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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, December 31, 1915, Image 1

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I li n, !^0. Dez. Der «Vossischen
--Zeitung" tvird von Saloniki berichtet.
Zdas bis jetzt 210.000 M^nn aNiirte
Truppen dort gelandet worden sin!:',
»darunter ^)0,000 Engländer. Auf der
Änit einenl Fiasko geendigten Expediti
'01, nach Serbien haben die Briten und
.Franzosen jedoch 13.000 Mann ver
ss^-.'^loren un!z iveitere 27.000 mnjzteu nach
-Hanse geschickt werden, da sie krank
waren.
^s befinden sich daher nur 170,000
»englische und französische Soldaten in
'^^^Sa/oniti, ober weitere 40,000 Mann
^^-.-'-^„-'lollen von Marseille ans der Fahrt nach
'^^-'^denr Hafen sein, und die Alliirten ha
ben bereits über 1200 Geschiitze dort.
d^o fürchtet Ge f'a
a
London, 30. Dez. Mit ängstli
cher Spannung sieht man hier den ivei
E a
Wui entgegen. Nach den letzten Be
Arichten ist die gesamnite britischeStreit
Huacht uutei: Geueral Toivnshend in
^Stärke von 30,000 Mann in Kut el
Wlmara von eiuer numerisch überlege
nden türkischenArmee eingeschlossen. Jh
Kre einzige Rettung besteht in einerEnt
setzung durch eine ueue Truppe, welche
bereit?-? vom Südosten aus vorgeschickt
ist. Zur Zeit ist die Verbindung zwi-
ThlltsSchUch ch^'^riegsnllchrichten günstig für
MKMF.!. Eltonen.
Weu der Armee Townshend und der
Dperationsbasis in Basra unterbrochen
und eine Gefangennahme der ganzen
^Streitmacht steht zu erwarten. Man
mimmt hier an. das auch das von
Frankreich zurückgezogene indische
Korps vielleicht an die u^esopotamische
iFront.geschickt ivird, um hier die Situ
ation zu retten.
a 3 0 a a
Zamt berichtet offiziell, das ein östr.Ge
Kschtvader von Eattaro ausflihr. ilin den
^albanischen Hafen Durazzo zli
Mombardiren, der von den Italienern
Dbesetzt ist. „Gewisse Geschwader" der
Mlliirten kamen ins Gefecht. Der östr.
Morpedöjäger Lika sties auf eine Mine
Wind ivurde gesprengt,^ während der
Morpedojäger Trig^v durch das Feuer
Mer Alliirten zerstört wurde. Die an
Aderen östr. Kriegsschiffe wurden ver
ßfoW und zogen sich nach, Caltaro zu
^riÄ.
8 Die Torpedoboote Lika und Triglav
Awareu Schlvesterschiffe von je 787
Monnen und im Jahre 1912 gebaut.
Russen an der galizis»., ont mit Verlust von
WO GefangeS^,t geschlagen
Und die Franzosen ans ihren letzten Stellungen am Hartmannsweiler
köpf geworfen.
Wch^di^ Engliindcr haben nn der Westfront wieder eine schlappe erlitten.
.-'V
-^'-'London und Petroknlnlm crgchi.n sich daliegen ii: ZukunfiSmusik Nuinä
nienÄ Eintritt in den Krieg fi'ir die Entente wieder eimnal bevorstehend
Ji^ Verbindung damit eine neue russische Offensive gegen die Buko
lvina Und die Lage an der ganzen russischen Front werde sich in we
nigen Tagen ändern Deutsche Flieger bombardirteir Saloniki Es
war die erste denische Operation auf griechischen^ Gebiet Oestr. Ge
schwader erlitt eine Schlappe in der Adria Es ivollte die Italiener
in Dnrazzo bon,bardiren Und mußte sich n,it Verlust von zj^ei Tor
pedobooten zurilctziehen Lebensmittel in Deutschland billiger als in
Der Krieg.
Feindesländern, sagt Graf Westarp Der bekani,te Agrarierfiihrer
ini Reichstag Britische Armee von 30,000 in Mesopotmnien soll
eingeschlossen sein.,z^^.x.^^
3 0 a a
D'Sayville.) Heftige Kämpfe dauern in
i''. den Vogesen fort, wie das deutsche
'I 'Kriegsamt- heute berichtet Weitere
Stellungen in der Nähe des Hart
umnnsiveilerkopfes sind von den' Deut
schen „zurückerobert" worden. (Ein
,1indirektes Zugeständnis das sie ver
vH^loren waren.)
"7 Ein britischer Reberrümpeluilgsver
,''such auf unsere Stelluugen gestern
^'Nacht in der Region von Albert, west
lich von Lille, schlug fehl und die Eng
sländer verloren eine Anzahl von Ge
^fanaenen.
Es war der letzte Grabenabschnitt,
.,vden dieFranzosen noch am Hartmanns
'Weilerkopf hielten, der von den Dent
5"" fchen heute erstürmt jvurde.
Russische Angriffe am Strypaflus
V'^an der galizifchen Front, lvurden mit
schweren Berlllsten abgeschlagen und
900 Russen gefangen.
a
a 3 0
I^achmittagsbericht besagt: Westlich
von Peronne versuchte der Feind einen
unserer Gräben in der Front vonDom
Pierre zu nehnien, doch wurde der An
griff abgeschlagen.
IP der Champagne, in der Gegend
der Navarinfarn,. verhinderte unser
Artilleriefeuer den Feind an der Wie
derehrstellung der Gräben, die von uns
in der Nacht vom 28. Dezeniber zer
stört worden waren.
Von Nest der Front ist nichts zu be
richten."
S a
S a 3 0
mal erschienen heute drei deutsche
Aeroplaue über Saloniki und ivarfen
Bomben. Sie wurden ihrerseits von
den Kriegsschüf^n.aus bonibardi^t und
von alliirten Fliegern verfolgt, doch
kamen sie lvieder zurück^ und warfen
mehr Bomben. In der Stadt herrschte
gros Aufregung. Ties ist das erste
mal^ das die Deutschen griechischesGe
biet verletzt haben, das voil den Alli
irten besetzt ist.
a
3 0
tet, das die Centralmächte wegen der
neuen russischen Kampaglle in Bessara
bien die Znnickziehung ihrer Truppen
von der mazedonischen Front begonnen
hätten, was aber noch unbestätigt ist.
In den Entente Hauptstädten herrscht
indessen die Ansicht vor, das der rus
sische Feldzug in Bessarabien, der trotz
ungünstigen Wetters unternonunei,
wurde, „Ivohrscheinlich" eine wichtige
Tragweite aus die ganze Kriegslage
haben werde.
Einer Lesart zufolge soll der neue
russische Zug der Vorläufer des bevor
stehei^deu Eintritts Runiäniens in den
Krieg auf Seiten der Entente sein und
der russische Korrespondent der Pall
Mall Gazette schreil^t:
„Gemeinsame russische und rumäui
sche Operationen stehen auf dem Punkt
zu beginnen. Rumäniei? wird
s. Seine Stellungnahme anf Sei
ten der Entente erfolgt nicht aus ang
lo französischen St)Mpathien. sondern
mit derAbsicht. den'rumänischenTraum
der Souveränität über Siebenbürgen
und die Bukowina zu verwirklichen.
Als Vorbereitung für Nnmäniens
Eintritt sucht Nus laud jetzt die Buko
wina wieder zu erobern und zwar zum
Besten des neuen Alliirten. Dies kann
in einigen Wochen gethan werden. Ru
mäuien wird dann die neue Provinz
befestigen und mit den Russen durch
Bulgarien und Siebenbürgen ularschi
ren. während gleichzeitig die Italiener.
Franzosen, Engländer und Serben
Schläge an anderen Fronten führen
iverden." (Zukunftsmusik.)
Deutsche und russische osfizielleBul
letins über die Operationen südlich
vom Pripetfluh erklären lakonisch, das^
Kämpfe im Gange sind, die von den
russischen Kritikern fi:r wichtig gehal
ten werden. Der russische Generalstab
hebt den Unterschied hervor zlvischeg
den jetzigen Känipsen und denen, die
der Ruheperiode vorausgingen, in wel
chen beide Parteien nur uni strategische
Stellungen für ihreWiuterlager kämpf
ten. Jetzt aber wird an der ganzen
Südwestfront gekän?pft und beide Sei
ten fcheineil sich hochivichtige Aufgaben
gesetzt zn Habens Die nnlitärischen Be
obachter in Petrograd sind sich darüber
einig, das die ganze Lage an der Ost
sront sich in drei oder vier Tagen än
dern iverde.
KItme ftricgsnachrichlcn.
a O
a i.
3 0 e-
Agentur.) Die „Frankfurter Zvitnng"
veröffeutlicht eine ihr zugegangene,
äußerst interessante Meldung, aus
welcher hervorzugehen scheint, weshalb
der Prozes gegen denMörder des fran
zösischen Sozialistensührers Jäures,
welcher am 16. Dezember in Paris sei
nen Anfang nehmeil sollte, verschoben
worden ist.
„Humanitee", das Organ des früh
eren Premiers Clemenceau, brachte
nämlich an denr für den Beginn der
Verhandlungen festgesetzten Tage einen
Leitartikel, welcher u. a. ausführte.
Jaures habe an: 31. Jnli 1914, also
unmittelbar vor Ausbruch des Krie
ges, den Premierminister Viviani be
sucht und diesem nahegelegt, ein Ein
verständnis mit England -zu erzielei'.
um gemeinsam mit diesem von Rus
land die Zusage zu erlangen, das
Rus land bei dessen Konversationen mit
Wien und Berlin sich eines gemässigten
Tones besleihigen Iverde. Darauf soll
Viviani geantwortet haben: „Ich habe
gethan, was ich thun konnte, ignorire
aber, wasPoincaree gethan hat." Zwei
Stunden später sei JaureS todt ge
wesen.
Angesichts dieser Enthüllung sieht
es ganz darnach aus. als sei der Pro
zes gegen den Mörder vertagt worden.
Weil befürchtet worden ivar. das es sich
im Verlaufe der Verhandlung ergeben
könnte, das der Präsident Frankreichs
gegen den Willen des verantwortlichen
Premierministers eingegriffen hatte.
a a a
a 3 0 a
Senat und die Tepntirtenlanuner ver
tagten sich am Mttlvoch zum 11. Ja
nuar. Vorher sandten sie an die sran
zösischen Armeen und diejenigen der
Alliirten Grüs und den Ausdruck vol
ler Hoffnuugen und Zuversicht.
Die Kamnier nahm am Mittwoch
noch eine Vorlage ay, durch ivelche ein
Regierungsdepartnrent geschaffen wird,
das den Verkauf, die Veriheilung und
den Preis von Kohle zu reguliren hat.
a E
3 0 a
Depeschen aus Kopenhagen nieldeten
ani Mittivoch nach Berlin, das mehr
als 100 Schiffe, hauptsächlich ameri
kanische. britische und französische auf
der Fahrt uach und von Archangel in,
Weissen Meer im Eis festsitzen und
dort den Winter über bleiben müssen.
E a
Holla ud. 7 .^7
3 0
Hospitalzüge für die Centralmächte,
die vermittelst öffeutlicher Subskription
iu Holland gekauft wurden, kam heute
in Berlin an und wurde vou einem
Vertreter der Kaiserin, von Aerzten.
Rothkreuz Beamten und einer gros ci,
Anzahl anderer Personen begrüßt.
Eine Willkommrede wurde von^Dr.
Schnltzen im Nanien der deutschen
Aerzte gehalten und Professor Lang,
der die Bewegung in Holland organi
sirt hatte, sagte in seiner Antwort:
„Es ist oft gesagt worden, das
Deutschland keine Freunde habe. Hier
ist die Antwort. Wir bringen der wun
dervollen deuMjen Armee Hülfe, eine
Aufgabe, die uns mit Stolz ij^rfiillt."
a a O a 2
2 0 a
Oscar 2., der die Ford Expedition
nach Norwegen gebracht hat, ist nach
Kirkwall zurückgekehrt und es imirden
35 Säcke Gunnui abgenonunen, die an
einen deutschen Agenten in Schweden
adressirt ivaren. (Dem Schiss wurde
am 17. ds. nur gegen die Verpflichtung
die Weiterfahrt gestattet, daß es ge
ivisse Ä^heile des Kargo anf der Rück
fahrt wieds-t" mitbringen und in Kirk
wall abliefern iverde. Der Kapitän
hatte hierfür einen hohen /Bond zu
unterzeichnen.)
a
3 0 a
von Westarp, Mitglied des Reichstages,
gab heute Naniens der Budgetkommis
sion bekannt, daß die Nahrnngsmittel
vorrnthe und O.nellen allsreichend für
ganze Volk seien, ivie lange der
Krieg auch dalieru inöj e. Und die Re
gierung habe dllrch ihre Vorsichtsnmß
regeln die Preise iliedriger gehalteil,
als sie in den feindlichen und in inan
chen iieiltralen Läildern feien.
a
3 0 E
aus Zürich all die Central News Co.
meldet: Kaiser Wilhelln, der ail eineln
glitartigen Geschlvür ain Nackeli leidet,
das illdessell in Eiterliilg übergegangen
war. hat durch eine kleine Operation
Erleichertung erli,lten. Tie Aerzte ha
ben das Geschlvl^r init eiiler Lailzette
alisgestocheil.
a I I S a
Londoil,' '0. Tcz. Von Sosia
wird berichtet, d-is der deutsche Feld
marschall v. Maclensen gesteril dort
ankain und nach Ser Abftattung von
Beslichen bei Köi'ia Ferdiiland ilnd der
deutschen lind ösir. Gesandtschaft vie
^er abreiste.
N a a
5k a u.
S I N 3 0 d
Expedition ist heute per Sonderzug
nach Kopenhagen abgereist, wo sie am
Freitag eintreffen ivird. Tie Führer
sind noch nngewis,. jvie sie nach den,
Haag kommen sollen, hosfen sich aber
in Kopenhagen, wo die GesellsckMst
wahrscheinlich einc Woche bleiben ivird,
über die Route zu einigen. Tos Exe
kutivcommittee kabelte Henri, Ford
heute, daß die SiMpathie siir die Frie
drnsbeivegung in den neutralen Län
dern stetig zunehme.
31? ch Ii mit regi
N !v N k, "0. Tez. 100 Büchsen
-mit je 5 Pfd. „Milchpulver", welche
gleichbedeutend lnit drei Tonnen Milch
sind, wurden heiue von, Bnr^ercom
lnittee verpackt, um per registrir
ter Post an die Babies in Teutschland
und Oestreich versandt zu werdeu.
ch A uoch
a
a a
3 1
Eine Depesche vonSaloniki besagt: Tie
5lonsuln von Deutschland. Oesterreich,
der Türkei und Bulgarien nebst ihren
Stäben und Familien sind anf Befehl
des französischen Generals Sarrail
verhaftet und auf ein französisches
Kriegsschiff gebracht ivorden. Tie Kon
sulate sind jetzt von alliieren Truppen
besetzt."
Fetherston's Preparedneß: er
läßt die Sonne scheiilen billige und
gute Schneeabfuhr.
Tie Schiveiz wechselt deil Präsi
denteil. aber die N'eiitralität bleibt
dieselbe.
Die Märkte
VrodMe.
a 3 0 W
124-!/ Tvz., Mai.
Koru Dez.. 77^,^ Alni.
Hafer 44 Dez., 47'^'8 Mai.
GeWeide für Baar: No. 2 rotifer
Winter 12-1—12ö: No. 2 Kcirn alt
75, neu 70: Standard Hafer 44.
2 9 8
Gerste ()4—73.
Weh uod Provifionev.
a 3 0
Znfllhr 4000. Stiere P0.00—9.
50 Kühe und Rinder !^3.00—8.40
Kälber ij 7.00—10.25.
Scliveine Zufuhr 39,000. .15
bis 20c höher zu P0.20—6.80 zu
meist zu tz0.45- -l',.80.
Schafe Zilsubr 12,W0. ^-est
zu P6.40—7.00 Lämmer !j'7.25 bis
9.75.
Geflügel 12^/:—13c, Tur''
keys, IKc.
Butter Creaniery 22^/. bis
32V.e.
Eier 2(i—27^c.
A W
bereits zwei Fälle geineldet. bei denen
Knaben durch das Eis brachen und
ertranken. Das cine der Opser ist
^!:r achtjährige Ruben Garland aus
Marinette. Er ertrank, während er
uuf dem Eis spielte. Sein um drei
Jahre älterer Bruder Turner, der
dabei war, zog ihn heraus und auf
einen telephonischen Ruf hin sandte
die Elektrizitätsgesellschaft ihren
Pulmotor. Doch der Apparat ver
sagte^ obivohl er bei dem Verunglück
ten zwei Stunden in Anwendung ge
bracht wurde. Die Tragik wird noch
durch den Umstand erhöht, daß
Ralph Garland, ein weiterer Bruder,
mit dem Apparat zur Unfullsstätte
gesandt wurde und er. als ihm der
Auftrag zuteil wurde, nicht wußte,
daß er jenen bei seinein jüngsten
Bruder zur Anwendung bringen
mußt.'. Die andere Katastrophe er
eignete sich in Neenah. Hier war
auch ein achrjähriger Junge das
Opfer. Es ivar Willie Raßmufsen,
ein Sohn von George Raßmusfen.
?)er Knabe ertrank, als er auf dein
Weg zur Schule über eine bereits zu
gefrorene Ecke des Little Lake Butte
des Mortes gehen wollte. Zivei Ka
meraden entgingen nur dadurch ei
nem gleichen Geschick, daß sie den
sicheren Weg über Land nahmen.
Auch bei dem kleinen Naßmusfen
verfaßte der Pulmotor.
E
I I e-
W
3 0 t-
schaftskongreß ist von den Arbeitsver
treteril im Parlmuent eingeladen !vor
den, ani 0. Januar Delegaten nach
London zu schicken, um die Regierungs
bill für zwaugswcise Einreihung ledi
ger Männer zu bcrathen, ivelche Pre
mier Nsquith mn nächsten Mitttvoch
dein Hause unterbreiten tvill.
5 0 0 0 0 0 a
a
a 3 0 I r
-und HülfshospitäÜ!rn in Frankreich
stehen 500,000 Betten und ihre Er
haltung kostet täglich eine Million
Francs. Die amerikanischen Beiträge
für den französisclien Hospital- und
Ambulanzdienst iverden auf (nur)
6 Mllionen Francs angegeben, aber
etiva 80 Mllionen Francs sind bisher
in Frankreich von drei verschiedenen
Rothkreuzgesellschaften veransgabl
ivorden. Diese Gesellschasten unterhal
ten 115,000 Betten in 1200 Hospitä
lern. Es ivird geschätzt, daß bisher
in Frankreich nicht mehr als eine
Million Verwundeter behandelt ivor
den seien. (Tie Zahl ist offenbar viel
zu niedrig angegeben.)
und kompliziertesten Eingriffe, wel
che die Chirurgie kennt, ivurde kürz
lich im Universitäts-Hospital in Bal
timire unternommen und anscheinend
mit gutem Erfolge. Harold B. Ar
nold ein ehemaliger Kaufmann aus
Gainesville, Florida, kain nach Bal
timore, um sich von einen Speziali
sten wegen nne-: Magenleides unter
suchen zu lassen. Die Diagnosii" lau
tete auf Magenkrebs und eine fofor»
tige Operation erschien unerläßlich.
Dieser Tage ivurde die Operation,
ivelchp aus Entfernung von drei Vier
teln des gesamten Magens bestand,
durchgefiihrt. Aus dem übrigen, von
der Krankheit nicht ergriffenen Teile
der Magemvand gelang es der Kunst
des Operateurs eine Art'neuere Ma
gens, dessen Größe nur der eines
Tenni!^-Balles gleichkommt, zu bil
den. Der Patient litt nur ivenig
unter den Nachwirkungen der Nar
kose, und befindet sich den Umstän
den angeinessen ivohl. Mittels Röh
ren wird ihm prädigestierte, flüssige
Nahrung zugeführt. Die Aerzte er
klären. daß es ihin auch nach völliger
Genesung infolge der geringen Ma
gengröße nicl)t inöglich sein ivird.
mehr als eine halbe Tasse flüssiger
Nahrung auf einmal zu sich zu ueh
men und daß eine acht- bis zehninalige
Nahrungszufühcung pro Tag not
ivendig sein ivird. Wäre die Opera
tion unterbleiben, hätte unmittelbare
Lebensgefahr für den Kranken be
standen.
E I
Dame, ein wachsames Hündchen und
ein offenbar mit beneidenswerter Ge
inütsruhe begabter Mann auf
Strümpfen ivaren die Hauptfiguren
einer Reihe von Ereignissen, die sich
in rascher Folge in der Wohnung de-,
früheren Kaufmanns Jeremicih I.
Campion in Nuiv Jork abspielten.
Es ivar in aller Herrgottsfrühe, als
„Foxy', der kleine Hund, anschlug
uud Frl. Frances Cainpion, die äl
teste Tochter des Hauses, weckte. Sie
hörte verdächtiges Geräusch iin Flur,
uud als sie in ihrein Nachtgewand
aus ihrem Ziinmer trat, sah sie gera
de noch, ivie eine dunkle Gestalt ^die
Treppe hinunter verschwand. „Kom
men Sie sofort zurück, oder ich Hetze
den Hund auf Sie", rief sie die
Treppe hinunter, ivorauf von uuten
ein „Allright, machen ivir", ertönte
und ein Mann in Strüinpfen, die
Schuhe auf den Rücken gebunden, die
Treppe herauf kam. „Dort hinein,
inarsck)", befahl die energische junge
Daine, der Mann parie^^te und spa
zierte in ein Flurzimmer, auf das
Frl. Frances ivies, die hinter ihin
zuschloß. Jnzivischen^ ivaren die übri
gen ANtglieder der Fainilie wach ge
ivorden und riefen nun init Frl.
Fran'.es um die Wette nach der Po
lizei. Ein Blaurock kain nach eini
ger Zeit. Als er die Tür, hinter der
der Freinde vor ivenigen Minuten
verfchtvunden ivar, öffnete, schnarch
te der unfreiwillige Gast, der sich auf
dein Bett ausgestri-ckt hatte, daß das
ganze Haus erwachte. Aber die Po
lizei es ivaren inztvischen iveitere
Polizisten von der nächsten Station
.'l^koir^inen wollte aus seinein ge
suilden Schlaf uiusoiveniger auf ein
gutes Geivissen schließen, als sicl) bei
ihin Geld fand, das kurz vorher noch
^n Herrn lZainpions Hosentaschen ge
ivesen sein soll. Er ivurde nach der
Wache gebracht, ivo er sich als den
54jährigen Bauzeichner Richard
Siilv!ster, ohne WohnUng, bezeich
netc.
Alls der Bundeshauptstadt
a I A a
A a a
W a 0 a
!)r. Cecile Greil, die amerilaniscke
Aerztin, die den Untergang des iialie
nischen Tainpfers „Ancoiia" überlebte,
isr gestern an Bord der „Rocbanibeaii"
auf dein Weg nach Washiiigton il '.'.eiv
?)ork eingetroffen. Sie soll demStaats^
anit über die Einzelheit«.» der Torpe
dirnng Anstlärnng g^ ben.
Frau Tr. Greils ^erholte zuin
Theil die seinerzeit! Kabelberichte.
Sie betrat ihre Kaj-i^^?» als ein Geschoß
einschlug, von deuz,,ij^)re Tienerin ge
tödtet wnrde.'^^ Ä"
Ueber die angebliche Beschie^img
der Lebensrettnngsboote iveigerte sich
Frau Tv. Greil Angaben zu machen.
Sie erklärte aber, daß'zieinlich viele
Pderssncj?-?vlÄ^wuÄbet
den dem Verderben geiveihren Tain
pfer verließen und anf die Rettungs
boote gebracU iverden konnten. Ta-^
Schiff erhielt „keine Wariiniig". Tas
Unterseeboot verrieth seine Gegenivart
einfach init eiiicin Schuß.
„N'atürlich herrschte Verivirrung an
Bord", fnhr Dr. Greil fort.
„lieber das Verbalten der Besat^nng
ivnnsche icb niclus zii sagen. 17) ^^etiens
retrnngsboote ivnrden flott gemacht,
aver nur acht verließen die Unglncks
stätte. ^'^ch mußte voni Perdeck, etiva
2!) Fnß tief, in eines der Boote sprin
gen. Etiva Persoiieii vefaiiden sich
noch an Bord des Schiffes, als e-.^'itn
terging.
„Nach ungt^'sähr Stunden faiid
uns ein französischer Minensucher, der
uns nach deiii nächsten Hafen brachte.
Viele der lieberlebeiiden ivaren ver
ivnndet uiid hatten schiver zn leiden.
Ich biii daiikbar dafür, daß ich niit dein
Leben davoiikain. Aber ch iv
lieb ert unken, als dazii
beizntragen, daß niein Land vielleicht
in den Krieg Venvickelt ivird."
Oesterreich hat unsere Weite Ancona-Note
beantwortet.
Tie musz erst entziffert werden und der Wortlant
heute zu erwarten.
Note lautet versöhnlich, was unser Wiener 'Botschafter zn
lierichtcn versäumte.
Was alier aus dem czekabelten Londviier Aus^nst klar hervorgelit.
Keine Gefahr eines diploinatischen Vruciie^ mehr !ilestr. Note sehr geschickt
abgemizr Trieft ebeiisall-7 vou Hiiinanität und gesteht die Bestrafung
des 1l -soinmandanten zii Aber incbr n-eil er die Aiicona verseiitt
hat Soiiderii iveil er nicht genug Rücksicht anf die Panik an Bord
des SchüseS genouimen habe —Äucki die'Entschädigung ivird zugesagt
a ii a iii erik a ii ische
Ii d.
ArgnmenieKfür größereii Paiiaineri
tanisiiius standen hente auf dein Pro
grainin des panain. ivissenschaftlicheii
Koiigresses und es ivurdeii inehrere Re
den für die „Verdichtiliig der panani.
^^dee" in die feire Foriii eiiies van
ainerikanifcheii Bundes gehalten.
Sekretär Lansiiig liat alleii pan
anierikanischeii N'atioiien, im Einl'er^
ständinß init Präsident Wilson, eine
Koilventiou ziir schiedsrechtlicheii Bei
legniig allerGrenzstreitigkeiten nnd für
das Verbot derVerschiffuug voi^Kriegs
lunnirion naci^ revolntionisirren Län
derii anf dieser Heniisvhäre eiiipfohleii.
A ii oil a A ii iv
Wie il ii ii t^ iv s.
Botschafter Peiifield iii Wien hat
Oesterreichs Anttvort anf die ziveite
aiiierik. Note berreffs der Versenkung
des Liiiiendampfers Aiicoiia erhalten,
ivie der Botschafter heiite deni Staats
aiiit kabelte.
Penfield berichtet, daß die Aiitivort
etiva ^000 Worte stark sei und die
llinfchreibung in Ziffernschrist zienilich
viel ^eit beanspruche. Tie Tepei'che gab
keine Alldeutiliig von dein ^nhalt der
Antiyort.
Beanite des Staatsanites glanben.
daß die N'ote vor Sainstag eintreffen
iverde.
Tie östr. Note ivird dein Präsidenten
liiid dein Staatssekretär ivahrscheinlich
biiiiien 24 Stnnden vorliegeii. Ob
ivohl Peiisield liichts über deii Iiihalt
der N'ote gekabelt hat, ivird in hoheii
Anltskreisen die Allssicht alisErhaltlllig
Aber init Au-?iiahinen Slaatssekrelär Lansings Vorschlag aii die
Panainerikaner Panainerikaiiische ^^dee möge sich zur Alliaiiz .iee
dichten Neiv ?)orker prodeutsches Hülfscomniittee sclnckt jetzt „Milch
pulver" mit registrirter Post für die Babies drübeii ab.
der diploinatischeii Beziehungen siir
besser gehalten, als iiach deni ersten
?iotenivechsel.
S a a u
ches zivischeii den Ver. Staateii nnd
'^esireich Ungarn ivegen des Aiico
na Falles isr ivahrsclieinlich gänzlich
t'eseiligr. ivenii der spät ^^^ackus von
London gekabelte Auszug aus der ostr.
Antivorr korrekt ür.
Wns die vstr. Antwort sagt.
3 0 O A
Antivorr aiif die ziveite anierik. ?tvte
besagt, daß der Koininandant des ostr.
linterseebootes bestrast ivorden ist, iveil
er die Panik an Bord der Aneona, ivel
che Ausbootung erschiverte, nicht geiiü
gend iil Betracht gezogen hatte.
Tie ausrro ungarische Negieriing
stiinn vollanf init deni Washingtoner
Kabinet itberein, daß die geheiligten
Geseve der Humanitär auch iin Kriege
ih^e vie^tung behalten sollten und hebt
beriwr,'"Äiß fie an Verlaufe oicsc^'^^rie
ges zahlreiche Beiveise ihrer höchst
hunranen Gefi'.hle gegeben habe. Sie
stimine anch dem Prinzip zu, daß
feindliche Privatschiffe, iveiin sie nicht
slieben oder Widerstand leisten, iiicht
^'erirört iverden dürfen, ehe die Perso
nen an Bord in Sicherheit gebrachr
sind.
Tie Veriichernng der Ver. Staaten,
daß sie Werib ans die gnren Bezielnin
gen mit!Iesrreicb Ungarn legen, ivird
von dieser Iliegiernng herzlich erividerr
iiud sie ür besrrebr, diese Beziehungeil
noäi herzlicher zu gesralteii.
?ie ^^i0te lnndigt aitch die Bereit-^
ir-illigkeit aii, Schadenersatz siir die i.'er
loreneii anierik. Lebeii zn leisteii, er
üärt aber, daß die Regieruiig „die
Verantivorrlichkeit für solchen Scliaden
iiicbt zugeveil könne, der diirch gerecht
ferrigtes Fenerii aus ein slieheiides
Schiff veriirsacht ivurde, oder diirch
das Kentern von Booten, ehe der Z^or
pedo abgeienert irurde."
Gonverneur von Minnesota plvtilich
gestorben.
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a ii r.
S a 2 0
W. S. a ni IN ond isr hente Morgen
in einein Horel in Eliiitoii, Louisiana,
am Schlagrlnß gestorbeii. Vor einer
Woche ivar er von St. Panl iiach dem
Süden abgereist, nn» Farinläiidereieii
^^ii vesichtigen, die er in der ?!ähe voii
^'linton eigiiete.
Vicegonveriienr A. Biiriignist, der
ietzr Gonvernenr ivird, lag krank zu
Bert, als ihin der Tod des Goiiv.
Haninioiid initgetheilt ivnrde. Er har
eine starke Grippe.
Bariianist istNepnblikaner lind ivur
de in derselben Wabl iviedererivählt
znin Viee, in ivelckier der Teinotrat
Haiiiinoiid znin Gonverneiir erivählr
ivnrde.
Bnrnguist iviirde 1881 iii Tanton,
^^oiva, geboren nnd Ivird Gonveriienr.
ehe er Jahre alt ist. Goiiv. Hain
mond ivnrde ani 17. November 18l!:'
in Massachiisetts geboreii nnd ivar liil
verheirathet. Er ivar Advokat, Schill
lehrer, eine?ieihe voii ^ahren Staats-'
schiilsnperintendeiit und iviirde danii in
deii Koiigreß geivählr.
Ein zerschiiietternder Schlag an
der Westsroilt, ..ehe die Eiigländer
nene Heere in's Feld stellen köiinen"
ehe die Eiigländer.... ob der
Krieg iioch solaiige danern ivird
„Es ist alles zuin Guten", sagte
der gesallene King, da dlirfte er zur
Stärkliiig seinen Schnablls iveiter
trilikeil.

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