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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, February 06, 1914, Image 8

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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It/**' Provinz Wrandenburg.
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Prenzlau wurden
bei
Ausschachtungs-
arbeiten zum Bau einer Villa zwei
Urnen mit wertvollen alten Silber
münzen gefunden. Es handelt sieb
«m 400 Stück, aus den Jahren 1620
Vis 1670, teils schwedischen teilZ
turbrandenburgischen Ursprungs.
a l
Klauenseuche ist in verschiedenen Ort
1 chasten der Kreise Westhavelland
ind in Stendal^Stadt aus-
In Forst Hätz ein 24
Men, das sich
Iis
"Der-
ie Familie des Maurers
Aunke eingeführt und vorgegeben hat
!te, Krankenschwester in Grünberg zu
Mn, einen dreijährigen Knaben ent
führt. Der Aufenthalt der Frem
und des Kindes ist noch nicht er
chittelt.
W W
Mark in den Tod gegangen ist ein
erst 14jähriger Schreiberlehrling Wil
Helm Ruthenberg aus der Babelsber
iget Straße zu Wilmersdorf. Der
jaum den Kinderschuhen entwachsene
Junge hatte nach seiner «Schnlentlas
sung Stellung als Schreiber bei ei
Rem Rechtsanwalt gefunden. Gleich
zeitig lernte er Altersgenossen kennen,
durch deren Umgang der Junge mehr
Geld ausgab als er Taschengeld hat
ie. Um'sich aus der Verlegenheit zu
helfen, ließ er sich auf seiner Arbeits
stelle Vorschuß geben. Durch einen
Stellenwechsel fehlten ihm nun die
fünf Mark an dem Gehalt, cas er
gu Haufe abliefern sollte. Er trau
ie sich deshalb nicht heim. Nun lern
dete man vor dem Grundstück Köm
Ain-Augusta-Straße 8 einen jungen
Menschen aus dem Landwehrkanal,
in dem später der verschwundene Wil
helm Ruthenberg erkannt wurde.
Provinz Kttpreutzen.
u-
stizrat Dr. von Krause, erster Vize-
A E
Einbruchsdiebstahl verübte der Arbeit
ter Karl Sauerbaum von hier. Nach
dem er von dem Bauunternehmer
Urovinz Westpreutzen.
S a a t
.Icrffche Volkskonzert, das der Magi
strat veranstaltete und ..... das Thema
„Das Volk in Lied und Tanz" be
handelte, brachte den ausübenden
Künstlern der neuen Berliner Kant
mermusikvereinigung einen vollen Er
folg. Der große Saal des „Schüt
zenhauses" war überfüllt. In der
Hauptversammlung der Freiwilligen
^Sanitatskolonne wurde von dem
'Vorsitzenden, Hauptmann Weißermel,
festgestellt, daß sich die Kolonne in
,dem letzten Jahre sehr erfreulich ent
wickelt habe. Besonders bemerkens
wert ist, daß fämtlichen aktiven Mit
glieder, etwa 35, jetzt vollständig vor
schriftsmäßig eingekleidet worden
sind. In der Stadt sind eine Reihe
von Hilfsstationen eingerichtet wor
den.
a N a
Bahnhofsgebäudes Unislaw wurde
dem Verkehr übergeben und die War
teräume durch eine Feier eingeweiht.
Die vom Kreise Culm und der An
siedlungskommission gebaute zweiklas
sige, evangelische Schule zu Unislaw
ist jetzt von zwei evangelischen Leh
terp bezogen worden.
0
Wirtschaftskammer
,J üffiejtpreufcen fand in Anwesenheit der
Behörden, eingeladenen Gäste, der
Lehrer und Schüler durch Bürger
meister Woldmann "'statt. Landrat
jSraf von Baudissin hielt die Er
öffnungsrede.
'A Provinz fornmertt.
S a d
tischen Musikhalle in Stettin rückt
feinet: Verwirklichung näher. Die
F.,step
w„R#z,T
££». I»»«' —i—3 "-7™ cm- "Ulenburg. Dieser Tage konn»
Baufumme von emer Millim Mar»
wurde nach erregten Debatten nun
endlich einem Antrag stattgegeben,
leine gemischte Kommission zur Vor
betettung des Baues der Musikhalle
.- 5
Bathöft. Als von dn.,Loffen-
font, fuhr ein Lotsenboot mit vier
Mann WauS AM dem Dampfer
einen Lotsen an Bord zu geben. Das
Lotsenboot wurde von dem Damp
fer überrannt und zerschellte. Alle
vier Lotsen kämpften in den Wellen
der hochgehenden See. Während es
gelang, drei Lotsen in das Rettungs
boot des Dampfers zu nehmen, fand
der vierte, der Revierlotse Lübke, den
Tod in den Wellen. Die drei Ge
retteten wurden mit dem Rettungs
boot nach'Barhöft gebracht, wo sie
schwer erkrankt darniederliegen. Der
Dampfer „Freja" setzte später seine
Fahrt nach Stralsund fort.
Htzprnnz SchleswigKsMein.
Wtl st t: Eine öffentliche Büt
gerversammlung in Wilstet erklärte
sich für die Versorgung der Stadt
mit Kochgas Die Jtzehoer Gasan
stalt ist bereit, ein Leitungsrohr nach
Wilstet zu legen, dort einen Gasome
tcr aufzustellen und das Gas für 11
Pf. das Kubikmeter der Stadt zu
liefern.
W a a
mehrerer Halligen sind in großer Not
wegen Beschaffung des für sie und
ihr Vieh notwendigen Trinkwassers.
Die Brunnenbohrung liefert nur sal
ziges Wasser und die Niederschläge
sind in den letzten Jahren so kärg
lich gefallen, daß die Regenwasser
Vorräte nicht genügen. Es hoffen
die Halligleute wie der Bürger
meister der Stadt Wyk a. Föhr mit
teilt daß wohltätige Hände einen
Destillier Apparat spenden möchten,
der ihnen das so notwendige Wasser
verschafft.
Arovinz Schielten.
Chorzow. Im Betrieb der
Gräfin Lauragrube verunglückte der
jugendliche Grubenarbeiter Koziolet
derartig schwer, oaß er während des
Transports nach dem Schachte der
starb.
I W a
im Beisein der Behörden und Ehren
bürget der Stadt Cosel die Grund-
wtuvt
Präsident des Abgeordnetenhauses, steinlegung zum Bau des der staatli
deging hier sein Wjähriges Jubila- ^en Uebergabe harrenden Progvmna
um als Abgeordneter für Königsberg, ^ums statt. Bürgermeister Kremser
In einer zahlreich besuchten dsfentll- ^elt eine Ansprache worauf die üb
ch^n Versammlung wurden die Glück
wünsche der Nationalliberalen Kö
nigsbergs und Ostpreußens, des Zen
trälvorstandes der Partei, der na
tionalliberalen Fraktionen des Abge
ordnetenhauses und des Reickstages
und der fortschrittlichen Volkspartei
Königsbergs und Ostpreußens über
bracht, wofür der Jubilar^ der leb
Haft begrüßt wurde, herzlich dankte.
^V|V.
lichen Hammetschläge erfolgten. Ge
sang des Gymnasialschülerchots be
endete die Festfeiet.
O
ster Snay wurde das Krematorium
eingeweiht, das erste der Provinz
Schlesien. Es steht in wunderschöner
Lage auf dem Oelbergs, nahe des
Friedhofes. Heber die Stadt hinw?z
reicht der Blick des Beschauers bis
zur Landskrone, den Jauernicker und
Königshainer Bergen.
a a I
zwei Getreideschober, die einen Wert
Neubauer, bei dem er in Arbeit ge- t,on 9000 Mark gehabt haben vor
standen hatte, entlassen worden wer, sätzlich in Brand gesteckt worden und
erhrach er nachts den verschlossenen vollständig niedergebrannt.
Holzstall und entwendete von dort
n« Fah-md im Wert- v°n 170 ?r°°'nz N-l-n.
Mark. Sauerbaum wurde verhaf- Geifchen. Hier wurde das 9
iet und dem Amtsgerichtsgefängnis Jahre alte Söhnchen des Stellma
zugeführt. Das Fahrrad wurde dem
Eigentümer wieder zugestellt.
chermeisters Schöneich von herabfal
lenden Erdmassen in der Kiesgrube
verschüttet. Sein Bruder holte so
fort Hilfe, doch konnte man den
Knaben nur als Leiche herausgraben.
0 o.f ch n. Der Wirt Lies
in Naumannshof war damit befchäf
tigt, Getreide in die Dreschmaschine
einzulegen. Hierbei wurden seine
beiden Arme von der Welle erfaßt
und er hineingezogen. Die erlitte
nen Verletzungen waren so schwere,
daß der Unglückliche an den Folgen
starb.
N a l. Zwei Arbeiter vom hie
sigen Wasserbauamt hatten kurz vor
dem Schlafengehen in ihrer Woh
nung den Ofen mit Kohlen einge
heizt. Am nächsten Morgen fand
man die Arbeiter leblos in ihren
Betten vor. Dem' herbeigerufenen
Arzt gelang es, nur den einen ins
Leben wieder zurückzurufen.
Streln 0. Wegen Konkursver
gehens verhaftet und dem Amtsge
richtsgefängnis zugeführt wurde der
Bäckermeister Szczechowiak von hier.
Pieschen. Bei den hiesigen
Stadtverordnetenwahlen wurden in
der 1. und 2. Abteilung deutsche und
in der 3. Abteilung polnische Kan-
didaten gewählt.
Provinz Sachten
a S
^, .. v- getrennt lebende Ehefrau hat der
.. gäbe des Gebäudes der Landwirt- Maschinist Hermann Köhler, Senda
v. schlichen Winterschule an die Land- lerstraße No. 8a wohnhaft, in ihrer
für die Provinz Wohnung in der Tischlerkrugstraße
t*i i.m
zur Verfügung, namluh 4M,- .„. Am»bl Arbeit« «, -im
K»! aus Mitteln d.rW°mholzstiswng 'S
fey,«:.
fit ßnnmnw. lneyt ats »uiaytta^
in den Motorraum lernet 2'wyle be
gab, fiel er infolge Vergiftung durch
ausströmendes Gas bewußtlos zu Bo
den. Ebenso erging es den beiovn
Müllergesellen und dem Fulterknechte,
die nacheinander den Ratim betraten
Zufälligerweise kam gerade Oer Achi
met Briefträger Lankenau in die
Mühle, der die Bewußtlosen sogleich
ms Freie schaffte, wo sie sich baifc
wieder erholten. Nur dem zufälligen
Erscheinen des Briefträgers und sei
nem beherzten Eingreifen haben der
Müller und seine drei Bediensteten
ihr Leben zu verdanken.
est e. Dir junge Stadt
Geestemünde, hat jetzt auch ein Stadt?
wkppen erhaltenMäs v^bni Möaig^vön
Preußen genehmigt wurde. Auf dem
neuen Stadtwappen befindet sich ein
rotes Hauptschild, das eine in Sil
Verfärbe gehaltene Turmmauer um
rahmt. In den Turm wiederum ist
ein blaues Herzschild eingelegt, in
dem sich zwei Schlüssel befinden, die
sich kreuzen. Das rothe Hauptschuld,
das eine fast, rechteckige Form erhalten
hat, wird gekrönt. von einer Stadt
mauer mit Tor und drei Berteidi
gungstürmen.
O a
int Amt tätige Schulmann Deutsch
lands, der 82jährige Schulrat A.
Engelke, Direktor der Probinztal*
Taubstummenanstalt in Schlesweg.
tritt nach mehr als 60jähriger Dienst
zeit, die er bis auf zwei Jahre an
Taubstummenanstalten ausübt, am 1.
April in den Ruhestand. Engelke war
auch an hannoverschen Provinzial
Taubstumwenanstalten tätig, so m°
Osnabrück als Lebrer vom 1. Otto*'!
ber 1871 bis 1. Oktober 1876. Von
Osnabrück aus ging er als Lehrer an
das Schleswiger Internat.
jJfrotn«3 Westfalen.
A S a
Zeche Holland bei Bochum wurden
durch Einsturz eines Firstes zwei
Bergleute verschüttet. Dem einen ge
lang es, sich zu retten, während der
zweite, der sich unter einem Holzver
hau geborgen hatte, von nachstürzen
den Kohlenmassen vollständig ver
schüttet wurde. Der Rettungsmann
schaft gelang es, sich mit dem Ver
schütteten ins Benehmen zu setzen
er teilte mit, daß er unverletzt sei.
Nachdem er 30 Stunden lebendig be
graben war, wurde et glücklich gebor
gen.
Agent Paasche« nachts den Arbeitet
Schröder, als dieser auf dem Heim
weg in der Rheinischen Straße von
zwei Mädchen angesprochen war und
darauf mit einigen Worten erwi
derte. Mit weiteren Schüssen traf
der gewalttätige Mann zwei unbetei
tigte Passanten,, davon den Arbeiter
Blum schwer. Bald darauf wurde
Paafchen von dem Bruder des
schwerverletzten Blum, der Polizeibe
amter ist, in einer Stehbierhalle fest­
Märschen
1
aufgesucht und nach einem Wortwech
sel aus sie 4 Schüsse aus einem Re
volver abgefeuert, .wodurch sie am
Kopfe und an der linken Hand ver
letzt wurde Köhler richtete dann
die Waffe- gegtn sich und verletzte
sich, leicht durch einen Schuß an der
Stitne. Beide Personen wurde der
altstädtischen Krankenanstalt zuge
führt.
hiesige» sürsMen Werl«
Worten den Jubilarm
Geldgeschenke sowie die vom Kaiser
verliehenen allgemeinen Ehrenzeichen.
Provinz
E E
ßes Unglück wurde in Embsen durch
das Hinzukommen eines Briefträgers
station Barhöft an der Prohner Wieck verhindert. Als nämlich am Morgen
der Frachtdampfer „Freja" Sicht der Mühlenbesitzet Joh. Brüns sich
E E I E A E
A W o-
lizeiwache versuchte die inzwischen
angesammelte Menschenmenge den
Paafchen zu lynchen. Er wurde
dabei so übel zugerichtet, daß er
ins Krankenhaus gebracht werden
mußte. I
WHeinprovinz.
E a
eine große, fehr interessante Straße
durch die Eifel fertiggestellt. Diese
neue Wanderlinie nimmt in Ander
a a A a
führt über 150 Kilometer mitten
durch die Vulkaneifel nach Gerolstein.
Der neue Weg wird in fünf Tages-
auch dem Nichtgeologen die
geheimnisvollen Geschehnisse der Vor
zeit, die schlummernden Vulkane und
tiefgründigen Meere und die gewal
tigert Lavabrüche vor Augen führen
und ihn in die verschiedenen Hinge»
staltungsperioden des Eiseler Vulkan-1
gebiets einführen.
a n
delskammer hat zu den Kosten der
Bergischen Bandindustrie Ausstel-1
lung, die im nächsten Jahre in Rons
dorf veranstaltet werden soll, einen
Beitrag von 300 Mark bewilligt. Die
A a
dem historischen Teil dieser Samm-1
lung die Düsseldorfer Ausstellung im
Jahre 1915 zu beschicken und später
das ganze Materinl zu einem histori
schen Museum für die bergische
a a
Museum soll der Preußischen B^ind-!
Wirker-Fachschule, in Ronsdorf ange-'
gliedert werden.
a s-
ausnähme wurde hier eine Einwoh-1
nerzahl von 4500 gegen 4458 im
Vorjahre festgestellt.
A E a
seine Apotheke an Dr. Burns in
Emden zum Preise von 148,000
Mark verkaust.
a a S a
bewilligten 10,000 Mark für die
Vorarbeiten zum 'Bau eines neuen
sieben Iahten.hier bestehende Schwe
sierstation sollte' eingehen, da die nöti
gen Betrjebsmittel fe^lten. In letzter
Stunde helfend einge
sprungen ünd hat dem segensreich
wirkenden Institut ftnen jährlichen
Beitrag von 4 Mark bewilligt.
Mtceldeutlche Staaten.
Go th a. Der unter dem Protek
torat der Herzogin Viktoria Adelheid
von Kodurg und Gotha stehende Der
ein ztit Erhalwng der Volkstrachten
veranstaltete in den Räumen des hie
sigen Schießhauses ein großes Trach
ten fest. Aluch die Herzogin, welche
von ihrer Erkrankung vollständig her
gestellt ist, erschien mit ihrer Beglei
tung. Es waren zahlreiche Gemein
den des Herzogtums, soweit dort we
nigstens noch die älteren Einwohner
an der Tracht festhalten, durch Ab
ordnungen vertreten. Aeußerlich das
schönste Bild bot eine Spinnstube.
Nachdem die Herzogin von einem
Bauernmadchen aus Winterstein mit
einer Blumenspende begrüßt war.
wurden zahlreiche Volkslieder, .teil
weise ititf eigener Musikbegleitung,
vorgetragen und alte Völksreigen auf
geführt. Auch ein Volksstück wurot
zUr Aufführung gebracht. Die male
tischen Trachten wirkten sehr schon,
und es war deutlich der Unterschied
zwischen den ehemaligen Trachten der
Waldbewohner und der Bewohner der
thüringischen Ebene wahrzunebmen.
I a a
ten Boffzen brach wieder einrnttf au*
unaufgeklärte Weife Feuer aus, dem
drei Gebäude zum Opfer fielen Das
Feuer brach auf dem Grundstück de?
Landwirts Kost aus, verbreitete sick
bei dem heftigen Sturm aber sehr
schnell und sprang auch bald au^
die Gebäude be§ Landwirts Henkt
und Schmiedemeisters Sonntag über
Es gelang nicht, die Gebäude zu ret^
ten.
S
gungen der noch stehengebliebenen
Häuser, Brücken, Ruinen im Eder
thalsperrengebiet in den drei Dörfern
BrügHausen, Berich und Asel, welche
dem Untergange geweiht sind* durch
eine größere Abteilung Artillerie und
Pioniere und in Gegenwart der Ar
tillerieprüfungskommifsion aus Ber
tin usw., haben insofern einen un
erwarteten Zwischenfall zu verzeich
nen, als eines Tags das Dorf Brüg
Hausen plötzlich in Flammen stand.
Es wird „warm abgebrochen", wie
es im Volksmunde heißt. Der Brand
soll durch die Leute des Unterneh
mers verschuldet worden sein, welcher
die Häuser usw. auf Abbruch über
nommen hatte. Jedenfalls kommt er
nunmehr rascher zum Ziel, das Ganze
bietet ein Bild schrecklicher Verwü
stung. Im übrigen sind die Spren
gungen des Militärs recht erfolgreich
gewesen die Dörfer Berich und Asel
sind bis auf die Reste vollständig vom
Erdboden verschwunden.
Sachsen.
a I a
Neichen, die 450 Einwohner zählt,
sind im vergangenen Kirchenjahr nur
zwei Personen, ein Ehemann und
eine Ehefrau gestorben. Da die eine
Person auswärts begraben wurde,
hatte der Friedhof nur einen einzi
gen Toten aufzunehmen. Solange
in Neichen ein Kirchenbuch geführt
wird, ist dieser Fall noch nicht da
gewesen.
7 0 a a
Witwe Helmrich wurde von einem
durchgehenden Geschirr überfahren
und getötet.
O tz i. V. Die Mitbe
gründerin des hiesigen Frauenver
eins, Frau Obermedizinalrat Dr.
Julie Fickert, Inhaberin des Sido
nienordens und der silbernen Caro
la Medaille, konnte dieser Tage
auf eine 50jährige Mitgliedschaft und
auf eine langjährige Tätigkeit als
Vorsteherin des Vereins- zurückblik-"
ken. Die derzeitige Vorsitzende, Fr.
Amtshauptmann Dr. Schulze/ über
reichte der Jubilarin im Beisein der
übrigen Mitglieder des Vorstandes
eine Urkunde, tta% der sie zur Eh
renvorsitzenden ernannt worden ist.
Hessen-Darrnstadt.
O
Mecunt, der 13 Jahre hindurch bu
Geschicke der Stadt geleitet hat, leg
mit Rücksicht auf feinen angegriffenen
Zustand sein Amt nieder. Me:um
ist 58 Jahre alt.
N I a
Hospital Ludwizsstift erforderte tm
Jahre 1912 einen Zuschuß aus d^r
Gemeindekasse in Höhe von 5100
Mark, das Gemeindewaisenhaüs ei
nen solchen von 1500 Mark.
S a E e
gungsarbeiten an der neuen Bahn
strecke Rüdesheim-Sarmsheim Haber
begonnen. Die ersten großen 'Ma
schinen, Trocken-Beton Maschine!'
usw. sind bereits eingetroffen.
Wciyern.
n-
dersdors-Altomünster der Lokalbah"
Dachau-Altomünster wurde von einer
staatlichen Kommission, auf ihre Be
ttiebsfähigkeit geprüft. Nachdem. M
Ergebnis ein zufriedenstellendes' war,,
wird der Betrieb nunmehr auf der
ganzen Strecke Dachau-Altomünsw
Aufgenommen.
A I a
rninbrandes ist die Filiale des Klo
stets St. Maria Stern in Augsburg
niedergebrannt. Die Feuerwehr ar
beitete mit sämtlichen Löschgeräten
Das
ausgedehnte Gebäude mit ansto
ßendet
Kapelle
mußte, soweit es nicht
niedergebrannt ist, wegen des großen
Wasserschadens niedergerissen wer
den. Bei dem herrschenden orkanarti
gen Winde hatte die Feuerwehr einer,
schweren Stand, um die angrenzen
den Gebäude zu sichern. Auf die
hier errichtete Stelle eines Inspektors
der Volks- uyd Fortbildungsschulen
wurde vom Stadtmagistrqt 5)ber-
hSkl^A. 1 SlJ V'1!*" ,*'i .«V, L.
lehret AloyS Höste einstimmig ge
wählt und nun von. der Regierung
A I
wurden in hiesiger Bahnstation 4876
Zentner Zwischen verladen. Hier
für wurde im Durchschnitt eine Ein
nahme an Fracht von fast 2000 Mark
erzielt. Das Kernobst war leider
der ganzen Umgegend durchweg er
froren, so daß ein Umsatz hierfür
nicht verzeichnet werden kann.
I a
der frühere in den dreißiger Jahren
stehende Oekonom Hans Albre^'t von
Betzigau seine Mutter und erhänqt?
ftch dann vollständig entkleidet am
'Fensterkreuz seines Schhifzjmm?rs.
Etn Reifender, der ihre Wohnung be
trat, fand die Leichen von Mutter
und Sohn. Das Motiv der Tat
soll finanzielle Schwierigkeit jein.
Württemberg.
I S a S 2 0 a
schon erhebt der schwäbische Natur
forscher Professor Gustav Jäger sein:
warnende Stimme gegen die Kupfe
rung der. Reben. Nun erklärt auch
der Geologe Profifsor Dr. Karl End
riß von der Technischen Hochschule in
Stuttgart, daß die Kupferbrühe auf
die Weinberge von außerordentlich
ungünstigem Einfluß sei. Heuer zei
gen die Reben Änes Weinbergs, der
nur einmal, 1^74 gekupfert worden
sei, den besten- Stand während die
Reben in den Nächbarweinbergen, die
gekupfert wordett sind, fchon seit Jah
ren offenkundig schwerem Siechtum
verfallen sind, bat Professor Jäger
heuer eine Ernte bis zu 340 Gramm
schweren Trollingertrauben gehabt.
Gerade in diesem Herbst ist dieser
große Gegensatz für jedermann aufs
schärfste in die Augen fpringend.
Professor Dr. Endriß macht für die
heurige Mißernte in Deutschland zu
einem wesentlichen Teil die schädliche
Wirkung der Kupferbefpritzung ver
antwortlich.
Waden.
Matz-Lotyringen.
E S t
stadt.) In unserer Gemeinde konnte
binnen Jahresfrist das seltene Fest
der goldenen Hochzeit zweimal gefei
ert werden. Während voriges Jahr
die Eheleute Rauch Klein die
Glücklichen waren, konnten nunmehr
die Eheleute Joh. Bccht. Baumann
und. Katharina Neff, umgeben von
ihren Kindern, Enkeln, Verwandten
und zahlreichen Freunden, den Se
gen der Kirche zum Lebensbund zum
zweitenmal empfangen:
O a
Hiesige Bürger beabsichtigten eine
Molkereigenossenschaft zu gründen.
Auf Veranlassung der Landwirt
schaftskasse hatte Landwirtschaftsleh
rer Metz Saärgemünd in der Wirt
schaft Krieg eine Versammlung abge
halten, in der er 'über die Gründung
einer Molkereigenossenschaft Mach.
50 Bürger haben sich bis jetzt ange
meldet. Die hiesigen Milchhändler
zahlen zurzeit-14 Pfg. pro Liter.
Mecklenburg.
E a
mit tätlichem Ausgange trug sich in
Bandekow zu. Der beim Gutsbesit
zer Wegner in Arbeit stehende Ar
beiter Hermann Bohlcke kam aus
unerklärliche Weise in die Stroh
presse, wobei ihm beide Beine bis
zum Knie abgequetscht wurde. Der
herbeigerufene Arzt tonnte. nur den
Tod des, Verletzten feststellen.
Aldenburg.
a O t
seebäderdi'enst Travemünde-Niendorf
Scharbentz Neustadt i. H. lehnt der
Finanzausschuß des Oldenburgischen
Landtags die vom Provinzialrat be
schlüsselte Erhöhung des Zuschusses
von 1,500 und 2,500 Mark ab und
will nur 1,500 Mark bewilligt se
hen.
Ireie Städte.
I A 7 3
Jahren starb ein in weifen Kreisen
bekannter Mann, ein Mitbürgers den
viele vermissen werden, obgleich er
niemals eine öffentliche Stellung ein
genommen hat: Herr Joh. Ft. Meyer.
Et war wohl der letzte Vertretet je
ner alten „Geldmakler", die in der
guten alten Zeit untereinander tint
Art „Cleaning House" hatten und an
den damals auf die Mittwpche^ und
Sonnabende beschränkten „Zahltagen"
die Zahlung der Wechsel und son
stigen Verbindlichkeiten -mit einem
Minimum von Bargeld ausglichen.
Ein Mann von untadeligstem Charak
ter, der allgemeinstes Ansehen genoß.
Seit etwa zwei Jahrzehnten lebte er
fern von Geschäften. Et.war Ver«
trauensmany, SchätzungSbßrget bei
der Einkomtnensteuet. .'
S
a
Karl Friedrich Kasper ließ von sei
nem nach der Dorfstraße abfallenden
Hof einen Wagen heraus und wurde
von der Deichsel so an den Leib ge
troffen, daß eine Darmverschlingung
stattfand, welche ärztliche Hilfe nicht
mehr zu heilen vermochte.
1
der Universität im Wintersemester
1913—14 stellt sich wie folgt.' Theo
logische Fakultät 166 Studierende,
Juristische Fakultät 412 Studieren
de, Medizinische Fakultät 884 Stu
dierende, Philosophische Fakultät 629
Stuoierende, Naturw.-mathemat. Fa
kultät 313 Studierende zusammen
2409 Studierende, dazu 158 Hörer.
Insgesamt 2567 Universitätsbesucher.
Im Winterhalbjahr 1912—13 be
trüg die Gesamtfrequenz an Studie
renden und Höhrern 2466, sie hat sich
also um 101 vermehrt.
a
Kraftwerk neuerbaute Rheinbrücke
wurde im Beisein der Behörden des
Großherzogtums Baden und des
Kantons Aargau dem Verkehr über
geben. Nach der Besichtigung der
Brücke erfolgte im Stadthause zu
Großlaufenburg die offizielle Ueber
gabe an die beiden" Laufenstädte. 2)1?
Herstellungskosten belaufen sick mt'r
210,000 Mark. Für die Unterhal
tungskosten erhalten die beiden Städ
te Staats- bezw. Kantonalzuschüssk
in entsprechender Höhe.
Schweiz. A
S a
verstorbene Albert Junter, hat fein,
Vermögen im Betrag von 200.000
Fr. seiltet Schwester vermocht. Nach
deren Tod soll es der Gemeinde St.
Blaise zufallen. Die Zinsen sind zu
verwenden zur Bestreitung von Stu
dienreisen für begabte junge Leute,
zur Krankenpflege und zur Alters
Versorgung in der Gemeinde.
verstorbene Architekt Ernst Glutz ver-,'^
machte dem Baufonds des Bürgerfpi-^X,
tals 70,000 Ft., dem kantonalem
Blindenf ürs
orgeverein 30,000 Fr.
und dem kantonalen Altersasyl 20,
000 Fr. Außerdem gab er noch an-!
deren Instituten durch Testate den,
Beweis seiner hochherzigen Gesin
nung.
a S a g
anfall im Alter von 65 Jahren Herr,
Eugen Weilenmann, Redakteur des
„Anzeiger von Ulster", gestorben
W
unseres kantonalen Technikums war,
in letztet Zeit wiederholt raschem
Wechsel ausgesetzt. Bald war es die!
Hand des Todes, bald eine auswar-
tige Berufung, die diesen Wechsel her
beiführte. Auf die Direktoren Mül
ler und Boßhard folgte vor fünf1
Jahren Gustav Weber, Professor für
Elektrotechnik, in der Anstaltsleitung.
Nun ist er einer schweren Krankheit
im 55. AlterSjahr erlegen. Der frü
he Tod deS wissenschaftlich tüchtigen»
beliebten Lehrers und trefflichen Di
rektors bedeutet für weite Kreise ei
nen schmerzlichen Verlust. Unter an
derem nahm der Entschlafene längere
Zeit eine hervorragende Stellung int1
Großen Stadtrat von Winterthur
ein. Pfr. Dt. Gasser wurde ohne
Opposition zum fünften Stadtgeiktli-
chen gewählt. Er war bisher an der
freien Gemeinde tätig gewesen.
Kellerreich-Wngarn.
a W n-
kelbuchmacherei wiederholt vorbestraf
te Agent Eugen Mezei, der derzeit
wegen desselben Deliktes im Schub-'
Haufe eine zweimonatliche Strafe ver
büßt, wurde von der Stadtbaupt
mannfchaft neuerdings zu 2 Mona
ten Arrest und 600 Kronen Geld
strafe verurteilt der Agent Armin
Fellner wurde zu einem Monat und
300 Kronen, der Kaufmann Julius
Esonka zu fünfzehn Tagen und 50
Kronen, der Dienstmann Adolf Kiew
zu 100 Kronen Geldstrafe und Frau
Eugew Mezei zu 100 Kronen Geld
strafe verurteilt.—Der Maschinenmei
ster der Hauptmannschen Druckerei,
Karl Hußar jr., wurde unter der
Beschuldigung, eine Schnellpresse im.
Werte von 10,000 Kronen mutwillig
ruiniert zu haben in Hast genom
men. In einem Verhandlungsfalle
des 5. Bez.-Gerichts spielte sich eine
aufregende Szene ab. Der Unter
richtet Dr. Hugo Fendrich verhan
delte einen Zivilprozeß des 19jähri
gen Handlungsgehilfen Eugen Roth
und fällte einen für Roth ungünsti
gen Bescheid. Kaum hatte der Riihr
ter feinen Bescheid verkündet, als
Roth vor Erregung außer sich, ein
fcharfgeschliffenes Messer schwingend.
sich auf den Richter stürzte und nach
ihm stach. Der Richter wich dem
Stiche aus, und bevor noch der At*
tentäter zu einem zweiten Stiche aus
holen konnte, wurde er entwaffnet
Man übergab den Attentäter der Po
lizei, die ihn in Präventivhaft nahm-
Der auf fo tragische Weise aus
dem Leben geschiedene Dichter Jult
us Rudnyanßky wurde im Kerepe
ser Friedhofe bestattet. In Abwe
senheit des Bürgermeisters hat Vize
bürgermeister Julius Rozsavölgyi
dem Dichter ein Ehrengrab angewie
sen. Merkwürdigerweise hat Rud
nyanßky am Tage vor seinem Tode
das Licht der Augen wiedergewonnen.
Unter dem Kissen seines Sterbebettes
fand man ein prächtiges Gedicht, das
er eigenhändig niedergefchrieben hat
te.
E a f-
te von der Budweifer tschechischem
Vorschußkasse die Herrfchaft Platz in
Südböhmen. Der Wert deS Gutes ,,
beträgt etwe 3 Millionen Kronen. \t\\
Luxemburg.
S W a
verlautet, soll in dem der Wiiwe I/
P. Gillen Schulet gehörigen An- „.
wesen ein Schienennägel Stanz
werk errichtet werden. Die Plätte und
Zeichnungen sind fertiggestellt und
sollen demnächst dem hiesigen Gemein
derat zur Genehmigung unterbreite^
werden, worauf sofort mit der Aus
führung begonnen wird. Dieses Pro
jekt ist um so freudiger zu begrüßen,
als das Lohgerberhandwerk sozusagen.'
vollständig darniederliegt und sich des
halb nach und nach Arbeitsmangel.
fühlbar macht.
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