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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, August 25, 1915, Image 4

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sen sind, sind zu richt«,
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MUlsa Ztree!, !ev Vvili Qhs.
Professor Tloa«»'»
tounderb«lrer S,rfsatz
"kir kiii^ Mö KelitsZÜt/'
ist ebenfalls fertig, und der
folgenden Woche dürft« dt« rus
sisch« Gensatton
"lke toliPlszcx^
Awn Versand komme».
DaS nächste sind dann die bei
den Artikel von Rudolf Tro
»au:
-A« ve »tdiri «V »f
tgiepsuiviotk"
«n»
"kszdli^. vtrv^er »f lilÜm"
Kon den bisher zum Versand
gelangten Broschüren von Pro
fessor Bur geh und Professor
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Exemplare gu haben.
Tn Porto sind den Bestellung
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entS für die Artikel von Prof.
Bürgest und Sloan^ Cents für
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den Artikel von Professor Sche
vill. Die Raten für die illiri
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Der Deutfch-Amerlkllnische
Literarische verteidig»»»».
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Bier Proizent Zinsen bezahlt
au Depositen.
Aangt jeht ein Baukduch an, später
wird eS niitzUch sei«.
WNWi^ßKUDWW
Der Deinskrat
Searü»,d't
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ot tk» postosslo» »t l»V«Ns»«Nt
söoonit VI»»»
De» .^TitiUchr De»-«»«''. ?ws»tt«KIti
t«:mtael!^uSgaSe, sechs Zwmoiern tede Wochü,
»N» a» die Abonnenten in diese» Stölzl sür
VS et«t» wöchentlich oder Kü.cX) «Shrltch »ei
kkraxtzahlung frei abaeltefert
««u t.rr Holt uuSeryalb ver Stadl, --.al» ir
«rn» einem Postamt in den Ver. Staaten ka.
»-«da oder M-rico, »L.ov iätzriich liei V»rauK
««.tzlUNS.
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««q jidem Postaoit !n den Vcr. Staate,^ tost?«
lä^cliiK 51.00 tei Borauszahiu«g
ver „^«»«öchrulltSc Demvtrs«", .ur^ tu
'st ikinerhnll! der V'r. Staaten und durch
trStier t» der Stadt LS 50, bei Pvrauszahlun«
5?i.0tl! lMch EllNtlda ?3.Kl und nach kuropo
«t.S0 per 5wbr bei PorauSzaÄuRü^
Im: «WSchentliche Demotrat", in zwei Td?
Mtitwvchs und Sonnabends, kostet inner
»»I» der «er. Staaten tzS.ov, nach Tanada unl
»ach Europa Z3.60 jüirlich »ei PorauS^atlu««
Ist eö schon Wahnsinn, hat er doch
Methode.
Glicht nur in den Per. Ztaateu, lu
alle neutralen Ländern hat dac'
perfide Albion sich seit vielen Hahreii
hervorragende Zeitungen dienstbar ge
niacht, ivelche in jeder Bezieluing die
britischen Interessen vertreten und
die Gegner und Feinde (^'nglands
verungliinpsen. In Holland hat es
sich die Dienste de-^ in Ninsterdain er
scheinenden „Telegraf" gesichert, ivel
cher im Auftrage des britischen auc'
tr'ärtigen Aintes seit Beginii dee.'ikrie
ges die unglaublichsten He^-!lügen er
funden und verbreitet hat. Die neueste
Hehlüge dieses im Dienste Sir Greii's
stehenden Blattes grenzt aber liahezu
an Wahnsinn. Die Leser mögen selbst
urtheilen. Die herübergeiabelte De
pesche lautet:
A a 2 3
Aug. Ehe der Reichstag ain vergan
genen Donnerstag zu seiner Session
zusalniuentrat, berief der deutsche
Reichskanzler Dr. von Bethinann
Hollweg eine geheiine Konferenz von
Ministern, politischen Fiihrern und
einflußreichen Journalisten, u,n mit
ihnen die politische Lage zu erörtern.
So lautet eine in der gestrigen Ausga
be de5 „Telegraaf" enthaltene Nach
richt. Wörtlich beiszt es in der De
pesche weiter: „Karl .Helsferich, der
deutsche Schatzamtssekretär, setzte «110
einander, das die neue Kriege^anleihe
die finanziellen Hiilfeguelleu des Rei
ches vollständig erschöpfen würde und
die Verinehrung der SchajzaintSscheine
sicher einen Bankerott zur Folge haben
würde. Deshalb drang Dr. Helferich
darauf, daß es nöthig sei, sofort Un
terhandlungen auzuknii.pfen, uln den
Frieden vorzubereiten."
Reichskanzler von Bethmann-Holl
weg erklärte, daß die Schwierigkeiten,
denen da-? Reich gegenüber stünde, sich
inehrteu, uud ertheilte seinen Hörern
den Iiath, ihren Einslusz gelteiid zu
niacheii, daß die kriegerischen Neigun
gen und die Expansionspolitik im
Reichstage und im Lande'abgeschwächt,
und Friedenovorschläge vorbereitet
würden, die den zu der Entente gehö
renden ?.^(ächten annehinbar wären.
Dr. Bernhard Derndurgs Bericht
'-ier. Staaten und anderen neutralen
Ländern inachte auf alle, die der Kon
ferenz beiwohnten, einen tiefen Ein
druck.
Der frühere Chef des Generalstabes,
Gieueral von Moltke, erklärte, daß er
mit deni 5ianzler übereinstiinine, und
siigte hinzu, daß niir diejenigen, ivel
che die Lage nicht ganz verstehen, auf
die Möglichkeit einer vollständigen rus
sische» Niederlage hoffen könnten.
Trotz dieser Erklärungen weigerten
sich die Anwesenden, eine Resolution
anzunehinen, die eine Mäszigiing iii
der Haltiing des Reichstags vorschlägt,
worauf der 5tanzler erklärte, daß wenn
die Majorität des Reichstags eine un
versöhnlich chauvinistische Stellung ein
nehinen sollte, er, der Kanzler, ge
zlvnngeii iväre, zii resiiiiren, iveil er
'ür Deiitschlands Unglück teine Ver
antwortnng übernehineii köniite."
Eine solche Nachricht in die Welt zu
setzeu und zu erwarten, daß sie Glau
ben findet, das grenzt doch an Wahn
sinn. Geioißl Was aber die briti
scheii Auftraggeber des Ainsterdainer
Telegraaf" anbetrifft, hat derWahn
sinn Methode.
Englaiid befindet sich in Geld
nöthen, in sehr großen sogar, wie ivir
in unserem Artikel ain letzten Sonn
tage nachgewiesen haben.
Der Wechselturs des britischenPsund
Sterliiig ist iin Sinken, der der deilt
schen ReichSniart im Steigen. Groß
britannien nmß Geld haben. Aiigen
blictlich versiicht es, in Neiv Uork eine
Anleihe von Tausend Millioiien Dol
lars, so viel !vie Fraiilreich 1871
Kriegsentschädigung an Deiitschland
zahlte, anfziiiiehmeii.
Die .^rieg?lage ist aber für
die Alliirten so schlecht, wie sie nilr
sein kaiin. Der völlige Zusainmeii
briich der riissischeu Arinee ist in eini
gen Tagen zii erwarten. Sie ist jetzt
schon für diesen Krieg fo gilt ivie aus
geschaltet. Bon dein Gelingen der
Piiiupversuche Euglauds kann iinge
hener viel abhäiigeii.
Iii deni Augenblick iiuii iniiß sich der
Staatssekretär des deutscheii ReichS
schatzanits iii seiiier Reichstagsrede am
über das Fiasko seiner Mission in den ferner den Vorschlag, daß die aineri-
letzten t^rtilage dazu versteigeii. zu's^, großes Recht, berücksichtigt zu wer-
'?5M'
MHGNMOKWAÄ'MA
?ÄMHWV-ASWWNN AZMW
verkündeii. daß die Last der Tauseiide
voii Millionen, die dac' deiilsche Volk
für den Krieg aufgebracht habe, iind
lioch aufbringen luüsse, nicht von ihm
uud der kommenden Generation dau
ernd getragen lr^erden irmrde, sondern
von denen, die den Krieg angestiftet
hätte,». Uiid die Kriegslage ist so, daß
anzunehmen ist, Deutschland irverde
diese Ankündigilng ivahr zu niacheu
verinögen.
Würde nian nun hier in Ainerika
oder soiist irgendivo geneigt sein, Groß
britannien viel Gold zu halblriegs er
schwinglichen Bedingungen zii leihen,
ivenn die Aussicht droht, daß tauseude
von Nl'illionen beiin Friedeiisschliiß den
Anleihe Verpflichtuiigen voraugestellt
iverdeii köniien? Wer hält eine sege
nannte erste Hypothek Mr gut, wenn
die Möglichkeit besteht, daß sie, ohne
daß er's hindern kann, auf deii vier
ten, fi'.nften Platz zurückgedrängt wird
und die vorne eingeschobenen jede Ver
zinsungs- uud Rückzahluiigsinöglichkeit
aufzehren? Niemandl
Deshalb luußte ein kalter Wasser
strahl auf die kühne Behauptuug des
deutschen Schatzaintssekretärs gerichtet
werden, deshalb uinßte der Aiuster
daiuer „Telegraaf" die ungeheure Lü
ge in die Welt hiimusposaunen, daß
der deutsche Schatzamtösekretär die
deiltschen volkowirthschaftlichen, Adie
deiltscheii volksivirihschaftlicheii Au
toritäieii, die dentscheii Strate
gen, der deutsche Reichskanzler,
alle, aber auch alle, dariiber
klar seieu, daß Deutschland finanziell
völlig znsaniiiiengebrochen sei und deu
Krieg uicht inehr lange werde fortfüh
ren können. Ganz ini Geheiinen hät
ten sie sich'o eingestaiiden.
Aber dem holländischen Blatt iin
britischen Solde, dem Amsterdainer
„Telegraas" ist es gelungen, das Ge
heiiuniß zu entdeckeu uud es der Welt
zu verküiiden. Waruin beauftragte
die Londoner Regierung den „Tele
graaf" diese an Wahnsinn greuzeiide
Lüge in die Welt zu setzen? Dainit
diese sie glanbe und England das ibin
so sehr nothwendige Geld pninpe. Iliio
köniit Ihr das Geld ruhig leihen, da
init ivir durchhalten können. Deiitsch
land pfeift aiif deni letzten Loch. IlnS
inüßt Ibr Euer Geld leihen, sonst
inögt Ihr aiich lioch das verlieren, irm?
Ihr uiis schoii gelieheu habt.
Eo ist Methode in dein Wahnsinn,
der voin „Telegraaf" verbreiteten Lü
ge. Wird die amerikanische Hochfinanz
auf diese echt britische Methode hinein
fallen?
Ein vernünftiger Vorschlag Bryan's.
Win. Jennings Bryan, der frühere
Staatssekretär, hat am Sonntag eine
von ihln -untdtzöichMte^E^kkätikng^?'^
lassen, die in den Montagsausgaben
der llhicagoer Blätter veröffentlicht
wurde. Er stellt sich darin auf den
Standpunkt, daß ainerikanische Bürger
nicht das Recht hätten, ihre Regierung
dadurch inUnannehinlichkeiten zu briii
gen, daß sie auf englischen Dampfern
die Reise nach und von England ma
chen und sich so der Gefahr aussetzen,
lnii den Schiffen unterziigehen, falls
diese von deutschen Tauchbooten ange
griffen würden. Herr Vryau machte
kaitische Presse, anstatt ^den 5lrieg lint
Deutschland zu verlangen oder ein Em
bargo aiif die Waffenausfuhr nach
England, darauf bestehen sollte, daß
ainerikainsche Bürger daran gehindert
würden, auf englischen Schiffen Pas
sage zu belegen oder daß Schiffe, atlf
denen sich Amerikaner befänden, keine
Mniiition führen dürften. Die Er
klärung hat folgenden Wortlaut:
„Ich habe die editoriellen Ansichten
bezüglich der Versenkung der „Arabic"
gelesen, aber sie fcheinen die Hauptfra
ge zu verineiden.
Tie wirkliche Frage ist nicht, ob
amerikanische Bürger unter den Satz
ungen des Völkerrechts das Recht ha
ben, auf Schiffen der kriegführenden
Nationen zu reiseu. Das wird zrige
gebeu.
„Tie Frage ist, ob ainerikanische
Bürger ihre Beqnemlichk«t und so
gar ihre eigenen Rechte über das
Wohlergehen des Landes setzen dür
fen.
„Wenn amerikanische Bürger sich
weigern, sich uin ihre eigene Sicher
heit zu küiniiiern, oder uni die Sicher
heit der Nation, dann erhebt sich eine
zlveite Frage, nmnlich, ob ein paar
Personen das Recht haben sollen, das
ganze Land in den Krieg zu ziehen.
„Unsere Regierung hat einen Pro
test eingelegt, und der von der Regier
ung vertretene Standpunkt wird durch
viele Präzedenzfälle ausrecht erhalten,
aber daß heiszt nicht nethwendigerwei
fe, daß ivir deshalb Krieg haben müs
sen. Die Diploinatie hat ihre Arbeit
iioch nicht abgeschlesseii, u. selbst wenn
diploinatische Beinühuugen fehlschla
gen, können wir noch zu den Schieds
gerichtsverträgen Ziislucht nehinen.
„Wenn die Schiedsgerichtsverträge
auch fehlschlageii, dann haben wir noch
iininer die Wahl zwischen dein Eintritt
in den .strieg uud der Aufschiebung der
Erledigiing der schwebenden Fragen bis
nach dein Friedensschluß.
„Inzwischen ist es gnt, ir-enn inan
an die Tausende, vielleicht .Huuderttau
sende denkt, die geopfert werdeii inüf
sen, wenn !vir iii diesen Krieg gezerrt
werden. Diese Männer haben eiii eben
Der Demokrat, Dnvttchort, Iowa
den, als die lr'enigen, die dadiirch, daß^
sie sich absichtlich uunöthigeu Gesahreii
ansfetzeii, auch ihr Land in Gefahr
bringen.
„Es ist Zeit, daß die uniieutrale
Presse ihre Borurtheile zur Seite legt
und vereint init dein Präsidenten hilft,
den Frieden zii erhalten.
„Probritische Zeitungen besteheii auf
deni Kriege init Deutschland und pro
deutsche Zeitungen bestehen aiif einein
Wasfeiiausfuhrverbot. Wenn beide
vereint auf die Ergreifung voii Maß
iiahinen dringen wollten, durch die
aiiierikanische Bürger verhindert ver
den können, auf Schiffen der Krieg
führenden ?latioiieii diirch die Gesahr
zone zu reiseu und die anierikanische
Passagierschiffe voin MunitioiiStranS
port ausschließen wenn sie dies
thuu wollten, daiin würden sie dazu
beitragen, den Krieg zu verhindern
und für uusere Nation die überaus
Iverthvolle Gelegeiiheit erluöglicheu,
wenn die Zeit für den Frieden
kommt, als Friedensstifter zii fuu
gireu.
Politische und unpolitische
Randglossen.:
Eiigland schickt jetzt die Italie­
ner als Kanoiienfntter nach den Tar
danelleii. Es iveiß ivaritin?
„Wenii nicht bald etwas Ent-
fcheideiides in den Dardanellen pas
sirt, sind ivir verloreii," klagt eiii Lon
doner Korrespondent. Daruui!
Was jvobl die italienischen Poli
tiker pro.siopf erhalten, die sie auf Be
fehl Englaiids nach den Dardaiiellen
sendeii, um dort „ziiin Ruhni" Groß
britanniens abgeschlachtet zu iverdeu?
sicherlich erivarten köiinen, daß Italien
eiiie bessere Ausrede für die.^»riegser
klärung aii die Türkei hätte finden
sollen.
Unsere Aiislandpolitik iveist trotz
des griininen Ernstes erfrifchendeii Hii
inor anf. Wir protestiren energisch
gegen Englands Willkür, wollen aber
Deiitschland Krieg erklären, iini iins
England init Leib und Seele aiizu
schließen.
Sekretär Daniels hat neuerdings
die „Zensur" über die drahtlose Sta
tion ii^ Sayville bedentend verschärft
—auf ^Aiirathen. eines der fchlininisten
Hetzblätter iin Lande, des ..Providence
Journal".
.McrHlti^in Mtzx^.slNfprache an dasPar
lainent einen großen Tbeil der deut
schen Flotte vernichtet. Für diese
Großthat sollte er zuin riissischenGroß
admiral ernannt werden."
Betreffs des großeii Seesieges
der Russen in der Bucht von Riga sag
ten wir.gestern, daß der Be,richt der
deutschen Adtiiiralität abzilivarten sei.
Das ist nicht inehr nöthig. Es
ist bereits festgestellt, daß dieser große
S E
duug des Präsidenten der russischen
Dnina war.
Wird dies Land es den Schreib
knechten, die die britische Regiernng in
New Uork beschäftigt, jenial^s verzeihen
können, daß sie eine ganz unsinnige
nnd höchst verderbliche Zwietracht un
ter Bürgern Ainerikas gesäet-haben?
sagt sehr richtig das „Deutsche Jour
nal" in Neiv Uork.
Man hört fast niir ausschließlich
von der Thätigkeit der dentschen Tauch
boote iir der sogenannteii Kriegszone,
lieber das Treiben britischer Untersee
boote wird nichts berichtet, obwohl es
bekannt, daß England seiiie ohnehin
starke Tauchboötflotte seit Beginn des
Krieges erheblich verinehrt hat. Wäre
es nicht rathsain, sich iiber die recht
nit)steriöse Thätigkeit dieser britischen
Kriegsfahrzeuge Geivißheit zu ver
schaffen?
Die Probriten driicken die Note
des Präsidenten ab, die er nach Ver
senkiilig der „Lusitauia" an Deutsch
laiid gerichtet hat. Daniit sollen alle
voii deutscher Seite koinmenden Ein
ivendnngen ziim Schlveigen gebracht
werden. Nach provritischer Auffassung
ist der Präsident in seiner Auffassung
des Völkerreclsts oberste iiiid unfehlbare
Alltorität. Der deiitschen Regiernng
ivill das iücht einleuchteil iind Solchen,
die nicht Prebriten sind, wird es nicht
anders gehen.
.—Die Engländer schickten vor Kiir
zein große Verstärkiingen nach den
Dardaiiellen, iiiit denen aber ebenfalls
nichts ausgerichtet iverdeu konnte, da
die Türken ein großes Heer zur Stelle
brachten. In derselben Weise werden
die vielen Taufende, die Italien jetzt
vor 5»0listantiiiopel fchickeii ^ill, sich als
liichts niehr als Kaiionenfutter erwei
sen. Die Türkei ist näinlich in der
Lage, fast ihre ganze .Heeresinacht, die
sich jetzt aus inehr als eine Million
belaiifen innß, an den Dardanellen zn
koiizentriren. Dadurch loird sie un
icherivindlich.^
»»M5^W
Für das viele Geld', daS Eng- wird, er habe vor Ausbruch des
land dafür bezahlen muß, hätte es deutsch-französischen Krieges 1870—
Der Präsident der russischen Dn-
Die Neu.' Aorker prdbritischeii
Zeitilligeii schreieu nach Beriistorffs
Entferiiiing. Sie klagen den deutschen
Botschafter an, daß er das deutsche Vo
tuin gegen unsere Regieruug mobil
niache. Als Beweis führeu sie die
Enthüllungen der „World" an. lvoirach
das „Fatherland" eiiie Subveutiou
durch Berinittluiig der Botschaft erhal
ten habe. Dr tvahre Beweis besteht
dariu, daß die Probiten lügen. Er
sichtlich ist, daß nur eiue sehr geriuge
Suiuine für diesen Zweck Verivendet
worden ist uiid nicht dazu, um das
deutsche Votulu zu beeiuflufseii (das
überhaiipt Zkiemaud in seiner Tasche
trägt), sondern uin die geineiueil Ver
läumdungen der probritischen Presse
über Deutschlaud richtig zu stellen.
Nur cine Legende.
Graf eines
Zeppelins Vorerkundung
KriegSschnnPlatzeS.
Vor kurzem hat der Münchener
Schriftsteller Dr. Ad. Saager ein
unterhaltsames Buch herausgegeben:
„Zeppelin, der Mensch, der Käiupfer,
der Sieger. Bunte Bilder von gestern
und heute." Es enthält Anetdotischis,
Abenteuerliches, Heldenhaftes, Cha
rakteristisches für Zeppelins Persoi
und fein Werk. Großes uiid Kleines
aus seiner Jugendzeit, BekaunieS
und Unbekanntes von seinen Schick
salen und Heldentaten in drei Feld
zügen: dein Nordainerikanischen Äiir^
gerkrieg, dem 6Ler und 7Ver Krieg,
von seinem Hoffen und Känipfen für
sein Lebenswerk, seliieu Mißerfolgen
und Mißhellig'eitcu, seinen Siegen
und Triumphen als deutscher Erfin
der und Boltsheld. Dabei ist tias
Mißgeschick unterlaufen, daß durch
die Aufnahme einer sogenannten
Anekdote dem Grafen nachgesagt
71 in Frankreich den lünftigen
Kriegsfchauplaß erkundet. Graf Zep
pelin sah sich infolgedessen Zu eii.er
Berichtigung geuiztigt. Er hat an den
Verleger des Bitches geschrieben: „Ich
rann iNi allgemeinen die aus diesein
Werk fprecheude freundliche Gestn
nuug anerkennen auch geben mir die
mancherlei kleir?rn Irrtümer keineii
Anlaß zur Berichtigung, eben weil
es sich dabei dein Charakter und
Zweck des Werkes entsprechend ineist
um Anekdoten handelt, bei denen der
Leser selbst unbediilgte Genauigleit
nicht erwartet.
Nur eine Stelle des Werkes, wel
che eine über das Anekdotenhafte hin
ansgehende biographifche Mitteiluiig
geben will, kann ich nicht unberichtig!
lassen. Es ist oieii die Stelle ails
Seite 47 des Werkes init der Ueber
schrift „Erkuudigungsfahrlen in
Frankreich"^ Darin wird behauptet,
daß ich in der Zeit zlvifchen dem
Friedensschluß von l-866 und dein
Ausbruch des Krieges 1870 die Aus
gabe übernoininen habe, inich init al
len wissenswerten Einzelheiten der
östlichen un^ süd!)stlichen Teile Frank
reichs bekannt zu inachen.
Diese Behauptung ist durchaus un
richtig, denn ich kann feststellen, daß
ich ln der Zeit zwischen 1866 und
1870 nur eiii einziges Mal in Frank
reich war, näinlich in der Begleitung
des Königs von Württeinberg als
dessen diensttuender Flügeladjutant
bei seineni Besuche der Weltausstel
lung 1867 ich habe inich dabei nur
wenige Tage in Frankreich und zlvar
uur in der Hauptstadt selbst aufge
halten. Auch zu irgendwelchen ande
ren Zeiten oder in anderen Läildern
habe ich derartige Dienste nie ge
leistet."
a
unerhörter russischer Barda-^ei
ist durch vier beeidigte Zeugenaussa
gen festgestellt worden: In der Ge
gend von Jednorozec wurde ain 15.
Juni 1913 ein schwerverwundeter
deutscher Soldat an deni Pfahl elneS
russischen Drahthindernisses init ei
nem Draht angebunden vorgefunden.
Das andere Ende des Drahtes var
ihm um den Leib gefchlungen und
vorn in der Höhe des Koppelfchlojses
zusammengedreht. Der Schwerver
wundete wurde aus seiner qualvollen
Lage von Kameraden, die das Ge
lände nach Verwundeten absuchten,
befreit uud nach dem veiitfchen Sil)üt
zengraben gebracht, wo er bald da
rauf starb.
I A a a
nur 8()l) verschiedene Wörter vorkom
inen, ill Goethes Schriften 10,000.
a a
aus dovppelhändiges Volk, sie gebrau
chen die rechte und liiiie Hand gleich.
Würmer verursachen viele Kinder
Kraukheiten.
Wiirmer, bei Taiisenden, berailbcn
das Kind der Ernähriing, verhinderii
sein Wachsen, verursachen Verstopfung,
Unverdaiiiing, Nervosität, irreguläreii
Appetit, iFeber uud inanchnial Kräin
pfe. „.^ickapoo Worin Kiellr" gibt für
diese Leiden .Hülfe. Ein Viertel biö
zn einein dieser aiigenehinen Candi)
!Z!!abletten. geiimninen laut Vorschrift,
tödtet und vertreibt die Würiner, re-1
gillirt Eurcß Kindes Mageii ilnd stellt^
Gesundheit nnd Lebenskraft ivieder!
her. Holt eine Origiiial L.'ic Schachtel
von Eiirein Apotheker. Bringt Eiires
Kindes Gestlndheit ilnd Zukiinft nicht
in Gefahr, Iveiin eili so sicheres! und
einfaches Heilinittel zu haben ist.
iA»S
ZVLK
(^0 one ^3)^, return Änötlier —no extra cost."^
vi6e ckvice ok lnost interesting routes, witli
Lplen6i6 Lteel trains at )^our service.
Vsrz^
1.0^ ?sr^ss kor Roun«!
?r!p
'Tourist dsr ?s?'t»es
k'ive
'We will Zive vvu illustrateä
Zescriptive literature anä lielp
plan a v^oriäertul anä an economical
vutinA, Live z^ou tull inkormatioTt
adout LÄikornia anä tlie
L^xpositions anä.^lc akter ever/
äetail ok z^our trip.
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