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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, October 26, 1916, Image 1

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219 -221 4. Ttr. Daveupott, Za.
Jer Krilg..
Mit der Eroberung voil Tscheriiä
voda haben die Verbündeten die ganze
Bahnlinie vom Schwarzen Meere nach
'der Donau in ihren Händen. Von die
ser'Stadt aus führt auch eine Bahn
brück.e über die Donau, die den Deut
fchen und Bulgaren den Weg zur Ju-
Vasion von Alt Rumänien Und zum
Hauptschlage gegen Bukarest iveist,
Zrenn es den Rumänen nicht im letzten
Augenblick gelungen, ist, diese Briicke zu
-sprengen.
Kriegsfront der Alliirten auf den»
Balkan gestärkt.
a 2 5 O
amtlich bekannt gegeben, das die ita
lienische Kavallerie im südlichen Alba
nien die Fühlung mit der Reiterei 'und
der Artillerie der Entente. Truppen
an -der viazedonischen Front gewonnen
W hat. Hiechurch wird eine ununterbro
chene Kampffront der Alliirten quer
durch die gesammte südliche Balkan
.Halbinsel, von dem Struma Flusse
''NM Aegäischen Meere bis zu Avlona
am Adriatischen Meere in einer Aus
dehnnng von über 250 Meilen herge
ftellt.
Die deutschen Eisenkl^ainmern.
Berlin, üher London, 25. Okt.
Twei mächtige Armeen bedrängen Ru
mänien zu gleicher Zeit von Osten und
von Westen her und stellen einen Rie
senschraubstock dar, aus dem die Wa
lachen nicht zu entweichen vermögen.
Die Absicht besteht darin, Rumänien zu
Boden zu zwingen und als kriegfüh
renden Faktor auszuschalten.
Die Ar^mee Mackensens hat jetztCon
-stantzä, Raschowa und Medjidie er
obert. sowie die letzte Bahnverbindung
der Russen und Rumänen in der Do
brudscha besetzt. Die russisch rumäni-^
schen.Streitkräfte ziehen sich, theilweise
in wilder Flucht, nordwärts zurück, nm
dem Schicksal völliger Vernichtung zu
entgehen.
An der rumänischen Westfront hat
-General von FalkeNhayn die Offensive
ergriffen und bedrängt den Feind
durch die beiden Hauptpässe von Pre
deal und Vulkan.
Man ist hier der Ansicht, daß es in
Bukarest zu einer Revolution kommen
/riird, sobald in der Hauptstadt die
ganze Ausdehnung der ^rumänischen
Niederlagen bekannt werden wird.
Die Leichtigkeit, mit der Msickensen
Constanza.eroberte, ist auf das ganz-
Usenring schließt sich um RumSllie«^
Rattensen setzt sich durch Einnahme Tscherng
voda in den Besitz der wichtigsten I
Falknhayn hat jetzt anch den Boltan-Paß etstürntl.
I .5 -'V
An dem Erfolge der Franzosen vor Berdun lSU sich mischeinend nEt mehr
zweifeln.
Russen und Rumänen müssen ihre Niederlagen eingestehen. Rumänische
'.'Regierung soll nach Odessa sliichten. MZackensens Truppen stehen be
reits 12 Meilen nördlich von Constantza. Die deutschen Linien vor
Verdun wurden scheinbar zu stark geschvächt In Paris herrscht na
tiirlich groszer' Enthusiasmus über den unerwarteten Sieg.
.!
Bon dikr Ostfront.^
Tschernavoda besetzt.
S a 2 5 O
Das Moße Hauptquartier meldet heu
te, das die Truppen des Mnerals von
Aalkenhayn an der Kriegsfront in Sie
benbürgen den Vulkan Pah einge
nommen haben.
Der Tcchesbericht besagt serner, daß
in der Dobrudscha die Verfolgung der
Russen und Rumänen fortgesetzt ivird.
Heute Morgen wurde Tschernavoda
eingenommen, wodurch die Rumänen
und Russen ihrer letzten Bahnlinie in
der Dobrudscha beraubt lvorden sind.
12 M^eil^n nördlich von Constantza.
St. Petersburg, via London,
25. Okt. Die russische Heeresleitung
gesteht heute ein, daß dieRumänen und
Russen die Donaustadt Tschernavoda in
der Dobrudscha geräumt haben.
Die Meldung fügt hinzu, daß die
Heere des Felömarschalls von Macken
sen ihre Angriffe an der ganzen Do
brudscha Front fortsetzen. Die rus
sisch rumänischen Stellungen an dem
Tctchaul See an der Küste des
Schwarzen Meeres, 12 Meilen nörd
lich von Constantza, muhten chenfalls
aufgegeben werden.
Rückzug in Bukarest zugegeben.
B'ü'kÄ st^Mer Lonöoji, 25. Mt.
Das rumänische Generalquartier mel
det heute, datz die rumänischen Trup
Pen in Siebenbi':rgen ^ich weiter zu
rückziehen muszten. Sie wurden zwi
schen Predeal und Kimpolung ge
zlvungen, weiteres Terrain aufzu
geben.
liche Versagen der rumänisch rus
sischen Artillerie zurückzuführen, so
verlautet hier. HMU
Als Falkenhayns Offensive ein
setzte, schafften dieRumänen schleunigst
ihre Batterien nach den siebenbürgi
schG Pässen, um einer Invasion an
der Westgrenze vorzubeugen.
Neue Adresse der rnmiinischeN
Regierung?
Ch, icag o. 25. Okt. Die „Daily
News" hat aus einer zuverlässigen
OlUelle in S^. Petersburg eine Depesche
erhalten, welche^^eldet, daß in der rus
sischen Hauptstadt ^bekannt gemacht
lvN^de, daß alle Sendungen an die
rumänische Regierung von jetzt ab nach
Odessa anstatt nach Bukarest zu adres
siren sind. Dies läßt den Schluß zu,
daß die rumänische Regierung ihre
IKbersiedelung nach Rus^land vorbe
reitet.
BoÄ Der Westfrokt.
Französischer Siegesjubel.
a 2 5 O a a
Kriegsministerium hat gestern Abend
den folgenden Bericht über den ai:
scheinend so erfolgreichen Vorstoß der
Franzosen an der Verdun Front ver
öffentlicht:
«An der Verdunfrout wurde nach
intensiver Artillerievorbereitung auf
dem rechten Uf^r der Maas um
11:40 Vormittag ein Angriff, unter
«non»mon»-^Die an einer Jrvnt von sie
ben Kilometern angegriffene feindliche
Linie wurde überall bis zu einer Tiefe
durchbrochen, die im Zentrum eine Di
stanz von drei Kilometern erreichte.
„Dorf und Fort Douäumont sind
in unseren Händen. .5^'"
„Auf der Linken dranMi unsere
Truppen über die Thiaumontwerke und
die Thiaumontsarm vor, stürmten den
HaudremoNtsteinbruch und setzten sich
entlang der Straße Bras- Douäumont
fest.
„Rechts des Forts verläuft unsere
Linie nördlich des Caillettewaldes ent
lang des Westrandes von Vaux und der
östlichen Lisiere des Fuminlvaldes bis
zu' einem Punkt nördlich des Chenois
lvaldes und der Damloupbatterie.
„Die Gefangenen „strömen nur so
herbei." Bisher wurden ungefähr ZKOV
gezählt, darunter etwa hundert Offi
ziere. Das erbeutete ^iegsmaterial
kann noch nicht angegeben werden. Un
sere Verluste ivaren nicht schwer. Un
ter den gefangenen deutschen Offizieren
befand sich auch der Befehlshaber des
Fort Douäumont/'
Terrainverlust zugestanden. «K
Berlin, 25. Okt. Das Größe
Hauptquartier sagt in seinem heutigen
Tagesberichte, daß ein Angriff der
Franzosen an der Verdun Front die
sen neues Terraiil eingebracht hätte.
Dagegen blieben alle seindlichen An
griffe an der Somme Front völlig
'ergebnißlos.
Deutsche Gegenangriffe.^^
Paris, 25. Okt. Nach dem heuti
gen Mittag sbxrichte der französischen
Heeresleitung mächten die Deutschen
gestern Abend nördlich von Verdun
einen Gjegcnangrisf, um den von den
Franzosen eroverten Bo8en zurückzu
nehmen. Sie hatten es hierbei haupt
sächlich auf die vHandromont Stein
brüche und die Damloup Befestigun
gen abgesehen. Sie würden jedoch
überall zurückgewiesen und die Franzö
sen behaupteten überall -ihren neuen
(Ärund und Boden.
An der Somme Front verhindern
starke Regengüsse die militärischenOpe
rationen.
Der Börstöß war seit Wochnl sorg
fältigst geplant.
a 2 5 O a
Heeresleitung und die Kriegskorrespon
denten der Zeitungen veröffentlichen
spaltenlange.Berichte über die so uner?
warteten Erfolge der Franzosen bei
Verdun. Diese haben hier-großen Ju
bel losgelöst und einigermaßen die de
primireni^e Äirkung der Siege Düa
ckensens der Mbr^ds.cha wieder gut
a
Wie es heißt, soll General Neville,
der Kommandeur von Verdun, im Ver
ein mit General Petain den französi
schen Vorstoß seit langen Wochen ge
plant und vorbereitet haben. Die fran
zösischen Flieger sollen hierbei vorzüg
liche Dienste gethan haben, indem sie
die Befehlshaber genau über die deut
schen Truppenverschiebungen nach der
Somme Front auf dem Laufenden
hielten. Sobald Gen. Neville die
feindliche Linie für genügend geschwächt
hielt, ging er mjt all den Verstärkun
gen, die er vom General Petain er
halten hatte, ganz unerwartet, aber
mit aller Macht zum Angriffe vor.
Die artilleristische Vorbereitung^des
Angrisfes soll ausnehmend kurz, aber
äutzerst intensiv gewesen sein. Faktisch
sollen die französischen Streitkräfte so
flink auf der ganzen 'Linie zum Sturm
vorgegangen sein, daß die deutschen
Schützengräben überrannt wurden, be
vor deren Befehlshaber auch nur Zeit
fanden, ihre Reserven herbeizuziehen.
Infolge dieser Ueberrumpelung des
Feindes, der anscheinend mit gar kei
nen Angriffen des Feindes an dieser
Front mehr gerechnet hatte, sollen auch
die Verluste der Franzosen ganz aus
nehmend geringe gewesen sein.
Bon der italienischen Front.
W 2 5 O
Der heutige Tagesbericht der k. k. Hee
resleitung von der italienischer, Front
lautet:
„An der Küstenfront hält das itali
enische Geschützfeuer an, besonders auf
der Doberdo Hochebene. Ilnsere Flie
ger haben erfolgreich ein großes feind
liches Lager bei Sugana mit Bomben
belegt."
„An der Vojusa (in Albanien nörd
lich von Avlona) fanden keine nen
nenswerthcn Vorgänge statt."
Norwlgcn muß büßen.
In Christiania soll Entriiftung über
die Thätigkeit deutscher U-Boote
herrschen.
2 5 O E
aus Christiania an die Exchange Tele
graM Co. berichtet, daß fünf weitere
norwegische Dampfer in einem Ge
samMwerthe von rund fünf MilliöiieN
ÄMen von deutschen Tauchbooten ver
femt worden-sind.
2 5 O A
ania ist die Nachricht eingetroffen, daH
der norwegische Dainpfer „E!^m" von
eineni deutschen Kriegsschiff auf hoher
See aufgebracht und nach Emden ge
schleppt wurde.
„Edam" verdrängte 1955 Tonnen
und wurde zuletzt am 29. August vor
Tromsoe gemeldet.
2 5 O W
terkorrespondent aus Christiania be
richtet, wurden die norwegischen Dam
vfer „Secundo" und ^.Gronhaug", die
sich auf^ der Fahrt nach England be
fanden, von deutschenTauchbooten ver
senkt. Kapitän und Besatzung der
„Gronhaug" haben einen Hafen er
reicht.
Merlei Gerüchte.
n, 25. ^Et. Nachrichten­
agenturen bringenMeldungen aus Ko
penhagen, die behaupten, daß ganz
sensationelle Gerüchte über die ge
spannten Beziehungen zwischenD^utsch
land und Norwegen im Umlauf seien.
Die deutschen Tauchboote sollen seit der
jüngsten Entscheidung Norwegens, in
Bezug aus Tauchboote in seinen, Häfen
einen systematischen Vernichtungskampf
gegen die norwegischen Konterbande
schiffe durchführen. Fünf deutsche
Tauchboote haben eine reguläre Blo
ckade der, norwegischen Küste einge
richtet.
Norwegens Antwort aus die deut
sche Protestnote in Bezug auf Norwe
gens Entscheidung in Bezug aus Tauch
boote in seinen Giewässern ist immer
noch ein GpgeiHand der Diskussion,
aber das offizielle Organ der norwe
gischen Regieruug soll versichert haben,
daß Deutschlands'^iote nicht die Form
eines Ultimatums habe.
Neue Alliirten Anleihe.
I. P. Morgan är Co. haben bereits den
Pump vom P30Q,v0l,0()Q.abge!?
schlössen.
N 2 5 O a a
haus K. P. Morgan Co. gab heute
bekannt, daß sie die Unterbringung
einer neuen britischen Anleihe im Be
trage von I3()c,v()t),()()) mit ämerika
nischen Bankiers abgeschlossen haben.
Ferner heißt es in derVeröfsentlichung,
daß die Anleihe vor dem von der eng
lischen Regierung beabsichftgten Zeit
punkte placirt wird, weil jetzt derGeld
markt günstig steht und man ferner
hofft, durch die neue Anleihe die stete
Goldeinfuhr nach den Vereinigten
tj"/.
Donnerstag, de« SSKOktober tSI«
Kaiserworte.
S a 2 5 O
Das „Berliner Tageblatt" berichtet,
daß der Kaiser bei seinem letzten Ver
weilen an der Sommefront die folgen
de Ansprache an seine Truppen hielt:
„Der Kamps, an dem Ihr theil
nehmt und Euer heldenhaftes Verhal
ten finden nicht ihresgleichen in der
Weltgeschichte. Noch für ^Jahrhunderte
wird die Somme .Schlackst als ein
leuchtendes Vorbild dafür dastehen,
was ein durch seinen Willen geeintes
Volk durchsürhen kann. Dieser Wille
des deutschen VolkeZ findet in Euch sei
nen erhabensten Ausdruck. Und so ste.ht
denn auch ferner, was auch kommen
mag, fest gegen gallische Frechheit und
britische Dickköpfigkeit, damit derF^ind
uns nicht niederringen kann. Allen
Gauen Deutschlands entsvrossen steht
Ihr da, wie eine Eiseämauer deutschen
Pflichtgefühles und opferfrcudigen.Hel
denmüthes, kämpfendj bis zunr letzten
Athemzugv."
Mütterchen Rußland uin Polen
besorgt.
St. Petersburg, 2?. Oit.
Halbamtlich wird, die in den Vereinig
ten Staten kolportirte Nachricht in Ab
rede gestellt, daß sich!fie russische Re
gierung mit der Absicht trägt, eine
Million russischer Polen als Ansiedler
nach Südamerika zu entsenden.
„Dieser! Bericht", führt die halb
amtliche Agentur aus, „ist eine reine
Erfindung. Die russische Regierung
denkt nicht im Traume daran, die
Polen „ihre^ Vaterlandes zu berau
ben". Mne solche Maßnahme wäre
den russischen Interessen direkt entge
gengesetzt."
Mnfzten die Kastanien aus dem Feuer
MÄ holen,
S a 2 5 O N
Ein an her französWen Front befind
licher Korrespondent des „Rußkoje
Slowö" in St. Petersburg bestätigt in
einer Depesche die gräßlichen Verluste
der Franzosen in deN^^ämpf«n an der
Somme.
Der Korrespondent meldet,^ daß das
23. ZuaveN Regimen^ in ein furcht
bares Feuer der deutschen Mdsi^nen
gewehre gerieth und buchstäblich ver
nichtet wurde. Drei andere Zuaven
Regimenter wurden zur Hälfte oder zu
zwei Dritteln aufgerieben. Nur wenige
der Zuaven, die gegen die deutschen Li
n^^ anstürmten, erreichten dieselben.
AO Wie Rusiland sich verblutet.
Berlin, -drahtlos «über Sayville.
25. Lkt. Die Uebersee Nachrichten
agentur gibt heute auf Grund der neu
esten Aufstellungen des russischen Jden
tisizirungs Hauptburcaus in Kiew
bekannt, daß die russischen Verluste an
Todten. Verwundeten und Gefangenen
seit dem 1. Juni 1797.522 Mann be
tragen haben. In. dem Bericht heißt es
weiter:
„In dieser Zahl sind 85,981 Offl
ziere eingeschlossen. Unter den jüngst
Gefallenen befanden sich zwei Generä
le, sechs Oberste, die Brigaden führten
und acht Oberste, sowie sOberstleut
nants, die Regimentskommandeure
waren. Die schlimmstei, Verluste hat
ten die sibirischen Korps und die
kaukasische Reiterei zu verzeichnen!"
I Hohenlohe Ministerpräsident.
don, 25. Okt. Das Reuter
bureau ^neldet über Amsterdam aus
Wien, daß Prinz Konrad von Hohen
lohe Schillingi^ürst als Nachfolger
des ermordeten Grafen Stürgkh den
Posten des österreichischen Ministerprä
sidenten übernommen hat, ein Amt,
das er früher bereits bekleidete.
Der österreichische Neichsrath
W 2 5 O
glieder verschiedener Parteien beider
Häuser des österreichischen Reichsraths
nahmen in einer Konferenz anv.Mon
tag einen Beschluß an. in dem formell
die Einberufung des Reichsräths ver
langt wird, der feit Beginn des Krie
ges nicht mehr in Sitzung gewesen ist.
Der Präsident der Kammer versprach,
den Beschluß. Zur Kenntniß der Regie
rung zu bringen.
Allerhand Hochachtung, Peoria!
a 2 5 O
abgehaltene deutsche Bazar für die
Kriegsnothleidenden hat die Summe
von 20,(()v Dollars eingebracht. iA.?
W
Unfall oder Selbstmord?
a 2 5 E
kannter Milwaukeer, der VOjährige
srühere GrundeigenthumShändler.Fred
I. Zautcke. der sein Heim im Hause
No. 643 Murray Avenue hat, wurde
gestern ^Vormittag um 9 Ilhe am See
ufer, zwei BloAs nördlich der North
Point Pumpstation, als Leiche' gesun
oen. Es konnte noch nicht festgestellt
Staaten zu hemmen, die jetzt in finan- werden, ob es sich um ein« Unfall! gekommen und hatte eine Unterredung mindestens 50,000 Stimnier er
ziellen Kreisen Beäligstigungen erregt, oder einen Selbstmord handelt'
nii.ii c-»'.-,-
Kl.
In unserem unruhigen Nachbarlande
scheinen sich neue Ereignisse vorzu
bereiten.
S A o, Te'x.', 25. O^t.
Andauernde Gerüchte von der Erobe
rung von Chihuahua City durch Villa
häben bisher noch keine amtliche Bestä
tigung durch Rapporte an das Bun
des Hauptquartier gefunden. Gene
ral Funston sagte heute Abend, daß sei
nes Wissens die Nachricht aus Erfin
dung beruhe.
Daß es aber sehr schlecht üm die
Stadt und die Carranza'sche Garnison
geht aus der Thatsache hervor,
daß der Kommandant General Trevi
no laut einer verläßlichen Meldung die
angesehenen Bürger und Beamten der
Stadt aufgefordert hat, diese bei Zei
ten zu verlassen. Tie Gattin des Ge
nerals Trevino befindet sich bereits un
ter den Flüchtlingen in El Paso.
Neueste Nachrichten beschreiben die
vernichtende Niederlage, welche die
Truppen des Generals Lzuma durch
die Banden Villas bei Palonias erlit
ten haben. Tie Villisten lockten dieCar
ranza'schen Truppen in eine tiefe
Schlucht, wo sie sie dann von beiden
Seiten reihenweise niederknallten.
Neue Sturmzeichen.
N 2 5 O
Hier sind für die Bundestruppen große
Mengen von Spaten. Hacken, Sand
säcken und anderen Materialien si'iT
Schanzenbau und große Quantitäten
Munition eingetrossen. Diese Vorräthe
sollen für die Strafexpedition in Me
xiko bestimmt sein und beweisen, daß
das KriegsdeparMlnent neue Verwicke
lungen in dem Nachbarstaate be
fürchtet. t, i.
W a 2 5 O
man sich in Regierungskreisen darüber
klar, daß die Zustände in Nord Me
xiko infolge der neuen Erfolge Gene
ral Villas als militärischen Führer
ebenso bedrohlich erscheinen, wie die
Lage kurz vor den letzten mexikanischen
Grenzeinfällen. Im Allgemeinen
schenkt man hier der Nachricht Glau
ben, daß Carranza sich vorbereitet, das
Land zu verlassen. ..
Im Namkll der Kultur!
Engländer ließen katholische Geistliäie
.Schiffsverdecke scheitern
S a a 2 5 i
zehn deutsche katholische Gel.niiche sinv
am Dienstag auf dem Dampfer Ven
wra von Australien in San Francisco.
Cal., eingetroffen. Sie waren feitAus
bruch des Krieges in Australien inter
nirt gewesen und werden von hier aus
nach Teutschland zurückgesandt wer
den. Sie waren aus Ceylon festgenom
men lvorden und mußten ein Jahr
lang englische Truppenschiffe scheuern
und andere ähnliche Arbeiten verrich
ten, bevor sie nach Holdsworthy bei
Sydney, Australien, in ein Gefange
nenlager gcschaff wurden. Später
wurden sie nach dem Gefängniß von
Trial Bay gebracht. Sie lvurden auf
Betreiben des Erzbischoss 5kelly von
Sydney später sreigelasien und erhiel
ten freies Geleit nach Deutschland.
Mehrere andere internirteTeutsch^ sind
mit den Priestern aus Australien ein
getroffen.
Argentillisches.Gltrcide.
Wird jetzt in enormen Quantitäten im
portirt, weil wir unsere Vorräthe
an die Miirteu verschachert haben.
a 2 5 W a
der hiesigen Getreidebörse, angeblich
infolge von Erntefchnden in Argentini
en, Kanada und hierzulande der Preis
des Weizens an einnem Tage um
7 Cents auf P1.86 pro Bushel in die
Höhe schnellte und an der Börse eine
große Knappheit an Maiskorn einen
ähnlichen Preiseffekt verursachte,
kommt aus Peoria, Jll., die Nachricht,
daß dorthin über New Orleans bereits
über 1.000,000 Bushels Mais aus
Argentinien verschifft worden sind. Die
Getreidespeicher in New Orleans wer
den derart vergrößert, daß man noch
weitere enorine Sei^dungen erwartet.
Mnis ist einer der Artikel, welche
durch den Neuen Zolltarif auf die Frei
liste gesetzt worden sind.
Posttransport durch Flieger.
a I I I 2 5 O
wurde heute amtlich angekiindigt' daß
schon in der nächsten Zeit Buudespost
von Chicago nach New Jork durch
Flng'zeuge transportirt werden soll.
Victor Corlan, der erste dieser „slie
genden Briesträger", ist heute hier an
'l. ten Male von
mit dem Chicagoer Postmeister. lverden wird. Herr Mangum hält jedoch
f.
N .M
K'
Die Wirren in MeM. I^Jch bin smWd MlMlliNgig!"slIgt Hllghes.
Politisches.
„America first!"
drücklich, daß er bei der Wahl nur dic
Unterstützung derjenigen Wähler
wünsche, welche die Interessen der Ver.
Staaten über alle anderen stellen.
In der Tchützenhalle ini Oueens
Borough. die bis auf den letzten Platz
gefüllt war. sagte Herr Hughes unter
Anderem Folgendes:
„Es ist kaum nothioendig, zu beto-
verurtheilt.
Ast völlig unabhängig.
„Ich bin ein von allen fremden Ein-
der Nation sremden Einflüssen unter­
stimmen." .' .l
Wilson in Cinciunati.
a 2 5 O
dent Woodrow Wilsoit ist heute Mitbig
nach Cincinnati. O., abgereist, in wel
cher Stadt er morgen drei Wahlreden
halten wird. In seiner Begleitnng be
fanden sich Frau Wilson, Sekretär Tn
multy und der Leilmrzt deS Präsiden
ten. Dr. C. .I. Grayson.
Michigan für Hugheo.
2 5 O
Vorsitzende des republikanischen
Staats Committees von Michigan,
Herr Mingnm. gab heute seinerileber
zeugung Ausdruck, daß Herr Hlighes
?m Staate nlit einer Mehrheit von
!väl?lt
W.'.
Weist aber die Stimmen aller Wähler ab, die andere
Interessen denen der Ver. Staaten vorstellen.
^Verspricht furchtlose, wohrhast amerikanische Politik.
Wird keine fremden Uebergriffe und keine Drohungen von irgendwelcher Seite
dulden.
Hughes hielt drei Reden vor Deutschamerikanern in New .?)örk Wilson
nach Cincinnati abgereist Nooierelr weift auf ^as vorbildlickie
Schweizer Volksheer hin 50,000 b!s^100,000 Stimmen republikani
sche Mehrheit in Michigan erivartet. Vnnce McCormick ist zum zwei
"^eremias L'Learn verklagt ivorden.
NewVork. 25. Qkt. Ter republi- end seiner Wiedererwählung völlig
kanljche Ptäsidentschaftskandiat CHÄ-.'sicher sein. T,7gegen sott es schwer sein,
les E. Hughes hat heute in den drei infolge der Prvlnditionsfrage den Aus
von Deutschen besonders stark besiedel-' fall der Gouverneursivalil vorder
ten New Aorker Vorronghs Oueens,
Harlem und Bronx, je eine Kampag
nerede gehalten, "^n seinen Ansprache^
nahm er die Gelegenheit wahr, de^
neuesten Verdächtigungen seitnes de?
demokratischen Nationalcommittees
entgegenzutreten und erklärte Nach­
nen. daß wir für den Fall ,neiner Bnndesversafsung. das den Frauen das
Wahl eine ausschließlich amerikanischen allgenieine Wahlrecht gil't, für den ge
Politik im Dienste amerikanischer Jn-^radeften Weg zum Ziele und versich'er
teressen haben werden. Ich kenne keine te. daß Herr HugheA alle seine dies
geheimen Uebereinkommn, keine gehi- be'^i'.^ilichen Versprechen geivissenhaft
mn Absichten. Wenn jeinand glanbt, einyalten werde.
daß für den Fall meiner Wahl diej In einer Rede, die ganz der .Rii
Rechte und Interessen amerikanische^.stungssrage geweiht ivar, empfahl der
Bürger einer höheren Absicht oder dev^'eiitstige Ranhreiterol^erst eine gleich'nä
Jnteressen irgendeiner sreinden Macht ßige inilitärische Ausbildung aller
untrgeordket werden sollen, dann ist
er von vornherein znr Enttäuschung arm. Er wies hierbei ans das vorbild
liche Schweizer. Volksheer hin. Was ein
solches Werth sei, beweise die Thatsa
che, daß die Schweiz während der Na
poleonischen ^iriege ein Spielball der
slniien freier Amerikaner. Wlr pla- „nichtigeren Nationen ivar und schließ
"''u.und beab.tchtigen eine rein amerl- it.,'eilig annektirt .vurde. .väh
kanr,che BerMltnng. Und w.r werden kriegführende N'ation e--^
unentwegt fnr d^- Anfrechterhaltung Schweizer Boden zu betreten,
amernanycher Rechte zn Land uud zu
Wasser einstehen, während wir mit al
len N'atinoen auf der Grundlage abso
luter Billigkeit Verkehren.
„Wir werden fremde Intrignen auf
unserem Bodeu nicht gestatten. Wir
werden Drohungen von keiner Seite
dulden und uns nicht durch sremden
Einfluß von unserem Wege abbringen
lassen. Und ich glanbe. daß die großen
Massen des ainerikanischen Volkes ans
richtige Patrioten sind."
Ber. Staaten fordern volle Loyalität.
„Ich habe schon in meiiter An
nahm-r-d- d»« wir dax cm
I,-r gcvorn, °d-r mtnml.nr,- Burgir zwischn, H-rn,.: md
sind und welchen Glauben oder Ivelcher Hughe
Rasse wir auch angehören inögen, ein
geineinsames Land besitzen, und daß
getheilte Loyalität nicht geben
darf.
„Ich wünsche ohne Rücksicht ans
seine Rasse die llnterstützting eines
jeden wahren Auierikaners, der sür
meine Prinzipien einsteht, und ich
weise jeden zurück, der andere Inter
essen denen der Vereinigten Staten
voranstellt. Die Vereinigten Staaten
'müssen zuerst konunen.
„Wer aber den Vereinigten Staa-
ten nicht mit ganzer Seele und gan-'zig Mmilesel nnd sechs Pferde fanden
zem Herzen angehört, wer nicht ohne ihren Tod in den Flammen, welche auch
Bedenken die Rechte und Interessen eine große Sckenne mit ganzem In
Amerikas gegen irgendein Land halte, sowie die gesannntenVorräthe aii
schützen würde, wer für fremde lieber-' Hen ui,d Mais zerstörten.
griffe Immunität sucht oder die Macht!
Ft
v.
^.. t»
'-z!?:.
«Zi!^
Jahrgailg 85 No. 260
OLeari, liisit nicht locker.
N k. ^kt. Vance Mac
Cormi'-k, den? Vors^t.,enden dec^ demo
tratifchen ^^lationalcoinniittees, ivurde
anl Tieustag in Neiv ^'lork eine ge
richtliche Vorladung zligeftellt in Ver
dindlnlg niit einer zweiten Klage, die
Herr ".cremiali Q'LearN. der Präsident
der Amerikanischei, Ilnabhängigkeits
konferenz, gegen ihn angestrengt hatte.
Herr Learn fordert 8100.000 Scha
I denerün^ für einen Artikel, dei, Herr
ü'.'icCormick angeblich verfaßt nnd der
Preise iivergei.ien l,at. Herr MxCorinick
getrosseit ivorden sei,
nach dem Herr Hnghec- seine Reden den
Forderungen und Bedingungen der
an'.erikanischen Unabbängigkeits Kon
serenz anpasieit niüsse.
Grosies Schadeuseuer.
Willia INsb g. Ja.. 25. 5^kt.
Dtirch eine nn,geworfene Laterne in
einein Henschober entstand hier ans der
Ackbr großen Farm von Martin
400
Floerschinger, die an Ernest de Luch
verpachtet ist, ein großer Braitd. Vier­
Geistcsgestiirt.
a 2 5 O
Maurice O'Connor, ein bekannter An
ivalt nnd frül^erer Partner des Sena
tors Keittwn. wnrde hente nach eineni
zirei Tage dauernden Verhöre für gei
stig unzurechnungsfähig erklärt. Sein
Geistesznstand ist eine Folge eines
^^t'ervenfiebers. an denr er vor einigeir
Iahren erkrankt ivar.
Rasten in den Tod.
S I 2 5 O
Nördlich von unserer Stadt ereignete
sich yenle ein graßliches Unglück, als
ein Antoniobil init einein Vorortzuge
der Southeril Michigan N. Co. znsain
inenstieß. Tie säinintlicheil sechs Insas
sen des Krastwageiis ivnrden atif der
Stelle getödtet. Bisher konnte iilir die
Leiche von Franklin Brown aus Lin-
wood. Ind., identifizirt Iverden.
.G
die
eine Majorität von 00,000 für
Revublikaner fiir wahrscheinlicher.^^
::einer Meinung nach darf auch der
repuvlikan,sche Bundessenator Toivns-
wahl vorher zu
lagen.
Roosevelt fiir Voltsheer nach Schweizer
Muster.
Col.,
ctt. Theo-
Lore Roosevelt verlirachte hier 'heute
einen sehr geschäftigen Tag, an dem er
drei große Wahlreden hielt und in
dreiParaden mitfnbr. In seinerHaupt
^'l.e griff er natürlich ii? der üblichen
Tonleiter de» Präsidenten Wilson an.
'von dem er nieinle, daß er'nicht nur zu
üolz zum Känipfen. sondern auch zu
slolz znni Küsten sei."
Eine seiner Ansprachen richtete sich
hauptsächlich an die ^'rauen. Er er
klarte, ein Aniendinenr -^n unserer
'D
p.?
45.
W
'.'k t.H

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