OCR Interpretation


Baltimore Wecker. [volume] (Baltimore [Md.]) 1851-1867, August 30, 1858, Image 2

Image and text provided by University of Maryland, College Park, MD

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025148/1858-08-30/ed-1/seq-2/

What is OCR?


Thumbnail for

Mimik Wecker.
Oc-lümore, dev 30. August 1858.
Den deutschen Frauen Bnltt
inore'S.
Während wir Männer uns für unsere deutsch
amerikanischen Nationalhelden Steuden,
De Kalb, Mühlenberg begeistern, ha
ben die deutschen Frauen ein volles Recht, mir
Liebe und Stolz zurückzublicken auf jene deutsch
amerikanischen N a t i o u a l h e l d i u n e n,
welche im Revolutionskriege den Frauen Ame
rcka's voranleuchteten mit ihrer reinen Freiheits
liebe und erhabenen Aufopferung.
Haidas deutsche weibliche Gemüth einmal
eine große Idee in sich ausgenommen, so gibt es
sich derselben noch inniger, noch herzensfreudiger
hin, als die Männer, und kein Opfer fällt ihm
schwer für dieselbe.
Welches deutsche Weib wird nicht mit Rüh
rung und Bewunderung der deutschen Frauen
und Jungfrauen im o h a w k t h a l e ge
denken. welche in der düstersten Zell des Revo
lutionskrieges, als die GewalUauien der Eng
länder und des furchtbaren Indianer-Haupt
lings Brant sich unter Morden, Seu^und
und Gclieb
ten dem Feinde entgegensandten, unbesorgt uni
ihre eigene Sicherheit und um Haus und Hos.
___ Um den Preis der Unterwerfung
hätten sie ihr Hab und Gut retten können; aber
sie zogen Noth und Tod der Knechtschaft vor,
und als sie vom Fort Herkimer aus. wohin sie
mit ihren Männern vom siegreichen Feinde zu
rückgedräugt wurden, ihre Häuser und Felder m
den German Flats, die sich unter ihrer fleißigen ,
Hand aus einer Wildniß in einen blühenden
Garten umgewandelt hatten, in Rauch unH
Flammen aufgehen sahen, da murrten und klag
ten sie nicht, sondern trösteten und pflegten das
schön benahmen sich die deutschen
Frauen in den anderen Landestheflen. Sie trie
ben die Männer in den Kampf und gaben freu
dig Alles hin. Blieb ihr Haus und von
der Brandfackel verschont, so therlten sie die Er
zeuqnisse ihres Fleißes mit den hungernden
Truppen, und oft sah man deutsche Frauen in
das Lager mit Körben reiten, deren jeder mit
Lebensmitteln aller Art gefüllt war, worunter
die harten Apfelkuchen, die damals als Lecker
bissen galten.
Leider hat uns die Geschichte die Namen die
ser edlen Frauen nicht ausgeschrieben, oder sie
konnte sie vielmehr nicht aufschreiben, da
keine hinter der andern zurückblieb und da die
vielbeschäftigte Dame Klio doch nicht alle zu
sammen aufzuschreiben vermochte. Genug —"
es waren deutsche Frauen.
Doch — wenigstens einen dieser deutschen
Frauen-Namen bewahrt die Geschichte liebend
auf. In der Stadt New-4)ork starb im De
zember 1846 die deutsche Wittwe Margarethe
Greider, besser bekannt unter ihrem Geburts
Namen Margarethe Arkularius,
83 Jahre alt und schon 76 Jahre un Lande.
Ihr erster Mann Riell war Bäcker beider Re
volutions-Armee und sie mit ihm versah die
Truppen vier Monate lang mit Brod, ohne ei
nen Cent dafür zu nehmen. Dabei verpflegte
sie mit dem Eifer und der Liebe eines Engels
die kranken und verwundeten Freiheitskämpfer;
und als Washington nach den unglücklichen Er
eignissen auf Long Island nach Philadelphia
sirehen mußte und selbst die Muthigsten die
Sache der Freiheit verloren gaben, da eilte
Margarethe damals jung und
schön war, nach und schenkte Wash
ington ihr Letztes, was sie gerettet hatte 1500
Guineen, um sie für das darbende Heer zu ver
wenden. .
So lange die Sprache tue Wörter „Frauen
tugend" und „Freiheit" kennt, so lange wird
auch der Nrme „Margarethe Arkula
rius" als lichter Stern in der Geschichte
glänzen.
Züge aus dem Leben Steubens.
Mit Liebe und Sorgfalt haben „undankbare"
amerikanische Schriftsteller die Schicksale und
Charakterzüge deS General Steuben geschildert,
während er von seinen dankbaren Landsleuten
ganz und gar vergessen war. Es gibt sogar eine
kleine englisch-amerikanische Steuben-L itcra
tur, die freilick gar sehr der kritischen Sich
tung bedarf. Glücklicher Weise hat sich in dem
New-Yocker Deutschen Friedrich Kapp
ein Mann gefunden, der diese Sichtung vor
nimmt und der mit deutschem Fleiße auch an
derweitige Quellen, namentlich französische, ge
sammelt hat. Die Frucht der Studien des
Herrn Capp ist eine umfassende Biographie
Steuben's, die gegenwäreig bei Dunker und
Humbolt in Berlin gedruckt wird und die sich
gewiß, sobald sie auf dem amerikanischen Markt
kommt, die meisten unserer Leser anschaffen wer
den. , . , .
Es wäre daher pure Unverschämtheit, wenn
wir jetzt auch noch mit einer Biographie Sten
ben's herauörücken wollten. Ueberdies sind ja
die Hauptmomente seines Lebens den Lesern aus
einem unserer früheren Artikel und aus der vom
„Wecker" mitgetheilten Rede des Hrn. M a g
us Groß bekannt.
Dagegen wollen wir die Zeit bis zum Feste
dazu benutzen, unsere Leser mit dem Mens chen
Steuben vertrauter zu machen. Wir wollen
ihnen einzelne aus englisch-amerikanischen Quel
len von uns gesammelte Züge aus dem Leben
Steuben's mittheilen, die uns in dem Helden
Steuben eine der prächtigsten und kostbarsten
Persönlichkeiten zeigen.
Sterrben war eine ächte Soldaten-Natur in
des Wortes bester Bedeutung: edelherzig, kühn,
grob, ja sackgrob, heftig, aufbrausend, Verächter
des Geldes, freigebig bis in's Extrem, streng
und barsch im Dienste, aber mit wahrhaft müt
terlicher Sorgfalt feine Truppen verpflegend,
streng gegen sich selbst, wie gegen die Andern,
aber sich und ihnen keinen vernünftigen Lebens
genuß versagend. .
Im Felde stand er Morgens drei Uhr auf.
zog sich mit soldatischer Genauigkeit an, rauchte
seine Pfeise, trank eine Tasse Kaffee und stieg
mit Sonnenaufgang zu Pferde. Dann wurde
exerziert, wobei er jeden einzelnen Soldaten ge
nau in's Auge faßte; und wehe Dem, dessen
Gewehr oder Zeug nicht in Ordnung war! An
fänglich schien es beinahe unmöglich, in die zer
lumpten, demoralisirten, des Krieges durchaus
unkundigen Horden, welche im Lager von Valley
Forge die „amerikanische Armee" bildeten, Dis
ziplin und taktische Einheit zu bringen. Aber
der Feuer-Eifer Steuben's löste in unglaublich
kurzer Zeit diese unmöglich scheinende Aufgabe.
Freilich ging die Geduld des heftigen Mannes
dabei gar oft in die Brüche; er fluchte und don
nerwetterte von seinem Gaule herunter Deutsch,
Französisch und Englisch und wenn ermüde
war, so rief er seinem Adjutanten zu: „So,
jetzt fluchen Sie!"
Was der große Taktiker und Exerziermeister
geleistet hatte, das zeigte sich zum ersten Male
in vollem Glanze bei Monmouth. Dort
schlugen sich die Amerikaner wie die beste regu
läre Armee; ja sie ließen sich, nachdem die
Schlacht durch die Fehler des sonst tüchtigen
General Lee schon verloren war, von Neuem
in's dichteste Kanonenfeuer führen nnv erran
gen den Sieg. Washington, der keinen Nnv
kannte, räumte bereitwillig dem deutschen Feld-
Herrn den größten Theil des Ruhmes
Hamilton gestand offen zn. daß er elgentltch erst
jetzt wisse, was eine Armee sei. General Lee,
dessen Fehler Steuben mit gewohnter Derbhell
rügte, wollte sich von dem „Fremden" keinen
Rüffel gefallen lassen, wurde aber von diesem
auf eine Art zurecht gewiesen, daß ihm die Lust
zu ferneren Quängeleien verging. — Als dann
vollends die amerikanischen Truppen mildem
Bajonnett, ohne einen Schuß zu thun, Stony
Point und Paulus Hook erstürmten, da nahm
Steuben sein ganzes Englisch zusammen und
rief lustig aus : " Wo na-o OvAinninA to rvulle!"
(Fortsetzung folgt.)
AmerLkiMisAe Nachrichten
Washington. Gen Caß ist von Ston
ington, wohin er zur Hochzeit seiner Tochter, mit
dem holländischen Gesaudten Ban Limbvrg ge
reist war, hierher zurückgekehrt.
Auf das dringende Ersuchen des Gouverneurs
von Texas sind einige Schwadronen Cavallerie
vom Armeecorps in Utah nach Fort Arbuckle de
tachirt worden. Es ist die Absicht, einen oder
- zwei Militärposten in der Nähe des Wachita-
Gebirges an den Gebieten der Comanckes, Kio
was rc. re. zu errickten. — Die Lander'sche Ex
pedition zur Anlegung einer Heerstraße durch
das Wachita-Gebirge befand sich am 25. Juli
am Thompsons Paß. Ihr- Arbeiten nehmen
einen erwünschten Fortgang.
New - Ä) 0 rk, 28. Aug. Der neue
BremerSchraubendämpfer„New-
Park" (dem Norddeutschen Lloyd gehörend), am
14. August von Bremen abgegangen, traf
heute Nachmittag 1 Uhrhier ein.
Es ist das eine der schnellsten, wenn nicht die
schnellste von allen Fahrten, die jemals ein
Schraubendampfer von Europa nach Amerika
gemacht. Einer der raschesten Schraubendam
ser der Cunardlinie, „Alps," am 14. August
von Liverpool abgegangen, traf gestern Abend
nach 134 tägiger Fahrt hier ein. Da die Dif
ferenz der Fahrzeit zwischen Bremen und Liver
- Pool mindestens zwei Tage beträgt, so hat dem
nach die „Rew-Ljork" die Fahrt um 14 Tag
rascher als die" Alps" gemacht! Mit Recht darf
der Norddeutsche Lloyd stolz auf ein solches Re
sultat sein. Wenn früher die zwischen Deutsch
lend und Amerika fahrenden Dampfer in dem
Rufe alter Rumpelkasten standen, so haben die
Hamburger und die neue Bremerlinie, so weil
es sie betrifft, aufs glänzendste widerlegt u' inan
wird ihre Schiffe bald wählen, um schneller,
als mit audern Linien, nach Europa zu kommen.
LewiSt 0 wn, 27. Äug. A. Cox
und Peter Williams, die Mörder von der Brig
Albion Cooper, wurden heute in dem Hof des
Auburner Gefängnisses hingerichtet.
Mit Tagesanbruch sammelten sich Zuschauer
ued um 11 Uhr war ihre Zahl auf 6—7000
angewachfen, von denen der vierte Theil Frauen
und Mädchen waren. Um die angegebene
Stunde wurden die Verurtheilten aus ihren Zel
len nach dem Schaffotte geführt. Sie schienen
ruhig und gefaßt. Zwei Geistliche begleiteten
sie. Williams verrichtete ein kurzes Gebet.
Eine Erklärung des Cox, worin er feine Schuld
eingestand, wurde von dem Geistlichen verle en.
Beide gestanden ihre Schuld und um 11 Uhr
35 Minuten senkte sich die fatale Fallthüre.
Boston, 26. Aug. Mll dem Cunard
dampfer „Niagara" reiste gestern der zum KiU
stenvermessungsbureau gehörende Mathematiker
Hr. Hilgard nach Neufundland ab, um an der
dortigen Telegraphenstation Anstalten zu einer
genauen Messung der Meridiane an der engli
schen und amerikanischen Küste zu treffen. Bis
jetzt konnte wegen der Unvollkommenheit der
Zeitm-sser, die verhältnismäßige Lage dieser
Küsten zu einander und zu dem Meridian nur
annähernd bestimmt werden (die Differenz be
trug 4 dis 1 Meile); jetzt hofft man, mit Hülfe
des transatlantischen Telegraphen endlich die
Lage der Küsten zu einander ganz genau auf
nehmen zu können. Indessen wird nothwendig
eine geraume Zeit darüber vergehen, ehe die
Instrumente in Stand gesetzt, die erforderlichen
Beobachtungen eingestellt und die Resultate der
selben berechnet werden können.
Kalifornien.
Folgendes sind die wichtigsten der vom Däm
pfer Moses Taylor Überbrachtee Nachrichten:
In Betreff des Frazer River wird geschrie
ben :
„Wir haben keine neueren Berichte aus den
Gotominen am Frazer River, deun Niemand
kann an sie gelangen, oder wenn Einer darin
sein sollte, so kann er nicht heraus. An 3000
Goldsucher liegen müßig in der Nähe von Fort
Hale und warten aus das Fallen des Flusses,
denn ehe dies nicht eintritt, können sie. nicht an
die Minen gelangen. Während des Hochwas
sers ist der Fluß em reißender Wildstrom, in den
sich kein Canoe wagen kann. Das Ufer ist fast
eben so abschreckend, wie der Fluß selbst. Ober
halb Fort Hale strömt der Fluß 50 Meilen weit
durch eine Felsenschlucht, deren Seitenwände sich
unmittelbar vom Wasser in einen W.nkel von
25—45 Grad, beinahe bis zur Schneelinie er
heben. Diese Abhänge sind wieder von tiefen
Qusrschluchten mit noch steileren Seitenwändeu
durchschnitten. Zwar führt von Fort Yale ost
wärts ein Pfad über's Gebirge, aber er ist
schrecklich zerklüftet und und unwegsam und führt
durch den Schnee. Selbst wenn ihn die Gold
sucher wählen wollten, könnten.sie keine Pferde
dazu bekommen. Nun macht man einen Ver
such, von Harrison River aus, der sich 60 Mei
len stromaufwärts von der Mündung des Fra
zer River in diesen ergießt, einen Weg nach der
Goldgegend zu bahnen, allein Manche betrach
ten dies Unternehmen als durchaus unausführ
bar, obgleich auch der Gouv. Douglas es be
günstigt. — Tausende von Männern in Victo
ria und am Frazer River würden gern nach Ca
lifornien zurückkehren, wenn sie die Mittel dazu
hätten.
Die bevorstehende Staatswahl bildete den
Hauptgegenstand der öffentlichen Besprechungen
in Calisornien. Die demokratische Staatscon
vention trat vm 4. und die republikanische am 5
August in Sacramento zusammen. Die Dou
glas-Broverick-Demokraten sonderten sich vom
den Anhängern BuchananS ab, werden jedoch
uiwt auf eigenen Füßen stehen können. Man s
hält es für wahrscheinlich, daß sie sich den Re
publikanern anschließen werden. Nur wenn fl
dies geschähe, wäre ein Sieg der solchergestalt
vereinigten Opposition eine Möglichkeit Uebri
genö werden dnrch die bevorstehende Wahl nur
einige Staatsämter von geringer Wichtigkeit be
setzt; die Wahl zum nächsten Congresse findet
erst über's Jahr statt.
Mitte Juli ward an der Einmündung des
Middle Creek in den Savramento, eine aus 75
Chinesen bestehende Colonie von weißen Strol
chen ausgeplündert und vertrieben. — Die freien
Neger in Calisornien, welche eine Massenaus
auswanderung nach einem solchen Lande beab
sichtigen, wo sie volles Bürgerrecht genießen wür
den, haben von dem Gen. Bosquez in Panama
(einem Farbigen) eine Einladung nach Neu-
Granada erhalten. — Am 15. Juli fand am
Grouse-Creet in Humboldt-County ein Gefecht
zwischen Weißen und Indianern Statt, wobei
zehn von den letzter» und einer von den erster«
getöotet wurden. — Sechszig des Mormonen
thuins überdrüssige „Heilige" sind aus Utah im
Carsonthale angelangt, wo sie sich niederlassen
wollen — Die Arbeiten an der Chausec über
die Sierra Nevada von Placerville nach dem
Carsonthale schreiten rasch vorwärts.—Die erste
Ueberlandpost aus der Salzseestadt nach dem
neuen Postko.nrattc traf am 21. Juli in Placer
ville ein.
Utah.
t Dem St. Louis Nepublican wird aus Utah
, geschrieben, daß die dortigen Indianer sich sehr
feindselig zeigen, fortwährend Räubereien ver
z üben und auch mehrere 'Ansiedler ermordet ha»
ben. Noch sei von Seiten der Truppen kein
, Versuch gemacht worden, die Ansiedler zu schüz
c Z2"
- Nachdem den Soldaten Ende Juli ihre Löh-
nung ausgezahlt war, desertirteeine großeMenge
von ihnen. Die Flüchtlinge waren so klug, sich
Maulthiere und Civilkleider aus dem Lager mit
zunehmen.
1 Cedar Valley soll sich sehr schlecht zum Win.
terquartier eignen und Gen. Johnflon daher
Anstalten treffen, einen Theil der Zugthiere
nach anderen Thälern zur Durchwinterung zu
, schicken.
- Gouv. Cuniing erfreute .sich noch immer de
Vertrauens der (Mormonen) Bevölkerung vnz
e versah die Pflichten seines Amtes zu allgemeine
, Befriedigung.
, ' Mexico.
New-Orleans, 21. Aug. Die Zei
. tungen von diesem Datum enthalten ausführliche
Berichte aus Mexico. Die Hauptsache daraus,
nämlich, daß Vivauri mit der zweiten Division
der „Armee des Nordens" sich von Monterey
aus auf den Marsch nach der Hauptstadt Mexiko
. gemacht hat, ist schon telegraphisch gemeldet. —
Gen. Miramon (Reaktionär) verließ am 13
, Juli Guadalaxara und man vermuthet, baß er
sich auf Mexico zurückzieycn wollte. Die Libe
ralen gingen damit um, alle ihre Streitkräfte
2 zu dem Marsche gegen die Hauptstadt zu verei«
t nigen.
Oregon.
Aus Oregon reicken die neuesten Berichte bis
' zum 34. Juli. Die Staatsregierung wurde
am 8. Juli zu Salem konstiluirt. John White-
acker übersandte als Gouverneur des neuen
Staats seine Autrittsbotschaft. Die Territorial,
beamten scheinen stillschweigend ressgnirt zu ha
ben, werden aber wahrscheinlich neue Ansprüche
fl -rl-ebcn, wenn die Nachricht eintrifft, daß der
Congretz seine Sitzung geschlossen hat, ohne den
. neuen Staat in den Bund ausgenommen zu ha
ben.
1 Europäische Nachrichten.
i —
England.
D L 0 nd 0 n, 10. August Die Feste zuCher
bourg scheinen alle Welt desappointirt zu haben,
r Den Engländern gefiel es nicht, daß ihre Kö
nigin bei der Einweihung einer eigens zur Er
.. schütterung Englands bestimmten Seesestung
- zugegen war; die Franzosen hielten den kur
r zen Besuch und die Zurückhaltung der Königin
r für unhöflich; die Parlamentsmitglieder, die
r sich in Cherbourg hatten amüsiren wollen, kehr
s ten mit tiefem Groll zurück, weil sie von den
1 französischen Behörden nicht mit gebührendem
Respekt behandelt worden waren; die bramar-
basirenden Militärs ärgerten sich über die fried
- seligen Reden Louis Napoleons; die Revolu
- tionäre endlich sahen zu ihrem großen Verdruß,
. daß ihre Hoffnungen auf einen baldigen Krieg
. verfrühet waren. In der That ist es schwer,
- auf den Grund der Pläne Louis Napoleons zu
. blicken nnd der „Punch" hat ihn sehr passender
> Weise als eins Sphynx, als ein unergründliches
Räthsel dargestellt. Monate lang ermuntert
- er seine offiziellen und halboffizicllen Blätter zu
den heftigsteh Angriffen auf England und Oest
reich ; er vermehrt die Armee und regt die bö
- festen Leidenschaften der O siziere auf, um zu
letzt—mit einer friedlichen Demonstration zu en
- digen, die Freund und Feind enttäuscht. Nach
dem er England, Belgien, die Türkei und Oest
reich in Angst und Schrecken gesetzt, bietet er
ihnen allen die Hand. Liegt in dieser nutzlosen
Vergeudung in einem schwerbesteuerten, kaum
, von der Krisis genesenen Lande ein Beweis für
die Abnahme seiner Geisteskraft? Oder ein
tiefer Plan, den Niemand ergründen kann?
Das Wahre ist wohl, daß Louis Napoleon, ge
warnt durch das Schicksal seiner Vorgänger, die
entweder durch Jntriguen anderer Mächte, oder,
wenn sie aufgehört hatten, diesen furchtbar zu
sein, durch die Entrüstung der französischen Na
tion gestürzt wurden, dem Kriege wie dem Frie
den gleich abhold ist. Von Zeit zu Zeit regt er
die leicht entzündlichen Franzosen auf und macht
den Fürsten von Gottes Gnaden eine Faust, um
gefürchtet und geachtet zu werden, denn er weiß
nun wohl, daß trotz allen Allianzen und Verträ- !
gen die Familie Bonaparte doch immer Nicht als
legitim betrachtet wird. Seine Dcohuugen und
Rodomontaden sind ihm bis jetzt gut anögeschla
gen, aber gewiß ist auch, dag er sich damit bei
allen europäischen Mächten gründlich verhaßt
gemacht hat und daß dieser Haß nur auf eine
Gelegenheit wartet, um sich zu bethätlgen.
(Corresp. der N. Y. Tribüne.)
Frankreich.
Cherb 0 urg, 8. Aug. Die Rede, wel
che der Kaiser bei Gelegenheit der Einweihung
des Standbildes Napoleon's 1. hielt, lautet fol
gendermaßen :
„Bei meiner Ankunft sagte ich Ihnen, eö
schiene mir beschieden zu sein, im Frieden die
während des Krieges entworfenen großen Plane
des Kaisers Napoleon zur Ausführung zu brin
gen* Nicht uur gedeihen seine riesigen Ar
beiten zur Vollendung, sondern auch die Grund
sätze, welche er durch die Waffen zur Geltung
bringen wollte, feiern ihren Triumph durch die
Vernunft.
„So ist die das Recht der Neutralen sicher
stellende Freiheit der Meere beschlossen worden.
Indem wir dem Kaiser Gerechtigkeit erweisen,
dürfen wir die Leistungen anderer Negierun
gen, namentlich die Ludwig's XIV., welcher so
viele Kriegshäfen und Festungen schuf, nicht ver
gessen.
„Ich danke Cherbourg für das Standbild
Napoleon's. Die öffentliche Meinung braucht
sich wegen der Vollendung des Hafens und der
Einwechung des Standbildes nicht zu beunru
higen. Je mächtiger eine Nation ist, desto mehr
wird sie geachtet; je stärker eine Negierung ist,
desto -mehr wird sie geachtet; je stärker eine Re
gierung ist, desto mehr Gerechtigkeit in ihren
Entschließungen. Sw ist dann nicht der Ge
fahr ausgesetzt, dem Drängen des Landes nach
zugeben, um einen eitlen Stolz zu befriedigen
und nach einer flüchtigen Volksgunft zu Ha
schen.
„Indem die Regierung sich auf die Massen
stützt, ist sie nicht die Sklavin irgend einer Par
tei. Sie führt nur dann Krieg, wenn sie ge
zwungen ist, die Ehre der Nation und die gro
ßen Interessen der Völker zu vertheidigen.
„Laßt uns fortfahren, im Frieden gleichmä
ßig alle Hülfsmittel Frankreichs zu entfalten.
Laßt uns die Fremden einladen, uns bei unserem
Werke zu helfen, nicht als Nebenbuhler, sondern
als Freunde. Wir wollen ihnen zeigen, daß eine
Nation, in welcher Einheit, Vertrauen u. Ein
tracht herrschen, sich nicht von dem ungestümen
Antriebe eines einzigen Tages hinreißen läßt,
sondern, sich selbst beherrschend, nur der Ehre
und der Vernunft gehorcht."
Für die Vergnügungen der Menge war in
Cherbourg während der großen Feste durch
Gratisvorstellungen im Theater, Volksspiele u.
Theater in freier Luft gesorgt. Mnsikbanden
und Sängerchöre ließen sich ohne Aufhören ver
nehmen. Einer der letzteren ging von Kassee
zu Kaffee, das Oock snve tlre (Breen ohne Un
terlaß singend. Er machte sehr gute Geschäfte,
denn die loyalen Engländer bedeckte» ihn ganz
mit Kupfer und Silber, wenn auch nicht mit
Gold. Die Cherbourger haben überhaupt sehr
gute Geschäfte gemacht. Ein Pastetenbäcker soll
seit Beginn der Feste über 5000 Franken ge
wonnen haben, und ein armer Händler des
Handelshafens, der die gute Idee gehabt hatte,
Medaillen mit Bildnissen Napoleon's 1. und l!l.
feil zu bieten, verkaufte an einem einzigen Tage
mehr als 100,000 Slück.
Deutschland.
W i e n. Aus fast allen Gegenden der Mo
narchie, insbesondere aber aus Böhmen, Ungarn
uno Italien, laufen sehr betrübende Berichte
üoer die durch das Austreten der Flüsse ver
ursachten Ueberschwemmungen ein, welche an
Gebäuden, Straßen, Brücken und Feldern nam
hafte Beschädigungen angerichtet haben; an
vielen Orten sind sogar Verluste an Menschen
leben zu beklagen. Auch hier ist der Stand der
Donau, welche durch die einmündenden Ge
birgswässer ungewöhnlich hoch angeschwollen,
ein sehr beunruhigender; bis jetzt sind jedoch
nur die Niederungen in den Auen zwischen den
im Prater unter Wasser ge
setzt, von den Vorstädten jedoch keine über
schwemmt, was bei dem seit 14 Tagen andau
ernden heftigen Regenwetter als em wahrcL
Wunder betrachtet werden darf.
Pose n. So unglaublich es klingt, so iß
es dennoch wahr, daß der in London bestehend«,
polnische Revolutionsbund (bekanntlich eine Sek
tion der polnischen demokratisckin Emigration
gegenwärtig wieder alle Anstrengungen macht,
um in den ehemals polnischen Landestheilen eim
Revolution zu organisiren. Der Beweis dafür
liegt deutlich vor in einer Masse von Exemplare:
eines von dem gedachten NevolutionSbunde er
lassenen, von den Vorstehren desselben, Po
powsky und Abycht, Unterzeichneten „Ausrufe
an die Polen," die Vorbereitungen zu einer all
gemeinen polnischen Revolution zu treffen, die.
wie schon neulich erwähnt, vielen polnischen Be
wohnern unserer Stadl und Provinz aus ver
schiedenen Orten mit der Post zugcschickt u. von
diesen aus eigenem Antriebe an die Polizeibe
hörden ausgeliefert wordeu sind.
Miude u. Vor Kurzem kam der frühere
Lehrer am hiesigen Gymnasium, Dr. Herzberg,
aus Amerika hier an, um verschiedene Famili
en-Angelegenheiten zu ordnen; er wurde je
doch bald nach seiner Ankunft vor die königliche
Polizei-Inspektion citirt, wo man ihm eröffnte,
daß früheren Instruktionen zufolge sein Aufent
halt am hiesigen Orte nur vier Tage dauern
dürfe. Da der Dr. Herzberg hier nie rechts
kräftig verurtheilt worden, da er sein Amt frei
willig niedergelegt nnd nur im Jahre 1851
kurze Zeit in einer für ihn günstig ausgefalle
nen Untersuchungshaft, gesessen hat, so steht wohl
zu erwarten, daß in Folge der Verwendung des
amerikanischen Gesandten in Berlin beim Mi
nisterium des Innern die dem Dr. Herzberg
gemachten Schwierigkeiten dürften beseitigt wer
den, besonders da derselbe mit einem in aller
Form ansgefertigten amerikanischen Passe ver
sehen ist.
Gotha. Seit dem 1. Juli ist eine Land
boteupost im Herzogthum Gotha eingerichtet
worden. Mit demselben Tage ist ein uraltes,
zuletzt allzu wurmstichig gewordenes Institut
zu Grabe gegangen, die herzoglich sächsische pri
vilegirte MeoiaS'fche Botenanstalt. Schon im
17. Jahrhundert nämlich entwarf der hier le
bende E. Mevius, ohne Zweifel ein für seine
Zeit sehr kühner Spekulant, den Plan, eine
Botenanstalt zu gründen, die, nachdem sie das
landesfürstliche Privilegium erlangt, schnell ih
ren nicht unbedeutenden Wirkungskreis über den
größten Theil von Thüringen ausdehnte und
von der Saale bis zur Werra, von der Unstrut
bis über den Thüringer Wald ihre Boten fand
te, ja im Jahre 1602 eine eigene Zeitung, die
noch jetzt bestehende „Gsthaische Zeitung," ins
Leben rief. Mit jeder Vermehrung derThuru
und Taxis'scheu Postämter und Posthaltereieu
verengerte sich natürlich der Geschäftökreis jener
Privat«Post- nnd Botenanstalt, und in neuester
Zeit war sie nur noch werth, unterzugehen.
Dies ist jetzt geschehen, dafür sollen einige
neue Poststellen im Herzogthume eingerichtet
werden und ein Retz von Landpostbvten*LO
nien ist bereits über das gesammre Land gezo
gen worden.
Teiegraphiscye Nachrichten
Berichtet für den „Bai timore Weite r."
Ankunft des Dämpfers
„N 0 rth Sta r."
4 Tage Neueres aus Europa.
5 «. I 0 hns . N. B., 28. Äug. Der
Dämpfer North Star passirte am Freitag Nach,
mittag Cape Race. Er bringt Liverpool-Nach
richten bis zum 18.d.
Königin Victoria reiste nach Deutschland.
Pelijsiec gab zu Ehren des Napoleoustages
ein Fest.
Das Haus der Gemeinen hat verordnet, daß
die Ländereien auf Vancoubec's Island an die
Krone zurückfallen und daß ein Schiff zwischen
Liverpool und dem Frazer River g.hen soll.
Die englische Regierung beschäftigt sich damit, ,
ein Corps von Ingenieurs zur Erbauung von >
Straßen, Brücken rk. nach jener Gegenv zn sen '
den und eine organifirte Militärmacht zur
schützung der Einwohner abznsenven.
Die letzten Nachrihten aus Indien sagen
daß der König von Oude sich in Bnrgee befand-
wo die Oiebellen sich versamiiieUeii. Die Prä
sidentschaft Bombay war ruhig. Die Armee in
Gwalior war aufgelöst. Ein Ausbrui) wurde
in Judore befürchtet, llebrigens glaubte man
das Erlöschen des Aufstandes nahe; es waren
ungefähr noch 30,000 Rebellen im Felde.
Ankunft des DämfersCatawba
in Eharleston.
CHarle ston, 28. Aug. Der Dämpfer
Catawba bringt Havannah-Nachrichten bis zum
25. d. Die V. St. Brig Delphin war von
Key West nach Boston abgefahren mit dem vcr
mnthtichen Eapitän des Sklavenschiffes Echo.
Zucker aktiv, im Steigen.
Eharleston, 28. Aug. Die Brig „Echo"
von Baltimore kam heute un hiesigen Hafen an
mit 300 Afrikanern au Bord. Sie wurde vor
einigen Tagen au der Nordküfte von Euba von
der V. St. Kriegsschaluppe „Dolphiue" gefan
gen genommen und hier von Lieut. Bradford
eiugebrackt. (Ohne Zweifel liegt dieser tele- ;
graphischen Depesche eine Verwechslung zu
Grunde. Denn die Eigenthümer der Brig
„Echo" vvn Baltimore fiudourchauS chrenwertye
'Männer. Die Red.)
Reue Anzeigen.
Steubenfest
Die Vorsitzer der resp. csub-iivmiteswerden er
sucht, am Dienstag August, Abends« Ubr,
im lokale des Herrn Limon, Fayctlestraße, dem
Erecutive-Comite ihre schließlich«.'»: Berichte abftat
ten zu wollen
MD Im Aufträge des Erecutive-Lomites r
Dr. C. RiSler, Sccr.
Steubenfest
Sammtliche Mitglieder des D e c 0 r a t i 0 n s -
L 0 in ite s werben ersucht, nächsten Dien st a g
und Mit tw 0 ch auf den sic st platz zn kommen, um
zur Decorirung des Platzes behülstich zu sein.
MD Der Vorsitze r.
Steubenfest.
Unsere deutschen grauen und Mädchen sind auf
M viNag , Hie n sta g und M ittw 0 ch Abend
vom Decvrativns-Evmite freundlichst eingeladrn,
um Kränze und Guirlandcn zur Schmückung des
Feitplatzes zn winden, »»dem Lokale der Rebe n-
Halle, Eingang in gayettestraße.
'-N Der V 0 rsitzer.
Steubenfest
Sämmlliche Mar schälte sind ersucht, ihre Schär
pen und bis Mltlwrch bei nur in Empfang
, zu nehmen. Heinz,
Ai H M C hies- M a r scha ll.
Steubenfest.
. Das zur Ehre u.iseres wackern eanvmanns. des Baron
> gnerr.ch von Äieuücn, de- Waste,r^nio,sen Wasyina
ton« zu se,erndc qrvße
Volks- und Erimrerungsfest
dessen Ertrag der eine-, dem Andenken des gefeierten
> Heiden wurokgen '
Steubendenkmnls
gewidmet ist, wirv am
Donnerstag den 2. September d. I.
> auf Sürmann's Grundstück (Rullmann's Garten) an der Are
> denckroad stattfinden. .re „re
i D.e sprocc,ston beginnt Morg präeise Uhr vom Broad
. weg au-. ccuitatzkarten 05 <j.ts. — Die näheren Einrichtun»
gen werden durch b,s Programm mikgethcilt werden.
Das Executio-Cvmlte.
A, Schumach e r , Präsident.
E. Wtst D r., stellvertretender Präsident.
Rvb. L. Lharlicr. L. L. D. Selretar
' H. Rtcsler D r., Sckr.
E. g r e y, Seir.
D. H. »>,- evcr , Sekr.
Sütt E Hs. Spiiker , S>dakne,i'ste-
Steubenfest?
Germania-Loge 'Nr. 47, I. O. O. F.
Die Mitglieder dieser Loge sind freundlichst er
sucht, sich am Dienstag den 21. August, Abends «
Uhr, im Lokale recht zahlreich cinzuslnden, um die
gestbänver in Empfang zn nctnnen und wichtige
Ele,chäste in Bezug auf obiges Fest zn erl digen.
Das Eomite r Wm. H lyma n n-
Henr^Engel.
MD Sachs, Sekr.
Steubenfest.
Alle diejenigen Personen, welche euien gesicherten Sitz an der
Fest-Tafel
wünschen, müssen ihre Billette längsten- Dienstag den 31. Au
gust, Abends 4 Uhr, getos't haben.
Dieselben sind an folgenden Platzen zu haben r
Bei HH. Mayor He, ntz, Kaiser, W. Holtzmann
Fr. Ga n e r, H. Schrnttz, Ly. Leutbewcr, L»
Weber, «schwarz und W. Nullman n, SMD
TLnzeige.
36 bis 40 tüchtige Äufwärter
für die Fest-Tasel des werden gesucht.
, . W. N n ! i ann.
Steuben-Musikcorps.
Die Herren Musiker, welche ihre Betheiligung
an vbig'M Musikcorps bereits zugesagt haben, sind
höflichst ersucht, heute Montag, den 30. August,
Nachmittags 4 Uhr, bei Herrn Gardner, Nro. «
Highstraße, zur ersten Hauptprobe zu erscheinen.—
Abenb um « llhr findet die zweite Probe statt-
M N i lv.
ÄlpenHu n r tett.
Große General - Versammlung
heute Abends llhr,wegen speziell r Berathung be
züglich des iinGardncr'schen Locale.
Im Auftrag; K l c y e n st e u b c r, Enke ,
M L o h ni a n n , Gar dne r.
Zur Nachricht
Die Mitglieder der Baltimore Schützen und des
Steuben-Musikcorps, welche an der Festtafel zu
sammeniitzen wollen, haben ihre Tickets heute
(Montag) bei -perrn Gardner zu lösen.
Das E v m i t,e der Baltimore
Schützen und des Steuben
V! Mn sikcorps-
Extra.Versammlung des Lieverkranzes.
Sammtliche Ehren- und nMitgueder des Lie„erkranzes
sinv ersuar, sich Heu c (Mon-ag»«Abend präzis 8 Uhr un Ber«
ein-lokal, cke Howard- und Leriugtvastraße einzustuden.
Zweck der'-Versammlung: Doch twichsige B.-rieyrungen zur
würdigen Betheiitgurig am Steubenfeste zu treffen.
-M Neo. P- S e, nbach, cor. Se»r.
Allgemeiner
Arbeit. Kranken ttnterftutzungs-Verein.
Augerorrentllcke General-Versammlung.
Die Mitglieder werden hicrmi! beoachrjchugt, daß Dienstaa
den 3i. August, Abends 8 Uhr eine ««eneralvermmmluag sta,,-
sinder, wo e,u tn Wlederenvagung (R coasiderakton) gezogener
-öeichlutz. betreff des crintritisgeideo zur wcucreu Beschiutzuah
me vvrlirgt.
Zugleich wSrden die Mi'glied-r ersucht in voller gahl zu er
scheinen, um ihre Licker» sü - vas „sreuveitsezu löse,,. >
.2"D L h. B a rteii, Praiid.n(
Herrmanu Unterstützung-Gesellschaft
Die Mitglieder werden hiermit in, Name» der «Lommittee
ersucht sich nächsten Donnerstag um 7 Uhr im Versammlung--
loiat zahlreich eOizustndi», um dem Steubensest beizuwohnen.
Zm Auftrag der Committee
MDM Peter Krei«, Vorsitzer.
Germania Hain Öko. 7. V. A. O. Drucks.
Die Mitglieder obigen, sowie der Schwesternhalne werden
hiermit erfocht, ihre Licket- zum Sreubenscst, später
gegen Bänder umgcrauschi) bet unic,ze:chnekem Lvmile ob <r in
der nächsten rkgeunäßigen Versammlung Dienstags den 31.
August tn Empfang za nehmen.
Da der Hain an der Prozession Theil nimmt, so »erden Die
jenigen, welche fich anschließen wollen, ersucht Donnerstags den
2.-Leptemter, Morgens 7 Uhr, sich im Bcrfammlungslokaic
Powhaltan Hall, Ecke von Bond- und Prattttraßr, einzufinten
? fl'.,? tll - brand . 07 Lyamesftr.
Ad. Martini, e4t Bondstr.
Andr. Frietz, !)4Lhame«ftr.
l MDM . Ernst Eioßner, Seir.
4 Achtung
M German Riflcmeil.
Die Mi'gNeder ob g.r Comp find ersucht sich,,,».
Abend um 8 Uhr in der Ärmvry unfehlbar zu v!r
lammcln, um die Tick.r» für « a» Steubenfest in E n
Ps-ng zu nehm'U sei Vermci.uug g s.tzllcher Strafe
J.n Auftrag des «Laut.
M. Weitzel, S:kr.
Göthe-Loge No. 1.
Die Mitglieder dieser Loge werden hiermit ersucht nächsten
Donnern g den 2. September, Morgens puntt 7, Uhr mir vol.
len Regalien in ihrer Halie zu erschein.n, um der Prozession
des -leubenfeste- beizuwohnen
MDM Im Auftrag W m Langlotz , Sekr.
Alle Bäcker von Baltimore !
Meister und Gesellen.
nächsten Donnerstag sia,»findenden
tia NachnMt, , c,'"§elae n aus heute, Mon.
castr^u'-' ' Lo.ale d.s Hrn. H - tnz .n Pac -
At'e. kommt Alle; Freundschaft und Einbeit macht stark.
. — Das Comtle.
Grog-Slamin des U«,abh. Ordens der Roth-
Di- M vom Slaate Maryland.
»es. sowie di-der unterg'ord.
dem Steuden,-ne zahlreich an
-ag--. präzis 7 Uh? m.r ' ' " am Morgen des Fest
sammeln, von wo ter g„a naufl.
C-pt. M-nach's Mustt.Eo?ps fst "bgebt.
5 ND A
' " - " ' Sch iftfuhrer.
(- kNvmnc^lliiterstützunas-Vei-ein
Die Mitglieder obigen Verein« -herein.
Mvu-ag de» 30. d. Mts., Ädtnfl " uflo" "sucht sich
lungslotal einzosinten, um ein'''wej,"-n A ,fl"' Versamm
des „Sreubensestes" beizuwohnen um füglich
in Empfang zu nehme».' ' A ?a »^. fln lflfl raffelbe
Alter Deutscher Orden der Harrern
Den Mitgliedern der Säiiller-Loge No.4). A. D n
wird hiermit Nachricht gegebe» daß iu ein-- — -V.
den 26 August abgehfl.t?ae„ Vsisnmml»ng deEof-°be7ch>o7.
On wor.e» ist, dem Steubenfeste ohne Reaali - n fl
wohnen. Die Mitglieder werten ersucht Äe Ei»,akk»
bardffr zw flec er't.e' No. 33 Lom
' "K'" E' Eg en sin"""'" §""ssion
Lomite.
Frechen, Glcichheik und Gerecht-akelT'
Groß.Bimd des Verb Oröenö der Bcieinint Br
D,e M tglicver des iHrvßrÄundes N « "»gi.
Rngli-der des Germania-Bunce» fl*
No. 4 uno die M H^kN'eder
dcs No. werrcn bi.rmi. Harmonie-Bun
den 2 September froh em !fl.h 7
verjammlungslokal zu lrjchem.n, u n 'fl"»'
SM <K. Sire.
— . -2- Sekr.
Harmünie Kranken-Uiiterstüstml.qs-Vcrcln
obigen Ve-etar oiene biermitd-n
kns est oethelligen wostcn recht zab re ch stch a n
2l"SUst, Abenrs 8 Uhr, einzulinden hab-u.
A. Har.chkam.
Groß-Loge des Staates Maryland.
) Alter Deutscher Orden Haruaarr.
Alk und EstLercksentirnken
Ssfälligst Keuntniß davon nebmen daß die qrfltz.'
ichr wahres Gcrmmmlung a n nächsten Mit.woch b-n i
rcmbcr d. ,n d-r Orccola-Salle, Gavur «e der
Halle schräg gegenüber stak findet; und daß
zis 2 Uhr ihre Verhandlunge i beginnen. Zugleich noch
bemerkt daß nach -in r kurzen Vertagung di- vorliegenden W?.
,chafrc des Abends w c er »»fg-»om,uen wfl?en
und -lne Zor'sctzuag derselben eriolgt, deßhaib werden sämflt.
ltche Glrever gebeten punkiich zu erscheiurn. I»mmt-
Im Auftrag der Hoch« Gr. Barre. Heinr. Hartng
Valt. Schumann. Gr Sekr
Schiller-Loge No. 55. ll. O. S?B
Die Mitglieder obiger Loge «int ersucht nach.'cn Don».-st,,
den 2. September ia ihrer Halle zu erscheinen inoem laü «?
schluß bkiagte Loge sich irr Prozession am Steubenicstc bclbei'
ugt. Zeder ist eriucht um 7 Uhr »> dl.Halle,,, „flflflfl,,
Ebenso rönnen alle Diejenigen, we che fich daran b'theEn hfli
Kagenmerster Nruger. North Gay.tr. No. 49 Luksifl in
Empfang nebmen. >n
Bin Aufträge S b a r, Welt, P Sekr
' . Die Committee.
das. Sachs r-H enrySaßrmtek.
Baltimore Loge No. 1. A. O. of G. F
Die Mitglieder obiger Log-, w-lchc an dem Steubenfeste
, Tbcil nehmen wollen, sind biermit ftcundlichst crsuchr fich am
, Donnerstag den 2. «sevt-mb-r Morgens 6Ubr in der k can
23 Cents sind beim Ermeister
Voigt, sowie un Versamml» gslokal in Emp.ang zu neb
men. Aufträge
« F. Dühring.
flTodeS Änzeicre.
Ve'annten die traurige Nachricht, duß'ä,» 27. d. Mt«, unser
iuii»sftr Sohn. Gustav, im Alter von lLMonaten an der Zahn-
Ruhr sein jur g - pebe» e bete.
. D-r trauernden Eit rn
" C Schneidcreilb u. Gattin.
Z Lvoes-rLtnzeitie. L
» Am 26. b. Bits., starb in Prtnceton, Neu-Jersev, un- W
!er einzige-, geliebtes Kind Johann Heinrich tn «
Z e.n.m A.ter v ,, 1 Jahr. 11 Mon . ü Tag . welche, wir >
W yieldurch mit betrübtem Her-en allen theilnehmenden >
W greunden anzetgen.
Ä ErnstLübkert. Past-r.
M a r a a r et h e L ü b k er t. 8
Die ZLvttSfchule
beginnt tbr Winter,emester nächsten Monrag den 6. September'
Anmeldungen zur Aufnahme neuer Schüler können wabrcnd
' g"'"lä-vt' im Ächinbause gemacht werden.
dH. Wacker s Schute^
Den Ettern der mir anverrraulen Zöglinge die Nachricht
daß der Unerr.cht für drs Wi»tersemestcr. nächsten M»ntä» den
30. Aug. Morgens 9 Ubr beginnt. Anmeldungen zur Auf.
nabme neuer Schüler werden bis zu oben angeg, bener Zeit ent
gegeugenommen. P h. Wacker
«ZDM Ham'burgftraße No.'l76.
C Henkel s
englische und veulsche Schule,
S. W. Ecke von Pinc- und Naborsistr.
Nächst n Montag den 30. August beginnt das '
Winterjemester und findet A ufnal'me neuer Schüler
statt Der Unterricht umsaßc a Wifiensnöroige im Bereich
einer guten Elementarbildung und wird in deutscher und en,.
lischer Spracht erthe lt. '
Die für nächsten Montag beabsichtigte „S ch u l-Er
curfion" findet des „Sreuhenfeffes" wegen erst am 2o S-v.
> m der statt. L. He n ke l. SMD
Deutsche und Englische
St. Johannis ScSiule
IN der Calvcrtstrape.
Nächsten Montag den 30. Ang., Vormittags 9 Uhr,
nimmt er Unterricht in cerobig, n Swule wieder seinen Anfang.
A'vM — F. Hcrzb e r g e r.
Fr Knapp s SclnrleT^
Der Unterricht für das Wintcrbaibiahr nimmt am Montaa
den 30 August, Morgens 8 Uhr, wieder seinen Ansana "
An diesem Tage findet dir Verätzung und die Eroffuuna ei
ner neuen Klasse statt.
Anmeldungen zur Anfnahmr neuer Schüler beliebe man so
bald als mbn<ich zu machen.
Zur Erlernung ter Hebräischen ist eine Klaffe in voller
Tvattokeit und können neue «chuler eintreten ; ebenso snr d«r
frattzvftsche, lateinische und griechische Sprache».
Zar Uurerweiftlng ,n weivluchen 4l»cunrieardeitcn ist eine
tüchtige Lehrerin angeste tt.
Aus Verlangen wird Piano-Unterricht ertheilt.
Auch können Schüler tn Kcst und Logis eufgenommen
, , Fr. Knapp,
Aug2>,iw , No. 13 S.
für Mädchen nnd Damen.
Ich mache den verehrten Frauen Baltlmore'o r e Anzeige,
daß ich beabsichtige nächsten Winter Kinder» und Erwachsenen
Unterricht im Französischen, M u s i k, Ze i ch n en und
feinen Handarbeiten zu errytilen und bitte Ncsieftt»
rende bei mir vorzusprcchen.
Isabelle Bo usifet,
Lexingtcnstraße No. 414. oberha b Fermvntsiraße.
Lluch wurde ich gentlgi sein «ne Stelle als Lehrerin
anzunchm-n. Aug24,1Mr
Jobann
Ei-irurgischer
jj JnstrumeiittiimaLcr und
'—Messerschmied,
No 34 Marionftrnße,
zwischen Howard nnd Euiawstr., oberhalb Fayettestr.
Ich mache bicrmit das Publikum !>n Allgemeinen ausmerk
sai». daß ich am obigen Platze mnn Geschait tabnrt habe und
hoffe, daß mein Name in lange, Verbindung mit genannten,
Gewerbszveig meine» Gvnne.'il genügende E npscylu»,, ftin
wirv.
R parataren werden prourpt, dauerhaft u. billig au-gcführt.
Da ich Dampfkrast ln Verbindun , mit meiner Swleiscrei
habe, so bin ich im Stande die jchwersten wie auch dle ftinsten
Arbeitcu zu uberuehmen.
»,»-Nescreures: Die Profess. N. N. Smith. G W.
Mtilenbcrger, B. B. Smiih, Z. R. W. Linnbar. -Y. W. Bar
lez, Z. L. S. Montur. Aug2>,1mt
1tt«^U8,
Ilhrmaclicr und Juwelier.
No. 207, West Prattstraße,
zwei Lhurcn vvn Eurawstr. Baltimore.
Ich mache meinen Freunden, sowie dem Publikum im All
gemeinen hiermit die Anzeige, daß ich obiges Geschäft käuflich
übernommen habe und steis ein isohlaffornetes Lager von Zu
welen, silbernen und goldenen Tasche»-Ubrcn, Stand- u. Par
lor-Nhrcn, sowie alle i» das Juwelen- und UVren-Grschast
einschlaaendr Artikel vorräihig bal,r.
-sich werde meine Kunden jederzeit gut und billig bedienen.
Nevaraturen an Uhren und Zuwelen besorge ub pünktlich.
Äug20,ll Nudolph Lupu
Verlangt nach Washington:
> «in guter Schneide- der auch mit dem Waschen und Reini»
- ,n der Kleider umgehen kann. Näheres ist am Platze se-vst
123 Skr. (Island) zu erfahren.

xml | txt