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Baltimore Wecker. [volume] (Baltimore [Md.]) 1851-1867, May 21, 1860, Image 1

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Bedingungen.
Der läqlicke „Baltimore Wecker" 7 CtS. per Woche»
an die Träger zahlbar.
In Washington, Wheeling rc. wird der tägliche Wecker ebenfalls
ins Haus gebracht.
Durch die Post versendet Z3.50 per Jahr, in vierteljähriger
Vorausbezahlung.
DaS Wochenblatt des Baltimore Wecker erscheint jeden
Freitag und kostet jährlich Z2 in unbedingter Vorausbezahlung.
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durch mein eigenes Gespann kostenfrei in's Haus geliefert werden.
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75 Faß Zwetschgen
10 Haß Kirschen.
50 Faß Kümmel,
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Soeben empfangen und am Lager:
30 Fässer Böhm. Zwetschgen,
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350 Dcmijohns und 30 Fässer Franz. Wem-Esstg.
25 Fässer Cichorien,
20 Krstcn Anchovis,
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' dkl,, zwischen Charles- und H-mvvcrst
Baltimore Wecker
Jahrgang 11.
9ro. H Sud-Frederick-Straße,
Baltimore, Md.
Gegnlndet zur Unterdrückung der Quacksalberet und zur vollstLndi.
gen Hcllung aller Arten von Krankheiten, welche dem menschlich«»
System unterworse» find.
Dr. I. B. S«tth hielt e« früher ske erforderlich dem Pudli
kum einige Außenlinien seiner vorzüglichen Eigenschaften al» «nt
und Cbirurg zu geben, sowie einige der Bortbetlr «nzuführen, wel
cke aus persönlicher Consultationen weacn schwieriger und gesährlt
cher Krankhesteu mit thm erwachen; lieg ist jetzt jedoch unnothig
geworden.
CS ist genügend für ihn. gegenwärtig nur anzuführen, daß er i«
1836 in gehöriger Form al« Arzt gradmrtc. Seit jener Zeit hat er
se,ne ganze Kufmerksamkrit obigen Krankbeiten zugewandt und m
den letzten 8 Jahren mehr Patienten curirt. al« zur Begründung
seine« Namen« al« thätiger und gemeinnütziger Arzt nothwendrg
und vielleicht von alle» Lrrzten hiesiger Stadt zusammengenommen
geschehen kan«.
Obgleich e« von einem Theile der Mitglieder der ärztlichen Prari«
für Quacksalberet angesehen wrrd, anzuzeigcn, so erscheinen jedoch
die den mit solchen Krankheiten behafteten Personen erwachsenden
Dorther!« zu groß, um nicht da« Anzeigen für sehr nothwendig zu
halten. Rust man nicht einen Chirurg an, um da« Bein zu am
putiren? einen Okulisten, um die Krankheiten de« Auge« zu heilen ?
und einen Arzt, um eine sonstige Krankheit zu heilen? Und ge
schieht die« mcht tn der Voraussetzung, daß man ihre Hülfe sür er.
solgreich hält N - Dr. I. B. Schmith ist der älteste regelmäßige
qraduirte Arzt, welcher in Baltimore anzeigen läßt. Seine Prari«
fft in den letzten Jahren eine so ausgedehnte gewesen und er hat
Krankheiten in allen Fällen und mindere tn 2 bi« b Tagen geheilt.
M,t Bezug aus die große Anzahl künlrch unter seiner Behänd
liurg gekommener Fälle, hält e« Dr. Tmtth sür Pflicht den Unglück
lichrn und besonder« Fremden, den wohlgemeinten Nath zu ertbci
len, wohl daraus zu achten, dap sie nickt durch die in falschen An
zeigen fich brüstenden Quacksalber verlockt werde«, welche Berspre
chungen machen, deren Erfüllung selbst den erfahrensten und besten
Aerzten fast unmöglich ist.
Beachtet Folgendes bei Zeiten.
Der Unglückliche, welcher mit obigen Uedel» behaftet ist tndKstch
schnell an einen erfahrenen Arzt wenden, durch welche» er nicht nur
von seinen Schmerzen befreit wird, sondern denselben auch besä
bigt. seinen Kranken eine sehr billige Rechnung zu machen, während
er in den Fällen, wo die Symptome sich nur etwa« in da« System
eingewurzelt, oder die Krankheit weiser um sich gegriffen hat, zu ei
ncr weit größeren Rechnung kerechtigt ist. Verengungen oder
..Stricture«" werden nach einer neuen von Dr. I. Smith aufge
fundenen BebandlungSwesse tn wenigen Tagen ohne Schmerze«
»der Fnconvrnienzen sür den Patienten geheilt. Zugleich zaran
kl-t Dr. I- B. Smieth. daß keine Entzündung der «Urethra- u. s.
w.. al« -Stricture«- behandelt werden, wodurch so oft Charlatane
die traurigsten Folgen derbelführe».
Junge Leute und Alle, welche an seminaler Schwäche leibe«
sollten stch bei Zeiten melden, wodurch sie viele» Kummer und große
Unkosten ersparen.
Dr. I. B. Smith hat durch die glückliche Cur obiger Krankhei
ten -rötere Berübmtbcit al« irgend ein anderer Arzt tn Amerika er
langt. Er heilt da« Uebel tn den schwierigsten von Grund an« und
gibt der Constitution ihre ursprüngliche Kraft wieder, indem er nur
einfache und milde Mittel anwendet. Seine Medizin ist frei von
Merkur und allen moralischen Giften, in einer bequem dichten
Maste zubrrettet und kann im Gast- oder Pnvathause oder aus der
Neste unbemerkt und ohne Störung in Geschäften zu verursachen,
genommen werden, Rur wenn heftige Entzündung eingetreten lst,
wrrd eine Einschränkung der Lrben«weste nolbwendig.
Auch den Krankheiten de« weiblichen Geschlecht« d<n Dr. I. B.
Smitb seit einer Reihe von Jahren seine besondere Aufmerksamkeit
z> widmet und verspricht allen Leidenden eine heilende Cur.
Dr. I. B. Smith'« Prävcntative sür Frauen kann man a« obi
gem Platze erhallen. Die Medizin ist gut und wurde innerhalb »
Jeckren außerordentlich viel davon gebraucht. — Prei« -ü. Per
sonen welche von Baltimore entfernt wohnen, können nach genaner
Angabe der Evmrtome Dr. I. B. Smüh tn portofreien Briese«
! cousultiren und die Medizin nach irgend einem Theilr de« Lande«
! geschickt erhalten. .
Alle Anfragen bleibe« streng privatim. In der Osst« st»d s»>
varate Zimmer zur Disposition der Patienten.
Osten von v Uhr Morgen« bi« S Uhr Abend«.
> Dr. I. v. ««ich,
gaN.g.h «o. 11 Süd-Fredericksk. vrltt»«».
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Mit vem Schiffe Ferdinand empfingen
50 Faß große deittsthe Zwetschgen,
50 Keg Perlgerstc,
100 Biishel gelbe Erbsen,
100 „ gespaltene Erbsen,
200 Keg neue Vollhäringe.
50 B>ren Limburger Käse,
10 Kübel Schweizer-Käse.
sowie Grcenconl, Sardellen, Nudeln, EricS, Sago rc.
NLdrl sr Wilhelm y,
(Ja14tz) 37 SWcst-Baltimorcstr.
SA) Wein- und Liquor-Handlung
von S. I».
No: 5 Nord-Gavstraße, Baltimore:
1857 und 1858 waren sowohl in Qualität und Quantität sehr ge
segnete Weinjahce und 1859 ist ebensoviel versprechend. Dadulch
ist es ulir möglich sehr gute Waare zu sehr niedrigem Preise zu ve:-
F'aß französische Weiß-Weine Haut SautcrncS zu 75 Cts. du
Gallone, beim Faß von 60 Galt, zu 45 Cts. die Gallone; 30 Faß
Roty-Weine zu 75 Cts. die Gallone, beim Faß von 60 Gallonen
zu 50 Cts. die Gallone.
200 Killen Welß-Memc das Dutzend zu H2,
450 ,, Roih-Weiue do 2,
1-06 ,, feinsten Barsac do 8, 4, 5 und 6,
200 ,, Che tean Marqeaux do 8.
50 Ma gcau Becken do 6,
50 Chateau la Grange d» 10,
800 Gallonen 57er und 58er Nhein-Wcine zu Hl, H1X
H2 die Gallone.
100 Kisten Mareobruner 57cr zu H4 das Dutzend.
100 „ Nierensteiner57er zu H4)L do.
200 „ Hochheimer, Wachenheimcr und Andere.
100 Faß Port-Weine (Jentätion) 50 Cts. die Gallone.
10 do. do. Cotalonien 75 „ do.
50 do. do. Burgunder Hl do.
25 d». seine auserlesene Portweine H1X—H6 die Gallone
50 Cts. bis H2 die Flasche.
Große Auswahl in Malaga-, Madeira-. Xeres- und Muscat-
Weine.
150 Körbe Champagner, garantirt acht.
Französischen Nlamonet zu H10 per Dutzend, ZI die Flasche.
50 Klsten ächten Duc de Montebeüo.
SH- Von nur selbst sorgfältig zubereitet und frei von allen schäd
lichen Ingredienzen offerire ich folgende Artikel:
Fmmitation voll französischem Branntwein 25 Cts. die Flasche
nnd von 40 Cts. bis ZI die Gallone.
Holländischen Wachholder-Schnapps (Gin) von 25 Cts. bis 75
Cts. d,r Flasche und von 75 CtS. bis Z2)6 die Gallone.
Alter reiner Roggen-Old-Rye und Gersten-Schnapps, von 75
Cts. biS ZI die Flasche und von 40 Cts. bis die Gall.
Jamaica-Rum. — Schottischen Gersten - Schnapps (Scolsch
Whiskey. Batavia Arrae. Berliner-Doppelkümmel, deutsches
und holländische- Krauler-Bitter. Wein-Bitter und Schwei
zer Magen-Bitter. Anisette-, Rosen-, Vanille-, Mandeln-,
Pjessennünze-, Maraschino-Cordials, Absynth, Cürossao,
Himbecc-, Brombecr-, Wilbkirschen-, Ingwer-, Mintjukcp-,
Lavcndel-Liqueuae »c. zc.
Alle-zu haben bei B. F. U lman,
No. 5 Nord-Gaystraße.
HA-Von allen diesen Waaren garantire ich die QuMläi und
nehme solche, wenn nicht befriedigend zurück.
B. F. Ulman,
Importeur und Destillateur
No. 5 N.-Gaystr.
Juni21,jl dritte Thüre von Baltintorestraße.
Jrroy L Comp. Champagner.
DLareuil 8urax.
100 Körbe und Kisten von diesem berühmten Weine in Quarts,
Pints und halben Pints soeben angekommen per „Wm. TelE
und znm Verkauf bei I B. Charron uud C ».,
Dz6-- Hanover- u. Lombardstr
V <n>oiü' «L (
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Pfälzer-, Bremer L Havana-Cigarren
11V Lombardstr.,
haben fortwährend ein Lager von 5 biS 6 Millionen Cigarren der
anerkannt besten und beliebtesten Brände.
LIsötttzr-'rubllelL.
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Havana-, Java-, Cuba LS Seedleaf-
Taback
in großer Auswahl.
1*KLüet»1, Vouvltr Lr So,
Mz17tz 116 Lombardstr.
1857er Rhein-Wein.
Soeben angekommen 50 Ohm 1857 Rheiu-Wein von auSgezeich
neterQualität. Pracht, Voneiff und. Co.»
jl 116 Lombardstr.
H'isi „ttstel »Oll L. chj. tzchiimissec. HelaWisviesteil voll w. Schnausser.
-s e n i l l e t a n.
D i e
Gkhcimnillcuan St. Louis»
von
Heinricl, Börnftein.
(Fortsetzung.)
— „Ja, ahn warum sehnte sich denn die
Großmutter so sehr nach Amerika?" fragte
Joseph.
— „Hm !" meinte Böttcher, „das hat sie
uns nie klar gesagt, — sie meinte nur immer
sie müßte bin, — und auch uns wurde es nickt
reuen. Aber jetzt laßt uns zur Ruhe gehen,
Kinder! morgen gibts einen schweren Tag
für uns. Also gute Nacht."
— „Und glücklicher Traume, — denn die
Träume der e r st e n Nacht in der neuen
Heimarh werden wahr?" sagte lächelnd die
Mutter.
Alles erhob sich und suchte die bescheide
nen Lagerstätten im Schiffsräume, nur
Marie blieb noch, in tiefe Gedanken versun
ken sitzend.
Lange hatte sie so gesessen und wachend ge
träumt. als eine schlanke Gestalt über die
Planke vom User aus das Boot eilte und bald
vo. Marien stano. Es war der junge Mann,
oes Lebensretter ihres Binders, — er schielt
bewegt und aufgeregt.
— „Marie! !" sagte er, von dem schnellen
Laufen rasch und hörbar athmend, „gut, daß
ich Sie noch wach und allein sin de, um so
offener kann ich mit Ihnen sprechen. Meine
Hoffnungen uud Plane haben cme unerwar
tete Wendung genommen; ich dachte hier in
St. Louis melne alte Mutter zu finden, und
ebenfalls hier zu bleiben, um so/' fügte er
lenser hinzu, „noch länger in Ihrer Nähe
weilen, vielleicht Ihnen nützlich sein zu kön
nen, aber —"
— „Ist Ihrer Mutter etwas zugestoßcn,
He»r Kart? fragte Marie besorgt.
— „Nein! aber sie ist nicht mehr in St.
Louis, — sie ist bei eirer verheiratheten
Schwester in Nock-Island, — krank, wie ich
so eben gehört habe und sehnlichst wünschend,
mich noch ein Mal zu sehen."
— „Oh, eilen Sie schnell zu ihr! bat
Marie.
— „Das will und muß ich, Marie !" ent
gegnen' Karl, „so schwer und hart mir auch
die Trennung von den Ihrigen und — von
Ihnen wird, Morgen mu Tagesanbruch gehl
ein Boot den Fluß hinauf, — ich habe mich
sogleich einschreiben lassen, und kam so schnell
um Sic noch wack zu sturen und Abschied
nehmen zu können."
— „Morgen schon!" lispelte unwillkürlich
seufzend Marie.
— „Morgen, Marie! und darum eben
muß ich mir ein Herz nehmen und offen mit
Ihnen sprechen. Ihre lieben Worte von
diesem Morgen geben mir den Muth dazu.
Marie! es wird Ihnen gewiß nicht entgan
gen sein, welchen lüsen Eindruck Sie von
dem ersten Tage, wo wir uns an Bord trafen,
aus mich gemacht haben. Auch Sic schienen
mir nicht unfreundlich gesinnt zu sein. Ma
rie ! ich bin ein gerader, ehrlicher Mensch,
ich kann keine schönen Worte machen, — aber
ich frage Sie treu uud herzlich : Marie! wür
den Sie mich wohl ein bischen lieb haben
können
— „Herr Karl!" seufzte Marie leise mit
niedergeschlagenen Augen.
— „Ich habe Ihnen noch keine Zukunft
zu bieten; Marie, aber ich werde unermüdlich
arbeiten und streben, und der Ge da nie, daß
Sie der Lohn meiner Mühen sind, wird mich
das Ziel erreichen lassen. Darf ich hoffen,
Marie
— „Karl! — Sie überraschen mich, —
wie hätte ich denken können, — doch nein !"
setzte Marie sich ermuthigend hinzu, — „nein?
Karl! ich will eben so offen zu Ihnen spre
chen, wie Sic es gethan haben. Sie sind
ein guter Mensch, — Sie waren uns auf
der ganzen langen Reise ein treuer Freund,
Sie haben meinemBruder das Leben gerettet
und uns Alle vor gränzenlosem Kummer
bewahrt. — Sie werden auch eine brave
Frau glücklich machen. — Ja, Karl, — wenn
Sie eine bescheidene Eristenz gegründet ha
ben, und meine Eltern Ja! sagen, — dann
— hier ist meine Hand, — dann bin ich die
Ihrige!"
— „Marie! himmlisches Mädchen!" rief
Karl, entzückt ihre Hand mit Küssen bedeckend,
— morgen mit dem Frühesten spreche ich
noch mit Bater Böttcher und ehe ich Sie
verlasse, sind Sie meine süße, verlobte
Braut."
Die Liebenden hatten in dem Entzücke».!
ihres Seelenaustausches nicht bemerkt, do.ß
am Borde des neben der Sarah liegenden
Mlffoun sich, ein struppiger Kopf erho ben
und ihrem Gespräche zugehorcht hatte. Bei
dem Namen: Boucher, machte der Horcher
eine zuckende Bewegung, und eine rauhe,
barsche Stimme schrie plötzlich herüber:
„Mit Verlaub, mein zärtliches Pärchen?! ist
die Familie Böttcher am Bord der Sarah?"
Mit einem Schrei entsprang das erschreck
te Mädchen, — Karl rief ihr noch ein:
„Gute Nacht! meine süße liebe Marie!"
nach, dann aber wandte er sich gegen den
Frager, der sich im anderen Boote hoch auf
gerichtet hatte und sagte ärgerlich: Ihr seid
Dffiee: 91ord-Frederickstr. .1.
Baltimore, Montag den 21. Mai 1860.
D i e
ein ungehobelter Geselle mu Euern tölpelhaf
ten Fragen!"
„Nichts für ungut, mein Junge," lach
te cs von drüben, „ich will verdammt sein,
— wenn euch noch mehr zu sagen gehabt
hattet und wenn ich noch drei Stunden ge
wartet batte. Aber jetzt seid so gut, — ans
eure gehört eine Antwort. Ist die
Familie Böttcher brüben an Bord?""
„Ja!" entgegnete der junge Mann
und eilte zurück an's llser. Der Mann
drüben aber murmelte: Well! wollen war
ten, bis cs Tag wird," und streckte sich wie
derzum Schafe auf sein Buffalosell nieder.-
IV.
Die Nacht, die Rächt,
Die rabenschwarze Nackt,
Geselle» wacht!
Durchwacht die schwarze Nacht,
Die Wölfe, sie lauern und sind uns nicht fern,
Bellen der Hunde, sie Hörens nicht gern.
Wauwau! Wauwau!
' . , -. Prectosa.
Vielleicht sind Viele von unfern Lesern
bei Spaziergängen schon in jenen südlichen
Theil von St. Louis gekommen, der sich links
von der Gravois-Road bis zu den Höben
von McHose und English's Eave hinvehnt
und aus einem hügeligen Terrain voll An
höhen und Vertiefungen, Abdachungen, und
Bodensenkungen besieht. Hier sind die Sra
ßen wohl auSgelegt und nach allen Plänen
gezeichnet und be»annl, aber die Häuser ste
hen noch 'mmer vereinzelt und abgelegen da,
und höchstens etwa in zehn Jahren erst wer
den auch hier die Häuser dichter gedrängt
sich zu wirtlichen Straßen ordnen. Zu An
fänge deS Jahres 1849, wo unsere Erzäh
lung beginnt, war aber die Zahl dieser Häu
ser noch viel geringer als jetzt, und manches
derselben stand so abgelegen, und einsam da,
daß man es eher für eine vereinzelte Farm,
als für ein Haus in einer Straße innerhalb
der Ltadtgränzen gehalten hätte.
Weit oben, hinter der jetzigen Phönir-
Branerei und dem Stadl-Hospitale, stand
damals, dicht an dem Abhänge eines Hügels
gebaut, cm kleines ärmliches Hans, nur ein
Zimmer enthaltend, dessen drei Fenster nach
Süden, Osten und Norden gerichtet waren,
und in ihrer Mitte die Thüre halten, die zu
gleich Hauslhor und Zlmmertb'ne war, denn
wie gesagt, das ganze Hans nur aus
einem Zimmer, irr das man von der Straße,
wie der freie, öde Platz rings um das Hans
pomphaft genannt wurde, direkt hineintreten
konnte. In diesem Hause wohnte Meister
Jim, der Kesselflicker, — wie ein auf der
Hauslbüre angenageltcs Brettchen bezeugte,
auf dessen ungehobelter Fläche mit plumpen,
schwarzen Buchstaben zu leien war:
„Altes Kupfer-, Messing-, Eisen und Blech
geschirr wird hier gekauft und reparirt."
Fortsetzung folgt.
ÄÜ161A1-VV K8861'.
8<C8<MiMK. glk L OllW
der besten Qualität sind stets zu haben in dem Bottling-Etabu»e
ment von .1
No. 132 Franklinstr. Baltimore.
Alle Bestellungen werden kostenfrei ins Hans geliefert und kön
nen die Herren Wirthe, sowie Andere, welche mich mit ihrer Kund
chast beebren wollen, versichert sein, daß sic d e reinsten und woh.
chmeckenbven SiGsie »m MlliaO»« Peeiie -«-balte» M,28 II
Verbessert dH Sehkraft eurer Äugen.
I. Bohrens, an der Ecke von Gay- und Front.
hat soeven einen neuen Vorrath von goldenen,
silbernen und stäklernen Brillen Liretl ans den besten Fabriken En
ropa's erhallen und bietet dieselben zu mäßigem Preise zum Ver
kauf aus. Ebenso Augengläser, pcriskopische ..nd brazilianische
Kiesel-Gläser. .
Brillen werden reparirt und Gläser eingesetzt m kürzester Zert
und zu den billigsten Preisen. (Maz2,3ml)
Portland Kerosenc-Vel.
Der beste Artikel im Markte. Es erzeugt beim Brennen keinen
Rau y und hat keinen uuangenebmen Geruch. Ferner:
LLorosene Oel-Lampen
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deraläsem und Dochten im Groß- und Klein-Verkauf bei
" H. ckL Oo.,
einzigen Agenten der Portland Kerosene Oel-Compagnie
Mz24.3m No. 10 N. Howardstr.
VZicdtig für (HeieUscdasten.
Joseph RupPert hat das schvngebaute
Franklin Engine Hans,
221 Easiern Av., zw. Bondstr. u. Broadway,
gekauft, welches im zweiten und dritten Stock zwei große Sälc
entbält. die sich besonders sür WoblthätigkeitS-Gescllschaften und
andere Vereine eignen und billig vermietcbet werden.
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Frühjahrs - Arrangement.
Verläßt Lalvert-Stariou um 8 Uhr 30 Minuten Vormittags
und 3 Uhr 30 Minuten Nachmittag« für ReifterStown.
Verläßt Retster-lown für Baltimore nm 6 Uhr und um 6 Uhr
1l Minuten Vormittags.
7)7? Omnibusse von Weftminster täglich um 8 Uhr Vormittag«
schließen sich an den 11 U. Zug an; warten auf d«, 3,30 Zug von
Baltimore und nehmen die Passagiere zurück »ach Westmmster.
r/x> Omnibusse von Manchester 6,15 Vormittag« treffen den
10.45 Zug am Montag Mittwoch und Freitag. Kehren den an
der» Tag nach Manchester zurück, nock der Ankunft de« 8,30 Zug«
von Baltimore. _
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Nummer 121.
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lends ruinirt.
Dr. Johitflon,
der einzige Arzl, welcher anzeigt.
(Ctabltrt vor achtzedn Jahren.)
E-r bat das sicherste, wtrktamstc und beste Mittel tn der Welt
entdeckt gegen alle gewisse Krankdeiten. Schwäche im Rücken and
den Gliedern, unfreiwillige der Schmerze«
tn een Lenden den Nieren und der Urtnblase dr- Verluste« der
organischen Kraft de» Nervenreize-, der Kopf-, Gurgel Nasen-
oder Haui-Krankb/tt und aller teuer solchen Uebel. die von gewissen
gedeimen Gewobnbetten der Jugend, welche td/en Opfern aefäbr-
Iicher ssns al- der Strenen-Gesang den G'Hörten de« Ulossr«,
herrubren und wenn nicht «eilia gebellt «er-en ihre glänzendsten
Hossnungrn vernichten, Schwache der dervorvrtngen,
dre Cde unmöglich machen und zuletzt den Körver «nd Sinn zer
stören.
Junge Männer,
ocsonder« welche die Orter lene« ge-drtmen Laster« aewordcn sind,
da« lavrtich so otele Tausende tn ein zu früde« Grad reißt welche
durch idre erhabenen Talente und entwickelten Berstande-krästr
mit dem Donner der Bcredtsamkeit den Senat bcgctstcrl und der
Leier bezaubernde Tön« entlockt haben würden, mögen stch mit
vollem Vertraue« naben.
Verheirathete Personen,
oder Solche, welche sich zu verbeirarben beabsichtigen, und sich Phy
sischer Schwache oder eine« anderen Hindernisse« bewußt find, soll
ten unverzuglech Dr, Jobnston zu Ratdc zieben.
Alle Hindernissk gegen dtc Clre, pbvsische oder geistige Zerrüttung,
Netzbai ketl der Nerven, Zittern und Schwache, oder Erschöptung
der schrecklichsten Art werden schnell kurtrl. — Derjenige, welcher
sich der Bedanclung und Fur,orgc von Dr. Jobnston untcrztebt,
kann ibm al- einem Cdrenmanne, ohne Furcht sich anvertraucn
und zuversichtlich auf seine ärztliche Geschicklichkeit verlasen.
Organische Schwäche
unverzüglich geheilt und die volle Kraft wieder hergestellt. Diese«
furchidar, Leiden welches das Lebrn elend und die Cbe und Nach
kommenschaft unmöglich macht, ist oft da« Los« Derer, die ihren
Leidenschaften unbesonnen fröhnen. Junge Leute sind zu leicht
zu Ausschweifungen gen-etgr, weiteste deren Folgen nicht genau
kennen. Obgleich sic auch durch «Ltrikturen, Niederschlagen im
Harn, Stein und andere Ursachen entstehen k-v». so ist sie dvch
melstensrveUs eine Folge des Mißbrauche- der delsten Organe.
Wer aber will es läugnen, daß die Kraft der Erzeugung eher vo«
denen verloren wird, die sich beimlichen Lastern ergeben, al« von
Denen, die da weise sind. Außerdem werden durch frühen Ge
nuß tie Verdauung- Werkzeuge geschwächt und die physischen und
geistigen Kräfte vernichtet. D
Eltern und Lehrer wissen oft nicht die Ursache der Kranköett ih
rer Kinder oder Zöglinge. Wir oft schreiben stk die Leiden ande
re» Ursachen zu, die durch die Gcwvhnbezt gebetmen Laster« ent
standen sind.
I-S- Office: No. 7 Süd-Frederickstraße,
sieben Tbüren von Baltimoresir., östliche Seite,
die Stufen hinauf.
Man merke sich Namen und Hausnummer, denn unwissende und
trügerische Nachmacher, durchtriebene vnd gewissenlose Quacksalber.
Schuhflicker, Slieselmschser. Slraßenreinigcr und Lampenputzer rc.
nennen sich regelmäßig Aerzke und lauern, angezogen von Dr.
Zvbnslon's Ruf tn der Nabe.
NB. Alle Briese muffen einen Posi-Stamp enthalten.
Eine Heilung in 2 Tagen zugesichert.
Dr. Jolinston,
Mitglied des königlichen Collegiums der Wundärzte in London.
Graruirker eine« der ersten medizintschen Kollegien der Ver. Staa
ten, der den größten Tbett seine« Leben» in den Hospitälern von
London. Paris, Pbiladclvbta. und anderen Städten zugebracht, hat
einige der wunderbarsten Heilungen vollendet, von denen die Gc
schichke der Medizin weiß. Unzablige Leidende, die an Ohrensau
sen, Nervosität und anderen Krankheiten ltcten, solche z. B. auch
die bei plötzlichen Geräuschen zu sebr erschrecken, die zu oft crrö
tben bei geringen Kleinigkeiten «. s. w. wurden augenblicklich ge
heilt.
Gefährliche Krankheit.
Wenn der irregeleitete und uitklizgr Jünger de« Lasters au«-
findet, daß er den Kcrm dieser schmcrzdafken Krankbcit tn sich auf
genommen bat, so geschieht es häufig, daß ein unzetrtge« Schamge
suhl oder dlc Furcht vor Entdeckung ihn abschreckl, stch an Jene zu
wenden, au! welche er zufolge ihrer Erziehung nnd Respekraditiräl
allein sein Vertrauen setzen könnte, und er wartet so lange bis die
Symptome dieses schrecklichen Uebel«, wie z. B. ein mit Geschwü
ren entzündeter Hals, eiue döse Nase. Schmerz in dem Kopse uni
tn den Gliedern. Abnahme de« Gesichte«. Taubheit, Auswüchse
der Haut, Knoten an den Beinen und Armen. Finnen tn dem Ge
sichte und an den Ezlremitaien stch zeigen, wo dann diese Uebel
mit einer schrecklichen Schnelligkeit vor stch schreiten, bi« zuletzt
der Gaumen und dtc Nasenknochcn einsallen, da- Opfer der furcht
baren Krankbeit rin Gegenstand de« Mitleid« wird und der Tod
seinen schrecklichen Leiden dadurch ein Ende macht, daß rr tbn nach
icuem Lande dringt, von wannen kein Reisender zuruckkebrt.
E« ist e,ne traurige Tbarsache, daß Lausende dieser furchtbaren
Krankbeit zum Opfer fallen, tn Folge der Ungeschtckltchkett unwis
sender Prahler, welche durch Anwendung lene« töbtltchen Gifte»,
de« Merkur», die Constitution vernichten und den Rest de» Leben«
tn rin elende« Dasein verwandeln.
Besonders zu beachten!
Dr. Jobnston bietet allen Denen seine Hülse an. welche fich durch
solche geheime und unnatürliche, Geist und Körper zerstörende für
die Arbeit, die Gesellschaft »ad die Ehe unfähig machende Laster
geschwächt baden.
Hier sind einige der traurigen und beklagen-werthen Folgen der
rüden Äewobnveiren de« Laster«, Schwache im Rucken und tn
den Gliedern, Schmerzen im Köpft. Schwache de« Gesicht« Verlust
der Muskelkraft, Herzklopfen, nervöse Unruhe, Magenschwächr,
Unordnung der BerdauungS-Organe, allgemeine Entkräftung,
Symptome der Schwindsucht
Geistig:
Die schrecklichen Wirkungen de« Laster« find sehr zu fürchten.
Verlust de« Gedächtnisse«, Verwirrung der Ideen, Gedrücktheit der
Geisteskräfte, döse Ahnungen. Abneigung vor der Gesellschaft,
Sucht nach Einsamkeit, Mißtrauen gegen stch selbst. Furchtsamkeit
»e. sind einige der schlimmen Folgen.
Tausende von Personen jeden Alter- können jetzt beurthetlen.
«u« welcher Ursache tbre Gesundheit abnimmt, ste ihre Kraft ver
lteren, schwach, blaß, nervo« und abgezehrt werden, indem sie eine
ciacntbumltche Erscheinung um die Augen, den Husten und die A»>
zetchen der Auszehrung haben.
Junge Leute,
die stch durch heimliche Laster geschwächt haben, die ste s» oft von
dösen Leuten oder tn der Schuir lernen, und deren Folgen sie all
nächtlich spüren, selbst im Schlaft, durch Pollutionen, die. wenn
ungeheUt. die Ehe unmöglich machen und Körper und Geist zerstö
ren, sollten sofort die nothigen Schritte tbun.
Wie Schade, daß ein junger Mann, die Hoffnung seine« Lande«,
der Liebling seiner Eltern, von allen Ausstchken und Frouden de»
Leben« lo-gertssen werden soll, durch die Folgen seiner Abirrung
vom Pfade der Natur. Solche Personen müssen, bevor sie etntre
ten in die
Ehe
bedenken, daß ein gesunder Geist und ein gesunder Kor>er die
nothwendtgsten Erfordernisse zur ehelichen Glückseligkeit sind. Za,
ohne diese wird die Reise de« Leben« zur traurigen Pilgerfahrt.
Die Au-flchten de« Leben« verfinstern sich stündlich und die Seele
wird ergriffen von Verzweigung und melancholischen Betrachtun
gen. daß un« die Freuden, welche Andere genieße», verweigert
find.
Unheil der Presse.
Die vieleLaüiende. welche «äbreud der letzten fiebenzehn Jahre
tn dieser Anstalt kurtrt wurden und die Menge wichtiger wund
ärztlicher Operationen, welche Dr. Johnston «»«führte und denen
die Zeikunge-Ravporteure-und viele andere Personen beiwohnten,
wovon da« Publikum zu wiederholten Malen unterrichtet wurde,
und endlich sein Ruf als Ehrenmann tn Bezug auf Charakter und
Gewissenhaftigkeit, stnd für Leidende eine hinreichende Gewahr
letstung.
Notiz.
E« gibt viele unwissende und unbedeutende Quacksalber, welche
stch al« Aerzte anzeigen und Dr. Jobnston'- Ankündigungen sopt
ren, Schuhflicker, Stteftlwichftr, Lampcnvutzcr u. s. w., erbärm
liche und verächtliche Nackmacher, welche ihr Leben, anstatt der ed
len Wissenschaft der Medizin, dem niedrigsten Berufe widmeten,
stch letzt rogclmaßia gebildete Aerzte tituliren, den Unerfadrenen
und nicht« Arge» Ahnenden stch aufdrängen, die Gesundheit Aller,
welche unglücklicher Weise tn ihre Hände geraihen. geringschätzen
und ruimren, Dr. Jobnston halt e» detzbalb für nvthwendig zu
erwähnen besonder« für Solche, welche mit seinem Ruft unbekannt
sind, daß seine Beglaubigungen oder Diplome beständig tn seiner
Osfice bangen. '
An Fremde.
Dr. Jobnston ist der einzig, regelmäßig gebildete Arzt, welcher
dir Heilung von gewiffen Krankbeuen anzcigt. Seine Mittel und
Behandlung stnd allen Andere« gänzlich unbekannt. Sr ist beran
gebildet von einem Leben welche» er t» den großen Hospitälern
Europa « und dem ersten diese» Lande« zubrachtc, nämlich r Eng
land, Frankreich und tn dem Blocklcv von Pbtlatelvhta u. s. w.
und er hat eine a««gedebn>ere Prari«. als alle anderen Aerzte der
Welt.
Der welcher sich de, Pflege de« Dr. Jobnston anbeim giebt, kann
fest auf seine Ehre al« Mann und seine Geschtckltchkei«
hautkraakbeiten weroen schnell gekeilt. ?
Sk?-Alle brieflichen Anfragen müssen englisch geschrieben sei»
und einen Post-Sramp enthalten fnr da» Autwvrtschreidrn.
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