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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, October 30, 1894, Image 1

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; Lorausbezahluna sitr die Ver. Staatena. Tanada: & ; 2
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Stadtabonnenten, jhriich 52.50. ;
Nach Euroda portorrei 2 4 ; -
(müssen vorausbezahlt werden) 2
gährlich. t 3.00 Halbjahrlich.. . .1.50. 3
Correspondenzenund Mittheilnngen müsenivi- 2. 2 /
stens bis Freitag Morgen wenn sie in der
nächsten Nummer Aufnahme sinden sollen, einz-- a
j sandt werden. Briefe ohne Untirschrist werden ;
nicht berüctsichtigt. EN
*
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k Nur für die Gelber. dieper registrirten Brief,. ur Fe r e
1 oder Geldanweisung (Money Order) gesandt y r
werden, übernehmen wir die Verantwortlichleit. 4 - se der
Alle Briese, Correspondenzen u. s. w. adressire 7 2 D
; man einsach: c V
; ; “LUXEMBURGER GAZRTTEN, -
Wochen-Rundschan.
Die politische Lage in den
Staaten, welche im Herbste Wahlen
haben, ist fast überall eine sehr ge—
spannte und es werden überall außer—
gewöhnlich heftige Wahlfeldzüge ge—
führt.
In New Yortk spielt Hill auf
Leben und Tod und er scheint erfaßt
zu haben, daß sein Kampf von mehr
denn staatlicher Bedeutung ist.
Seine Hauptaufgabe, in welcher Hill
übrigens bis heute eine Art Meister—
schaft gezeigt hat, liegt darin, die ein—-
zelnen unabhängigen Reformfaktionen
in der demotratischen Partei auszumer—
zen. Hier wird ein Compromiß und
dort ein Versprechen gemacht, hier einem
lotalen Führer eine Conzession einge
räumt und dort einem kleinen Partei—
tyrannen seine Mithülfe entzogen, um
auf diese Weise eine Glättung der Lage
im Staate hervorzubringen. Man
hatte im Verlaufe dieser Woche eine
approbirende Stellung Cleveland's
gegenüber Hill's Kampf erwartet und
es ging sogar Rede, Cleveland werde
in einem eigenen Schreiben Hill's Ar—
beiten unterstützen. Allein bis hente
ist noch nichts derartiges eingetreten.
Cleveland stieg verfl. Woche auf seiner
Reise von Boston nach Washington in
New York ab, schwieg aber alle Hoff
nungen todt. Es war übrigens nicht
zu erwarten, daß Cleveland thätig in
die New HYorter Politit eingreifen
werde, wenn man bedentt, auf welch'
gespanntem Fuße Hill und Cleveland
während des letzten Congresses standen
und wenn man dazu noch erwägt, daß
Cleveland ja sich dahin ausgesprochen,
daß er es nicht gerne she, wenn Regie—
rungsbeumte sich durch Stumpreden,
Parteibriefe oder sonstige Manifestatio
nen activ an dem Wahlktampfe bethei
ligen sollten.
RNach New PYortk ist wohl der Kampf
in Illinois der hestigste und der
bedeutsamste. Die Hauptfaktoren in
demselben sind MacVeagh, welcher
demokratischerseits in direkter Wahl
durch das Volt sich um das Amt eines
Bundessenators gegen den republita—
nischen Senator Cullom bewirbt. Da—
durch, daß die republikanischen Candi—
daten unter dem Diktate der A. P. A.
versprochen haben, für die Hülfe dieser
das verruchte Schulgesetz, besser unter
dem Namen Edwards-Gesetz bekannt,
zu erneuern, hat sich die Campagne
durch diese Einführung einer Frage
eines religiösen Grundsatzes überaus
heftig gestaltet, doch dadurch auch die
Interessen der Demokraten wesentlich
gefördert.
Auch in Wisconsin agitirt man
wieder über die Schulfrage. Es han
delt sich dort nämlich ebenfalls zum
Theile um einen Kampf mit der A.
P. A.-Faktion, in deren Schlepptau
die republikanische Partei genommen
wurde, vielleicht ohne der republitani
schen Leiter Wissen und ohne deren Zu
stimmung, aber die Thatsache steht fest,
daß die A. P. A.-Faktionen das repu—
blitanische Ticket befürworten, und das
genügt um zu beweisen, daß man das
Allerschlimmste zu fürchten hat.
Hier in Jowa ist der Wahlkampf
ebenfalls ein lebhafter und daß derselbe
von nicht minder großer Bedeutung ist
als in anderen Staaten, ist Thatsache,
da wir ja hier die Knechtschaft des
Mulct-Gesetzes haben und die Republi—
taner schon mit einer zweiten Plage,
dem Frauenstimmrechte, drohen. Falls
die liberalgesinnten Elemente sich jetzt
noch von den schönen Reden der Repu—
blitaner in einzelnen Distrikten bethö—
ren lassen, so verdienen sie Ohrfeigen,
und wenn Deutsche sich noch ver—
führen lassen, so verdienen diese Fuß—
tritte, denn die schändliche Behandlung,
welche wir von der letzten republita—-
nischen Gesetzgebung erhalten haben,
muß jedem Deutschen, der auch nur
noch einen Funken von Ehrlichteit im
Leibe hat, die Augen öffnen.
Ueber die Lage in Deutschland
werden unsere Leser in den Depeschen—-
spalten Andeutungen finden über eine
Uuflösung des deutschen pteichstages
Dubuque, lowa
Osficeder,Gazette“:
Cccder Sechsten und Zowastrade.
Inland.
Aunsland.
Herausgeber: Deutsche, Katholische Druck-Gesellschaft.
Jahrgang 24.
und dergleichen. Die Lage der Dinge
diesbezüglich, erklären die jetuerte
Zeilen am Besten. Es ist nämlich eine
ziemlich heftige Agitation von den
„bismard'schen“ Organen gegen Ca
pribi, wlecher den Anhang Bismarks
als „nicht gefährlich“ mit verächtlichen
Worten abspeisen wollte und in der
letzten Zeit nämlich sich gegen diese Par—-
tei etwas nachgiebig bewiesen. Seine
eigene Stellung befestigt er durch Nach
giebigkeit jedenfalls nicht. Schon sind
die Blätter der Bismarck'schen Fronde
(Verschwörung) geschäftig, ihm Wider—
sprüche in seiner Haltung vorzuwerfen
um dadurch sein Ansehen nach Kräften zu
untergraben. Insbesondere thut sich
die Schles. Ztg. darin hervor, dem
Grafen Caprivi vorzuhalten, daß er
früher den„Muth der Kaltblütigteit“
besessen habe, die Umsturzparteien für
„ungefährlich“ zu erktlären, jetzt aber
sich zur entgegengesetzten Meinung habe
belehren lassen. Der„Hamb. Corresp.“
und die „Nordd. Allg. Ztg.“ haben
alle Hände voll zu thun, um sdolchen
Befehdungen entgegenzutreten; sie be—
tonen scharf, daß Graf Caprivi niemals
Socialdemokratie und Anarchismus für
und ihre Belämpfung für überflüssig
gehalten habe. Die Fronde —so
schreibt der „Hamb. Corr.“ ofsiciös
bezwecke mit solchen Unterstellungen,
den Kanzler in einen Gegensatz zum
Kaiser zu bringen, aber die Karten seien
zwar nicht schlecht gemischt, das Spiel
sei jedoch sehr durchsichtig. Fürst Bis—
marck wird unverblümt als der Macher
des ganzen Feldzugs bezeichnet.
Die allerneuesten Berichte der Depe—
schenagenturen melden die Resigna—
tion des Grafen von Ca—
privi, desgleichen soll Graf Eulen—
berg der Präsident des Ministerrathes
resignirt haben und Dr. Miquel,
der betannte Finanzmann soll dessen
Nachfolger sein. An Caprivi's Stelle
soll Prinz Hohenlohe der Gouverneur
von Elsaß-Lothringen ernannt worden
sein, welcher jedoch abgelehnt hat. An
dessen Stelle soll Graf Waldersee, wel—
cher sich in den finanziellen Wirren
als der Hauptgegner Bismarcks bewie—
sen hat, die Kanzlerstelle erhalten. So
ganz „ohne“ wird diese Nachricht nicht
sein, denn im Lichte des Obigen be—
trachtet, läge darin ja eine gewisse Sa—
tisfattion für Caprivi indem diese Er—
nennung auch eine herbe Rüge für
die Intriguen Bismarcks enthielte.
In Würtem berg macht die
„Thronfolge und das evangelische
Kirchenregiment“ dem Könige Wilhelm
11. viele Sorge. Da nämlich König
Wilhelm keine männlichen Erben hat,
noch Hoffnung auf solche hat und da
seine Tochter in Württemberg, wo die
weibliche Thronfolge ausgeschlossen ist,
ebenfalls nicht herrschen wird, so wird
nach dem Tode des jetzigen Königs die
tatholische Linie des Hauses Württem—
berg auf den Thron gelangen, und
zwar zunächst der jetzt neunundzwan—
zigjährige Herzog Albrecht, der schon
vor einigen Jahren aus Oesterreich
nach Württemberg übersiedelte, jetzt
Major in einem württembergischen
Ulanenregiment ist, eine österreichische
Erzherzogin zur Frau und von ihr ein
Söhnchen hat. Ueberhaupt fehlt es
der tatholischen Linie nicht an Nach—
tommenschaft.
Der Fürst hat, durch diese Verhält—
nisse „erschreckt“, sich an die evangelische
Landessynode der Kirche Württembergs
gewandt und derselben den Entwurf
eines kirchlichen Gesetzes, „betreffend
die Ausübung der landesherrlichen Kir
chenregimentsrechte im Falle der Zuge—
hörigteit des Koönigs zu einer anderen
als der evangelischen Confession“, durch
den Minister des Kirchen- und Schul—
wesens, Sarwey, vorlegen lassen.
Diese Vorlage enthält unter Anderem
folgende Aenderungen der Landesver—
fassung:
„Die Ausübung der landesherrlichen
Kirchenregimentsrechte geht dann vom
Königsthrone auf ein Collegium über,
welches aus drei dieser Kirche ange—
hörigen ordentlichen Mitgliedern des
Geheimen Rathes, dem Präsidenten
des evangelischen Consistoriums und
dem Präsidenten der evangelischen Lan—-
dessynode einschließlich des Vorstandes
besteht, und den Namen,, Evangelisches
Kirchenregiment“ sührt. Die drei
Mitglieder des Geheimen Rathes in
dieser obersten Kirchenbehörde sind in
Dubuque, Jowa, Dienstag, den 30. October 1894.
erster Linie aus den Staatsministern
und Chefs der Verwaltungsdepartc
ments, in zweiter Linie aus den übri—
gen ordentlichen Mitgliedern des Ge—
heimen Rathes zu entnehmen. Der
Staatsminister oder Departementschef
des Kirchen- und Schulmesens ist,
wenn er der evangelischen Landeskirche
angehört, jedenfalls Mitglied des evan
gelischen Kirchenregiments. Um Uebri—
gen ist für die Berufung in dasselbe je
das Dienstalter maßgebend.
„Das evangelische Kirchenregiment
ist in der Regel bei einer Zahl von
drei Mitgliedern beschlußfähig. Die
Bezeichnung derjenigen Fälle, welche
von demselben in voller Besetzung zu
erledigen sind, bleibt künftiger Ver—
ordnung vorbehalten.
„Vorstand des evangelischen Kirchen·
regiments ist der Staatsminister des
Kirchen- und Schulwesens. Sollte
derselbe, weil nicht evangelisch, dem
Collegium nicht angehören, so wird der
Vorstand durch die Wahl der Mitglie
der bestimmt. Sollte die erforderliche
Zahl von Mitgliedern des orreruqe
Rathes nicht oder nicht mehr vorhanden
sein, so ist das Collegium durch die
Berufung von Ersatzmännern zu er
gänzen, welche in einem Zusammen—
tritt des evangelischen Synodus und
des Ausschusses der Landessyode mit
einfacher Stimmenmehrheit dewahlt
werden. Hierbei ist mindestens die
doppelte Anzahl der erforderlichen Erc
satzmänner zu bezeichnen. Aus der
Liste der Erwählten, welche dem König
durch das evangelische Kirchenregiment
zur Einsichtnahme vorzulegen ist, sind
diejenigen Personen zu streichen, welche
der König als minder genehm bezeich
net haben wird. Der Eintritt der Er
satzmänner bestimmt sich nach dem Le
bensalter derselben. Die Ersatzmänner
haben aus dem Collegium auszutreten,
sobald ihre Stellen mit ordentlichen
Mitgliedern des Geheimen Rathes wie
der besetzt werden können. Die Rei
henfolge des Austritts ist die umge
tehrte des Eintritts derselben.
„Die Mitglieder des evangelischen
Kirchenrxegiments werden bei der Ueber
nahme ihres Amtes in Pflichten ge
nommen. Die Vorschrifsten über die
diensteidliche Verpflichtung
werden im Verordnungswege erlassen.
„Die Geschäftsaufgabe des evangeli
schen Kirchenregiments umfaßt die
sämmtlichen innertirchlichen Angelegen—
heiten der evangelischen Landestirche,
wie solche bisher zur Entschließung des
evangelischen Landesherrn standen.
Dasselbe übt die ihm übertragenen Be—
fugnisse selbstständig ohne Anbrin—
gen an den König aus. Insbe—
sondere kommen dem evangelischen
Kirchenregimente diejenigen Befugnisse
zu, welche in der Landessynodalord—-
nung, sowie in anderen kirchlichen Ge—
setzen dem „evangelischen Landesherrn“
zugewiesen sinbd. Ferner kommt dem—
selben die Besetzung der Generalsuper—
intendenzen (evangelische Prälaten)
sowie der Dekanate zu. Die Besetzung
der Kirchenstellen, soweit mit diesen ein
Delanat nicht verbunden ist (Stadt—
pfarrstellen, Pfarrstellen), steht dem
evangelischen Consistorium zu. Der
Vorstand des evangelischen Consisto
riums wird von dem König auf Vor—
schlag des evangelischen Kirchenregi—
ments ernannt. Ebenso werden von
dem König ernannt die Mitglieder des
evangelischen Consistoriums, der Stifts
prediger und die evangelischen Hofpre—
diger. Die Ernennung hat stets ein
mit Vorschlägen für die Besetzung der
betreffenden Stelle versehenes Anbrin—
gen des Consistoriums voranzugehen,
welches dem König von dem evangeli—
schen Kirchenregimente mit dessen eige—
nen Anträgen vorzulegen ist.“
Damit will man dem zukünftigen
tatholischen Heerscher von vorn—-!
herein die Hände binden, eine Hand--
lungsweise, welche, abgesehen von der
gemeinen Beleidigung, welche darin
liegen muß, daß man einem Fürsten
schon von vornherein, eheder
selben irgend welchen offi
ziellen Att gesett, für intole
rant verdächtigt, ein recht schlechtes Licht
auf die „christliche“ Gesinnung und
Toleranz des jetzigen Herrschers wirft.
Dazu ist es ein trauriges Zeugniß für
die „Macht“ der evangelischen Synode
und der evangelischen Landestirche
Württembergs, daß dieselbe solch tünst
liche Schutzwehre errichten muß, noch
ehe der katholische Herrscher im Lande
ist. Die Vorlage muß natürlich noch
von dem Landtage genehmigt werden
jedoch ist diese Genehmigung bei der
gegenwärtigen Zusammensetzung des
württembergischen Landtages sogut wie
kait accompli (geschehne Thatsache).
Bei der Anstellung denjenigen
Staatsbeamten, welche dann beim
evangelischen Kirchenregiment mitzuwir—
ken haben, steht allerdings dem katholi—-
schen Koönig ein gewisses Ernennungrech
zu; aber bei der Auswahl der kirchlichen
Mitglieder des evangelischen Kirchenre
giments ist er ganz an die Vorschläge
des letzteren gebunden.
Der Schutz der evangelischen Kirche
in Württemberg gegen einen katholi—
schen Landesherrn wird nach diesen Be—
stimmungen noch gründlicher sein, als
dies im gleichfalls überwiegend prote
stantischen Königreich Sachsen der Fall
ist.
So traurig wie die Handlungsweise
des württembergischen Herr—
schers gegenüber den Katholiken und
dem katholischen Fürsten in spe da—
selbst, ebenso abstößig ist das Schau—
spiel, welches sich in Rußland in den
Regierungskreisen däselbst auch in Be—
treff der Thronfolge abgespielt hat.
Beklanntlich naht das Ende des Czaren
mit eiligen Schritten und der Kaiser
„aller Reußen“ will ebenfalls für seinen
Nachfolger sorgen. Bekanntlich hat
der Thronerbe, der Czarewitsch, sich
auf der Rückkehr von einer Weltreise
am englischen Hofe in die Prinzessin
Alix von Hessen verliebt und wurde in
verfl. Woche mit derselben in Livadia
verheirathet, wobei die deutsche Prin—
zessin, um Czarin zu werden, ihren
Glauben mit dem griechisch-katholischen
vertauschen mußte. Ueber den Czare-
witsch erzählen sich die Zeitungen, be—
sonders hier in Amerikta, die sonder—
barsten und nicht gerade erbuulichsten
Sachen. Sie wissen z. 8., daß der
Czarewitsch bereits eine wenn auch nur
zur Linten ihm angetraute Frau habe
und die erbarmungswürdige, zur Ver—-
heirathung mit ihm gezwungene Alirx
sich auf den Besitz seiner rechten Hand
beschränlen müsse, während der Czare
witsch schon verschiedene Kinder von sei—
ner ersten Frau haben solle. Andere
Blätter sprechen von einer heißgeliebten
schönen Füdin, von welcher der Czare—
witsch nicht lassen wolle.
Die „Geschichten“ geben einen recht
guten Zeitungstlatsch ab, und bei dem
belannten Rufe als „Sports“ und
Righlivers“, welchen die eucopãischen
Fürstensöhne in Amerika genießen, sind
die interessanten und pitanten Erzäh—
lungen „nicht ganz unglaublich.“
Telegraphische Depeschen.
Inland.
New Yort, 24. Ott.
Der Pfarrer James Sotle ist ein
Vollblut-Indianer, 74 Jahre alt und
predigt seinen Rassegenossen in Mani—
toba das Wort Gottes. Vor einer
Woche machte er sich auf die Reise, um
dem Erzdiakon Kirktley in Rye, N. Y.,
den er kennen gelernt hatte, als derselbe
Missionär in Canada war, einen Be—
such abzustatten. Auf der Reise nach
Chicago traf er einen „guten Freund“,
der ihm sein Geld abnahm, so daß er
ohne einen Cent in der Tasche in Chi—
cago ankam. Dort fand er glücklicher
Weise den Pfarrer Rawson, den er von
früher her kannte, und dieser versorgte
ihn mit Geld, um nach New York zu
tommen. Als die biedere Rothhaut
dort eintraf, wußte er nicht, wie er nach
dem Grand Central Depot kommen
solle, und ertundigte sich deshalb bei
einem Polizisten nach dem Wege dahin.
Statt ihn aber nach dem verlangten
Bahnhofe zu bringen, brachte ihn der
Polizist nach der Polizeiwache, wo der
rothe Pfarrer bis zum nächsten Morgen
eingesperrt wurde. Am nächsten Tage
wurde er von einem Manne nach dem
Bahnhofe gebracht, der ihm auch eine
Fahrkarte kaufte und ihm noch 50 Cents
Reisegeld mitgab, wofür er sich von
dem harmlosen Geistlichen dessen Uhr
als Pfand. ausbat. Der Mann ver—
sprach zwar, die Uhr bei dem Pfarrer
Kirkley in Rye wieder abzuliefern, hat
dies aber bis jetzt noch nicht gethan.
Lebanon, 111., 24. Ott.
Gestern Morgen wurde das hiesige
Postamt um eine ziemlich bedeutende
Summe in Baar und in Postmarken
beraubt. Die Diebe stahlen aus einem
benachbarten Leihstall Pserd und Wa—
gen und fuhren nach dem.Postamt, wo
sie den Geldschrankt vollständig ausleer—
ten. Ihre Beute bestand in 8350 in
baarem Gelde, 8400 in Zwei-Cents-
Marken und einer Menge 3, 4,5,8
und 10 Centsmarken, deren Gesammt—
betrag noch nicht ermittelt ist. Die
beiden Diebe werden als junge Männer
im Alter von 25 bis 30 Jahren ge—-
schildert. Der Stadtmarschall Stone
benachrichtigte sofort die Polizei in East
St. Louis von dem Raube.
Kansas City, 25. Ott.
Seit den letzten zwanzig Jahren hat
E. F. Stapley, ein reicher Bewohner
von London, England, den Aufenthalt
seines Bruders, James Stapley, zu
ermitteln versucht. Er erließ massen—
hafte Anzeigen in den Zeitungen, und
nahm auch Geheimpolizisten in Dienst,
um ihm bei seinen Nachforschungen zu
helfen. Kürzlich schickte Stapley seine
zwei Stiefsöhne nach Amerita um die
Nachforschungen hier fortzusetzen. Sie
erließen Anzeigen in den Zeitungen und
ersuchten auch die Polizei in allen gro—
ßen Städten des Landes, sie bei ihren
Nachforschungen zu unterstützen. Bald
darauf ermittelte der Polizeichef Speers
von hier durch Nachfragen nnter den
hier wohnenden Engländern den Mann.
Stapley wurde arm und krank aufge—
funden, und wohnte seit längerer Zeit
bei dem Bauunternehmer W. W. Tay—
lor. Er wird demnächst nach England
zurückkehren und mit seinem Bruder
zusammenwohnen, dessen langjährige
Nachforschungen doch endlich den ge—-
wünschten Erfolg hatten.
New Port, 25. Olt.
Heute stellte sich ein bekannter,„Crant“
in der Wohnung des Dr. Joseph Bry—
ant ein, wo der Präsident Cleveland
obgestiegen ist, und verlangte den Prä—
sidenten zu sehen. Es war Richard
Goerdeler aus New Yort, derselbe
Mann, welcher vor einigen Jahren den
Kaiser Wilhelm zum Zweitampf her—
ausgefordert hatte.
Gegen 9 Uhr zoa Goerdeler heftig
die Klingel an Dr. Bryant's Wohnung,
und als ein Diener erschien, verlangte
er, den Präsidenten zu sehen. Der
Diener erwiderte, daß Cieveland nicht
zu sprechen sei, worauf Goerdeler erwi
derte, daß er ein Geschäft don interna—-
tionaler Wichtigkeit habe.
Darauf erschien Dr. Bryant an der
Thüre und versuchte dem „Crant“ be—
greiflich zu machen, daß der Präsident
noch nicht zu sprechen sei, worauf
Goerdeler schließlich wegging.
Portland, Ind., 25. Ott.
Rev. A. I. Streuder, Pfarrer der
hiesigen katholischen Kirche, ist heute
Rachmittag an einer organischen Herz—
krantheit gestorben. Seine Leiche wird
wahrscheinlich nach Milwautkee gebracht
und dort beigesetzt werden.
Washington, 26. Okt.
Der Präsident hielt heute seine erste
Cabinetssitzung seit der ersten Woche
des September.
Sämmtliche Minister mit Ausnahme
des Ackerbauministers Morton, der noch
nicht nach Washington zurückgekehrt ist,
waren anwesend. Die Minister hatten
dem Präsidenten begreiflicherweise viele
Geschäfte, die sich während seiner Ab—
we'enheit angehäuft hatten, vorzulegen.
Besonders Staatsminister Gresham
hatte allerlei, auf die auswärtigen Be—
ziehungen bezügliche Angelegenheiten zu
unterbreiten. Außerdem wünschten alle
Minister sich über Hauptstellen in ihren
Jahresberichten auszusprechen.
Man ktann hier nichts Sicheres er
fahren bezüglich der Frage, ob es in
der Absicht des Präsidenten liegt oder
nicht, einen Brief zu veröffentlichen,
worin er den Wunsch tundgibt, daß
alle Demokraten den demotratischen
Staatswahlzettel in New York unter—
stützen sollten. Doch ist es die Ansicht
vieler seiner Freunde, daß er sich nicht
in die New Yorker Campagne einmi—
schen wird.
Ausland.
Rußland.
St. Petersburg, 25. Ott.
In dem amtlichen Bulletin von heute
Morgen wird nicht gesagt daß eine
wirkliche Veränderung im Zustande
Czaren eingetreten ist.
St. Petersbura, 25. Olt.
Laut heute Morgen hier aus Livadia
eingetroffenen Nachrichten hat der Cza—-
rewitsch gestern mit der Prinzessin
Alir einem Seelenamt zum Andenten
an den Großfürsten Constantin, den
Onkel des Cazaren, welcher im Jahre
1892 starb, beigewohnt. Das Seelen—
amt wurde im Schlosse Orianda ge—
seiert; später besuchte der Czarewitsch
mit seiner Braut den Wasserfall bei
Umshunssu.
London, 25. Ott.
Die aus Livadia heute Morgen hier
eingetrofsenen Nachrichten sind so wider—
sprechend, daß Niemand im Stande ist,
sich über den wahren Zustand des Cza—
ren ein Urtheil zu bilden.
Ebenso wird gemeldet, daß der Zu—
stand des Gzaren gestern mit Schläfrig
leit und verhältnißmäßigem Wohlbefin
den abwechselte. Während des letzte—
ren soll der Czar mit dem Czarewitsch
eine lange Unterredung gehabt und ihm
ihm eine Abschiedsadresse an Rußland
diktirt haben, welche nach seinem Tode
veröffentlicht werden soll. Dieselbe ist,
wie es heißt, rein persönlicher Natur
und behandelt teine politischen Fragen.
Der Czar ist ducch die Theilnahme
des russischen Voltes äußerst angenehm
berührt und ist sich, wie es heißt, seines
Zustandes wohl bewußt.
St. Petersburg, 25. Olt.
Mehrere heidnische Bauern des Dor-
Redakteur: Nikolaus Gonner.
fes Staraja in der Nähe von Montana
in der Provinz Wiatka sind verhaftet
worden und werden demnächst in Sara—-
pul prozessirt werden, weil sie einen
Mann ermordet geköpft und ausgewei
det haben, um ihn ihren Göttern zu
opfern.
Die „Kölnische Zeitung“ hat aus
St. Petersburg die nachstehende De—
pesche erhalten: Die Kräfte des Cza—
ren schwinden von Tag zu Tag dahin,
allein er sieht ruhig und gefaßt dem
Tode entgegen. Um die Niedergeschla
genheit seiner Umgebung zu verscheu—
chen, hat er Befehl ertheilt, daß die im
Schlosse befindliche Musittapelle wäh—
rend des Gabelfrühstücks spiele. Die
Czarin weicht, obgleich sie selber schwer
leidend ist, keinen Augenblick von der
Seite ihres Gemahls. Stundenlang
sitzt sie neben dem Lehnsessel des Czaren
und wacht an seinem Bette, wenn er
nicht schlafen kann. Es heißt, daß der
Czar alle seine Anordnungen im Hin—
blicke auf sein bevorstehendes Ende ge—-
troffen hat.
Frankreich.
Während der Kreuzer „Arethuse“
heute vor seiner Abfahrt nach dem
Osten, um das französische Geschwa—
der in den chinesischen Gewässern zu
verstärken, seine Maschinen probirte,
fand an Bord desselben eine Dampf—
kessel - Explosion statt, wodurch sechs
Personen das Leben verloren, und
zwanzig schwere Brandwunden davon—
trugen.
Es ist ein von acht Deputirten von
der äußersten Linken unterzeichnetes
Manifest veröffentlicht worden, worin
gegen den Erlaß über die Auflösung
der sozialistischen Vereine in Italien
Protest erhoben und die Errichtung
eines Verbandes zur Vertheidigung
der Freiheit angekündigt wird.
Deutschland.
Berlin, 25. Ott.
„Die Auflösung des Reichstags ist
aller Wahrscheinlichkeit nach nicht noth—
wendig.“ So ertlärt die „Norddeutsche
Allgemeine Zeitung“, welche den
Wunsch des Kanzlers, es nicht zu einem
Konflikt mit dem Reichstage kommen
zu lassen, vertritt. Nothwendig ist die
Auflösung nicht, „wenn“, wie die
„Norddeutsche“ sagt, „der Reichstag
sich dazu versteht, mittels besonnener
Revision einiger Gesetzesparagraphen
die giftigen Wucherranken der social—
demokratischen Agitatiou zu beschnei—
den.“
„Die Situation rechtfertigt den Aus
druck: Krisis“, klagt die „Vossische
Zeitung“ und die Ansicht, daß die
Stellung Caprivi's erschüttert ist, ge—
winnt an Boden. Der Konflittskeim
ist trotz aller anscheinenden Einigungen
und trotz aller angeblich erfolgreichen
Vermittelungsversuche vorhanden. Die
Situation wurde durch folgende Preß—-
stimmen am besten gezeichnet:
„Frankfurter Zeitung“ (demokra—
tisch)h: „Wohl ist, wie wir aus sicherer
Quelle erfahren, im Schooße des Mi—
nisteriums eine Einigung erzielt wor—
den; diese Einigung schafft aber den
Conflikt nicht aus dem Wege, sie ent—
hält vielmehr gerade den Confliktskeim
in sich.“ ;
„Kölnische Volkszeitung“ (Organ
des linten Flügels des Centrums):
„Es liegt, wie die Verhältnisse sich ent—
wickelt haben, durchaus im Bereich der
Möglichteit, daß der preußische Mini—
sterpräsident Botho Graf zu Eulenburg
Nachfolger Caprivi's als Reichstanzler
wird.“
„Schlesische Zeitung“ (freikonserva—
tiv)hd: „Es ist dem preußischen Finanz—
minister Dr. Miquel gelungen, in der
vielumstrittenen Anti -Umsturz- Frage
einen Ausgleich zu vermitteln.“
Eine ungeheure Aufregung wurde
heute Nachmittag in gutunterrichteten
Kreisen durch eine aus Köln eingetrof
fene Depesche hervorgerufen, welche den
wesentlichen Inhalt eines halbamtlichen
Artitels der „Kölnischen Zeitung“ ent—
hielt, in welchem gesagt wurde, daß der
preußische Ministerpräsident Graf Botho
zu Eulenburg ihre Portefeunilles einge
rereicht hätten. Wie bekannt, hat seit
einiger Zeit zwischen Caprivi und
Eulenburg eine beträchtliche Spannung
bestanden, welche auf die Ansichten des
Reichskanzlers über die dem Reichstage
zu unterbreitenden Ausnahmegesetze
gegen die Sozialdemokraten zurückzu—
führen ist. Caprivi ist zu Gunsten der
Befolgung eines gemäßigten Verfah—
rens, während Eulenburg glaubt, daß
der beabsichtigte Zweck nur durch An—
wendung strenger Maßregeln erreicht
werden tönne. Es heißt, daß in der
neulichen Sitzung des preußischen Ka—
binets, welche behufs Erwägung dieser
Maßregeln abgehalten wurde, die
Mehrzahl der Minister Caprivi's An
sichten gebilligt hätten, ob indessen diese
No. 1214.
Berlin, 25. Otkt.
Brest, 25. Olt.
Italien.
Mailand, 25. Olt.
Berlin, 26. Olt.
Preise der Anzeigen.
Jeder Zoll der Spalte pex
t c
Für jede Zeile Brevier, oder deren Raum, das
erstemal 1s Cents. w
Heiraths· und Todes· Anzeigen mit Spruch 1.50
ohne Spruch ðI.OO.
Anzeigen, die dem Geiste der kath. Kirche zuwi
der sind, finden keine Aufnahme.
Anzeigen sende man späte—
stens am Montag Mor—
gen ein.
Job- Arbeiten aller Art prompt und billiz
ausgeführt.
Office der,„Gazette“.
Ede der Sechsten und Jowastrae.
Annahme auf Wahrheit beruht, ist
schwer auszumachen. So viel steht
jedoch fest, daß Leute, welche im Allge
meinen über die Lage der Dinge für
gut unterrichtet gelten, der Meldung
der Kölnischen Zeitung von dem Rüdck
tritte der beiden genannten Minister
Glauben schenken.
Die Kölnische brachte noch die weitere
Nachricht, daß der Reichstanzler dem
Kaiser bereits am Dienstag seinen Rüd—-
tritt angezeigt habe, daß derselbe jedoch
erst in einer Audienz, welche der Kaiser
heute dem Reichstanzler gewährte, an
genommen worden sei.
China.
Shanghai, 25. Okt.
Es verlautet hier, daß die Chinesen
ihren fast für uneinnehmbar gehaltenen
Seehafen Port Arthur geräumt hätten.
Einem anderen Gerüchte zufolge
haben die Japaner in der jener See
feste benachbarten Ta tian hoan Bai
eine Landung bewirkt. ;
London, 25. Olt.
Eine von heute datirte Depesche aus
Totio meldet, daß Feldmarschall Graf
Yamagata dem Kriegsministerium tele
graphisch mitgetheilt hat, zaß eine 1600
Mann starte Abtheilung Japaner am
Mittwoch über den Jalu gesetzt sei und
den Feind angegriffen habe. Die
Streitkräfte der Chinesen bestanden aus
600 Mann Cavallerie und 100 Mann
Infanterie mit zwei Geschützen. Der
Feind ergriff die Flucht. Die Japaner
nahmen nahmen ein chinesisches Fort
ein und erbeuteten zwei Geschütze und
zahlreiche Gewehre. Die Chinesen ver
loren 20 Mann an Todten und Ver—
wundeten. Die Japaner erlitten kei
nen Verlust. Die japanische Vorhut
ist auf dem Marsche nach Lishiy be—
griffen. I
Eine vom 24. Okt. aus Wi Ju da—-
tirte Depesche, die augenscheinlich in
der Versendung eine Verzögerung er—-
litten hat, traf heute Abend hier ein.
Sie enthält Einzelheiten über das obige
Gefecht.
Nach der Depesche wurden die Japa—
ner bei Tagesanbruch bei Sukochin auf
Fährbooten über den Fluß gesetzt. Die
Chinesen hatten Erdwerke aufgeworfen,
um die Landung der japanischen Trup
pen zu verhindern, indessen setzten die
Japaner eine kurze Strecke oberhalb der
Erdwerke über den Fluß und bewerk
stelligten ihre Landung ohne auf Wi—-
derstand zu stoßen. Die Chinesen lie
fen nach den ersten Paar Salven, die
auf sie abgegeben wurden, davon und
die Japaner nahmen darauf die Erd—
werte in Sturm ein.
Chemulpo, 26. Ott.
Die letzten Depeschen aus Wi -Yu
enthalten weitere Einzelheiten über die
am nördlichen Ufer des Yalu zwischen
den Japanern und Chinesen stattge—
fundene Schlacht. Die japanische Ar
mee hatte am Donnerstag vor Tages—
anbruch ohne Unfall den Yalu über—
schritten, worauf der Oberst Sato mit
einer Recognoscirungsabtheilung vor
ging, und den Feind in einer befestig
ten Stellung am rechten Ufer des Yalu,
in der Nhe des Dorfes Fusynang vor—-
fand. Obgleich Sato keine Artillerie
bei sich halte, ging er sofort zum An—
griffe vor, und es entspaun sich ein
heftiges Gefecht. Die Chinesen hielten
anfänglich tapfer stand, und zogen sich
erst gegen Mittag in großer Unordnung
nach Kuhienchas zurück.
Innerhalb der Befestigungen von
Tushang wurden zwei hundert gefallene
Chinesen gefunden. Unter den gefange—-
nen Chinesen befand sich auch ein Offi
zier, welcher fagte, daß die Stellung
von achtzehn Bataillonen chinesischer
Truppen besetzt gewesen sei. Die Ja—
paner verloren fünf Offiziere und 90
Mann an Todten und Verwundeten.
Es heißt, daß der Feldmarschall
Yamogata seinen Feldzugsplan bis
aufs tleinste Detail ausgearbeitet hat.
um demnächst einen vernichtenden Schlag
gegen die Chinesen zu führen. ;
Vatitan.
Die Conferenz, in welcher der Plan
einer Wiedervereinigung der abendlän—-
dischen und der morgenländischen Kirche,
als dessen Urheber der Papst betrachtet
wird, zur Sprache gebracht werden soll,
wurde heute eröffnet. Der Papst führte
den Vorsitz. Von hohen klirchlichen
Würdenträgern waren zugegen der
päpstliche Staatssekretär, Cardinal
Rampolla, der Generalpräfelt der Pro
paganda, Cardinal Ledochowski, der
Erzbischof von Rheims in Frantreich,
Cardinal Langenieux, sowie die Car
dinäle Vannutelli und Galimberti, die
beiden tktatholischen Patriarchen von
Syrien und ein Vertreter des Patriar
chen der Maroniten. Der Papst hielt
eine Anrede an die Prälaten über die
Rücktehr der morgenländischen Kirche
zu der katholischen Einheit und ersuchte
den Cardinal Langenieux und die Pa
triarchen, eine Ertlarung über ihre An
sichten abzugeben. Die Conferenz wird
in einigen Tagen wieder a ssgenoumen
werden
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Rom, 24. Ott.
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