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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, July 17, 1914, Image 5

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025556/1914-07-17/ed-1/seq-5/

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Abonnement tzÄ,per Jahr
(ZnS Ausland. 42.50 mit Beilage, tz31
New Ulm, Brown Co., Minnesota
Herausgeber: New Ulm Publishing Co.
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17. li 19H-
Ein paar Wildweiber sind gerade noch
Verhindert worden, Robert Burns Ge
burtshaus^ zu zerstören.' Di^ reine
Wuth! Solche Weiber hat Burns ja
«icht besungen.
Auf der schottischen Insel Sleye kennt
man nur 2 Medizinen, die aber unfehlbar
fein sollen: Theer für die Schafe und
Schnaps für die Menschen Das wäre
was für unsere Prohibitioniften.
Es scheint, als ob die Frau des Dr.
Carman in Freeport dem Scharfsinne
Hes Staatsanwalts noch einige Nüsse zu
knacken geben tojrb. Die Einbildungs
kraft und Thätfähigkeit einer eiferfüchti
gen Frau ist unberechenbar.
Ein Geistlicher in Chicago hat An
zeige gemacht, daß ihm 104 Bibeln ge
stohlen wären. Wozu die Polizei be
mühen? Wenn die Spitzbuben die
Bücher mit der nötigen Andacht lesen,
gehen sie in sich und bringen sie von selbst
Mrück.
In der fast ganz deutschen Stadt
.Sternberg in Mähren ist ein tschechisches
Bereinshaus eingeweiht worden. Das
würde keinen Anstoß erregen, wenn es
eben nicht aus retner tschechischer Frech
heit und Deutschenfeindlichkeit geschehen
märe.
In West-Virgimen mangelt es schon
zu allen Ecken und Enden bei der Be
Mhlung von Polizöi, Feuerwehr und
bergt und derweil schießen die Winkel
kneipen wie Pilze nach dem Regen aus
der Erde. Man nennt das gewöhnlich
„Segen der Prohibition".
3ii Maryland haben zwei weiße
Männer einen schlafenden Neger, mit
dem sie gezecht, mit Erdöl begossen und
angesteckt, Der Unglückliche ist ver
brannt. Die Kerle erklärten ihre That
als „praktischen Scherz." Natürlich!
Es handelte sich ja bloß um einen Neger.
Was? Die allserbische Verschwörung
^streckt sich auch über ganz Teutschland?
Nun. aber raus mit dem Unkraut, ehe es
fen ganzen Garten verdirbt! Aber
mcksichtslos raus mit der Wurzel und
getreten, je schneller, je besser! Krieg
gibts doch. Warum also noch länge um
Ne Brände herumgehen?
Ein Brooklyner Richter hat zivervor
lehme junge Männer von 16 und 20
Ären, die gestohlen und geraubt
hatten, um ihre Mädels zum Tango
fuhren zu können, mit ausgesetztem
Urteil entlassen, '„weil sie noch so jung
aub unerfahren wären." Der Richter
kommt uns auch ein bißchen „unerfahren"
»vr.
„Des Fliegers letztes Wagestück."
Die Meldung besagt genug. Es hau
Seit sich um den französischen Flieger
Agagneu^, dem sein oft ausgeführtes
Kunststück, der Doppelpurzelbaum in
hoher Lust zum erstenmal mißlang.
Narrheit, oher Heldenthum? Ach nein!
Mer so frevelhaftes Spiel mit dem
Aben treibt ist weder ein Narr noch ein
Held und verdient keine Thräne.
.„Ein Gebäude, in dem sich in irgend
einem Räume eine Werkstatt befindet,
in der Arbeiter Gebrauchsgegenstände
herstellen, ist eine Fabrik." So will es
iti Industrie-Kommission des Staats
arbeitsamtes von New Aork. Der
Wtz dabei ist, daß ein solches Gebäude
nun auch feuersicher sein muß. Da
muß manches Haus umgebaut werden.
Es ist sicher auch ein Zeichen für die
hohe politische Moral hierzulande, wenn
der ^-Gouverneur eines Staates
(Mi,/C ,vi) in Anklagezustand gesetzt
wird, weil er bei Einrichtung eines
innen Eonntys Bestechungsgelder ver
langt und bekommen haben soll. Aber
Haerta hat eine lächerliche Wahlposse
aufgeführt, und sowas können wir nicht
dulden.
Drei Tage soll die Schlacht um
Guadalajara gedauert haben und die
Tosten v.ab ^cr.üuüöcieu sollen weit
über die verwüstete ©egenb verstreut
'i gen. und in dieser herrlichen Land
schaft wissen die Menschen nichts besseres
thnn, als sich gegeit jeitici zu versttunm
mefn unb zu morden und die schöne
Statur zu verwüsten!' Sind das Men
AM?
Natürlich! Ausgerechnet in unserem
Staate mußte es vorkommen, daß zwei,
zwei ganze Räuber einen Eisenbahnzug
überfielen. Und dabei müssen die Kerle
ganz genau gewußt haben, daß viel
baares Geld auf dem Zuge war. Daß
5 sie aber nicht einmal imstande-waren, die
.Geldschränke auszubrechen, zeigt, wie
wenig sie auf der Höhe ihres Handwerks
stoßen. Erst die Umstände und dann
noch nicht einmal etwas erbeuten. Die
sollten das Geschäft an den Nagel
1. ,h'
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schäftigt 260,029 Köpfe. An zweiter
Stelle kömmt nach der letzten Zusam
menstellung des Weltpostvereins Groß
britannien mit 240/134 an dritter
Stelle folgt unmittelbar Deutschland
mit 239,168 Köpfen. Gegen diese
Massen steht die Zahl der Postbeamten
der übrigen Länder weit zurück. Es
folgen u. ct. Britisch-Indien mit 92,755,
Japan mit 79,393, Oesterreich mit
73,689, Italien hat 48,385, Ungarn
40,725 die Schweiz 18,151, Spanien
16,033, Argentinien 14,025, Schweden
11,497, Neusüdwales 10,878, Holland
10,642, Rußland 10,122, Mexiko
10,117 Beamte. Alle anderen'GtaAten
haben weniger als 10,000 Postbeamte,
darunter Norwegen 6,419, Peru 2,954,
Rumänien 9,187, die Türkei 6,398, die
südafrikanische Union 5,410.
Der Tabak ist von Sir Walter Ra
leigh „erfunden" worden und diente ihm
vornhämlich zur Belästigung der virgini
schen Moskitos. Denn Sir Walter
hatte die eminent richtige Beobachtung
gemacht, daß es dem Moskito auf die
Nerven geht, wenn man ihm andauernd
in's Gesicht raucht. Dann klappert er
mit den Oogendeckeln, weint und sucht
sich betrübt einen Nichtraucher zum
Stechen aus.
Aber der Tabak ist auch zu anderen
Dingen gut. Ein leerer Gehirnraum
zum Beispiel wird, wenn tüchtig mit
Rauch gefüllt, noch hier und da ein
Gedankenblitzchen zucken lassen, während
volle Hirntöpfe unter dem Eindruck des
Tabakduftes geradezu sprühen wie Feuer
werke am 4. Juli.
strömt sie ein robustes und überzeugen
des Aroma aus, welches Motten aus
alten Kleiderschränken fern hält.
Die Zigarren zerfallen ihrerseits in
ei Klassen, 1. solche, welche die
Männer rauchen und 2. solche, die sie
verschenken. Die Letzteren machen den
Empfänger vor der Zeit schieläugig
beim Versuch sie im Gang zu halten.
Die Cigarette besteht aus einer Pa
pierhülle gefüllt mit einer Kreuzung
von Hobelspänen und Timotheu. Die
echte ägyptische Cigarette wächst bei
Hoboken, N. Jersey und färbt die Hand
des Gewohnheitsrauchers mit den Saf
ranfarben eines Sonnenuntergangs an
der Goldküste.
Diese Art des Tabakgenusses ist erst
populär, seitdem er durch ein Stats
gesetz verboten wurde. Offenbar hat
ten die Cigarettenfabriken die Gesetz
geber zu ihrer gesetzlichen Verfolgung
bestochen und infolgedessen blüht bei
ihnen der Weizen, dessen Stroh eben
falls in ihr Fabrikat verarbeitet wird.
—Dodge County Banner
Die Heere der WeltpostM W hat der Rhabarber die ^Zeitgenossen
®a« «tiffit« ipeer »on Postbeamttn Um- mit mn-«m B°Wg.n W
JJ^t0
Der Tabak.
Knaster, den gelben, hat uns Apollo
©tubio. Unb wenn heutzutage
der
deutsche Student auch nicht mehr so
trinkfroh ist, wie damals als wir jung
waren, so blieb er doch dem Rauchkraut
treu.
Der Tabak ist die erste große ameri
kanische Erfindung. Er konnte nicht
patentiert werden, weil damals das
Patentamt noch lange nicht erfunden und
patentiert war.
Freilich scheints, wenn man die Na
men liest, als ob's in Nordamerika gar
und in der Türkei. Deshalb raucht
mancher Kenner mit stolzem Selbstbe
wußtsein, die Eigarre zu 25 Cents, ein
Kraut, das hinten in Stoughton oder
Potosie, Wis. gewachsen ist.
Die Einmachzeit.
jährliche Einmachepidemie hat
Die
d°s Ewmach.» v»n Ech-
beeren. Alles was dabei zu tun,-ist
das Pflücken, Waschen, Süßen, Ab
kochen und Einstampfen mittelst eines
Kartoffelstampfer's, wenn man keine
Straßenwalze zur Hand hat.
Wer seinen Zahnarzt lieb hat,' Wßti
den confervierten Kirschen ihre Steine.
Nichts erfreut das Menschenherz mehr
als während eifriger Unterhaltung eitv
kräftiger und ahnungsloser Biß auf'
den Kirschkern. Wem das passfert,
der hört schon tier der Zeit die. Engsein
singen. Und gewöhnlich kostet die Er
fahrung eine neue "Goldkrone für den
Weisheitszahn, der manchmal doch so
toetse nicht ist ...' iV
Nach der zähmen^ErdbeW kommt
gewöhnlich die rohe und gewaltige'
Stachelbeere, welche in jugendlichem
Uebermnt rumort und oftmals platzt wie
eine Anarchistenbombe.
Wir wissen von niemand, der sich
aus gekochtem Gemüse besonders viel
macht,' uußer den
A
WZ Eude tft.
Nordpolfahrern.
SjWKT4 "ttenn Hund-
Wer in eingemachten Salzbohnen et
was Erfreuliches wahrnimmt, hat ent
weder die Seele eines Dichters oder den
Hunger eines Druckers.
Erst wenn der Frost aus dem Kürbis
liegt, schließt dieser als letztes Ovfer
die Einmachsaison. Und der Winter
ist kaum lang genug, daß die erschöpf
ten Einmachfrauen wieder zu Kräften
kommen. Warum das so geschah, ge
schieht und geschehen wird, wissen wir
scheinlich hat schon Eva Hausrein- und
Beeren eingemacht.
Und die Menschheit wird viel eher das
Flugproblem, den ewigen Frieden und
die Weltsprache lösen, ehe sich ihre
schönere Hälfte das edle und süße Ein
kochen abgewöhnt. Das erlebt niemand.
—Dodge County Banner.
Persönliche Freiheit.
In seinem neuesten Artikel über „Per
sönliche Freiheit" im American Leader"
erklärt Herr Louis N. Hammerling, der
Präsident der „American Association of
Foreign Language Newspapers", daß
auch in unserem größten aller modernen
Volksstaaten die Mehrheit nicht regiert,
weil sie sich nicht zu der Ueberzeugung
der Notwendigkeit einer strammen Or
ganisierung zur Verteidigung ihrer höch
sten Rechte durchgedrungen hat. Erst
wenn sie ihr durch eine wohl organisierte
Minderheit definitiv genommen werden
wird, wird die Erkenntnis sich Bahn bre
chen.
Der Tabak kommt in drei Größen:
Pfeife, Eigarre und Cigarette.
Für die Pfeife braucht man wenig
Tabak, jedoch unter dem neuen System
wie unter dem alten, eine Unmenge
Streichhölzer. Eine ungestopfte Pfeife
hat so wenig Sinn wie ein Eisschrank ^ur Förderung ihrer eigenen engherzigen
ohne Eis. Wird die Pfeife alt, so Theorien und Einfälle zu verwenden.
Das Volk regiert nicht, sondern läßt
es beständig zu, daß die ihm übertragene
Macht von einigen Wenigen usurpiert
uns jn den Klauen. Das ist die Fest-1 ermitteln, denen er die Verteidigung
zeit der Hausfrau. Diese hat ja in den seiner Freiheiten anvertraut. Er ver­
machen ist doch noch gar nichts gegen das
Einmachen.
Nun sind die Gesichter unserer besse
ren Hälften fröhlich und geschäftsmäßig:
nun haben sie keinen Sinn für den
Humpelrock, den Sommerhut oder an
dere Schöpfungen der pariser Mode.
Nun denken sie in Pints und Quarts
und-niemals roch die Welt so süß nach
heißem Zucker. Ihre ganze Lebens
auffassung ist so rosa wie Himbeergelee.
Und der Ehemann, der nichts davon
versteht, hockt wieder grimmig auf der
liinteren Veranda, wie der zürnende
Achilles, und saugt mißmutig und be
drückt an seiner Pfeife. Die süße und
rosenfarbcue Herrlichkeit verdüstert all
sommerlich fein Gemüt.
Zum Glücks ist die Einmachzeit nur
furz unb dauert höchstens vier bis fünf
Monate. Länger kann man die Mahl
zeiten DoikiüUcm Ausschnitt und kaltem
Kaffee überhaupt nicht aushalten.
Die Einmachzeit beginnt, sowie der
Frost aus dem Boden. Da stürzt sich
die triumphierende Köchin aus die hilf
lose Form des faftigfchlanken Rhabar
bers und zwängt ihn vergnügt in Gläser
mit Gummireisverschluß. Das macht
dann ein wunderbares „Longdistans
kompott" und kann, wenn der Gummi
keinen „Puncture" abbekommt, noch von
den fröhlichen Enkeln konsumiert werden.
gende Mehrheit unseres Volkes eine aus
gesprochene Gegnerin d^ Ziele und Me
thoden derjenigen, welche durch gesetz
liche Verfügungen Menschen das Recht
der Selbstbestimmung zu entreißen su
wUn und vorgeben, sie würden dadurch
eiit Millennium herbeiführen.
Die meisten von denen, welche die
ühe^wältigende Majorität des Volkes
bilden, geben' sich damit zufrieden, die
Verteidigung ihrer Freiheiten dem Nach
bar zu überlassen, und der Nachbar tut
dasselbe. Die Folge ist, daß um das,
um was sie Alle sich bekümmern sollten,
sich Niemand bekümmert.
)Das eingewanderte Element und des
sen Presse haben zuerst warnend die
Stimme erhoben gegen die Gefahr, die
der persönlichen Freihat hierzulande
droht. Jeder muß, um sie abzuwehren
seM handeln und dafür sorgen, d«zß fem
Mlchbar dasselbe tut. Niemand weiß
persönliche Freiheit mehr zu schätzen, als
der im Auslände Geborene. Durch ihn
müssen alle Freunde der Freiheit zum
Handeln veranlaßt werden. Sie müssen
sich vereinigen, um gemeinsam die Ge
fahr abzuwenden, welche das ganze Volk
bedroht.
JJtacfyt von einigen wenigen wissen wir, daß auf dem Balkan wieder
wird, welche die Energie und den
Wium
geiz, besitzen, sie an sich zu reißen unb
Um ihre Rechte sicher zu stellen, muß
die- Majorität dem Beispiele der Mino
retät folgen und sich organisieren. Nu
merische Stärke, und mag sie noch so groß
sein, bedeutet nichts, außer es wird ge-:
meinsam ein Endziel erstrebt. Das
Wahlrecht zum Beispiel hat keinen grö
ßeren praktischen Wert in der Hand bev
jenigen, welche es nicht anzuwenden ver
stehen, wie ein modernes Gewehr inbeie
Hand eines Soldaten, der von seines
Konstruktion und seinem inneren Me
chanismus keine Ahnung hat. Es ist ein
verhängnisvoller Irrtum, unsere Frei
heiten für gesichert zu halten, weil wir
die Leute erwählen, die uns regieren.
Es ist ebenso leicht, Tyrannen zu wählen,
wie sie auf uns durch das Gesetz bei
dynastischen Nachfolge zu überliefern.
Die eigene Erfahrung belehrt den
Wähler, daß er sich kaum die Mühe
nimmt, etwas mehr über die Männet,
die er erwählen hilft, in Erfahrung zu
bringen, als deren Namen und das Par
tei-Emblem, unter dem ihre Namen auf
dem Stimmzettel erscheinen. Kaum
einer unter zehn Wählern nimmt sich die
Mühe, etwas mehr über die Persönlich- ^n ungenannter Diplomat plaudert in
feit und die Ansichten der Männer zu
sechs jährlichen ^Hausreinmachperioden sich daraus, daß die Partei, deren zusammenzuschließen, vielleicht unter
schon recht viel Spaß. Aber das Rein- »r trt für Son förfmk horMfvm n- .•. cvx
Radiumblitzableiter.
Bon vielversprechenden Versuchen über
eine Verbesserung des Blitzableiters
wissen die „Naturwissenschaften" zu be
richten. Bei dem gewöhnlichen Blitz
ableiter durchströmt die Elektrizität des
Blitzes die für sie angelegte Leitung nur
dann, wenn sie vom Blitze erreicht wird,
und damit dies geschieht, bringt man
zahlreiche sehr feine Spitzen an. Durch
die Anwendung von Radium wird nun
die Luftschicht über dem Blitzableiter
leitend gemacht, und so wird die Ent
ladung an dieser Stelle erzwungen. Es
wurde ein Versuchsblitzableiter herge
stellt, indem auf einem 3 1 -2 Meter hohen
Messingrohrgestänge ein Ring von kleinen
Spitzen und darunter eine Kupferfcheibe
von 250 Millimetern Durchmesser an
gebracht wurde. Die Kupferscheibe trug
einen 28 Millimeter breiten Kreisring,
der von 2 Milligramm Radiumbromid
gebildet war. Damit dieser dem Regen
und dem Temperaturwechsel widerstehen
kann, muß er elektrolysch niedergeschla
gen werden. Dieser Versuchsblitzab
letter zeigte sich sowohl im Laboratorium
wie auch im Freien bei verhältnismäßig
ruhiger Lust wirksam. Wenn in 4 bis
5 Metern Abstand eine kleine elektro
statische Maschine von 5 Zentimeter
Funkenlänge in Tätigkeit gesetzt wurde,
so zeigte ein an das Gestänge des Blitz
ableiters angelegtes Elektrometer Aus
schlüge von 350 Volt. Man macht es
dem lieben Gott immer schwerer, die
Blitze zu lenken.
Neue alkangruppirungen.
Ans den Vorgängen der jüngsten Tage
geschäftige Hände am Werke sind,
den Knoten von neuem zu schürzen, den
der zweite Balkankrieg auf eine so jähe
Weise zerrissen hat. Herr Hartwig sitzt
in Belgrad noch immer am Webstuhl
der russischen Balkanpolitik, und fein
Traum einer bulgarisch-serbisch-griech
ischen Koalition gegen Oester reich-Un
garn scheint bei weitem noch nicht aus
geträumt zu sein. Es liegen sichere An
zeichen dafür vor, daß man neuerdings
sogar bereit ist, Montenegro der serbischen
Ausdehnung zu opfern, um ihr den heiß
ersehnten Zutritt zur Adria zu ver
schaffen, und andererseits bewegen sich
die krampfhaften Versuche, Rumänien
zum Anschluß an diesen Balkanbund zu
überreden, wohl in der gleichen Richtung
der Zusammenfassung aller Balkankräfte
gegen Oesterreich Ungarn.
Bisher scheint nun diesen Bemühungen
ein irgendwie greifbarer Erfolg allerdings
nicht beschieden gewesen zu sein. Die Be
gegnung von Eonstantza hat, wie man
nunmehr als sicher annehmen darf, die
erwartete Einstellung der rumänischen
Politik in die von Rußland vorgezeich
neten Richtlinien nicht gezeitigt, und
ebenso bestehen vorderhand für ein er
neutes Zusammengehen Bulgariens mit
Serbien wenig oder gar keine Aussichten.
ber
„National Review" sogar von Be
strebungen ,die darauf abzielen sollen,
Bulgarien und Griechenland gegen Ser-
Anhänger er ist, für den Schutz derselben Einbeziehung Rumäniens und der Tür
sorgen wird. fei. Die politischen Voraussetzungen
Darin liegt ein verhängnisvoller Irr-1
tum. Er vergißt, daß gerade feine
einer
Stimme für einen Mann, der an Be- Salonika und zumAegäischen Meere ge
schränkung der persönlichen Freiheit der
Bürger glaubt, der Partei Beweis da
für ist, daß er, der Wähler selbst, eine
derartige Beschränkung gutheißt. Da
raus ergibt sich, daß die Partei häufig
eine Haltung einnimmt, welche den An
sichten der Majorität ihrer Anhänger di
rekt entgegengesetzt ist. So kommt es,
daß in einem Lande, in welchem angeb
lich das Volk regiert, eine verhältnismä
ßig kleine, aber gut organisierte Mino
rität imstande ist, ihren Willen der gro
ßen Mehrheit der Bürger aufzuzwingen.
Diese Tatsache ist die Ursache der. Ge
sährdung der höchstbewerteten Freiheiten
der amerikanischen Bürger, wie-sie
beute besteht. Wenn der einzelne Wäh
ler sich nicht aus seiner Lethargie ans
rafft und seinen Teil zum Schutze sei
ner Freiheiten beiträgt, so werben sie
ihm entrissen, und damit alle Konsequen
zen heraufbeschworen werben, die ein
freies Volk den willkürlichen Diktaten
einiger Wenigen unterwerfen." 'y.: i...
Leute, die gegen Tyrannen um ihre
Freiheit kämpfen, 'erregen unsere Sym
pathie, aber Leute, welche 'im Besitz der
Macht sind, um ihre Freiheiten zu fchü
tzen, sind kaum etwas anderes als ver
Abgesehen von leichten Choleraanfallen -ächtlich. Zweifellos ist die überwälti-
xm
7
|0^en Verbindung werden aus
angeblich
serbischen Drange nach
folgert. Inwieweit es sich bei diesen
Ausführungen von diplomatischer Seite
um reine Kombination handelt mag
heute dahingestellt bleiben daß nicht nur
Bulgarien sonbern auch Rumänien ein
Interesse daran hat, Serbien nicht noch
mehr wachsen zu sehen, liegt auf der
Hand, und wenn Serbien nicht auf
diese oder jene Weise doch noch einen Zu
tritt zür Adria erhält, so mag über furz
oder' lang auch Griechenland in dem
serbischen Wunsche ,an das Meer zu
kommen, eine Gefahr für {einen Besitz
stand erblicken. Eine dritte. Kombi
nation wird schließlich durch die geheim
geführten Verhandlungen zwischen Bul
garien und der Türkei in den Möglich
keitsbereich gerückt: ein Zusammen
schluß Rumäniens, Bulgariens und der
Türkei als Gegengewicht gegen die offen
sichtlich engen serbisch-griechischen Be
ziehungen.—Westliche Post.
Verlangt.
Deutsches Dienstmädchen für allge
meine Hausarbeit. Guter Lohn, gutes
Heim, kleine Familie. Nachzufragen
bei Frau Elenore Andersen
3105 Pnponk Ave. S.
Adv. 29-31, Minneapolis.
ll'
TU
Frank Schleif.........
John Hauenstein, Jr....
Dr. C. A.Hintz
Jos. Klans.........
H. O. Schleuder ...
A. I.
Vogel..........
A. G.»Biexbaum... .*,
Fred Gareis.. ...
Chas. Emmerich .....
Anton Simmet......
Art. Tanke.
H.
Schapekahm....
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Wettschießen auf bot Fair Grounds
Pfcrd von Hitze überwältigt.
bö§
zus°mmen
und ei blieb
wert $250.00 und ungefähr 1700 Pfund
Äi
.14
141
1
.Verlebt den Sommer im Weste«.
Billigt
über die
Frank Schleif holte sich letzten Don
nerstagabend bei dem wöchentlichen Wett- Eisenbahn.
schießen des Busineß Men's Gun Club -Tickets werden täglich verkauft bis
auf den Fair Grounds die goldene zum 30. September nach allen reizenden
Medaille mit einem Score von 20 Punkten in Colorado, Californien die
Punkten. Fünf der Schützen zerbra- Nprd pacififche Küste und dem Aellow
chen je 19 Scheiben und H. Schape- ftone Pärf. Pähl tiort feenifdjen Ron
kahm wird mit einer Scheibe creditirt. ten, günstige^ Absteigeprivilegien und
Im Ganzen beteiligten sich nur 12. ari liberale Rückfahrt Gelegenheit. Fragt
dem Wettschießen. Die folgenden Eur,ew!LMlagtznten der Chicago ic.
Scores wurden gemacht:
Rundreisefahrt jetzt inkraft
Chicago und Northwestern
Julius Krueger to Edward F. Berk ner,
1991-2 acres of S 23 and 24 110 33,
$13,000.
Annie Boerger et al to Charles A. Stolz,
14 138 North New Ulm, $1800.
Charles A. Stolz, et al to Annie Boerger,
et al L14 138 North New Ulm, $1800
Samstagnachmittag ungefähr um 4
Uhr wurde eines von Dr. Graffs Pfer
den welches an dem Straßenfprenkler
angespannt war, an der Broadway in Arthur Weber, et al, minor to William
der Nähe der 3. Nordstraße von der Pislce, 80 acres of S 29 109 33,
Hitze überwältigt. Als der Treiber $4480.:
Sr
?[erV^ ^tern anfing-,- John Weddendorf to Carl Thedens,
versuchte er noch dasselbe bis zum Stall 3 B175 North New Ulm, $750.
nicht.^Das^Pferd^ bra/"^schtteßttch
Wilhelm Guse
'et
L9B 12
Große Exkursion
SIeePy
schwer, wirb unfähig sein diesen Sommer George W. Chambard to Emit G. Hage,
zu arbeiten. Es wird nach Nord 4 and 5 8 Hanska, Minn., $350.
Dakota geschickt werden wo die Gelegen- Anton Hirsch to George Rothmeier, 173
Helten günstiger sind es wieder herzu-, and 32-100 acres of S 21 and 28 110
stellen. 3L, $14.705.
Nach den ZwiMligsstiidten
Ueber die M. Ä! St. L. Bahn
Samstag. 18. Zuli
Rückfahrt giltig bis 21.1
all
Ringling Bros. Zirkus am 20. Juli
In Minneapolis
Abfahrt von New Ulm 10.36 Vor
mittags
Nur $2 für Rundfahrt
Einzelheiten R. Leary, Ticket
Agt., M. & St- L. Bahn.
Bicycles und Auto
Gummi-Räder.
Vor ungefähr einer Woche hatte ich Gelegenheit kontraktlich
eine Anzahl Bieyeles zu Spottpreisen zu sichern und bin also in
der Lage für die Käufer dieser Waare Geld zu sparen. Ich habe
eine Anzahl Zweiräder welche nicht unter $35.00 im Markt ver
kauft werden welche ich zu $25.00 verkaufe. Dieser Bieycle ist der
Royal Roadster ein bekanntes Rad und hat jede Vorrichtung
welche man an einem hochgradigen Rad findet. Der Marathon
Roadster, ein $27.50 bis $30.00 Zweirad, verkaufe ich zu $19.00.
Von diesen zwei Modellen verkaufte ich am Freitag 5 Stück, der
klarste Beweis daß es wirkliche Bargains sind. Sprecht vor
und nehmt dieselben in Augenschein.
Das Defiance Auto Gummirad hat eine Falte mehr Zeug
wie irgend ein anderes Standard Gummirad und ich gebe
10
Prozent Rabatt auf alle „Tires" und „Tubes" von der
regulären Standard Gummiräber Preisliste. Ein Gummirad
für welche andere $20.00 verlangen, verkaufe ich zu $18.00 und
spare dadurch dem Eonsumenten $2.00 baares Geld und das
Gummirad ist garantirt für 3500 Meilen ohne die übliche
Quantität Trubel mit „Adjustments." Ich habe stets eine
pollständige Auswahl von allen Größen anhand, in den einfachen
und in den Non-skid Typen.
Zu jeder Zeit führe ich eine vollständige Auswahl von
Betten, Matratzen, Tischen, Rugs, Lawn Möbel, Screen
Thüren, Fenstern usw. auf Lager.
Alle Waaren werden abgeliefert und garantirt so gut
zu sein wie Geld irgendwo kaufen kann und zwar zu 10 bis 50
Prozent billiger.
Süd Miunksota Straße
Telephon 230
Achtungsvoll
',
r"
Gr»ndeigeutnms-Uebenraguvgeu
al to Hans Peter
Srt zwÄ °fL5B
den liegen ehe es nach dem Stall ge-! '$
bracht werden konnte. Das Pferd
Bertha
VW
Eisenbahn für genaue In-
.. ..20 formation betreffs dieser großen Ans
....19 flugs Gegend für die fpecisifche Rate
19 von Euer Heim Station und für illu
19 strirte und beschreibende Litteratur. Er
19 wird Euch gern irgendwelche gewünschte
19 Information verabreichen.
.,...... 17 F. P. Starr, Agent,
1 7 A 2 8- 2 9 6 5
1 5
Eye, Miiyi., $1500.
Roy K. Berg
Y-
Han"
Soheraberg to John G. Wooldnk,
i)
•1

Entered as second-class matter at the post
sÄce 9 New, Olm, Minnesota, tinder act of
•bagreis, March 3,1879.
38 Sleepy

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