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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, August 14, 1914, Image 12

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025556/1914-08-14/ed-1/seq-12/

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M.
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ToreMVe.
Veorge Little
Hiesige Freunde erhielten dieser Tage
die Nachricht von George Littles Ab
scheiden in Tacoma, Wash. Herr Little
war der Vater von Willard G. Little
der längere Zeit in Bingham Bros.
Office arbeitete und der eine Schwester
von Frau Hilding Krook zur Frau hat.
Herr Little war in diesem Teil Minne
sotas gut bekannt da er in Rochester,
Tracv, Marshall und Stockton seit 1858
wohnte. Er war auch ein Mitglied von
Co. ,.I" vom 2. Minnesota Cavalrieregi
ment und diente an dem Frontier zwi
sehen Minnesota und Dakotas als „Ouar
terMaster Sergeant" seiner Compazine
bis zum Schluß des Krieges. Zehn
Jahre lang HpaOMMch-atzmeLst«. von
Lyon CountWmWuch längere Zeit Bor
sitzer des republikanischen County Ko
mites.
John Victor
Es mag für die Leser von Interesse
sein zu erfahren, daß John Victor, einer
der Pioniere hießiger Gegend, aus dem
Leben geschieden ist. Dieser Tage traf
hier die Trauerbotschaft ein, daß er auf
einer Farm in Ava, Douglas Co., Mo.
im Alter von 80 Jahren gestorben set.
Schon in 1858 kam er nach New Ulm
und machte die Strapazen und Mühselig
fetten des Pionierlebens mit und auch
den schrecklichen Jndianerkrieg. Im
Jahre 1861 verehelichte er sich mit
Selma Fritsche welche ihm schon vor
Jahren im Tode voranging. With
rend er hier wohnte war er mit Julius
Berndt als Baukontraktor associirt.
New Ulm verließ er im Jahre 1874 und
zog nach Winona. Von dort aus zog
er nach Douglas Co., Mo. wo er bis zu
seinem Tode ununterbrochen wohnte.
Frau Johanna Popp
Ganz plötzlich ist Frau Johanna Popp
eine alte Ansiedlern hiesiger Gegend,
Dienstagabend in ihren Heim an Nord
Germanstraße vom Tode hinweggerafft
worden. Ein Herzschlag hatte ihrem
Leben ein jähes Ende bereitet. An dem
selben Abend hatte Frau Chas. Kaiser
welche nebenan wohnt, sie besucht und
ging kurz vor 9 Uhr nach Hause. Frau
Popp hatte während des Abends geklagt,
•daß sie nicht besonders gut fühle und
wollte ehe sie zu Bett ging noch einen
Thee brauen.
Als Frau Bjorneberg, welche die
unteren Räumlichkeiten bewohnt, kurz
nach 9 Uhr nach Hause kam rief sie ge
wohnheitsmäßig nach oben, daß sie zu
Hause sei. Da sie keine Antwort be
kam, ging sie zur Treppe wo sie eine
Zuckerdose vorfand. Da sie abermals
ferne Antwort bekam, wurde sie beun
ruhtgt tund lief nach Kaisers, und Herr
und Frau Kaiser kamen mit ihr zurück
und gingen nach den oberen Räumlichkei
im wo sie den leblosen Körper von
Frau Popp in der Nähe des Oelofens
liegend, vorfanden. Der herbeigerufene
Arzt konnte nur constatiren, daß der Tod
bereits eingetreten war. Coroner Reineke
hielt es. nicht für notwendig eine Leichen
schau abzuhalten.
Die Verstorbene war am 10. Februar
1836 in Braunschweig, Deutschland ge
boren und folglich 78 Jahre alt als sie
so plötzlich vom Tode hinweggerafft
wurde. Mit ihrem Bruder kam sie als
16-jähriges Mädchen nach Amerika und
ließ sich zuerst in Cincinnati nieder, wo
sie Jos. Popp kennen lernte und sich mit
ihm im Jahre 1858 vermählte. Im
Frühjahr des Jahres 1862 zogen sie nach
New Ulm, machten den Indianerkrieg
mit und zogen gleich darauf wieder nach
Cincinnati zurück wo sie 3 Jahre wohn
ten ehe sie wieder hierher zurückkehrten.
Ihr Gatte ging vor 6 Jahren ihr im
Tode voraus und seither hat sie jährlich
Reisen nach ihren Kindern unternommen
wo sie sich während der Winterszeit auf
hielt. Während der Sommermonate
war sie fast immer hier. Sie wird über
lebt von zwei Söhnen, Edward C. und
William Popp von San Jose, Cal. und
von folgenden vier Töchtern:Frau F. I.
Cook, Ulen, Minn. Frau I. A. Merri
gold, Los Angeles, Cal. Frau C. R.
Snyder, Ada, Minn. und Frau W. F.
Heidrich von St. Paul. Sie wird fer
ner überlebt von einem Bruder Carl
Sleeter, wohnhaft in Indianapolis. Alle
Kinder werden dem Leichenbegängnis bei
wohnen, welches wahrscheinlich Sonntag
nachmittag von der Turnhalle aus statt
finden wird, falls die Kinder bis dann
alle hier angekommen sind. Sie war
Mitglied des Turnerfrauenvereins und
diese werden sich in corpore an den
Leichenfeierlichkeiten beteiligen..
Samstagnacht starb in Mapleton im
Alter von 86 Jahren Frau Ernst Frick
nach einem Krankenlager von mehreren
Jahren. Die Verstorbene war die
Mutter von Frau H. W. Engelbert von
hier. Die Beerdigung fand Dienstag
nachmittag inMapleton statt. Derselben
wohnten von hier bei: H. W. Engel
bert und Frau, sowie Wm. E. Engel
bert.
Aus Minneapolis wird das Ableben
von E. H. Crocker, eines wohlbekannten
Minneapoliser Rechtsanwaltes gemel
det. Der Verstorbene, ein Bruder von
Frau E. J. Critchett, war 54 Jahre alt
und starb infolge eines Schlaganfalles.
•. Cr hatte während der letzten 25 Jahren
in Minneapolis die Rechtspraxis geübt.
Frau Edward Arnsdorf von Lamber
ton welche sich im hiesigen Hospital am
Dienstag einer Operation für Darmver
schlingung unterwarf, ist am Mittwoch
nachmittag kurz vor 4 Uhr gestorben.
Sie war eine ganze Woche lang krank
gewesen. Die Leiche wurde Mittwoch
Abend nach Lamberton geschickt.
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Hochzeitsglockeu.
Mittwochmorgen wurden im kath.
Pfarrhause Frl. Bertha Schneider und
Edw. I. Wolf von Reo. Schlinkert in
in die Rosenfesseln der Ehe geschmiedet.
Frl. Frances Schneider, eine Schwester
der Braut und John Wolf, ein Bruder
des Bräutigams fungierten als Trauzeu
gen. Die Braut ist eine Tochter von
Herrn und Frau John A. Schneider
von Springfield und ist seit einem Jahre
hier wohnhaft und der Bräutigam ist ein
Sohn von Herrn und Frau Andreas
Wolf. Nach der Trauung fand im
Heim der Eltern des Bräutigams eine
gemütliche Hochzeitsfeier statt zu welcher
nur die nächsten Verwandten und die in
timsten Freunde der contrahirenden Par
teien eingeladen waren. Braut und
Bräutigam sind hier wohl und vorteil
haft^ bekannt und sie werden sich an der
nördlichen State-Straße häuslich ein
richten.
Donnerstagabend 17 Uhr verheirate
te sich Frl. Esther Gluth von Morgan
und Emil Fenske von hier. Pastor
Dr. Hohn vollzog den Trauakt im
Hause von Herrn und Frau Wm. Hos
tetter. Die Trauzeugen waren Frl.
Cora Metag von Morgan und Math.
Dewanz von hier. Nach der Trauung
wurde im engsten Familienkreise das
Hochzeitsmahl eingenommen. Die
Braut ist die Tochter von Herrn und
Frau Aug Gluth in Morgan und der
Bräutigam der Sohn von Herrn und
Frau Wm. Hostetter. Die Neuver
mählten werden in Morgan wohnen.
Mittwoch abend fand in der
luther. Kirche die Trauung zweier wohl
bekannter New Hinter junger Leute statt,
nämlich die von Frl. Lydia Meta Koepke
von hier mit Friedrich W. Meyer von
Green Bay, Wisc.Past.R. Schierenbeck
amtierte und als Trauzeugen fungierten
Arthur Koepke, Martha Meyer, H. C.
Nitz, Lena Mueffelmann John F.
Gawrisch und Lena Fritz. Ushers waren
Armin Retzlaff und Heinrich Mueffel
mann. Nach der Trauung fand eine
Hochzeitsfeier im engsten Kreise int
Hause der Bfautmutter statt. Die
Braut, Frl, Koepke ist eine wohlbekann
te und allgemein geachtete junge Dame
von hier und war während der letzten 4
Jahre ununterbrochen als Stenograsi
stin in der Eagle Roller Mill Office be
schäftigt. Herr Meyer, der Bräutigam,
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Zeitungen.
New Ulm Publishing Co. Heraus
geber der New Ulm Post (deutsch) und
New Ulm Review (english.)
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haben wollt, so geht nach
Wendt?c. Nielson
an Wendfs altem Platz. Reparatur
Arbeit schnell besorgt.
ist Gemeindeschullehrer in Green Bay
Wisc. und graduierte vom Dr. M. Lut
her College im Jahre 1913. Seine
erste Stelle, wo er aushilfsweise amtier
te, war Boyd, Minn. Beide junge Leute
sind in New Ulm wohlbekannt und er
freuen sich eines großen Bekanntenkrei
ses. Die Neuvermählten werden sich
noch etliche Zeit in New Ulm aufhalten
und dann nach Green Bay, Wisc., ih
rem zukünftigen Wohnorte, abreisen.
Von auswärts wohnten der Trauung
bei: Martha Meyer, Gaylord H. C.
Nitz, Dallas, Wisc. Lena Mueffel
mann, Gaylord John F. Gawrisch,
Red Wing Henry Mueffelmann, Gay
lord.
Silbernes Geschäftsjubiläum.
Ganz bescheiden, ohne Reklame und
in aller Stille erinnerte G. A. Otto
meyer, die Kunden, die gerade am
Samstag bei ihm vorsprachsn, mit ei
ner schönen Nelke daran, daß er an je
nem Tage 25 Jahre ununterbrochen im
Qsltenwarengefchäft war. Herr Otto
meyer fing am 8. Aug. 1889 mit e'nem
kleinen Ellenwarenladen in dem Lokal
an, wo jetzt die American Expreß Office
sich befindet. Seine Einnahmen am
ersten Tage beliefen sich auf 80 Cents.
Durch Umsicht, Fleiß und gute Bedien
ung und gitte Waren -nahm das Ge
schäft von Jahr zu Jahr an Umfang zu
bis es jetzt die Größe erreicht hat, die es
in dem schönen Doppelladen im Otto
meyer Block dem Kunden zeigt. Otto
meyer's Dry Goods Store ist eines der
reellsten Geschäfte in der Stadt und die
vielen Freunde von Herrn Ottomeyer
gratulieren ihm herzlich zu dem schönen
Erfolg, dessen er 'sich am Ende der 25
Jahre erfreuen kann.
Das neue Hospital.
Das neue Union Hospitalgebäude
steht jetzt unter Dach und mit der Arbeit
im Innern wird noch diese Woche begon
nen. Man hofft das Hospital zum 1.
Januar feiner Bestimmung übergeben
zu können.
Kollektanten sind immer noch fleißig
an der Arbeit und berichten guten Er
folg. Das Baukomite ersucht alle dieje
ttigett, welche noch im Rückstand mit der
Bezahlung ihres gezeichneten Beitrages
sind, ihrer Pflicht so bald wie möglich
nachzukommen.
•'k^ 1 j{ -l*"- ^, „»4».^ ,-t ""5 ^L.H_ «!£V1» -s ^^B'l^LSUÜto^.^^Steäti nvr^tW
Samstag versammelten sich die Zei
wngsschreiber und Herausgeber des 2.
Minnesota Congreß Distrikts zu ihrer
Sommerconvention in New Ulm.
Manche derselben hatten sich bereits
Freitagabend eingestellt und als Sams
tagnachmittag die Versammlung vom
Vorsitzer Ruane von Slavton zur Ord
nung gerufen wurde, waren etwa 50
Federhelden anwesend, die an den Ver
handlungen teilnahmen.
Die verhandelten Gegenstände bezogen
sich natürlich alle auf das Zeitungsge
schäft und die damit verbundenen Zweige.
Interessant war ein Referat von Phil.
Liesch über die Postgesetze, die sich auf
das Zeitungswesen beziehen. Ferner
wurde das Anzeige-Thema (Advertising)
nach allen Seiten hin verhandelt.
Vormittags hatten verschiedene Bür
ger ihre Automobils zur Verfügung ge
stellt, in welchen den Gästen und ihren
Damen die Sehenswürdigkeiten der
Stadt gezeigt wurden. Die Abfahrt
erfolgte vom Dakota House kurz nach 9
Uhr. Von folgenden wurden den Gästen
Automobile zur Verfügung gestellt:
Wd. Eibner, Henry I. Berg, I. A.
Ochs, F. H. Krook, E. G. Hage, F. P.
Zfchuncke, N. 'Henningfett und Philip
Liesch.
Die erste Haltstation bildete die Eagle
Roller Mühle wo den Zeitungsmenschen
Gelegenheit gegeben wurde, eine der
größten Mühlen im Staat zu besichti
gen. Paul Lehmann war freundlich
genug die Führung zu übernehmen und
zeigte den Gästen den gewaltigen Ma
schinenraum, das Waarenmagazin wo
Tausende von Säcken Mehl aufgespeichert
waren. Mit Souvenirs beladen zogen
bei Federhelden von darinen. Beim
Loretto Hospital wurde zunächst angehal
ten und der Kreuzweg in Augenschein
genommen und bei der Kapelle die An
sicht der Stadt von dort droben genossen.
Das Hospital selbst wurde auch von oben
bis unten inspicirt.
Von hier aus ging es nach dem„Hunds
rücken" wo die Gäste abermals ausstie
gen und das Natur Amphitheater in
Augenschein nahmen. Sie kletterten
über den Berg und als sie am Fuße
desselben anlangten, waren die Automo
bile da um sie wieder auszunehmen und
nach dem Hermansdenkmal zu bringen
wo sie Gelegenheit hatten den Architek
ten und Erbauer des Denkmals Julius
Berndt, Sr. persönlich kennen zu lernen.
Er verabreichte jedem von ihnen einen
Baustein als Souvenir.
Zunächst ging es zum Dr. Martin
Luther College. Es war geplant wor
den einige Nummern auf der neuen Pfei
fenorgel zu hören. Leider war Prof.
Reuter verreist und würben die Gaste
dadurch bieses Ohrenschmauses verlustig.
Das nächste Ziel waren bie Brauereien
und zwar über die Summit Ave. Die
Hauensteinsche Brauerei wurde zuerst in
Angriff genommen. Zunächst kam die
Schell'sche Brauerei, wo sich die Zei
tungsmenschen nicht satt sehen konnten
an dem Hirschpark und an die schönen
Anlagen. Ans der Rückfahrt wurde den
Zeitungsmenschen noch das neue Hos
pital, das neue Schulgebäude, die neue
Waffenhalle und der Residenzteil der
Stadt gezeigt.
I
Während die Herren sich nachmittags
(.mit den Geschäften der Sitzung ab
plackten, wurde ben Damen eine Boot
fahrt auf ber „Alcantatra" gegeben. Frl.
Allie Scherer war freundlich genug bie
Damen auf der Fahrt zu begleiten. An
walt Jos. A. Eckstein und Math. Peter
sen bildeten die Schiffsmannschaft.
Abends sechs Uhr versammelten sich
die Zeitungsleute, Mitglieder des Com
mercial Clubs und eine Anzahl Bürger"
im Turnsaal der Turnhalle zu einem
Bankett, das der Commercial Club zu
Ehren der Delegaten veranstaltet hatte.
Nachdem das vom Frauenverein servirte
Mahl eingenommen war, begann unter
dem Vorsitze von Capt. Albert Steinhau
fer als Toastmeister der Redeaktus. G.
A. Ottomeyer, Präsident des Commerc
cial Club, begrüßte als erster Redner die
Gäste und wies in feiner Ansprache auf
die mannigfachen Vorzüge NewUlms hin:
eine herrliche natürliche Lage, unterneh
mende Geschäftsleute, progressive Bevöl
kerung, welche dem Lande verschiedene
große Männer geliefert hatte. Herr
Ruane, Präsident des Verbandes der
Zeitungsleute, antwortete in einer länge
ren Ansprache und sprach den Dank an
New Ulm für die erwiesene Gastfreund
schaft aus. F. W. Johnson erwies sich
in seiner Ansprache als Humorist und
erzählte in launiger Weise eine Anzahl
Anekdoten, die deswegen von großen
Interesse waren, weil sie sich auf lokale
Personen und Verhältnisse bezogen. Ein
weiter Redner war John D. Deets, der in
interessanter Weise den Einfluß der
Presse hervorhob.
Höchst interessant weil neu war für die
Besucher die origenelle Art der Aufwart
ung und Bedienung beim Festessen. Et
wa 40 junge Damen marschierten bei
den einzelnen Gängen unter Musikbe
gleitung von der Küche in den Festsaal
mit den beladenen Präsentiertellern und
ihr jedesmalige Erscheinen rief begreif
licherweife großen Applaus hervor. Die
Musik wurde vom Turnhalle Orchester
geliefert.
Nach Beendigung des Banketts fand
im Turnerpark ein Konzert durch die 2.
Regimentskapelle statt, wobei Turnlehrer
Hein mit der Zöglings,-Damen- und
Aktivenklasse eine Anzahl äußerst beifäl
lig aufgenommener turnerischer Num
mern vorführte. Dem Parkkonzert
wohnten viele Bürger mit ihren Familien
?v'
01*4*,(4fkJ ***%"&>
»wr»*£ «ess- Jvffr
Mittsommer Convent der Zeitnngs
leute des S. Congretz-Distrikts.
'J£a^lF^
bei, da das Wetter für solche Gelegenheit
sehr günstig war. Speeiell von den
Musiknummern hervorzuheben ist die
„Schmiede im Walde" welche mit einem
daeapo beehrt wurde.
Die Arrangements für die erfolgreich
durchgeführte Konvention lagen in den
Händen von Capt. Steinhäuser von der
Review und Phil. Liesch vom Journal.
Die beiden Herren wurden von dem Co
mercial Club in der besten und uneigen
nützigsten Weise unterstützt. Die Witt
terkontientioA findet in Mapleton statt.
Abends an der Battkettafel wurden
Beschlüsse. angenommen in welchen der
Dank des Verbandes ausgesprochen wur
de für den herzlichen Empfang und für die
Zuvorkommenheit der Bürgerfchaft.
Speciell erwähnt wurde der Commercial
Club, die Eigentümer der Automobile
welche dieselben ben Gästen zur Verfüg
ung stellten, dem Turner Frauenverein
für das vorzügliche Bankett, die Eagle
Roller Mill für ihr freundliches Ent
gegenkommen, dem Turnverein für die
Turnernummern und den hiesigen Zei
tungsleuten für ihre Bemühungen den
Aufenthalt der Federhelden so angenehm
wie möglich zu gestalten.
Der Turnsaal war höchst schmackvoll
in grün unb gelb beforirt. Die Frl.
Wanba Gag unb ihre Schwestern, Frl.
Rodsebud Engel, Frl. Olita Niemann,
Frau Alfreb Schroeck, Frau Henry
Engel unb Herman Hein besorgten bie
sen Teil der Arbeit und verdienen unge
teiltes Lob für die geschmackvolle Deko
rationen.
Betchmamt Block Verkauft.
Am Samstag bekam der Beußmann
Block wiederum neue Eigentümer. Der
letzte Eigentümer Emil Metzinger, ver
kaufte denselben an die State Bank und
Hugo Schleuder, die jetzigen Inhaber.
Herr Schleuder erhielt seinen Teil des
Gebäudes für $7000 und die State
Bank bezahlte $11,000 für die Ecke.
Unruhen in der Wollachei.
Die Nachrichten vom europäischen
Kriegsschauplatz traten letzten Donners
tag auf einige Augenblicke zurück, als ein
fleiner Kriegsfall aus der New Ulmcr
Wallachei vor Richter Henning fen ver
handelt wurde. Joe Reloitzer hatte mal
wieder etliche Tage hintereinander zu
viel getrunken und belästigte in trunke
nem Zustande Frau und Kinder. Um
sich selbst zu schützen, mußte die Frau
polizeilichen Schutz anrufen und Joe
wurde in Sicherheit gebracht. Stadt
richter Henntngfen belegte ihn mit einer
30tägigen Gefängnisstrafe und unter
stützte das Verlangen aller Beteiligten,
besonders das Rewitzer's, daß letzterer
nach der staatlichen Anstalt für Trunk
süchtige nach Willmar geschickt werden
sollte.
Befürwortet Sparsamkeit.
Die Natiottal-Hausfrauenliga hat an
alle Mitglieder int Gebiete der Ber. Staa
ten die dringende Aufforderung gerichtet,
mit ihren Familien während des Dauer
des Krieges in Europa so sparsam wie
möglich zu leben, weil im anderen Falle
die Lebensmittelpreise stark steigen wllr
den und dadurch große Not unter der
weniger bemittelten Bevölkerung vor
gerufen werden konnte.
Frau Maria Lowasy
Empfiehlt sich als eine geprüfte
a
Umgezogen von 202 Süd-Minnesota
straße zu No. 316 Süd-Minnesatastra
ße. Telephone 922. New Ulm
Minnesota.
Dated at New Ulm, Minn., July 24th A. D.
1914. By the Court,
(SEAL.) GEO.ROSS,
31 33 Judge of Probate..
Die Cottonwood Mühle ist
man klein
aber Oh Meii.
Sie hat Kapazität genug um die größte Faik.^
lie zu versorgen mit Folgendem:
Benhin Best
ein No. 1. Weizen Mehl
Bentzin's Deutsches Roggenmehl
gerade wie in Deutschland
Bentzin's Graham
Bentzin's Kom Mehl
Bentzin's „Mhole Wheat"
Bentzin's „Breakfast Food^
So seid ohne Sorge, daß mir
nicht genng fabrieiren können.
John Bentzin
Kommt nach
N
Dr. I. E. Dor an
Specialist
I
Grand Hotel
Freitag, 28. August, IM
und bleibt hier
Nur einen Tag
Von 9 Uhr vorm. bis 5 Uhr abends-
Offeriert seine Dienste Frei.
Dr. Doran, vom Staate Minneso?^
lizensiert, für Behandlung aller Arten
Deformitäten und aller Nerven- und
chronischen Krankheiten von Männern,^
Frauen und Kindern, offeriert während
seines Hierseins in New Ulm, allen
welche ihn besuchen, seine Dienste, Un
tersuchung und Rat frei,, außer der Medi- 1
zin. Alles, was für' diese wertvollen
Dienste verlangt wird, ist, daß jede be- I
handelte Person, die erzielten Resultate
Freunden und Bekannten mitteilt, uns I
damit den Beweis liefert, daß jeder
Kranke in jeder Stadt, durch die Be
Handlung Dr. Doran's eine annähernde
Zusicherung der Heilung hat.
Nach seinem Behandlungssystem ist
keine Operation für Appendizitis, Gal
lenstein, Geschwüre, Kropf oder gewisse
Formen von Krebs notwendig.
Krankheiten des Magens, der Einge
weide, Leber, des Blutes, der Haut, der
Milz, Nieren oder der Blase, katarrha
lische Taubheit, Rheumatismus, Scip
tica, Malaria, Bettnässen, Geschwüre v,
den Beinen, schwache Lungen, überhaupt
Leute mit chronischen, eingewurzelten
Krankheiten, sollten nicht versäumen,
vorzusprechen.
Habt Ihr Nieren oder Blasenleiden,
dann bringt eine zwei Unzen Flasche
Eueres Urines zur Untersuchung.
Was immer Ihr für Beschwerden^
habt, was immer Euch andere gesagt
haben, was immer Euere Erfahrungen,
gewesen sein mögen mit anderen Aerzten^
es wird zu Euerem Vorteil sein ihn so
fort zu konsultieren. Das bedenkt eV
für allemal. Ist Euer Fall unheilbar,
so wird er Euch solchen Rat erteilen, der
Linderung der Leiden verschafft. Schiebt
diese Pflicht, die Ihr Euch selbst, Euren
Freunden und Bekannten schuldet, und
die Eurer Krankheit wegen leiden, nicht
auf, da ein Besuch gerade zu dieser Zeit
die Krankheit aushalten und euer Leben
gerettet werden kann.
1
Bedenkt, diese freie Offerte gilt für
einen Tag nur.
Verheiratete Frauen müssen in 58e-*.',
gleitung ihrer Männer und minderjäh
rige Kinder mit ihren Eltern kommen.
Dr. I. E. Doran
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Ledger and H. W. Haislet of Butterfield,
with Mrs. Haislet and son, Miss Han
son, Miss Mace and Mr. T. B. Sar
gent, Phoenix, Ariz. The Monotype
machine company were represented by
Mr. Lundeen, of Minneapolis and the
Linotype people by Mr. V. Renz. All
the local editors were present.
STATE OF MINNESOTA,
County of Brown, $"•
In Probate Court.
1 Special Term July 24th 1914
In the Matter of the Estate of Georeo
Dusel, Deceased. jT
Whereas, an instrument in writing," purpoKy
to be the last will and testament of George
Dusel, late of said county, has been ae
liverea to this court
And Whereas, Albert Steinhauser bas filed
therewith his petition, representing among other
things that said George Dasei died in
said county on the 22nd day of April A. D. 1914
testate and that said petitioner is the' sole
executor named in said last will and testament'
and praying that said instrument may be ad'
mitted to probate, and that letters testamentary
be to him issued thereon
It is Ordered, that the proofs of said instrument
and the said petition, be heard before toteCourt
at the Probate Office in the Court Home in the
City of New Ulm, in said County, on the 24th dav
of August A. D. 1914, at 10 o'clock in the for^
noon, when aU concerned may appear and con
test the probate of said instrument.
And it is further ordered, that public notice, c
the time and place, of said hearing be given to
all persons interested, by publication of a copy
of this order for three, successive weeks previous
to said day of hearing in the New Ulm Post
»weekly newspaper printed and published at the
City of New Ulm, in said county.
Bitte Telephone No. 4
Milling Co.

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