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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, July 10, 1914, Image 1

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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W
if'*,
e^.
Kl
Minnesota
und Nordwesten.
Grand Meadow, Minn—Amtlichen
Beobachtungen nach sind »hier innerhalb
von 39 Tagen nahezu 18 Zoll Regen
gefallen, wovon 16 Zoll auf den Juni
entfallen.
Owatonna, Minn.—Die Dix Ma
chine Co. beabsichtigt, hier eine Fabrik
zu beziehen, welche vom hiesigen Ge
schätsleute-Verbande errichtet werden
soll. Die Firma hat ein Kapital von
$100,000.
Duluth, Minn.—Das Abschließen
zahlreicher Kontrakte durch, die Schiff
besitzer führte zu der Vorhersage, daß
innerhalb der nächsten- zwet_ Wochen
wenigstens eine Million Bushels Ge
treide von hier aus über die Seen ver
sandt werden würden.
Winona, Minn.—Die Staats-Nor-'
malschule in Winona hatte in diesem
Jahre die größte Zahl der Abiturienten
aller Normalschulen im Staate. Die
betreffenden Zahlen find: Winona 166,
Mankato 158, St. Cloud 145, Moor
head 144 und Duluth 62.
Red Wing, Minn —Einstimmig ha
ben die Delegaten zum Konvente der
Luther-Liga des Staates sich für Minne
apolis als Konventstadt im Jahre 1915
entschieden, wo die Sitzungen in der St.
John's-Kirche abgehalten werden sollen.
den hier auch Pläne aufgestellt für die
Errichtung mehrerer Gebäude auf dem
County-Fair-Gelände.
Duluth, Minn.—Adolph Cischer aus
Nttsville wird das Sehvermögen ver
lieren, sein Bruder John trug Brand
wunden im Gesicht und an den Armen
davon James Oswald erlitt einen
Schnitt am Kopfe und sein Bruder
William schwere Brandwunden, als eine
Rakete vorzeitig zur Explosion kam.
Es ist dies der einzige Unfall, welcher bei
ber Feier desWertenim^cm^en„
gebiete vorkam.
I
-I
SP
Eisenerz-
Philadelphia, Pa., 6. Juli —In
Canada scheint man nicht an die Er
ziehung zur Heuchelei zu glauben, wie
sie durch Prohibition geschaffen wird.
Herr Theodor' Stempfel, der erste
Cr hat nicht geschrieben: „Ich ver
teidige den öffentlichen Saloon nicht",
sondern „Ich verteidige die öffentliche
Wirtschaft nicht, wie sie häufig geführt
wird." Er schreibt: „Ich würde jeder
Zeit bereit sein, die anständig geführte
Wirtschaft einem Prohibitionisten ge
genüber zu verteidigen und würde nie
einem solchen Fanatiker gegenüber das
•V. Zugeständiß machen, daß der öffentliche
Saloon nicht zu verteidigen ist." Das
ist eine willkommene Berichtigung und
Ergänzung des Schreibens Herrn Stem
pfel's, das überall in liberalen Kreisen
als ein freies Manneswort die größte
Anerkennung gefunden hat, und ganz
mit Recht.
Welcome, Minn—Der Dakota-Di
strikt der evang. luth. Synode von Iowa
'und a. Staaten war zu einer wichtigen
Synodalversammlung in Welcome,
Minn., vom 25. bis 29. Juni zusam
mengetreten. Die lieblich gelegene
Stadt Welcome hat wieder einmal ihrem
•r Namen alle Ehre gemacht denn Pastor
und Bürger der Stadt taten alles, was
in ihren Kräften stand, um die Gäste
zu bewillkommnen und ihren Anfent
halt in Welcome zu einem äußerst ange
nehmen zu machen. Diese Synodal-
Versammlung gewann dadurch noch an
•i Bedeutung, daß bei dieser Gelegenheit
pf auch das Silber-Jubiläum des Distriktes
gefeiert werden konnte denn im Jahre
1889 war der Dakotadistrikt gegründet
und von dem nördlichen Distrikt der
größeren Ausdehnung wegen abgezweigt
worden. Die Versammlung wurde auch
mit einer Ansprache von Herrn Julius
Mörsch aus St. Paul, Minn., Vertre
ter des Deutschamerikanischen Zentral
bundes, beehrt. Er redete in anziehen
der Weise vor dem Hause von den hohen
Aufgaben des Deutschtums in Amerika
und forderte zu kräftiger Beteiligung an
diesem bedeutungsvollen Werke auf. Die
Rede wurde recht beifällig aufgenommen,
und es wurde Herrn Mörsch versichert,
daß die deutsch-lutherischen Gemeinden
sich mit dem Nationalbunde eins wissen
in dem Streben, deutsches Wesen zu er
halten und die kulturellen Bestrebungen
eifrig zu fördern., Die nächste Ver
sammlung des Dakotadistriktes wird
Ende Juni 1915 in Aberdeen, S. D.,
stattfinden
Deertooob, Minn.—Der 26-jährige
HilfBkassierer Hugo Barthelme von der
hiesigen Ersten "Nationalbank wurde
beim Baden im Serpent-See von
Krämpfen befallen und ertrank, bevor
ihm Hilfe gebracht werden konnte.
Wheaton, Minn—Fünfzehn Coun
ties des westzentralen Minnesota haben
hier gemeinsam die Feier des Vierten
begangen und sangen „The Star Span
gled Banner", als die neue Westzentral
Minnesota-Flagge, das Abzeichen des
Entwicklungsverbandes der Gegend, zum
ersten Maie entfaltet wurde. Ueber
10,000 Personen wohnten der Feier bei.
Austin, Minn.—Besprechungen über
die Herrichtung der großen Tribüne und
der anderen Gebäude auf dem Staats
Fairgelände beschäftigten die Staats
Fairbehörde bei ihrer am Dienstag hier
abgehaltenen Sitzung. Alle Mitglieder
der Behörde wohnten der Sitzung bei
außer C. P. Craig, Duluth E. I.
Stillwell, Minneapolis, und W. W.
Sivright, Minneapolis. Am Abende
fand zu Ehren der Mitglieder der Be
Hörde eine Unterhaltung in den Räum
lichkeiten des Handelsklubs statt und
heute erfolgte eine Besichtigung der ver
fchiedenen Viehfarmen in der Umgegend.
Die nächste Sitzung wird ansang August
abgehalten werden, und zwar währschein
lich in St. Paul.
Grand Rapids, Minn.—Die Kon
trakte für alle noch Unvollendeten Teile
der Duluth-St. Vincent-landstraße in
nerhalb von Jtasca-County sind von den
Pipestone, Minn. Die hiesige Kommissären des Countys vergeben
Methodisten-Gemeinde hat beschlossen, worden und die Arbeiten sind bereits im
Pläne ausarbeiten zu lassen für ew! vollen Gange. Louis Leimer aus Clo
neues steinernes Gotteshaus.—Es wer-1 quet hat den Kontrakt für den Teil von
Watoma östlich bis an die Grenze'von St.
Louis-County. Der Kontraktpreis. ist
$8000. Die neun Meilen lange Strecke
zwischen Spring Lake und Rice Lake wird
von A. A. Mitchell für $13,000 ausge
führt. Von der im letzten Jahre be
willigten Bondausgabe von $300,000
für Wegebauten sind jetzt noch $50,000
zur Verfügung. Davon sollen verwen
bet werden: $20,000 für den Arden
hurst-Moofe-Parkweg, $20,000 für den
Taconite-Keewatin-Weg und $10,000
für deZ. Effie-Busticogm-Weg
Fund eines Jndianerskelett^
Kürzlich wurde bei den Ausgrabun
gen welche am Süd Broadway vorge
nommen werden, ein menschliches Ske-
ewdier'bcl'ilnrbamerifaiüldjen Tur- tot aufgepflügt. Es befand sich nur
nerbuudes, hat davon kürzlich gesprochen etwa tier Fuh unter der ErdoberflSche
und war allem Anschein nach verhält
nißmäßig gut conservirt ehe die Pflug
fchaare es in seiner Ruhe störte. Durch
an
und davor gewarnt. Sein Brief
den Superintendenten der Anti-Saloon
Leaaue des Staates Indiana bedarf
einer Richtigstellung, um welche Herr den Pflug wurden die Knochen zerstreut
jf Stempel das Preß-Büro ersucht hat
und viele zerbrachen weil sie schon ganz
spröde geworden waren.
B. Juni welcher eine Autorität aus
dem Gebiet der Naturwissenschaft ist,
wurde gerufen und unterwarf die vor
handenen Knochen einer gründlichen
Untersuchung. Seiner Ansicht nach ist
das vorgefundene Skelett das eines
Indianers welcher hier vor Hunderten
von Jahren wohnte, ehe die Weißen
hierher kamen. Er verglich dieselben
mit den Knochen welche vor etlichen
Jahren aus den Jndianerhügeln in der
Nähe von Otto Schells Platz ausgegra
ben wurden und ist der Meinung, daß
die soeben gefundenen viel älteren Da
tums sind weil die Bestandteile keine
Tier-Stoffe mehr ausweisen.
Durch das Aufpflügen des Skeletts
wurde es unmöglich festzustellen, ob der
Indianer hier nach Jndianerbrauch be
erdigt worden war, ob er verunglückt
oder eines einsamen Todes gestorben
war. Neben dem Skelett befanden sich
eine Anzahl ausgezeichneter Pfeilspitzen
und ein Instrument aus Kupfer ange
fertigt welches von denJndiandern ge
braucht wurde um das Fleisch von den
Häuten abzuschaben. Dasselbe hat
Ähnlichkeit mit einem Hackmesser, hat
eine runde Klinge mit Projektionen an
welche ein holzener Griff befestigt werden
kann. Auch dieses Instrument war
besser hergestellt wie man sie gewöhnlich
früher unter den Indianern vorfand.
Von der Größe der Knochen nach zu
urteilen, war der Mann zu Lebzeiten,
von großer Statur. Es ist leicht
möglich, daß er zu dem Stamm der
Lenapes oder Delawares gehörte welche
dieses. Gebiet beherrschten ehe die Sioux
Indianer von Iowa hierherzogen. Die
Lenapes waren als förmliche Riefen be
könnt. Der Fund des betreffenden
Skeletts führt uns die Notwendigkeit
eines Museums abermmals vor Augen.
Wenn nicht bald etwas in dieser Hinsicht
geschieht, so gehen verschiedene Sachen
für die Nachwelt einfach verloren.
Nach einer 6 monatlichen Vergnü
gungsreise nach Italien kehrte Frau
Chas. Silverson letzten Donnerstag
wieder nach Hause. Ihre Mutter,
Frau C. A. Janey ünir ihr Bruder
Teddy begleiteten Frau Silverson auf
ihrer Reise.
Jahrgang 51. New Ulm, Minnesota, Meitag den 10. Juli, 1914.
MZM der am letzten Donnerstag abge
haltenen Special Sitzung des County
Raths wurde George Fischer von Searles
eine Wirtschaftslizens gewährt^I'Da
gegen stimmten Erickson und Steinke.
Applikationen für Unterstützung in
dem Bau von Landstraßen und BrückeI
wurden gemacht von den Towns Albin,
Burnstown/ Milford und Home. Da
sich in dem .betreffenden Fonds eine
starke Ebbe bemerkbar gemacht hat,!
wurden diese Applikationen für eine
weitere Sitzung zurückgelegt.
Die Gesuche von Aug. Dahl von New
Ulm, Ole O. Bakken von Linden, H.
Bendiren von Springfield und William
Stromberg von Sleepy Eye für Be
Auktion ihrer Affeßments und Steuern
für das laufende Jahr wurden der staat-
lichen Steuerbehörde günstig empfohlen^
Joseph I. Sperl machte Applikation
für Zurückerstattung der Steuern und
Kosten welche ihm dadurch wurden, daß
das Distrikt Gericht den Besitztitel eines
von ihm für Steuern gekauften Stück
Landes für null und nichtig erklärte.
Es wurde beschlossen ihn schadlos zu
halten.
Die schriftlichen Berichte von Koni
mifsär Graff über die gelieferte Arbeit
an Landstraße No. 3 südlich von New
Ulm im Betrage von $556.64, an einer
Landstraße in Town Sigel im Betrage
von $251.63 und von -Kommissär
Polkow für Reparaturarbeit an State
Roads No. 1, 8 und 9 im Betrage von
$782.15, für Neuarbeit an State Rvad
No. 10 östlich von Comfrey im Betrage
von $969.73 und für Neuarbeit an
State Road No. 8 nördlich von Com
frey im Betrage von $948.85 wurden
verlesen und zu den Akten gelegt und der
County Auditor wurde angewiesen für
die dadurch erwachsenden Auslagen An
Weisungen auszustellen.
Beschlossen wurde, dem betreffenden
Komitee Machtbefugnis zu erteilen den
Boden der Alwin Brücke mit einen 3
zölligen weißeichenen Planken bedecken
zulassen.
.Laut Beschluß wird zwischen dem 15.
August und dem 15. September eine
Prämie von 10 Cmts .für Krähen be
zahlt iva&ejw DUs Handlung tm$S%
vön der Town Behörde" von Linden
Wärmstens befürwortet.
wurden als Komitee ernannt die Brücke
in Town Home in der Nähe von Cum
mings wo sie die State Road No. 4
kreuzt, zu untersuchen und zwar, mit
Machtbefugnis dieselbe repariren zu
lassen.
Nach Prüfung und Anweisung von
Rechnungen im Betrage von $2207.03
erfolgte Vertagung.
Obergericht entscheidet
von Farmer.
zugunsten
haben erledigt.
Vor einer Reihe von Jahren ließen
sich eine ganze Anzahl Farmer, in der
Nähe von Springfield wohnhaft, in ge
nannter Gesellschaft für eine Periode vor
5 Jahren versichern gegen Hagel. Die
Versicherten hörten mehrere Jahre gar
nichts von der Gesellschaft bis vor etwas
über einem Jahr ihnen eine Rechnung!
zugeschickt wurde für angebliche Afseß-j
ments für die Jahre 1909, 1910, 1911]
und 1912 und sie aufgefordert wurden!
zu berappen. Da sie sich weigerten!
wurden sie verklagt und in dem Prozeß
verfahren vertrat der frühere County
6on
Nächsten Mittwochabend wird der
St. Anne Court W. C. O. F. auf der
„Lawn" von Dr.. I. P. Graff an Minne
sota Straße einen „Joe Cream" Social
abhalten.
Regelmäßige StadtratssitzuuM
Iii der am Dienstagabend
halMen regelmäßigen Sitzung
Stadtrats wurde §. H. Retzlaff als
temporärer Präsident erwählt. -Durch
die Abwesenheit Mayor L. A. Fritsches
wird laut unseres Charters der Prüft
dem des Stadtrats stellvertretender
Mayor. Präsident Mueller wird also
während der nächsten paar Monate
Mayorspflichten zu besorgen haben,
Ati dem betreffenden Abend wurden
die
Angebote
für das Pflastern von 5
Blocks an Minnesota Straße geöffnet
-und her Contrakt wurde an Fielding k.
Shipley, Inc. von St. Paul vergeben
welch das Mindestgebot, $37,224.38,
hatten. Dieses schließt Rinnsteine,
CatH Basins usw: mit ein. Im
GanKn waren sechs Angebote einge
läuW und zwar wie folgt: General
Constructing Co., Minneapolis, $41,
997.48 North, Star Concrete Co.,
Mankato, $37,373 Hanon :c. Okes,
Sioux Cirty, Iowa, $38,843.36, und
$153 extra für Wasserrinnen entlang
den Querstraßen bis zu den Gassen
(Alleys) Fielding :c. Shepley, St.
Paul, $37,066,88. und $157.50 eztra
für dieselben Wasserrinnen Widell Co.,
Mankato, $38,794.73 I. S. Mc-
Toüüm
stes Jahr benötigen wird, wurde an die
Die Kommissäre Steinke und Graff! Womack Foofhe Coal Co. von Minne-
apolis vergeben zu $3.25 pro Tonne f. o.
b. New Ulm. Von den hiesigen Koh
lenhändlern hatten die Henry Simons
Lumber Co. und Bingham Bros. An
geböte eingereicht. Im Ganzen waren
6 Angebote eingereicht worden.
In einem Erkenntnis welches das
Obergericht in dem Fall von „Minne
sota Farmers Mutual Insurance Com
pany" gegen Katherina Landkammer
letzten Freitag hinterlegte wird das Er-,
kenntnis von Richter Olsen assirmirt.
Durch diese Entscheidung werden un
gefähr 30 Fälle welche seit über einem
Jahr in den Distriktgerichten von
Brown und Redwood Counties geschwebt ^em sie gegen die Einräumung des
Baseball Parks Stellung nehmen. Da
bis dato noch Niemand beim Stadtrat
für diese Erlaubnis eingekommen ist,
so wurde das Schreiben vorläufig zu den
Akten gelegt.
Zwei weitere Forderungen gegen die
Stadt wegen der Typhus Epidemie,
eine von Frank Zschunke und eine von
Math Prom wurden dem Stadtrat
unterbreitet: Sobald alle Forderun
gen eingelaufen find wird sich der Stadt
rat mit dieser Angelegenheit befassen.
Folgende Bauerlaubnisscheine wur*
den bewilligt: John C. Siebenbrun
Umbau seines Wohnhauses Otto
In ben bownommmm Asschmentt s'°i'«hnh-ius-r .Armory Board.^nme
hatte die Gefellschaft die „Policyholders"
nicht gleich besteuert. Oestlich von einer
gewissen Linie wurden sie mit 3 1-2
Prozent belastet und westlich mit 4 1-2
Prozent. Nach den bestehenden Ge
setzen sollen die Besteuerungen gleich
mäßig ausfallen. Als der genannte
Fall in dem Distrikt. Gericht von Red
wood County zur Verhandlung vorlag,
opponirte Anwalt Erickson gegen die
Beweisführung der auferlegten Affe#
ments weil sie wegen Ungleichmäßigkeit
nicht gültig seien. Richter Olsen stimm
te ihm bei und wegen Mangel an ge
nügendem Beweis wurde die Klage
abgewiesen. Daraufhin appellirte die
Versicherungsgesellschaft an das Oberge
richt mit dem Resultat, daß das» Er
kenntnis des unteren Gerichtshofs auf
recht erhalten wurde.
Waffenhalle I, A. Ochs, Anbau Theo.
Scheiderich, Automobil Garage Frau
Christ. Burmeister, Stall.
Nach Verlesen der monatlichen Be
richte und Anweisung der eingelaufenen
Rechnungen erfolgte Vertagung.
Das Boot „Alcantara" macht des
Oeftreen „Trips" den Minnesota Fluß
hinauf. Letzten Sonntag fuhren Theo.
Mueller und Familie und Freunde bis
nach Ruffels eine Distanz von unge
jähr 20 Meilen. Jos. A. Eckstein war
am Steuer und Math. Petersen lieb
äugelte mit der „Gasolin Engine."
Dienstagabend sprach Prof. John
Meyer die bindenden Worte bei der
Trauung von Frl. Martha Hammer
meister und Otto Gruendemann von
torn Eden. Als Trauzeugen sun
girten Herr und Frau William Ham
mermeister von Town Eden. Die Neu
vermählten^ reisten denselben Abend
rück noch-Eben wo der Bräutigam
Farm eignet und bewirtschaftet.
A Schulwahl am 18. Juli.
v.-'
Feuerwehr Chief Henry Engel er
schien in der Sitzung und teilte dem
Stadtrat-Mt, daß das städtische Feuer
Alarm System nach jedem Sturm
auM Commission ist und daß es absolut
Mt^ndig sei neue Drähte zu ziehen.
.DieHAngelegenheit wurde dadurch er
ledigk, daß dieselbe dem betreffenden
KoMtee, dem Feuerwehr Chief und dem
Supt. der Lichtanlage zur Untersuchung
und Ausführung überwiesen wurde.
fctW® *Ur
Jn der am Samstagabend, den 18.
Juli stattfindenden Schulwahl wird es
notwendig zwei neue Schuldirektoren
zu wählen an Stelle von Dr. G. F.
Reineke.und A. W. Bingham deren
Amtszeit bis dahin ausläuft. Wie ver
lautet, hat A. W. Binghäm der feit 9
Jahren treu und redlich dem Schul
distrikt gedient hat,sich kürzlich dahin er
klärt, daß er eine Wiederwahl positiv
ablehnen würde.
Freunde der öffentlichen^ Schulen
hielten sofort Umschau nach einem ge
eigneten.Mann für diesen verantwort
lichen Posten an Stelle von Herrn
Binghäm und glauben ihn in der Person
von Adolph G. Meile gefunden zu haben,
welcher sich bereit erklärt hat, wenn die
Bürger es wünschen, die Pflichten dieses
Amtes zu übernehmen.
Wir sind fest davon überzeugt, daß die
Bürger durch Erwählung von Herrn
Meile keinen Mißgriff begehen werden.
Im Gegenteil. Es wäre als glückliche
Wahl zu betrachten. Von all den
jungen Leuten welche hier geboren wurden
und zum Mannesalter herangewachsen
sind sind wenige die besser für dieses
Amt befähigt sind wie Herr Meile. Er
ist ehrlich und aufrichtig, zuvorkommend
in seinem Wesen, hat gesunde Ansichten
über Erziehungswesen und hat den Mut
seine Ansichten auszusprechen und zu
verteidigen.
Solche Männer sollten von der
Bürgerschaft ausgesucht und für öffent
liche Aemter gewählt werden ob sie die
selben wollen oder nicht, denn man ist
jederzeit vergewissert, daß sie ihre Pflicht
in vollstem Maße tun werden. Herr
Meile hat schon des Öfteren bewiesen,
Laughlin tc. Sons, Red Oak, Iowa, daß man sich auf ihn verlassen kann,
$40,324.89.
In seinen „Estimates" hatte Stadt
ingenieur Minium das Pflastern zu
$2.40 pro Quadrat Aard veranschlagt
und die erfolgreiche Firma verspricht die
Arbeit für $2.31 pro Quadrat Uard zu
liefern. Die Arbeit muß spätestens
bis zum 15. Oktober fertig sein und
wird es folglich notwendig dieselbe so
schnell wie möglich in Angriff zu nehmen.
und daß er eine ihm aufgetragene
Pflicht und Arbeit bestens besorgt.
Hauptsächlich hat er seine Tüchtigkeit
bewiesen als Sekretär des Vollzugsaus
schusses der Jungpioniere welcher die
goldene Jubiläumsfeier in Händen hat
te. Er war stets da und seiner umsichti
gen Tätigkeit ist es zum großen Teil
zu verdanken, daß das Fest einen solch
glorreichen Verlauf nahm. Wir Hof
fen, daß er
wird.'
Arevplane beschädigt.
Die New Ulm Amusement Co. hat
augenscheinlich Pech. In dem Areo
plane Aufstieg welcher am Sonntag den
5. Juli in Mankato stattfinden sollte,
wurde die Maschine beim Aufstieg stark
beschädigt und es wird Wochen nehmen
ehe dieselbe wieder hergestellt sein wird.
Der „Board of Public Works" dem
die Seitenweg Angelegenheit nach dem
College zur Begutachtung unterbreitet
worden war, berichtete günstig über
dieses Projekt und empfiehlt die Legung ström, dem Flieger, soll die Unebenheit
eines 6 Fuß breiten Cement-Seiten- des Bodens zu dem Unfall beigetragen
wegs und empfiehlt ferner, daß ein Teil. haben. Als Hauptursache jedoch wird
des angrenzenden Eigentums für die1 angeführt, daß ein Automobil, George
Kosten aufkommen, das andere jedoch ^C. Pettis, dem Buttermacher von
von der Stadt im Allgemeinen be- Rapidan gehörend, in die Aufstiegs
stritten werden soll. Der Stadt- Area geraten war und, daß der Flieger
Ingenieur wurde angewiesen die nötigen mit feiner Maschine in dem Dach des
^—!r"*-'Ll Automobils hängen blieb und mit
solcher Wucht in den nahegelegenen
Pläne und Specisikationen anzufertigen.
Bürger wohnhaft in der Nähe des
North German Parks, nördlich von
dritter Nord Straße, 24 an der Zahl,
hinterlegten ein Proteftfchreiben in wel
Nach Aussagen von George Carl-
Zaun, geschleudert wurde daß das Areo
plane unbrauchbar wurde und die an
gesagten Aufstiege mußten vom Pro
gramm gestrichen werden.
Glücklicherweife wurden weder der
Flieger noch die Insassen des Auto
mobils verletzt obwohl das Automobil
derart beschädigt wurde, daß es etwa $75
Kosten wird, dasselbe wieder herzu
stellen. In Wabasso hatte Herr Carl
strom mehr Glück. Das Wetter war
für Aufstiege ideal und eine an Taufen
den zählenden Menschenmenge hatte sich
eingestellt um Herr Carlstrom in seinen
halsbrecherischen Aufstiegen zu bewun
dem.-
Ben Amanu gewinnt Prozeß gegen
Eisenbahn.
Ben Amann als der Vater und der
natürliche Vormund von Henry I.
Amann, einem Minderjährigen, hat
feine Schadenersatzklage gegen die Min
neapolis zc. St. Louis Eisenbahn in
höchster Instanz gewonnen. Bekannt
lich wurde der junge Henry Amann vor
etlichen Jahren, als er versuchte das
Eisenbahngeleise an der 3. Nordstraße
welches zurzeit durch einen Frachtzug
blockirt war, zu kreuzen durch denZug
welcher in demselben Augenblick in Be
wegimg gesetzt wurde, überfahren und
das eine Bein wurde so zermalmt, daß
es amputirt werden mußte. Später
strebte der Vater eine Schadenersatz
klage im Distriktgericht von Ramsey
County an welche letztes Jahr zur Ver
Handlung kam und dadurch endigte, daß
die Jury ihm die Summe von $7500
zusprach. Die Eisenbahngefellfchaft ap
pellirte. sofort an das Obergericht
welche in dem am Freitag gefällten Er
kenntnis den Wahrspruch der Jury be
stätigte. Die Freunde der Familie
freuen sich über den glücklichen Verlauf
des Prozesses.,
&
Präs
MINN
NilMMrr W
Wilson Ehreu^H
gast und Festredner»
ErhebendeUnabhängigkeitsfeue
Lanbes anwenben. Mit
Philadelphia,
4.
derrufung der Zollklausel in baff
Panamakanalgesetz, die nllgememe
Geschäftslage, seine 9rnH 'x
und versuchte dao«
noch, der Riesenversammlung
r^
Der Präsident forderte seine 3*°,
Hörer auf, die Unabhä«gigk«S»j Sp$|
Erklärung dadurch zu mobetro-i
fieren, daß sie die ihr zu Grnnbez
liegenden Prinzipien ans das Ge-'
schüft, die Politik intb die Ans«
wärtigen Angelegenheiten ÄK
Juli.
Wilson war heute der Ehrengast-.«£!
Festredner bei der von der Stadt Der-,
anstalteten in „Independence HaIk"
abgehaltenen UnabhängigkeMfvek-'
Bei seiner am Vormittag erfolgter
Ankunft wurde Präsident Wilson tw
einer nach Hunderten zählenden Mew-^
schenmenge, die sich auf dem ÄahM
Hof eingefunden hatte, mit lautem'
Beifall begrüßt. Als er am Nach
mittag nach „Independence Half"
fuhr, wurden ihm wiederholt Ova-
tionen gebracht. In seiner Rede/L«
oft durch lange und anhal
tende Beifallsrufe unterbrochen wur
de, befürwortete der Präsident -zw-
nächst das „Modernisieren" der Un*
abhängigkeitserklärnng in ber Seife,
daß man ihre Prinzipien auf däs Ge-^
fchäft, die Politik und die ÄuswäV
tigen Angelegenheiten des Landes ob*'
wende.
.2)cs weiteren berührte der Pra^
dent in seiner Rede die Mexiko-Fra».
"S*
t-ci
fBegng
auf btc altgemeine Geschäftslagen
des Lanbes sagte Wilson, baß fefcj
viel darüber gesagt werbe,
tvö§
ben Tatsachen nicht entspreche.—*
Wenn im Lanbe etwas nicht rechk!
sei, müsse derjenige, der bieses
kenne, versuchen, es recht \|S
machen.
WW
BS
A
Uulc
^utr.n von modernem PatriotisimjA
zu erklären. Mit großem NachdrMi
sagte er, daß Amerikaner ihre Anze--
legenheiten so zu arrangieren verss
chert sollen, daß sie dadurch Me
Gründer dieser Nation ehren. $S
seien, sagte der Präsident, heute
Washington Männer, deren Patriot-.
iismus nicht zur Schau getragen
werde, die aber dabei doch grotze
patriotische Taten verrichten. Sw
halten in dem heißen WashingtoN
aus, weil ihre Pflicht sie bort H5B
und sorgen dafür, daß in beides
Häusern des Kongresses immer. tic.
Quorum anwesend ist.
Betreffs der Geschäftslage des Lan-i
des fagte der Präsident, daß betreffs
dieser Angelegenheit sehr vier gefngt
worden sei. Vieles aber von idem,
was gesagt werde, entspreche mdtif
den Tatsachen. „Versuchen dtef$.
Männer, die sich nicht an Taffacheikl
halten", sagte der Präsident wörtlich,^
„ihrem Lande zu dienen oder aber.
etwas anderem, das kleiner als das
Land ist? Wenn sie Amerika tieBeß
und sehen, daß dort etwas nicht gang
richtig ist, dann ist es ihre Pflicht
dabei mitzuhelfen, daß ös...recht -ge*
macht werde.
„Fünsundachizig Prozent von de®,
mexikanischen Volk erhielten niemaW
das Recht, ihrer Regierung auf ine
Finger zu sehen oder mit eigenere,
Augen sich davon zu überzeugen, wie
die anderen fünfzehn Prozent die Re^
gierungsgefchäfte erledigen. Jch wnß.^
daß das amerikanifche Volk eben so--!
wohl ein tzerz für diese wie für die
anderen Millionen hat. Ich höre
fehr viel von Verlusten an Eigentum
in Mexiko und ich beklage diefe V-r-'
lüfte von ganzem Herzen aber hinter'
den Verlusten steht ein kämpfendes
Volk. Ich würde mich, unserer.
Flagge fchämen. wenn wir außerhÄb.
unseres Landes etwas tun würdev,
was wir in unserem Lande nicht tue
dürsten." "hv
1
'&
5.
Ehe der Präsident feine Rede be-^
gann, wurde er von Frau Smith.^
der Mutter des ersten unserer Mar^
nesoldaten, der in Vera -Cruz ..
begrüßt. Der Präsident.ergriffe ihre
Hand und fagte zu ihr: „Frau SmM
es muß ein erhebender und tfofteftber]
a S a
können, daß Sie die Mutter eitiiSi
lolcken Helden sind".
Frl. Lenore Stephan reist'^dieße
Woche nach Watertown^D. D./ wo sie
dem Missionsfest beiwohnen wird. Auf
ihrer Rückreise wird sie auch Fremtde
in Balaton" besuchen.
im

Spezmlsiyuug des County

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