
men und zu Pfarrkindern machen soll, die
deutsche Sprache erlernen. Wenn deut
sche, polnische, bohmische, italienische Prie
ster von ihren Kindern die Kenntnih der
Muttersprache fordern, so ist damit keines
wegs die Kenntnih des Englischen ausge
schlosien. Mit demselben Recht, wie der
irische Priester die Kenntnih der englischen
Sprache fordert, so fordert auch jeder an
dere Priester bei seinen Kindern und Glau
bigen die Kenntnih der Muttersprache, so
lange dieseS billig und klug ist. Denn,
doh die fremden Sprachen langsam abster
Luxemvurger G«zelte.
ben werden ist eine Wahrheit, die von Nie
manden in Zweifel gezogen wird.
Nach dem „Herold des Glaubens" ist
der hochw'ste Crzbischof nicht gut auf ge
wisie deutsche kathvlische Zeitungen zu spre
chen. ES heiht dort: „Auf'3 scharsste zu
tadeln seien gewisie deurichc katholische Zei
tungen, welche Alles nur immer deutsch
haben wollten, über die Amerikanisirung
spvttelten, die Amrrikaner lacherlich mach
ten und beleidigten. So habe er kurzlich
in rinrr solchen Zeitnng gar rinr ame
rikanischer National-La,rer gesunden. Das
heihe gegen uns Katholiken ein neues
Knownothingthum herausbeschworen!!
Nun, so arg wird es doch wohl nicht
sein. Mit den wenigen deutschen katholi
schen Zeitungen muh man in dresem Punkte
schon Rachsicht haben, weil ihre sinanzielle
Lage keine glanzende ist. Das Sprich
wort sagt (ob mit Recht oder Unrecht, will
ich nicht entscheiden): „Jn Geschafts-
Sachen hort die Gemuthlichkeit auf." Wie
der Bierwirth die Zahl seiner Kunden zu
vermehren trachtet, so bemuht sich auch der
Zeitungsmann, seine Abonnentenzahl zu
vermehren, und dazu ist an erster Stelle die
Ausrechthaltung der deutlchen Sprache er
fordert. Verzeihen wir ihm seme angeb
liche SchwLrmerei fur die deutsche Sprache.
Sie ist blos Geschastseifer.
Ob die deutschen Zeitungen mit Recht
oder mit Unrecht die Amerikanisirung der
Fremden bespoltelten, kann erst bestimmt
werden, wenn der Sinn des Schlagwortes
a m e r i k an i sch naher sestgesetzt ist. Dah
die Deutschen sehr lercht mit irgend einer
fremden Nalion sich verschmelzen, ist seit
vielen Jahrhunderten bekannt, und durch
die fortwahrende Ausmanderung der Deut
schen nach Frankreich, England, Spanien,
Jtalien bestatigt. Dah die Deutschen alle
Suten Gewohnheiten und Gebrauche der
lmerikaner annehmen, ist gewih lobens
werth; aber dah sie die schlechten Gewohn
heiten und Mihbrauche der Amerikaner ver
meiden, ist nicht weniger lobenSwerth.
Was ist amerikanisch ? Was ist amerika
nischeS Volk? Entweder sind'S die Jndia
ner oder Englander, Schotten, Jrlander,
Deutsche, Franzosen, Skandinavier :c.
Alle diese sind erst im Verschmelzungs-Pro
zeh begrissen; aber reine Amerikaner mit
Ausnahme der Jndianer sind noch keine
vorhanden, folglich auch keine amerikani
schen Sitten und Gebrauche und kein ame
rikanischer Geist. Es ist von Seiten eines
Einzelnen und von Seiten einer Klasse eine
emporende Anmahung, sich im Gegensatz
zu den ribrigen Biirgern dieses Landes als
die allein echten Amerikaner auszugeben.
Alles Gute, was sich in der amerikanischen
Cultur sindet, mit Ausnahme einiger Er
sindungen auf dem Gebiete der Mechanik,
ist von Europa heruber gekommen und
zwar nicht nur aus England und Jrland
sondern auch aus Deurschland und von den
Deutschen haben die sogenannten Amerika
ner schon Manches gelernt und es bleibt
ihnen noch Manches zu lernen übrig.
Diejenige deutsche Zeitung, welche eine
Liste der amerikanischen National-Laster
ausgefuhrt Hat, Hat ohne Zweifel ein gutes
Werk gethan, wie jeder eifrige Seelsorger
von Zeit zu Zeit dasielbe von der Kanzel
herab thut. Die Amerikaner sind nicht so
empsindlich, um sich dadurch gleich belei
digt zu suhlen. Die Freiheit, die sie selbst
geniehen und gebrauchen, gonnen sie auch
den Katholiken.
Allerdings wird es immer unmoglich
bleiben, den Knownothings, Freimaurern
und Protrstanten zu gefallen. In ihren
Augen bleiben wir immer Reichsfeinde,
Papisten, Jesuiten, Romanisten, wenn wir
auch noch so laut mit unserem amerikani
schen Patriotismus prahlen.
„Redner preist dann mit begeisterten
Worte.i, so f3hrt der „Herold d. Glau
bens" fort die amerikanische Freiheit,
unter deren Schutz sich Alles frei entfalten
durfe, auch die Religion."
Auch die deutschen Katholiken preisen
diese Freiheit, in so ferne als sie preiswur
dig ist; aber mit Besorgilih nehmen sie
wahr, dah im Schatten dieser Freiheit das
Unkraut besser gedeiht, als der gute Wei
zen, und dieser letztere in Gefahr kommt,
erstickt zu werden.
„Darum sollen wir Amerika lieben,
Patrioten sein; denn Amerika ist unser
Vaterland."
Ist diese Crmahnung nicht überslussig?
Es ist ja die Liebe zu Amerika, welche alle
Frenidlinge herubergezogen Hat. Wer
Amerika nicht lieb gewinnen kann, der
kehrt wieder nach Europa zuruck, wofern
er die Mittel dazu bellht. Sind die
Deutschen nicht so gute Patrioten als die
Englander, Jrlander, Canadier in den
Ver. Staaten? Oder was ist mit Pa
triotismus und Liebe zu Amerika gemeint?
„Bezuglich der Katholikentage machte
dann der hochw'ste Herr Bedenken geltend,
und bemerkte auherdem, der hl. Vater
wunsche, dah nichts geschehe, was zu einem
Zwiespalt Anlah geben konne."
Dieser Wunsch des hl. Vaters ist selbst
verstandlich. Wenn ein Zwiespalt entsteht,
so kommt eS darauf an, auf wclcher Seite
das Recht oder das Unrecht sei. Dieser
letztere Theil ist die Ursache des Zwiespal
tes, nicht der Erstere. Bei der diesjahri
gen Katholiken-Dersammlung waren fiinf
Bischofe anwesend. An ihnen ware es zu
erst, zu entscheiden, ob die Katholiken-Ver
sammlung ein Anlah zum Zwiespalt gewe
sen sei oder nicht. Wer Bedenken gegen
die Katholiken-Versammlungen erhebt, der
muh dieselben begrunden. Es mllhte ge
zeigt werden: Wer an diesen Versamm
lungen Anstoh nimmt? und mit welchem
Rechte- Ob die Gefahr eine wirkliche
und nicht blos eingebildete sei- Mit
welchem Rechte man den Deutschen das
Versammlungsrecht streitig machen wolle-
Ob der Geist, welcher die Katholiken-Ver
sammlungen in's Leben gerufen und gelei
tet Hat, ein echter oder falscher Seeleneifer
gewesen? Ist eS ein echter katholischer,
ein wahrer Seeleneifer gewesen (was man
wohl nicht leugnen wird), wer wird dann
wohl sich erdreisten, daran Anstoh zu neh
men, wenn einige heldenmiithige Priester
eS wagen, den Kopf über den Morast des
amerikanischen Alltagsleben» zu erheben,
und ihre mit demselben Geist-
zu entflammen? Welcher gute Katholik
wird 9leid oder Cifersucht in seinem Herzen
empsinden, wenn er ein regeres und leben
digeres kirchliches Leben ur.ter den Deut
schen wahrnahme- Oder sollen wir etwa
der Freimaurer und Protrstanten halbrr
der altcn Unthatigkeit und Schlafrigkeit
verharren? Nein. Wenns halt nicht an
ders sein soll, sagt der „Herold", dann
wir „Auslander" uns auch den
amerikanischer. Sprachgebrauch en, und
nennen den nUchsten Katholikentag in
Cleveland eine deklamatorische und musila
lijche Unterhaltung. Sollen wir denn
wirklich auf solche Winkelzstge angewiesen
werden, wir, die wir weder in Jrland gebo
ren, noch irischer Abstammung sind ?
Die Juden-Gefahr.
IX.
Zum Ohristenschutz,
Richt zmdentrutz.
Ueber judischen Christenhah.
Die vor einigen Jahren erschienene
Schrift: „li6n Siral» Militans" macht dem
Christenhah eines Juden in solchen Aus
drucken Luft, welche man nur als diabo
lische Raserei bezeichnen kann. Im An
fang der Schrift wird der rationalistische
Dctsmus des modernen Judenthums gegen-
Lber dem christlichen GotteSbegriff in einer
das Christrnthum verletzenden Weise dar
gelegt. Dann werden in einer Parla
mentsrede Regierung und Volksvertreter
aufgefordert, alle Kirchen auszulosen und
dann jeden Menschen glauben lehren zu
lasien, was er wolle. Es mstsse dem
Staat ebenso gleichgiltig sein, welche Re
ligion einer habe, als es ihm gleichgiltig
ist, ob Jemand mit gelben oder grstnen
Handschuhen auf den Ball komme; ob
Jemand Austern oder Froschkeulen esie;
oder ein Anderer hartgesottene Eier den
Krebsen oorziehe. Der Staat musie aber
„genau dariiber wachen, dah weder alte
noch junge Leute. denen Gott die Lust oder
die Kraft zur Arbeit verweigert Hat, sich
zu einer dem Staate unverantwortlichen
Gesellschaft zusammenthun, und sich zu
ausschliehlichen Lehrern des Volkes auf
werfen. Diese Leute, die man gemeinig
lich Klerisei oder auch Priesterschaft nennt,
nehmen in der Regel ihren Ursprung in
einigen gemiithlichen Schwachkopfen, welche
die philosophische Speculation irgend eines
hirnverbrannten Traumers fur bare gott
liche Miinze nehmen."
Dann kommt eine unflatige Stelle, die
wir nur dehhalb hier wiedergeben, weil sie
ein treues Bild des unnatiirlichsten Chri
stenhasies enthalt:
„Was wir am wenigsten verkaufen kon
nen, das sind jene bornirten Viehcher, die
in lhierischer Traqheit ihre Vernunft in die
Westentasche stecken und dafur sinnloses
Geplare nachplaren, das man jhnen vor
geplart Hat. Was sie plaren, verstehen sie
nicht, und thun sich darauf was zu gut.
Wie das Schwein sich im Schmutze walzt
und grunzt vor Freude, so walzen sie sich
in Unwisienheit, klatschen sich jauchzend
den Hintern und rufen entzuckl: Wir
sind die Frommen, wir sind die Guten,
und uns gehort Gott und Alles, was er
geschaffen Hat. Sie nennen sich Lammer
und Schafe und sind es auch: vorn fresien
fle und hinten machen sie Dung; und blSckt
ein Leithammel ba, ba, oder ba, ba, oder
bo, bo, so blScken sie hintendrein ba, ba,
oder ba, b 3, oder bo, bo, fresien weiter
und machen weiter Dung. Wir achten ihr
Geplare dem Mackern der Ziegen oder den
Lippenbewegungen der Kameele glelch.
Die Apostel werden aufgefiihrt als sich
zankend und priigelnd im Himmel. Pau
lus heiht: „Schaulchen Tarschischenber
ger" (Anspielung an Tarsus), Nathanael:
„Natanio Feigenbaum", Johannes:
„Junghans und FaselhanS", Petrus:
„Barjona Saidenhans" (Anspielung auf
Bethsaida). Der Letztere packt Schaul
chen am Kragen und wirft ihm vor, er sei
gar kein echter Jude und Benjamite, sonst
wurde er nicht so auf sein rSmischeS Bur
qerrecht pochen.... Dann laht ihn der
Berfasier folgendermahen fortfahren: „Du
allein bist an all dem Jammer und Elend
schuld, weil du all das Gesindel in den
Tempel gelockt und das Volk des Gesetzes
darauS verjagt hast. Stumpfsinn, Heu
chelei, Faullenzerei und Kauderwelsch
machten sich drin breit, dah kein Mann
der That und Vernunft es darin eushalten
konnte. Der feigen, sinnlich-bestialischen
Heuschreckenbrut streichelst du den Schwanz,
der gefrahigen Volksbrut warfst du aller
hand schweinischen Frah vor, damit sie dir
nachliefen und deine Citelkeitnahrten"
Darauf antwortet Schaulchen: „Jch
mochte nur wisien, was aus der ganzen
Geschichte geworden, wenn ich nicht gewe
sen ware; in's Wasier ware sie gefallen
wie so viele andere. Uebrigens habe ich
nie trefenen Kase gegessen, wenn ich dasur
koscheren Schmorbraten mit Schalet fries
gen konnte. Du aber, Barjona Saiden
hans, hast in Cesarea Blutwurst mit
Schinken in Butter gebraten am Jom
Kippur gegesien ohne Broche zu machen
und ohne zu benschen"
Den Schluh des Buches bildet ein
Psalm, dessen letzte Verse also lauten:
„Doch du, Babilon's Here, und Edom
du was ihr an mir verbrochen, ist euch
vergolten worden. Und all' ihr anderen
Hunde, die meinem Ungluck spotten
bellt nur lustig weiter, bis euch der Kuckuck
holt."
Dieses Buch erschien vor acht Jahren in
der Metzlerischen Buchhandlung in Stutt
gart. Wir sehen darin ein treues Bild
judischen Styles und judischen Christen
hasieS. Wenn die Christen sich dariiber
beklagen, dann schreien und jammern die
Juden die Welt voll iiber „Judenhehe",
und es sinden sich auch dumme Leute genug,
die mit ihnen Mitleid tragen. Hatte ein
Christ ein solves Buch gegen das Juden
thum geschrieben, eS witrde die liberale
Presie einen hollischen Lilrm erheben
von diesem Juden-Pamphlet aber sagen sie
kein WSrtchen.
Ueber jiidische Philantophie, HumanitSt
und WohlthLtigkeit erheben unsere tSali
chen Blatter grohe Lobpreisungen. DaS
AlleS ist Lsige und Betrng. Der Jude
betrachtet bloS den Juden als seinen Nach
sten, dem er Liebe und Gerecheigkeit zu er
weisen Hat, niemals aber die Unbeschniite
nen, welche er ungestraft betrugen und
todten kann. Ia noch mehr: Die Werke
drr Liebe und Gerechtigkeit. die ein Jude
gcgen Christen auSLbte, sind nach dem
Talmud al 3 Verbrechen zu betrachten.
Der grohe judische Rabbiner Maimonide3
dehauptet ganz entschiedcn: Es ist ein
vcn Nichtjuden zu hassen und zu
vcrtilgcn.
Allerdings konnten die Juden nicht ganz
lich und allzeit der milden Cinwirkung des
Christenthums miderstchen. Sie nahmen
haufiz christliche Gesinnungen der Nachsten
liebe von ihrer Umgebung an, und diese
Gesinnungen milderten ihren talmudischen
Christenhah. Allein diese menschenfeind
lichen Lehren des Talmuds üben noch jetzt
ihren verderblichen Einfluh auf die Juden.
Was im zwolsten Jahrhundert der Rabbi
Jsaias im Talmud niederschrieb: Der
Jsraelite, der seinen Glauben verleugnet,
soll dem Christen gleichgezahlt und in die
Grube geworfen werden; oder wofern er
in einen Brunnen fallt, soll man ihn nicht
mehr herauslassen. Derselbe Hah, der
die Juden antrieb Christus und dem La
zarus nach dem Leben zu streben; der den
Saulus und die Juden der ersten Jahr
hundert- zur Christenverfolgung antrieb,
derselbe schlummert noch im Herzen der
Talmudjuden unserer Tage. Daher konnte
der hl. Bischof Cpiphanius ausrufen:
Ach! ihre Natur ist geworden, wie die
eines wuthenden Hundes. Und inunserem
Jahrhundert konnte Michelet schreiben:
Der Jude ist jener schmutzige Mensch, der
weder Speise noch Frau beruhren kann,
ohne dah man sie verbrannte; er ist jener
Mann der Schande, auf den Jedermann
spuckt.
Bail, fuhrt eine Jnschrift an, die
sich am Eingange eines Parkes in Frank
furt befand, was auch in anderen Stadten
üblich war: „Verbotener Emgang fur Ju
den und Schweine." Dem Juden, der
nach dcm Talmud alle Nichtjuden dem
Schmeine gleichzahlt, war also mit gleicher
Munze zurilckbezahlt. Wir sind weit ent
fernt dieses Wiederoergelrungsrecht zu bil
ligen, allein wir fragen, mit welchem
Rechte sich wohl ein Jude über dieses Wie
dervergeltnngsrecht beklagen darf?
Der Jude Viktor Cobden, in seinem
Werke: „Die Kirche und die Cynagoge"
erzahlt unS folgende schauerliche Thatsache,
die durch jlldischen Christenhah verursacht
wurde. Im Jahre 1823 spielte ein judi
sches Kind mit christlichen Kindern, ging
mit ihnen in die Kirche, und ungeachtet der
elterlichen Zurechtweisungen, ging wieder
um mit den anderen zur Kirche.
Das erziirnte die Mutter in solchem
Grade, dah sie den Entschluh fahte, das
Kind heimlich zu todten, was sie denn auch
wirklich aussuhrte, aus Furcht, das Kind
mochte dereinst christlich werden.
„W«nn ein Christ bei einem Jaden ein
kehrt, so erzahlt uns ein anderer bekehrter
Rabiner in seinem Werke: „Verfall der
judischen Religion", 3. Auflage 1834, so
empfangt ihn sreundlich und begleitet ihn
zuletzt bis zur Thure. Allein der Jude
muh dabei folgende Verwunschung ausspre
chen: „Mogen alle Krankheiten, Leiden
und bosen Traume, die mir oder einem
Mitgliede meiner Familie bestimmt waren,
auf das Haupt dieses Christen fallen."
Sieht ein Jude einen christlichen Leichen
zug, so soU er sprechen: „Heute starb ein
Gottloser, mogen deren morgen zwei
sterben."
Dieser fanatische Christenhah erlischt nur
hochst selten im Herzen des Talmudjuden.
Selbst Wohlthaten konnen diesen Hah
nicht ausloschen. Ein Jude, der mit einem
Christen eine lange und schwierige Reise
macht, und viele Liebesbeweise vom Chri
sten empfangen hatte, sagte vor ihrer Tren
nung zu diesem: Du weiht, wie bruderlich
wir uns auf der Reise beigestanden haben.
Wisie jedoch, dah trotz meiner Liebesbeweise
mein Hah sehr groh war. Zum Dank fflr
die empfangenen Wohlthaten, will ich dir
diesen Rath geben: Vertraue dich niemals
einem Juden an, wie tzroh auch die Freund
schaft sei, die er dir zeige.
Sirtus von Siena, ein bekehrter Jude
des 16. Jahrhunderts, gibt die Stellen des
Talmuds an, aus denen er die solgenden
Vorschriften schopft: 1. Wir besehlen,
dah jeder Jude dreimal taglich das christ
liche Volk verfluche und Gott bitte, das
selbe zu oernichten mit allen Konigen und
Fursten. 2. Gott Hat den Juden befoh
len, die GLter der Christen an sich zu
reihen, soweit dies ihnen mSglich ist, sei es
durch Letrug oder Gewalt, durch Wucher
oder durch Diebstahl. 3. Es ist allen
Juden befohlen die Christen nicht anders aIS
Bieh zu betrachten, und sie auch demgemah
zu behandeln. 4. Den Heiden sollen die
Juden weder Gutes noch BoseS erweisen,
die Christen aber sollen sie auf jede Weise
zu tSdten suchen. 5. Will ein Jude einen
Christen todten, trifft aber durch Zufall
einen Juden, so ist er straffrei. 6. Sieht
ein Jude einen Christen am Nande eines
Abgrundes, so ist er verpslichtet ihn hinab
zusturzen. Der franzosische General von
Segur schreibt iiber den russischen Feldzug
Napoleon's I.: Zwanzig Tausend Fran
zosen waren krank, verwundet, erschLpft in
Vilna zuruckgeblieben. Die Juden, welche
Frankreich damals beschutzt Hat, lockten sie
unter dem Scheine der Gastfreundschaft in
ihre Hauser, raubten sie aus und warfen
die Armen splitternackt zu den Fenstern
hinaus, um sie grausam durch Kalte und
Schnee umkommen zu lasien. Rohrbacher
nahm diese jiidische Grausamkeit sogar in
seine Kirchengeschichte auf.
Und diese fanatischen Feinde der Mensch
heit und insbesondere der Christenheit sollen
wir auf Wunsch der liberalen Presie als
unsere liebenswilrdigen Mitbrllder jildischer
Confesston anerkennen. Welche unver
schamte Zumuthung! Mit demselben
Rechte mogen sie auch dem Schafe zumu
then, dem Wolfe gleiche Rechte und Pri
vilegien im Schafstalle zu gestatten. Wohl
schreien Juden und Liberale unaufhorlich:
Rechte filr Alle." Das wLre pe*
wih sehr schvn und einfach, wenn e» keme
RaubvSgel und Rsubthiere gilbe. Allein
solchen Menschen, die von christlicher Mo
ral und christlicher Nachstenliebe nichts
wisien wollen, gleiche Rechte einraumen,
heiht dieselben zu Vampiren derjenigenma
chen. welche sich durch die Grundsah,
christlicher Moral und Liebe leiten lasictt.
Wenigrr gefahrlich fur dieses Land sind di»
Chinesen als die Jaden.
Arvcttsrrirlr.
Da jctzt der sehr zusammenzeschmolzrm
Orden der Arbeitsritter zu Jndianapolis
setne icihrliche Generalversammlung abhalt,
so wird auch der Worklaut des Schreibens
oeroffentlicht, in welchem die ./Propagan
da" in Rom unter wesentlichen Vor
behalten den Eintritt in ten Or
den den Katholiken gestaltet. Das
Schreiben ist vom Cardinal Simeoni, dem
Prafecten der Propaganda, an Cardinal
Gibbons in Baltimore gerichtet und besagt
im Wesentlichen Folg-ndes; „Nachdem die
hl. Congregation die Aktenstricke betreffs
der Arbeitsritter untersucht hatte, Hat sie
folgende Antwort angeordnet: Nach Allem,
was der Congregation bis jetzt unterbreitet
worden ist, kann man fur den Augenblick
den Verein der Ritter der Arbeit dulden,
wofern nur das, was in den Satzungen des
Vereins dunkel erscheint oder in einem übeln
Sinne gedeutet werden konnte, aus densel
ben herausgebessert wird. Dies sind na
mentlich diejenigen Stellen des Vorwortes
der Satzungen, welche die Verordnunzen
fur die Ortsoereine betreffen. Hier milsien
die Worte verbessert werden, welche sozia
listischen oder communistischen Sinn haben,
und zwar in der Weise, dah dieselben le
diglich das von Gott dem Menschen oder
dem Menschengeschlechte oerliehene Recht
bezeichnen, durch gesetzmahige Mittel und
ohne Verletzung des Eigenthumsrechtes
Anderer den Erwerb zu betreiben. Ich bin
glucklich, Cuer Eminen; versichern zu kon
neu, dah vie hl. Congregation die Absicht
der Bischofe hochlichst belobt Hat, mit Jh
nen dariiber zu wachen, dah in diese Ver
rine sich nichts einschleiche, was mit Ge
rechtigkeit und Ehrenhaftigkeit nicht in
Cinklang steht oder nicht durchaus mit den
von der hl. Congregation bezuglich der
Freimaurerei erth'cilten Anweisungen sich
vertragt."
Achiurrg! Achtung! Achtunft!
Cs wird hiermit zur allgemeinen Kennt
nih gebracht, dah der St. Raphaels-Ber
ein zum Schutze der Einwanderer sein
Bureau nach No. 6 State St., New 2'ork,
1 Treppe hoch, verlegt Hat.
Diejenigen, welche die Dienste des Ver
eineS irgendwie in Anspruch nehmen wol
len, sei eS um Schisfs- und Eisenbahnkar
ten an heruberkommende Freunde zu besor
gen, mogen sich die neue Adressr merken.
Auch bitte ich die Zeitungen, Obiges einige
Male zu publiziren, resp. die Aenderung.
in der Annonce vorzunehmen.
R e v. I. R e ul an d,
No. 6. State Str., New 'Aork.
Kirchtiche HlemgLeitev.
I n r a « d.
E rzdi 3 cese Cincinnati.
Die neue St. Alousius-Kirche in
0., ist am 28. October vom Crzbischof
Elder eingeweiht worden.
Crzdiocese Milwaukee.
Zu Pokt Washington, Wisc., erwahlte
der St. Franciscus-Unterstiitzungs-Derein
folgende Beamte: Prastdent, Bern.Not
ting; Viceprasident, Nic. Martin; 1. Se
cretair, Mich. Wester; 2. Secretair, Th.
Weiler; Schatzmeister. Adam Even; Ku
ster, Frank Bury; Marschall, Nic. Fel
lenz; Fahnentrager. John Bosseler; Re
prasentant, F. A. Niesen; Haupt-Comite,
Peter Hengel, Math. Wellenstein, Nic.
Wiltzius, I. B. Adam.
Am Sonntag, den 11. November, Hat
der hochwste Herr Crzbischof unter zahl
reicher geistlicher Assistenz die feierliche
Weihe des schonen Kirchen- und Schulge
baudes der neuen St. Bonifatius-Gemein
de an der 11. Strahe, zwischen Clark- und
Center Strahe in Milwaukee, vollzogen.
Hochw. Herr Pralat Zeininger celebrirte
das feierliche Hochamt, bei welchem hochw.
Herr Seminar Rector Rainer die Festpre
dizt hielt.
Crzdiocese Chicago.
Rev. James CullkN, ein Greis von 84
Jahren, welcher der DiSzese Cleveland an
gehorte, aber m lehter Zeit bei einer in
Chicago wohnhaften Nichte lebte, wurde
letzten Samstag auf dem Wege zur Aller
heiligen Kirche beim Ueberschreiten der Ge
leise der Eastern Illinois Bahn an Ste
wart Aoe. und 24. Strahe von einer Ran
gir Lokomotioe niedergerannt und erlitt
einen dreifachen Nippenbruch und innere
Verletzungen. Cr wurde nach dem Mercy
Hospita! gebracht.
Am Sountag, den 18. Nov., Hat der
hochw'ste Erzbischof Feehan die neue Kirche
zu den hl. Engeln, an Oakwood Boule
vard, dem Dienste des Herrn geweiht.
Luremburgisches.
vereiniate Staatev.
Eine Merkwllrdigkeit! Sud
lich von St. Louis, Mo., eristirt eine An--
siedlung Namens Luremburg, doch wohnt
dort kein einziger Luremburger.
Der Ort erhielt den Namen von der lu
remburger Frage, die in 1867 auftauchte.
Also ein Luremburg ohne Luremburger!
Wer hattedas gedacht! In
Meridan, Conn., also mitten im Lande der
blaubauchigen Vankeeswohnen nicht weni
ger aIS 16 luremburger Familien und sind
dort zwei gemischte Familien, d. h. Fami
lien, in denen der Vater oder die Mutter
luremburger StammeS sind.
Unser gute Freund, der vielen
unserer Lesern naher bekannt, E. P. Ber
trand, jetzt Auditor von Brown County,
Minn., wurde mit 406 Stimmen Mehr
heit auf'S Neue zu dem Amte envShlt.
I

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