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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, September 28, 1897, Image 6

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Die Total-Ausfuhr von Bauholz
von dem Hafenort Mobile für das
letzte Fiskal-Jahr bewerthet sich auf
810,879,318, was im Vergleich zum
Vorjahr einer Zunahme um 38 Prozent
entspricht. Im Vergleich zum Jahre
1895 ist es eine Zunahme um 77 Pro
zent und zu 1895 eine solche von 215
Prozent.
wird, ein Poet, der über tausend Ge—
dichte verfaßt, aber noch kein einziges
derselben veröffentlicht hat. Dem
Nanne sollte ein Denkmal gesetzt wer
en.
Perlenfischerei in Arkansas. Seit
mehr als einem Monate werden in
einem See nahe Bald Knob werth
volle Perlen gefunden. Manche dersel
ben wurden mit 8300 per Stück be—-
zahlt. Ein Syndikat von Kapitalisten
aus Memphis hat für den Preis von
810, 000 den See auf fünf Jahre ge—
pachtet und will mit Dampfbaggerma—
schinen den kostbaren Inhalt des Sees
an die Oberflche befördern.
Als neuer Ausfuhr-Artikel ge—
langen jetzt Florida-Schwämme zur
Versendung nach Europa und es wer—
den mit der Waare im Londoner Markt
gute Preise erzielt. Die am meisten
dort gangbare Sorte ist der sog. Gras—
Schwamm, der 40 bis 60 Cents per
Bündel bringt. Eine letzter Tage nach
London verschiffte Sendung Florida-
Schwämme stellt einen Werth von
87000 dar.
paar reiche Damen beim Stehlen in
Berkaufsläden erwischt worden und
auf's Neue geht durch die Blätter die
Losung: „Kleptomanie“. Es ist eben
Alles Krantkheit heutzutage; Verbre—
chen gieb'ts nicht mehr. Und so steuert
die menschliche Gesellschaft, jeglicher re
ligiösen und moralischen Prinzipien
bar, unaufhaltsam dem Ruin entge—
gen.
Fortschritt ist das Prinzip der Thea
termanager in Chicago. Das Neueste
ist eine neumodische Wurstmaschine in
voller Thätigkeit auf der Bühne. Das
Schwein naht mit neugierigem Grun—
zen, fällt durch die Fallthür in die
Maschinerie und kommt als größere
Partie Backwurst wieder heraus. Die
Würste werden als Souvernirs ver—
theilt.
Caroline W. Rommeh, eine Chica
goerin, will die Klondyke-Region mit
einem „Paper“ beglücken. Sie will
dasselbe eigenhändig schreiben, setzen
und drucken, nebenbei ein „Boarding—-
haus“ führen und gelegentlich auch ein
bischen Gold graben. Wir wünschen
ihr Erfolg zu diesem vielseitigen Unter—
nehmen.
I. E. Brewer in Abilene
versandte im Laufe des Jahres 1896
über sieben Millionen Eier.
Die Tagespresse meldet: Man—
hattan, ein Städtchen von 3500
Einwohnern und drei Frauenclubs hat,
wie die Frauen dort sehr stolz behaup—
ten, weit mehr Cultur, als irgend eine
andere Stadt derselben Größe.
„Cultur“ vielleicht, aber wie steht's mit
der Küche?
Ein Blatt im Staate behauptet,
daß der dortige Whistey aus konzen—
trirter Lauge, Molasses und Regen—
wasser bestehe und wie Druckerschwarze
schmecke. Das sind Prohibitionsblüthen.
Das Sprichwort “Charity be
gins at home“ scheint in Summner
Co. unbekannt zu sein, denn dort starb
ein Mann Hungers während vom
Wounty für die nothleidenden Indianer
ẽ Eisenbahnwagen-Ladung Weizen
gegeẽden wurde.
-—— Der hochw'ste Hr. Erzbischof Jan
sens ist als verhältnißnäßig armer
Mann gestorben. Er hat nur sB6OOO
hinterlassen, die er von seinem Vater
geerbt hatte. Davon hat er 84500 für
tirchliche und Wohlthätigleitszwecke be
stimmt. Sein ganzes Gehalt hat er
zur Rate von 810 per Tag für wohl—
hätige Zwecke ausgegeben.
Die beste Salbe in der Welt für
Schnittwunden, Hautschürfungen, Wun—
den, Geschwüre, Salzfluß, Veen
den, Schorf, gesprungene Hände, Frost
beulen, Krähenaugen, und alle Hautent
zündungen und ü eine sichere Heilung
sür Hämorhoiden. Es wird garantirt
daß das Mittel vollkommene Genug,
thuung gibt; wenn nicht, wird das Gelb
zurückerstettet. Preis 256 Cents per
Schachtel. Zu verkaufen bei T.
Ruete, Apotheker.
Man hat wieder einmal eine
neue Erfindung gemacht, welche dazu
bestimmt erscheint, in unserem sozialen
und geschäftlichen Leben den Revoluzzer
zu spielen. Einem Ehemann in
Boston, der allnächtlich nach beende
ter Irrfahrt seiner Belladonna zum
Unschuldsbeweise in die Nasengegend
1
Chr
onik
In land.
Alabama.
Arkansas.
Florida.
Illinois.
Kansas.
Kentucky.
Louisiana.
Bucklens Arnica Salbe.
Massachusetts.
hauchen mußte, ist es nämlich nach lan—
gem Grübeln gelungen, einen geruch—
losen Whiskey herzustellen. Nicht nur
genug daran, daß jetzt über kurz oder
lang Mesdames mit dem Hausschlüshel
noch sparsamer und den männlichen
Bethenerungen gegenüber noch arg—
wöhnischer werden mühsen; nicht nur
genug daran, daß jener Erfinder dem
Kaffeebohnen- und Gewürznellken-Ge—
schäft einen empfindlichen Schaden zu—-
fügen wird: woran sollen jetzt in aller
Veit unsere Ambulanzärzte und Poli—
zisten erkennen, daß ein Unglücklicher
auf der Straße plötzlich von einem
Hirn- oder Herzschlage betroffen wor
den ist?
Unter den Effelten, welche der
flüchtige Schatzmeister der cooperativen
Bank in Melrose in einem Koffer
zurückgelassen, befinden sich dreitausend
Champagner-Korke. Nach Zählung
derselben werden die bestohlenen Alk—-
tionre wahrscheinlich eine Art Ahnung
gehabt haben, welchen Weg ihre gestoh—
lenen Batzen gewandert sind.
Das „neue Weib“ macht sich.
In Boston hat ein Exemplar der Spe—
cies drei Tausend Dollars unterschla—
gen und sich dann eine Kugel in's Herz
geschossen.
Einen Diamantring, welcher vor
zwölf Monaten in einem Hotel zu
Cape May verloren ging, hat man
dieser Tage in dem Schloß einer Zim—
merthüre, das seit Jahren nicht benugtzt
worden:war, wiedergefunden.
Michigan.
Ein Sakrilegium der schlimmsten
Art ist kürzlich von einem der berüchtig—
ten Pinkerton'schen Detektives in Cry—
stall Falls, begangen worden. Um
einem eines Mordes verdächtigen, wie
es scheint, katholischen Tramp ein Ge—
ständniß abzulocken, verkleidete er sich
als Priester und bewog den Gefange—
nen zur Ablegung der Beichte. Zwei
in einem Nebenzimmer verborgene Zeu—
gen hörten zu, wie sich der Tramp zu
dem Mord bekannte. Selbstverständ
lich wird der Schandbube, der das Ge—
wand des Priesters entheiligte, das Ge—-
ständniß des Mörders zu dessen Ueber—
führung vor Gericht beniüttzen. So
wünschenswerth es ist, daß ein Verbre—-
cher der verdienten Strafe nicht ent
geht, so ist zu hoffen, daß der Richter
auf das in der angegebenen Weise
erzwungene Geständniß kein Gewicht
legt; thut er es, so sollte er mit Ruthen
gepeitscht werden.
Missouri.
Nlondyke ist der Name eines neu
gegründeten Minenstädtchens nahe
Marion, Cole Co. Es sollen sich
dort reichhaltige Blei- und Zinklager
befinden.
Das alte Haus in Florida,
Mo., in welchem Mark Twain das
Licht der Welt erblickte, wurde kürzlich
abgerissen.
New Jersey.
Gattung ganz kleiner Mosquitoes auf—
taucht. Es sollen Exemplare vorkom—
men, nicht größer wie eine junge Ente.
Ein nobles Geschenk hat Hr.
Daniel Morris dem hochw'sten Bischof
MeFaul von Trenton gemacht.
Er hat dem genannten Prälaten 825,-
000 in Geld und 820,769 in Werthpa
pieren also zusammen 845,769
gegeben, um damit ein Waisenhaus
verbunden mit einer Industrieschule für
Knaben zu bauen. Hr. Morris ist ein
betagter, reicher Junggeselle. In der
Schenkungs-Urkunde heißt es, daß er
die Schenkung mache aus Liebe zum
katholischen Glauben und in Anbe—
tracht der allen Gläubigen auferlegten
Pflicht, zum Schutze und Unterhalt der
Hülflosen und Heimathlosen beizutra
gen.
Charles Banks von New
Brunswickhat von seiner Nachba—-
rin, Sarah Edwards, für 840 das Recht
erworben, die Giebel seines Hauses vier
Zoll über die Linie hinauszubauen, die
das Eigenthum Beider theilt. Es
wurde ein eigener „Deed“ ausgemacht
rue in der Recorders-Office eingeschrie
en.
New HYortk.
Erfroren im Feuer. Unglücksfälle
durch Verbrennen sind leider nur zu
häufig, ader der Fall, daß Leute von
den Folgen der Kälte inmitten eines
brennenden Gebäudes zu leiden haben,
dürfte noch nicht da gewesen sein. Wie
aus New York berichtet wird, waren
bei einem in den Kellerräumen einer
Brauerei ausgebrochenen Brande die
Feuerwehrleute beschäftigt, die Flam—-
men zu unterdrücken, als ein zur tünst
lichen Eisbereitung bestimmter Am—
moniakbehälter explodierte. Der frei
gewordene Ammonial bedeckte bald den
ganzen Boden des Kellers, so daß die
Feuerwehrleute bis an die Knöchel in
der eisigen Mischung herumwaten muß—
ten, während der Rauch ihre Köpfe
umspielte. Einer der Leute verlor bei
den Löschungsarbeiten sein Leben,
während andere infolge der schädlichen
Wirtungen des Ammoniaks in's Ho
spital geschafft werden mußten.
Erneutes Suchen nach Gulden—
suppe's Kopf. Mit Gummistiefeln bis
zur Hüfte hinauf angethan, rückte neu
lich etwa ein Dutzend kräftiger Leute
zur Untersuchung der Sümpfe in der
Umgegend von Woodfide, L. 1., aus.
Distrittsanwalt Young von Qeens
County will Nachrichten erhalten haben,
daß das immer noch fehlende „Glied der
Beweiskette“ im Nack-Thorn-Processe,
der Kopf Guldensuppe's, in den Sümp—
fen in der Umgegend des Mordschau—
platzes versteckt sei. Coroner Haslam
von Long Island City hat nun Arbei—-
ter gemiethet, die mit großen Rechen
Fuß für Fuß in den Sümpfen suchen
sollen. Da die Sümpfe zwei hundert
Acker umfassen, so wird die Arbeit eine
recht mühevolle sein und die Aussicht,
die Gypskugel mit dem Kopf darin zu
finden, ist wohl sehr gering. Gleich
wohl ist Coroner Haslam sehr vertrau—-
ensvoll —das war aber die New Yorker
Polizei auch, als sie mit ihrer Suche im
East River begann. Woher die Nach
richt gekommen, daß der fehlende Kör—
pertheil der zerstückelten Leiche in den
Sümpfen verborgen sei, wollten weder
der der Distriktsanwalt noch der Coroner
sagen. Anfangs wollte man mit der
Durchsuchung der Sümpfe bis zum
Winter warten, da unter dem Eis der
Kopf angeblich leichter gefunden wer—
den könnte, weil dann die Gegenstände
in den wenig tiefen Sümpfen besser
hervortreten. Da aber der Prozeß
schon im Oltober verhandelt werden
soll, muß man sich mit der Aufsuch—
ung beeilen.
Ohio.
Auf eine originelle Art, die Hüh—
ner der Nachbarn fern zu halten, ist
eine Farmersfrau in Mansfield
verfallen. Sie band ein Getreidekorn
an das eine Ende einer Schnur und
eine Karte mit der Notiz: „Behalte
deine Hühner zu Hause“ an das andere
Ende, und warf ein halbes Dutzend
solcher Köder den hungrigen Hühnern
vor, welche denn auch nicht verfehlten,
die nahrhafte Seite zu verschlucken und
die am anderen Ende aus dend Schna—
bel hängende Nachricht nach Hause zu
bringen.
Weiche der scharfen Sichel
der Zeit aus. Es liegt zum größ—
ten Theil in unseren Händen den Ein—
griffen, welche das Alter mit sich bringt.
auszuweichen, indem wir unser Blut
kräftig, rein und normal erhalten.
Forni's Alpenkräuter-Blutbeleber ist
als ein Universalmittel für Alte und
Schwache anerkannt. Herr I. T.
Ginter, Henry, So. Dak., sagt dar—
über: „Seit ich Forni's Alpenträuter—
Blutbeleber einnehme fühle ich besser
als seit 30 Jahren obgleich ich die Zahl
60 schon überschritten habe.“ Wird
nur durch Spezial-Agenten vertauft.
Um nähere Auskunft wende man sich an
Dr. Peter Fahrney, 112-114 So.
Hoyne Ave., Chicago, 111.
Oregon.
Transsibirische Eisenbahn. In
Portland ist am 5. September der
britische Dampfer „Glenlock“ angekom—
men, um 3,500,000 Fuß Holz an
Bord zu nehmen. Das Holz wird
nach Wladiwostock in Sibirien trans—
portirt und dort zu Schwellen für die
transsibirische Eisenbahn verarbeite
werden.
Pennsylvania.
Josias Hummel in Green
Bantk glaubt, den ältesten Weizen—
sack im Lande zu besitzen. Derselbe
wurde im Jahre 1818 von dem Ur—
großvater des gegenwärtigen Besitzers
mit der Hand genäht und zeigt, obwohl
er seitdem fast beständig in Gebrauch
gewesen ist, leinen einzigen Riß.
Der pennsylvanisch-deutsche Phi—
losoph John Schuhmacher, welcher
schon seit vielen Jahren im „Reading
Adler“ an der Lösung der höchsten Fra—
gen der Menschheit mitarbeitet, schreibt:
„Do is ehn Ding, das uns Truwel
macht: Entweders hen mir Leit net
Geld g'nunk als en Land, oder mir hen
zu viel Leit, die sich selwer alles ver
dine was sie brauche un noch viel meh
dazu. Der Weeze is drotwbe im Preis.
Sel heese die Repoblikens „Prosperity“.
Die Ursach, daß die Frucht in der Höh
is, is weil es Ausland net so viel ge
bauert hat, daß sie brauche. Is dem
Schaffmann sei Loh ah nuff gange?
Ich glob net. Warum net? Es hat
meh Schaffer daß wie Erwet, un es be
zohlt Niemand meh daß er muß, un
gebt ah net meh Erwet, daß er helfe
ann.“
Süd-Carolina.
—lm Staate South Carolina mit sei
nen 1,375,000 Einwohnern leben nur
8000 Katholiken; in Florida mit 382,-
000 Einwohnern sind 7000; in North—
Carolina mit einer Bevdolkerung von
1,618, 000 wohnen nur 3500 Katholi—
ken. Daraus kann man ersehen, daß
noch Vieles zur Verbreitung unsererx
hl. Kirche in diesem Lande geschehen
muß.
Tenu essee.
Bei den East Tennessee Coal
Yards zu Nord Knorxville wohnt
ein Mann, der die Gewohnheit hat,
seinen achtjährigen Buben in seiner
Hütte festzuketten, um ihn am Bum—
meln auf der Straße zu verhindern.
Texas.
Ein neuer Grund, auf eine Zei—-
tung zu abonniren. In Texas wurde
ein junger Mann vom Bliztz getroffen;
neben ihm stand ein junges Mädchen
auf einer Zeitung und blieb verschont.
Washington.
Die Bevölkerung von Adams
County hat den Eichhörnchen den Krieg
erklärt und wendet alle erdenklichen
Mittel an, um dieselben auszurotten.
Taubheit kann nicht geheilt werden durch
locale Applicationen, weil sie den tkranken Theil des
Ohres nicht erreichen knnen. Es gibt nur einen Weg,
die Taubheit zu kuriren, und der ist durch constitu
iionelle Heilmittel. Taubheit wird durch einen entzün
deten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eusta
chischen Roöhre verursacht. Wenn diese Röhre sich emt
jutn habi ihr einen rumpelnden Ton oder unvoll
ommenes Gehör; und wenn sie ganz geschlossen ist, er
sen Taubheit und wenn die Entzündung nicht geho
en und diese Roöhrt wieder in ihren gehörlgen usernr
versetzt werden kann, wird das Gebor für immer zerstört
werden; neun Fälle unter zehn sind durch Katarrh ver—-
ursacht, welcher nichts als ein entzündeter Zustand der
schleimigen Oderslächen ist. —7—
Wir wollen einhundert Dollars für jeden (durch
Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir
nicht durch Einnehmen von Hall's Katarrth Kur heilen
können. Laßt Euch umsonst Cireulare kommen.
6.13. Cheney & Co.
Toledo, O.
1 Vertaust von Apothekern. 75 Cento.
Hall's Familien-· Pillen sind dit besttu.
Zuxemburger Gazette.
Aus land.
Deutschland.
Baiern.
An der Universität zu München ist
seit Kurzem ein eigener Raum zur Auf—
bewahrung von Fahrrädern eingerich—
tet. An den Wänden dieses zu ebener
Erde gelegenen Raumes sind Ringe an
gebracht, an denen die Fahrräder mit
Ketten angebracht werden tönnen.
Die Polizei in Würzburg scheint
allzu stramm vorgegangen zu sein. Im
Gemeindecolleg stellte nämlich der Ge—
meindebevollmächtigte (Reichstagsabge
ordneter) Neckermann den Antrag, der
Magistrat sei zu ersuchen, daß die
Schutzleute angewiesen werden, die Bür
ger und Geschäftsleute nicht unnöthi
ger Weise zur Anzeige zu bringen. Die
sem Antrage wurde zugestimmt.
Freie Stadt Hamburqg
—lm Hamburger Hafen hatte bisher
die englische Flage das Uebergewicht,
sie nahm in den letzten Jahren nach
Maßgabe der eingegangenen Tonnen—-
zahl ca. 45 pCt. von allen Flaggen
ein. Im letzten Jahre hat, der Wes.-
Z3tg. zufolge, nach der vorliegenden
Handelsstatistik die deutsche Flagge die
britische überflügelt und zwar mit einer
recht erheblichen Ziffer.
Rheinprovinz.
Gerechte Strafe für Vogelfänger.
Ein Kurgast des Bades Neuenahr
(Eifel) hatte 5 Nachtigallen gefangen.
Dafür ist er nun zu 600 Mark Geld—
strafe oder drei Monaten Gefängniß
verurtheilt worden.
Die Kaiserglocke im Kölner
Dom ist die schwerste Glocke, die geläu—
tet wird; sie wiegt 27, 150 Kilogramm.
In Paris langte vor Kurzem „die
größte Glocke Frankreichs“ an. Die—
selbe, für die Kirche „Sacrẽ Coeur“
auf Montmartre bestimmt, wurde von
den Bewohnern Savoyens der genann
ten Wallfahrtskirche zum Geschenk ge
macht und heißt aus diesein Grunde
turzweg die „Savoyarde“. Wie wir
aus der Familienzeitschrift „Univer—
sum“, in deren neuestem Heft sich u. a.
eine Abbildung der Glocke befindet,
entnehmen, wiegt sie mit dem Joch, an
dem sie aufgehangen wird, 27,065 Ki—
logramm. Die größten Glocken der
Welt befinden sich in Moskau und in
Mingum (Indien). Die Mostauer
Glocke, im Jahre 1819 gegossen, wiegt
50, 000 Kilogramm, ist 284 Fuß hoch
und hat 20 Fuß Durchmesser; die Glocke
dec Pagode in Mingum soll über 100,—-
000 Kilogramm wiegen. Beide wer—
den aber nicht geläutet, sondern mit
Hämmern geschlagen. Von weiteren
solchen erzenen Ungethümen sind noch
die Josephinische Glocke des Stephans
domes in Wien mit 17, 700 Kilogramm
und die „Maria Gloriosa“ des Erfur—
ter Domes mit 16,750 Kilogramm er
wähnenswerth. Von der letzteren geht
die Sage, daß man sie noch zu Pfing--
sten hört, wenn sie zu Ostern geläutet
wird.
Württembera.
Liberale Spenden. Der Tuch—-
fabrikant Völter in Metzingen hat
zu Ehren seines verstorbenen Onkels
dem Gemeinderathe die Summe von
25,000 Mark geschenkt. Die Zinsen
sollen jährlich als,„Christkind“ an arme
Familien von Metzingen vertheilt wer—
den. Ferner bekamen alle Arbeiter
der Fabrik, sowie die Meister und das
Dienstpersonal des Verstorbenen, reiche
Geldgeschente.
Freie Pillen.
Senden Sie Ihre Adreße an H. E.
Bucklen & Co., Chicago, und erhalten
Sie eine Schachtel von Dr. King's New
Lifke Pills gratis. Eine Probe wird
Sie von deren Werth überzeugen. Diese
Pillen sind von einer milden Wirkung
und sind von besonderem Erfolge zur
Heilung von Verstopfung und chronischem
Kopfweh. Für Malaria und Leber—
krankheiten haben dieselben sich als un—
schätzbar bewiesen. Sie sind garantirt
von herber zersetzender Substanz frei und
gänzlich von Kräutersubstanzen zusam—
mengesebt zu fein Sie schwächen nicht
bei ihren Wirkungen sondern kräftigen
das System indem sie dem Magen ünd
den Unterleibs -Organen neue Kraft
geben. Eine Schatel von gewöhnlicher
Größe kostet 25 Cents. Zu haben bei
T. W. Ruete, Apotheker, 656 Main
Straße.
Oesterreich-Ungarn.
Man schreibt dem„Tiroler Tage
blatt“ aus Fieberbrunn: Ein
Bürger Kitzbühls, welcher kürzlich auf
dem Rade einen Ausflug nach Fieber—
brunn unternahm und Abends nach
Hause zurückfahren wollte, stürzte in
der Nähe des Gasthauses Ollermaier so
unglücklich, daß er in Folge einer Ver
letzung an der Schläfe mehrere Stun—
den nicht zum Bewußtsein gebracht wer
den konnte. Die Anfangs gefährlich
scheinende Sache verließ indessen glück—
lich, so daß der Beschädigte am andern
Tage wieder nach Kitzebühl zurückfah—
ren konnte. Dieser günstige Ausgang
ermuthigte einen Spaßbvogel zur An
bringung eines „Martels“ an der Un—
glücksstätte mit folgendem Terte:„Hiet
lag der Meister Zwirn Mit einem
Loch im Hirn Und deren zwei im
Rade. Herr, stopfe sie in Gnade,
Gieß' Kraft in seine Wadeln Und
laß' ihn weiter radeln!“
Zündhölzchen aus Papier sind die
neueste Erfindung der Zündholzin
dustrie in Oesterreich; es handelt sich
zunächst um den Ersatz für die inlän—
dischen, englischen und italienischen
Wachsstreichhölzer. Eine Wiener Fir—
ma hat diese Erfindung vor etwa Jah—
resfrist erworben, ein Etablissement
bei Wiener-Neustadt errichtet, und nach
überaus mühevollen Versuchen ist es
gelungen, ein Fabritat herzustellen,
das Aufsehen erregen wird. Die von
dieser Firma erzeugten Zündmassetr
ger aus Pappe,· „Paper vestas“ ge
nannt, gelangen schon in diesen Tagen
in den Handel, und zwar in ganz neuer
——
und hübscher Ausstattung. Die Brenn—-
dauer dieser Zündstäbchen ist eine ge—
radezu unglaubliche; ein derartiges
Stäbchen, an Dimensionen und Aüs—
sehen einem schwedischen Zündhölzchen
vollkommen gleich, brennt circa drei
Minuten und reicht hin ein drittes
Stockwerk zu erreichen, ohne daß es er—
lischt. Während bei den bisher er
zeugten Wachsstreichhölzern weißer
Phosphor verwendet wird, sind die jetzt
in den Handel gebrachten „Paper
vestas“ mit Köpfchen aus einer neuen,
vollkommen giftfreien Zündmasse ver—
sehen und sollen alle bisherigen ähnli—
chen Erzeugnisse übertreffen.
Schweiz.
Ein Salto Mortale. —Einen ge—-
fährlichen Sprung, schreibt das „Lu—
zerner Tageblatt“, riskirte auf der
Station Liestal ein Passagier des
Gotthardschnellzuges. Er war in Ba—-
sel eingestiegen, ohne zu wissen, daß
der Zug in Liestal nicht hält, und so
hätte er unfreiwillig weiterfahren müs—
sen. Er zog vor, sein Leben zu wa—
gen und sprang bei der Einfahrt in
den Bahnhof ab. Mehrere Male über—
schlug er sich, konnte sich aber doch gleich
erheben und suchte schleunigst das
Weite. Man sah ihn mit blutigem
Kopf und Gesicht die Bahnhofstraße
hinabeilen, ohne daß es gelungen wäre,
ihn anzahalten. Es ist als ein wahres
Wunder zu betrachten, daß er nicht
todt auf dem Playtze blieb.
Aus Zermatt wird geschrie—
ben: Der amerikanische Krösus Van—
derbilt, der in Zermatt mit seinen
Söhnen einen längeren Aufenthalt ge—
macht hat, ist wieder von hier abgereist:
Vanderbilt, eine schmächtige, hagere
Gestalt, dem Typus des englischen Pa—-
stors ähnelnd, mit einem melancholi—
schen Zug auf dem blassen Gesicht, ist
auf der rechten Seite theilweise ge—-
lähmt und reist daher in Begleitung
eines Leibarztes. In seinem Auftre
ten zeigt der viel umworbene Dollarkö—
nig eine fast ängstliche Bescheidenheit
und Schlichtheit, seine Söhne sind
muntere junge Leute von einer für
ameritanische Millionärssöhne unge—
wöhnlichen Frische. Sein Erholungs—
aufenthalt wurde nur etwas beeinträch
tigt durch eine Unzahl von Bettelbrie—
fen, die fast täglich, oft in ganzen Stö—
ßen, eintrafen, und die unglaublichsten
Zumuthungen an ihn stellten. Van—
derbilt ließ sich sämmtliche Briefe vor
legen. Die deutsch abgefaßten mußten
für ihn vorher schriftlich in's Englische
übersetzt werden. Die Prüfung dieser
Schreiben nahm oft mehrere Stunden
des Tages in Anspruch, die meisten
Briefe wanderten nach der Lesung in's
Feuer und nur eine kleine Zahl behielt
Vanderbiit zurück, um Erkundigungen
über die Bittsteller einzuziehen; solche
Bittgesuche verfolgen als unvermeid
liche Beigabe den Mann überallhin auf
seinen Reisen, aber so zahlreich, wie in
der Schweiz, stellten sie sich noch nir—
gends ein, und mit Beschämung mußte
konstatirt werden, sagt die „N. Züri—
cher Zeitung“, daß fast sämmtliche
Cantone in diesen Briefen vertreten wa--
ren. Nur zum kleinsten Theil waren
es wirklich Bedürftige, die sich bittfle—
hend an ihn wandten, vie meisten wa—
ren Leute, die, ohne eigentlich Mangel
zu leiden, ihr Auskommen zu verbes—-
sern oder ein Geschäftchen zu machen
wünschten und dabei vor den naivsten
Zumuthungen nicht zurückschrecken.
Man kann sich denken, daß ein Mann,
der sich täglich mit den unwürdigsten
Zudringlichkeiten abzugeben hat,
schließlich bei einer tiefen Menschenver—-
achtung anlangen muß.
E
W. M. Repine, Redaklteur des „Chief“
zu Tiskilwa, 111., sagt: „Wir halten gar
nicht Haus ohne Pr. King's New VDis
covery gegen Husten, Auszehrung und
Erkältungen. Wir versuchten Vieles bis
wir Dr. King's New Discovery fanden.
Kein anderes Mittel kann dessen Stelle
in unserem Hause einnehmen, da wir
dasselbe als ein sicheres Heilmittel kennen
gegen Husten, Erkältungen, Keuchhusten
usw.“ Es ist vergebens andere Mittel
zu versuchen, selbst wenn man prokla—-
mirt, sie seien Dr. King's New Dis
eovery gleich. Sie sind nicht so gut,
weil dieses Heilmittel eine lange Reihe
Heilungen aufweist und garantirt ist zu
teier. Probeflaschen gratis bei T. W.
uete, 656 Main-Straße.
Verschiedene Nachrichten.
Bitte, recht freundlich! Der Ge—
sangverein „Germania“ in Betzdorf be
ging unlängst das Fest seiner Fahnen—
weihe in der üblichen Weise. Auch
zwölf Ehrenjungfrauen wirtten hierbei
mit und zur Erinnernng an diesen
denkwürdigen Tag wollten sich die ge
schmückten Schönen photographiren las
sen. Auf einem hohen Podium nahmen
sie Platz, der Photograph ordnete die
Gruppe wirkungsvoll. Noch einen letz
ten prüfenden Blick, dann ruft er be—
deutungsvoll: „Recht freundlich, meine
Damen, jetzt geht's los!“ Sein Kopf
verschwand unter dem Tuche des Appa—-
rates. Und es ging los! Mit fürchter—
lichem Krachen brachen die Bretter des
Podiums durch, und Arme, Beine,
Köpfe und weiße Kleider, sowie Unter—-
röcke bildeten ein wüstes Chaos. Zum
Glück blieben alle Knochen heil und
nur verschiedene Schrammen und Beu—
len sind den Betheiligten als Erinner
ung an die „verkrachte“ Aufnahme ge—
blieben.
Die Bauklommission der Pariser
Weltausstellung von 1900 befindet sich
in nicht geringer Verlegenheit. Vor
acht Tagen konnten die Arbeiten für
den neuen Palast der Schönen Künste
nicht im Submissionswege vergeben
werden, weil keiner der zehn
großen Unternehmer auf die Beding—
ungen des Pflichtenheftes eingehen
wollte. So stets es auch mit andern
Bauten. Man streitet sich darüber,
ob die Ingenieure sich geirrt hätten,
oder ob die Unternehmer einen unmä—
ßigen Gewinn suchten und sich mitein
ander verbündet hätten, um ihn zu er
zwingen. So stehen die Dinge, und
wenn nicht Rath geschafft wird, so ist
eine Stockung der“ Bauten zu befürch
ten.
Die Biererzeugung in Deutsch
land betrug im vorigen Jahre rund
60,700, 000 Hektoliter gegenüber 55,--
370, 000 Hektolitern im Jahre 1895.
Fast das ganze Quantum ist in
Deutschland verzehrt worden, denn es
wurden insgesammt nur 647, 000 Hek—-
toliter ausgeführt, während wiederuni
547, 000 Heltoliter, also fast das gleiche
Quantum, eingeführt wurden. Es
ergiebt sich mithin ein ungefährer jähr—
licher Verbrauch von 116 Litern pro.
Kopf. Oesterreich, welches den größ—
ten Theil des nach Deutschland einge—
führten Bieres herstellte, braut jährlich
nur 18,675, 800 Helktoliter.
Ein neuartiger Souffleurkasten.
Ein Schauspieler des Kleinen Theaters
in Moskau hat einen Souffleurkasten
erfunden, der für die Petersburger ka?—
serlichen Theater angenommen ist. Er
hat die Form einer Muschel und wird
in einen anderen Kasten, der gleichsam
als Futteral dient. eingeschoben. Die
Muschelwände bestehen aus trockenem
Holz und sind mit Geigenlack überzogen,
darüber liegen noch in zwei Schichten
Filz und gepreßtes Papier. Der
Souffleur sitzt dank dieser Einrichtung
weit tiefer, und die akustischen Eigen—-
schaften des neuen Souffleurkastens
sind derart, daß im Zuschauerraum
auch nicht ein einziges Wort des Souff—
leurs vernehmbar ist, während umge
tehrt die Schauspieler vortrefflich auch
dessen leisestes Flüstern hören.
Ueber den Chilcoot-Paß. Herr
Joachim Miller, der kürzlich eine Reise
nach den Klondike-Regionen unternom—-
men und dabei den Landweg über den
Chilcoot-Paß gewählt hat, schreibt vom
Bennett-See in Alaska wie es ihm auf
der Reise ergangen ist. Er sagte unter
Anderem, daß er sich kaum etwa Mühe—
seligeres denken kann, als eine Reise
über den Chilcoot-Paß. Es gehört
vor allen Dingen ein gesunder, träfti—
ger Körper und nicht minder starke
Willenskraft dazu, um Alles zu über—
stehen. Auf dem Gipfel wird gewöhn
lich campirt, sofern es wenigstens die
Witterung erlaubt. Ist dieselbe tlar,
so bietet sich den einsamen Wanderern
zwar kein schönes, aber ein wildroman—
tisches Bild dar: nichts wie steile, zum
Himmel hinanragende Eisblöcke und
starre Granitfelsen, dazwischen gäh—
nende Abgründe, bieten sich dem Auge
dar. Der Abstieg ist womöglich noch
beschwerlicher, wenigstens gefährlicher,
als der Aufstieg; denn ein Fehltritt
zieht unwiderruflich den Absturz nach
sich. Hat man aber erst den Linder—
mann See erreicht, dann sind die
schlimmsten Strapazen überstanden,
und der Holdsucher kann, nachdem er
sich ein wenig erholt hat, nunmehr an's
Goldsuchen denken.
Zum Kapitel der Volksunsitten
bei festlichen Gelegenheiten wird der
„Köln. Volksztg.“ ein Beitrag aus
Herlisheim gemeldet. Dort ist es üb—
lich, daß die Freunde des Taufpathen
bei Kindtaufen während der Kirchfahrt
die Taufkutsche mit Schüssen begrüßen;
dafür wird dann Bier gespendet. So
geschah es auch neulich. Gergde als
die Kutsche um eine Straßenecke fuhr,
krachten zwei Freudenschüsse. Das
Pferd wurde scheu und raste in sausen
dem Galopp davon. Die ganze Tauf
gesellschaft flog gleich beim ersten Stoße
aus dem Wagen, und zwar unglückli
cher Weise auf das Holz eines Neu—
baues. Dabei brach der Pathe vier
Rippen, die Pathin trug einen sehr
schweren Armbruch davon, die Hebamme
erlitt eine schwere Verletzung am Kopfe
und der Fuhrmann eine an der Hüfte;
der Vater kam mit einer Hautabschürf—
ung davon; unverletzt blieb wunder—
barer Weise nur der Täufling. Durch
solche Schüsse sind im gleichen Orte
schon drei Tauf-Kutschen in diesem
Jahre in Folge Scheuwerdens der
Pferde umgeworfen worden; die In—
sassen haben bisher nur Hautabschür—
fungen davon getragen.
209,875,000 Liter Milch verbraucht,
87.7 Liter auf den Kopf. Die Schwei
zereien in Paris zählen 5700 Kühe, die
57,000 Liter den Tag liefern. In
einem Umkreis von 20 Kilometern um
Paris gibt es weitere 20,000 Kühe,
deren Milch zum Theil nach Paris geht.
Zusammen kamen auf diese Weise 53
Millionen Liter das Jahr heraus.
Durch die Eisenbahnen werden jährlich
135 Millionen Liter aus den elf um—
liegenden Departementen nach Paris
gebracht. :
Die Buchhändlerhonorare Nan
sen's. In schwedischen Zeitungen wer
den die Einnahmen nachgerechnet,
welche sich Nansen aus den Veröffent
lichungen seines Werles über die letzte
Nordpolfahrt gesichert hat. Bis jetzt
sind Ausgaben in schwedischer, däni—-
scher, deutscher, holländischer, engli—
scher, französischer und tschechischer
Sprache hergestellt, und die Verleger
haben dem tühnen Forschungsreisenden
bisher ein Honorar von 720,000 Mk.
bewilligt, wovon allein 300, 000 Mk.
auf die Ausgaben für Amerita und
England entfallen.
richthaufen. Ein Pariser Lumpen—
sammler fand kürzlich, als er seine
Runde machte, in einem Kehrichthau
fen, in Papier eingewickelt, ein Packet
französischer Rententitel für 30,000
Franken. Der Lumpensammler war
ein ehrlicher Mensch, der seinen Fund
nach dem Polizeicommissariat brachte,
wo die Werthpapiere bald von ihrem
Eigenthümer retklamirt wurden.
Eine theure Ralete stieg bei dem
großen Feuerwerk, das im vergangenen
Oltober in Paris zu Ehren der Anwe
senheit des Zaren beim Trocadero an
der Seine abgebrannt wurde. Da—
mals wurde eine Frau Brouard, Köchin
ihres Zeichens, durch eine Ralete schwer
verletzt. Sie verllagte deshalb den
Feuerwerker Ruggieri und die Stadt
Paris. Am Dienstag fällte die Civil
gerichtskammer in dieser Angelegenheit
das Urtheil. Der Gerichtshof verur-
AL
8
do
datci
Absolnt Anversaãlscht. .
Berühmt wegen seiner großen Gährkrast und
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chung, welche billigen Produkten eigen sind.
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theilte die Stadt Paris zur Bezahlung
eines Schmerzensgeldes bon 8000 Fr.
Da jedoch Ruggieri der Stadt gegen
über die Verantwortung übernommen
hat, trägt er den Schaden.
Pflastersteine aus Stroh werden
von einem russischen Ingenieur her—
gestellt und zwar auf folgende Weise:
gutes Stroh wird in der Lange zer
schnitten, mit Gasteer versetzt und unter
starkem Drucke in Blöcke von entsprech
ender Größe gepreßt. Das neue Stroh
pflaster, welches genau wie das Holz
pflaster gelegt wird, soll gegen dieses
den Vorzug größerer Elastizität und
langsamerer Abnutzung haben, ferner
unempfindlich gegen Hitze und Kälte
und dem Asphalt an Geräuschlosigkeit
ebenbürtig sein.
Die Thierschutzgesellschast von
Portland, Me., ließ ein Piecnic durch
die Polizei fistiren, auf welchem das
Einfangen eines mit Fett eingeriebenen
Schweines einen Theil des Programms
bildete.
Die meisten Leute machen sich von
der Riesengröße Alaskas kaum einen
Begriff. Er umfaßt nicht weniger als
577,390 Quadratmeilen, über doppelt
so viel wie Texas. Zwölf Staaten
von der Größe Pennsylvanias könnten
aus Alaska herausgeschnitten werden
und es bliebe immer noch etwas übrig.
Die jüngste Generalversammlung
der Aktionär der Suez-Canal-Gesell
schaft beschloß einstimmig, zur Erin—-
nerung an Ferdinand v. Lessep's in
Port Said ein Denkmal zu errichten.
Die Kosten werden auf 250, 000 Fres.
veranschlagt.
Bei den Ausgrabungen auf der
Kapersburg bei Pfaffenriedbach im
Nassauischen entdeckte man ein römi—
sches Kastell, das an Größe und Bedeu
tung der Saalburg bei Homburg
gleichsteht.
Der
Regensburger
Marienkalender
für das Jahr 1898
ist bei uns angekommen und es kann derselbe
von Kleinverkäufern und Händlern von uns
bezogen werden.
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Expreß sind vom Käufer zu bestreiten und der
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Man wende sich an: ;
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; Jahr von einer berechcnben Au
it ahl deutscher Schülerinnen be—-
t 1 Die Anstalt verdient ein
t besonderes Lob wegen ihrer sehr
i praktischen und tief religiösen
Erziehungs- Methoden. WMan
schreibe an:
bireetress of the Icademy of the lisitation,
Julien Ave., Dubuque, la.
, 2
“Verschaff' mir
33 : 29
Kühlung, Grieche!
So rief der sterbende Kaiser Tiberius
seinem Sklaven zu. Hier ist eine Er—
sindung, die Jedem in den heißesten
Sommertagen eine angenehme, erfri
schende Kühlung verschassen wird. Es
ist einfach ein Fächer, der sich an einen
jeden beliebigen Schaukelstuhl befestigen
läßt und durch die Bewegung des Schau—-
kelstuhles von sellist getrieben wird. Der
Fächer kann in beliebiger Höhe befestigt
werden und auch jeden Augenblick ab—
genommen werden. Der Schaukelstuhl
wird nicht verletzt. Der ganze Apparat
wiegt, obgleich dauerhaft von Messing
nnd Stahl hergestellt, blos vier Pfund.
Ein ganzes Zimmer bleibt in kühler
Lust. Der Preis ist spottbillig. Sollte
Jemand als Agent dieselben verkaufen
oder für den eigenen Bedarf einen Fächer
kaufen wollen, so wende er sich mündlich
oder schristlich an
J. A. GERLEMANN,
416 Nain Btr. Sioux City, lowas.

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