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Luxemburger gazette. [volume] (Dubuque, Iowa) 1871-1918, September 28, 1897, Image 7

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. Consultirt einen Spezialisten.. .
welcher Ihren Fall versteht
und der Sie heilen kaunn.
Dr. V. A. Seeman,
der belkannte, deutsche Spezialist,
steht unerreicht da im Diagnosiren und in der
Behandlung von Krankheiten und Deformi—
aũten. Derselbe ist ein Graduirter von allo—
pathischen und homeopathischen medizini—
schen Collegen und war in den größten
Hospitälern des Osteus.
Seiue neue Behandlung des Catarrh gibt
eine absolute und positivẽ Heilung.
Magen—-, Leber- und Herzkrankheiten, die
Ursachen von Leiden, Verlust des Appetites,
Schwellungen, Aufstoßen aus dem Magen,
und überhaupt Schwächen dieser Art wer—
den leicht geheilt.
Hämorrhoiden (Piles) werden nagch kurzer
Behaudiung schmerzlos und ohne Abwesen—
heit von der Arbeit geheilt.
Wenn Eure Augen schwach sind,
so wird Dr. Seeman Euch passende Augen—
gläser verschassen, welche die Augen nicht nur
schonen, södern dieselben auch bessern und
närken.
Seibstverständlich werden private Krank
heiten strengstens privatim behandelt.
Patienten, welche auswärts wohnen, kön—
neu sich der englischen, deutschen oder schwe
dischen Sprache bedienen, wenn sie an uns
schreiben. Man wolle aber gefl. eine Brief
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Pasoeuger Lv ex Sun.. .. . 4:50 pu
Passenger Lv dally. Bdpn
Passenger Ar dally. lan
Passenger Ar ex Sun... . . ·11:16 an
Passenger Ar ex Sun.... . . · 10:00 pn
EAST AND SOUTH.
Pasaenger Ex Sun.. .. 7:3oan
Passeuger Lv ex Sun.. . *1:16 u
Passenger Lv dailly . 4: an
Passouger Lv daily. .. . . .*11:10pn
Paesenger Ar ex Sun.. .. ... 9:46 an
Passenger, Ar ex Sun.... . . 1:460n
Passeuger Ar dally. .. .. . . 6:36an
FPassenger Ar dally. B:4opn
South.
Sleeper open to Ohlcago ... . 10:00 pn
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7:00 a m and 4:50 p m.
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ds 11:15 a. m. ana 10:00 p. m.
ARRIVE AT OHICOAGO.
Lv Dubuque ox Sun.. ...... 7:320an
Ar Chicago ex Sun.. . . . 1:00p01
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Ar OChlcago ex Sun.. . 7:20p1
Lv Dubuque dally. .. 11:1001
Ar Chlcago dally. .. . 6:ooat
Lv Dubuque dailly .. 4:00a
Ar Chilcago da11y..... . .10:00a
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und fährt täglich ab und gibt somit den Bewohnern der Stadt den besten Dienst nach St.
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Städten im Mississippi-Thale. Für Fahrkarten, Raten und Schlafwagenplätze wende man
sich an I. Diefenderser, General-Agent, 011 Mainstr. oder an Gurlington Depot, Dubuque.
Luxemburger Gazette; Dienstag, den 28. September 1897.
Zum LKachen und Denken
Standesgemäß. Besuch:
„Was macht Ihr denn da, Kinder?
Ihr spielt wohl Kaufmann? Frau
Commerzienrath: „Wie heißt, Kauf--
mann? Meine Kinder spielen hoöchstens
Bantier!“
Ja dann. Gattin: „Also heute
bei der !Festtafel wirst Du eine Rede
halten?“ Gatte: „Ja wenn ich nur
nicht stecken bleibe. . ... .“ Gattin:
„O Gott, könnte ich Dir doch meine
Zunge leihen!“
Diegewonnnee Wette. —Ein
Wigtzbold trug neulich einem Herrn fol—-
gende Wette an: Er werde fünfzig ver—
schiedenen Frage vorlegen und stets
dieselbe Antwort erhalten. Der Herr
acceptirte die Wette, und der Witzbold
richtete an jeden der Fünfzig die Frage:
„Haben Sie schon gehört, daß Schulze
bankerott ist?“ „Was für eine
Schulze?“ war die stereotype Gegen—-
frage, und der Witzzbold hatte seine
Wette gewonnen.
Große Feuchtigkeit mit gro—-
Ber Hitze verbunden ist ein Zustand, in
welchem sich leicht rheumatische Schmer
zen entwickeln. Man heile sich durch
die Anwendung von St. Jakobs Oel.
Dasselbe stärkt die Muskeln und be—-
ruhigt die Nerven.
Höchste Noblesse. „Nun,
Frau Nachbarin, ist Ihre Tochter recht
fein erzogen worden im Pensionat?“
„Sehr nobel die machi die Knödel
mit Glacehandschuhen!“
Vater (auf Besuch): „Wecken Sie
auch meinen Sohn jeden Morgen um
sechs Uhr, wie ich Ihnen gesagt habe?“
Hauswirthin: „Selbstverständlich
... Das heißt, wenn er schon zu
Hause ist!“
Derßeruf der Fra u.—,Ja,
ja, Frau Nachbarin, nun daß ich alle
meine Kinder erzogen habe, kann ich
mit der Erziehung meines Mannes,
der inzwischen gänzlich verwilderte, wie—
der beginneu!“
Er muß wohl. A.: „Sag'
'mal, kannst Du vielleicht 5 Thaler
entbehren?“ —B.: „Ja, lieber Freund,
ich muß sie schon entbehren können, denn
ich habe kleine.“
Unerwünschte Halbheit.—
„Schon wieder zahlen Sie leine Miethe.
Mit Ihnen muß man sich halb todt
ärgern.“ Student (vor sich hin):
Egare. dahß die Alte alles nur halb
thut!“
Frauentlage:
O, wie tief ist er gesunken!
Haus und Hof hab' ich ihm zugebracht
Doch das Haus hat leider er vertrunken
Und den Hof hat andern er gemacht.
Ausnahmezustand. Trei
ber (nach der Jagd): „Ich weiß nicht,
was mir heute fehlt.“ Frau: „An—
geschossen bist heut nicht worden.“
Räthsel.
Das erste kommt aus heißen Zonnen,
Wo langbezopfte Menschen wohnen.
Das Zweite findet man am Herd
Und ist den Frauen lieb und werth.
Auch ktocht man gern in kalten Zeiten!
Das Erste Abends aus der Zweiten!
Das Ganze? Nun, das ist der Mann,
Der das nicht mal errathen kann.
Uebertrumpft. Erster
Clown: „Wenn ich in der Manege rad
schlage, fangt schon das ganze Publi—-
tum an zu lachen. Zweiter Clown:
„Und wenn ich nur lache, möchte schon
das Publitum radschlagen.
Was wir nicht verdauen tön
nen wird sicher Verstopfung verursa—
chen. Woas wir nöthig haben nnd Dr.
August Koönig's Hamburger Tropfen,
welche das System erleichtern und wie
der aufbauen.
Was ein Häkchen -c. —A.
(Reporter): „Dein achtjähriges Söhn—-
lügt ja bereits wie gedruckt!“ (Va—-
ter, stolz): „Talentirter Bengel, was?
Soll auch Repoxter werden.“
—W Ò— ÇGÇ c— e rS—“
Versuchen Sie Grain-O! Versuchen
Sie Grain-O!
Fragen Sie Ihren Grocer heute er soll
Ihnen ein Packei Grain-O zeigen, das neue
—nñahrhafte Getränk, welches den Kafsee ersetzt.
Kinder können dasselbe sowohl als Erwach
sene trinken; es ist harmlos. Alle die es
versuchen, lieben es. Grain-O hat den
reichen seal von Mocha oder Java, aber es
ist von reinen Koörnern gemacht und selbst
der zarteste Magen empfängt es ohne Be—
schwerde. Ein Viertel des Preises von
Kassee. löe und 2oc per Packet.
N - » d 5;
Sleisher's deutsche
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Strickwolle ;
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strickt leichter und besser als irgend ein anderes
j Fabrikat. Man kommt mit demselben viel weiter,
h auch hält sich dasselbe viel länger. Nehme kein 2
j anderes und siehe zu, daß der Name
“ PFleishers“
Pan jedem Knauel enthalten ist.
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Interessantes.
Die Zwölf Apostel-Uhr ist in Arn
heim rland ein Raub der Flammen
geworden. Das Kunstwerk, welches den
meisten Chicagoern noch von der Welt—
Ausstellung her bekannt sein dürfte, war
vom Arbeitsausschuß der Arnheimer Ge—
werbe-Ansstellung gepachtet worden und
ist bei einem gräßeren Feuer, welches im
Haupt-Ausstellungsgebäude ausbrach,
eingeäschert worden. Der Werth der
Uhr wird auf 100, 900 Mark beziffert.
Ueber die Geschichte der Zwölf Apostel-
Uhr, eines der hervorragendsten Werke
deutscher Uhrmacher- und Holzbildhauer
kunst, erfahren wir Folgendes: Die Uhr
wurde auf Bestellung des Verlegers der
„Deutschen Uhrmacher-Zeitung“ Karl
Maifels durch den Hofuhrmacher Gustav
Speckhart in Nürnberg unter Beihülfe
hervorragender Künstler nach circa fünf—
jähriger, rastloser Arbeit im Frühjahe
1893 fertiggestellt. Auf Veranlassung
der deutschen Regierung wurde die Zwölf
Apostel-Uhr, und zwar als ein Ausstel
lungsstück der Regierung, nach Chieago
a Meltausstelluag gesandt, woselbst sie
mnit 6 ersten Preisen ausgezeichnet wurde.
Wieder nach Deutschland zurückgeschafft,
ließ der Besitzer das Kunstwerk in der
Berliner Gewerbe-Ausstellung aufstellen,
wo es gelegentlich der Inspektionsreisen
der Vertretert der Leipziger, Brüsseller
und Arnheimer Ausstellung die Aufmerk—-
samkeit der Herren hervorrief. Seitens
der Vertreter der drei Ausstellungen wur—
den Verhandlungen mit dem Besitzer der
Uhr wegen ihres Aufbaues in Leipzig,
Brüssels ete. angeknüpft, doch Lei
Marfels entschied sich, die Uhr nach Arn—
heim zu senden, wo sie, wie erwähnt, ein
Raub der Flammen wurde.
Ueber eine seltsamr Aufzucht jun—
ger Rebhühner schreibt man dem „Hu—
ber-“: Voriges Jahr fand der Gutsbe—
sitzer W. in Wihsecohausen bei Arnstadt
während der Ernte ein Rebhuhngelege.
Da das Nest vollständig frei gelegt war,
wurden die Eier mit näch Hause genom—-
men, um sie durch einef Haushenne aus—
brüten zu lassen. Die Zahl der Eier be
trug 13, war also „unheilvoll“, und des—
baid wurde noch ein Haushühner-Ei zu—
gefügt. Die Henne saß sehr gut und
brütete 14 wohlentwickelte Küchlein aus.
In eine Kammer gebracht, erhielten diese
zunächst nur Ameisen und deren Eier,
nahmen aber später auch anderes Futter
an. Nach vier Wochen wurde die ganze
Familie in den Hof gesetzt nud dort von
der alten Henne sorglich geführt; nach
sechs bis sieben Wochen aber vergaß die
Alte ihre Mutterpflichten, lief wieder
dem Hahne zu und legte Eier. Schon
glaubte man das Volklein verwaist, da
nahm sich der mit erbrütete junge Haus—
hahn (ein solcher war es) der sich bei die—
ser kräftigen Fütterung prächtig entwick
elt hatte, seiner Stiefgeschwister an und
führte sie. Die Führung hat er auch
nie aufgegeben, sogar Ritterdienste über—
nommen, indem er Nachbarhühner, wel
che den Hof betreten und dann regelmä-
Big auf die iungen Rebhühner eindran—
gen, vertrieb. Die Hühner wurden so
vertraut, daß sie auf den Ruf kamen und
e aus der Hand nahmen. Im
aufe des Winters ist ihre Zahl auf ein
Stück, einen Hahn zurückgegangen.
Fünf Stück wurden an Liebhaber - e
geben, die andern von nachbarlichen :
hen geraubt; nur eines blieb übrig, die—
ses aber hat die treue ruedurig zum
Haushahne bewahrt, „steigt“ oder
„fliegt“ mit in den Hühnerstall und setzt
sich dort mit auf die Hühnerstange neben
den Hahn. In letzter Zeit hat k junge
derhadn Ausflüge über das Dorf hin—
sweg in das Feld unternommen ist aber
stets zurückgetehrt.
Gründliche Arbeit. Im Groß-
Gerauer Kreisblatt stand kürzlich fol
gende Erklärung: „Ich Unterzeichnete
erkläre hiemit, daß ich die rohen, schwe—
ren Beleidigungen, die ich gegen Johan
nes Heid 111 und dessen ganze emite
in einer Pasquille ausgedrückt habe, als
unwahr zurücknehme, bekenne ferner vor
aller Welt, daß ich einen angeborenen
Eharaktermangel besitze und d ich mich
mit Sachen befasse, die mir als Frau
gar nicht zukommen, und nur Uebermuth
ünd Bosheit die Schuld hieran tragen.
Ich bitte die Beleidigten inständigst um
Verzeihung und bereue mein Thun, ver—
spreche fernerhin, nie und nimmermehr
die geringste Beleidigung gegen diese
Genannten auszusprechen, da ich gericht
lich belangt würde, währeud ich die Er—
laubniß zu dieser öffentlichen Erklärung
als einen Akt der Gnade betrachten kann.
Elisabethe Wespe, geb. Nothenhäusee,
Vraunshardt.“
Das doosäãhrige Jubiläum feiert in
diesem Jahre der Berliner Omnibus.
Eine Art Vorgänger Von ihm ist sieben
Jahre älter. Am 29. Oktober 1839 er—
hielt der Geheime Commerzienrath He—
noch die Erlaubniß, von der ein Jahr
vorher eröffneten Potsdamer Bahn Rei—
sende bis nach dem Alerxanderplatz zu fah
ren und zu dem Zwecke drei Omnibusse
auf dem Potsdamer Bahnhofe aufzustel
len. Die Beförderung kostete zwei Sil—
bergroschen die Person. Die Erlaub—
niß eines Omnibusbetriebes im heutigen
Sinne wurde am 80. Oktober 1846 an
Heckscher und Dr. Freiberg ertheilt. Sie
galt nur sünf Linien,
Ein gewissenhafter Miether. In
einem hannoverschen Blatt war kürzlich
folgendes Inserat zu lesen: „Laut Kon—
trakt habe ich bei meinem Wohnungs—
wechsel mein Logis im selben Zustand zu
übergeben, in dem ich es vor drei Jahren
übernommen habe. Um diese Bestim—
mung erfüllen zu können, suche ich 50
Mäuse, 200 Motten und 500 Wanzen
lebend zu kaufen.“
Fahrende Scholaren treiben in
Süddeutschland noch immer ihr trauri—
ges Bettelwesen. Von diesen Gymna—
siasten wird aus dem Allgäu geschrieben:
Früher sind wohl auch hier und da fah—
rende Scholaren gekommen und haben im
Pfarrhaus um ein Zrhrgeld, das ihnen
gern gegeben wunrde, angehalten. Die
Herren Scholaren der Neuzeit gehen wie
Bruder Straubinger von Haus zu Haus
und haben besonders das schöne Allgäu
als Reise- bezw. rValz“ diel auserse
hen. Wenn im Juli die Musentempel!
ihre Pforten schließen, dann überfallen
die Musensäuglinge wie Heuschrecken un—
seren Gau, und man darf zufrieden sein,
wenn nur d bis 6 des Tages „vorspre—
chen“. Studienanstalten, Realschulen,
Lehrerbildungsanstalten, landwirthschaft
liche Schulen, alle, alle stellen ihren An—
theil. Dabei zeigen diese hoffnungsvol
len Jüngelchen meist schauerliche Zeug—
nisse mit der euphemistischen Note: „Ge—-
nügend“ vor. So viel wir wissen, ist
man im Allgäu über diesen neuesten
Sport der „Studiosi“ gar nicht erbaut.
So wie es jett getrieben wird, geht er
nach allgemeiner Ansicht über's Bohnen—
lied; der „Studio auf einer Reis“ darf
nicht zum Bettelstudenten herabsinken.
Ein König als Arzt. Der Her—
og von Aumale, der vierte Sohn Louis
Porpes hat neulich vor der französi
schen Akademie eine kurze Mtttheilung
verlesen unter dem Titel: Der König
Louis Philippe als barmherziger Sama—
riter, als Motto waren die ort von
Vietor Hugo gewählt aus den „Miserab—|
les“: „Der erste König, der Menschen—
blut vergoß, nicht um zu tödten, sondern
um zu heilen.“ Der He.zog von Au—|
male erinnerte an den Vorfall, der dem
großen französischen Dichter zu diesen
Worten Veranlassung gegeben hat. Am]
27. Oktober 1833 reiste der König mit
seiner ganzen Familie seinem Schwieger
sohne dem König von Belgien, entgegen,
der ihn in Paris besuchen wollte. Der
damals elfjährige Herzog von Aumale
war auch dabei und saß mit den anderen
Kindern auf eine Art Kremser. Da ein
Aufschub eintrat, so nahm man in Bour—
get die Post. Ein Postcondukteur, der
den Zug begleitete, wurde von seinem
Pferde abgeworfen und kam unter die
Räder des königlichen Wagens. Man
trug den Verletzten auf den Rand bes
Wagens, der König stieg aus, unter—
suchte ihn und rief: „Er muß zur Ader
gelassen werden, kann das hier Jemand
smachen?“ Da Niemand antwortete,
og der König aus seiner Tasche eine
Sa die er seit jener Zeit, wo er in
einem Krankenhause Dienste gethan,
nige mehr von sich ließ und die ihn auch
auf seinen Reisen in Amerika begleitet
hatte, ließ mehrere Tischtücher zerreißen
und legte sich das Verbandzeug zutrecht,
dann machte er den Aderlaß und legte deu
Verband an. Der Postbeamte wurde
w ederhergestellt und versah noch 10
Jahre später seinen Posten.
EineAuseinandersetzuug.
Sie: „Bei den jungen Eheleuten
im zweiten Stock scheint auch nicht Alles
so zu sein, wde es sein sollte. Als ich
neulich Abend 'mal zu ihnen kam, saß
er im Parlor und sie saß hinten im
Dinning Room allein.“ Er: „Hm
—also jedenfalls eine tleine Auseinan
derseßung.“
Gleichmäßig vertheilt.
„Bei Ihnen wird gar lein Bier im
Hause gelitten?“ —, Nein, mein Frau
und ich trinken, wenn wir durstig sind,
nie etwas anderes als Wein und Wasser
„Das ist allerdings sehr solid.“
„In welchem Verhältniß trinken Sie
das denn?“
meine Frau trinkt Wasser!“
Anzüglich' Gigerl: „Fahren
Sie mich schnell nach dem Zoologischen
Garten, Sie kriegen aber nur 50 Pfen
nige!“ Droschkenkutscher: „Schon
gut; vielleicht schenkt mir der Director
was, wenn ich mit Ihnen ankomm'!“
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