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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, October 28, 1915, Image 1

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219—221 4, Stt. Davellport, Ja.
Der Krirg.
Was das Centrum (die Haup't
nmcht a a l
jev 0 Morawas Docola erreicht
worden (49 Meilen pldlich von der
Donau) und östlich dieser Linie wur
den die FlüsseFesenitza und Raca i'iber
schritten. Die von Orsotva vordringen
den Truppen haben nahe Kladowa 12
schwere Geschiitze genommen.
Von der Ost.f 0 nt Slidlich von
der Abel Divinskbahn haben unsere
Truppen dist -rti^ssisch«T Stellungen -iu
der Gegend von Timschany auf einer
Front von 2 Km. durchstoßen. Sechs
Offiziere und 439 Mann wurden hier
gefangen, 1 Maschinengewehr und zwei
Miinenwerfer erbeutet. Diese Stel
lungen wurden trotz lviederholter rus
sischer Gegenangriffe behauptet. „Wr
räumten nur den Kirchhof von Szas
zaly, einen Km. nordöstlich von Gar
bunowka, während der Nacht."
Von der Armee des PrinzeiV Leo
pold ist nichts zu berichten. Armee-
Von der Westfront: Nach der
Explosion einer französischen Mine an
der Lille Arras Strasze entwickelte
sich ein unwichtiges Gefecht, das gün
stig für uns verlief.
ien, 27. Okt. (Via London.)
Der offizielle Bericht von gestern,
Nacht sagt: Südivestlich von Czartorysk
schlugen die austro ungarischen Trup
pen mehrere Angriffe russischer Scharf
schützen ab, nahmen 2 Offiziere und
!i99 Mann gefangen und erbeuteten
2 Maschinenkanonen. Zu beiden Stra
ßen nach Czartorysk von Nordlvest'en
lzer warfen deutsche Negiuienter den
Feind zurück. Die rilssischen Gesammt
verluste in diesem.Distrikt beliefen sich
an diesem Tage (dem 26.) auf vier
Offiziere, 1459 Mann und 19. Maschi
i,enkanonen. .V..
„Auf dem Doberdo Plateau wur
den gestern alle feindlichen Angriffe
auf unsere Brückenkopfstellungen von
Görz uud Tolmiiw bis Kren abge
schlagen. Auch verschiedene andere An
griffe schlugen fthl.
Am 21. bombardirte ein italieni
sche Flieger die Stadt Triest und
tödtete 3 Einwohner. Sein Besuch wur
de vou unseren Militärfliegern mit
einem Besuch in Venedig beantwortet.
Von der serbisch Front: Un
sere von Wisegrad vorrückenden Trup
pen trieben den 'Feind an .der Grenze
zurück. Die Arinee Kövesz, die im nord
westlichen Distrikt von Serbien operirt,
nähert sich den Stellungen von Ober
Kolllbara und Val/evo, welche von den
Serben vor unserer Kavallerie geräumt
wurden.
Austro ungarische Divisionen, die
von Obrenovatz südlich vorrückten, ent
rissen dem Feind nach hestigem Gefecht
die starken Bergstellungen südlich von
Lazarevatz, während deutsche Truppen
den Feind über den Arangelovna
Flus getrieben haben ui^d jetzt in To
pola und denHügeln östlich davon käm
pfen. Das ganze Bergland in der
Donaukrümniung öst lich der 5klissura
Enge ist größtentheils von allen feind
lichen Ä:uppen' gesäubert wjirden. W
Deutsche und ^^/stureu haben ihre Berbm-
!?dNtX'hergestellt,!
O
«yd der Durchmarsch K»nstanti«op«l ist
g«st
Minder wichtige Ereiguisse an den anderen Fronten.
2 7 O a
An der Donau östlich vou Birza Pa
lanka ist die direkte Verbindung zwi
schen den austro deutschen Streit
kräften inScrbien und der bulgarischen
A a
Patrouillen hergestellt worden.
An der westlichen Grenze ivurde Dob
rin (östlich von Wisegrad in Bosnien)
genommen. Die Armeen Köves und
Gallwitz haben den Feind aus allen
Stellungen vertrieben, wo er Stand.zu
halten versuchte.
gruppe Linsingen: Westlich vonCzar- Norden sind die Serben schon nahezu
iorysk ist unser Angriff bis zur Linie
Komaraow, den Kazenucha Höhen
und bis südöstlich von Miedawieze vor
geschritten.
'^i
Erfolge gegen HnlM^rg Li^ichtet.
'^'^solge gegen die Italiener —Die Londoner Umschau leeres Phra
MÄsS^engewäsch Und Schönfärberei auf Grund zweifelhafter Athener De
peschen Alliirte Iverden alle möglichen Truppen nach deni Balkan
werfen Haben aber an den anderen Fronten nichts übrig Weil
die Deutschen iiberall „zu aktiv" sind Grojzer britischer Transport
dampfer Marquette torpedirt Und 99 Mann ertrunken Der deut
sche Botschafter v. Wangenheini in Konstantinopel gcstorbei,.
-Fk
a st.
a 2 7 O S
haben unsere Aeroplane starkö feind
liche Patrouillen zuriickgetrieden und
zersprengt. In der^ Champagne ver
suchten die Deutschen gestern Nacht
einen neuen Angriff auf unsere Grä
ben bei La Courtine, der aber vollstän
dig fehlschlug. Am Rest der Front hat
sich nichts von Bedeutung ereignet.
König George, der Prinz von Wa
les, Präsident Poincaree und der franz.
Kriegsminister Ä!itterand besuchten ^ge
stern britische und französische Trup
pen au der Front und feindliche Gra
naten schlug in ihrer Nähe ein, wes
halb sie sich aus der Feuerlinie zuriick
zogen. Präsident Poincaree überreichte
dem Prinzen von Males das Kriegs
kreuz.
0 0 a
2 7 O N a
deutsche Armee, welche bei Orsova die
Donau überschritten hat, hat sich mit
den Bulgaren nahe Prahovo vereinigt
und die Centralniächte haben sich jetzt
den Weg durch daö nordöstliche Ser
bien und Bulgarien nach dem Aegäi
scheu Meer uud nachKonstantinopel ge
öffnet. Sie sind nun in der Lage, Ge
schütz und Munition per Fluß und
Eisenbahn an ihre bulgarischen und
türkischen Verbündeten zu senden, wel
che Dadurch bedeutend verstärkt werden.
Die Invasion der nördlichen Theile
Serbiens durch die Deutschen und Oest
reicher ninnnt ihren Fortgang, wäh
rend die Bulgaren starke Anstrengun
gen machen, weitere Strecken der Bel
grad Salonikibahn zu besetzen. Im
überwältigt, aber im Süden, wo Fran
zosen und Engländer an der Seite der
Serben kämpfen, haben die Bulgaren
keine so leichte Arbeit. Nach dem fran
zösischen „Sieg" bei Krivolak (wo die
Franzosen drei bulgarische Divisionen
mit einem Eigenvexlust von nur 19
Mann geivorfen habeir lvollen), waren
die Serben einer Athener Depesche
zufolge ini Stande, die wichtige
Eifenbahnkreuzllng Vele s, südlich
vou Ueski'lb, Iviederzunehmen, wo jetzt
eine große Schlacht im Gange sein
soll. Es wird hier argumentirt. da^
tvenn die Bulgaren im Süden inSchach
gehalten werden können, bis die jetzt
unterwegs liefindlichen anglo franzö
sischen Verstärkuugen eintreffen, Bul
garien das fo heiß erstrebte Mazedoni
en schließlich doch nicht erhalten werde.
Die Alliirten werden auch den Versuch
inachen, den Deutschen den Weg nach
der Türkei zu sperren und ihr großer
Angriff steht „anderstvo" zu erwarteu.
(Leere Phrasen.)
Die innere Lage Bulgariens, die als
erlöst berichtet wird, mag auch einen
Einfluß auf den'Feldzug ausüben. Zu
folge Athener Depeschen soll eine Mili
tärverschwörung gegen König Ferdi
nand entdeckt worden sein und deren
Führer seien standrechtlich erschossen
Ivorden. Viele Bulgaren sollen noch
„loyal gegen Nußland" sein und ab
geneigt, sich unter die Fahnen zu stel
len. Auch die Rumänen bekunden
einige Unruhe wegen der Unthätigkeit
ihrer Regierung und die Agitation zu
gunsten der Alliirten wird fortgesetzt,
wie „nichtoffizielle Berichte" von ein
flußreichen Führern verkimden.
Die Alliirten verlassen sich indessen
auf ihre eigenen Hülfsqnellen und be
reiten sich vor, so viele Truppen wie
möglich in die Wagschaale auf dem
Balkan zn Iverfen. Sie können indessen
die anderen Fronten nicht schwächen, da
a
aktiv sind. Au der Westfrout lvird
von beiden Seiten nnt wechselndem
Vortheil gekämpft, und gegen die Di
strikte Riga und Dwinsk setzen die
Deutscheu ihre Angriffe fort und haben
russische Stellungen an der Eisenbahn
nördlich von Dlvinsk dlirchbrochen. Sie
konnten indessen nicht allen gelvonne-
Äv'''-.' .:^ ''.
nen Boden behaupten, da die Russen sie doch ihren Boden zit behaupten.
...
Kleine Kriegsilachrichten.
a
a t) a t.
a 2 7 O
Baron Mumm von Schwarzenstein'
vom deutschen Ausw. Antt sprach heute
über die in New Jersey erfolgte Ver
haftung eines angeblichen deutschen
Leutnants Namens Robert Fay. Er
sagte, dem Ausw. Amt sei keine solch
Person bekannt, 'das Ausw. Amt hal^e
auch keine Geheimdienstabtheilung, wie
Fay ausgesagt haben soll und daß jeder
wirkliche deutsche Qssizier, der sich aus
zuweisen versuchte, den Namen seines
Regiments angeben würde, in dem er
bestallt sei und nicht.den eines Armee
korps, von dem ei. ZI. der Zeit versetzt
werden könne.
Baron Mumm lagte weiter, daß er
nichts Näheres über den Fay Fall
wisse und den Behauptungen des Man
nes keinen Glauben schenke, doch habe
er eine Untersuchung begonnen. W
a a A
2 7 O W
Asquith morgen wieder im Uuterhause
erscheint, iverden Anfragen an ihn ge
richtet werden, ob Meinungsaustausche
zwischen den Alliirten und Berlin über
die Möglichkeit eines baldigen Friedens
stattgefunden haben und ob dcrPremier
noch bei der Erklärung in seiner Guild
hall Rede bleibe, daß Großbritannien
sein Schwert nicht eher in die Scheide
stecken werde, als „bis die Freiheit
Europas gesichert" sei.
a a a
N 2 7 O A
Thayer von Cincinnati, der heute nnt
de mDampfer Frederick 8." von Ko
penhagen landete, behauptet, daß Ruß
land in den letzten drei Monaten mehr
als 3 Millionen japanischer Gewehre
nebst geni'vzendeo Munition für eine
lange Kampagne erhalten habe. Außer
dem seien 599 japanische Artillerieof
fiziere damit beschäftigt, die russischen
Artilleristen ini Gebrauch der neuesten
Geschütze zu unterrichten.
a A
int a r.
n, 27. Okt. Botschafter Ge
rard wurde gestern vom Kaiser ikiPots
dam empfangen und ihre Unterredung
dauerte etwa eine Stunde. Die Prcß
korrespondenten, welche etwas über
die Konferenz vom Botschafter heraus
zuholen-versuchten, blitzten ab. Der
auswärtige Minister von Jagotv wohn
le der Konferenz bei.
S
2 7 O O
angekündigt, daß heute Morgen wieder
ein Spion erschossen wurde. Die That
sachen in dem Fall und der Name des
Delinquenten werden wieder geheim
gehalten.
A a 2 7 O 3 4
tere Todesurtheile wegenSpionage und
Hochverrath sind von einein deutschen
Kriegsgericht in Lüttich gefällt wor
den, wie die Zeitung Tyd wissen will.
a
2 7 O O
bekannt gegeben, daß der britische
Transportdampfer Marquette im Ae
gäischen Meer von einem feindlichen
Boot gesprengt wurde. Voil der Be
satzung werden „nur 99 Mann" ver
mißt. Weitere Einzelheiten sehlen.
(Der Dampfer „Marquette" ge
hörte, ehe er in denDienst der britischen
Regierung gestellt wurde, der Atlautic
Transport (^0. und versah den Dienst
zwischen Philadelphia. Baltimore uud
London. Das Schiff besaßeine Was
serverdrängung von 7959 Tonnen.)
a
a tsch.
2 7 O a
ter Zeituug meldet, daß weitere 19,
999 Mann türkische Truppen in De
deagatch eingetroffen seien, unl die bul
garische Garnison zu verstärken, da
ein Landuilgsversuch der Franzosen er
wartet werde.
a 0 0 a
a
2 7 O
tige militärische Lage kann für den
Centralnlächte nur als außerordentlich
günstig bezeichnet werden, Ivie Major
Moraht im Tageblatt schreibt. Die Ue
berseeische Neuigkeitenagentur faßt den
Artikel knrz folgendernna^en zusam
men:
„Nach dem gänzlichen Mißlingen
des ji'mgsten gewaltigen Versuchs, die
sofort mit starken Gegenangriffen ein
setzten. Obwohl die Lage in dieser Re
gion für die Ru ssen ernst ist. scheinen
.".'Nz5-:M:.5''/'
Donnerstag, de« 28. Oktober ISIS
deutschen Linien an der Westfront zu
durchbrechen, verebbt allmählich' die
britisch französische Offensive. Sie
hätte längst vollständig aufgehört,
tvenn nicht politische .Nucksichten die
Alliirten zwingen würden, hier und
da noch einen kleinen Vorstoß zu un
ternehmen und die Angriffsbewegung
in dieser Weise nicht plötzlich abzubre
chen. sondern nach und nach einschlafen
ZU lassen. .i
„Die italienische Regierung gedenkt
offenbar ihren eigenen Weg in der Art
der Kriegführung zu gehen und den
in der britisch französischen Presse
zum Ausdruck' kommenden Wüuschen
und Forderungen, sich auch in das
Balkanabellteuer zu stürzen, kein Ge
hör zu schenken. Ter eigentliche Grund
dieser Haltung-dürfte wohl darin zu
suchen sein, daß Italien alle verfüg
baren Reserven an der österreichischen
Front braucht, wo durch das vergeb
liche Berennnen der mit zähester Ta
pferkeit vertheidigten österreichisch-un
garischen Stellungen die italienischen
Truppen nach hundertausenden nutz
los geopfert wurden.
„Ueber den bisherigen Verlauf der
Bälkankampagne sagt Major Moraht,
daß die deutschen Verbündeten ihren
schwierigsten Theil. die Forcirung des
Donauübergauges und die Erstür
mung der überaus stark verschanzten
feindlichen Stellungen südlich Bel
grads, eMgreich durchgeführt haben.
Gleichzeitig ist es durch die glänzenden
Erfolge der bulgarischen Truppen, die
in unwiderstehlichen! Vorwärtsstürmen
Kumanowo, Uesküb und Köprülü er
oberten, den Alliirten unmöglich ge
worden, den Serben thatkräftige Un
terstützung zu bringen."
a W a
f.
2 7 O
Botschafter bei der Hohen Pforte,
Baron v. Wangenheim, dessen Erkran
kung vor einigen Tagen gemeldet wur
de, ist gestern einem Herzleiden eerle
gen. Ihm wird das Hauptverdienst um
das Zustandekomen des deutsch tlir
kischeu Bündnisses zugeschrieben. Zu
seinem Nachfolger. wird vermuthlich
Fürst Bülow ernannt werden.
In einem Nachruf der „N'ordd. Allg.
Zeitung" für den verstorbenen Diplo
miten heißt es: „Er war einer der be
sten deutschen Diplomaten von außer
ordentlich hoher Begabung wenn die
Stunde der Gefahr die Wahrnehmung
deutscher Znteresse.n gebot, war er an
seinem Platze. Er hatte die Genugthu
ung, sein Werk von Erfolg gekrönt zu
sehen ihn?^ fällt das hauptsächlichste
Verdienst für Schaffung des türkisch
deutscheu Bündnisses zu. Die Sympa
thien der türkischen Regierung und der
deutschen Kolonie in Knstantinopel. für
den Verstorbenen beweisen die ausge
zeichneten Verdienste, die er seinem
Vaterland geleistet hat.
/LZ enisel 0 ein Landes-
2 7 O a s-
doivue erklärte im Oberhause, daß die
in Saloniki gelandete britische Armee,
13,999 Mann stark, auf Ersuchen des
ehemaligen griechischen Ministerpräsi
denten Veniselos abgeschickt worden sei.
Veniselos hatte darum ersucht, damit
Griechenland in der Lage sei, seinen
vertraglichen Pflichten Serbien gegen
über nachzukoninieu. Gleichzeitig sei ein
bedeutend stärkeres britisches Operati
onskorps beordert worden, doch über
dessen Verwendung könne erst-'entschie
deu werden, ivenn der neue britische
Oberbefehlshaber General Monro von
Gallipoli aus seinen Bericht geschickt
habe.
Die «»rkt«
Produkte.
a 0 2 7 O W
9914 Dez., 1013^ Mai.
Korn 58^/^ Dez., 59^^ Mai.
Hafer 38^ Dez., 39-^ Mai.
^Getreide sür Baar: No. 2 rother
Winter, 1Z8—110 No. 2 .li^orn
641^ Standard Hafer 39c.
Roggen2 101.
Gerste 51—62.
Bich und Provifionen.
a 2 O
Zufuhr 15,000. Stiere H6.00—10..
40 Kühe und Rinder P3.00—8.35
Kälb-er !s 7.00—10.50.
Schweine Zufuhr 24,000. 20c
niedriger zu PL.35—7.70 zumeist zu
P6.70—7.30.
Sck)afe ZufuZZ'r 12,000. Fest
Widder ß6.00—6.60 Lämmer PK.»
75—9.00. S
Geflügel 12^13 ^c.
Butter
27
Eier
221/2 bis
25—27c.
ss'TH
HM
^W^WÄK
Die angebliche Bombenverschwörung.
a a
N ew 0 rk, 27. Okt. Mar Brei
tung, der fünfte Äliann in der angeb
lichen Verschwörung zur Zerstörung
von Munitionsschiffen hat sich heute
den Behörden gestellt. Cr erschien, von
einem Anwalt begleitet, vor BundeS
kommissär Houghton und wurde bis
zum weiteren Verhör in der nächsten
Woche unter !K25,999 Bürgschaft cze
stellt.
Breitung ist ein Neffe des Bankiers
und Mjinenbesitz'ers Edward N. Brei
tung von hier und Marquette, Mich.
Er kam direkt von Chicago, sobald er
hörte, daß eine Anklage gegen ihn er
hoben sei. Er stellte die Bürgschaft und
wurde freigelassen.
Die anderen 4 Angeklaciten l^Leut
nant Robert Fay. Walter Scholz.
Paul Daeche und Dr. Hervert Klenz
le) verbleiben in Haft. Auch ihr Ver
hör ivird in der nächsten Woche statt
finden.
S a
wird die Fälle gegen die 5 „Verschwö
rer" erst im nächsten Monat beginnen,
wie Bundesanwalt H. Snowden Mar
shall heute Abend nach einer Konferenz
mit Wm. I. Flynn, tiem Chef des Ge
heimdienstes, ankündigte. Marshall
meint, daß vielleicht noch mehr Leute
in die Verschwörung^erwickelt waren.
(Zusolge einer offiziellen Berliner
Depesche ist dort kein „Leutnant Fay"
bekannt, der dasVerschwörungsgeständ
niß abgelegt hat.)
Wieder Zugraub in Oklahoma.
a
a
O a 0 a a 2 7
Okt. Der von Chicago nach San Anto
nio fahrende Schnellzug No. 9 der
Missouri, .Kansas Texas Bahn wurde
heute früh gegen 2 hr nahe Onapa
von 19 oder mehr verlarvten Banditen
überfallen. Die Zugleute wurden mit
Stricken gebunden und der Zug eine
gute Stunde festgehalten.
Die Sprengversuche der Räuber "äu
3 Expreß Geldschränken schlugen
fehl und nur der vierte Schrank wurde
gesprengt, der aber wenig von Werth
enthalten haben soll. Sheriffsbeamte
von einem Dutzend bounties. Hunderte
von Bürgern und die Bluthunde aus
dem Zuchthause von MacAlister be
gannen heute Morgen die Streife nach
den Banditen.
S 2 7 O S
mey, der Generalmanager der südli
chen Division der American Expreß
Co., sagt, daß wenig oder nichts von
Geldwerth in dem gesprengtenSchrank
enthalten gewesen sei.
a a a 2 7
Packete billiger Jnwelierwaaren in
Säcken, welche das Aussehen von Geld
säcken hatten, Nxiren die Hauptbeute,
lvelche die Zugräuber gemacht haben.
ch
verurteilt ziemlich einstimmig die
Verschickung mehrerer hundert Farö
erfischer durch die englischen Behizr
den in schärfsten Worten. Die Fi
scher, die den Sommer über in Js
lMd gefischt hatten und jetzt nach
Thorshavn auf den Fari?ern zurück
wollten, waren mit dem dänischen
Postdampfer „Vesta" nach Kirkwall
gebracht und nach Durchsuchung nach
Kopenhagen geschickt worden. Das
dänische Regierungsblatt „Politi
ken" beschwert sich sehr scharf über
„diese merkwürdige Art englischer
Seepolizei. Die von den Englän
dern eingeführte Ueberwachung neh
me jetzt derartige willkürliche rigo
rose Formen an. daß man längst
nicht mehr von Plan oder System
reden könne." Auch konservative
Blätter nennen das englische Vor
gehen „einen üb':rmütigen Macht
mißbrauch gegen einen kleinen neu
tralen Staat."
S
Auslandes gegen Deutschland zu ver
giften, veröffentlichte die Pariser Zei
tung „Le^ Monde illustr6" das Bild
einer Volksdemonstration vor dem
Königlichen Schloß zu Berlin mit
der Unterschrift „Enthusiasmus und
Freude der Barbaren über die Ver
senkung der „Lusitania"." In Wahr
heit aber stellt diese Photographie eine
am 31. Juli 1914 ncich Erklärung
des Kriegszustandes stattgehabte pa
triotische Kundgebung dar, :oie sich
dies aus den Veröffentlichungen die
ses Bildes in deutschen illustrierten
Zeitungen aus dem August vorigen
Jahres unzweifelhaft ergibt. Nus
Anlaß der auch in Deutschland mit
allgemeinem menschlichen Mitgefühl
sür die unglücklichen Opftr englisiher
Ueberhebung aufgenommenen Vernie
tung der „Lusitcinia" hat Iveder in
Berlin noch sonst irgendwo in Deutsch
land eine Demo^tration der g'^schil-
derten Art stattMunden.
'-. ^5"
M.M
Alls der Bundeshauptstadt
E a a
W a 2 7 O A
rikas lang überlegte Protesniote ge
gen die britische lZinmischuug in den
Handel der Per. Staaten niit Euro
pa ist endlich nach London abgeimidt
worden und wird den: britischen Aus
wärtigen Aint in der nächsten Woche
durch unseren Botschafter Page über
reicht werden. Es wurde heute be
kannt, daß die Note, die etwa 10,000
Worte stark ist und ein erschöpfendes
')lrgltment der amerik. Negierung
über alle Phasen ^der britischen Ein
niischuug in den neutralen Handel
enthält, vonr Präsidentelt ain letzten
Sanistag genehmigt und mn Sonn
tag durch einen speziellen Sendboten
nach London abgeWckt worden ist.
Alexander W. KrF, der dritte Se
kretär än- Ber
lin, der kürzlich nnt Dokumenten von
Botschafter Gerard hier eintraf, wur
de uiit dieser Mission arif seiner Rück
reise nach Berlin betraut,
A a tl a
Unsere Protestnote an England endlich
nnterniegs.
Der Präsident hat sie erst letzten Samstag geneh
migt.
Das Dokument etwa 10,000 Worte stark.
Nene Gesetzgebung geplant zum Ausschlnft billiger Waaren nach dem .sirieg.
.solche Einfuhr soll als unlauterer Wetilieiverl) sirafliar geniacht ir'erden
Villatruppen, welche unsere Grenze verletzen, als Banditen ^zn (behan
deln Wieder ein groszer Zugraub in Oklahonia ?ie deutsche
Bombenverschwörung in Neiv Aork ivird imnier fischiger Ter fünfte
Mann im Bnnde, Mir Breituug. har sich selbst gestellt Der .vaupt
verschwörer, Leutnant Fay. der die Geständnisse ablegte "^vn Berlin
gänzlich unbekannt Böser Teifun in den Philippinen Etwa 1909
Todte und Verletzte auf der.Hauptinsel
Sollten Villätrnppen die Grenze
i^berschreiten, uni die mexikanische
Stadt Agua Prieta von der texani- ^^.
schen Seite aus auzugreifen. wie die^Schrankspre'nge'rn.'
Preszberichte in Aussicht stellen, so reits zwei Schränk^
würden
entwaffnet und iin Aalle des Wider
standes von uuseren Trltppen nieder
geschossen werden, wie die Beamten
in den De^^artoznents deS Staates
und des .Krieges heute Abend sagen.
Generalmajor Funston, der ame
rikanische BefelUshaber an der Gren
ze, hat Vollmacht, alle nöthigen
schritte zu ergreifen, um die Ver
letzuug unseres Gebietes 'durch be
waffnete nlexikanische Bauden zu ver
hindern, jedoch abgesehen vou eiuer
Iuvasiou iu Nk^^exiko. Der Befehl zur
lleberfchreitung der Grenze wiirde
direkt von Washington zti konimen
haben, doch ist General ^'unston er
mächtigt, wenn während eines Gefech
tes jenseits der Linie Kitgeln auf die
mnerikauische Seite fliegen, Gebrauch
vou seiuer Artillerie Zu niachen, uiu
die Kärupfer zu vertreiben.
E a W a
S a
Sprecher Clark ist voui Präsiden
ten eingeladen worden, vor dem Zu
samnrentreten des Kongresses mit ihm
über das allgemeine Gesetzgebungs
programm der nächsteit Session zu be
ratheu, besouders über die Aduiini
strationspläne für die Natioualver
theidigung. Der Präsideut sandte
heute eiu, die Einladung enthalten
des, Schreiben an den Sprecher nach
Bowling Green, Mo., ab. Die Be
stimmung der Zeit für die.Konferenz
wlirde Herrn Clark überlasseu.
tl III S ch lt gegen ilIi
E a
Gesehgebüllg zlir lliitersiützuug der
lnuerik. Kaufleute iu il)rell Anftren
Mlngen, sich die aus 'dein .Krieg eilt
standenell Hculdelsgelegenheiteli zu
Nutze zu machen liild zmll Schlitz der
beiluischen Industrie gegen riMöse
freitlde Konkurreilz ilach der Wieder
herstellung des Friedens wlirde hellte
voll Präfrdent Wilsoli in einer Kon
ferenz mit HalldelSsekretär Redfield
lmd Vorsitzer Davis voll der Handels
kommission ill Beratlniilg geozgell.
Mese beidell Herreil nlachtell Vor
schläge zll Gesetzgeblilig, wodurch der
Verkauf fremder Waaren hier zli we
niger als denl Selbstkosteilpreis als
„unfairer Wettbewerb" zli betrachteil
ulld unter den Antitrltftgesetzen straf-
.D?
ZAHMEM- -L"
:u5on.
.e.''
1
'is
Jahrgaug «4 Ro. 257
bar sei. Ter Präsident nahni diese
Enlpiehlnngen günstig auf. Die
fremde Konkurrenz soll eingeschränkt
und llnst^'re Exporteure sollen in det
Errichtung von Nerkaufsagenturen
im Auslände unterstützt werden. Hier
zu ist eiu ueues .Kongreßgesetz erfor
derlich und Sekr. Nedfield wird denr
.''iongreß die d.eziiglichen Enipfelilun
gen luachen.
Teifun in den Pliilippincn.
a a 7 E
im. südlichen Zheil der
tödtete mindefteus 11ll^Personen und
verletzte luihezn Ter Schaden an
Eigenrhnin und an den .Hanf- und
Reisernten ivird auf §1.U00,000 ge
schätzt. Tas Städtchen At'ahon wurde
durch einen starken Erdrutsch beschä
digt.
(Diese Depesche war inr gestrigen
Blatt irrthünilich von Vk alta da
tirt jvorden.)
W a 2 7 O
Beamten des Iusularvu .'qu haben 7
l)eute noch i'l'' nähyr?n iibor.,.^
den Teifun auf der Insel Luzon er
halten, erwarten aber einen baldigen
vollen Bericht von Gouverneur Har
rison.
Telegraphische Notizen.
27. Oktober. ."Z
Chicago. Die Polizei des'Vor- "I
ortes Chicago .Heights bestand heute
früh eine „Revolverschlacht" mit fünf ßM
iese hattei: be
.. chränke mit Dynamit ge-KD
,ie als Banditen behaudett, ,prengt nnd wurden beim Einbruch in .H
ein drittes Gebäude von der Polizei
WW
eingekreist. .Einer
wurde erschossen nnd
den gefangen.
Ä-
A
N
Ä-'
wzon
v^"?el
der Spindknacker
ztriei andere wur-
E 0 S
Col. ^^ohn C. Moore, ein Zeitungspio
nier und der erste Bürgeriileister von
Tentier, Colo., starb hente Morgen hier
ini Hanse seines Sohnes iin Alter zon
84 "wahren.
A a Ii y, N. N. Arguniente für
und gegen einen neuen Prozeß für den DW
Ex Priester Hans Schinidt, der we
gen Erinordnng der Aniia Auiuiller in
^^leiv Jork iln Jahre 1913 zuin Tode
verurtheilt ist, ivlirden heute iiii Ap
pellhof eingereicht.
Nach einer Ä^eldung
aus Bologna ist Donna Laura Milig-'^
hetti, die Mutter der Fürstin Bü
low, gestorben. Schweizer Blätter
berichteten bereits früher, daß die
Fürstin auf der Reise zu ihrer schwer
erkrankten Mutter durch Zürich ge
reist sei. Sie tveilte also ain Ster
bebett der Mutter. Donna Laur^'
erreichte ein Alter von 86 Jahren.
Sie staminte aus dem Hause der Ba- W
rone Acton. Jln Jahre 1847 ver- W
inählie sie sich mit dem Fiirsten Do
mlnico Cainporeale aus dieser Ehe
stamii'.t außer dem Sohne Paolo,
dein gegenwärtigen Haupte der siirst
lichen Familie Camporeale, die Toch
ter Maria, die in zweiter Ehe sich
lnit dein späteren Reichskanzler Für
sten Bülow vermählte. Donna Lau
ra tvurde 1864 in zlveiter Ehe die
Gattin Marco Minghettis, der da
lnals schon als einer der besten Mit
arbeiter des Grafen Eavour galt und
als Minister und Ministerpräsiden!
großen staatslnännischeu Ruf geiloß.
Er Hai den Anfchluß Italiens an
das deutsch-österreichische Büiidnis
vorbereitet. Im Hause Minghettis
verkehrten alle bedeutenden Deut
schen, die damals in Noin lebten, be
sonders viele Künstler, unter ihnen
Lenbach und die Mitglieder der Fci
lnilie Wagner.
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denn die Keilerei gestern bei Jhneir
entstanden?
Gastivirt: Die Herren aln Stainm
tisch erörterten die Friedensbedillgun
gen. und dabei kam es ^um Streit.
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-Creamery

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