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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, January 30, 1914, Image 1

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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\U
I
Ii! 51.
Goethals bleibt vor
/, läufiz in Kanalzoue
j"
\J Mindestens noch 18 Monate.
Zögeruug des Präsidente«, eine
eigene Regierung für die Pa°
namazone einzusetzen, ist dem
leitenden Ingenieur des Panama-
Kanalbans in mancher Beziehung
recht hinderlich. Präsident er
klärt, daß Oberst Goethals von
seiner Absicht, ihn zum ersten
Gouverneur der Zone zu erneu
nett, unterrichtet worden sei.
Nachricht, daß Kontre Admire!
Fletcher Marinetruppen in Mexi
ko landen solle, von dem Präsi
denten als unsinnige Erfindung
bezeichnet.
Panama, 26, Jan. Oberst
Goethals. der Chef Ingenieur bei
dem Bau des Panamakanals und
Vorsitzer der Panama Kanalkom
mission, erklärte, daß er den P»"fteu
eines Polizeikommissärs von New
Jork, selbst wenn alle von ihm ge
stellten Bedingungen erfüllt werden
-würden, nicht vor Ablauf von 18
Monaten annehmen könnte. Er sei
/gezwungen, fügte er hinzu, erst dazu,,
zu sehen, daß der Kanal vollständig
fertig. gebaut und eröffnet werde.
Hier herrscht in maßgebenden Krei?
sen allgemein die Ansicht vor, daß
man sich in Washington jetzt beeile«
werde, für die Kanalzone eine
selbständige Regierung einzurichten,
an deren Spitze Oberst Goethals als
Gouverneur treten soll. ObeH'-Goe
ihlas macht kein Geheimnis daraus,
daß dieses Zögern des Präsidenten
ihm sehr unangenehm ist, weil es ihn
daran hindert, Männer in der Ka
nalzone zu behalten, die er gerne als
Angestellte der neuen Regierung se
hen möchte. KMK
Washington, 26. Jan. Präsident^
Wilson hat Oberst Goethals bis jetzt
den Posten eines Zivilgouverneurs
der Panama-Kanalzone noch nicht di
rekt angeboten und tarnt dieses auch
nicht eher tun, bis er betreffs Errich
tung einer permanenten Regierung in
der Panama-Kanalzone eine Verfü-,
gung erläßt. Kriegssekretär Garri
son hat bei seinem letzten Besuch in
rmteöeimts
der Kanalzone Oberst Goethals von
der Absicht des Präsidenten, ihn zum
ersten Gouverneur der Zone zu ma
ichen, in Kenntnis gesetzt. Heute sagte
i&er Präsident, daß er von den Zu
kunftsplänen Goethals' nichts wisse
und auch nicht sagen könne, ob er
-j unter gewissen Bedingungen bereit
5 ware, den Posten eines Polizeikom
missärs von New Jork anzunehmen,
ober ob er es vorziehe, in der Kanal
zone zu bleiben.
Washington, 26. Jan. Präsiden!
Wilson erklärte heute mit großem
Nachdruck, daß die in verschiedenen
Zeitungen veröffentlichten Berichte, de
5 nett zufolge er Kontre Admiral
-v Fletscher den Befehl gegeben habe.
Marinetruppen in Vera Cruz.zu
if''
landen, weiter nichts als eine einsäl
A tige Erfindung feien. Diese Trup-
Pen sollten die Straße nach der Stadt
Mexiko frei halten, wenn Huertas
Regierung zusammenbricht. De?
^Präsident ließ es durchblicken, daß
^Huertas Regierung seiner Ansicht
nach eines „natürlichen Todessterben"
5
wird. Wilson glaubt, das sich die
Lage in Mexiko sehr wenig oder ei
«aentlick» aar nickt verändert hat. We-
der die mexikanische, noch irgenö eine
andere fremde Länder berührende
Frage hätten ihn, wie er Hinzu
fügte, veranlaßt, für heute abend die
Mitglieder des Senatskomitees für
Auswärtige Beziehungen ,f zu. einer
Konferenz nach dem Weißen Haus
zu entbieten. Es wird hier behaup^
tet, daß die Frage betreffs eines
neuen Vertrages mit Rußland in der
heutigen Konferenz nicht erörtert wer
den wird, weil die Administration in
der Angelegenheit nichts tun will/
bis ein neuer amerikanischer Gesand
ter in Rußland eingetroffen sei?
wird«
Ein Mißerfolg.
Wedekinds „Simson" wurde im tief
sing-Theater niedergeschrien.
Berlin, 26. Jan. Im Lessing-
Theater fand gestern die Premiere
von Frank Wedekinds Tragödie
,Sinison" statt. Das Publikum tiei^
hielt sich von Anfang an ablehnend,
und das Stück erlebte einen vollstän
digen Mißerfolg. Als dann die An
Hänger des Dichters sich durch schwa
che Beifallsbezeugungen bemerkbar
zu machen versuchten, wurden sie nie
dergezischt. Unter einer allgemeinen
Skandalszene ging schließlich bor
Vorhang nieder.
Todfeind des Maises.
Landplagen und kein Ende! In
der großen Maiszone des Mississippi
"tal$5 trifft man in den zunächst in
tettssierten Kreisen eifrige Vorberei
tungen, um einen, noch nicht lange
bekannten Todfeinds des Welschkorns
möglichst wirksam zu bekämpfen.
Das ist ein kleiner grüner Käfer,
welchen die Gelehrten „diabrotica"
nennen. Wenn et erwachsen ist,
nistet er sich in den zarten Quasten
der Maiskolben während der warmen
Monate ein, lebt von diesen und bont
Blütenstaub der jungen Kolben uno
richtet großen Schäden an. Aber
noch schlimmer ist seine nachfolgende
Generation! Aus Eiern nämlich,
die in den -Boden des Feldes gelegt
wurden, entwickeln sich im Spätfrüh
ling des nächsten Jahres kleim Lar
ven, welche. sofort daran gehen, die
Wurzeln des Maises anzunagen,
und t)ie ganze Ernte ruinieren kön
nen, wenn dieselben schon eine be
trächtliche Höhe erreicht hat!
Wo das Welschkorn Land jähr
lich uberschwemmt wird, tötet die
Hochflut die jungen Käfer. Im übri
gen aber hat man bis jetzt kein ver
läßliches Mittel gegen diesen Feind
entdeckt, außer ein negatives, nämlich:
Auf Felder,' welche von solchen Käfer
chen verwüstet worden sind, zwei
Jahre hintereinander überhaupt i
wen Mais zu pflanzen. Die Käser
greifen gewisse andere Gattungen Ge
treibe niemals an sie können daher,
wenn man diese Gattungen zwei
Jahre hinter einander anbaut, allem
Anschein nach gründlich ausgehungert
werden. Und der Fruchtwechsel selbst
schadet gewiß auch nichts.
Caruso als Schriftsteller.
Caruso, mit seinem Ruhme als
Sänger noch nicht zufrieden, ist jetzt
auch unter die Schriftsteller gegangen
und hat kürzlich in London ein klei
nes Büchlein erscheinen lassen, das
den Titel tragt „Wie man singt".
Große Geheimnisse enthüllt die
Schrift nun freilich nicht immerhin
ist es interessant, daß dieser Meister
des Gesanges neben der Kunst des
Atmens für die Vollendung des Ge
fanges vor allem darauf Wert legt,
daß der Gesang, tote er sich aus
drückt, „ganz durch das personliche
Wesen des Sängers" hindurchgeht.
Der berühmte Tenor erklärt, daß
man mit der Seele singe, baß man
die Töne durch den ganzen Körper
vibrieren fühlen müsse, sonst besitze
der Gesang weder Empfindung, noch
Leidenschaft, noch Ueberzeugungs
kraft. Neben diesem mehr gesangs
technischen Teile enthält die Schrift
noch einen anderen, der vielleicht d.r
unterhaltet dere ist, und worin sich
Caruso über seine werten Kollegen
und über den Aberglauben lustig
macht, durch den sie ihre Kunst, ihre
Stimme und ihren Erfolg sicher zu
stellen vermeinen. So erzählt er von
einer berühmten Primadonna, die an
dem Tage, wo sie austreten soll, sich
regelmäßig mit der Garnierung von
Hüten beschäftigt, weil sie dadurch
das nötige Gleichgewicht der Nerven
zu. erzielen glaubt. Eine andere
Künstlerin betritt die Bühne nie,
ohne vorher das Zeichen des Kreuzes
zu machen und von einer dritten Kol-
lcgin berichtet Caruso, daß' sie sich,
bevor sie auf den Brettern, die die
Welt bedeuten, erscheint, regelmäßig
von ihrer Mutter, die sie immer be
gleiten muß, einen Kuß auf b$e
Künstlerstirn applizieren läßt.
New
Ulm/Minnesow, FretM ten
Falschir Alarm.
Verursacht verhäng»
uisvolle Panik.
Fünfzig Personen getötet.
Viele wurden verletzt, einige sehr
schwer, wahrscheinlich lebensge
fährlich. Rußland angeblich
fest entschlössen, mit Bezug auf
die Zulassung amerikanischer Im
den auch nicht die geringsten Zu
geständnisse zu machen. Will
gar keinen neuen Vertrag mit den
Bereinigten Staaten. Ist zu
frieden mit der durch Lösung des
früheren Vertrages geschaffene»
Situation. Nennt die Vereinig
ten Staaten das rückständigste
Land. Schreiben eines Ge
schäftsmannes ans San Francisco.
Amsterdam, Holland, 26. Januar.
Nach einer aus Java heute hier ein
getroffenen Nachricht entstand gestern
in einem Wandelbilder-Theater in
dem lebhaften Städtchen Surabaya in
folge eines irrtümlich abgegebenen
Feueralarms eine furchtbare Panik,
bei der angeblich fünfzig Personen,
meistens Frauen und Kinder/ ihr
Leben einbüßten und viele verletzt
wurden. Das Theater war dicht be
setzt, und die Vorstellung war in
vollem Gange, als aus dem Äppa
rat beim Wechseln der Films eine
Flamme herausschoß. Unter den Zu
schauern rief jemand Feuer und in
wenigen Minuten drängte sich alles
den Ausgängen zu, obwohl von den
Besitzern des Theaters nichts un
terlassen wurde, um die aufgeregten
Gemüter zu beruhigen. Einzelne Lei
chen der Opfer waren schrecklich zu
gerichtet und konnten nicht identi
fiziert ^werden.
Sd. Petersburg, 26. Jan, Die
russische Regierung will fernen neuen
Vertrag mit den Vereinigten Staa
ten und ist entschlossen, in
Betreff
der Zulassung von amerikanischen
Zicken auch nicht die geringsten Zu
geständnisse zu machen. Diese Erklä
rung wurde heute von dem Hilfsmi
uister des Auswärtigen abgegeben.
Der Standpunkt ist so entschieden,
daß der Abschluß eines neuen Ver
träges als ausgeschlossen betrachtet
werden muß, wenn tier Zar und
seine Ratgeber nicht anderen Sinnes
werden.
Wörtlich fügte der Hilssminister
hinzu: „Rußland ist ganz zufrieden
mit der durch die Lösung des frühe
ren Vertrages geschaffenen Situa
tion. Trotzdem würden wir jedoch
einen Vertrag schließen, wenn die
amerikanische Regierung nicht Bedin
gungen stellen würde, die zurückge
wiesen werden müssen, weil sie eine
unbefugte. Einmischung in die inne
rat Angelegenheiten Rußlands bil
den. Damit meine ich die Juden
frage. Betreffs dieser wird die rufst»
jche Regierung nicht die geringsten
Zugeständnisse machen denn sie ist
entschlossen, sich ihre Politik nicht
vom Auslande diktieren zu lassen.
„Im letzten Monat der Admini
st ration des Präsidenten Taft fanden
zwischen den Regierungen beider
Länder Unterhandlungen statt. Es
kan.i ein provisorisches Ubereinkom
men zustande. Dieses wurde aber
weder der Duma noch dem amerika
nischeit Senat unterbreitet. Es ist
noch in Kraft und befriedigt unsere
Ri\ji:ruug vollständig. Die russische
Regierung wird keine Schritte tun.
um einen neuen Vertrag zustande zu
bringen. Wenn die Vereinigten
Staaten einen solchen wünschen, so
müssen sie selbst weitere Vorschläge
machen. Wenn dabei die Judenfrage
ausgeschaltet wird, so ist Rußland
bereit, sich entgegenkommend zu zei*
gen und auf neue Unterhandlungen
einzugehen."
Berlin, 26. Januar. Der „Ro
land von Berlin" veröffentlicht
seiner neuesten Nummer einen amü
santen Brief eines in San Francisco
lebenden' deutschen Geschäftsmannes,
namens^ E. Brockelmann. Dieser lobt
den Kaiser dafür, daß er den Offi
zieren das Tragen von Schnurrbär
ten befohlen hat, und er protestiert
dagegen, daß die amerikanische Mode
der Bartlostgkeit von den Deutschen
nachgeäfft wird. Der Brief lautet
im wesentlichen:
„Die Deutschen wissen gar nicht,
warum die Amerikaner ihre Gesich­
1
30.
fr'
Jan.,
1914.
ter, glatt Kaperen, tuet taruno oa
fiir 1st, daß sie keine ordentlichen
Bärl$ haben. Sie werden nämlich
mit Oder Generation den bekanntlich
barMe'n Indianern ähnlicher.
,,Wne die Einwanderung wart.
Amertfo hilflos, und die Nation
witzcse bald Wrundtz WA Die Ver.
StzkM
detf -Welt. Der Woden des Landes
nichts anderes hervorSDgen,
alSWn Jndianertypus."
v. iite'
-7 Die Ortschaft Virginia City in
Nevada Legt vollständig unter Schncf
Zusammengewachsene Säuglinge.
Neuer interessanter Fall von „siamesi
schen Zwillingen.
Ein interessanter Fall von „siame
sischen Zwillingen" beschäftigt jetzt die
Pariser medizinische Welt. Die zu
samckengewachsenen Kinder sind vier
Wochen alt/beide sind Mädchen und
ÖS' S tlr 9e§
iif tatrhpn W 5r£
tlfi hnf S man iLE iuf
oaher, daß die Operation, die Made-
leine und Suzanne zu felbstandigen
Gelehrte vermuten, daß kleine Was
er Pfützen die Säugetiere und Vögel
herbeilockten, und daß. dieselben in
den flüssigen Asphalt gerieten, darin
hängen blieben und,
Geheimer Bund.
War gegen Oesterreich
Ungarn gerichtet.
Zwischen Serbien u. Rumänien
Nach einer in einer französischen
Zeitung veröffentlichten Nachricht
wollten die beiden Bertragsmächte
eine Auflösung der österreichischen
Monarchie herbei führen, wenn
während des letzten Balkankrieges
eine Intervention zu Gunsten
Bulgariens stattgefunden hätte.
Prominente Mitglieder der Oppo
sitiou für 15 Tage von Teilnahme
-ait Sitzungen des Parlaments
ausgeschlossen. Entwürfe zur
Erzielung eines Einverständnisses
zwischen Tschechen und Deutschen,
cin
Die hier er-
iL1jWKWS
arwsumchxkmmls
1913 während des letzten Balkankrie-
Geheimvertrag unterzeichnet
wurde, laut welchem Serbien und
Rumänien sich verpflichteten, einen
rä ?,ri! Bruch in der österreichisch ungari-
äfj S Km/ scheu Monarchie herbeizuführen für
den Fäll, daß eine Intervention zu
«IwlInL «SlSnf 1» hftfc Gunsten Bulgariens stattgefunden
yii« Die Zeitung fügt ausdrück
zMmmengewachsepM ZwmMs daß Deutschland und
S «El Rußland von diesem geheimen Ueber
cS nf fi* einkommm in Kenntnis gesetzt waren,
Lfi Der Vertrag soll, wie in der Zel-
hnt^nJrC tung MsdrÄlich gesagt ist, bestimmt
Ii ,b°?.cjtt0n?K gewinnen wollten. baß Deutschland Böhmen und
So raftlg gebrauchen sie Hierbei thre '2. Oesterreich erwl-
auqm
Faustchen, daß man ihnen auf dec ,J
5 diejenigen Teile von Oesterreich erhak
hprp1t
fie ^ch gegenseitig in die Au- r^öan^u und die Teile von Ungarn
gen^schauen und, tornt man.sie weitet ,t
Kunden heranwachsen ließe mit ^iß liegen.
-der Zeit nicht gehen und nicht sitzen, _________ ...
Budapest, Ungarn, 26. Jan. Nach
geniacht werden, die 6^»den ^en je^eit stiitmifthen Austritten im
SfP (5^ ungarischen Abgeordnetenhause, welche
schöpfe durch einen chirurgischen Em- {,eT Entfernung hervorragender
griff voneinander zu trennen. Eine Mitglieder der Opposition durch die
Untersuchung mit Röntgenstrahlen er- P^rlamentswache und dem Abzug Set
gab, daß nahezu mit Sicherheit keine Lammten Opposition aus dem Sit
edlen inneren ^*9^ den Kindern ^ngssaal gipfelten, erschien die Op
gemeinsam sind. Magen und Darm- p0jftj0n in der letzten Sitzung nicht,
sys.em hat jedes fur sich. Man hofft g-c
öei^egj
Wesen machen soll, vollkommen geliu- Gerung Druck auszuüben.
gen wird.
Vorzeit Erdöl Kaliforniens.
Die Erdöl Gewinnung Kalif or*
Niens, so großartige Bedeutung sie
auch erlangt hat, ist als Industrie erst "no T™
«toa zwanzig Z°hr° alt Aber eä d» n°ch .hm benanNim P.w°,grupp°.
sind Anzeichen dafür ersichtlich, bafj ^.°^anj1
man schon in sehr frühen Tagen, zur fünfzehn Tagen von der Teilnahme
Zeit der spanischen Kolonistm/ da d-» Schungen bc3 P.vl°menis
und dort in diesen Regionen Petro jau|9,e''ll0'„ Vr. ..,
leum Schätze einigermaßen W, ®IC
lieuict hat. Za diese Schäje M- §erm Unt-rswatss-kr-tar Desey .mb
ren schon in vorgeschichtlich- Zeit dem Mimst-iprasid-nt-n Grasen
vorhanden Tisza ist durch eine Erklärung des
Von mindestens einem Oelbrunnen letzteren gütlich beigelegt worden.
man kann ihn auch Oel-Sumpf
nennen steht es fest, daß er bis Wien, 26. Jan. Der Mmtfterpro
in vorgeschichtliche Tage zurückgeht. ftbent Graf Stürgkh hat mit Rück
Er befindet sich nicht sehr weit von W
immer
tiefer in
das Erdreich sinkend, den- Tod fan
den.-
R-wobner deutsö
bie
-6m
öon bem
Flusse
stch, wie versichert wird,
nunme^r QUf
kn
Organisierung natlona-
Widerstandes, um auf die Re-
Inzwischen hat der Immunität»*
Ausschuß des Abgeordnetenhauses sei
nes Amtes gewaltet. Dieser hat die
Hauptregisseure der letzten Sturm
szenen, die Grafen Julius Andraffy
und Aladar Zichy, sowie den Führer
]?m\«7-dUZr
11'e
auf
Los Angeles. Wissenschaftler sind der dernisse den deutsch-böhmischen Aus
Meinung, daß das umgebende Land gleich von neuem ausgenommen, des
seit vielen Zeitaltern so ziemlich den- stn Anbahnung seit vielen Jahren zu
selben menfchenhaften Charakter ge- ungezählten Malen gescheitert ist. Der
habt hat, wie heute, und stets flüssig Premier berief die beiderseitigen Ab
ger Asphalt mehr oder weniger die geordneten zu einer Konferenz und
Stätte bedeckte. erläuterte ihnen Entwürfe, welche
Die Erdöl Grube, die etwa 300 im Ministerium sorgfältig ousgear
Fuß lang, 100 Fuß breit und 60 Bettet worden sind und als Grund
Fuß tief ist ober war, als sie beim lagen des Einvernehmens zwischen
Beginn des neuzeitlichen kaliforni- den widerhaarigen Nationalitäten in
schen Petroleum .= ,.Buhms" zu'etz! Böhmen dienen sollen.
geschäftlich bearbeitet wurde ist I Graf Stürgkh behielt es sich vor,
heute nur noch ein, Gegenstand-für Zi bei ihm als geeignet erscheinendem
gelehrte Forschung. Sie ist derzeit Anlaß die Minister zu den Erörterun
bis zu etwa zehn Fuß von der Ober-^ gen hinzuzuziehen, sowie auch den
fläche mit schwarzem Waffer gefüllt.
Unwissende Arbeiter fanden rings
herum viele Tierknochen, von deren
wissenschaftlichem Werte sie keine
Vorstellung haben konnten. Noch
mehr solcher vorzeitlichen Funde sind
in neuester Zeit gemacht worden, und
viele derselben haben deshalb ein
ungewöhnliches Interesse, weil sie Ue
berreste von Bestien sind, von denen
man gär nicht gewußt hatte, daß si:
zemals auf dem amerikanischen Fest
lands existierten! So z. B. der Sä
oelzahn Tiger,
^2.!
Statthalter von Böhmen, Fürsten
von Thun und Hohenstein.
Die Aussichten, daß der diesmalige
Ausgleichsversuch besseren Erfolg ha
ben werde, als feine.Vorgänger, sind
jedoch gering. In bestunterichetetrn
Kreisen ist man überzeugt, daß die
Ankündigung des Scheiterns nicht
allzu lange auf sich warten lassen
wird. Man weiß aus Erfahrung,
daß jedes Mal, wenn ein Kompro
miß in greifbare Nahe gerückt er
scheint, die Tschechen mit Forderun
gen hervortreten, welche die Deutschen
nicht zugestehen können,' ohne sich und
ihre Sache selbst auszugeben..
I
die innerpolitischen Erfor-
Das Städtchen Bäkersfield in
Kalifornien schwebt in Gefahr, unter
Wasser gesetzt zu werden."
Rummer
5
Die zweite Woche.
Konvention der „United Mine
Workers os America".
Wichtige Berichte zu erledigen.
Indianapolis,
N
WdM^26. Jan.
Heute begmui He zweit^ Woche bet*
zurzeit hier tagmbeä-WmtiöentifttTder
„United Mine Workers öf America".
Es fehlen noch die Berichte'des Ko
mitees, das die Lohnskala festzustel
len hat, sowie die der Komitees für
Konstitution und die Berichte der Be
amten. He^te vormittag wurde ange
Niudigt, daß Charles H. Moyer, der
Präsident dor „Western Federation
os Miners", und einige Delegaten
dieser Organisation in der heutigen
Nachmittag?sitzung oder vielleicht
abends Ansprachen halten werden/
Allgemein wird befürwortet, daß
vein nächsten Uebereinkommen, das
zioischen den „United Mine Workers
of America" und ihren Arbeitgebern
qhgeschlossen wird, unter anderem
ein sechsstündiger Arbeitstag und
wöchentliche Bezahlung namhaft ge
macht werden. Wayrscheilich wird
auch in Anbetracht der hohen Le
bensmittelpreise eine Lohnerhöhung
verlangt werden.
Sparsame Königin.
Knauserige Reformen im Haushalt
des Buckingham Palastes.
London, 26, Januar. Durch die
EsnMrung ihrer knauserigen Re?
formen im Haushalt des Buckings
ham Palastes hat die Königin Ma
ry im letzten Jahre, wie heute be
könnt geworden ist, $55,000 gesparte
Die Herrscherin ist jedoch enttäuscht
darüber, daß die Ersparnis nicht
größer aussiel. Sie befürchtet, mit
der $2,350,000 betragenden ZivilliM
ihres Gemahls nicht mehr auskom
men zu können, da ihr heranwachsen
den Söhne viel Geld brauchen, trotz
dem sie sehr knapp gehalten werden.
Mönch feist Berater.
§ar von Rußland von religiösem Fa
nauker beeinflußt.
St. Petersburg, 26. Jan. Der
Zar kommt von Tag zu Tag mehr
unter den unheilvollen Einfluß deS
den ganzen russischen Hof beherr
schenden.Mönches Rasputin. Dieser
weicht nie von der Seite des Herr
schers und diktiert dessen Entschlie
Hungen. Einer der vielen hohen
Würdenträger, welche die Rache des
Mönches fühlen mußten, ist'der au
der Spitze des Heiligen Synod ste
hende Metropolitan Wladimir. Der
Kirchenfürst hatte den Mut besessen)
gegen zahlreiche geistliche Ernennung
gen zu protestieren, die der Zar auf
Veranlassung Rasputins vornahm
Dadurch fiel er so in Ungnade,- daß
er vom Zarenpaar und den übrigen
Mitgliedern des Hoses keines Blickes
gewürdigt wurde, als er vor einigen
Tagen zu einer Cour im Wiiiterptv
last erschien.
Berufung avgelehnt.
Verband „Souvenier Alsacien gor«
rain" muß sich auflösen.
Berlin, 26. Jan. Aus Straßburg
wird gemeldet, daß die Berufung
des Verbands „Souvenir Alsacien
Lorrain" gegen die seinerzeit gemel
dete behördliche Auflösung abgewie
sen worden ist. Es wurde zweifellos
erwiesen, daß diese Vereinigung^
welche in deutschfeindlichen Bestre
bungen das Menschenmögliche lei
stete, nichts anderes als eine Fort
s-.'tzung des berüchtigten „Souvenir.
Fran?ais" war, welcher gleichfalls
aufgelöst war und dessen leitende
Geister zu den rabiatesten Verhetzeri:
gehörten-
Hütten zerstört.
Verheerende Lawinenstürze werde
aus Innsbruck gemeldet.
Wien, 26. Jan. Ueber verheeren
de Lawinenstürze wird in einer De
pesche aus Innsbruck berichtet. In
der Umgebung des Achensees int
nordöstlichen Tirol sind zahlreiche
Hütten zerstört worden. Doch konn
ten sich die Bewohner anscheinend
sämtlich rechtzeitig in Sicherheit
bringen, denn es wird von keinem
Verlust an Menschenleben gemeldet.
Aber der Schaden, welcher an Eigen
tum angerichtet. worden, ist groß.
Vieler Hüttenbewohner ganze Habs
ist völlig vernichtet worden.
Fuldas neues Lustspiel.
Berlin, 2ß. Jan. Dr. Ludwig
Fulda, in New Jork bestens be
kannt und bei seineu Besuchen in de«
Metropole am Hudson stets hoch ge
feiert, hat ein Lustspiel vollendet,
welches den Titel führt: „Rückkehc
zunr Natur". Es stellt den Wider-,
streit des monarchischen und des de
mokratisch-republikanischen Prinzips
dar.

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