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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, August 13, 1889, Image 7

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FrLihjahrs- tu Sommemaareu)
Nider, Wallis & Co.,
Nachfolgervon Bell, RiderL Co.
WHOLESALE
Elleuwaarr» & Kurzwaarr»
Lvollerre «arue eine TperialitLt I
Eike 7ter nnd Locust Strasie,
loros.
Habm den grLhten Stock an Hand, der je zm
Stadt kam. Rider & Wallis.
Wood, Crvller & Co.,
«o. 748 Mairrstratze, Dubuque, la.,
sin KellerS fnlherem Platze),
Jmporteur» ««» HLndler 1«
Manufaktunvaaren, Kleiderstoffen. ShawlS,
Damen- und Kindermanteln, Cafluuren,
Tuchen. Herrenanziige auf Bestellung
angefertigt.
v.e uvLbrrlrkfflichtn Flanelle und wolltne Garne
d»r Amana <B«lrlljchast.
Ferner eine vollstandiqe AuSwahl in allen
DepartementS, r.amenllich Waaren, die sich fur
Farmer rignen.
Grruiun K-rnk.
AllgemeiueS Bank- k Wechsel-GeslbSfi,
No. 343 Matn-Strahe,
Dubuque, lowa.
Kapital $120,000.
v. Xammann, PrSfident.
James Beach, Bice-Prasident.
P.I. Lee,... Caffirer.
vifVIM 4. «rayir
Dawpfboote,
Maschinen aller Art,
s«m Hopkins patentirte Dampfpumpe
vefondere SpezialitLt sind Cifenarbeiten fllr
baS Baugewnk, Saulen, Gelender, Trcppen rc.
lowa Iron Works,
Ccke der S. und Washington Strahe,
Dubuque, Ao»a.
Dumpf. Hovkord Herrtng.
Nachfolger von
Mm.K.HtUMpf,
EngroS-Handler in
Hrocerie - Waaren,
Cigarren «. Tabak,
Ro. 103 bis 107 Ecke der 3.
SchrSder & Kleine,
Mbolesslr Grocers
cini «oal 0(1 Ritbcrlaft «ab d«lchSftig«a stch mU
Hommisstonsyander.
Sto. 384 Mainstratze,
Dubuave. lowa.
John Schuler,
«HUe • Etratze, zwischea der 17. aad 18.,
Dubuque, lowa,
tz>lt tu setuen H,d(« «tu, Aubwahl
Vrocerieu, Elleu- u. Kurzwaarea,
Aappen, hllte, Schuh & Stiefeln,
€tda«, GlaS», «lech- & Messtag • Waarru,
IBrtsu tt«i» SiUttfttM,
Schulmatkrtalten, Schul» und (««brldScher,
Hamdurarr Tropjrn, Brust- und Ulutr«tutq»iht(, vt.
Aakod«»Oel. roltz» trovftn (Or
U&oitra und vholna.Morbus, AUbaptUen, (oioit Vteh»
tuttex ofltr fltu Dt« Wauikn nnd von fturcr QualttLt.
Prris, biUtg und noch dtllion.—ln Bndtnduuq mtt d«m
Lad«n ist etu S a l»o n.—Aarmer ftndeu Stallungeu uud
(»«e Boordtnavard Hkr ibr» iitrtbc.
Hotel Grutli,
63 Greenwich Street Sc 2\
Trinity place,
New r r r r York.
DieseS Gasthau» enthSlt 78 nette stremden»
zinnner, aut und co,nfortabel fllr «inzelne Per»
sonen und ffamilien eingerichtet.
Preise mLtzig wie bt-her.
Gestlltzt aus daS un» so vielseitig gefchenktr
Dertraum, bnngeu «ir Einwanderen und Rei»
senden,
sowie ave» «andSleuten, die die alte
Heimatd defuchen oder Uremsde
tmd Berwaudte erwarten,
unser allfeit» wohlbekannteS GasthauS in Erin.
neruna.
Reisende werden auf rechtzeitig mitgethetlteS
Derlangen an den angegebenrn Bahnhofe in
ttmpfang genommen.
Anftagen und AufttSge per Post «erden
pllnttlich erledigt.
Marti» Gaffer h Ce.
L«rernd«rger Garetre.
DUBUQUE FIRE & MARINE
Nersrchermrgs • Comp.
Lrgauifirt 1883.
2 Ruegamer, Lh-». V-nnolly.
PrLftdtnt. Lici-PrLndial.
ft. 2 Echruv, 0. «. Uinehan,
Etkrttir. Lchatzmrtfttr.
Vie einzige Versicherungs-Gesellschaft
in Jowa, welche hauptsachlich
aus Deutschen besteht.
Bersichert gegcn Feuer, Blch und Wiudstttrme.
Capital, $100,000.00
Ueberschuh, $ 51,821.89
Ueuer Grocery Itore
von
p. <5. Altman & £o.,
91 o. 664 Elay-Stratze,
sudlich von Th. Altman'3 Harmony Halle.
————O
Colonial - Waarcn, Kaffcc,
Zucker, Gewiirze «. s. w.,
—Porzellan- und irdene Waareu,—
Laba», Eigarren, ZLndhSlzchen,
Dbst, Sudfruchte, u. s- w.
Waareu frisch und Preise billig.
Bedienung promp t.
HP* Farmprodukte ut den hochsten Markt
preisen gekaust. Sprecht vor!
Jungels Si Bady,
Handler in
Groceries, provisionen, A7ehl.
ArSchten, Fischen, Jrdeuwaareu,
Porzellau, GlaSwaareu, Steingut u.s w.
Formor tdnnen ;u leder Zeit hier thre Producti z» tt»
hdchsiin Marktpriisr absiyen.
Mtt d«m Ltori ist« nr Wirthschaft virbundrn, w«
ed immer einen tlarrn Lrunk und Margini rtnkn gure»
J«Lrh gib».
JuugelS A Bady,
No. 403 Clay-Stratze, Ecke der 4. Str.
Winona Haus,
gihalte» von
Michael MajeruS,
No. 848 Elaystrahe, zw. 6. u. 7., Dubuqur.low.
Obt,»» Hau« i,t oollstLndtg neu «tnairtchii» und»>'«!
«ittenden und tkojtgLngiru bt* drtten viqu««ltchkcttiu.
!XL>V HOCSE
grhalten von
N. Bohler.
(slay-Strape, zwischen 5. und 6. Strage.
Dubuque, .Jowa.
Reisende finden in diesem Hause gute Auf.
nahme und mahige Preise. <!)ute Stallung
und geschiossene Z)ard sind mit dem Hause ver
bunden.
Dubuque Haus.
Lcke der 4ten und Jowa Ltratze,
Dubuque, Jowa.
IkostgLnger und Ritsrndi frudi» tte brstrn Bequemlt-t
--fcitcn.
Gure Stallung, geschloFine ',')ard und Wasierwrrk.
»r». rhetsen.
Duvuque Kouse
zu Le MarS, Jowa.
Der Unterzeitnete ha» da» unsern de» vahnhoU» tn fci
Mar» Itcgcnbt Dubuque House übernommen. Da»selbe tn
srbher von »». D. Hosjmann und ipciier von Honmann Jt
l'iu geiuhrt loorbcn. Ur tsi aU (in gu»e» Hau» im aanje»
Weslen besannt. Der linier»eichneie niadjt «» sich Knn
auh zur Auigabe, nich» allein den gulen .'iamen bc» Hau
sei ausiecht ru erhallen, sondern wird bie alu Xunbschai»
jowoht at» bie neue. um Cie er bitut, gewiii zufriebr»
stellem.
I. 91* Hoffmann.
Nich. Glab. AloyS Glab. Frank GlaL
Glab Bros.,
Drrruer u«S DLltZcr,
(Nachfolger von A. Glab)
in der NS-e de» «u»sttllu»g»playe«. Dubuque Iow».
Nich. Glab. GeschafrsfuhrOi
A aeol» Klein'»
Saloon,
Ecke der 6. und Clay Stratze.
(«etranke, No. 1 stigarren. tiiglich von
zehn biS halb zwolf Uhr pickfeiner Lunch.
lac o d X l l i n f Qtjrt im selden Sflli* oon b«i
Wirldichaii. eine tHgamniabrif. t?r iiejert flutt Vigarreu
,u amtjnsigin Preiie» i» «lari und rand un» juchi fcin*
Kunben prompi und gut zu dedienen.
Pfiffnrr S Kriebs,
Glefchirr-
Pstffner A KxUtt sadriziren unb verkausen leichte tau
schwere Pserdegeichirre. featttl, Jlumuult, Haljie u. s. &
ttt Ut der Piay in der Lladt, wo man alle die deften tu bal
Aach Ichlagendea, handgemachlen «rdeiten a» biUigfu»
faufcn Pann.
Sieparaiurardeiiea an Pserdezeug schnell, pronai aa>
aut besorgi dei
Pstffner & Jtrtefci,
No. 654 Elaystratze, zw. 6. u. 7. Str
KMer- HA GesrdLki
soa
Gebrilder Lllwanger,
<Na,strabe, No. 1256 gegenLber demMarkt-ause,
Dubuque, Jowa.
»«ri*rttg«a tHtrbcgtfAtm, VoOarl, ©Sml unb aSt ta
itz, tzacheeaickiagendd: ArnrU. Sie tzabea Haabiaschea.
abctgaapt IBH, Ml U blt Bronche
Utpomiana natta 4aeo, billig uo» b«{Ua< b«i«c|t.
rvunteS A 1 1 11 1 1 1.
Monteuegrinifcher Kleiderprunk.
Einem Reisebrief deS L." ouS
Montenegro entnehmenwir folgende Stelle.
in die Augen fallende EigenthLm
lichkeit der Montenegriner ist das z3he
Festhalten an ihrer nationalen Kleidung.
Bom Fur si en bis zum letzten Fachin herab
tragt im ganzen Lande kein Eingeborener
daS „frankische" Gewand. ES muthete
mich etwas befremdend an, als ich Schul
lehrer, Apotheker, harmlose Schreiber u.
dergl. bis an die ZLHne bewaffnet umher
stolziren sah, viele von ihnen auch fliehend
Deutsch und Jtalienisch sprechen horte.
Ein Apotheker, der, Hrnd jar und Reoolvrr
im Gurtel, in der Ofsicin mit Salbentie
geln hantirt, oder ein Schullehrer. der fcine
„Herren Jungers" in ooller Wrhr und
Wasfe schopfbeutelt, bieten einen jedenfalls
ungewohnten Anblick."
Thayer, Ir., 22. August, 1868.—Seit
dem Jahre 1878 litt ich hausig an Schmer
zen im Rucken und erst nachdem ich St. la
kobS Oel anwandte, wurde ich geheilt.
I. C. Stout.
Eine alte Schilokrote.
Dei dem vom Erzbischof von Canterbury
jilngst veranstalteten Gartenfest zeigte Pro
testor Flower drr Gescllschaft eine Schild
k:ote, welche im Garten des Lambeth-Pa
lastes unter acht aufeinanderfolgenden Erz
bischSfen 100 Jah'e lang grlebt Hat. Sie
hatte wahrscheinlich noch oiele Jahren langer
gelebt, wenn sie nicht von einem Gartner
,ur Winterzeit aus ihrem unterirdischen
Qaartier auszegraben und durch einige
Tage der Kalte preiszegeben worden ware.
Uebereste einer anderen Schildkrote, die so
gar 180 Jahre gelebt haben soll, sinden sich
in der btschoflichen Residenz von Peter.
borough.
Welch ungrhrure Massen von Sendun
gen die Weltpost zu bewaltigen Hat, das
kann man sich kaum vorstellen. Nach den
strtistischen Feststrllungen deS „Jnternatio
nalen BureauS deS Wellpoftoereins" zu
Bern betrug im Jahre 1867 die Zahl der
befSrderten Brirse 6810 Millionen, der
Postkarten 1450 Millionen, der Zeitungen,
Drucksachen und GeschLftspapiere 5490
Millionen, der Waarevpropen 80 Millio
nen; Postanweisiingen. Postauftiage und
Nachnahmen wurden 220 Millionen erle
digt mit einem Gesammtbetraq von bei
nahe 12 Milliarden Franken, Packete ohne
und mik Werthangabe waren eS 240 Mil
lionen mit einem Gesammtwerth von 104
Mrlliarden Franken; das sind zusammen
14,290 Millionen Sendungen.
Aeutzelst wilksam gegen alle Unreinheiten
des Blutes sirde ich Dr. Aaqust Ksnig's
Hambmqer Tropfen, sie helfen stets.
George Horn, Peoria, JllS.
Ein armer Affe ist in New York einer
Riesenschlange zum Opfer gefallen. Er
aehSrte dem ThierhLndler Reiche in New
Nork, war ein zutraulichts Ding, und ge
noh volle Freiheit. Dieser Tage erhlelt
Reiche eine Sendung Schlangen, darunter
mehrere Riesenschlangen, deren eine, aIS sie
in einen anderen BehLlter gethan werden
sollte, in den Hof entschliipsle. Dort er
spahte sie den Assen, und im Auger.blick
hatte sie ihn, obwobl er sich hinter eine
Kisie flLchtete, ergiifsen. Einige Secunden
spater war er zu einer unkenntlichen Masie
zermalmt, und dann b.'gann sie ihn lang
sam zu verspeisen, was etwa 20 Minuten
m Anspruch nahm. Die Schlange miht
zwanzig Fuh.
Eine der ftaiffrin von
Deutschland wird demnLchst qeschaffen wer
den. Dieselbe wird aus 24 Mann bkstehen
und von einem Offijter nebst -rwei Unter
osfizieren besehligt werden. Die Mann
schaften sollen sich aus strttlichen Leuten
deS RegimentS der Gardes du Eorps re
krutiren. Die Uniform dieser Elitetruppe
Hat Aehnlichkeit mit der Tracht der Leib
compagnie Friedrich des Grosten: weisies
verschnilrtes Koller mit karmoisinrothen Ra
batten und aufgeklappten SchShen, Garde
litzen und Dreifpltz. Der preuhische Hof
folgt tlbrigens mit dieser Neuerunq einer
an anderen Hosen schon lLngst üblichen
Einrichtung.
rraghcit der Niereu ist ein aef.lhr
ltcher Fehler derselben.
Im ,->uttanb der llulhLligkeil qcralheu fic nisch aufcfi
Ccbnuug. Jciic harlnackigen unb oerhLngnivvoUnl
de». bie Brtqhl jchc *itcreitfranMjeit unb stellen
lid> tnil schrecklicher ei», sobald bis .'iictcntbiiug
tiit mfagt. Blasenlatarrh. -arnbeschwerbc uub Zwang
finb bit faft un»trmeibU<l)cii ,volicu e i ner uanieUen Val)
mung der Vlase, die durch Lchw.ihe ebcr rraghei» derselben
verurjachl ivird. Haiiclltr'» Magenbilln» isi ein wahl
liiniig
in Rede sirhenden jdrberi, uni befton LUrkungen
inan sich verlassen kann, sh»e ben iidergrobfn Reit dcsurch
len zu innise», welcher HLuiig bie Aslge be» der
geivSlinlich ini Hanbel vsrlsmmeubcn nichl medizinisch
prupurirten Llimnianlen ist. Ai» weitere ivshilhalige
Wlrkung des Witter» ist anzusuhren, ivelche baj; e» burch die
WieberherneUung ber AkrionMhigkeit ber Riercii bieselden
in <lu»b sebi, d>r» burch bieselden pajsireube i'lut von
aUfn llnreinigkeiien ju desreien, welchc so hansig Rheuma
it«mu» uub Wajjeijucht verursachen. RervojitLl. Aieder
nnb Malltgkeil, Perstupsung und Dytpepsie dnrch
du» Billerr iiberivunbcn.
Die Streikbcweanng. die in diesem
Fruhjahr in Deutschland von dem westsuli»
schen jiohlenrevier ihren AuSgang nabm,
Hat nach und nach einen internationalen
Chrakter angenommen. Den zahlreichen
Streiks in den verscyiedensten Gegenden
Deutschlands folgte der Ausstand der Pa
riser Droschkenkutscher, denen sich ihre Col
legen in der Hauptstadt JtalienS anschloj
sen. DemnSchst griff die Bewegung nach
Oesterreich hinilber, wo eben jetzt an ver
schiedenen Stellen grohe Streiks ausge
brochen sind, und nun wird auch ein Streik
der Pferdebahnkutfchrr in der britischen
Provinzialstadt Cardifs signalisirt. Der
selbe Hat eine bedrohliche Ausdehnung ge»
wonnen. Die Streikenden zerbrachen die
Fenster der Pferdebahnwagen und grisfrn
die Jnsasten mit Steinen an. In Adams
town, einer Borstadt von Cardifs, versuch
tendie Treibrr die Pferdebahnwagen zur
Entaleisung zu brtngen. In der Stadt
herrscht grohe Aufregung.
Der Kirschensegen, speziell der Ueberfluh
an suhen Kirschen ist in diesem Sommer
in Deutschland so ungeheuer, dah selbst
eine Meile von Berlin die schonsten Kirschen
nicht mehr gepflstckt werden konnen, weil die
Handler nur drei, sage drei Pfennig
Eents) pro Liter bieten. Man überlatzt
die Ssthkirschrn dchhalb lieber den Vogeln.
In einem Falle weigerten sich in dem be
nachbarten Tege! die Hocker, fllr Prima
waare, die ihnen angeboten wurde, 1£ CtS.
zu zahlen. Der Eizenthumer lieh hierauf
Mthrere Scheffel des feinsten ObsteS seinen
Schweinen zum Futter vorwerfen.
Ein seltsames Abenteuer hatte ein Herr
T. I. Osborne im Bridge-Hotel in London
zu bestehen. Osborne rustete sich gerade
zur eHeimreise, als ein ausgewachsener afri
kanischer Lowe durch das offene Fenster
in's Zimmer spranq. Herr Osborne ergriff
einen Stuhl, um sich zu vertheidigen, als
auch schon der WLrter des Thieres mit einer
Schaar Leute auf dem Schauplatz erschien.
Im Zimmer angelangt, warfen die Mena
gerieleute darauf dem Liiwen einen Sack
Lber den Kopf und banden ihn mit Stricken.
Das Thier gehorte zur Wombwell'schen
Menageiie, welche auf einem Platze dicht
neben dem Hotel Schaustellung gab.
Vireinigrr Zeit war eine Jngenieurab
theilung in der Nahe von Madrid mit
Ballonoersuchen beschaftigt, als Konigin
Chustine mit ihrer Oberhosmeisterin und
ihren Avjutanten vorbeifuhr. Sobalv sie
die Jngenicure gewahrtr, stieg sie zum
Schrecken ihrer Begleiter aus und erklstrte,
sie wolle den ersten Aussteig in dem Ballon
mitmachen. Die Oberhosmeisterin weigerte
sich enlfchieden, mitzufahren. Die Konigin
aber trat in die Gondel begleitet von dem
Adjutanten und vier Soldaten und nun
lieh man den Ballon der an zwei Tauen ge
halten wurde, eiwa 300 Meter hoch steigen;
nachdem die Konigin von da aus die prach
tige AuSsicht über Madrid genosien hatte,
gab sie das Signal zum Herunterlassen deS
Ballons. der nach diesem Ereignih »Ma
rie Christine von Habsburg" getauftwurde.
Assertei Spah und tzrnft.
Rodere Bilduva.
Nichter ,Woher haben Sie die Beule an
der Stirn." Angeklagler: muh
sind, Her Jerichfshof, nach de Darwinsche
Theenorie." Richter: „Was schwatzen
Sie da?"—Angeklagler: Beule
stammt namlich von dem Affen ab, den ick
Sonntags hatte."
Zum Altar.
Lieutenant (der seine Braut zum Altar
fuhrt): liedste Ella, so halte doch
Tritt.
Beim Kaserucn Bcsuch.
Sie zufiieden mit dem Esien?"
»Zu Befehl, Herr General!" —,Kriegt
nicht zuweilen Einer 'ne kleine und ein
Anderer 'ne grohe Portion?"
Herr General, wir kriegen alle kleine Por»
tionen!"
BoShaft.
Gast: Sie mal, Herr Wirth,
wisieu Sie nicht in der Nahe ein anstandi
ges WirthShaus, wo man ein gutrs GlaS
Bier bekommt?"
Deukspritchk.
Fest wie Stahl, klar wie Krystall, weich
wie Wachs und echt wie Gold das gibt
ein schones Menschenherz.
Je mehr Druck, desto mehr Kraft, daS
gilt von guten Metallfedern und von guten
Menschenherzen; schlechte brechen beide.
Die Menschen vcrdienen nie ganz den
Tadel und silten vollstrindig das Lob, das
ihnen wird.
Ballregel.
A. weiht doch in den Gesell
schaftskrcisen hier Beschied, lieber Freund.
Wtlche Dame soll man eigentlich auf einem
Lalle hauptsSchlich auffordern?"
B. : la, wenn man verlegen ist, im
mer diejrmge, welche einem am nachften
siht; wenn man oerwegen ist, immer dieje
nige, welche einem am nachften steht.
lkin alles Banerlein marschirt in fpfiter
Nacht über die einsame Haide, einen derben
Knotenstock in der Hand, auf der Schulter
einen Sack mit harten Thalern. PlShlich
taucht unweit vor ihm eine Gestalt auf, die
gerade nicht den besten Eindruck macht und
auch nicht die besten« 'Absichten zu haben
scheint. hast Geld", sagt der Strolch,
„und muht mir die Halste daoon geben!"
Der Bauer kraht sich hinterm Ohr. „ES
sei", sagte er, .Gewalt geht vor Recht.
Jch will Dir denn die Halste geben, aber
unter der Bedingung,, dah der Andere nicht
auch noch was verlangt." An
dere?" fragte der Lagabund und dreht sich
erstaunt um. da!" spricht das Bau
erlein, schliigt ihm mit feinem Knotenstock
über den Kvpf und macht sich mit seinen
haiten Thalern eiligst aus dem Staube.
Tvppklt gut, «eil nicht erfunden: Der
Schah «st am 27. Juni vom Konig Leopold
von Belgien auf Schloh Laeken der von
ihren Hofdamen umgebenen Konigin voige
steUt worden. Nasir- ed-din fragte den Jto
nig, auf die Damen weisend: Ha
rem, Konig Leopold bricht nach ei*
nem Augenblick der llcberraschung in lauteS
Lachen aus und der Schahenschah fahrt,
verstLndnihinnig mit den Augen blirzelud
fort: erneuert werdeu, Majestal!"
Juugst sahen in einer Mainzer Wirth
schaft zwei Unteroffizicre, nicht weit von ih
nen zwei Studenten. Einer der Ersteren,
den eS Srgern mochte, dah diese so ungenirt
da sahen. sagte schliehlich: „Jhr Studen
ten braucht euch nicht» einzubilden, wir wis
sen auch wer Schiller gewesen ist 1 41 Der
so Angeredete erwiderte kurz: „Nun, «er
war denn eigentltch Unfer ge
bildeter Vaterlandsvertheidiger erwiderte
etwa» beklommen: .Schiller war ein sei»
ner, eleganter (sollte wahrscheinlich heihen
intelligenter) Mann." Der Andere, der
feinem Kollegen aus der Derlegenheit helfen
wollte, siusterte ihm HSrbar zu: „Sag'
doch, Schiller war ein Glockengieher gewe
sen." Das heitere Gelachter der Zuhorer
kunn man sich leicht denken.
Wie man in den Wald ruft, schallt es
heraus. Dcr Dichter Friedrich Schlegel
lebte seit dem Jahre 1808 in Wien. Zum
Wiener Congreh kam als Gesandter der
Stadt Hamburg der Syndtkus Gries dort
hin. Schlegel neckte gern und war ein
groher Freund von Wortspielen. Gries
litt damals an einem AuSschlag an den
Handen, der, wenn auch nicht gefsthrlich,
ihm doch sehr unangenehm war. Eines
Morgens will Gries in die Sitzung gehen,
da begegnet ihm Schlegel und ruft ihm zu:
„Guten Morgen. mein lieber Grindikus
Suh!" Ohne sich zu besinnen, versetzte
GiiiS: „Gulen Morgen, mrin lieber Hos
ralh Schriedrich Flegel!"
31l Trier fuhrt eine uralte, zum Theil
noch von den Romern herrsihrende Brucke
stber die Mosel. Sie ruhet auf sieben
Pfeilern und Hat zu beiden Seiten einen
hubschen Bstrgersteig. Des isl angenehm.
Doch wurde derselbe zuweilen auch von
Ochsen und Kuhen. von Rosien und Reitern
benutzt. Und das ist nicht angenehm. Denn
die guten Thierlein entrichten oft einen Zoll,
der gar nicht verlangt wird, und lasien
Spuren ihrrs Wandelns zurstck, in die
man nicht treten mag. Zudem b-gegnet
man den Vierfuhlern nicht gcrn auf schma»
ler Vahn. Ein Pferd ist ein grohes Thier
und wenn ein Stier das gehointe Haupt
wie zur Verbeugung senkt, so weih man
nicht immer sicher, ob er's aus lauter Hof
lichkeit thut. Da hatte denn der machtige
Polizei-Direktor ein Einsrhen und lieh
hstben und drstben Warnungstafeln vor dem
Steige errichten mit den grohgeschriebenen
Worten: Fuhganger!" Meinte, da
mit sei die Sache abgethan und die Bahn
frei, aber er tauschte sich. Denn als er
ein paar Tage spater mit seiner Frau Ge
mahlin über die Brucke lustwandelte, er
hatte Lackstiefel und sie Seidenschuhe an.
siehe, da trieb ein Bauer unverzagt ein Ru
dcl Schweine über den Steig ihnen gerade
entgegen. Zornig schnaubte der Gestrenge
ihn an: „KSnnt Jhr nicht lesen? Was
steht da geschrieben? Fur Fuhganger! i
„Sind das da denn Reiter?- fragte der
Bauer unverzagt, auf seine Sstulein deutend,
und die is horten. die lachten, und nach der
ersten Verblstffung lachte der Gestrenge sel
ber mit.
Merke: Man soll sich deutlich ausdrucken,
sonst sallt man irgend einem Ealenspiegel
in die HLnde.
Merke aber auch: In der Noth darf man
einmal spihnndig sein, wie jener Bauer, um
sich vor der Strafe zu relten. Sonst stehi's
einem gerade Manne schlecht an. Klebe
nicht am Buchstaben: Der Geist ist'S, der
lebendigmacht.
Kummer Bros.,
Eigenlhumer der
North Western Garriage Shops.
Magazin tteuer und gebrairchter
autscheu aster «rt,
HackS, Handwageu u. s. w.
Alte Kutschen neu angestrichen und lackirt.
«nftSndige Preise, gut» Lermiu».
Kummer Bros.,
(fu Greivelcheu a. lt. Musei).
No. 246 East Kinzie Str.. Chicago, Jll.
Wirthschaft
von
Michel 2ollig,
(klachfolger von Joseph Braun.)
Weine, Liqueure. Eiflarren.
No. 419—121 Jesierson Slrape.
Io l i et, 311.
Dodil Grosclt,
114 und 116 West Madison Strahe,
Ehicago, Jll.,
hanbelt mit hetmischen und importirleu
Weinen, Liqueuren L Cigarren.
Derkaust deim Fah uud dei der Gallone.
Befonder» wlrb die Sufmerksrmkett auf bie importirie»
Moselweine gelenkt.
Moselwein, vun Vou» dei wemich.
Theodor Coni,
luxemburger
Uhrmachcr und Juwclicr.
HAndier in
Taschrn- und Wand - llhrcn, GoU- aud
Silbcr-Waarra uud Drillen.
244 Xortt» Ave. Ehicago.
Übren-Reparaturen eine Speciali,Lt.
%X~ Uhren C. O. D. nach Auden verkauft.
3Nnienfchwere» StlderiengehLuse, Gla» obersoliber
Deckel, iaufl auf lt tfbetueiueu, zurn Aufziehen mit
Schiusfei $5.50
Dtefeide Uhr mit ifiginer 7.00
3 Un,en schwere» SiiberiengehLufe. '••'.at obet soli
der Deckel, Sleiiiinwinder, -itckle Werk 7.50
Diefelde lihr mit fifeli Werk . 9.50
4 lliijcn schivere» LlidergehLufe. Gla» oder solider
Deckel. zurn Auiziehen vir Schiusfei, Olgiu oder
Walibam BnX 9.50
3 Unjen schweres Sildergehause, fla» oder solider
Deckel, zu», Aufztebeii mil Schliisfel, Olgin Werk... 11.00
•i Unzen schwere» Sildergehause, fla» oder solider
Deckel, Slemmwinder. olg,n29erk 12.00
3 Un,cn schwere» Sildergehause, Slemmwinder,
Elgin Werk 13 00
Die Uhren werden znr f insicht gesanbt, «ena bie
tzrprefjkoftea fur Hin unb Her bejahil werden.
K. H. Momderg.
Handler mit
BONDED KENTUCKY WHISKIES,
531 Mam-Stratze»
Duduque, : : Jowa.
Bersammlungen derLoxemburger Bereiae.
o—
Luxemburger Unterstatzung»-Berciix
(itt Ehtcago Xordseite).
[©egriinbet ant 6. Februar 1870.]
Bersammlungen:
Am ersten Sonntag im April, d. I. weil Ostern
auf den Tag fallt, am 8. April
Am ersten Sonntag im
Am ersten Sonntag im October, Beamtenwahl.
Am ersten Sonntag im Januar, Einsetzung der
neuen Beamten.
P. Reiler, Prasident.
Hy. Prost, Sekretar.
Der
Luxemburger UnterstStzungS-Verei»
von New Aor! und Brooklyn.
versammelt sich den vierten Sonntag ei»
nes jeden Monats, 4 Uhr 'NachmittagS, in
Jacob KlnegS Hubcrtus Jager Halle,
211 Montrose Avenue,
zwischen Humboldt Str. u. Dushwick Aoenue,
Brooklyn, L. v.
N». Tchmiii, PrLftbent.
John B. Blum, SekrelLr.
Dubugue Luxemburger Dereiu.
(Eegrundet 1883.)
D ersammlungslocal: HeebS Halle.
Zeit der regelmahigeu Bersammlungen halb
acht Uhr Abends am ersten Donnerstag in
jedem zweiten Monat.
Fur 1888, den 4. Januar, Generalversammlung.
. „ 1. tMarz.
„ ,3. Mai.
» * 8. luli.
„ ,6. September.
, ,1. November, Deamtenivahl.
Xs. Gonner, Prasident.
I. P. Gloden, Sekretar.
Luxemburger „I«depende«t Elub"
in Ehicago.
(Gegrstndet am 24. Juni 1886.)
Dersammlung jeden dritten Sonntag im Mo
nat um 2z Uhr Nachmlttags, No 49 South La-
Salle Strahe.—Beamtenwahl am 20. Januar.
I. X. Tchumacher, Prasident.
Bernh. Prost, Sekretar.
Luxemburger Central Unter»
ststtzung-rßuud
v o n C h i c a g o, I 11.
Dersammlung, jeden 2ten Sonntag im Monat,
Ccke 12 u. Waller Strahe.
Jaeob Welter, Prasident.
I. P. ThilgeS, Schriftfuhrer.
Luxemburger Bruder Bunb
C h i c a g o, I l l.
Gegrundet am 23. October 1887.
Dersammlung jeden letzten Sonntag im Mo
nat, 'No. 2513 South Halstedt Str., (shicago.Jll.
A. 3, Diedrich, Prasident.
Xs. Mersch, Sekretar.
I—
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WtoincS. w». loseph, Dubuque
und ikhicago.
und die einzige Linie. welche Speise - Qaxi
durch nach Dubuque Hat.
Zug Xo. 1, tSglich.
Westlich gehend:
Adfahrt von Shicago 5:30 Nachm.
Antunft in Duduque 11:15 Adend».
Adfahrt von Dubuque 1144 Adent».
Ankunft in De» Moine» 7:15 Morgen».
„ in Lt. Jofeoh, Mo 1:45 Nachrn.
. in St. Paul 7:33 Morgen».
. in Minneavolir 8:10 Morgens»
Zug Xo. 3, tiiglich.
Westlich gehend:
Adfabrt von iihieago 11:00 9benb«.
Ankunft in Tubuque 5:10 Morgen?»
Abjahn von Duduque 5:15 Morgen;»
Ankunft in De» Moine» 7 :L0 Adende.
, tu Sl. Paul 1:45 Nachm.
„ in Minneapoli» 2A) Nachrn.
Zug Xo. 2, tiiglich.
Oestlich gehend:
Absahrt von Dtinneavoli» Adende.
« von St. Paul 7:33 Adcnds.
. von St. loievh. Mo 1:15 Nachm.
. von Des Ptoines 8:10 Adenb».
Ankunft in Duduque 8:35 MorgenT
Abfabrt von Duduque B:4>> Morgen»
Ankunft in ilhicago 9:83 Morgen»
Zug Xo. 4, tSglich.
Oestlich gehend:
Adfahrt von Minneapoli» 7:05 Morgen».
, von St. Paul 7:45 MorgenS.
. von Des Mo>nes 880 Morgen».
Ankunft in Duduque 4:19 Aachm.
Adfahrt von Duduque 4:25 3iachrn.
Ankunft in iLhicago 10:45 Ldenb».
Parlorstuhl- und Busjet varS auf Tagzugen.
Palastri!ars und .Mann Boudoir tsars" auf
Nachtzstgen.
Die einzige Linie. welche „Mann Boudoir
zwischen shicago, kubuque, DeS MoineS.
St. Jojeph, Mo., St. Paul und Minneapolis
Hat.
Schlafplahe und Parlor-Ststhle werden auf
Anmeldung in Licket-Ofsice reservirt.
I. H. Whatmore, General-Agent, Duduque.
W. Vi. Dusendark, General Passagier
und Tiaet Agent, iLhicago, Jll.
Egid Hackner.
ArcditeKl & Altarbauer.
•' t.i.718, 11. Stratze,
L» «ro»e, «i,.
\ Die b est en Reserenzrn werden gegeben.
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