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Luxemburger Gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, August 13, 1889, Image 3

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Die
Wuifen rms Uerrprrl.
von dem Berfasser
der „(Slocke der Andacht."
(Schluh.)
Naher zu Hugo trat der Zudringliche, in
desien Miene sich beim Scheine der Lampen
des Ganges ein ieeledurchschneidendes Hohn
lacheln ausdruckte. Jener erschrack in den
Tod, zog erblaht seine Borse, warf sie dem
Furchtbaren in den Hut und fragte: Willst
du mehr? und willst du ewig leben?
Mehr, antwortete der UnersSttliche, flllsterte
Hugo: Florens! in's Ohr und schlich wie
der auß dem Schlosie.
Auf der Terasie drauhen begegnete ihm,
von Ferne hergekoinmen, eine Bote mit ei
ner Trauernachricht, die er eilig dem Konig
brachte.
A
Zwei und zwanzigsteS Kapitel.
Duster, wie eS im zerknirschten Gemuthe
deS Konigs von Neapel aussah, brannte
vor ihm die Kerze nieder! der Bote hatte
ihn verlassen. Da wagte Hugo, bsihend
dem in sich selbst zusammengebrochenen
Biihenden zu nahen. Auf seine Frage,
welch' ein Echlag die trotzige Felsenkraft
seines Herrn so habe zerschmettern konnen,
antwortete Karl von Anjou: An Sizilien
hab' ich gesundiget viel und schwer; mit
LSwenkraft Hat es sich erhoben und dlutig
seine Schmach geracht; fast alle dort be
sindlichen Kinder Frankreichs sind unter
dem Schwerte der Bergeltung gefallen.
Ileber daS Blutbad der sizilischen Besper
grht meine Sonne unter. Zudem kampfte,
von seinem Oheim, dem Grafen Robert
ASmondi angefeuert, bei dem er aufgewach
sen, mein Sltestrr Enkel wider mich.
Florens Asmondi, Sire, Euer En
kel? fragte erschuttert der Freiherr. Jener
betheuerte sein Wort und verlangte zu wis
sen, waS cs fur eine Bewandtnih mit dem
in's Schloh geschlichenen Bettler habe.
Auf's Neue in der Klemme war Hugo, und
seine Berlegenheit zu verbergen gelang aller
Kunst der Berstellung nicht. WaS er in
der ersten Bestilrzung vorgab, mehrte nur
den Argwohn des Konigs.
Mein Enkel Florens, fuhr Anjou fort,
ist mein Gefangener und unterwegs hierher;
viellcicht übernachtet er schon heute im
Echlcsse. Das scheint Euch nicht licb zu
sein. Freiherr, was zittert Ihr vor einem
wahrscheinlichrn Zusammentreffen mit dem
selben? Hat Euer sonst so morderischer
Sinn keine Gelustcn mehr nach dem Blut
und Gut der Waisen? Er ist Hochverra
raiher; soll ich ihm nicht das schone, junge
Haupt, wenigstens Euch zu Liebe, adschla
gen lassen? Befehlt nur, ich gehorche.
Befehlt, dah ich Euch lebendig ernmauern
lasie —eS soll geschehen. Was wollte der
Bettler mit Euch? Dehnte sich Eure Be
kanntschaft auf Banditen auS? Auf's
Neue wimmerte Hugo um Bergebung und
Gnade; noch druckte rhn die Last des Zor
neS eines mihbrauchten Furstcn. Emer
schlimmen Osienbarung gewartig wankte
er hinauS, der fur das Grab gereiste Bllher.
Durch den Gang vor dem Zimmer hallte
Getos von Wossen und Ketten. Der alte
Wutherich horchte auf. Gleich darauf
wurde ein stattlicher Jilnglivg gefesielt vor
ihn gcbracht. Anjou kanute ihn nicht mehr.
Wer bist du? fragte er; des Gefessel
ten Antwort war: EineS Edelmanns
Sohn Florens Asmondi. Groh und
urLnnlich geworden und mit dem Abel ded
edelsten jungen Ritters stand seines Baters
altestcr Sohn vor Anjou dem Grohoa
ter. Anstatt dem Ueberlieferten heftiz zu
zllrnen, ruhte er auf ihm mit dem überge
henden Blicke vcrzeihrndcr Liebe. Es de
durste nur eines Wmkes von ihm und der
Enkel sah sich frei von der Schmach seiner
Bande. UnerklSr lich kam es ihm vor, wie
der sonsi so grausame Fllrst Neapels und
SrzilienS ihm so liebevoll begegnen konnte.
Um ihn jedoch ein wenig an sern Bergehen
zu erinnern, fragte er rhn: Was hast du
gethan, als du daS Schwert wider mich ge
schwungen? lch riichre, antwortete der
Waise, Bater und Multer. Ich bin in
deiner Hand. Todte mich oder lah mich
leben; mein Bater gab mir das Bcispiel,
wie ein Edelmann stirbt. Gut. erwiderte
Anjou, zum Scheine zucnend; du sollst
er sprach nicht aus, und Florens ward
in den Kerker, das alte Burgverlieh ge
bracht, um zur seligstrn Freude wieder her
vorzugehen. Wahrend dies im Schlosse
vorging, nahm Lorenzo den PLchter vom
Landgut mit sich hinauf zur Felsrnburg.
Die Absicht seiner Reise nach Neapel war
der GrSsin unbekannt Er hieh
sie, in seiner und PhillbertS Begleitung,
mit der Tochter von dieser virljahrrgen stil
len FriedensstLtte nun Abschied auf immer
nehmen, nnd sagte. es sei des Konigs Be
fehl, sie sogleich rn's Schloh zu bringen.
Mein Gott! seufzte sie, sino denn meine
Leidcn noch nicht zu Ende? Hab' ich ihren
Kelch nicht biS auf die Hefe getrunteu?
Was soll dort mit mir oorgehen? Freuet,
freuet Euch! erwiderte Lorenzo ; denn grohe
Freude ist Euch bereitet wie den Waisen.
Nun kommt und empfanget den Kranz.
Eiwas SchreckticheS fur sie hatte noch im
mer der Name Anjou. Des Eremiten
AuSruf: Euer Bater lebt! milderte ihre
Besorgnisie, dah nun endlich auch sie solle
geopfert werden.
Mein Bater? Ach! ich weih von kcrnem
Dater, keiner Mutter. Wer ist mein Ba
ler? Lorenzo bat, ihn zu den vielen Jah
ren nur noch einige Tage schweigcn zu las
sen; im Schlosie werde sie den alten Bater
umarmen.
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Bei Philibert, d> m er auftrug, da» Land
hauS auf daS AUerfestlichste zu fchmilcken,
lieh er die junge GrSfin zuriick wie einen
sichtbaren Engel unter den frohen PSchter»-
leuten, bei denen sie als kleineS Kind ge
lebt.
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Nicht ohne Zittern und Zagen ging wie
der die GrSfin Wittwe in dasselbe finster
blickende Schloh. in welchem sie einst um
ringt von ihren Kindern filr ihre» Gatten
Die Waisen ano Neapcl.
Freilasiung umsonst geweint. Hier war
tet ein wenig, edle Frau, sagte Lorenzo,
alB sie in einen Borsaal grkommen; jetzt,
Tochter, will ich Euch den Bater bringen.
Haltet Euer Hrrz gefaht. Der Erste ist
eS, den Ihr seyen werdet. Nach wenigen
Augenblicken kam er zuruck den Konig
beider Sizilien an der Hand.
In Demuth wollte sie ihm zu Fuhen
fallen; er eilte ihr zu, sie sank in seine
Arme. Maria! mein Kind! rief er aus,
o mein unschuldig so langc verfolgteS, vom
eigenen Bater mit Dornen gekrontes Kind,
komm an mein Herz, das dich in deiner
Mutter verlossen, sie und dich verloren, um,
so ungliicklich gemacht durch mich, nun end
lich so dich zu finden!
Mein Bater —lhr?
Lorenzo, Maria, Hat alle Zweifel gelost.
Er war dein Schutzgeist in deiner fruhesten
Kindheit; du tragst ein Muttermal in Ge
stalt einer Bohne an dir; an deinem Arme
hier rst's! Berzeihe dem Grausamen, der
dir daS Leben gab, um dich so ungliicklich
zu machen. Hier, hier lagst und rangst und
stehtest du damals vor mir, als du noch
jung und bluhend warst; hier lah mich nie
dersturzen und dich um Berzeihung meiner
Sunden an euch bitten. Zu machtig
hallte in ihren Herzen die Stimme der Na
tur; an der Brust des Baters verging die
gefundene Tochter in Freude und ThrSnen.
Und meine Mutter? fragte sie leise; der
Eremit deutete nach Oben.
Und Ihr, Lorenzo, sprach sie dann, Ihr
sagtet daoon so lange Nichts. Er durfte
nicht, erwiderte der Konig und gab ihr die
noihige Ausklarung. Nun ging Lorenzo
briseite zu Olto, dem man bis jetzt sowohl
die Rahe der Mutter, als die seines Bru
ders geheim gehalten hatte, um ihn plotzlich
ausis Freudigste zu iiberraschen. Wieder
genesen rih er sich von Emil los und beglei
tete Lorenzo, der ihm sagte, eine liebe, aus
fruherer Zeit ihm bekannte Frau, wolle ihn
sehen, zum Konig. Das wird Philiberts
Frau sein, dachte er, und der Begleiter off
nete die Thiire; unaussprechlich glllcklich
umschlosien einander Mutter und Sohn.
Aber eS war nur der jungere Sohn, voll
kommen war ihre Freude noch nicht; Flo
rens, die Kronc, fehlte noch. Auch diese
ihre Sehnsucht zu stillen, sorgte, mit dem
Bater vereint, der Eremit.
Und in der Mitte gehend zwischen dem
fiirstlichcn Ahnherrn und Lorenzo, wurde
nun der altere Waise frei und wie im Tri
umphe aufgefuhrt, und in die ausgespann
ten Arme der Mutter gegeben. Engel
Gottes sahen da geruhrt auf eine Wonne
scene hcrab, die zu schildern eine Menschen
hand zu schwach, alle Sprache sterblrcher
Zungen zu arm ist. Einige Worte des Ko
nigs und seine Eakel, die seligfrohen,
waren Lber ihr Berhaltmh zum Ahnherrn
aufgeklart. So vicle Freudenthranen wur
den im Schlosse nie geweint, als zu jener
Stunde, und die Gliicklichsten Neopels wa
ren Bater, Tochter und Enkel.
Der Abend meines Lebentz ist gekommen,
sprach der geruhrte Furst; ich had' es nicht
verdient an Euch, dah Gott mir den Kelch
der Freude noch ein Mal voll dieser Selig
keit schopste. Glrickliche machend will ich
mein Tagewerk vollenden, eurer Freuden
mich freuend mein Auge schliehen. Jetzt
lasset uns dem Tage die Krone aufseyen.
Darauf sahen an duftender Tafel im
Kreis um den iiberaus oergniigten Bater
und Ahnherrn die Warsen und ihre Mutter,
im Kranze unter ihnen Lorenzo, desien
weises Gesprach iiber die wunderbaren F3-
gungen dec gottlichen Borsehung Aller Her
zen zum Dank nach Oben entflammte.
Bor Wonne leuchteten Aller Antliye, selbst
das Emisis; nur iiber der Miene Hugo's
der, zur Suase filr seine Berbrechen, ge
dehmiithigt dcn Siez dts HimmrlS iiber die
listizen Anschlage der zu Schanden gewor
denen Boshen ansehen muhte, lag noch die
kalte DLsternheil eines mit sich zerfallenen
Gewisiens.
Nach der Tafel fuhrcn sie alle aus der
Hauptstadt auf Wagen auf daS Landgut
hivau», wo nach Lorenzo's Berheihung. die
braven PachterSleute mit der jungen GrS
sin ihie hohen Gaste erwarteten. Jede
Sekunde zahlte Helena, bis iyre Augen die
Brllder von Weitrm erreichten. Ofl hatte
sie jeneS ritterlichen Jazers wieder gedacht,
der sie beim Wasierholen auf der Berges
hohe gefunden; wie ein Traum lag es hin
ter ihr. Wer er war, wie sehr und wie rein
er sie liebe, daS Hat ihr Lorenzo nicht ge
sagt. Auch Emil machte mit dem Baker
den Zug auf'S Landgut mit.
Auf den Giebel des ringsum mit den
prachtigsten Blumengewinden gezierten
HauleS pstanzte Philiben die wehende Fahne
der Freude. Aus der Nachbarschaft hatte
er in aller Schnrlligkeit eine lLndliche Mu
stk zusammengebracht; die muhte spi.len
in den lirblichsten Klangen. wahrend die
Glllcklichen aus den Wagen stiegen und mit
dem Fllrsten eingingen. Nun jiidrte, wah
rend die Pfeifen klangen und die Tromprten
schmetterten, Lorenzo die junge, engclichSn
aufgebliihte GlSsin, vor die, wie sie selbst
im Jugcndglanze stehenden Btuder. Im
Hintergrunde erblickte sie, suh betrosfen,
wieder den Emil. Der ist »s. Mutter!
So sprach sie !eise und sanst enoihet,
und lehnte das Haupt an Lorenzo's vSter
l>ch besoigte Brust, erwartend, was da
kommen werde. Hoch pries der Konig dic
grenzenlose, AlleS aufopferr.de Liebe der
PachterSleute, die sie im Unglllckzsturme an
den Waisen und ihren Eltern grubt, und
den Kindern ASmondi gab er aUeS Erbe
ihreS Bater» und Antonio's. Filr seinen
Oheim, den Grafen Robert, der wider An
jou da» Schwert erhoben, erwirkte Florens
Berzeihung; ja, der Graf sollte, von Pa«
lermo nach Hof berufen, eine der hochsten
Ehrrnftellen erhalten. Florens und Otio
aber sollten zunachst dem Herzen Anjou s
sein und bleiden filr immer. Also vergalt
Gott einem schmerzlich bereuenden Furften
und Bater, und Dieser den Opfern frilherer
Tyrannei.
Eben wie so der Himmel voll Seligkeit
llber sie herableuchtete. und der Geist Jo
seph A»mondi'S die Haupter seiner gelteb
ten Hinterlassenen segnete, schlich jener Bett
ler auhen an der osfenen Thilre vorilber.
De» fllrchterlichen Menschen auch hier wie
der anstchtig geworden brach Hugo zusam-
«uxcmvurger Gazerre.
men mit dem erprehten Bekenntnisie: Das
ist GotteS Gericht! —Auch der Pachter
nahm dcs Menschen wahr und erschrack;
denn es war Godefred, der, wie aus
dem Grabe zuruckgekehrt, hier wieder er
schien. Die Bestilrzung entging dem Ko
nig nicht.
Wer ist dieser Mensch? fragte er; was
wagt er mit dieser Miene voll Schadenfreude
uns zu storen? Mit kecker Stirne trat
der Bettlcr herein, vor Hugo hin, und bat
um ein Almosen von ihm; Hugo warf ihm
seine volle Boise wieder in den Hut und
bat: Ich habe gebuht; geh'zur Ruhe!
Noch nicht genug! erwiderte Godefred;
ich bin (dabei sah er den Pachter an) dem
Rteer entkommen, und elerrd durch's Land
umheugeirrt; auch er, der mich einst ge
dungen, den Knaben Florens hinwegzurau
men. soll clend sein wie ich. Gehabl C ach
wohl! —Ore verschwand. Gott verzeiht
dem reuewernenden Silnder; auch der Ko
nig vergab Hugo die schwere Schuld.
Auf seine Knree geworfen, wie vor Anjou
lag Hugo in der Oual scines Reueschmerzes
vor der Grasin uno ihren froh um die Mut
ter versammelten Waisen. Auch sie verga
ben, und von Huqo's umgewendeter Seele
sank es wie eine Zentnerlast.
Und jetzt, als die Frende wieder zuruck
gekehrt war, erhob sich Lorenzo, in der Hand
den Becher voll des perlenden edelsten Wei
nes, und sprach, zu dem jungen Frciherrn
gewendet: Du hast geschwiegen, du bist
gepruft und bewahrt. Nun werde du de:
Glucklichste durch ihre Hand und ihr Herz!
Diesen Becher auf dein und dieser reinen
Jungfrau Gluck! —Ec trank, und ihm
folgten glSckwilnschend die Bruder. Und
der alte Ahnherr und dic Mutter segneten
den Bund zweiec fur einander geschaffener
Herzen. Darauf stiehen sie lauter dre Be
cher zusammen, und tranken rundum auf
des hohen Ahnherrn langes Leden und
Wohlsein und auf das Gluck der drei
Waisen aus Neaprl.
Das Lchicksal des beruhnten
Cloldjagers.
Eine Reise, die ich jilngst nach Montana
zu unternehmen hatte, silhrte mich nach dem
Minenstadtchen Bozman. Dort stand ich
eines Morgens an dem Grabe eines be
rilhmten ManneS: an dem Grabe von Old
Pancake salter Pfannkuchen). Ein be
rilhmter Mann? werden dre Leser zweifelnd
fragen. Em Mann, bekannl in der gan
zen civilistrten Welt, ein Mann, desien
Ruhm nach allen Landern drang, ein Mann,
desien Ruhm nach allen Landern drang, ein
Mann, der. hatte er behalten, was er harte,
über einen Reichthum hatte verfugen konnen,
wie er noch niemals in der Hand eines Men
schen vereiniqt war, und neben dem ein
Rothschild, Banderbilt, Southerland, Mak
kay und Gould nur eine Zwergenfigur ge
sprelt hatten Henry Thomas Paige Com
stock, der einstige Besitzer der wettbekannten
Comstock-Minen in Neoada. Anner alter
Pfannkuchen!! Da lag er still in seinen
sechs Fuh Muttererde, ohne dah ein Kreuz,
ein Brett, ein Pflock mit einer Nummer sei
nen Hilgel kennzetchnete er, der reichste
Mann, der jemaltz unter Menschen wan
delte. Es regt zum stiachdenken an, wie
es kommt, dah alle Entdecker oder ersten
Besitzer von bedeutendrn Mineralreichthil
mern ihre verpassen", wie der
Bolksmund sagt, und von kuhl rechnenden,
erbarmungslosen Finanzmannern verdrSngt
werden, welche die Ernte ganz und voll ein
heimsen. Die Antwort kann nicht lauten:
weil diese Entdecker ungebildcte, geschcisls
unkundige Menichen waren. denn nicht «n
allen FLllen ist dies der Fall gewesen. Der
beriihmte Pfadfiader Fremont hatle doch
gewih seinen Schulranzen gut gcfullt und
war dabei ein geriebenrr, waghalsiger A rn
kee. Keiner war fruher um Platze, um sich
einen erklecklichen Theil von dem Goldreich
thum Californiens zu sichern, und Fremont
ist auch nicht faul gcwfsen, Pfeifen zn
schneiden, wShrend er im Rohre sah. Un
gezahlte Millionen besah er unter der
Erbe! Vor einigen Jahren truz ihm der
Sherisf von New ?lork die letzte Habe anS
dem Hause, um sie auf der ZwangSauction
zu oe.steigern, und schon stand der einst
hochgefeirte Pfadsinder auf der Schwelle
dcs Armenhauses, ais sich der Buadepiast
det seiner erbarmte und rhn zum Gouoer
neur von Arizona ernannre. Doch er er
wies sich auch auf diesem Posten, trotz der
birtersten E.fahrungen, als der alte, unver
besserliche Projectenmacher, daher seine
AmtSdauer eine kurze war. Der General
Sutter, auf desien Besitzung die
stattfand, welche Beranlasiung zum caltfor»
nischen Goldsieber gab, war gewih em ge
bildeter, gurgeschulter Mann. Es gab
eine Zeit. so erzLhlte mir ein alter „Reun
undorerziger", der in Sutter's Rahe gelebt,
wo der General Fasier voll Goldstaub be
sah. Trotzdem starb Sutter in durfugen
Umstanden. Marshall, der bekannte Ent
decker des Golves bei Sutter'S Muhle, war
zwar kein gebildeter, aber doch ein wclt'
kundiger Mann. Bor wenigen J rhren ge
wiihrte ihm der Staat Californien erne
Jahrcspension, weil man nicht wollte, dah
der, welcher die erste Beranlasiung zur Brl
dnng des StaateS gab, betteln ginge.
Diese Beispiele konnte ich oerzehnfachen,
doch so viele ich ihrer auch anfilhren wurde,
keines hielte auch nur annLhernd einen Ber
gleich aus mit demjenigen, daS Comstock
birtet.
War cs nicht genug. dah er seinen Rcich
thum verlor, warum nahm man ihm auch
noch feinen wrltbekannten Namen, um ihm
den wenig beneidenswerthrn eineS alten
Pfannkuchens beizulegen, sragte ich einen
Miner, der mit mir des WegeS ging. Weil
er immer so geschLftig war, oder sich einbil
dete, so geschSftig zu sein, dah er keine Zeit
hatte. Brod zu backen, und statt desien tag
lich einige schnell herzustellende Pfannku»
chen berettete. In der linken Hand eine
Blechschilsiel voll Mehl, in der rechten einen
LSffel, mit dem er den Teig schlug, so kniete
er vor seinem osfenen Herbfeuer, wShrend
seine Augen trSumerisch auf einem fernen
Berggipfel ruhten und sein Geist sich mit
Bermuthung deschSftigte, wie viel Gold
und Silber dort verborgen liegen kSnnte.
Eine andere Comstockader filr die verloren
aegange, da» war, was er suchte mit der
Emsigkeit eines MaulwurfeS.
Comstock war llbrigens nicht der Ent
dccker der nach ihm benannten unvergleich
lichen Edelmetalladern. Das wird die,
welche eine der kurz gefahten Geschichten
der Comstockminen gelesen haben, überra
schen, trotzdem ist cs unzweifelhaft wahr.
Comstock entdeckte so wenig die Comstock
adern, wie AmericuS Amerika. Das sind
ja nicht die einzigen Beispiele, dah die Na
men der wirklichen Entdecker vertauscht wur
den mit den Namen solcher, die ihnen hart
auf dem Fuhe folgten, wenn es galt, die
Taufe an dem Findlinge zu vollziehen. So
geschah namlich die Cntdeckung. John Bi
shop, ein Miner, auherte eines Tagks ge
gen „Olv Birginia", desien richtiger Name
James ginney war, er habe auf Goldhill
gefunden, die jcner auch auf
der Nehjagd gesehen habe wollte, ihnen
aber keine Wichtigkeit beilegte. Old Bir
ginia erzLhlte daoon in einer gelegentlichen
U iterhaitung seinen Kameraden MacLaugh
lin und O'Reilcy, was zu dem Beschlusse
fuhrte, eine Untersuchung anzustellen. Die
Drei arbeiteten zusammen in einer Steil
schlucht des westlrchen Ntvrda, und Old
Birginia war die meiste Zeit betrunken.
An einem Tage, Sonnabend, 28. Januar
1854, war er zufallig nuchtern, uno diese
Gelegenheit wurde zum Aufbruche benuyt.
Die Schurfung lieferte aber keine beson
ders ermuthigenden Resultate. In der er
sten Psunne wurden über 15 Cents Gold,
in der zweiten fur acht Cenis und in der
dntten gar nur fur funf CentS gefunden.
Als Birginia, sich bedenklich hinter den
Ohren krahend, die Schlucht hinaufging,
nach einiger Zeit aber mit der freudigen
Meldung zruckkehrte, er habe einen reichli
chen Waffervorrath gefunden, wurde nach
kurzer Beralhung beschlosien, das Zelt auf
zuschlagen und ernstlich an die Arbeit zu
gehen. So anzelegen sie es sich auch sein
liehen, so konnten sie doch nicht mehr als
11 bis 2 Dollars pro Tag und Mann
winnen eine Ausbeute, die selbst heute
zu gering ist, um zu reizen, damals aber
fllr erbarmlich betrachtet wurde. Bis An
fang Juni muhten sie sich ab, dann wurden
sie so entmuthigt, dah sie planten, aufzu
brechen, um ihr Gluck am Walkerrioer, wo
neue Goldlaqer entdeckt worden waren, zu
versuchen. F2r die wenigen Tage, welche
sie sich vorgenommen hatten, mit der Arbeit
fortzufahren, bedurften sie eines neuen
Wasserloches zum Waschen, und als sie es
vier Fuh tief gegraben hatten, stiehen sie
auf einen verwitterlen Felsen, der schmuhig
schwarz, wenig versprechend aussah und an
fanglich keiner Beachtung gewurdigt wurde.
MacLauzhlin meinte aber schliehlich doch,
eine Untersuchung konnte nicht schaden, war
es doch bei den damaligen Minern Ge
brauch, weil sie aller mineralogischen Kennt
niste dar waren, jedts Gestein und jede
Erbe auszuwaschen, in der Hoffnung, in
dicsem Umhertappen zufallig unterirdische
Schaye zu entdecken. So fiillte denn Mac
Laughlin seinen Rocker, wusch eine Probe
aus. und blendenb war das Resultat. Der
Boben des RockerS war buchstablich mit
Goldstaub bedeckt. Eme zweite und eine
dritte Probe wurde ausgewaschen, stets mit
deiselben Ausbeute. Dah nun von dem
Aufbruch keine Rede mehr war, ist selbst
oerstandlich. Mit sieberhafter Hast wurde
gehackt und gewaschen, und wenn Abends
zur Theilung deS Gewinnes geschritten
wurde, enifielen nicht sclten auf den Mann
500 Dollars. Die HSrteren Felsstlcke zer
stiehen sie in einem gewohnlichen
ser, und selbst bei dieser urwuchsigen Me
thode konnte ein Mann 100 Dollars den
Tag verdienen. An dieser Stelle wurde
spiiler der Hauptschacdt der beruhmten
Ophirmine abgeteuit. Am Abend dts Ent
deckungstages ritt Comstock, der in den Ber
gen gewesen war, um sein weggelaufenes
Pferd zu suchen, hkinuvarts an dem Fund
orte vorstber. Als er die Tagesausdeute
sah, beugte er sich vor Erstaunen weit aus
dem Sattel und begann sofort riber den
Kauf emes Antheils zu unterhandeln. Er
beb ruptete, der Grund, auf dem die Miner
arbeiteten, sei sein Eigenthum, ebenso daS
Wasier, welches sie bensttzten. In dem
Grundbuch habe er sich aIS Besiher von 160
Acres Land eintragen lasien, auch dre O.uel
le, welche das Wasier lrefere, habe er vor
sorglich zum Bergbaubetriebe mit Beschlag
belegt. ES ist nie sicher festgeflellt worden,
ob diese Behauptung begrundet war oter
nicht. Thatsache rst, dah dre Miner Comstock
glaubten und ihn nebst seinem Freunde Pen
rod mit gleichen Anthrilsberechlignngen in
die Geselllchafl aufnahmen. Rachdem das
Bstndnih in qehSrrzer Farm gelchlosien
war, erklarte Comstock, «s mrlhten ihm 100
Suh der Minengerechlfame zu separatem
Besitze überwiesen werden als Entgelt sstr
die Benutzung des WasierS. Da sein Recht
auf daLselde von sernen Partnern einmal
anerkannt worden war, so muhten sie der
Korderung nachgeben, denn ohne Wasier
war ihre Mine werthlos. Diese 100 Kuh
sind spater in die dritte Hand frlr eine Mil
lione Dollars übergegangen.
Bon nun an begann Comstock so viel von
„stiner" Mine zu prahlen und zu schwa
dronniren, dah die drirnigetaete Btvolkerung
jener Gegend bald den Erzfund aIS Cour
stockmine bezrichnete. Old Birginia ver
kaufte bald seinen 'Antheil an den erwahn
ten Bijhcp fur 25 DollaiS, eine alte
Stute und eine Alasche Whisky. Ais die
ser Brshop spater einen Miner fand, dem
er gcgen eine EntschSdigung von 4000 Dol
laiS seinen Antheil rlberlasicn konnte, neb
er sich vergnugt die HSnde, weil er glaubte,
ein blillanteS Geschaft glinacht zu habm.
Diesem Jnthum Hat er es zu verdanken,
dah er noch heute ein blutarmer Mann ist.
Penrod verkaufle seinen Antheil fur 3000
Dollars. MacLaughlin frlr 3500 Dollars
und O'Riley, der am langsten auShielt, filr
40,000 Dollars. Am Schlimmsten ver
rechnete sich ober Comstock, als er filr 11,-
000 Dollars sein ganze» Eigenthum, die
160 Acres Land, das Wasier und den Mi
nenantheil en einen gewisien Walsh loS
fchlug. Denn, was seine Partner besatzen,
verschwond seinem Eigenthum gegenilber,
desirn Werth einige Jahre spSter zu Tage
treten sollte. Schon sein Antheil an der
Mine machte ihn so reich, wie jeden seiner
Theilhaber, werthvoller al» diese Mine er
wiesen sich aber spLter die 100 Fuh, welche
ihm al» Srparateigenthum ilbergeben wer
den muhten, und auherdem gehSrten ihm
die 160 Acres Land, untec welchen sich die
unoergleichlich reichen Crzadern hinzogen,
die stellenweise in einer Machtigkeil von 400
Fuh austraten und nun schon bis zu 3000
in die Tiefe verfolgt worden sind.
Comstock ware schon allein durch daS Cigen
thumsrecht auf die einzige Quelle der Ge
gend zu civem vielfachen Mrllionar gewor
den und mehr noch: er hatte einmal seine
Theilhaber mit einem Summchen abzusin
den gesucht, das man in Anbetracht des Wer
kes ein Linsengericht nennen kann, vnd der
Handel wurde auch wirklich abgeschlosien,
aber von Comstock wieder ruckgangig ge
macht.
Wahrlich, eS ist interessant, den Reich
thum in Zahlen darzustellen, welchen dieser
Mann verscherzte, der sich übervortheilt
glaubte und froh war, einen Kaufer zu sin
den, der ihm fur feinen Gesammtbesitz 11,-
000 Dollars gab. Nach und nach wurden
auf dem Gebiete, das ihm gehorte oder hatte
gehoren kSnnen, 43 Minen errichttt, über
beren Ausbeute erst seit 1862 staiistische
Rottzen vorliegen. gstr die vorhergehrnden
Jahre liegen nur Bermulhnngen vor.
Halten wir uns an die folgenden sicheren
Crmittlungen:
1862 16,000,000 Mark
1863 48,000,000 „
1864 64.000,000 „
1865 60,000,000 „
1866 61,000,000 „
1867 65,000,000 „
Auf dieser Hohe hielt sich die Production
bis 1873, dem Jahre, in welchein die beiden
reichsten Minen der E:de ihre Schiitze aus
zuschulten begannen. Namlich: Consoli
dated Virginia und California, welche un
ter den Namen Bonanzaminen einen welt
weiren Ruf erlangt haben. Als dieselben
productio wurden, hob sich die AuSbeute
des Comstockdistricts auf 96,000,000 Mark
im lahre und schwoU 1876 auf 151,646,-
840 Mark an. In dem nLchstfolgenden
Jahre wurden rund 150 Millionen Mark
gewonnen, dann aber fand ein Rstckgang
auf 85 Millionen, 75 Millionen und
schliehlich auf 60 Millionen statt. Das
Durchschnittsergebnih der beiden letzten sta
tistisch aufgenommenen Jahre ist ungefShr
50 Millionen. Sorgfaltigen Ermittelun
gen zufolge Hat der Comftockdistcict bis jetzt
ungefahr Mllliarde Mark an Evelme
tallen geliesert und auf diesen schwindeler
regenden Neichlhum verzichtete Comstock fur
11,000 Dollars. Freilich, diese Is Mll
liarde bilden den Brutto-Eitrag, mcht den
Reingewinn. Allein, wenn man erwagt,
dah trotz eines bespiellos verschwende
nschen Betriebes die sammtltchen Minen
550 Millionen Mark Dioidenden bezahlt
haben. so kann man sich einigermahen einen
Begriff machen, was Comstock verloren Hat.
Das Schicksal der Catdecker, die ich oben
nannte. ist im Wesentlichen dasselbe gewe
sen. Otd Birginia wurde von eincm halb
wildcn Pferde, das er zu reiten versuchte,
heruntergeworfen und dlieb auf der Stelle
todt. Seine ganze Nachlaffenschaft bestand
in einer Bergerrcchlsame, welche spater fur
3000 DollaiS verkauft wurde, die dem
Staate hufielen, denn man wuhte nur, dag
er von Birginien war, konnte aber keine
Angehorigen ermitteln. Wie hoch er feinen
Aniheil an der Ophirmine. die, sobald sie
unter gefchaftskundige Leitung kam, nach
und nach 6.500,000 Maik Liaidenden ab
warf, verkaufle, habe ich dereits gesagt.
Seinen Namen hatte er in schwer berausch.
tem Zustande, und zwar mit einer starken
Abkurzung, unter vaS Berkaufsdocument
geschrieben und suchte dann ihn fur ungiltig
zu etklaren. Da unter diesen UmftSnden
die Kaufer gerichUiche Schritte mit Ausftcht
auf Crfolg nicht unternehmen konnten, so
speriten sie 010 Birginia in einen Tunnel,
der mit einer Cisenthure verschtiehbar war
und schwuren, ihn nicht eher herautzlasien
zu wollen, bis er ihnen sein ursprungliches
EigenthumSdocument, in dessen Besitz sie
ihren Zweck errrichen konnten, ausgeliefert
habe. Den nachsten Morgen war Old Vir
ginias lthtcs Nechl an einer der reichsten
Minen der Ctde dahin. Dicsem atten
Trunkenbolde zu Cbren tragt die beriihmte
oder sage ich btsser beiuchtizte Stadt
des Comstockdistrictes, Birginia City, ihren
Namen. Wie daS kommen konnte, ist recht
charakteristisch fQr daS Benamfen der west
amerikanischen StLdte.
MacLauzhlin verarmte so sehr, dah er
oie wenig beneidenswerthe Stelle eines Ne
staurationskoches in Californien annehmen
muhte und als solcher starb. Sein Kame
rad O'Niley, der doch die giohte Abfin
dungssumme erhiclt, wurde wahnsinnig, als
der Reichthum der Comstockadern zu Tage
trat. Die Geister zeigten ihm einen Berg,
in dem noch reichere Aoern verborgen lagen,
aIS tm Comstocksistricte. An diesen Berg
stellte er sich hln und schaufelte und schau
frlte, ohne nur eine Spar von Erz zu sin
den. Schliehlich brach die Hohlung, die er
gemacht, znsammen und tovlete ihn nahezu.
Nur mit Miih: wurde er perettet und dann
in eine Jrrenanft ilt gebrachk, wo er bald in
al herster Almmh staib.
Comstock. der derieitige Besitzer des gan
zen ComftockoiftlicteS und Deijenige, wel
cher die aUgemeine Aufmerksamkrit auf dlcse
Crzfunde lenkte, machle seinem Lrben durch
einen Nevoloerschuh ein Ende. Auch das
Gleichgewicht seincs Geistes war verloren
gegangen, auch er glaubte noch ein Mal
einen Fund machen zu kSnnen, wel
cher die Comstockadern in den Schatten stel
len wurde. Bald glaubte er den Schatz in
diestin, bald in jenem Berge verborgen,
vnd in diesem ruhelosen Wandern, dtesem
fieberhaften Wuhlen und unablLssigen Sin
nen und Bruten über den verscherzten
Reichthum umdllfterte sich sein Gemstth im
mer mehr. Cr hinterlieh eine kurze Selbst
biographie, aus der hervorgeht, dah er sein
Besitzthum wohl fstr 11,000 Dollars ver«
kaufte, aber mit der Bedingung, dah er
wShrend seineS Leben» ein Elftel vom Ge«
winne de» MinenbetriebtS empfange. Che
er diese Abmachung gerichtlich Hat bestStt
gen lassen kSnnen, hatten die KSufer ihre
Gerechtsame an eine Gesellschaft abgetre»
ten, wodurch er um den ausbedungenen
Gewinnantheil gekomnren sei.
' IME
Nach 32 Jahren geheilt.
Milwaukee. den 25. Mat 1887.
Pastor E d. K o n i g!
£iter tzochwurden kann ich unter der sichersten. ver»
sbnlichen Ueberzeugunq das Zeuqnik darubcr zustellen.
day der betreffcnde Mann luerielvst seit August 1880
als vollstcindig aeheilt angeseven werden muh.
lin lahre 1878 dat der damais 44 lahre alte. 34
)al>re an der Svilevsie letdende Arante zuerst Jhre
Hulfe in Anspnlch aenommen. T>e sich gewodnltch von
4 dis 6 Wochen einsteUenden Ansiille von Spilepfie der
mtnderten sich alsvald stellten nch aber seit August
1880 nie mehr ein. Ter Manu »t gan; gesund und
kann seinem incht unbedeuienden Geichaftc tn desler
Weise vorsteben.
buer Hochwiirden daben eme zahlreiche sssamtlie durch
vollstandige Wiederdersiellung des Aaters auherst
gluckltch gemacht. Die>es dezeugt gern
P. Aegid tn s. Pfarrer.
W Tas Buch fur 3!ervenleidende wird Jcdem. der
es rerlangt. frei zugeiandt und iUrmen auch dic Me
dizln von «ns umsonst aeliefcvt.
Siefc Medizin ivurde seit zehn Jadren von Pastor
Konig in Hort Wanne. )nd.. zubereitet und ,eyt unter
seiner Anweisung von der
Aonig Mcdicinc <£o.,
50 West Madison, (f de blinton Stratze,
Chirago. IU.
T. W. Ruete, (»senerai-Agent, Dllbuoue,
Jowa.
Montana
via die
St. Paul, Minneapolis & Manitoba
Eisenbahn.
€in prachtiger
taglicher Eisenbahu-Dicnst!
~Die Montana Expretz"
—wird am—
10. November 1888
eingesuhrt.
Elegante Speisewagen;
Salon Schlafwagen
wagen bei Tag
unb
Freie Coloniften Lchlaswagei
mit Kiiche und Waschplatz.
lie einzige Jittie nach
den grotzen Stadten Montana».
Great
Helena und Butte.
Ffir Xarten und Ru»kunst wende man sich an den titfM
Agenten btefer Bahn am Orte, oder an irgend einen 3gin>
tch der Compagnie, oder an
F I. WHITNEY,
Gea’l Pasa. and Tkt. A st..
St. Paul, Mina.
MILWAUKEEI
//
MPe»ftschn«lljti-e mit zwtschen ahicag»,
Milwaukee, St. Paul und Minneapou».
Uederland Vtsenbaftn zwischen Vhieago. UouncU
Pluis», Omaha und der Paeistschen tf ujte.
tttoftr Wationalftraftc zwijchen Ohicago. -lania»
Eit? und St. Joseph, Mo.
57 00 Wellf» 'P«hw. mit dene, man alie Hauri»
punkte in Illino». Wi»conftn, Minnesota, Zowa, Missouri
und Dakota erretcht.
Wegen «arten, Zetttafeln. Pasiaqier- und Frochi.
ralen, wende man sich an den niichnen Slation» Lgenten
der Chlcago, Milwaukee <L Lt. Paul oder on ir»
gend etnen Stationi Agente» in der LZelt.
«iUcr.
General Manager.
«. *i*. varpenter.
Gei, l Paij. L Ltt. Lgt
$W Wegen 'flu»funft fiber Mnbereten und TtSbteet
oenthuin, das der Ohicaqo, Milwaukee u St. Paul «rilen»
vahn gehSn, sLreide man an H. G. H a u g e n, eand Vom»
unssar, Milwaukee, Lii»c.
“THE BURLINGTON.”
0
C. B. & N. B. R
o
Ankunft u. Adgaog ver ZLlg,
in East Dubuque.
Abgang CSdlich.
«Lgtt» S.S3 ». TO.
Paliagirr, tfiglich, uu»gen. Sonntaq», 4.08 'H. M.
Leeomoration»,l i, lich t u«gen. Sonniag»,.. 3.30 Ji. IH.
Abgang N Srdlich.
«rpreh. tigltcfc 14.08 P. M
liafiugter, tLgUch. au«geti. Sonntag» 5.58 C. W.
Nccomodations, tfiglich, au«gen. Sonnlags,.. V.SU B. M.
ticfet», Zeittadelle». «-chlalwogen. wende mai
I Hlifenderter. «seni,
Rtil) 'Wain Air., 4'ubngue.
J. P. FARLSY
Manufacturiiig Co.
vte Xey City Dampsdackerei machtalleSortt».
Lrailcrs. Pfcsicrluchcn,
(SNAP:S>
u. Zuckerdrodcheu (*I uitihleM) rc.
rSstet «affer, mahlt «SewLrze,
fadrizin Genf, LSeinstein, «aSpulv»,.
n. f. w.
Fabrik und GeschLftslocali
iSdt der 6. u. Whiteftratz».
lOWA TRUST & SAVIN6S BANK.
Vaar-Capital SIOO.OOO.
vt« Verant»»rtUchk»it d«r «tvcktzatter betrL,t
ttaoicinlagc 100.000.
»n Depositen toerben Jnteressen bezahlt und
um Kunbschaft wirb grbeten.
• IMMsmri
«. e. torbert, «8. «. JlUtfon, John Ullwan.er.
SV.».°u.. «.H.P.abod,. LhLtt.nn.V,'
Za-od «tch. A. S. vantel. Peter «te,e.
«.». liWnt,
». ». »—«t.
I. E. »»»„«. «Os»,»

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