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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, October 23, 1894, Image 1

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Die
Lr
„Luxemburger Gazette“
erscheint jeden Di en stag und klostet unter
Voransbezahlung für die Ver. Staatenu. Canada:
dährlich.. et .12.50 / Halbjährlich .. . .11.25.
Stadtabonnenten, j hrlich 82.50.
Nach Earopa vortofrei:
(nüüfsen vorausbezahlt werden)
gährlich. ·· · ···· ·18.00 Halbjährlich
Correspondenzen und Mittheilungen müssens v
stens bis Freitag Morgen, wenn sie in der
nchsten Nummer Aufnahme finden sollen, einze
saudt werden. Briefe ohne Untirschrift werden
nicht berüchsichtigt.
Nur für die Gelder, dieper registrirten Brief,
oder Geldanweisung (Money Order) gesandt
werden, übernehmen wir die Verantwortlichleit.
Alle Briese, Correspondenzen u. s. w. adressire
man einsach:
“LUXEMBUROGER GAZETIE,
Dubuque, lowa.
Offsiceder,,Gazette“:
Cacder Sechsten und Zowastrahe.
Wochen -Rundschan.
New Yort als Anführerin in den
kommenden Herbstwahlen hat eine sehr
bewegte politische Campagne, da be—
tkanntlich gerade demotkratischer Seits
mehrere Tickets im Felde sind. Der
Wahltampf wird ein dreitheiliger sein,
zwischen dem Republitaner Morton,
dem regulären Demokraten Hill und
dem unabhängigen Demotraten Whee—
ler. Die beiden Führer der Demotra—
tie im Staat, Ex-Sekretär Fairchild
und Ex-Mayor Grace stehen einander
in der Staatswchl gegenüber. Ersterer
ist für Wheeler und letzterer für Hill.
Beim Ticket für die Stadt sind sie ein
verstanden, Alle stimmen darin über—
ein, daß der Kampf der Parteien in
New York ein Kampf um die natio—
nale Hegemonie ist. Boyd Thacher,
der Vorsitzende des Staats-Executiv—
Comites ist sogar der Ansicht, daß die
diesmalige Wahl ein Kampf auf Leben
und Tod für die demokratische Partei
sei. Wenn sie darin unterliege, werde
für sie auf 20 Jahre jede Hoffnung
verloren sein, die Legislatur zu gewin
nen. Und dies werde die Auflösung
ihrer Organisation zur Folge haben.
Hill sei nur eine vorübergehende Größe,
um den Sieg der Partei zu gewinnen;
andere Führer würden an seine Stelle
treten, aber die Partei müsse erhalten
werden. Er nimmt an, daß viele Geg
ner Hills, der Partei zu Lieb', doch für
ihn stimmen werden.
Die Wahl in der Stadt New York
hat nun feste Gestalt angenommen.
An die Spitze aller Anti-Tammany—
Fatktionen ist der Republilaner Strong
gestellt worden. Tammany hat Mr.
Strauß zu seinem Candidaten für das
Mayors-Amt erkoren. Mr. Strauß
steht mit seinen beiden Brüdern Isidor
und Oscar an der Spitze eines der
größten Geschäfte für Einfuhr von
Glas im Land und vom Einzel-Verkauf
von Glas zu New York und Brooktlyn.
Auch die Frauen in New Yort neh—
men diesmal den lebhaftesten Antheil
an der Wahl, und zwar gegen Tam—
many. Es ist dies eine Folge der Agita—-
tion von Dr. Parthurst gegen die Po—
lizei-Corruption und die schmachvollen
Enthüllungen darüber vor dem Lexow—
Comite. Es haben sich verschiedene
Wardvereine von Frauen gebildet,
welche Versammlungen halten und eine
gemeinsame Organisation bilden
wollen.
Das Neueste in der New Yorker
Stadtpolitit ist der Rücktritt des Tam—
many- Candidaten Nathan Strauß,
welcher sich deshalb zurückzog, weil er
von Hill keine befriedigende Antwort
erhalten tonnte, ob dieser seinen Na—
men auch auf einem anderen Ticket als
dem regulären demokratischen County—
ticket aufstellen lassen werde. Strauß
hat aber versprochen, das reguläre
Ticket mit allen Mitteln zu unterstützen.
Des Pudels Kern wird wohl der sein,
daß in New Yort ein Jude als Ma—
yors-Candidat noch nicht Anklang fin—
det und zumal, da die „Staatszeitung“
Strauß den Krieg erklärt hatte, hat
man es vorgezogen, den Mann mit der
krummen Nase zurückzuziehen. An
Strauß's Stelle hat der frühere Mayor
Hugh I. Grant die Nomination aus
Tammany's Händen entgegengenom—
men.
In Illinois wühlen die A. P.
A. nach besten Kräften und vertheilen
ihre Schmäh- und Schand christen, daß
es eine Freude ist. Unter den Schauer—
märchen, die man sich erzählt, heben
wir nur eines hervor:
„Die Jesuiten so heißt es da
hätten durch allerlei List eine Art Ver—
einigung von Kirche und Staat zu
Stande gebracht. In Folge derselben
betämen sie Millionen von Dollars zur
Aufrechterhaltung von Anstalten, in
denen Religion gelehrt werde.
„Die Erfolge katholischer Raubsucht
seien nahezu haarsträubend. Denn
während die protestantischen Denomi—
nationen einige wenige Dollars von der
Regierung erhielten, rafften katholische
Ordensleute Hunderttausende.“
Der „Chicago Herald“ brachte letzt
hin ein kac simile der Dokumente, in
welchen der Großmeister der A. V. A.
voun nl4
n 9 0
Inland.
»7
Für Keht und
Herausgeber: Deutsche, Katholische Druck-Gesellschaft.
Jahrgang 24.
Logen die Mitglieder dieser aufforderte,
sich nach nach Kräften für die Erwäh—
lung des republitanischen Tickets thätig
beweisen sollten, denn man werde als—
dann wieder das Edwards-Gesetz in
Kraft treten lassen, welches belanntlich
auf die Vernichtung der Unterrichts
sreiheit hinzielt und mittels welchen
man die Privatschulen knechten will.
In eine schöne „Patsche“ hat sich der
republitanische Gouverneurscaln—
didat von New York, Levi
P. Mor ton, verrannt. Nachdem
die Republitaner nämlich wie Rohr—
spatzen auf die Rede geschimpft hatten,
welche Congreßmann Wilson, der be—
kannte demokratische Vorsitzende des
Tarifausschusses in London gehalten
hatte und sich nicht entblödet, Wilson
des Liebäugelns mit englischen Han—
delsinteressen anzuklagen, stellte sich
dieser Tage heraus, daß Herr Morton
sich einen eigenen Kutscher aus Eng—
land importirt hatte und ehe unser gu—
ter Gouverneurs -Candidat sich's ver—
sah, war er wegen Importirung von
Contraktarbeitern vor Gericht. Hier
die letzte Nachricht über den Verlauf der
Sache:
New York, 19. Olt.
Richter Lacombe wies heute im Be—
zirksgerichte den Habeas Corpus-Befehl
in dem Falle des von Levi P. Morton
aus England eingeführten Kutschers,
John James Howard, zurück und die
Folge davon ist, daß Howard nach
England zurückkehren muß. Es steht
ihm übrigens frei, an den Finanzsekre—
tär Carlisle zu appelliren, damit der
Fall noch einmal verhandelt werde.
Bei der Abweisung des Falles stellte
sich Richter Lacombe übrigens nicht auf
den Standpuntkt, daß Howard nicht das
Recht gehabt habe, zu landen, wohl
aber nahm er an, daß die Gerichte nach
dem Gesetze nicht ermächtigt seien, sich
einzumischen. Diẽ ilhesien des
Richters ist ein ziemlich umfangreiches
Schriftstück und führt eine Anzahl Ent—
scheidungen des Oberbundesgerichtes als
Beweise an.
General Tracey, Morton's Anwalt,
machte geltend, daß Haus- und persön—
liche Diener von diesem Gesetze ausge—
nommen seien. Howard sei sowohl ein
persönlicher als ein Hausdiener und
deßhalb stehe seine Landung nicht mit
den Gesetzen in Widerspruch. Richter
Lacombe gab alle diese Behauptungen
zu, sagte jedoch: Der Wortlaut des
Gesetzes gibt deutlich dem Finanzsekre—
tär die alleinige Vollmacht, zu entschei
den, ob ein Einwanderer sich hier den
Gesetzen zuwider aufhält. Der Setre—
tär habe in diesem Falle eine solche
Entscheidung abgegeben und der Wort—
laut des Gesetzes über Contraktarbeiter
sei zu klar, als daß man denselben so
ohne Weiteres bei Seite setzen könne.
Ausland.
In Deutschland kündigen die Vor—
schlachten, welche in den Zeitungen
ausgefochten werden, die Redeturniere
im Parlamente an. Das „Schwarze
Blatt“ schreibt: „Und so lebhaft wie
jetzt sind alle diese Rüstungen wohl
lange nicht mehr betrieben worden.
Allenthalben sieht man den Dingen, die
da tommen sollen, mit der größten
Spannung entgegen, und weithin ist
das Gefühl verbreitet, daß Ueberra—
schungen bevorstehen. Graf Caprivi
hat zu Beginn seiner Kanzlerschaft ein—
mal geäußert, unter ihm werde die Po—-
litit langweilig werden, aber selten ist
ein Wort so wenig in Erfüllung gegan—
gen, wie dieses. Dafür ist der Nach—
folger des Fürsten Bismarck allerdings
persoönlich am wenigsten verantwortlich;
man braucht sich nur an die Haupt—
überraschung der letzten vier Jahre, an
den Fall des Grafen Zedlitz und seines
Schulgesetzentwurfs zu erinnern, um zu
wissen, von welcher Stelle die öffent—
liche Meinung sich auch jetzt wieder
einer Ueberraschungen vorsehen zu kön—
nen meint. Doch thut man gut, zu
prüfen, wer diejenigen sind, welche
solche Gedanken nähren und geflissent—
lich zu verbreiten suchen. Es sind alle
diejenigen, welche auf einen Sturz des
Grafen Caprivi speculiren, und deren
sind nicht wenige, und nicht minder
zahlreich, aber grundverschieden sind
ihre Beweggründe. Die Conservativen
gedenken mit Anerkennung seines kräf
tigen Eintretens für ein christliches
Schulgesetz, aber näher liegen ihnen
doch die materiellen, als die idealen
Sorgen, und sie belämpfen deshalb den
obersten Rathgeber der Krone wegen
seiner Handelspolitikt. Umgetkehrt ha—
ben die Nationalliberalen dem Reichs—
—— ——
Dubuque, Jowa, Dienstag, den 23. October 1894.
kanzler die Handelsverträge zu Standes
bringen helfen, aber sie verübeln ihm,
daß er im Grunde doch ein conservativers
Mann ist, und shen darum liebers
einen der Ihrigen an der Stelle des
Mannes, der das ihnen so fatale Wort
gesprochen: „Hie Christenthum hie
Atheismus!“ Dazu kommt die Schi
sucht nach den Fleischtöpfen der Bis
marck'schen Zeit, nach der Aera der
Ausnahmegesetze gegen Socialisten
„Ultramontane“ und Polen. Und
Bismarck und seine Leute sind geschäf
tig, alle diese, zum Theil widerstreben
den Elemente gegen den,„neuen Cours“
in Bewegung zu setzen. Wir haben
bereits in den letzten Wochen erbauliche
Proben dieses Ränkespiels gesehen, in
dem man bald das preußische Ministe
rium, bald den Kaiser selbst gegen die
Caprivi'sche „Versöhnungspolitit“
zuspielen versuchte und bei dem e
den Kaiser, hier durch heuchlerisches
Lob, dort durch dreiste Unterschiebungen
in geradezu schamloser Weise zu e
deln sich erlaubte. Der Reichstanzler
hat sich durch alles das nicht aus seiner
Ruhe bringen lassen, er hat feinen Ur
laub bis zu Ende ausgenutzt und he
nach Ablauf desselben am 2. Oltober
pünttlich seine Geschäfte in Berlin wie—-
der aufgenommen.“
Es scheint nicht mehr bezweifelt
werden zu können, daß die Japaner in
zwei Schlachten zu Lande und zu Was—-
ser erfolgreich waren und zur Zeit die
Herren der Situation sind.
Das ist sehr erfreulich, denn der
Krieg zwischen Japan und China ist
nicht nur ein lotales Ereigniß, sondern
von großer kultureller Bedeutung.!
Würde Japan unterliegen, so würde
die Sache des Fortschrittes, des Han
dels und auch der Industrie schwer
geschädigt werden, denn China würde
aller Wahrscheinlichteit nach alle Hä—-
fen, die es, durch Wafsengewalt ge—
zwungen, mit höchstem Widerwillen
dem europäischen Handel geöffnet, wie
der schließen, und die in seinem Gebiet
ansäßigen Ausländer vertreiben oder
abthun und wieder werden, was es
Jahrtausende gewesen ist, ein für Eu—
ropäer und Amerikaner unzugängliches,
jeden Handelsverkehr mit Europa mei—
dendes Land. Ein kolossales Absatz
gebiet würde der europäischen und
ameritkanischen Industrie verloren gehen
und in der ganzen eivilisirten Welt
würde sich, vorübergehend wenigstens,
der Abbruch der Handelsbeziehungen zu
China unangenehm bemerklich machen.
Mit Japan's Erfolg eröffnet sich
nicht nur für Ostasien, sondern auch
für ganz Europa eine weite Perspek
tive, die günstigste Aussicht auf Eröff
nung des ganzen chinesischen Reiches
für den Welthandel. Korea, das
Streitobjekt, ist den Chinesen bereits
entrissen und wird der japanesischen
Kultur, die kaum mehr hinter der euro—
päischen zurücksteht, eröffnet werden.
Gespannt darf man auf den Fort
gang des Konfliktes sein. Wird Ja—
pan den Krieg nach dem eigentlichen
China tragen? Es kann es thun, wenn
es will. Peking ist schutzlos und die
japanesischen Truppen würden auf kei
nen ernstlichen Widerstand stoßen, woll—
ten sie die die chinesische Hauptstadt
ottupiren und dort mit des Schwertes!
Spitze die Friedensbedingungen auf—
zeichnen, die China annehmen muß,
mögen sie auch noch so hart sein.
Wird China eine letzte verzweifelte
Anstrengung machen, durch Massen
aufgebot das Vordringen der Japane—
sen zu verhindern? Oder werden es die
europischen Möchte für an der Zeit
halten zu interveniren und den Frieden
zu vermitteln? In letzterem Falle
müßte natürlich auch für sie ein tüchti—
ger Brocken absallen. Die nächste Zu—
tunft wird's lehren; immerhin haben
die Vorgänge in Ostasien nunmehr be—
deutend an Interesse gewonnen.
Die „Columbia“ schreibt über die
Lage in Oesterreich. Die Meldung
daß das Magnatenhaus in Ungarn die
Regierungsvorlage betresss Einfüh—
rung vollständiger Religionsfreiheit ein
genommen habe, war unrichtig. Die
Vorlage ist abgelehnt worden, doch hat
die Regierung dieselbe sogleich auf's
neue eingebracht, und Weterle hofft,
daß, angelichts der -ablreiceu tüx die
Mu
Pu
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2 —.
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—— -2 3 :
2378
Vorlage im Abgeordu·tenhause des
Reichstags abgegebenen Stimmen, des
Magnatenhaus seinen Widerstend ge—
gen die Vorlage ausfgeben werde. (Re—-
ligiöse Duldung besteht in: katholischen
Oesterreich in weitestiem Umfange,
ebenso auch im noch vollständiger tatho—-
lischen Spanien, was auch die „111.
Siaatszritung“, welche dieser Tage das
Gegentheil behauptete, wohl wissen
dürfte; dagegen fehlt selbst die bloße
Du!dung der katholischen Religion noch
immer in Mecklenburg und in Braun—
schweig. Bei dem in Rede stehenden
ungarischen Gesetzentwursehandelt es sich
also mit nichten um Duldung, sondern
um die Anerkennung der Gleichberech
tigung des Religion.) Am 8. d. M.
verwarf das Magnatenhaus mit 109
gegen 103 Stimmen die Regierungs
vorlage für gesetzliche Anerkennung der
jüdischen Religion. Die sich mit der
Religion der aus gemischten Ehen her—
vorgehenden Kinder befassende Vorlage
wurde endgültig angenommen.
Dem Vernehmen nach beabsichtigt die
österreichische Regierung, eine Wahlre—
form-Vorlage im Reichsrath einzubrin—
gen, welche, gemäß dem Antrag des
Abg. Baernreither, den Arbeitern 44
Sitze garantirt. Es ist dieß die Vor—
lage, über welche s. Z. Graf Taafe als
Ministerpräsident zu Fall kam, und für
welche die ganze organisirte österreichi
sche Arbeiterschaft anhaltend eine leb—
hafte Agitation betreibt.
Dr. Palischeck von Palmforst, der
vor einiger Zeit von seinem Posten als
österreichisch-ungarischer Generalconsnl
in New York zurückberufen wurde, ist
am 9. d. M. wegen Mißbrauchs seiner
Amtsgewalt in seiner “Eigenschaft als
Generalconsul und Commissär der Chi—
cago'er Weltausstellung verhaftet wor—-
den. In seinen Taschen wurde ein ge—
ladener Revolver gefunden, und es
wird angenommen, daß er beabsichtigte,
Selbstmord zu begehen.
In Belgien hat bei den Kammer
wahlen am Sonntag unter dem neuen
Wahlgesetz, durch welches das Stimm—
recht sehr erweitert worden, die katho—
lische Partei, welche jetzt am Ruder ist,
einen schönen Sitg daron getragen.
Die Liberalen sind jämmerlich verhauen
worden, dagegen haben die Socialisten
große Gewinne auf deren KRechnung ge—
macht und einige Size auch der katho—
lischen Parlei abgewonten. Letzter
wird aber, wie gesagt, die Mërbeit in
beiden Kammern behalten. Der be—-
rüchtigie liberale Führer, der Legen—
bruder Frere-Orban, muß sich einer
Stichwahl unterwerfen. Woveste, Füh—
rer des tleinen Häufleins tapitalistischer
Katholiken, der dem neuen Wahlge—-
setze, entgegen den Wüschen der größern
Masse der katholischen Partei, in der
Kammer opponirt hatte, ist geschlagen.
Eine Depesche an die London, Times“
von Brüssel sagt, daß das Resultat der
Wahl ein vollständiger Sturz der libe—
ralen Partei außer in der Hauptstadi
sei. Die erste Anwendung des Prin—
zips allgemeinen Stimmrechis habe die
Prophezeinngen vieler Liberalen erfüllt,
welche den Untergang ihrer Sache
vorausahen. Was sie aber nicht er—
warteien, war der gewaltige Erfolg der
Socialistenn, mit denen die Katholiten
nun hänuptsächlich zu rechnen habey.
Auch in Belgien entscheidet sich der
Kampf nun klar und deutlich und die
Losung wird auch wie überall und zu
allen Zeiten sein: Hie Christenthum—
Hie Heidenthum.
Telegraphische Depeschen.
Die Resignation von E. Ellery An—
derson als Mitglied der Staatsdemo—
tratie und sein Entschluß das reguläre
demokratische Ticket zu unterstützen,
war heute Abend eine Hauptüberra—
raschung im demotratischen Hauptquar—-
tier. Anderson schickte heute dem Füh—
rer der dritten Partei, Fairchild einen
langen Brief worin er die Gründe, die
ihn zu dem Schritte veranlaßten, aus—
einandersetzt.
New Yort, 18. Olt.
Everett P. Wheeler hat die Nomina—-
tion als Gouverneurscandidat von New
Yorkt auf dem „dritten Ticket“ ange—
nommen. Sein Annahmeschreiben an
den Vorsitzer Chas. S. Fairchild wurde
heute betauut aemacht.
embu
Inland.
New York. 17. Olt.
ger
Ae dn yi. Kirche.
Lincoln, Neb., 18. Okt.
Das Obergericht hat die Petition des
aus Administrations- Demokraten be—
stehenden Rumpfconventes, der sich von
den regulären (Bryan-Silber-Demo—-
traten) losgesagt und ein eigenes Ticket
aufgestellt hatte, um Vertretung auf
dem Stimmzettel abgelehnt.
Columbus, 0., 17. Otkt.
Ein Haufen vom mehreren Tausend
Personen umgab das Gefängniß in
Washington C. H. in diesem Staate
und drohte Jasper Dolby, den Neger,
welcher einen thätlichen Angriff auf
Frau Mary C. Boyd in Parrets Sta—
tion machte, zu lynchen. Dolby war
während des Tages von Frau Boyd
identifizirt worden. Der Haufen nahm
am Abend eine solch drohende Haltung
an, daß der Sheriff die Militz heraus—
rief und Menge mit dem Bayonett zu
rücktrieb. Das Gefängniß wird jetzt
von der Miliz bewacht.
Washington, Court)
DPoiue. 0.17. Olt.
Der Neger Jasper Dolby, welcher
angeklagt war, einen thätlichen Angrifl
auf die Frau Mary C. Boyd gemacht
zu haben, bekannte sich heute schuldig,
um recht bald ins Zuchthaus gebracht
zu werden und auf diese Weise gegen
die nach seinem Leben trachtende Voilts
menge geschützt zu sein, jedoch hatte er
die Rechnung ohne den Wirth gemacht.
Während des ganzen Tages strömten
Menschen in den Ort und der Sheriff
tonnte nach der Verurtheilung Dolbys!
zu einer Zuchthausstrafe von zwanzig
Jahren nicht mit diesem nach den
Bahnhofe gelangen. Kurz nach 6 Uhr!
stürmte eine Voltsmenge gegen das
Courthaus an und während ein Theil
derselben einen entschlossenen Versuch!
machte, die südliche Thür einzurennen,
griff ein anderer Theil die an, der nörd
lichen Thür stationirte Miliz an. Die
Menge welche die Thür cinzurennen
versuchte, war außer Stande, ihre Ab
sicht auszufüren. Inzwischen hatte sich
der Hof mit Menschen angefüllt und
auf allen Seiten hörte man den Ruf:
“Give us the Nigger! und Flüche
gegen die Miliz. Die Menge wuchs
mit jeder Minute an und turz nach 7
Uhr scheß die innerhalb des Gefängnis
ses befindliche Miliz auf dieselbe und
zwei Männer stürzten, wie es heißt, auf
der Stelle getödtet, zu Boden. Die
Getoödteten sollen Jeß; Judy und ein
junger Mensch Namens Welsch sein.
Anßerdem wurden noch mehrere andere
Leute verwundet, darunter Theodore
Ammermann, ein alter Mann Namens
Theodore Niederhaus, welcher seinen
Knaben aus dem Gedränge holen
wollte, ein Mann Namens Kaufmann,
Dale DeWitt, ein Sohn von Ellis Web—
ster, John Korn von Jesfersonville und
ein Knabe Namens Johnny MeHugh,
dessen Wunde sich wahrscheinlich als
toödtlich erweisen wird. Die Miliz schoß
ohne die Leute vorher zu warnen und
es wurden außer den Genannten noch
mehrere andere Leute verwundet. ECin
Mann Nantens Samms erhielt einen
Schuß in den Leib und wird wahrischein
uich sterben.
Später. Die Menge wurde aus dem
Hofe des Courthauses gejagt, aber der
dasselbe umgebende Platz ist von einer
dichten Menschenmenge angefüllt und
man fürchtet weitere Ruhestörungen.
Auf Befehl des Polizeichefs wurden die
Schankwirthschaften geschlossen.
Louiskville, Ky., 17. Olt.
Heute Nachmittag stürzte ein Theil
der dritten Spanne der Louisville-
Jeffersonbille Unglücksbrücke, vier Ar—
beiter mit sich reißend, in den Fluß.
Es ist dieselbe Spanne, welche im letzten
Dezember zusammenbrach, mit VBerlut
vieler Menschenleben im Gefolge.
Später: Von den mit dem
Brückentheil in den Fluß gestürzten
Personen wurde Harry Williams tödt—
lich verletzt, die übrigen drei kamen mit
leichten Verletzungen davon. Der zu—
sammengebrochene Theil der Brücken—-
spanne hatte eine Länge von ungefähr
50 Fuß.
Matrengo. 111.. 17. Olt.
Während der gestern Abend im
Opernhause stattgefundenen Auffüh—
rung des Schauspiels „Uncle Josh
Spruceby“ gerieth die Hand des Schau—
spielers Hugh N. Morgan bei Arrangi—
rung der Säge in der Sägemühlen—
Scene zwischen die Säge und den Holz
block und wurde buchstäblich in Stücke
zerrissen. Die Hand mußte später am
Gelent amputirt werden. Dant der
Kaltblütigteit Morgan's wurde eine
VPanit abgewandt. Mehrere Damen
fielen in Ohnmacht.
Chicago, 17. Olt.
Herr Julius Rohrbach hat im hiesi—
gen Probategericht um die Ernennung
eines Vormundes füc seine Schwie—
germutter, Frau Eliza Carson, nach
gesucht. In dem Gesuch gibt Herr
Rohrbach an, daß seine Schwiegermut—-
ter ursprünglich ein Vermögen von
8110,000 gehabt, davon aber bereits
880,000 für Seereisen ausgegeben
habe. Die alte Dame habe eine wahre
Leidenschaft für Seereisen und sei
während des lezten Jahres nicht mebr
Redakteur: NHikolaus Gonner.
als. einen Tag auf einmal von den
Dampfern ferngeblieben, dabei sei sie
während der letzten zehn Jahre bestän—
dig in der Welt umhergereist. Zum
Schluß erklärt der Petent, daß die
Liebe zur See bei Frau Carson zur
Manie geworden sei und daß es der
Einmischung des Gerichts bedürfe, um
sie zu verhindern, auch noch den Rest
ihres Vermögens an die Dampfschiff—
Compagnien, die bereits 880, 000 erhal
ten, auszuliefern.
Pititsbura, Pa., 18. Olt.
Gestern Abend wurde in der hiesigen
Nähe auf der Baltimore & Ohio
Eisenbahn ein erfolgloser Versuch ge—
macht, einen Zug zu berauben. Ein
östlich gehender Accommodationszug
suhr um 8 Uhr in der Nähe von Bissel,
an einer sehr einsamen, etwa fünfzehn
Meilen von hier gelegenen Stelle, über
eine auf den Schienen liegende Dyna—
mitpatrone und ein Theil eines Perso—-
nenwagens wurde zertrümmert. Da
der Zug nahezu sein Endziel erreicht
hatte, so befanden sich nur wenige Pas—
sagiere auf demselben und es wurde
Niemand verletzt. Nach der Erplosion
wurde das Geleise untersucht und es
wurden noch zwei weitere Dynamitpa—
tronen auf den Schienen gefunden,
welche, wenn der Zug über sie hinweg
gefahren wäre, erplodirt wären und
denselben gänzlich zertrümmert hätten.
Man weiß ziemlich genau, daß beab—
sichtigt war, einen wenige Minuten
später an der Stelle fälligen, vom Osten
hertommenden Post-Schnellzug zu be—
rauben. Jedoch begingen die Räuber
einen Irrthum und legten die Dyna—
mitpatronen auf das für die vom
Westen anstatt auf das für die vom
Osten kommenden Züge bestimmte Ge—
leise. Man glaubt, daß noch heute
Verhaftungen erfolgen werden.
Fort Worth, Tex., 19. Okt.
Eine Spezialdepesche aus Gordon,
Ter., meldet: Der westlich gehende!
Zug No. 3 der Texas und Pacisic-
Eisenbahn, der um 12 Uhr 13 Minu—
ten Nachmittags in Gordon fällig ist,
wurde heute, ein baar Minuten vor
Mittag, drei Meilen westlich von Gor—
don von vier unmastirten Räubern an—
gehalten. Da der Zug an diesem
außergewöhnlichen Puntkte anhielt, so
sprang I. W. Cooper von Gordon am
nördlichen Ende des Zuges herunter,
um die Ursache des plotzlichen Haltens
zu erfahren. Kaum hatte er einige
Schritte vorwärts gemacht, als er bar
schen Tones aufsgefordert wurde, sich
wieder in den Zug zurückzubegeben.
Da er glaubte, daß die ganze Geschichte
ein schlechter Witz sei. lachte er über
die Aufforderung, um jedoch im näch
sten Augenblicke zwei Gewehrläufe auf
seine Brust gerichtet zu sehen. Im
Geldschrant des Pacific Erpreßwagens
befand sich das für die Station Thur
ber bestinrmte Geld, etwa 830, 000, für
die morgige Ablöhnung der Angestell
ten der Pacific Coal Company. Die
Räuber harten eine Anzahl in der Nähe
beschäftigter Bahnarbeiter gezwungen,
den Zug durch Flaggensignale zum
Halten zu bringen und als Letzteres
geschehen war, den Vormann der Ar
beiter, B. L. Locksby, gezwungen, sich
in den Erpreßwagen zu begeben und
das Schloß des Geldschrankes mit einem
Schmiedehammer herunterzuschlagen.
Es gelang den Räubern jedoch trotzdem
nicht, den Geldschrank zu öffnen, und
so mußten sie mit verhältnißmäßig
tleinem Raube, etwa 5500—85000
adziehen, die sie einem anderen Geld—
schrante entnahmen. Cooper glaubt,
daß der Raub hätte verhütet werden
tönnen, wenn einer oder zwei der Pas—
sagiere Gewehre gehabt und sich den
Räubern widersetzt hätten. Die Terxas
Pacific Company hat 8500 Belohnung
auf die Ergreifung der Räuber gesetzt.
Nach Verübung des Raubes gingen die
Räuber pfeifend in der Richtung der
Berge davon. Man glaubt, daß sie
vom Indianergebiet herübergekommen
und jetzt auf dem Rückzuge dahin sind.
Eine Anzahl Leute hat sich zur Verfol—
gung der Kerle aufgemacht.
&Drenton. N .. 18. Olt.
Der hochw'ste James MeFaul wurde
heute hier zum Bischof von Trenton
geweiht. Die Conselration vollzog
Erzbischof Corrigan unter Assistenz der
Bischoöfe MeQuaid von Rochester und
Me Donnell von Brootlyn. Drei Erz—-
bsschöfe, 12 Bischöfe und über 300
Priester waren gegenwärtig. Der Ge—
sang war cäcilianisch.
Chicago. 18. Olt.
In der hiesigen St. Peterskirche ver—
suchte heute in der Frühmesse ein Dieb
der 76 Jahre alten Frau Reise ihr
Geldtäschchen zu entreißen. Die Frau
rief um Hilfe. Da verließ der celebri
rende Franciskaner-Pater den Altar
und eilte zu ihrem Beistande. Es ge—
lang ihm auch den Räuber, einen frü—
heren Sträfling, dingfest zu machen.
Die Feierlichteit der Einweihung der
122 Tabnen für die türzlich errichteten
No. 1213.
Ausland.
Deutschland.
Berlin, 18. Otkt.
Preise der Anzeigen.
Jeder Zoll der Spalte per Jahr. . ss· · · 212.00.
e e ee 3Monate.. . ïv 6.00.
Für jede Zeile Brevier, oder deren Raum, das
erstemnal 1s Cents.
Heiraths· und Todes· Anzeigen mit Spruch 81.59.
ohne Spruch 1.00.
Anzeigen, die dem Geiste der kath. Kirche zuwi
der sind, finden keine Aufnahme.
Anzeigen sende man späte—
stens am Montag Mor
gen ein.
Job-Arbeiten aller Art prompt und billig
ausgeführt.
Office der,„Gazette“.
Ede der Sechsten und Jowastraße.
4. Bataillone der Infanterieregimenter
fand heute in Gegenwart des Kaisers
Wilhelm vor dem Dentmale Friedrichs
des Großen Unter den Linden statt.
Se. Majestät übergab später die Fah—-
nen den Befehlshabern der betreffenden
Bataillone und wies in einer Ansprache
an die Offiziere auf die Thaten der
deutschen Armee im Jahre 1871 hin,
indem er den Offizieren zugleich an's
Herz legte, treu bis zum Tode zu blei
ben, und ihrem Kriegsherrn im Kampfe
gegen innere und äußere Feinde unbe
dingten Gehorsam zu leisten.
Potsdam, 17. Olt.
Der 18 Jahre alte König Alexander
von Serbien ist heute hier eingetroffen.
Es waren große Vorbereitungen zu sei
nem Empfange getroffen und es hieß
allgemein, das sei ein Zeichen dafür,
daß sein Besuch politische Bedeutung
habe. Der Bahnhof war prachtvoll
geschmückt und auf dem Perron war
eine Ehrenwache aufgestellt. Der junge
König wurde am Bahnhofe vom Kaiser
und seinen Söhnen, dem Freiherrn
von Biberstein, Staatssekretär des aus
wärtigen Amtes, dem Kriegsminister
General von Schellendorf und den Of«
fizieren des Gefolges empfangen. Der
Kaiser begrüßte den König äußerst
herzlich und nach stattgehabter Inspici
rung der Ehrenwache fuhren die beiden
Monarchen, von der Ehrenwache escor
tirt, nach dem Schlosse. Heute Abend
wurde im Neuen Palais ein großarti
ges Galadiner gegeben, bei welchem der
Kaiser einen Toast auf den König
Alexander ausbrachte. Letzterer ant—-
wortete in deutscher Sprache und dankte
dem Kaiser für den ihm zu Theil ge
wordenen herzlichen Empfang und
sagte, er hoffe, die freundschaftlichen
Beziehungen zwischen Deutschland und
Serbien würden noch weiter Lefestigt
werden.
Rußland.
St. Petersburag. 18. Olt.
Es ist hier die Nachricht eingetroffen,
daß sich der Zustand des Czaren in be—-
dentlicher Weise verschlechtert hat, und
es heißt, daß die Anzeichen von allge—
meiner Schwäche und verringter Herz
tstigteit häufiger hervortreten.
Es wird mitgetheilt, daß die Aerzte
des Czaren die Idee, ihn nach Korfn
bringen zu lassen, aufgegeben haben.
London, 198. Otkt.
Dem „Standard“ wird von St.
Petersburg gemeldet, daß sich die Stadt
seit Jahren nicht in einer solchen Auf
regung befunden hat. wie dies heute
der Fall ist. An der Börse waren
außer zu Spottpreisen teine Käufer an
zutreffen. Von Politit wird nicht ge
sprochen und die Frage über den Schutz
der Küsten in China wird nicht erörtert.
St. Petersburg, 18. Olt.
Laut einer heute Morgen aus Liva--
dia hier eingetroffenen Depesche hat sich
der Zustand des Czaren seit gestern
verschlechtert. Die kaiserliche Familie
befindet sich über den Zustand des
Kranken in der größten Besorgniß.
Italien.
Rom, 18. Okt.
Der hiesige Azent der Associirten
Presse kramt nun auch seine Weisheit
über Msgr. Satolli und dessen bevor
stehende Rangerhöhung aus. Von
seiner Erhebuug zum „Legaten a La—
tere“ hat er nichts gehört.
Die Behauptung., daß der päpstliche
Ablegat bereits in zwei Wochen die
„Biretta“ erhalten werde, ertlärt er für
unbegründet. Erst müsse noch ein päpst
liches Consistorium gehalten werden.
Ueber Dr. Hector Papi weiß er das
Folgende zu erzählen: Der Sekretär
Satolli's hat um Aufnahme in den
Jesuitenorden gebeten. Aber man habe
die ganze Sache so eingerichtet, daß sein
Eintritt um ein Jahr verschoben werde;
damit nicht die ameriktanischen Pro—
testanten Kapital daraus schlagen könn—
ten. Endlich gibt der Correspondent
der Associirten Presse noch eine höchst
schnurrige Abhandlung darüber zum
Besten, ob Msgr. Satolli „bloßer Ti—
tular-Cardinal“ oder zugleich „Erz
bischof einer amerikanischen Diöcese“
werden würde. Die Biederseele ent
scheidet sich am Ende für das Erstere,
weil der päpstliche Ablegat sehr gut
lateinisch verstehe, aber im englischen
minder bewandert ist.
Frantreich.
Paris, 18. Olt.
Der „Gaulois“ sagt in seiner heuti—
gen Ausgabe, daß die franzöosische Ex—
pedition nach Madagascar 15,000
Mann stark sein werde. Der Kriegs—
minister General Mercier steht mit
Transportgesellschaften in Unterhand
lungen, wonach eine Flotte von 40
Dampfern, die als Transportschiffe be
nutzt werden sollen, gechartert werden
soll.
Paris, 18. Otlt.
Die Nachricht von der ganz plößtzli—
chen und unerwarteten Verschlimme
rung im Befinden des Czaren wird
durch eine hier eingetroffene Depesche
im vollen Umfange bestätigt.
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