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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, July 01, 1915, Image 3

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«Mtag.«u»gave,
WchUMU.
se«» Nummern jede Woche.
M«» «, die Abonnenten ik dieser Stadt sür
tt «,«» wöchentlich oder PiM lthrlich »et
»»««»zatzluna frei abäeltefert.
der Post aupervalv der «tadt, nach ir
»M einem Lostamk in den^ Ler. Staa^, Ea.'
«z« od«r werieo, S.00 jÜHrlich bei «»rau«.
?«»»«»«, nnr durch die »oft
U!b..tedem Vsstamt in den^ «er. Staate», kostet
tichrlich tzl.vo et LorauSzahlung.
»er ..«^wSchrn^t^ Devorrat«, durch die
"iw ^r^Ver^ Staaten und «uxch
^er in^oer Gtadt H2.V0, bei LörauSzählunti
».ooz
nach^ Canada
jg.so
uÄ nach «u»pa
^.vo per Jahr bei Vorauszahlung^
..^^^v'kobch'nMch« D-«-rrat", zwei »het.
Mittwochs und KonnabenoS, lostet inner«
»-I» der Ver. Staaten »2.00, nach Tanada und
Europa tzL.50 lührlich »ei VorauSzaÄuna.
Friedcnsmanifcst des Berliner
„Vorwärts".
Kein größerer Gefallen hätte den
Attiirteir und ihrer Presse jenseits
Mind Äiesseits dcZ atlantischen Oceans
''^ieriviesen werden können, als der,
.welcher ihnen durch!das Meri:e Ge
^'^^fasel der sozialdelnokvatischen Mit
glieder des preuszischen Lairdtages,
cB a und' echt, über
,,wil'de ?snilexionsgelüste in gewissen
Kreisen des deutschen Volkes" in der
Sitznng besagter Körperschaft an?
^letzten s^reitage und durch das am
...^ge diaranf vom Berliner „Vor
a
voin Vollzugsausschuß der sozialde
mokratrschen Partei T!utschlands er
lassene „Friedensnranifest" geleistet
wovden ist.
Sowohl die Vemerkungoi? der zwei
Preußischen Landtagsabgeordneten,
wie das„Friedensmanisest" 'des „Vor
-:.wärts" sind möglichst iansführlich
Derübergekabelt worden, was Veweist,
.welches Gewicht der britische Censor
'.darauf gelegt hat, ^daß .beide zi^r
'^Kenntniß des mnerikanischen Volkes
KDommen. Die chiesige prolbritische
Dresse «hat denll auch nicht verfehlt,
Jaus diesen beiden Kundgebungen von
l'ozialdenwkrati scher Seite in Deutsch
..iland gegen dieses ulles nur nwgliche
^'.'Kapital zu schlagen, und aus diesen
idie Folgerung zu ziehen, daß ein gro
'^7' lßcr Theit des deutscheu VolW kriegs
müÄ ist,'und daß die mächtige so
zialdemokratische Partei die deutsche
Negierung zwingen wird, in
^riedensunterhanÄluugenWnit den
Feinden, welche die beiden mitteleu
-.4- rop^ischen Kaiserreiche vernichten
Mollten,^zu treten.
Zs n, a^ber welchen BlödsinnH -hat
isich die Prabritische angloanierikanische
^..Presse, die voir deutschen Verhältnis
kr'.^'dn so"viel Wnung hat, wie der Esel
vom Lianteschlagell, nicht schon schlil
!.dig geniacht? Der Abgeordnete Braun
gelhört zu der kleinen Gruppe der
Unversöhnlichen Jnternationaleir"
ün deutschen Reichstage und im Preu
ßischen Mgeordnetenhause, an Heren
Spitze der sich fürchterlich wichtig ma
Wchende, sich immer in den Vorder
grund drängende Doctor Liebknecht
steht. Zn bedeilten hat diese Gruppe
auch in der sozialdeuiokratischen Par
Dei nichts. Liebknecht hat vor nicht
Gzu langer Zeit erst von seiner Partei
einei: kräftigen Wischer erhalten, und
'^'einslüßreiche und.hoch angesehenePar
-t^teiorgvne ^haben ihn ebenso kräftig
Mäbgeschüttelt. Liebknecht ist nicht be
fugt, im Namen der sozialdeinokrati
"'^'^schen Partei zil sprechen, uud iveuu er
sich har aumaßt, inr Namen Äer gro
"^ßen Masse ides öentschen Volkes zu
Wrechen, wie er am Freitag im preu
Mischen Mgeordneten^hause gethan^hat,
'danir kailir das höchstens ni ch
Wwirken.
A a N N a
so wenig zu bedeuten, wie sein Kol
Hlege LiÄknecht. M'an könnte deAhalb
)-Wer die AuslMimgen der beiden
Herren ruhig zurTagesordnung über
Mvn, wenn eben, von den inr Dienste
Englands stehenden Blättern nicht
^"h?Versuche gemacht Würden, ihr Ge
'^-'schwätz gegen Deutschland auszu
schlachten. Diese Blätter -kennen we
i^.^.'Äer Liebknecht iwch Brauii, und von
Äeutscl)en Sozialdeniokratie ha
Ven sie inuner uoch 'die Vorstellung,
ldie sie zu Beginn des Krieges hatten,
als sie sich einbildeten, die Partei
Ewürde mit den Feiiiden Deutschlands
gMeinsaine Sache niachen, also znm
?^Merräther an deni deutschen Volke
werden. In dieser Erwartung sind
sie bekanntlich sckMer getälischt wor
s^iden, aber ganz aufgegeben haben sie
Äie Hofsnung, in der ldeutschen So
Zialdenwkratie einen Bundesgenossen
gegen Deutschland zn siirden, augeu
'". scheiulicli! imnier noch nicht.
Allein auch diese Hosfnung werden
sie begrabeir nmssen. Daran wird
auch das „Friedeilsmanisest" des
'^ÄeM^er „Mrwärts" nichts ändern,
Äas unserer Ansicht nach nicht vom ge
salnmten Vollzugsausschuß der So
zialdeniokratischeil Partei, sondern
von einer unter Äenr Eiiisluß Dr.
WLiebknechts steheilden Minderheit
'Diiesslelben verfaßt oder veranlaßt wor
ist. könnte beinahe auf deil
./''^Gedankeir ko-nttnen, daß dieses N?ani
auf britischen Einfluß zurückzu
führen ist. Dieses „Manifest" ver-
langt ttuf Grund der gliiiistigen mili
tärischen Vage, Äaß bie Negierung sich
bereit isrklärt, ii: Friedellsunterhand
lungen einzutreteil, und daß voll dei:
Friedensbedingungen^ alle Gebietser
werbungen ausgeschlossen sein sollen,
weil dlirch Uilterdrückung fremder
Natioilen kein dauernder Friede zu
lirlattgen sei. Außer den Feinden
Deutschlands kann Niemand solche
Kundgebuilg willkommen heißeil.
Auch die Äelitsche Sozialdemokratie
will diesen Krieg zu einem ruhmrei
chen Ende gefülhrt haben. Dafür lie
gen aus ihren Orgaiien unzWlige
Beweise vor. und das hat sie durch
die Einlnütl)^gkeit, init der sie seit
Veginir bes .Krieges die Politik der
Regierung- unterstützt hat) bekundet.
Umgst erst, anläßlich des Eintritts
Ft^aliens in den Krieg, haben.hei?vor
ragende Führer der Partei, Männer,
Äie etwas luehr zil bedeuten habeil
als die Herren Liebknecht und
Braun, nachdrücklich erklärt, Äaß
ailch diesenl! lleuen Feinde gogellüber
ausgehalten werden müsse, daß
Deutschlalld die Wassen nicht nieder
legen dürfe, bis feste Bürgschaften für
eillen dauerilden Friedeir erkämpft
seien. In dieser Beziehling weiß bie
große Mehrheit der Partei sich mit
der Gesmnmtheit des deutschen Vol
kes und seinen Fürsten eins. Nur be
züglich der Art der zuschaffeilden
Friedellsbürgfchaften gehen die An
sichten hie und da anseincnrder, aber
Differenzen voll Bedentung sind das
llicht, zulnal es sich uni eine 'Angele
genheit halldelt, die auf dem Wege
logischer Entwicklung durch die krie
gerischen Ereigllisse ihre Erledigmlg
finden wii^d.
Das Ziel des gegeilwärtigen Krie
ges sür Delitschland inuß sein, eillen
Zustand zll schaffen, der eine Wieder
holullg ll. möglich macht, also deil
Feinden ulld Neideril des deutschen
Volkes die Mögilichkeit niillmt,
Deutschlalld in absehbarer Zeit eiilen
neuell Kampf uni feine Existenz aus
zuzwingen. Deutschland luuß Mittel
und Wege findeil, feille Grenzeil mit
solcheill^ Schutz zn ulngeben, daß kein
Feilld wieder wagt, es allzugreifen.
Die Abgeordneten Braun uild
Liebkllecht haben in der Debatte ge
sagt, Frall'kreich hätte sich nicht an
deill! Kriege betheiligt, wäre illn nicht
Elsaß-Lothriilgen geilommen worden.
Welche Veralllasslulg^^ hatte es dallll,
Deutschland zll bekanlpsen, als es
noch inl Besitz jeller beidell Provill
zen war?
Aber sehr leicht ist der Nachweis,
wie die Aullexion der Neichslallde zur
Rettllllg Deutschlailds ibeigetragen
hat. Wäre jetzt, wie 1870, das lillke
RheilUlfer
..1.
offen gelvesen, so würdell
di ^frmlzöstfchelr Heere ilr Siiddelltsch^
land eillgebrochen seiil lind durch die
militärische Besetzling ulld Verivli
stliNg des Lmldes lhätte die geplmlte
Alchhullgerung nicht verhiildert wer
'den köllNen. Delltschlälld wäre lill
ter dell von: Ostell lilld Westeil ge
führten- Streichen.. zllsamnlellgebro
chen.
Geilau ill der g'leichen Wei'se 'inilß
jetzt für die zukiiilftige Sicherl^eit
Deiltfchlallds Sorge getragen werdeil.
Es hat sich gezeigt, daß die deutsch^
Grenze gegeil Nllßlaild ungeilügenv
geschützt ist
Ulld
es hat sich ettviesen,
daß- die Herrschaft über die Ostsee der.
deutschen Natioll werthvolle Hilfe ge
bracht hat. Aus diesem Gnlllde will
es uns scheilleu, daß die Eiuvevlei
bllng von.Klirlaild lind Livlaild drill
geild goboteil ist. Die Sozialisten
werdeil doch nicht behaliptell wollen,
daß hierdurch eiile unslMpathische
Bevölkerung zllgesührt wird. Das
Deiltschthuin ill dell Ostseeprovinzen
wartet auf die Stlillde der Erlösllllg
vom rnssischen Joche. F^eriler ist er
sichtlich, daß Delltschlaild deil See
haiidel, den es zur Erilährung seiller
Bevölkerllllg driilgend braucht, nlir
betreiben kailll, wellil es deil engli
scheil Kanal kontrolliren kalln, so daß
'Elrgilalld dort ilicht die ausschließliche
Herrschast besitzt. Denlilach lllüssen
solche Allnexioneil vorgenonlinep
werdeil, die Delitschlaild ilach diesel!
Seite hin sicher siellell.
Feriler hat es sich gezeigt, daß die
Allfgabe von Belfort in den Frie
deilsunterhandlnngen iir Versailles
Ellde Januar 1871 uild die Verle
giulg der Grenze zlvischen Frailkreich
und Deutschland auf deil Kaninl der
Vogesen eiil. FehZler war, der verlies
sert werden muß. Das Loch vqil Bel
fort, über desseil Allfgabe seitens Bis
lllarcks der alte Moltke seillerzeit
gallz außer sich war, uluß verstopft
werdell. Die lleue Grenze liluß
läilgs der Maashöheil lausell.^ Ver
dlin, Toul, Nanzy und Belfort nlüs
seil in deiltschen Besitz kmumen, uin
die Westgreuze gegeil, frmlzösische All
griffe sicher zu stelleii. Das sind keine
E S
ch st ll gegeil, künftige
Angriffe voll. Osten iiild Westen uild
über See seitens Englands. Wer den
Zweck will, lnttlß auch die Mittel wol
leil. Welill 'Deutschlalld eiller Wie
derholiiiig des Krieges vorbeugeil,
sich gegeil niederträchtige Allgriffe in
Zllkllnft schützen will, 'danil lnliß es,
wenil die Zeit gekoinmeil ist, die er
forderlickien 'Garantien zli schaffen,
st zu ifen.
Mit
sentimen­
talen Ettvässliilgen ist das .Ziel nicht
zu erreicheil. Gegen deil Vorlvurf,
es sei allsgezogell, ^iin Eroberungen
Zll lnachen, brailcht. Delltschland sich
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Z'!-".-»jZKi
^^l!?-f-» ».»' 4,-
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uicht zu vertheidigell, denn wer nicht
absichÜich die Dinge mif deil Kops
stellt, weiß, daß das nicht der Fall
ist. Deutschlands Feillde siild ausge
zogen, ullr Eroberullgeil zil lnächM,
sie haben sich llicht eimna'l die Miühe
gegebell, das in 'Abrede zil stelüin.
Eroberullgs'kriege siild Angriffskrie
ge, und DeutschlmrÄ silhrt diesen
Krieg als VertheiLigungskrieg. Und
eben weil man ilM den Krieg ausge
zlvungen hat, muß es darauf bedacht
sein, sich gegen eine Wiederholung
sicher zu stellen. Für einen Frieden,
der diese Sicherheit gewährt, ist
Delltschland joden Tag- zu habeil, für
einen anderen llicht. Unter keinen
Ulllftänden. /Die Ereignisse, die zu
dem gegellwärtigen Kriege geführt
haben, sollten auch den. „Vorwärts"
darüber belehrt haibeil, daß es für
Deutschlalld nur eine sichere Friedens
büvgschaft gibt: eine Machtstellung,
die kein Feilid anzugreifen wagt, al
les aildere ist Phrase, Clsimäre. Ulld
mit dieser Machtstellung mußDeutsch
land aus dem gegenwärtigen Kriege
hervorgehell, sollst stlld die gewalti
gen Opfer, die er der Nation auf
erlegt, vergebens gebracht. Und
wenn 'diese Machtstellullg nicht an
ders geschasfell werden kanlr als dllrch
einell Friedell, der auf Grund von
Gebietserweiterungen geschlossen
wird, dallll wird er eben aiif dieser
Grulldlage geschlossen werden müs
sen. Eillerlei, ob es den Abgeordlle
ten Liebknecht, Brmlll ulld anderen
illterilationalen Schwärmern gefällt
oder llicht. Dem deutfchen Volke in
feilier Gesammtheit wird es scholl ge
fallen. Und darauf allein komint
es an!
Politische und unpolitische
Randglossen.
Delltschland soll sich zlnn Frie
densschlilß mit Ehren bereit erklären.
'Als ob es je etivas Anderes gethan
hätti^.
Die Delitschell solleil llelle
Kriegsschisfe bauen. Ter Ersatz wird
ihnell jedeil'falls leichter fallen, als
den Britell.
Die britische Ailtivort alis uilse
re Protesinote ist ullvollstäildig: es
fehlt ill i^hr die Forderuilg llnl soforti
ge Abbitte!
Siebzehn Anlerikaller werden
ill England „zlir Unterfuchiiug" sest
gehalten. Alles lllir ans aufrichtiger
Freundschaft! z!
—^^Die Alliirteil wollen sich iili We
steil reo a ll ll. Jill. Ge
fchäftslebelr betrachtet lnan derartige
Neorgallifatiollell als verschleierte
Ballkerotterklärung.
Die rlliliällischeil Reserveil siild
bis alls Weiteres eiltlassell.wordeil.
Uild gleichzeitig sinkt der Mrs ,)ill
W
Jn Niimänien und Griecheilland
ist lirplötzlich das KriegSfieber ge
schwllnden. Eine Klir durch An
schauliilgsllnterricht!
Der Bierliiler „Vorivärts" wird
schllell geillig erfahreil, daß das dellt
sche Volk llicht gewillt ist, dllrck /Drll
ckerschlnärze verderbeil zil lassell, Nxls
nlit Ströineir deutscheil. Blutes er
kämpft worden ist.
Die Aktieil der Dil Pont'schen
Pulverwerke siiid infolge der K'riegs
lieferullgen aus 700 ge'stiegell. Eine
Belohllilllg für „echte Ätellschlichkeit!"
Hllerta wird besGlldigt, „eine
Verschlvöruiigl gegeil eiile befrellndete
Macht" angezettelt zll lzabeil. Ja,
aber wer vertritt diese „Macht"?
-Der Behmiptnilg des „Vor­
wärts", er vertrete die gefaniinte so
zialistisck)e Partei, widerspricht nie
maild energischer, als die Sozialde
mokrateil selbst. Uild die solltenS doch
Bei Nawarusko hätte denl Mi
litärattachee der Berliiler aillerikani
schcil Botschaft eine rilssische Kllgel
beinahe das LebeilSlicht ausgMasell.
Eille rilssische Kugel? Vielleicht war's
ein Grilß mis der Heimath
Deiitsche Ageuten solleil versll-
chen, iill Osteii eiileil Hafeilarbeiter
streik zll iuszrnireil, zlir Lahnllegullg
des Tralsatlailtisck)eil Haildels. Nicht
W a a
N' 1 seu, kallil eiiles Gedailkens
Vater seiil!
Von all den Eiltschuldigllilgeil,
die die Feiude DeiltschlaiidS iir dieseiii
Kriege 'für ihre ^iiederlageil gelteild
nlacheil, ist die des Großfürfteil Niko
lajeivitch der die Allfgabe Leiiibergs
I N a O
ileniit, wohl die geliiiigeilsti.. Die
Aeußeruilg verdient, als geflügeltes
Wort für alle Zeite.n erhalten zu
bleibeil..
Uiifere probritifchen ZeitililWl,
das silld unsere Geldsackzeitliiigen, ha
ben die deutscheii Sozialdeiiiokraten
auf eiiiiilal iii ihr .^'rz geschlosseii.
Diese Viiiidesbrüderschast sollte den
Sozis drübeii Zli denkeii gebeii, falls

.. 'V»
S.^
Der Oemotrat, Davenport, Jowa^
sie die Thatsache iioch ilicht ziiiil Nach
denkeit gebracht hat, daß die eilgli
schen Und srailzösischeil Geiiosseil von
allen „Friedensversanlniluilgen"
osteiitativ serilbleiben.
Die Niäililer, welclze durch deil
Wiederausball des zerstörten San
Francisco die Welt schoil eiilmal ill
Erstallneil. gesetzt habeil, plailen au
geilscheiulich eiile lleue lleberraschullg.
Der Nechiluugsäuslveis über die Aus
stelliing. hat solveit eiil Plus von
!i 1,000 ergebeil. Dabei hat der
Freiudeubesuch iioch gariiicht eiiige
setzt. Eine Aiisstelliing,. die nlit dein
Gegeiltheil voii eiiieni Deficit schließt,
ist unseres Wisse,ls iioch nicht dage
wesen.
Falls die Nüssen.auf galizisckMi
Boden noch Staiid halten, so ist es
doch nur der letzte Verzweiflungs
-kampf. Biillien weiligen Tageil wer
dell. die uilaufhaltsanl Vordringendell
Heere der Verbülldeten Galizieir. voii
den Russen gesäubert und dieselben
über ihre eigeiie Grenze zurückgetrie
ben haben. Dann steht der ail der
llördlichen Front operireilden deut
schen Armee der Marsch nach War
schau osfell, das von
Zivei
Heereil ail-
gegriffen, die Russen schwerlich wer
den behaupten könilen. Mit dem
reichstell. Dheil Polens in deutschein
Besitz, Riga iil .ssurlaild iin Bereich
des Erriligeiis iiiid Bessarabieil den
österreichischeil Trilppen offeii, da
sollte selbst den riissischeilMvcljthabern
die Erkenntiiiß däiiMieril, daß Ruß
lalld besiegt ist. ..
Kmlin silld die Jillporteilre fort
von Wafhiligton, da melden sich alich
scholl die Bauinwollpflanzer aus dem
Süden
Uild
die Fleischpökler,
unl
deil.
Präfldenten daran zu erinnern, in
welch' fchaillloser Weise die Eilgläiider
uilsern Halidel ve: gewaltigen. Zu
deil Bailiilwollpflanzern werden sich
bald die Weizensarmer des Westeils
geselleil,. sobald sie ihren Erntesegen
eiilgebracht habeii. Thatsächlich ist
das ganze Laild zoriientslainnlt über
die ellglische Willkür, illlr der Präsi
dent bleibt augenscheiillich kühl bis
ails Herz hinail. Unsern Finanz-
ulld
Eisenköiligen wird gestattet, zn
ihren Millioiieil neiie hinzuzlifiigen
und weilll darüber anch daK Lan'd zu
Gnlndei'geht^'! Etliche wellige Ge
schöß-
Ulld
'Gewehrfabrikeil arbeiteil
Uelierzekt Alld hliiidert aildere Fabri
ken avbÄten halbe Zeit -oder garnicht
Der Südell' darbt illmitteil der Fülle
Ulld im-'WesteN wird es llach eiilge
brachter Ernte ilicht anders seiil. .Aber
wenii dM chiierikanische Volk gegen
eilglische!^Vergeivllltiglll^^ geilleiilsflill
niöbil illä^t/ däinl wird aüch
A
lli'lsern
Pröbritischeil Zeitilngeil initsamnltder
Washingj^oiier Negierinlg der betanil
te Seifeilsieder aufgeheil i.lild sie dürf
tell ihre Allsicht Äber ll.iisere Haichels
rechte uild ihre Aliffassililg voii lvirk
licher Neiltralität stark korrigiren.
Dieser Uillschivullg in der Gesiniluilg
kaiUl beschleiniigt werdei., lvenil in
allen 'Stiidten des Landes Protestver
sanlml'ilngeil abgehalteil' llx^rdeil, lvie
es vergailgene Woche iil Nelv ?)ork
der J^ll gelveseil ist uild iil nilserer
Stadt auch geschehen sollte.
Niederschlesien, aus dem Groß-Bliun
berger Revier bei Grüneberg, koinnl!
die Nachricht, daß dort eine Morchel
im Geivlcht von 400 Grainin gestin
den ivorden ist. Dies Exemplar ist
aber keinesivegs ein Rekord, vielinchr
sind öesoi^ders in den inorchelrsichen.
Gegenden des brandenburgischen.
Waldes schon Nzeit größere Exemplare
gefunden ilnd auf den Berliner Markt
gebracht worden. Eine der größten
Morcheln, die in den letzten Jahren
gefunden, war ein 22 Pfund fchive
res Exemplar, die bei Obrawalde im
Vobelwitzer Walde bei Betsche in der
Provinz Posen geivachsen ivar. Der
Riesenpilz hakte einen Durchinesser
von 24 Zentiinetern. Er ivar voll
koinmen gesund, so daß er als Win
tervorrat eingekocht iverden konnte.
Die leichten Waldböden der Seenge
gend östlich von Meseritz iind Schwie
dus sind Morchelböden ersten Ran
ges. Dasselbe gilt von den Forsten
um Lieberose (Kreis Lnbben), voii
ivo alljährlich große Meiigen Mor
cheln zilm Versand kominen. Sehr
große Morcheln ivurden auch in der
Gegend von Neu Ruppin, Lindolv,
Gransee und Rheinsberg gefilnden.
Nach älteren Aufzeichnungen handelte
es sich bei einein in der Gegend von
Rheinsberz gemachten Funde uin eine
Morchel, die sogar Pfund schiver
war. Jahreszeit und Witterung spie
len beiin Wachstuin der Morchel eine
erhebliche Rolle. Schlechtes Wetter,
insbesondere kalte Nächte, bringen
das Wachstuin sehr ins Stocken, ja
bisiveilen äanz zuin Aufhören.
I a 1 0 0
Tagesverdienst eiiles Kehrichtsamlil«
lers auf P2 berechnet.
chen haben einen Durchnlesser von
nur 0.0008 Millilneter.
A a a
die Eltern 3 bis 4 Jahre, für Gatten
das ganze Leben Trauer.
Noch nach den Befreiungskrie
gen hatten Schiveden und Ainerika
kigene Postämter in Hainbiirg.
E a -B a
lönnte lin Lause eines Tages 1600
Billionen Nachkolnl?ien haben.
1°«^ OUO
Zu beziehen durch
Haben Sie je mit Gas gebacken.
Sie können die Hitze Ihres Ofens genau regulieren.
Ihr Brot wird gleichmiißig gebacken, an den Seiten sowie unten.
Unsere Auswahl von Gas-Herden ist vollständig, alle Größen, um
allen Anforderuli gen gerecht zn werden und zu Preisen, welche einem
jeden Geldbeutel passen. Wir laden Sie zur Besichtigung unserer
Waaren ein.
....
I.. ....^
westU 3. Straße Phone Dav. 840«
Vermißten und Gefangenen
Ueberschutz für die Deutsch-Oefterreich-Ungarische
Mlfsgesellschaft.
Doninl^tn!,, l. ^„li
IZe, per Post I^7e.
Wir haben jetzt ans Lager alle voNftändigen Liften von der ersten
Nnmmer an bis jetzt, die vom Kriegs-Department heransgegeben wor
den sind. Diese Liften sind in zwanzig (20) Banden znsammengeftellt.
Jeder Band koftet 15e per Copie in dieser Osfiee, oder 17e per Post.
Alle 14 Tage werden neue Liften herausgegeben. Beftellnngen sür zn
tünstige Nummern werden jetzt entgegengenommen.
Der Demokrat
^7'-^ 't?
vom
Davenport, Iowa.
KW

Hera«Sgeber: H. Lischer Printing Co.

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