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Minnesota Staats-Zeitung. [volume] (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, November 13, 1858, Image 1

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Die ^.Minnesota
StaatSzeitung^
Illinois.
Quincy Ph. I. Neuland,
Chicago die Herren Dobler und Erbe,
Peoria A. Potthof,
Peru Fr. Kaiser,
Ioliet Hr. Burkv,
Ottowa Adam Schneider,
Belleville F. Grimm,
Rock 3älixnd_j. Huber,
ßjaicna Ch. Schümm,
Warsaw Apotheker Ttuckart.
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scheint jeden Samstag.
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Abonnement, in Po st marken brieflich einge
schickt wervm.
Alle Mitteilungen, Gelder u. s. io.' sind zu
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Samuel Ludvigh, flubltfyer,
Bor Nr. 2445, St. Paul, Minnesota.
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MINNESOTA STATE GAZETTE,
Weekly Paper,
published by SJUS/TL LUDVIGH,
St Paul/ Minnesota.
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Kenten der „Minnesota Staat-Leitung."
Minnesota.
New'Ulm und Brown County Fr. Forster,
S Pctcr und Nicolet Cty W. Schimmel,
St.Anthony u. Minniapolis, Orth u. Knoblauch,
ChaSka Ch. Eder,
(Samt St. Kult,
Shakopee W. Ch. Koch,
Mankato Cd. D. Marx,
Stillvater und Washington Cty Ch. Scheffer,
Hastinz und Dakota Cty P. Schmidt,
Henderson Fr. Wiegand,
Winona und Winona Cty Hr. Fischer.
Wisconsin.
Milwaukec I. G. Kühner,
«heboygan I. W. Blocki,
Racine S. Ritchie,
Watertown Ch. schürz,
Mequon Dr. Wenze,
Iowa.
Guttenberg St. Holstein,
Dubuque Joseph Deggendorf,
Davenport C. Kaufmann,
Iowa City H. Spohrledrr,
Burlington Ch. Mahlinger,
Fort Madison Hr. Schwachheim,
Keokuk Edmund Jaeger.
Michigan.
Detroit I. Böhnlein,
Ann Arbor I. Bengel,
Monroe Dr. Dorsch.
Missouri.
St. Louis Blasius Ballmann,
Kentucky.
LouiSville W. Braunmüller.
Ohio.
Cincinnati
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Hamilton 3 W Sohn,
Dayton Dr. Schulek,
Chillieothe Ch. Rosenfeld,
Portsmouth Jakob Basler,
CowmbuS Fassig,
SanduSky Bock^
Cleveland Jakob schroeder, Notar,
Toledo Philipps u. Co.,
New-Jork.
New-Zjork Buchhändler Kleefisch, 144 Grandstr.,
Do. Hr. Wiegand, 84 Gpringstr.,
Troy Zohn Rupp,
Rome Hr. Fassoldt,
Rochester John Heerdt, 149 Mount Hope.
A
New-Jersey.
Newark Hr. Felder,
Pennsylvanien.
Philadelphia W Thomas,
PittSburg W. Meinhard,
Eric Hr. Hartleb,
HollidaySburg Fr. SD litt es.
Maryland.
Baltimore Buchbinder Hey sc.
Distrikt Columbia.
Washington E. Niedfeldt.
Virginia.
Richmond
I
Dörflinger.
Süv-Carolina.
Charleston HH. Wolf u. Martin, 27 Marktstr.,
Georgia.
Augusta Ch. Späth.
Louisianna.
New-Orleans Ch. Touche.
Tennessee.
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Connecticut.
New-Haven Ph. Koch,
Hartfort I^ung,
Norwich Chr. Wind,
New-London I. LinicuS.
Massachusetts.
Boston Hr. Dahl, 25 E. Doverstraße.
Indiana.
Indianapolis Alex. Metzger.
Terre Haut Sange, Csq.,
Madison Jos. Schmidt,
Aurora Hr. Bloom,
zawrenceburg Peter Brown,
EvanSville Hr. Milsch.
Californien.
Gau Francisco Karl Kenderich.
Kellttriflisches.
Das unbefriedigte Herz.
Von S. Ludvigh.
Geschrieben im Jahre 1837 zu Philadelphia.
Was des Jünglings Phantasien,
Sich in süßen Harmonien
Träumen, wurde mir zu Theil
Schien auch Manches noch so steil
In der Pläne kühnem Flug,
Lohnte doch am fernen Ziel
Des Gelingens süße Freude
Aber ach, stets war es Trug,
Eitles Phantasienspiel.
Wenn ich mich der Liebe weihte,
Hymen's stilles Glück ersehnte.
Das ich stets für's Höchste wähnte.
Und der süße Lohn war Schmerz:
a
Was der Jugend buntem Leben
Als ein Hochgenuß erscheint,
Ward mir oft, sehr oft gegeben,
Und Hab ich gleich viel geweint.
Quoll doch meist mit Herder Zähre
Lust aus süßem Wonnemeere
Aber ach, des wahren Lebens
Heißer Drang blieb stets vergebens.
Liebe hat mich süß umfächelt,
Grazien haben mir gelächelt
Doch wollt ich das Bild umfangen,
Sah ich mich nach Schatten langen
S
a
Fern auf Roma's Trümmerweltcn
Fühlt ich namenlose Lust
A er mitten in den Wonnen,
Welche hoch den Busen schwellten
In der aufgeregten Brust,
Loschen plötzlich alle Sonnen.
In Italiens Zauberhainen,
Bei den schonen Kunstvereinen
Fühlte ich mich höchst beglückt
Aber Rausch ist'S nur gewesen
Aus dem Taumel kaum genesen,
Haben Wehen mich gedrückt.
Und woher entquoll der Schmerz?
a
Bor des Aetna'S Feuerschlunde
Meines Lebens schönste Stunde
In dem Lande der Hellenen,
Wo im Staub der Endlichkeit
Majestät' sche Trümmer gähnen
Einer schönen, großen Zeit
Auf des Meeres wilden Wogen
Die bei Stürmen ich durchflogen
Auf des Bospor'S sanften Wellen,
Bei dem Reiz der Dardanellen:
An Jstambul's Feengestaden,
Die zu Lust und Wonne laden
In der Ferne, in der Nähe
Zitterte die Lust am Wehe,
Mitten in dem Schooß der Freude
Reihte sich in stillem Leide
Der Gedanke an den Schmerz:
a
Jetzt, da längst die alten Wunden
In dem Busen sind geheilt,
Kaum von jenen schonen Stunden
Eine Spur noch in mir weilt
Da ein hingeopfert Leben.
lieber welchem Leichen schweben.
Ferne in der Heimath liegt,
Durch Erinnerung gewiegt
Und die heitern Maiensonnen
Mit dem Lenze sinv zerronnen
Fern jetzt, ferne in Amerika,
Ist die Sehnsucht dennoch nah
Nach dem^Glück der Harmonie,
Nach der «eelen Sympathie.
Und noch glimmt es mit dem Schmerz:
Paulus von Frommenhausen.
Von Dr. Ernst Bitter.
Fortsetzung.
„Willkommen, willkommen! Sie kom
mcn wie gerufen. Der Herr sendet Sie
zu mir. Ich habe schon heute Morgen
an Sie gedacht und sür Sie gebetet und
es war bereits beschlossen, mich zu Ihnen
zu verfügen." Mit diesen Worten reichte
Paulus dem Eintretenden die Hand und
hieß ihn sich niederlassen. Nach den her
kömmlichen Complimenten und Modesra
gen um das Befinden sprach der Geistliche,
ein bejahrter, ernster Mann mit grauem
Haar: „Gnädiger Herr, ich komme in
einer Berufsangelegenheit zu Ihnen, und
will mir Ihre Beihülfe und Beistimmung
pflichtschuldig erbitten."
„Lassen Sie hören," sprach Paulus,
„ich werde mit Vergnügen zu einer wahr
Haft christlichen Sache die Hand bieten."
„Es hat mich," fuhr der Geistliche fort,
„bei unserm Gottesdienste in Tarsau oft
schmerzlich berührt, daß wir noch aus ei
nem so alten Gesangbuche singen müssen,
durch welches die Andacht vieler Gemein
deglieder auf's Grellste gestört wird. Nun
habe ich es nach vielen Kämpfen durchge
setzt, daß die hiesige Gemeinde mit der Ein
führung eines besseren und zeitgemäßeren
zufrieden ist und es fehlt nichts weiter, als
die Beistimmung meines Herrn Patrons.
Es kann zwar sein, daß Sie bei Ihrer
Denkweise manche ältere Lieder vorzüglich
lieben. Allein bei andern werden Sie
doch das Unzweckmäßige nicht läugnen
können und ich bin bei Ihrem das Christ
liche so gern fördernden Edelmuthe gewiß,
daß meine Bitte gewährt werde. Hätten
Sie ja noch Einwendungen, so glaube ich,
daß wir im freundschaftlichen Gespräche
durch Auseinandersetzung der Gründe un
sere Ansichten werden ausgleichen können,"
Paulus war bei diesem unverschämten
Ansinnen wie aus den Wolken gefallen
und hatte schon mehrmals den Geistlichen
unterbrechen wollen. „Was?" rief er
endlich, „mit einer so heidnischen, abscheu
lichen Zumuthung wagen Sie mir unter
hie Augen zu treten Sie wollen einen
Edelstein wegwerfen und einen. Pflaster
siejaWfiir aufheben? Goü sei es ge-
Erster Jahrgang. St. Paul, Minnesota, Samstag, den 13. November 1888.
klagt, in Katechismen und Gebetbücher ist
schon das Gift des Unglaubens schauder
erregend eiugedrungen und Sie wollen
dem armen Volke sein rechtgläubiges Ge
sangbuch auch noch aus der Hand reißen?
wollen den letzten Wegweiser umstürzen,
der den verirrten Schafen die rechte Bahn
zu Christi.'Schafstalle zeigt? O, du toll
und thöricht Volk! Wahrlich, wahrlich
ich sage euch, es war die höchste Zeit, daß
der Herr für euch wieder Propheten und
Apostel erweckte. J^r hättet sonst das
Christenthum bald ganz aus dem Lande
gejagt. Begreifen Sie, als ein Geist
licher und Theolog nicht, daß die neuern
Gesangbücher von dem Gifte der verfluch
ten Aufklärung und Glaubenslosigkeit
gänzlich verpestet sind und daß sie hundert
mal schlimmer sind als die schmutzigsten
Romane, weil sie Moral predigen u. gute
Werke verlangen und so den Christen auf
eine tückische Weise insinuiren, daß der
alleinseligmachende, rechtfertigende Glaube
an's Blut Christi überflüssig sei? Be
greifen Sie nicht, daß sie die fein ange
legten Fallstricke des Teufels sind, der gar
nicht so dumm ist, als man ihn schilt?
Und diese Machwerke wollen Sie anneh
men und unser herrliches altes Gesang
buch, dieses Gefäß des Glaubens, ver
schmähen? Lesen Sie, ich bitte Sie
vringend, lesen Sie erst das, was der un
vergleichliche Hengstenberg und so viele
andere Heilige über die kernige Heilskraft
der alten Lieder geschrieben haben und
Sie werden Gott Ihre Versündigung ge
gen das treffliche Buch mit Thränen ab
bitten. Begreifen Sie nicht, daß das alte
Gesangbuch ein Surrogat der Bibel ist,
weil es dem einzig orthodoxen Glauben
huldigt und von Männern geschrieben
wurde, die vom heiligen Geiste erfüllt wa
ren? Gleichwie aus den Besessenen im
Lande der Gadarener der Teufel sprach
und gleichwie diKr Vater der Lügen noch
jetzt aus den
Ungläubigen
jedes Standes
spricht, um gläubige Christenherzen zu
verwirren, so spricht aus den durch Christi
Blut gereinigten Herzen Gott der heilige
Geist. Wir sind Alle nur schwache Werk
zeuge, sei es des Teufels oder Gottes,
nicht aber freihandelnde Wesen, wie auf
Vorspiegelung des Satans die Ungläubi
gen vorgeben. Und die Verfasser der al
ten Lieder waren, wie aus Allem hervor
geht, Rechtgläubige, Werkzeuge des gött
lichen Geistes, weshalb ihre Worte eben
falls Ausdrücke desselben Geistes sind.
Beteten Sie doch jedesmal, ehe sie vie
Feder ergriffen, zum Dreieinigen, wie das
schöne Lied zeigt:
Hilf Gott, daß mir's gelinge,
Du edler Schöpfer mein,
Die Sylb'n in Reim zu bringe
Zu Lob dem Namen dein.
Daß ich mag fröhlich heb'n an
Von deinem Wort zu singen.
Herr Du wollest mtr beistahn.
Doch Sie berufen sich auf Grünve. Kom
men Sie her! Ich fürchte mich nicht vor
diesen Schlingen der menschlichen Arglist.
Ich bin gewaffnet mit dem Geiste des
Herrn."
„Es thut mir leid," antwortete der über
den hehren Glaubenseifer erstaunte Geist
liche, „daß Sie über meinen Vorschlag so
gewaltig in Zorn gerathen. Ich glaubte,
daß schon der gute Geschmack Sie, als ei
nen gebildeten Mann, für das Neue ge
Winnen würde."
„Um Gottes willen," fiel ihm Paulus
in's Wort, „reden Sie mir nicht vom gu
ten Gefchmacke. Der gute Geschmack ist
ein teuflischer Probirstein, den die Sünde
und der Unglaube der neuern Zeit geschas
fen hat. Der sogenannte gute Geschmack
führt vom Kreuze ab und macht das Wort
von der Erlösung zur Thorheit, weshalb
nach dem Vorgange aller Evangelischen
der Erlöste stets Das sagen und thun
muß, was eurem guten Geschmacke ent
gegen ist. Aber die Berufung auf den
Geschmack ist noch kein Grund. Heraus
mit Ihren Gründen!"
„Wohlan!" sagte der Pfarrer, „es finden
sich im alten Gesangbuche mehrere, wohl
sonst, aber nicht jetzt mehr schickliche Bilder,
die das heilige Gebäude der Kirche ent
heiligten, z. B."—
„Was?" fiel Paulus ein, „Bilder
Das ist ja eben der herrlichste Vorzug un
sers alten Gesangbuchs, daß es Verglei
chungen enthält, welche das Herz entzücken
und fortreißen und stets den Nagel auf
den Kopf treffen. Wo wäre ein herrliche
res Bild anzutreffen, als jenes:
Herr, ich will gas gerne bleiben,
4. Was ich bin, dein alter Hund,
Will auch anders nicht beschreiben
Mich und meines Herzens Grund.
Unrein
ist
Vergönne mir, Jesulein,
Daß ich dein Mündlein küsse:c.
1
i. Denn ich fühle, was ich sei, ,, ,, „t v.,
A
Ich hin allex Schaod' «gebe»!
mein ganze» Leiben.
ij 4
Ntdigirt nnb Ijtrausgrgrbrn «IM feieigb.
Hündisch ist mein Zorn und Eifer,
Hündisch ist mein Neid und Haß,
Hündisch ist mein Zank und Geifer,
Hündisch ist mein Raub und Fraß.
Ja, wenn ich mich Recht genau,
Als ich billig soll, beschau.
Halt' ich mich in vieleu Sachen
Aerger als die Hund' es machen.
Wie in aller Welt hätte der heilige Geist,
der diese Sänger erfüllte, herrlichere, Mark
und Bein erschütterndere Ausdrücke finden
können! Die Bilder sollen schlecht sein?
O! welches Bild hätte inniger und zarter
die hingebende Liebe des Gläubigen an
seinen Erlöser bezeichnen können, als jenes"
Wie hätte der geheimnißvolle, süße Zug
des erlösten Herzens zum Herrn schöner
ausgemalt werden können, als in dem
Liede:
O du Paradies der Freuden,
Das mein Geist mit Schmerzen sucht,
O du starker Trost im Leiden,
O du frische Lebensfrucht!
O du himmelvsüßer Bissen,
Wie bekömmst du mir fo wohl!
Ja, mein liebster Schatz der soll
Mich in höchster Wollust küssen.
Gib mir deinen zarten Mund,
Denn so wird mein Herz gesund.
Wo die Bibel ausgenommen wo
im Himmel oder auf Erden finden sich so
gottbegeisterte, herrliche Verse? Ich habe
seither die schönsten mit großer Erbauung
auswendig gelernt. Innig bedaure ich
Sie, Herr Pastor, daß Sie so geistig blind
sind, den nicht mit Worten auszusprechen
den Werth solcher Lieder und Bilder zu
fühlen. Doch das ist ganz natürlich!
Das ganze Gesangbuch ist gewissermaßen
identisch mit der Bibel und es geht beiden
auf gleiche Weisen. Der Unwiedergeborne
hat kein Urtheil über die heilige Schrift.
Ihm ist sie etn starrer, todter Buchstabe.
Nur der heilige Geist in dem Wiederge
bornen bringt Urtheil und macht den star
ren Buchstaben lebendig und löst den bis
her gebundenen und verborgenen Geist des
Wortes auf. Für mich, Herr Pastor, und
für jeden Gläubigen haben solche Gesänge
eine erquickende Kraft, wie deiAhautrop
fen für die verschmachtende Pflanze, denn
mir ist das Licht aufgegangen. Also mit
Ausstellungen an den Bildern kommen
Sie nicht aus."
„Ich werde wohl," sprach der Pfarrer,
„in dieser Sache gar nicht mit Ihnen
auskommen, und es ist gewiß umsonst,
Sie noch auf die veralteten Wortbildun
gen, die für unsere fortgeschrittene Sprache
nicht passen, aufmerksam zu machen."
„Wortbildungen? Diese Ausstellung
ist noch verkehrter als die vorige. Lesen
Sie, ich wiederhole es nochmals, über den
ganzen Streitpunkt die Worte Hengsten
berg's und der andern Säulen der Kirche.
Ich sage Ihnen, gerade die alterthümlichen,
kolossal kernigen, unerreichbaren Wortfor
mationen bilden die Krone der alten Ge
sanbbücher. Wo stände in irgend einem
neuern Liede etwas entzückend Melodische
res, als z. B. in den Versen der Büding
'scheu Sammlung Nro. 2278.
So immer seitwärts schielerlich,
So feiten heimweh fühlerlich.
So lammsherz gruft durchkriecherlich,
So lammsschwnß spur- beriecherlich
An der magnet'schen »seit,
So Jesusi'chwei^ tropfhaftiglich
Wie's Kind voll Geistes,
So leichnamsluft»anzieherlich.
So wundennaß--auSsprüherlich,
So grabesdünste- witterlich,
Aufs Menschsohns Zeichen zitterlich,
Dem Licht in Salems Gassen,
Wenn Sonn' und Mond erblassen
Jndeß so lammhaft seliglich.
Einfältig taubenartiglich,
So sünder schamrorh inniglich,
So sündermäßig-spielerisch,
Worein's doch immer summ:
Efflavit animum
Vor Kreuzesfreuden weinerlich.
So brustblatt jünger mäßialich
Wie Sankt Johannes
8 W
So marterlammS herzhaftiglich.
So Jesus knabenhastiglich.
So Marie Magdalenelisch,
Kindlich, jungfräulich ehrlich-—
Soll uns das Lamm erhalten
Bis zum Kuß seiner Spalten» b":
Schiller und Göthe, Herder und Wieland,
Körner und Uhland, beuget euch in De
muth vor der heiligen Gotteskraft solches
himmlischen Sanges Wie matt, fade
unausstehlich-wässerig sind eure glaubeW
losen Reimereien gegen solches Umtoster
im Reiche der Dichtkunst! Wer suchte
nicht bei euch vergebens die felsenfeste
Glaubensmacht und die schrankenlos reiche
Fülle kühner Ausdrücke! Tasso ». Cal
deron, Shakespeare und Byron und alle
ihr andern gepriesenen Dichter des Aus
landes, die ich zwar zrößtentheils nicht
gelesen habe, aber doch,
mtniä)
wit Recht
behaupten kann, schon auf hundert Meilen
weit kenne, waget ihr noch mit solchen Un
bildem himmlischer Beredsamkeit euch zu
messen Merket ihr, daß gegen diese köst
lichen Perlen eure Machwerke nur Unflath
und Koth sind?! .D! welch chaotisch
updurchdnngttches Dunkel herrscht noch
in Ihrem Geiste, Herr Pastor, der Sis
II I
L-echste« Kapitel.
Niedergedonnert von der gewaltigen
Kraft solcher Worte, hatte der Pfarrer im
letzten Theile der Rede nach einigen stum
men Bebeugungen die Thür geöffnet und
sich entfernt. Paulus bemerkte es in sei
ner Begeisterung erst, als jener bereits
auf der Treppe war. Er eilte ihm nach
und rief: „Was. fällt Ihnen ein, Herr
Pastor? Haben Sie meine Worte übel
genommen? Ich versichere Ihnen, sie
waren nur aus christlicher Wahrheitsliebe
gesprochen."
„Kann sein," erwiederte der Ungläubige,
„aber ich sehe aus Allem, daß wir beide
uns nimmermehr vereinigen. Jede Sylbe
ist umsonst. Ich werde Ihren Sinn nicht
ändern und Sie werden schwerlich mich
bekehren, der ich auf Erforschung theolo
gischer Wahrheit mit redlichem Eifer viele
Jahre verwandt habe."
„Ein guter Hirt läßt sich keine Mühe
verdrießen unv gehl dem störrischen Schafe
auch in die Wüste nach. Erzeigen Sie
mir die Freundschaft, noch wenige Minu
ten in mein Zimmer zurückzukehren. Es
geschieht zu Ihrem Heile."
Halb mit Zwang zog er ihn in's Zim
mer auf den Stuhl zurück.
„Ich habe Ihnen noch einige Eröff
nungen von höchster Wichtigkeit zu ma
chen," fuhr er fort. „Der Herr hat mich
nämlich durch seine Werkzeuge auf Erden
durch Brand, Hengstenberg und An
dere mit Erkenntniß meiner Sünden
begnadigt unv das Licht des evangelischen
Glaubens in mir angezündet. Ja er hat
mich berufen zu einem Apostel, zum Nach
folger Pauli. Er will, daß ich den Na
men Paulus, den der Erzketzer in Heidel
berg geschändet hat, wieder zu Ehren
bringe. Er wird mir auch Beredtsamkeit
geben, um zunächst Ihr verderbtes Herz
zu erschüttern, denn auch Sie sind ein
Freigeist."
„Das bin ich nicht, gnädiger Herr,"
versetzte der Geistliche. „Zwar muß der
Theolog auch die Gründe des Rationalis
mus anhören"
Um's Himmelswillen lassen Sie mich
das schreckliche Wort nicht mehr hören.
Es ist unter den Motten Das, was Sa
tan unter den Geschöpfen ist. Mein Ge
bein zittert, meine Haut schauert, so wie
ich es höre. Die Katholiken, Griechen,
Wiedertäufer und Türken sind uns weit
näher verwandt als diese Antichristen, die
ihre Vernunft anbeten. Ja, mein Wer«
thester, kehren Sie um von Ihrem sündli
chen Jrrthume. Erkennen Sie Ihre tiefe
Verworfenheit und den Fluch der Erb
fünte. Beten Sie tagelang unter Thrä
nen, auf daß der Herr Sie Trost suchen
lasse beim blutigen Kreuze Christi. Ler
tien Sie in der Seitenhöhle des Gottes
lammes Ihr ganzes Glück finden und mit
voller Inbrunst die Worte singen:
Seitenhöhlchen, Seitenhöhlchen!
Seitenhöhlchen, du bist mein
Allerliebstes Seitenhöhlchen,
Ich verwünsch mich ganz hinein.
Ach mein Seitenhöhlchen,
Du bist meinem Seelchen
Doch das liebste Plätzelein
Seitenschrein!
Leib und Seel' fährt in dich nein!
nichtMMl jmMtand^ Md dte »etzlM»ß? 6« kiw
würdßyM Schidcheit sÄcher Lech z» zjgen haltb«»» EltMuW Men tote
nen 1" gelischen Heilswahrheiten, nur ein« we­|
gr
Dann, wenn Sie. von ganzem Gemüthe
so sprechen, wird es wie Schuppen Ihnen
von den Augen fallen und ich will Sie
freudetrunken als meinen Bruder umar
mm. Der Weg zu dieser Seligkeit ist
aber zunächst der, daß Sie erkennen Ihre
Verdammungswürdigkeit, Ihre Schlech
tigkeit, Ihre ursündliche Niederträchtig
keit." -'...
„Gnädiger Herr," unterbrach ihn der
Pfarrer, „ich darf mir wohl solche fromme
Beleidigungen verbitten
„Verbitten? das dürfen Sie. Aber
Sie bestätigen auch durch solche Reden,
daß Sie weder Achtung vor meinem Stände,
noch vor der Religion haben. Doch"
setzte er milder werdend hmzu „ich ver
zeihe Ihnen. Sie können nicht besser
reden, als Sie es verstehen. Ein arger
Baum kann nicht gute Früchte bringen.
Ich selbst bin gewissermaßen Schuld an
Ihren unhöflichen Ausfällen, dM ich
habe Ihnen" gleich das volle evangelische
Licht vot die Augen gehalten und mcht erst
mach und «ach Ihre Augen Man gewöhnt.
Lch will Mich 'mün zu Ihrer Fassüngs
kraft herablassen und auf thvrliche Weise
mit Ihnen «den. Auch mein Vorbild
und älterer Bruder PäuW gab Denen,
die noch im Glauben Unmündige Kinder
waren, nicht svgleichi dnbe/fchwerverbaü
liche Speise, sonde« MilGu LWi Sie
uns mit gelehrter Ruhe uM «etlMlicheA
Scharfsinne über die SoM Mechen. Sa-
«aütn
nigstens scheinbaren Grund gegen meinen
Glauben. He? Auch nicht einen wis
sen Sie vorzubringen? Dach!' ich mir's
doch!"
„An Gründen fehlt es eben nicht," ant-
mottete
der Ungläubige nach einigem Sin-,
nen „allein Sie wollen keine vernünftige
Gründe hören, weil Sic die Vernunft
verabscheuen, und Unvernünftige mag ich
nicht aufstellen, ob ich gleich mich nicht zu
den Rationalisten zähle. Wir beide ma
chen heute den großen Kampf in der pro
testantischen Kirche nicht aus. Ich lasse
Sie bei Ihrer religiösen Ueberzeugung,
lassen Sie mich gefälligst auch bei den
meinigen. Einen Profelyten werden Sie
nicht an mir finden. Ich kenne Ihren
sogenannten evangelischen Glauben schon
seit langen Iahren und darf mir vor Gott
das Zeugniß geben, daß ich ihn gewissen
hast geprüft habe. Mein christlicher Glaube
ist mein theuerstes Gut. Die h. Schrift
sagt: es wird ein Jeder für sich selbst
Gott Rechenschaft ablegen."
„Ha, wie Sie vor den verlangten Grün
den vorbeischleichen! Gut denn! Wenn
Sie sich vor Gründen fürchten, so sagen
Sie mir wenigstens Ihre gerühmte, sorg
fältig abgewogene Meinung über meinen
evangelischen Glauben."
„Es jey! Da Sie mit derber Gerad
heit nicht eben zurückhalten, muß mir ein
Gleiches erlaubt seyn. Sie und ihre so
genannten evangelischen Brüder in Christo
haben den Geist Christi nicht im entfern
testen aufgefaßt. Ihr evangelischer Kir
chenzeitungsglaube wird zwar jetzt mit
größtem Eifer angepriesen, verbreitet, ver
handelt und feil geboten, aber er ist doch
nichts anders als eine argc Satyre auf
unsere fortgeschrittene Zeit, ja auf das
göttliche Christenthum selbst. DieMibel
stellen, die Sie und Gleichdenkende in Ihre
Reden entflechten, werden durch Mißbrauch
lächerlich und es wird, sc lange Sie leben,
jeden Klardenkenden schmerzen, daß Sie
aus Liebe zur modischen Verkehrheit die
Worte: Christus, Herr, heiliger Geist,
Apostel parodiren. Hier haben Sie meine
Meinung ganz und unverholen."
„Ha! Sie unverschämter Lästerer des
göttlichen Wortes.'" rief Paulus. „Doch"
setzte er die Hände faltend hinzu
„der Herr sprach: segnet, die euch fluchen.
Vergib dem Unglücklichen! so flehe ich
auch jetzt zu dir. Er ist schon durch sei
nen Unglauben, durch die Erbsünde deiner
ewigen Strafe anheimgefallen, und der
Gerechte, fagst du in der Bibel, wird sich
freuen, wenn er folche Rache steht. Jetzt
hat der verblendete noch durch Lästerworte
deinen schrecklichen Zorn siebenfach auf sich
gehäuft. Darum flehe ich in christlicher
Liebe: vergib ihm. Doch nicht mein, son
dern dein Wille geschehe. Ach, wie be
daure ich Sie, Herr Pfarrer! Sie haben
die Hand zurückgestoßen, die Sie dem Höl
lenpfuhle entreißen wollte. Sie bleiben
nunmehr unabänderlich ein Erbe Satans
und feiner Engel. Und auch ich will nun
die Wahrheit unverholen sagen. Sie ha
ben in Ihren Kanzelvorträgen bisher
Menschenwort, nicht Gotteswort gepredigt
und gehen darauf aus, die Menschheit
vollends blind zu machen. Ja, Sie ha
ben in Ihren Predigten mich selbst, Ihren
gnädigen Patron, beleidigt. Sie sind ein
Demagog, denn olle Vernunftfteunde und
frömmelnde pharisäische Aufklärer sind
Empörer, Rebellen, glauben nicht an die
höhere Autorität der menschlichen Obrig
keit."
„Ich könnte Sie über diese Worte be
langen, gnädiger Herr, will Ihnen aber
verzeihen, weil diese Beschuldigungen nicht
aus Ihrem Kopfe entsprungen, sondern
von Yen lieben Glaubensbrüdem ersonnen
worden sind."
„Ich will mich nicht über Ihre abge
schmackten Behauptungen erzürnen," fuhr
Paulus fort. „Dumm gewordenem Salze
kann man die ursprüngliche Kraft schwer
lich wiedergeben. Ach ich verzeihe Ihnen
großmüthig. Ich will Gott bitten, Ih
nen zu vergeben, daß Sie dÄ Herm Wein
berg verwüsten und Unkraut unter den
Weizen säen. Mich dauert die arme Tar
säuer Heerdt, die emm Wolf zum Hirten
hat."
Der ungläubige Pfarrer war während
dieses-gerechten Tadels abermals aus der
Thür geschlüpft. Paulus rannte ihm im
Prophetmeifer nach und da er ihn nicht
wieder zurüch^hVw?onntt, faßte er wenig
sttnS seine RockschSße an und ging so,
Diebe und Glanbsn predigend, ihm nach.
Wie heiße Gluth 'der Begeisterung legte
iEch und der Apostsl ließ vie Klugheit vor
D»ften, denn
gen, doch ohne Falsch wie die Tauben.
Nr. 17.
„Liebster Herr Pastor," sprach er sanft
müthig, während er ven Lauf des Undank
baren durch die Hülse der Rockschößen ver
zögerte „liebster Herr Pastor, Sie ha
ben mich wohl wieder falsch verstanden!
Meine Worte waren nichts als Kinder
evangelischer Liebe. Ich sorge für Ihre
Seligkeit. Folgen Sie mir meinem Ra
the, nehmen Sie durch Gottes Beistand
den rechten Glauben an.. Sie wissen,
wir stritten vor zwei Iahren über die
Gränze unserer Aecker. Der ganze Acker
soll aufLebenszeit Ihnen gehören, wenn—"
„Ich danke für Ihren Acker," siel ihm
der Pfarrer in die Rede.
„Liebster Herr Pastor, bitten Sie, was
(Sie wollen, es sollIhnen gewährt sein,sobald
Sie bedenken wollen, was zu ihrem Frie
den dient. Bitten, fordern Sie! Seit
dem ich eine Werkstätte des heiligen Gei
stes bin, heißt es auch bei mir: bittet so
wird euch gegeben, klopfet an, so wird euch
aufgethan. Wünschen Sie irgend ein
neues Privilegium, ich werde es Ihnen
tinch meinen Einfluß verschaffen, Ver
langen Sie noch eine jährliche Zulage an
Geld fordern Sie! Mein Beutel steht
Ihnen offen, sobald Sie nur mein Bruder
im evangelischen Glauben werden wollen."
Weiter ließen sich die Bekehrungsver
suche nicht fortsetzen. Denn beide waren
eben am Hofthote angekommen und Pau
lus hatte dabei im heiligen Eifer nicht be
merkt, daß ihn einige Vorübergehende stau
nend anschauten, weil er in Unterbeinklei
dern, Schlafrock und Nachtmütze bis hier
her dem widerspenstigen Irrlehre? nachge
gangen war. Jetzt riß der Pfarrer durch
einen plötzlichen Ruck seine Rockschößen
aus den apostolischen Händen und eilte
raschen Schrittes davon. Paulus aber
rief ihm nach: „Lauf, lauf, du verlornes
Schaf! Du läufst der Hölle in den Ra
chen. Ich schließe dich, meiner apostoli
schen Gewalt gemäß, feierlich aus dem
Himmel aus denn was ihr hier auf Er
den binden werdet, sagte der Herr zu uns
Jüngern, das soll auch im Himmel ge
bunden sein, und was ihr auf Erden W
set, soll auch im Himmel los sein. Ich
bin als treuer Hirt dir nachgegangen und
habe die neunundneunzig Gerechten in
der Wüste gelassen, um dich auf den Ach
seln heimzutragen zur ewigen Seligkeit,
dich, du Schaf."
Der Pfarrer war bereits um die Ecke.
Paulus kehrte, hocherfreut über die gewal
tige Kraft feiner unwiderstehlichen Beredt
samkeit, Hoch feiner Hausthür um. Noch
ehe er sie erreichte, sank er wonnetrunken
auf etwas Weiches, ohne zu sehen was, m
die Knie nieder und sprach die Hände fal
tend: „Dank fei dir, Herr, daß du mir
Gelegenheit gabst, meinen Apostelberuf zU
üben und zu streiten für die Sache der
evangelifchen Wahrheit. Dank sei dir für
die glänzende Unterstützung deines Geistes,
für den unbezwingbaren Löwtnmuth in
deinem Dienste. Mich dünkt, ich sehe wie
Ltephanus den Himmel offen. Führe du
selbst das Werk weiter fort. Zerschmeiße
den Kopf deiner Feinde jammt ihrem Haar
schädel, geuß deine Ungnade auf sie und
»ein grimmiger Zorn ergreife sie, wie du
in der heiligen Schrift versprochen hast.
Dieß wollest du thun um deiner Liebe
willen."
Hier hoben ihn ein Paar nervige Arme
von hinten sanft in die Höhe er schaute
sich um und erblickte einen seiner Bedien
ten. »Mein Gott," sprach dieser, „was 1
machen Sie auf dem Düngerhaufen, gna
diger Herr? Fehlt Ihnen etwas? Ich
glaubte Sie einer Ohnmacht nahe und hob
Sie deshalb auf."
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Frommenhausen bemerkte jeA erst, daß
er in der That auf einem übelriechenden [l
Düngerhaufen gekniet hqtte, und wurde
für den Augenblick von^inem fleischlichen
Gefühle der Scham und der peinigenden
Verlegenheit niedergedrückt. Bald aber
siegte die Glaubenskraft wieder in ihm
und er benutzte, während er an der Hand
feines Dieners seinem Zimmer zuschritt,
die Gelegenheit sehr passend, dieseH einige
Lehren zu ertheileu.
„Steh Johanns MÄH er leutselig,
allerdings knieete ich jetzt auf einem Pün
gerhäufen. Allein durch das Gebet eines I
gläubigen evangelischen Christen kann selbst.^
ein Misthaufen geheiligt werden. Denn
dieser Unrath ist eigentlich nst seit dW^
Sündenfalle so übelriechend und abschr^
kend. Vor der ersten BerßWMng
rer Ureltern war die ganze Natur voukym
mm gut. Kein
nen Tod und keinen GchäÄ Lab es.' Hte
Löwen ^ftaM KMöMn und dtz KM^
verzehrten, ^'friedlich uNter'andmn Äev'ögetf
fitzend, Mispeln. Durch den SündenfaA
r.

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