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Der tägliche Demokrat. [volume] (Davenport, Iowa) 186?-1918, November 10, 1916, Image 7

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Befriedigen Sie
Ihren ÄDekit
mit unseren besten und leichten Erfri
schungen. Wir haben alle Sorten
Sandwiches, Salads,
Heiße Chokolade,
Jee Cream,
Backwaaren.
Vergessen Sie nicht, heute einen
Kasfeekuchen mit nach Hause z« neh
men. Bestellen Sie Denselben lieber am
Rachmittag.
^onfeetionery
und Bäckerei.
218 Lrady StrHe.
PhnucW
Südöstl. Ecke der Dritten «nd
Brady Str.^ Davenport, Ja.
Eine starke Bank» verwalte!
von fähigen und vorsichtigen
Beamten.
Kapital und Ge
winn .^400,000.00
Depositen. .q!3.000.000.00
Vier Prozent Zinsen bezahlt auf j-
Depositen.
K. H. Bartemeyer, Präsident.
Wm. Hener, Kassirer,
Albert Jansen,
Hilss-Kassirer.
Scott Comily Spardanl
Office»: Südlvest-Ccke der Dritte» und
Brady Strafe.
Einbegahltes Kapital tz LV0.000.0)
Ueberschuh und unge
theilte Gewinne .., 600,000.00
Guthaben über .:. K.0W.000.00
Vier Prszent Zinsen werdU fit» D«.
»osite« bezahlt.
Beamte:,
John H: Haß, Präsident.'
Henry F. Petersen, Vizepräsident
Gust. StÄen, Kassirer,
Direktoren.
Henry F. Petersen. C. A. Mcke, F.
Haß, Louis Haussen. I. H. Sears.
J. W. Watzel. Edw. C. Crossett. Patrick
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Geld wird'verliehen auf Trundeigen
thum^und persönliche Sicherheit.
KeSffnet an Sonnabend Abende»
7 t» 8 «Hr.
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«wdinde» vo» Büchern, Liniir««ti»
und Arbeiten für Ges«h-ftsle«te.
Geschäfts Bücher «nd Gninmistemtzel.
«o. 802 westl. 3. Straße, Daventzort
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Telephon 597.
Orders tlxrden zur Tag- und Nachtzeit
prompt und fachgemäß ausgefÄrt un
ter Garantie Ter Zuftiedenyett.
U«t» Leichenwage» und Llm»«fi»«ß
auf Verlange».
E
scheint, wie man.aus Jnterlaten
schreibt, ein-in Adelbcden internier
ter Franzose aus der Normandie zu
sein. Konlmt der eines Tages sreude
Itrahlend in sein Qu^irtier niit oer
Meldung, er sei auf dem große»
Lohner gewesen als Beweismittel
zeigte er eine Anzahl mit Namen be
schriebener Zettel, Weichs Lohnerbe
steiger n'.lt ihrem Namen und !-Latum
der Besteigung versehen in einer
Llnsche auf I«^sem Äerg zurückgelas
sen hatien. Der Hotelier ^belehrt ihn,
das es schade^sei, diese Zetiel iniige
nonimen zu haben. Am folgenden
Mcrgen verlangt der ^"sranzose eine
?lafche, steckt die Zette, hinein und
wie der Wind gehts auf ovn Lohner,
Nillwo die Flasche am Ort dcr frü
heren niedergelegt Ivird. Am drit-en
Morgen lviiunt ihni in den Sinn, er
^hätte doch seinen Namen aus de:n
Lohner auch verewigen sollen. Er
verlangt Papier und'Tinte^ schreibt
jeinen Nanien aufs Papier und freu
dig gehts dein Lohner zu, wo ter
Inhalt der Flasche um einen Zettel
verinehrt wird. Aber nun die Läufe
rei des Internierten! Er geht davon
wie ein Wild, kaum vermag man ihm
zu folgen. Als 'Schuhwerk trägt ^er
große Holzschuhe, die er. aber, so
bald es stark aufwärts ge^i auszieht
und an den Nucken h^ingl. Bon. Mü
digkeit oder Ateninct -scheint dieser
Franzose nichts zu ^wissen. Ter
Groß- L.)hner, «vird di
rekt von Ad'Ilndcn aus in 6—7
Stunden lcitiegen.
Neues Ms Rock Island
Xn deni^ Prozeb^Verfahren von Pe
ter Edwall, der die C., R. I. 8^ P.
Eisenbahn Geseltschaft ali.f Pl-i.NlX)
Sckpdenersatz verklatzt hatte, weil er
bei'einem Unfall das rechte Bein ein-
bilßte, stellte eine Jury gestern einen
Wahrspruch aus, wonach die verklagte
Gesettschasit nicht für den von dem
Kläger erlitteuen Verlust verantwort
lich zu halten sei.
Edwall war am 11. Februar des
Jahres ik)14 an dein Bahn-Ueber
gang an der 42. Strgsze von einein
Rock Island Zug angefahren und
schwer verletzt worden. Später er
wies es. sich als nothwendig, daß das
rechte Bein des Verletzten nnterhälb
des Künes ampntirt werden muszte.
Nuch sollte Edwall eiuen Bruch von
Pippen davongetrageli haben. Ter
Letztere hatte in seiner Klageschrift
behauptet, das er insgesanimt
fiir ärztliche Behandlung ausgegeben
habe.
C. H. Stenson, eiii° Ehailffeilr von
avenport, lvkannte sich gestern im
Polizeigericht schuldig, mit seinen.
Automobil an einem Straßenbahn
wagen, der sich nicht in Bewegung be
fand, vorbeigefahren zu sein. Er
wurde daraufhin zu einer Geldstrafe
von .Dll) und den Kosten des Verfah
rens verurtljeilt, die er auch prompt
bezahlte.
Verkehrspolizist Krueger hatte
Stenson gesehen, als derselbe den
Viadukt verließ uud nicht-^iinter ei
nein stilli'tehenden Straßenbahuwageu
allgehalten Hütte. Ter B'emnte för
derte Steilsoil zum lZilchalteu ailf, je
doch beachtete dieser aligeblich die
Warnung nicht. Ter Polizist sprang
darauf in einznfälligvorbeifahrendes
'Pitney" uild es gelang ihni, den an
geblichen Flüchtling zu verhafteil.
Arel Nelson, welcher als der beste
Kunde der Rock Island Polizei gilt,
wnrde gestern wieder einmal zu einer
Gefängllißstrafe von 40 Tagen ver
llrtheAt, liachdem er der Trunkenheit
schuldig befunden worden war. Nel
soll verbringt seine halbe Zeit hinter
schwedischen Gardineil, da er des Gu-
Horace B. Cole reichte gesterii iin
Kreisgericht eine Scheidlingsklage ge
gen feine Gattin, Frau Mabel'Cole,
eill, die er di^s böslvilligen Verlaffens
befchilldigt. Das Paar verheirathete
sich genläß d^er Klageschrift im April
des Jahres 1911 und trennte sich inr
Noveinber dieses Jahres. Aus der
Ehe ist eiir Kind entsprossen.?
«.
Jir Rock Island ließen sich gestern
die folgenden Perfoilen Heiraths
erlanbilißfcheille ausstellen:
Ernest V. Swailfon nild Hrl. Ma
rie M. Loeser, Nock Island.
Oscar Johnson uild Frl. Madge
Hanilall, Moline. 'z?
Nick Leto, ein jung«- Italiener, der
dein sonnigen Jtalieu erst vor kurzer
Zeit den Rücken gekehrt Haben soll,
liegt^in schwerverletztem Zustaild im
Stadthospital von Moline darilieder,
nachdein Frank Petarite angeblich
mehrere Schüsse auf ihii crbfeuerte.
Die Kugeln drangen dein Letzteren in
die Lnllge, in den linken Arin und ill
die Haild. Die Aerzte hoffen, daß der
Schwerverletzte nlit dem Leben davon
koinmen wird. Petarite, der nach der
Schießerei verhaftet wurde, gab an
geblich als Grund für feine fchreckliche
That air, daß er sich an Leto rächen
wollte, ltveil derselbe in letzter Zeit
seiller Gattili zu viel Aufnlerksalnkeit
geschenst habe.
Nach Berichten von Augenzeugen
kain Petarite ilr das „Silvis Aound
houfe", wo sich auch Leto aufhielt. Er
sprach zürnend init Leto, dein er kurz
daram einen heftigen Moß gegen den
Unterleib versetzte, sodaß dieser zu
Bodeil stiirzte. Der. Wiitherich zog
dann seinen Revolver hervcr und feu
ei^te vier Schüffe auf feiil Opfer ab.
Die beidell Mänller siild Arbeiter der
Rock Island Eisenbahn-GefellsckMft.
Koroner Meyer entschuldigte ge
stern die iMtglieder der Jilry'in denl
Todesfalle, der dlirch die Entgleisting
des Southivest Liinited Passagierzu
ges hervorgerufeil worden war, nlit
der Anweifuilg,- daß er ihre Diellste
jeden Augenblick wieder ill Ansprilch
ilehmen könnte.
Auf die Aussageil voii Dr. P^ A.
Bendixen hiil, der eil. Paffagier des
Zuges war,"als derselbe letzten Don
nerstag entgleiste, hat die Polizei ei
ne'grü,ldlick)e Untersuchung mlqeftellt.
Dr. Bendixell hatte gesagt, daß er ei
nen Mvlin von der Uilfallftelle eilen
fah, als er gerade aus seineln Wageii
gestiegen war. Der lillbekallnte ivar
mit gewöhnlichem Arbeitszeiig beiiei
det. T, der eifrigen Nachforschilll
gen die Behör'den ailae'ellt
Hal7u. c5 bisher noch nicht gelun
gei! ^icht iil die inysteriöse Angele
geiilx'it zll briligen. Allein Aiischeine
na^l! handelt es sich in diesein Falle
unl einen Racheakt«
ten häufig ein wenig zu viel trinkt tzenhaus gebracht ilnd die Lizeiisnum
lnld dann regelinäßig tvegen Trim- mer 47571 wlirde dann an den
keilHeit verl^aftet wird.
Der Barbier John Waehis bekann
te sich gestern vor Polizeirichter Gu
ftafson des thatlichen Angriffs auf
dei) 14 Jahre alteil Merton A. Ziin
lnerüiann fchilldig und wnrde darauf
hin zu einer Geldstrafe von insge
sanmit Pti).90 verurtheilt. die er auch
bezahlte.
Waehis hatte angeblich ein Stück
Kohle auf Zinlnlerinailn geschleudert,
das denselben auf den Kapf traf, eine
erllstliche Verletzung verursachen^.
Neues aus Milscatiue.
Trahtdiebe habeil in letzter Zeit in
Sild Mllscatine ilir Uilwesen getrie
ben und eine recht ansehnliche Beute
erlailgt. Gestern wurde in Erfah
riing gebracht, daß den Tieben Ku
pferdrahd- im Werthe roil inehrereil
hlmdert Dollars in die Hände gefallen
war. Auch erlangten die Eiilbrecher
Kleiduilgsstücke und sie drangen fer
ner in Hühnerställe ein, wo sie Ge
flügel ftahlen.
Von der Drahtldituilg, welche von
der Süd Muscatille Straßenbal»l-Li
llie bis näch dem Blallpark geht, vur
de Traht inr Werthe^ von P?') ent
fernt. Ml^ch gelang es dc^n Vettvege
Neil Tiel^n, Traht ini Werthe voil
lnehreren hundert Dollars von einer
Starkstrsm-Leitung, welche bis zu den
Anlagen d?r Pearl City Gravel Co.
auf Mllscatine Island geht, zu eilt
fernen. Tie Leitung der letzteren Ge
sellschaft wurde bereits drei Mal zu
»vor abgeschnitten.
Alle Anzeichen- deuteir darauf hin,
daß es sich in säinnitlichei, Fällen um
dieselben Diebe handelt, die mit einer
grenzenlos^ Venvegeilheit zil Werke
gehen ulld'als Meistr in ihrein Fach
btrachtet werden können. 7
Feilerwehrleute des Spritzellhanses
No. 3, welches au der Hersheh Avenue
gelegen ist, haben ein Cadillac-Aiito
mobil in ibrenl Besitz, das sie an der
Green Straße verlassen vorfandeil.
Die Maschine wurde bereits Mitt
woch Abeild beinerkt' uud die Feuer
wehrleute waren liicht wenig erstallnt,
als sie dieselbe Doilj:erstag Ä^orgen
noch auf derselben Stelle sahen. Das
Autonlobil wurde darauf ins Spri-
Staatssekretär telegraphirt, niit der
Bitte, den Naineit oes EigeilthüiilerS
des Ailtoiilobils initzuth.eileil. Von
hier aus kain die. Aiitirsort, daß die
Maschine Eigentlniiil des Isier woh
nellden B. G. Lilln sei. Dieser er
klärte alls Befragei^ daß ihni vor ei
ltiger Zeit die Lizensnurniner von sei
nein Zlutoniabil gestohlen wordeil sei.
Bisher ist es noch iiicht gelilngen, deil
Eigenthüiner des geheiliinißvollen
„Fuchterls" ausfindig zil macheil.
U^nbedacht. Koininis: „Herr
Prinzipal, Ihre Frau Gemahlin
wilnfcht Sie ain Telephon zu spre
chen".
Chef: „Sagen Sie ihr, ich hätt»
jetzt keine Zeit (drohend) aber in an
Kändigem Tone nicht etwa fo
tvie ich zu Ihnen spreche!"
S
lniffion. „Was torkelt denn der
bezechte Gast dort imlner vor dem
Wirt und dem Zahlkellner auf und
ab?"
„Kein Mensch weiß, wieviel er ge»
trunken hat, und i-.un wird seine Zech»
nach seinein Gang taxiert."
E S
Lude (zu Ede, der drei Jahr in „Zu
rückgezogenheit" gelebt hat): „Mensch.
Du hast ja keine blasse Ahnuiig, n:ie
wir fortgefchritten sind mit's Ein
bruchswerkzeug!"
Ede: „Ja, La, das will ich glau
ben „wer- lange sitzt, inuß rosten"."
Der Demokrat, Davenport, Jlowa^
Versuch mtt eiiier Schutzvorrichtung für Ntos.
Wehr-HülfSMarke»
Zum Betrage von einen: Cent in der
Geschästsstelle dieser Zeitung.
Der Berkauf der WeHr-HüIfsmar
ken zumMetrage von einem Cent in
der GeWftsstelle dieser Zeitung
lnacht erfreuliche Fortschritte unÄ
lvenn auch bereits viele Marken ver
kauft worden sind, fo Hai der „Der
Demokrat" doch eisten VorratZ von
mehreren taufend Marken, fodaß alle
Beftellungen vorerst noch ausgeführt
werden können.
Tie künftlerifch gearbeiteten Mar
ken iNlt dem Aufdruck „Der Heimath
Noth, fchaff ich Brot" lassen sich
mannichfacher Weise auf Briefen, Pa
cketen und zu Geschenken verwei^n.
Die Marken sind zum Preise von nur
einem Cent per Stück in der'Ge
schäftsftelle diefer Zeitung erhältlich.
Ein jeder Cent kommt den Nothlei
denden in Deutfchland zu Gute, da
das aus angesehenen deutschamerika
aifchen Geschäftsle:ten bestehende Ko
arite für feine Mühewaltung in kei
ner Weife -entschädigt wird. Also
nochmalK: „Der ^imath Notb, slj^ff
:ch Brot."
Für ÄS MÄe.
I N S
Aus einein Stück derveil, altgeschlach
teten- Haiiiinelflcisches schneidet inan
.Handgroße Schiätten, klopft sie, be
streut sie init Salz und Pfeffer und
desirnckt sie auf der 'Oberseite init
etwaZ nicht" zu scharfem Ä^osirich.
Außerdem .Hcickt mul^ 1 bis 2 gut
aüwäfferte, enthäutete und entgrätete
HeringsrüÄen und einen Löffel öia
pern fem und »ermifcht dies nüt eini
gen geriebenen Zwiebeln. Nuil streicht
Zlian einen paffenden Schinortopf, der
nicht zu hoch sein darf, init Lutter
auÄ, Iczt die Fleischschinitcn möalichst'
nebeneinander hinein, die iuit Äiost
rich^ besttichcne Seite irach unten. Das
Gehack von Sardellen, 5kipern nnd
Ziviebe^n^ geriebene, Scininel streut
nil'n darüber, füllt ein
Waffer oder leichte^ Bri
daß die Flüssigkeit das„Ileisch eben
iinr bedeckt, und läßt die SÄniiten im
Ofen oder über gleichmaßigein Feuer
weich dämpfen. Das Getjeht wird in
erwärn^ier Schüffel so, '.hie es ist,
ohne die Brühe durchzurühren, aufge
tragen. Man kann init gehackter Pe
tersilie durchgeschwenkte^ Kartoffeln
dazu o.eben oder auch gebackenes Kar
toffellnus.
a 2
2 Pf. Mehl, 3 Pf. Zucker, 4 Pf. Ko
rinten, 3 Pf.- Rosinen, Pf. Zitro
nat, 2 Pf. blanchierte Mai^delil,
Pf.. Orangeat, 20 Eier, Tasse
Sherry, 1 Tasse Kognak, von allen
nachfolgenden Geivürzen je zwrci
drittel Uirzen: Muskathblüte, Mus
katnuß, Nelken und ,^Cassia", zwei
drittel Tasse Molasses: Alle
Fruchtforten werden init der Schere
klein gefchnitten oder gehackt. Butter
und Zucker werden zu Crüme gerie
ben, die Eier werden zerquirkt und
hinzugegeben. Dann komint die Flüf
siigkeit, uud Iveim diefe init der Masse
gut verbunden ist, wird langsam das
gut gesiebte Mehl eingcriihrt. Die
Früchte werden lnit Mehl übersiebt
und durchgeschüttelt, ehe lnan sie
nun hinzufügt. Zuletzt koinmen vie
lIeirürzk und der Molasses. Pfaniyin
(ain l.eften neuen) werden lnit But
ter ausgcrisben, init bulterbestrichenein
Hapier ausgelegt und der Kuchen
lvird langfam, 2 bis 3 Stunden ge
backen und in der Pfanile erkalten
lassen'.'
paar Löffe!
dazu, so
Bedtiltcndck.^oinponist.
Z«m Ableben Friedrich ^Gernsheims in
Berlin.
Mit dein in Berlin verstorbenen
Friedrich Gerilsheim ist ein Musiker
dahingegangen, der in Deutschland
und nanlentlich in Holland nicht so
bald .unter die^ Vergessenen geraten
wird. Die Ansänge von Gernsheims
produktivem Schassen reichen noch in
die Zeiten der Romantik zurück. Men
delssohn vor allein beherrschte seine
Jugendjahre» Seinen ersten Ruhm
holte er sich als Pianist. Atn 17.
Juli 1839 in Worms geboren, in
Leipzig ausgebildet, hatte er als Kla
vierspieler schon srüh von sich reden
gemacht. Seine vielbewunderte Tech
nik, das elegante, perlende Spie? b'.ie!^
ihm srisch bis ins hohe Alter. Gerns-
l)eiln begann alsdann mit Erfolg au!
dem Gebiete des praktischen Muiikle
bens
ZU
Trockcnlrgunil der Znidersec.
Dieser Tage ist der zlveiten hollän
oischen Kammer ein Gesetzenlivurs
über die Abschließuil^ und Trockenle
gung der Zllidersee zugegangen. Der
Entivurf sieht die Ausführung der
Werke vor, die vor allen Dingen nö
tig sind, die Zuiderfee durch einen Ab
schlußdamm in einen Binnensee zu
verir'andeln. Dieser Abschlußdainin
wird von der nordholländischen Küste
durch das Amsteldiep nach der fland
rischen Küste bei Piaanr--^ehen. '^n
ziveiter Linie erfolgt dann die Trok
kenleguilZ von vier Teilen der äbge
schlossenen See, nämlich im Nord
westen, Südivesten, Südosten und
Nordosten. Die auf diefen trockenge
legten Strecken zu errichtenden Werke
für die Lmtdesverteidigung iverden
durch ein besonderes Gesetz bestimint
werden, und ehe dieses Gesetz nicht
angenomnlen ist, soll nicht
O
ivirken. Zunächst in Saar-
brücken und in Köln als Lehrer an!
Konfervatorium, sodaim in Holland
als Direktor der Rotterdamer Mu
sikschule und als Konzert- und
Operndirigent. Im Jahre 1LL0 sie-
delte er nach Berlin über, vo er vier
zehn Jahre lang lzen Sternschen Ge
angvei ein dirigierte. Er iourde hier
cms zum Senator an der Akademie
und zum Vorsteher einer Meister
klasse für Komposition ernannt. Viele
der jüngeren Komponisten haben sich
bei Gernsheim Rat geholt, und gerne
tat er fein mögliches, um'Talenten,
denen die gebühreilde Anerkennung
verfagt blieb, das Fortkoininen zu
"Erleichtern. In einem Sanatorium
in Schlachtenf^e, wohin er sich, den
Tod feiner kürzlich verunglückten
Tochter betrauernd, zurückgezogen
hatte, ist er vor kurzem geftorben.
Alle seine mit strenger Arbeit ver
bundenen Stellungen hii^derten
Gernsheim nicht, sich eifrig^nd mil
Erfvlg der Komposition zu^widinen.
(sein Lebenswerk ist ein überaus
fruchtbares geioefen. Seine Schaf
fenslust und Erfindungsgabe schienen
oft unerschöpflich. Ein Aufenthalt in
Paris im Anfang der 1L90er Jahre
durfte auf seine lünstleri^che Entwick
lilng bestimmend eingeivirkt haben,
bei loeitem mehr aber noch eine Be
kanntschaft lnit Johannes Brahin^
die man als. das große Ereignis sei
nes Lebens bezeichnen kann. An
Brahms hat sich fein innerstes mu
sikalifches Empfinden gestärkt, und
das Studium des Hainburger Mei
sters brachte ihn auf Bahnen, die
ihn von der Glätte der Mendelssohn
fckM Schule weg und inehr aus'
selbsteigene Gedanken führte. Nir
gends so viel ehrliche Bewunderung
wie in Holland hat man seiner Kunst
entgegengebracht, wie ihm denn auch
die Holländer als dem Direktor ihrer
„Gesellschaft zur Beförderung der
Tonkunst" viel Nennenswertes, z. B.
manche Neuerung iin Konzertivesen zu
danken haben. Er wurde dort bald
unter dein Namen „der holländische
Brahms" populär. Aber auch in
Deutschland befestigte sich fein Ruhm,
nachdem feine L^-iu0lISinfoine von
der Berliner kgl. Kapelle zur Auf
führu'.lg gebracht worden und Joa
chiln die Berliner mit einen: seiner
Streichquartette bekannt gemacht hat
te. Größerer Verbreitung erfreuten
sich alsbald feine Chorwerke, von de
nen „Salalnis" und „Odins Meeres
ritt", beide für Männerchor, Bariton
und Orchester, unter die bekanntesten
zu zählen sind. Von feinen Jnstru
inentalkompositionen zeigen ihn drei
weitere Sinfonien, ferner die beiden
Violinkonzerte, das Cellokonzert, die
„Ouvertüre zu einem Drama" und
inanches aus feinen zahlreichen Kc-.m
inerwerken als einen Musiker reinen
Schlages, der ein beneidensivertes
Formempfinden sein eigen nennen
durste.
I
324-326-328 Brady Straße.
L.
Slur
iNit
der
Ausfiihruilg der Abschließungs- und
Trockenlegungs Arbeiten begoniicu
weri)en. Die gesainten Kcstell det^
Projektes werben ausschließlich der
Verteidigungslverke auf 11V Milllo.
nen Gulden veranfchlagt, wovoli W
Millioiten auf den Abfchlußdainin und
-14 Millionen auf die TrockeiileguNt^
elltfallen. Für die Ausführuug dec Ar
beiten werden IL Jalzre ilt Ausprnch
genvininen werden. De)^ indgeu iin
foll das hollälrdifche Terr.itorlouii'. um
eilt Drittel vergrößern.
1
ck Deutsche Versicherungs-Agentett.
Berücksichtigen
No'vk'mbtr
Uustje, lVIoSlIsi-^^^uekl
Nachfolge? von
Bersicherüngu. Mündeigeythum!
den Vortheil, wenn Sie Ihre Werthsachen unserem seuer- und die
bessicheren Geivolb^ anverrranen. Es setzt Sie keiiler Befärchtuiig
und Angst aus, da ^ie ivissen, daß di'eselben gegen Feuer und "^iebe
abfolnt geschiUzt sind.
Cin^ solcher Schrank kostet nur 52 und'aufwärts pro ?!!ahr ünd
der klelnste ist gerade ftir die Bedürfnisse einer Faniilie von inittle
rer Grösse gros genug. Ter Geivölbe Verivalter ivird Ihnen die
Sicherheit, die wir vorgesehen haben, gerne erklären uild zeigeil.
4 Prozent Zinsen auf Spar-Einlagen bezahlt.
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Ecke Dritte und Main Straße Davmport, Iowa.
Wenn man Teppiche mit tiinftleri
schem Effekt wühlt, so bedeutet
dieses nicht, datz man einen
hohen Preis zahlt.
Bessere Arten Teppiche, die wir fur den Herbst anSgestellt haben,
sind farbechte, auserwählte Wollen Qualitäten. Jeder Teppich hat
feltene Schönheit nnd garantirt beste Haltbarkeit.
Alle unsere Teppiche sind unter den besten sanitären Verhältnis
sen hergestellt uud luir auZ den besten Materialien geivebt. Wir sind
in der Lage, Ihnen in dieser Saison eine ungeheure grosse Auswahl in
farbechten Mustern anzillneten, trotzdein diese besoilder-"^ schwei. ?il er
halten siild.»'
Warum fuchen Sie sich Ihren Teppich heute nicht hier aus?"
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Eine schöne Vüste «nd Schulter»
erhält, wer die Brassiere ..Wien JoNe' trägt.
Das hängende Gewicht eineS nicht gestützten
Busens zieht die tragenden Muskeln to «ms,
dab die Linien der Figur verloren gehea.
?Slt den Düsen dort, wo er sein soll und
vor, datz der volle Busen nicht schlaff aussehe.
Sie verhütet die Gefahr Hangender Atusteln
und hält das Fleisch an den Schultern, wodurch
der Oberkörper eine grazwse Linie erhalt.
Diese Brassieres smd das medlichste und nütz»
lichste- Bekleidungsstück,. daS man sich nur vor»
stellen kann werden auS den verschiedensten
Waterialen und in allen Stilarten hergestellt.
Verlangen Sie von Ihrem Lieferanten. Ihnen
Brassieres „Bien Jolle" zu zeigen. Wenn solche
nicht auf Lager, werden wir ihm gerne Mu
ster zum Vorzeigen franko zusenden.

a
Franzosen, die in der «Schweiz rei»n
oder gefchäftliche Beziehungen mit
Hotels in der Schweiz unterhalte.i.
hat die französifche Händelskammer
in Paris unter Mitivirkäng der fran..
zösischen Handelskammer in Genf ein
Verzeichnis der Hotels in! der Schwei',
aufgestellt. In diefer Hojelliste
Lenj»nnn Lc Joknes
Msrrcn Street. «evsrk.
ivur-
den alle Hotels in der SHlveiz untere
orückt, die Dtutfchen oder Qesterre.
Herl! gehören oder deutfchx over öster
reichische Direktoren. Keller usw. de-! bar. Der Tater foioie Frau ^/.Itünch
schäftigen. wurden verhaftet.
S
Davenport, Iowa.
lMW WWchr
s.
E a S
dat nninens Ätünch, der auf Urlaub
in das Dorf Grignh lm Loire-De
parleinent lain, fand feine Frau in
seiner Wohnlii'.g niast vor. Sie halte
ihr HelNl verlassen i'l'.d lebte mit
eineln Geliebten namens Becherich.
Ihr Gatte sand sie dort, und es karn
zu eineiil erregien Wortwechsel zwi
schen den beiden Män'i.rn. Becherich,
der sicii bedrol)t sah, schlug init eizter
Hacke auf ?.!''iiiich ein, der sofort tot'

LMK7 KMSL,
Leicheubestatter uud Embalmer.
Neues ails Moline.
401 Security Gebäude. Phone Dav.-67. Davenport, Ja.

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