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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, September 18, 1914, Image 6

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Monnement $2 per Jahr
tJnS Ausland, $2.50 mit Beilage, $3)
E* 3Tm Mm, Brown Co., Mnnesota
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Herausgeber: New Ulm Publishing Co.
\8. Sept., 1914-
ver-
DöutMand hat eine Schlacht
Branden Krieg noch lange nicht!
Griechenland hat England eine Flot
Änstatron eingeräumt. Neutralität
Scr alles.
Dtch Deutschland zu einem ehrenvollen
Frieden bereit ist, glauben wir gern. Zu
Lviem „faulen Frieden" nie!
In Ost-Afrika haben die Deutschen
We Offensive ergriffen. Auch dort wird
MEhre der Flagge aufrecht erhalten.
Die Franzosen haben zwei Schwa-
Äwnen deutscher Kavallerie sämmtliche
Werde getödtet. Bon „Augenzeugen"
Erichtet. Wohl für ein Kinodrama?
Auf wehrpflichtige Militärpflichtige
stirb in Frankreich ein förmliches Kessel
treiben veranstaltet. Aus Hasen werden
se&er nimmer Krieger.
Die Russen sind auf deutschem Boden
mt als Kriegsgefangene willkommen.
Als ungebetene Gäste ist ihres Bleibens
memals lange.
Die Deutschen haben vor Paris 50
Geschütze erobert und mehrere tausend
Gefangene. gemacht. Da konnten sie
Ms schon erlauben, etwas zurückzugehen.
Sobald ein Tag vergeht ohne deutsche
Äffolge bricht hierzulande auch schon
Mwdenfrohe Deutschfeindlichkeit durch.
Sie können 'S eben nicht lassen.
Daß der Rückzug der Deutschen nur
ein. zeitweiliger war, scheinen selbst die
Femde- zuMgeben. Daher der schwer
Müthige Ton der „Siegesdepeschen".
Die Deutschen sollen an einem Tag
25 Meilen zurückgegangen sein. Und so
«inen haarsträubenden Blödsinn sollen
Mir glauben? Niemals!
In -Paris schreien sie schon wieder:
JlZachv Berlin! Nach Berlin!" Nur
Geduld Einer nach dem andern! So
cken hat Bülow 40,000 hingeschickt.
Israel Zangwill fordert die Juden
i&r Welt auf, den „Verbündeten" beizu
Achen gegen „das barbarische Deutsch
Smb". Von dem hatten wir so was
um wenigsten erwartet.
„Der Krieg hat vielversprechende Ge
legenheiten geboten, den Ruhm der
Kritischen Waffen zu mehren". Also
Jord- Kitchener. Ja, warum haben sie
Nun. diese Gelegenheiten nicht benutzt?
Der Londoner Zensor hat die De
Mchen,l aß De tschland 200,000 Kriegs
gefangene gemacht hat, unbeanstandet
Uirchgelassen. Das beste Zeichen, daß
Ne Mhl nicht übertrieben ist.
Ein Volk, das um seine Selbststän
Ugkeit kämpft, läßt sich durch einen Rück
Wag nicht entmuthigen. Besonders
Lht, wenn, es bisher auf allen Fronten
Hegreich.' gewesen.
Die Monarchen der kriegführenden
Mnder si td sammt und sonders ver
Mwüg.ert und versippt. Nach dem
Kriege, haißt's wieder „Mein theurer
Vetter.!"
Frankreich und England protestiren
dagegen, daß die Besatzung des Rothe
MMlz-Schiffes zum Teil aus Deutschen
Ästcht. Franzosen und Engländer dür
,99$: dabei sein.
Ueber die Heldenthaten des englischen
Hilfskorps werden spaltenlange Berichte
erbracht so nebenbei fällt ab und zu auch
«n Wort für die Franzosen ab. Dafür
sie es, die am schwersten getroffen
ZKrden.
Inzwischen sind auch die Musethiere
9tot Lousiana gegeneinander ausge
Dmdeu. Der Oberst mit seinen Rauh
»Sern ist dazwischengesahren und hat sie
wieder zusammengewettert. Dem Frte
ght ist wohl kaum zu trauen.
Ungehobelte Leute, diese Deutschen im
Kriege. Fangen schon Morgens um 4
Uhr mit ihrem Geschieße an und stören
Hie armen Franzosen und Engländer im
Mönsten Schlummer. Auf diese W(t
macht ja der ganze Krieg keinen Spaß
Na, jetzt sagen die englischen Berichte
Wsst deutschen Soldaten schon nach, sie
Men betrunken in die Schlacht und
alle Mannszucht verloren. Sie
Wten doch bedenken, daß über solche
Trusen zu siegen, kein Ruhm ist, von
besiegt zu werden aber mehr als
Schande.
Also Friedenskongreß zum Zwecke
Ätzemeiner Abrüstung und Gründung
tzbn Vereinigten Staaten von Europa!
verlangen jetzt gewisse Leute allen
Enstes. Gegen die Abrüstung läßt
U# viel einwenden man ist ja eben
iabeL Mit den Vereinigten Staaten
von Europa hat es aber doch noch gute
1
S
äk*
^lii'tTfi -n"
Wahrheit wird siegen.'
Deutschlands Feinde, welche emzu
sehen scheinen, daß sie dem alten Vater-
rnde
nicht mit militärischen Waffen
beizukommen vermögen, nehmen nun
immer mehr zu anderen Waffen Zuflucht,
um Deutschlands Ansehen bei der
übrigen Welt zu schädigen.
Mit unverschämter Dreistigkeit und
niederträchtiger Beharrlichkeit behaupten
sie nun, daß Deutschland und auch seine
Verbündeten, die Oesterreicher, zu mit
telalterlichen Kriegsgreueltaten zurück-
kehren, daß sie morden, rauben, sengen
und plündern, daß Frauen und Kinder
von den deutschen Soldaten auf grau
fame Weise ermordet und hingeschlachtet
werden und daß die Deutschen und
Oesterreicher alle Regeln moderner
Kriegsführung unberücksichtigt lassen.'
Nicht nur Franzosen, Engländer und
Belgier stellen diese" schändlichen Be
hauptungen huf, sondern sogar die
Serbier, jene Mordbuben, deren Thron
von Blut trieft und deren Regierung
wegen des blutigen Königsmordes in
Belgrad lange Zeit von den übrigen
Mächten nicht anerkannt wurde. Die
selben Mordbuben, welche nun England
und Frankreich, die an der Spitze der
Civilisation zu marschieren behaupten,
zu ihrem Verbündeten gemacht haben,
unterstehen sich, solche niederträchtigen
Verleumdungen gegen das Eulturland
Deutschland zu verbreiten und die un
ehrliche englische Hetzpresse schämt sich
nicht, diesen Lügenberichten durch weitere
Eirkulation den Stempel der Wahrheit
aufzudrücken, obwohl sie in ihrem In
nersten, wenn sie wirklich ein Gewissen
hat, was man ihr aber nachgerade ab
sprechen muß, davon überzeugt ist, daß
diese Gerüchte auf gemeiner Erfindung
beruhen. Deutschland und Oesterreich
haben einen schweren Stand, da sie sich
äußer gegen eine Uebermacht des Feindes
auch gegen diese Verleumdungen zu
verteidigen haben. Aber dessen unge
achtet wird und muß schließlich die Ge
rechtigkeit und deutsche Tatkraft trium
phireti und die Wahrheit wird glänzend
siegen.
An deutschem Wesen
wird die Welt genesen.
Gauner legt Geschäftsmann 'rein.
Ein ganz geriebener Gauner war hier
am Sonntag an der Arbeit und es gelang
ihm den bekannten Schankwirt Jacob
Fritz 'reinzulegen. Er kassierte dort
selbst drei Shecks im Betrage von $3, $9
lind $15 ein welche auf den Namen W.
Martin, Tagelöhner bei der American
Construction Co., ausgestellt waren
und aus der Brwon County Bank
zahlbar waren. Entweder hat Martin
die Shecks verloren oder dieselben sind
ihm einfach gestohlen worden. Ein
Bankwechsel im Betrage von $19 war
ihm auch abhanden gekommen. Herr
Martin benachrichtigte die Bank sofort
von seinem Verluste und als die Shecks
dort zur Zahlung vorgelegt wurden,
weigerte sich die Bank dieselben zu
honoriren. Martin hat also nichts
tetibren, Fritz jedoch hat einen Verlust
von $27 durch diese Geschäftstransaktion
zu verschmerzen. Die Polizei wurde
sofort in Kenntnis gesetzt wird aber
schwerlich des Gauners habhaft werden.
Schattenbäume von Raupen bedroht.
Als vor einigen Tagen Frl. Georgia
Paddock, Lehrerin an der Hochschule
und dortselbst Zoologie lehrt, längs der
State Straße ging, bemerkte sie die ge
fürchtete Tussock Motten an einer
ganzen Anzahl Bäumen. Dies ist die
selbe Motte welche in Salem, Mass. die
ganzen Schattenbäume jener Stadt
ruinirte. Bäume über 100 Jahre alt
mußten abgehackt werden.
Es liegt im Interesse sämmtlicher
New Ulmer dafür zu sorgen, daß diese
Pest nicht überhand nimmt, und daß
die Raupen die jetzt vereinzelt auftreten
vernichtet werden. Diese Raupen sind
schwarz und gelb gestreift und haben
rote, mit zwei schwarzen Haarbüscheln
versehene Köpfe, sowie 4 weiße Haar
büschel auf dem Rücken und einen großen
Haarbüschel hinten.
Die Kokons in welche sich diese
Raupen einpuppen sind weiche, weiße,
seidenartige Massen, die sich unter
größeren Stücken von Baumrinden ver
steckt finde i. Am häufigsten kommen
sie an Ahornbäumen, Ulmen und Birken
vor. Die Eiermassen sehen aus wie
verhärteter weißer Schaum und befinden
sich auf manchen der Kokons. Eine
gründliche Untersuchung sämmtlicher
Schattenbäume sollte sofort vorgenom
men und all dies Ungeziefer vernichtet
werden.
Der Jahreskonvent des D. R. K.
Staats-Verbandes und des D. R. K.
U. von Minnesota welcher nächste Woche
in Ehaska tagt, wird vom hiesigen St.
Josephs Vereins von folgenden Dele
gaten beschickt werden: Willibald Eib
ner, Alex Ranweiler, Andreas Amann,
Geo. Henle, Anton Pillmeyer, Rud.
Marti, Frank Wendinger, Ath. Henle,
Jos. Wiltscheck, Fidel Schneider, John
Henle, F. W. Eibner, Jos. I. Dietz,
W. I. Julius, Peter Sprenger und
And. I. Tauer. Am Sonntag, den 27.
September wird ein Excursionszug nach
der Feststadt abgehen über die M. :c..
St. L., und New Ulm um 1-2 8 Uhr
verlassen.
Im engsten Familienkreise feierte
Sonntag Waisenrichter George Roß
seinen 61. Geburtstag. Zu der Feier
waren Herr und Frau Alfred E. Bigot
von Springfield erschienen.
1
Für das Deutsche
Eine grausam schwere Stunde ist über
das Deutsche Vaterland hereingebrochen
Eine Welt in Waffen, Rußland,
Frankreich, England, Belgien, sind gegen
das Deutsche Reich aufgestanden.
Im tiefsten Frieden, mitten in der
Arbeit an der Mehrung und Behütung
seiner Kulturgüter ist Deutschland ge
zwungen worden, das Schwert zu er
greifen und sich zur Wehr zu setzen gegen
die Feinde, die ringsherum bedrohen.
Es gibt in dieser tiefernsten Stunde,
wo Deutschland'um seine Existenz als
Volk und Großmacht kämpft, keine
Parteien mehr, man kem nur Deut
sche keine Standes- und Kons es
si «-Unterschiede existieren. Wie ein
Mann gehen die Deutschen Wehrmänner
mit ihrem Kaiser, dem obersten Kriegs
herrn, durch Dick und Dünn, durch Not
und Tod.
Die Wehrmänner, die jetzt aus
ziehen, das Vaterland zu verteidigen,
sind zumeist ganz plötzlich aus ihrer
Familie und von ihrer Arbeitsstätte
fortberufen worden. Sie haben keine
Zeit gehabt, noch an die Versorgung
von Weib und Kind zu denken, und
Unzähligen von ihnen fehlte auch jede
Möglichkeit, ihre Lieben gegen die
schlimmste Not zu sichern. Wir alle
wissen, daß in dieser Stunde Hundert
tausende von armen Frauen sich angst
voll fragen, wie sie den Hunger ihrer
Kinder stillen sollen.
Jeder deutsche Patriot und hierzu
zählen von jeher stets die Millionen von
Deutsch-Amerikanern in der fernen neuen
Heimat, haben heute die Pflicht, den
mittellosen Familien der im Felde
kämpfenden Vaterlandsverteidiger hilfs
bereit beizustehen. Das ist Menschen
Pflicht und Patriotenpflicht. Die Män
ner, die den Feind von den deutschen
Grenzen zurücktreiben sollen, werden dort
draußen mit freierer Seele ihr Leben
für den Sieg einsetzen, wenn sie erfahren
werben, daß das Weib und die geliebten
Kinder baheim nicht bem Elend preis
gegeben finb.
Wir veranstalten eine
Sammlung für die bedürftigen Frauen
und Kinder der im Felde stehenden
Vaterlandskämpfer!
Jebe Gabe und sei sie noch so gering,
hilft ber edlen Sache unb ehrt ben Geber.
Sämtliche eingehende Spenben ge
a a
Kren z", Berlin, zur Verteilung.
Ihr Deutsche, bie Ihr im fernen
Amerika Eure treue unb hingebende
Liebe zum alten Deutschen Vaterland
im Herzen bewahrt habt,
Berlin, Germans
Dampfpflug an der Arbeit.
Seit Bestehen der Stadt hat die
Minnesotastraße noch nie so trostlos
ausgesehen wie gerade jetzt. Seit un
gefähr einer Woche sind die Contrak
toren welche den Pflastemngscontrakt
haben dabei, die Straße abzugraben, so
daß sie überall die richtige Höhe hat ehe
mit dem Legen des Pflasters begonnen
werden kann. Diese Arbeit wird mit
Dampf verrichtet. Eine Drefchloko
mobile zieht einen Dampfpflug welcher
den Boden aufpflügt und den aufge
worfenen Grund mittels eines Elevators
auf einen Wagen abladet der neben dem
Pflug herfährt. Die Arbeit ist höchst
interessant. Ende der Woche werben
sie voraussichtlich mit dieser Arbeit
fertig sein und dann wird mit der Basis
von Konkret angefangen. Hundt
von Ladungen von Kies sind bereits für
diesen Zweck in der Nähe des Merchants
Hotels aufgestapelt. Dienstagmittag
streifte diese Maschine B. Essers Auto
mobil welches an der Ecke von Minne
sota und Centerstraße stand und richtete
am Dach desselben einen geringen
Schaden an.
Im Silberkranze.
Anläßlich ihres 25. Hochzeitsjubi
läums atrangirten Herr und Frau
Anton Brand in ihrer Wohnung in
Town Milsord letzten Sonntag eine
Hochzeitsfeier welche einen höchst an
genehmen Verlauf nahm und wobei sich
Alt und Jung köstlich amlisirte, die
Alten in geselliger Unterhaltung und
zum schönsten Bunde des Lebens.
w.
An die Amerikanische Presse!
/Mir ersuchen die Amerikanische Presse
und die Amerikanischen Bürger recht
vorsichtig in der Verbreitung von Kriegs
Nachrichten zu sein, da nicht alle Glaub
Würdigkeit verdienen, die zur Zeit in den
Verewigten Staaten über den gegen
wärtigen Zustand in Deutschland ver
breitet werden.
Die Stadt Berlin ist absolut ruhig,
Lebensmittel-Preise sind normal Aus
ländet, insbesondere Amerikaner, ge
nießen weitgehendsten Schutz seitens der
Behörden und der gesamten Bevölkerung.
American Association of Commerce and
Trade zu Berlin.
Meine Gabe an Deutschland.
Und jenes Land sollt' treulos ich vergessen,
Wo einst die Mutter mir das Leben gab.
Wo ich ttu* Vaters Knie so gern gesessen,
Das Land, das schirmimt meiner Eltern Grab
Im Glücke könnt lch's stolz die Heimat nen
nen,
Und nun im Unglück sollt' ich sie nicht ken
nett?
Wenn fremder Haß auch roh' das Urteil
spricht,
Der Deutsche fürchtet solchen Machtspruch
nicht.
Mußt' ich aus Anuut einst die Stätte meiden,
Nahm ich aus Not den Wanderstab zur Hand,
Und mußte ich gleich gar manche Unbill le
den,
Und.fand ein 'im im fernen, fremden Land:
Das tiaute ^ild wohnt unentwegt im rzen
Sah meine Freuden, teilte meine Schmerzen,
Wenn Ditterke gar oft das Herz empfand,
Stets liebt' ich noch das teure Heimatsland.
Und als sie alle drüben mir genommen,
Und einsam nun ein alter Streiter stund,
Da war'S doch, schien das Herz gleich sehr
klommen,
Als ob vor Schmerz ausspräche leis der
Mund:
Als Erbteil schütz die Gräber meiner Lieben,
So treu, rote ich fir heute noch geblieben,
Rührt frech ein steind dies hehre Erbteil an,
Dann, Heimat, steh auch ich noch meinen
Mann!
Der welsche Hahn bläht kollernd sich im
Westen,
Der russische Bär zeigt grim nig seine Tatz,
Deutschland und Oestreichs Edelsten und
besten,
Erlagen schon der grausen Päreuhuz.
Ein Wehruf hallt jäh durch die Herbstes
lüfte,
Dringt schaurig hin bis zu der Ahnen Grüfte:
Wach' auf mein Volk! £ie Flamme ist ent
facht!
„Schau, was Verrat und Haß zu stand ge
bricht!"
Als Oesterrnch's Herrscher, schier vor Gram
'!•. gebrochen,
Die Mörderband um Rechenschaft gefragt,
Und, ehe noch das letzte Wort gesprochen,
Der grimme Russe schon mobil gemacht:
Da rief die Bundestleu die deutschen Brüder,
Scharwenzelnd kam der feige Franzmann
wieder,
Selbst England hat, von Selbstsucht arg be
tört,
Das Freundschaftsband so schnell und frech
zerstört.
Mf Belgiens Feldern, wo vor 100 Jahren,
Weveitit sie standen, mutig, stark und treu,
Wkämpften jenes Usurpators Scharen,
.Her.detitsche Adler und ber britsche Leu:
Pa iboll'u sie heut im Waffengang sich
messen,
Wie ist die schwere Zeit so bald vergessen,
Anklagend bricht manch' Kriegers Augenlicht,
Den starren Blick zur Heimath noch ger cht.—
Columbia! Denkst Du noch jener Stunden,
Als Haus und Herb und Freiheit war be
dräut?
Sind gleich geheilt, vernaibt schon Deine
Hände!Mittwoch,
Aber!
Farmerei!apolis-St.
beschäftigt sich Herr Brand mit einer tember und Donnerstag, 8. Oktober
„Ditching" Maschine. verlassen werden. Diese Waggon gehen
Von den 10 Kindern welche der Ehe! ohne, Wechsel durch nach Los Angeles
entsprossen ist die älteste Tochter, Angela, über die Chicago und Northwestern
gestorben. Die anderen Kinder Eduard,! Linie nach Omaha, Missouri Pacific
Harry, Ben., Theodor, Joseph, Leona,
Margaretha, Regina und Leona welche
sich noch alle im elterlichen Hause be
finden, nahmen regen Anteil an der
Feier bei welcher die Eltern die Ehren
gäfte waren. Die Jubilare wurden
reichlich beschenkt und es wurde ihnen
das Versprechen gegeben, daß bei der
goldenen Hochzeit sich alle wieder ein-1 Adv. 37-38
finden würden.
4 *w
Wundtii,
Hat sich der Deutsche da oor'nt Kamps ge=
scheut?
N»iÄ kämpften da nicht Brüder den scher
Zunge:
„We sight mit Sigel!" Wützel, Schurz und
Bunge,
Und heute wird Dein Rechtsgefühl aekrä kt,
Wenn nur der Deutsche an die Mutter denkt?
Gewiß woll'u wir die Hände fromm erhe eit,
Wenn auch vor Jammer bald das Herz er
weicht,
Gott möge bald den edlen Frieden geben.
Nachdem Vermögen, das er stets darreicht
Doch denkt der Mutter, die euch auf den Ar
ine ii
Als Kindlein trug, und zeiget auch Erbar
men
Ach lindere Du der armen Waisen 9?ot,
Der Vater fand für's Heimatland den Tod.
Sept. 10,1914. Dr. M. Luther Eoltege.
Niedrige Ein Weg Kolonisten Fahr
raten und Special Durch Schlaf
wagen Exkursionen nach Cali
formen und Punkten an der
paeifischen Kü?e.
Vom 24, September an werden diese
niedrige Fahrrate Bittete täglich bis
zum 8. Oktober einschließlich über die
Chicago und Northwestern Eisenbahn
verkauft werden, eine ausgezeichnete Ge
legenheit bietend nach der paeifischen
Küste bittig und mit Comfort zu reifen,
junge Volk bei einem Tanzver
giuigen. Auch von hier wohnten einige in elektrisch beleuchteten Pullmann Tou
der Feier bei.
Der Hochzeitstag fällt auf den 27.
risten Schlafwagen.
Special Touristen Wagen Ex-
August, denn an diesem Tage im Jahre cursionen werden Minneapolis St
1889 reichten sich die Jubilare in der! Paul am Donnerstag, 24. September,
kath. Kirche in St. George die
30. September und Don-
nerdtag, 8. Oktober verlassen, durch-
eine Feier an dem Jahrestage paßte: fahrend ohne Wechsel nach Los Angeles
nicht und dieselbe wurde bis auf letzten über die Chicago, Union Pacific und
Sonntag verschoben. Seit ihrer Ver- Northwestern Linie durch Omaha, Og
mähru ig haben die Jubilare in West den, Salt Lake City nach Los Angeles.
Newton und Fairfax gewohnt und seit Special Touristen Wagen Exmr
etlichen Jahren auf einer Farm in sionen werden auch geplant welche Minne
Town Mitford. Außer der
Paul, Samstag, 26. Sep-
nach Kansas City und Atchinson, Topeka
und Santa Fe nach Los Angeles.
Für Schlafwagen Reservationen,
Tickets und genaue Auskunft wendet
Euch an die.Ticketagenten der Chicago
und Northwestern Linie oder schreibt H.
I. Wagen, General Agent, Winona,
Minn.
F. P. Starr, Agent.
Tel. 66.
-i.
DR. A. K. GRAVES,
Szene von "The Spendthrift.,
Eine New Aorker Gesellschaft gibe nächsten Sonntagabend im Turnhalle
Theater das landbekannte Stück „The Spendthrift" von Emerson Browne. Der
Inhalt des Stückes ist höchst interessant und großartig dramatisch ausgearbeitet.
IN lebhafter und realistischer Weise werden die häuslichen Wirren erzählt, die
durch die Verschwendungssucht einer jungen Frau entstehen und ihre Bemühungen,
dieselben zu lösen, daß ohne ihr Mann davon etwas erfahren soll.
Der Manager der Gesellschaft hat keine Kosten gescheut, die besten Spieler zu
engagieren und die schönsten Scenerien zu produzieren. Nächsten Sonntagabend,
20. Sept. in der Turnhalle.
Altsettler -Fest
Sonntag, den 20. September
im
Turner-Park
Unter den Auspizien der
Jungpioniere von New Ulm
und Umgegend
Die Redner sind: Capt. Albert Steinhäuser und der stellvertretende
Mayor, Theo. Mueller
Das ArrangementS'Romite hat reichlich für volkstümliche
Unterhaltung geborgt. Die 2. Reqimentskapelle lie
fert die inufti. Lffen wird im park serviert
Der Ueberschuß fließt i« den deutsch- oesterreich
ungarischen Rote Kreuz Fonds
mmmm
St. Paul Sunday Pioneer Press
Abonniert auf die „New Ulm Post"
V*
mkf.
mjmiMAmwjKXMMOi
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Europe
1
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Entered as second-class matter at the post
p& New Dim, Minnesota, under act of
r&is. March 3,1879.
Helft! Helft! Helft
Relief Committee
American Association of Commerce
and Trade
OF THE GERMAN EMPEROR'S
THE MOST DANGEROUS SPY IN, THE WORLD
who for nine years was the personal and most in­
timate spy of the German kaiser, will give the inskle history of the dip
lomatic .negotiations leading up to the horrible war now tearing
to pieces, in a series of articles to be published exclusively in the
This is another master stroke of newspaper enterprise—the kind .which
keeps the St. Paul Pioneer Press and Dispatch ahead of all other North
west newspapers.
A TRIAL SUBSCRIPTION WILL CONVINCE YOU.

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