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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, August 14, 1914, Image 9

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Im Zweifel.
s^r- WKZ^K
A I
dumm, mit'm Hund spazieren zu ge
hen. Nun weiß ich nicht, -gelten
die bewundernden Blicke der Damen
mir oder dem Hund.
S
Polizisten, der einen vermeintlichen
Hochstapler eingesperrt hat): „Schaut
er denn auch genau so aus, wie im
Steckbriefe steht?"
Polizist: „Na genau so grad
net aber er ließe sich so zusam
menrichten!"
Ein lieber Kerl.
Beim Schwanen habend mich her
stus geschmissen jetzt gehe ich zum
blauen Affen. Wenn die mir aber da
nichts mehr einschenken, gehe ich nach
Haufe und lasse an meiner Alten
meinen Zorn .a
A a
a
statter): „Haben Sie sich schon das
Eisenbahnunglück angesehen?"
„Nein! Ich habe keine Zeit, ich
muß erst einen Bericht darüber schrei
Ben!"
Zwei Fragen.
W a a
wenn ich vorbeigehe?"
Junge: „Warum geh'n Sie denn
vorbei, wenn ich lache?"
W a
um ist denn der Redakteur Elsner
jetzt immer so ungehalten?"
„Jedenfalls, weil es seine Zeitung
mtch ist."
W a
„Weißt Du schon, Schulzes im vier
ten Stock wollen die frei werdende
erste Etuge mieten."
Frau: „Die sollen nur nicht zu
)och hinaus wollen."
Unter Freundinnen.
A a aß
mein Verlobter wunderschöne Lippen
hat?
Else: Gewiß, und sie sind so
weich und warm!
A E
Stotterer kam eines Nachts sehr
spät nach Hause, ^us der Dunkel
heit schallte ihm seines Weibes Stim
me entgegen:
„Wie spät ist es?"
„Es ist g—g—g—-gra—de eins."
stotterte er. In den: Augenblick
schlug die Wanduhr in hastiges
Schlägen vier.
„Hast du gehört?" fragte sie scharf.
„Aber t—t—teures Weib",^ erwi
derte er, „d—d—du mußt die Uhr
recht versteht:. Sie fch—fch—stottert
auch!"
Am hauslichen Herd.
„Das ist für unser Nachtmahl be
stimmt... wird das nicht zu wenig
sein, liebe Elvira?"
„Du g'fällst mir! Woran soll ich
denn sparen für die ganzen Festlich
keiten in diesem Monat, wenn nicht
am Essen?!"
I
„Landschaft" eines realistischen Ma
lers betrachtend): „Entschuldigen Sie,
ist das Tier hier ein Schwan oder,
ein Schwein?"
a A I a
be mir jetzt einen dienstbaren Geist
angeschafft."
B.: „Sonst haben Sie ja auch kei
nen."
W a a
die, die die Parkanlagen beschädigen,
anzeigen, erhalten 10 Mark Beloh
nung. Der Bürgermeister.
A. (in der Zeitung lesend): „Nie
derträchtig! Da ist gestern einer we
gen Kreditschwindelei zu drei Mona
ten Gefängnis verurteilt worden, der
genau so heißt wie ich. Jetzt wird
natürlich alle Welt glauben, ich sei
das!"
B.: „Unsinn! So weit man Sie
kennt, weiß doch jeder Mensch, daß
Sie nichts gepumpt kriegen!"
1
1
a E A
ich gestern in sternenheller Nacht vom
Wirtshause heimgegangen bin, sah
ich gleichzeitig zwei Sternschnuppen
fallen!"
Zweiter Herr: Das läßt aber tief
blicken!"
Ein Brandstifter.
„Ei, sieh-da, mit Monokel?"
„Ja, seit gestern. Kolossaler Ein
druck! Wirkt auf Meiberherz wie
Brennglas!"
A a n-
Hausarrest.
a a
dam, ich möchte auch mal wieder für
einen Sonntag um Ausgang bitten."
a
dam: „Gibt's rttch ich geh' selber
aus! Und überhaupt, so lange Sie
noch mit den Kerls in der Kaserne
liebäugeln, kommen Sie mir nich
mehr aus dem Hause!"
W a a
„Du bist ja nicht zur Wahl gekom
men? Schäme dich!"
Arzt: „Lieber Freund, ich habe
mehr getan als du. Ich habe zehn
Patienten der Gegenpartei das Aus
gehen verboten!"
Die Mauser.
Die Unschuld vom Lande.
lylm'"
UM -WW
dem Töpfermeister die Schreckensbot-!
schaft mitteilte, stand er da wie ge
bmt laeläbmt). e: Karl, fett wir verheiratet
a t- a
lich gehört zum Wesen des „großen
Unfugs", daß damit eine Bel sti-'-. ffr: ^e nun. Mann und Wetb
gung (Belästigung) des
Publikums
verbunden ist." an sich selbst denken.
Der Hauptmann spricht zum neu
angetretenen Burschen: Geh' zu mei
ner Frau und sag' ihr, ich würde je
densalls heute nicht zu Tisch kommen
sollte es aber möglich sein, so würde:
ich telephonieren.
Der Bursche entledigt sich des Aus
trags folgendermaßen: Der Herr
Hauptmann läßt der gnädigen Frau
sag'n, zu Tische wärd er wohl heite
nich komm', wenn's aber meeglich
wäre, wollt'r 'n Teller voll Nieren!
'T IM*
mi,
Zu dem Winterschnee stand das
Rotblond der Haare ganz gut zu
dem Frühlingsgrün werde ich Blau-
schwarz wählen.
a n-
iter begleitet seinen Kanzleichef, als.
dieser das Bureau verläßt, zur Trep
pe, gleitet aus und kollert die ganze
Stiege hinab. „Ach Herr Doktor,"
meint er dann verlegen, als ihm die-!
jet sein Bedauern über das Malheur
ausspricht, „das hat ja nichts zu sa
gen, ich hatte mir ja doch sowieso
vorgenommen, Sie hinunterzubeglei-1
ten." I
S
Meester, Ihre Bratwürsteln sind jetzt
aber schrecklich kleene mir is gestern
abend en Zimmerherr nach'm fünf
ten Püure verhungert."
Er hat recht.
und man soll ntcht zu vl«!
Rechtsirrtum.
^Eine junge Lehrerm wird mit ih
ren Rangen nicht fertig und kommt
mit dem männlichen Kollegen der
Nachbarklasse überein, daß sie ihm
.die größten Missetäter zur nachdrück
lichen Bestrafung schickt.
Um 11 Uhy klopft es an die Klas
sentür des Lehrers. „Komm nur
herein, mein Junge", sagt der Leh
rer, legt ihn übers Knie und klopft
ihm die Keulen weich.
„Nu, willst du noch etwas?" fragt
er, als der Junge nach der Exekution
noch stehen bleibt.
,,Ja, Herr Lehrer das daZ
Fräulein läßt um etwas Kreide bit
ten!"
Ausreden lassen.
S S
ster, welcher ihm soeben einen neuen
Anzug gebracht): Die Rechnung ha
ben Sie wohl auch gleich mitgebracht?
S
hier ist sie.
S W S aß
jtch Ihnen den Betrag ganz oder ra
tenweise
S O
ganz nach Ihrem Belieben.
S
a O
einem Jagdgast, der als großer
Duellsreund bekannt ist, als er bei
nahe durch Unvorsichtigkeit angeschos
sen worden wäre: „Ja, hier
heißt's acht geben, ... das ist nicht
wie bei einem Duell!"
Ter moderne Bettler.
A S
I höflichst, wenn ich mir gestatte, Ihnen
mit einigen Worten zu erklären, was
mich dazu getrieben hat, die Mildtä
tigkeit meiner Mitmenschen in An
spruch zu nehmen. Vielleicht Haben
Sie davon gehört, daß bei dem gro
ßen...
ren Sie aus das fehlte noch, wenn
jetzt die Bettler auch anfangen, Re
den zu fchNMNgeu.
E A
legenheit. Vor einigen Tagen
wurde der Stationsvorstand einer
abgelegenen russischen Eisenbahnsta
tion von einem durch den Hunger
kühn gewordenen Bären angegriffen.
Der erschreckte Assistent lief in aller
Eile auf das Telegraphenbureau und
meldete:
„Eben frißt Bär Stationsvorstand
auf. Bitte um Instruktion."
Eine bekannte Persönlichkeit.
a S
ich Sie treffen! Und wieder ohne
Ausweispapiere?
W A a
Piere? Mich kennen doch längst alle
^chandarm' persönlich.
O
„Herr Meier, die Geschichte, die Sie
eben erzählt haben, yaben Sie schon
'mal zum Besten gegeben. Bringen
Sie 'mal ein neues Thema auf die
Tapete."
a a
,,'ne Wasserleitung wollen sie bauest na, das fehlte grade! Man
will doch auch mal 'ne Seele treffen, tritt der man sich aussprechen kann!"
A a I I
Orte laufen aber die Bauern verwil
dert und unrastert herum?"
Schulze: „Ja, die haben am letzten
Kirchtag den Bader geprügelt, und
nun getraut sich keiner zu thtni"
S
schreibend): „Otto saß in tiefe Ge
Sanken versunken am Schreibtisch und
kaute an der Schreibmaschine."
S a A
(der mit feinem Fahrzeug auf den
Misthaufen eines Bauernhofes gera
ten ist): „Was, zehn Dollars Scha
denersatz beanspruchen Sie aber
wofür denn?"
Bauer: „Moane Sie vielleicht,
laß mir mein' schön' Misthaufen um
sonst mit Gasolin verpesten?!"
„Ich denke, ich nenne mein Bild:
„Jagd nach dem Glück" .... was
meinst Du?"
Naturalist: „Ich würde vorziehen:
kSaujagd"."
aß a a
(im Theater): „So ein fades Stück
nicht ein einziger Leutnant kommt
drin vor!"
a e
fer Brief Goethes ist woh! sehr wert
voll?"
Antiquitätenhändler: „Jawohl, sehr
wertvoll, denn er ist nur in zwei oder
drei Exemplaren vorhanden."
Danke für Obst.
a a a
die bewußte Dame abzuholen... aber aus einer Heirat mit derselben kann
nichts werden!"
a N a S a
A a a
A a N
lieber Mann, in diesem blauen Klei
de kann ich nicht mehr gehen, das
paßt gar nicht zu der, frischen Grün
der Bäume!"
Gatte: „Da kann ich leider nichts
tun. Ich kann Deines Kleides we
gen die Bäume doch nicht blau an
streichen lassen."
Ironie des Schicksals.
a st: „Der Antialkoholverein besteht wohl nicht mehr?"
Wirt: „Nein, der hat sich aufgelöst. Nämlich der Kassierer hat die
Vereinskasse verkneipt!"
a S
W A a
dettn der Arzt nun von Deinen Zahn
schmerz befreit?" V.: „Gott sei Dank,
ja. Und es war gar nicht so schlimm,
wie ich befürchtete, ich wurde den
Schmerz schmerzlos los."
Ehelicher Zwist.
Er: „Füge Dich, wir sind nun 'mal das stärkere Geschlecht! Ihr seid
dafür das „schönere" d. 6. manchmal ooch nich!"
Sie: „Und Ihr seid ooch nich immer das „stärkere"!"
S
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