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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, December 04, 1914, Image 1

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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lu-f
1
Stadtratsitzung.
In der am Dienstsgabend abge
haltenen regelmäßigen Sitzung des
Stadtrats wurde dem Municipal Weih
nachtsbaumkomitee dieErlaubnis erteilt,
den Weihnachtsbaum an der Kreuzung
von Minnesota und 1. Nordstraße zu
errichten-und der Stadtrat erklärte sich
bereit die Elecricität, Glühbirnen usw.
für diese Gelegneheit unentgeltlich zu
liefern.
Auf Gesuch von Capt. Edwin Juni
wurde der Machine Gun Co."„ die
Summe von $250 Miethe für ein
weiteres Jahr bewilligt.
Dr. Otto I. Seifert, Gesundheits
beamte, befürwortete die Anschaffung
von 12 Abfallbehältern ähnlich wie der
an der Groebner Ecke zu $6 das Stück
und der Stadtrat genehmigte sie ohne
Discussion. Der Gesundheitsbeamte
machte dem Stadtrat die
Mitteilung,
daß es notwendig geworden sei, den
Brunnen im östlichen Teil der Stadt zu
schließen weil eine Analyse des Wassers
das Vorhandensein von Unreinheit in
gefährlichem Maßstäbe vorhanden sei.
Er berichtete ferner, daß einige der
Privatbrunnen vom staatlichen Gesund
heitsrat condemnirt worden seien.
Stadtanwalt Somsen berichtete, daß
der Kauf von Lot 4 Block 104 Nord
abgeschlossen und daß die Uebertra
gungsurkunde von Henry Steinhauser
an die Stadt bereits eingeschrieben
worden sei. Dies gab Anlaß zur Be
sprechung des Baus einer zweckent
sprechenden Stadthalle. Wie sich die
Stadtväter ausdrückten dürfte dies in
Bälde geschehen. Ueber die Bonds
wird höchstwahrscheinlich in der Früh
jahrswahl abgestimmt werden.
Der Contrakt für Jnstallirung der
Heizeinnchtung-im Feuerhaus No. 3
wurde an Chas. Emmerich für die Sum
me von $194 vergeben. Das einzige
andere Angebot von P. W. Soukup
war $2 höher. Die New Ulm Roller
Mill Co. wird den Dampf für $30 pro
Jahr liefern.
Stadtanwalt Somsen gab den Stadt
Vätern den' guten Rat die Annahme
oder nicht Annahme der neuen Dampf
Maschine in der elektrischen Lichtanlage
nicht länger zu verzögern und es wurde
beschlossen das elektrische Licht-Komitee
und den Supt. der Lichtanlage zu er
suchen sobald als möglich nach Minne
apolis zu reisen um die Sache endgültig
zü erledigen.
In Sachen der projection Land
straße nach Courtland über Redstone
wurde beschlossen an Ort und Stelle
eine Untersuchung vorzunehmen an wel
cher sich sämmtliche Mitglieder des
Stadtrats, der Stadtingenieur und die
County Kommissäre Graff und Henle
beteiligen sollen.
Die von M. A. Hippert hinterlegte
^Bürgschaft wurde gutgeheißen und die
Uebertragung derSchanklizens von Peter
Hengel an Heinrich Fast wurde ge
nehmigt.
Nach Verlesen der Monatsberichte der
angestellten Beamten der Stadt und
Prüfung und Anweisung der eingelau
fenen Rechnungen erfolgte Vertagung.
Nenno erhält Revenue Office.
Seit Ed. Lynch zum Jnteranl Revenue
Collector des Staates ernannt wurde,
geriet das Gerücht in Umlauf, daß F. I.
Nenno von hier sich um das Amt des
Distrikt Internal Revenue Collectosr
bewerbe und daß seine Aussichten ernannt
zu werden die besten seien. Vor einigen
Tagen erhielt Herr Nenno die Nachricht,
daß er bis zum 1. Dez. bereit sein solle
seinen Posten anzutreten. Dienstag
reiste Herr Nenno nach St. Paul, legte
den vorgeschriebenen Eid ab und ging
an die Arbeit um mit seinen zukünftigen
Pflichten bekannt zu werden. Da Herr
Humafon welcher diesen Posten seit 17
Jahren inne hatte, bereits entlassen
wurde, wird Herr Nernto wohl in kurzer
Zeit sein Amt hier antreten.
Möglicherweise wird Herr Nenno nach
Mankato ziehen wo ihm im Buudesge
bände eine Office zur Verfügung steht.
Walter Schell schwer verletzt.
Einer Zeitung von Los Angeles, Cal.
entnehmen wir, daß Walter Schell einer
großen Todesgefahr knapp entronnen ist.
Er befand sich mit 18 Anderen in dem
Elevator eines Officegebäudes in jener
Stadt. Der Elevator war int Aufstei
gen begriffen, als plötzlich der Kabel
draht brach und mit seiner Ladung 50
Fuß tief abstürzte. Sie erlitten alle
ernstliche Verletzungen und Herr Schell
trug am rechten Fuß einen Beinbruch
davon und verletzte sein linkes Bein ganz
bedeutend. Mit diesen Verletzungen
scheint er davongekommen zu sein.
Die Southern Minnesota Medi
cal Association tagte am Dienstagabend
und Mittwoch in Mankato. Die Dok
toren Fntsche, Strickler und Reineke
von hier wohnten den Versammlungen
bei.
Verschiedene Brunnen vom Gesund
heitsrat condemnirt.
Nicht geringe Aufregung wurde im
östlichen Teil der Stadt verursacht als
bekannt wurde, daß der Gesundheitsrat
den. Brunnen an 7.. Süd und Front
Straße welcher von einer Quelle im
Süd German Park gespeist wird, auf
Anordnung des Gesundheitsrats ge
schlössen worden sei. Dieses geschah
seitens der Lokalbehörde auf Anordnung
des staatlichen Gesundheitsrats, da eine
Untersuchung einer Wasserprobe dieses
Brunnens seitens des Staats Chemikers
ergab, daß dasselbe so stark contaminirt
sei, daß der Gebrauch desselben gesund
heitsgefährlich werben könnte.
Der Brunnen wurde Samstag ver
schlössen, aber die Bürger jenes Stadt
teils bestanden auf ihrem Recht dieses
Wasser gebrauchen zu dürfen, sintemal
es als das einzige unschädliche Wasser
während der Typhusepidemie gegolten
hatte, und es dauerte nicht lang und
das Schloß war demolirt und die
Bürger labten sich an dem Wasser wie
vorher.
Der Gesundheitsrat hielt es für
ratsam unter den Umständen die Be
wohner jenes Stadtteils auf die Gefahr
des Gebrauchs dieses Wassers, wenn
nicht vorher gekocht, aufmerksam zu
machen und ließ eine gedruckte Warnung
an die Bewohner jenen Stadtteils er
gehen welche Sonntag abgeliefert wurde.
Condemnirt wurden ferner 6 Privat
brunnen. Eine Untersuchung von Was
serproben ergab, daß das Wasser in
diesen Brunnen sehr unrein sei. Die
Zustände bei diesem verschiedenen. Brun
nen sind nicht wesentlich verschieden.
Eine stichhaltige Erklärung für diese
obwaltenden Umstände ist nicht anhand.
Der Gesundheitsrat benachrichtigte
sämmtliche Eigentümer dieser condem
nirten Brunnen und ersuchte dieselben
den Gebrauch des Wassers einzustellen.
Die staatliche Gesundheitsbehörde wird
in absehbarer Zeit einen Sachverständi
gen hierherschicken der versuchen soll die
Ursachen dieses contaminierten Wassers
zu ergründen. Vorsicht üben ist unter
den obwaltenden Umständen erstes Bür
gerpflicht und Jeder sollte es sich zur
Augfabe machen die lokale Gesundheits
behörde nach Kräften zu unterstützen.
Stottmert in der Turnhalle.
Vergeht nicht, daß die nächste Num
mer des "University Lecture Course" auf
den 10. Dezember fällt. Es ist dies
ein Konzert, gegeben von dem berühm
ten McPhail Streich Quartett. Kauft
jetzt Eure Billete und sichert Euch einen
Genuß. Zur selben Zeit unterstützt
Ihr das Unternehmen auch finanziell
und helft dadurch den paar Leuten die
durch ihr Gutsagen diesen Kursus ge
sichert haben. Die erste Nummer war
nicht gut besucht. Das sollte nicht wie
der vorkommen, ganz besonders nicht
wenn es ein musikalisches Programm
giebt und die New Ulmer doch als musi
kalisch gelten wollen.
Hochzeiten.
In Lamberton traten am Danksag
ungstag Frl. Martha Retzlaff und
George A. Kastner jn den Ehestand.
Past. W. C. Albrecht-von Sleepy Eye
vollzog die Trauung. Die Hochzeits
feter wurde im Hause von Frau Karl
Spanlding im engsten Familienkreise
abgehalten. Von hier wohnten der
Feier bei F. H. Retzlaff und Gottfried
Retzlaff. Die Braut ist eine Tochter
des letzteren. Die Neuvermählten wer
den auf der Farm des Bräutigams in
der Nähe von Lamberton wohnen.
Am Danksagungstage wurden im
kathol. Pfarrhause Frl. Hilda E. Schuo
brich von hier und G. H. Gilbert von
New Orleaus von Pfarrer R. Schlin
kert getraut. Trauzeugen waren Frl.
Margaret!) Collins und C. Lundberg
von Mankato. Nach der Trauung wur
de im engsten Familienkreise im Hause
der Brautmutter Hochzeit gefeiert. Die
Braut ist eine wohlbekannte junge Dame
New Ulm's und die Tochter von Frau
F. A. Schnobrich. Der Bräutigam ist
Sales Manager für die Royal Baking
Powder Co., welche verantwortuugs
volle Stelle er seit Jahren bekleidet.
Die Neuvermählten traten noch am sel
ben Nachmittage eine Hochzeitsreise nach
Minneapolis an, wo sie vorläufig woh
nen werden. Sie gedenken späterhin
nach dem Süden zu ziehen.
Versammlung des Com. Club.
Die regelmäßige Mouatsversamm
lung des Commercial Club findet am
Montagabend den 7. Dezember statt
und beginnt um 8 Uhr. Präs. Otto
meyer verspricht genug Interessantes
und Zeitgemäßes anhand zu haben,
sodaß die Versammlung eine interessante
zu werden verspricht. Er ersucht die
Glieder vollzählig zu erscheinen.
Jahrgang 51. New Ulm, Minnesota, Freitag den 4. Dez., 1914. Nummer 49
Serbien pseift'auf dem letzten Loch. Belgrad mußte von der serbischen
Garnison geräumt werden und die Stadt wurde Mittwochabend von den
Oesterreichern besetzt. Bei Komatice wurden die Serben geschlagen und
verloren 19,000 Gefangene und gegen 100 Kanonen. Ter völlige Zu
sammensturMerbischer Opposition steht bsvor.
Als eine glänzende Waffentat haben sich die Kempse der Deutschen
in der Gegend von Lodz herausgestellt. Sie durchbrechen den rechten Flügel
der Russen und machten 12,000 Gefangene. Außerdem sielen 25 Geschütze
in ihre Hände und verloren selbst nur 1 Geschütz. Ueber 80,000 Russen
seit dem 11. November gefangen genommen. Tie Lege auf dcm östlichen
Kriegsschauplatz hat sich für die Deutschen ä«|etst günstig gestaltet.
Kaisers Regiment erstürmt Argonnenseste
An der Argonnen hat ein deutsches KegiMent einen festen Stützpunkt
der Franzosen erstürmt und etwa 300 Mann gefangen genommen. Ferner
heißt es im Bulletin, daß aus den westlichen Kriegsschauplatz alle Vorstöße
des Feindes zum Halten gebracht wurden. Sonst bleibt die Lage unverändert.
London, 1. Dez. Die „aimea
hat folgendes über die Lage in Po
leu zu sagen: „Es wird jetzt klar,
daß die deutsche Armee in Polen mit
knapper Not der Vernichtung ent
gangen ist, und daß die Deutschen
mit solcher Wut kämpften, bis sie
den eisernen Ring, den die Russen
um sie geschlossen, zersprengten. Auch
sind, bedeutende deutsche Versiärkun
gen angekommen, und die Schlacht
ist noch völlig unentschieden. Die
britische Presse glaubt zwar im all
gemeinen, daß ein großer russischer
Sieg noch möglich ist, aber überall
gibt mau zu, daß die neulichen rus
fischen Siegesmeldungen zum min
desten verfrüht waren."
Berlin* 1. Dez. drahtlos nach
Sayville, L. I. Dos hiesige amt
liche Presse-Bureau kündigte gestern
an, es habe aus Rotterdam die Nach
richt erhalten, daß England mit
dem Plan umgehe, einen Teil seiner
neuen Armee nach Südafrika und
den anderen nach dem europäischen
Kontinent zu schicken.
Aus Konstantinopel ist dem Bu
reau gemeldet worden, daß der tür
fische Generalstab das Gerücht, laut
welchem die gegen die Russen ope
rierettde türkische Armee sich auf Er
zerum zurückziehe, aufs nachdrück
lichste dementiert hat. Der Sultan
hat Jon einer Anzahl der prominen
testeK Männer in Egypten die
(Nach dem übermäßigen Genuß schriftliche Zusicherung erhalten, daß
an russischen Siegesmeldungen scheint sie ihm treu bleiben werden. Deswei
die Ernüchterung in England allge- teten heißt es in dem Bericht Wort
mein zu sein. Man hält es immer-' v:
hm noch für möglich, daß die Rus- Lage am Ende der vergan?
sen einen großen Sieg vielleicht gk- genen Woche beweist nach der Ansicht
Winnen können. Vor einigen Tagen von Militärkritikern, daß die Zeit
war der russische Sieg bereits eine sjjr energische Operationen gegen die
abgemachte Sache. Anm. d. Red.) Russen gekommen ist. Diese wurden
..Der östliche Kriegsschauplatz," be- durch das Vorrücken russischer Ver
sagt die Londoner Meldung, „dürfte siärkungen im nördlichen Polen zum
für die nächsten Tage auch noch die Stillstand gebracht. Die deutschen
größte Aufmerksamkeit aus sich leu- Verstärkungstruppen haben nach
ken, zumal in Flandern die Lage dem Dafürhalten der Kritiker die
unverändert bleibt. Eine scharfe Gefahr einer Invasion in deutsche
Wendung im Westen dürfte erst durch Provinzen endgültig beseitigt.
einen entscheidenden Erfolg auf dem Leiter südlich arbeiten die Oe
russischen Kriegsschauplatz herbeige- p.erre^er mit guten Erfolgen zu
räch wer en. sammen, und das Vorrücken der Oe
sterreicher in Serbien liefert genii*
London, 1. Dez. Der Korrefpon- g^nden Grund zu der Annahme, daß
dent der „Central News" telegra- ^et serbische Feldzug bald zu einem
phiert an seine Zeitung aus Amster- erfolgreichen Abschluß gebracht wer
dam, daß die Deutschen vor Dixmude jen wird, so daß die dort frei wer
ernen allgemeinen Rückzug angetreten! senden Truppen anderswo Verwen
haben. Gleichzeitig wird aber dazu
bemerkt, daß diese Meldung nicht
amtlich ist und daß der Korrefpon
dent dies, den Rückzug, wohl „er
raten" habe.
(Bekanntlich ziehen die „ermüde
ten" deutschen Truppen, die merk
würdigerweise die Kälte viel schlech
ter aushalten können als die mit
vier bis fünf Hemden bekleideten
Franzosen, sich schon seit den Tagen
von -Lüttich täglich mehrmals zu
rück. Die Meldung ist natürlich
nicht ernst zu nehmen.
bung
Anm. d. Red.)
Paris, 1. Dez. Das sranzostscye
Kriegsbureau veröffentlichte heute
mittag folgende Erklärung: „Arn
gestrigen Tage fanden in Belgien
heftige Artilleriekämpfe statt. In
santerieangriffe wurden nicht ge
macht. Der Feind entwickelt nördlich
von Arrets fortgesetzt eine äußerst
lebhafte Tätigkeit. In der Aisne
Gegend finden Artilleriekiknpse statt.
In den Argonnen wird weiter ge
kämpft, ohne jedoch eine Verände
rung in der Lage herbeizuführen.
Vom Woevre-Distrikt und aus den
Bogesen ist nichts zu berichten."
(Das französische Bulletin scheint
etwas über die Kämpfe nördlich von
Arras zu verschweigen. Zum ersten
Male seit langer Zeit haben die
Franzosen keinen Angriff der Deut
schen „zurückgeschlagen".
Anm. v, Red.)
finden können.
„Ein Beobachter, der soeben aus
Serbien zurückgekehrt ist, verleiht
der Ansicht Ausdrück, daß die Ser
ben am Ende ihres Witzes angelangt
sind.
„Auf dem westlichen Kriegsschau
platz ist die Lage nicht so klar, wie
auf dem östlichen, aber die einge
gangenen Berichte zeigen, daß die
Angriffe des Feindes zurückgeschla
gen worden sind. Die Deutschen ge
Winnen nach diesen Berichten bestän
dig Terrain, so daß eine endgültige
Entscheidung allmählich näher rückt."
Berlin, über London, 1. Dez. In
Berlin wurde heute folgende amt
liche Bekanntmachung erlassen:
„Vom westlichen Kriegsschauplätze
ist nichts neues zu berichte». In Ost
preußen und in Süd-Polen war die
Lage gestern im allgemeinen ruhig.
Im nördlichen Polen, südlich von
der Weichsel, hat sich unsere Kriegs
beute infolge unserer gestrigen Er
folge wiederum vermehrt.
„Die Zahl der Kriegsgefangenen
hat ttm 9,500 Mann zugenommen,
und wir haben 19 weitere Geschütze
erorbert. Außerdem fielen 26 Ma
schinengewehre und viele Munitions
tonnen in unsere Hände."
Berlin, über London, Dez. Die
Erklärung des hier akkreditierten
Botschafters' James W. Gerard mit
aus «rtegsionieroanuc-scuIt­
tel, wird von den hiesigen Zeitungen
im Wortlaut veröffentlicht. Die
„Kreuz-Zeitung" sagt, daß gegen den
von Gerard eingenommenen Stand
Punkt kein Einwand erhoben werden
kann, weil er sachlich und verstand
lich ist.
Graf Ernst von Reventlow sagt
in der „Tageszeitung", daß der ame
titanische Standpunkt technisch rich
tig ist. Des weiteren führt er aber
aus, daß solche Sendungen, durch die
die Verbündeten allein profitieren
und die die gegen Deutschland ge
richteten militärischen Versuche be
ständig stärken, gegen den Geist der
Neutralität verstoßen. Er macht den
Vorschlag, daß die amerikanische Re
gierung die Macht ihrer Autorität
in London benutze, um solche Liefe
ritngen auch Deutschland und sei
nen Verbündeten zu sichern. Dadurch
werden die Vereinigten Staaten Ge
legenheit erhalten durch eine derar
tige praktische Politik aufs beste zu
beweisen, daß ihre Neutralität auf
richtig ist.
Die Erklärung des amerikanischen
Botschafters Gerard enthält unzwei
felhaft die von den Vereinigten
Staaten zum Ausdruck gebrachte An
ficht, da sie den von Deutschland
geltend gemachten Protest, daß'Eng
land und Frankreich die „Londoner
Erklärung" mit Bezug aus Konter
bände verletzten, beantworteten.
Jn ihrer Antwort darauf nah
men die. Vereinigten Staaten den
Standpunkt ein, daß sie den den Krieg
führenden Nationen früher gemach
ten Vorschlag, die „Londoner Er
klärungen" als temporären Kodex für
den Seekrieg anzunehmen, zurückzie
he, und daß dieses geschehe, weil
einige der Krieg führenden Nationen
nicht willig gewesen seien, die „Lön
doner.Erklärungen" ohne Modifizie
rung anzunehmen.
In der Antwortnote heißt es dann
wörtlich: „Die Vereinigten Staaten
bestehen darauf, daß ihre Rechte und
ihre Pflichten und die ihrer Bürger
in dem gegenwärtigen Krieg durch
die bestehenden Regeln des Völker
rechts und die von den Vereinigten
Staaten mit den Krieg führenden
Nationen abgeschlossenenVerträgen ge
nau definiert werden. Die Regie
rung der Vereinigten Staaten wird
sich das Recht reservieren, in jedem
Fall, in dem ihre Rechte und Pslich
ten verletzt oder deren freie Aus
Übung gehindert wird, je nach ihrem
Dafürhalten eine Forderung oder ei
nen Protest geltend zu machen".
Lage in Mexiko.
Ist nach der Behauptung des Präsiden
ten Wilson zufriedenstellend.
Washington, 1. Dez. Hier wurde
gestern gemeldet, daß eine aus 2,500
Mann bestehende Abteilung, die von.
Jose Obregou, einem Bruder bei
a a a- A a O
gon befehligt wird, von Sinaloa aus
in Sonora eingedrungen ist. Jose
Obregon hat die Absicht, Hermosillo,
die Hauptstadt des Staates Sonora
und ein Hauptquartier Villas einzu
nehmen.
Präsident Wilson erklärte heute den
Zeitungskorrespondenten, die er wö
chentlich empfangt, daß es in Mexik»
sowohl wie auch in den Vereinigten
Staaten viele Personen gibt, die ab
sichtlich über die Lage Unwahrheiten
verbreiten. Der Präsident fügte hin
zu, daß nach den letzten ihm auZ
Mexiko zugegangenen Nachrichten, die
Lage in Mexiko in jeder Weise zu
friedenstellend ist.
Wird entschädigt.
Luxemburg wird für Durchzug de«t
scher Truppe» bezahlt.
Luxemburg. 1. Dez. Die luxem»
burgische Zeitung „Wort" erklärt amt
lich, daß Deutschland bis jetzt dem
Großherzogtum
$318,000
als Ent­
schädigung für den Durchzug beut»
scher Truppen durch luxemburgisches
Gebiet bezahlt hat. Von der Gesamt
summe entfallen
$256,000
auf die
Entschädigung für den angerichteten
Flur- und Erntefchaden und
$62,000
auf die Entfchäbignng für bie an der
französischen Grenze demolierten Hau
ser und Straßen.
Officielle Stimmenzählung beendigt.
Laut Bericht des staatlichen „Can
vasfing Boards" welcher kürzlich be
endigt wurde, hat Winsield Scott
Hammond eine Pluralität von 12,574
über seinen Gegner William §. Lee von
Long Prairie.
Hiermit das officielle Votum für
Governor im 2. Congreß Distrikt:
Lee Hammond
Blue Earth .. .. 2,660 2,835
Brown 1,451 "2^283
Cottonwood 1,126 Sil
Faribault 1,806 1,432
Jackson ".. 1,290 1,086
Lincoln ............839 761
Martin .. 1,401.. 1,49s
Murray ..... .... 908 92?
Nobles 1,166 1,091
Pipestone 841 705
Redwood 1*621 1,230
Rock 844 726
Watonwan 844 1,177'
totals 16,797 15,256
Lee's Majorität 1441.
Folgendes ist das offizielle Votum
für Congreßmann dieses Distrikts. Die
Namen der Kandidaten erscheinen in
folgenden Reihen folge: Ellsworth,
Flittie, Hollister, Dehnel:
E. F. H. D:
Blue Earth 3,082 2,144 136 329
Brown .... 1,351 1,588 233 616
Cottonwood 1,315 535 96 161
Faribault .. 2,135 867 95 368
Jackson... 1,360 734 110 163
Lincoln 935 526 65 159
Martin .... 1,704 835 119 182
Murray ... 1,014 718 79 115
Nobles .... 1,193 687 69 426
Pipestone 905 423 106 156
Redwood 1,707 687 113 306
Rock 1,029 402 50 ,68
Watonwan. 1,158 596 55 167
Totals .. 18,888 10,760,1,326 3,206
Ellsworth Pluratität 8,128.
Vier Männer ersticken in einem Silo.
Vier ^Arbeiter sind kürzlich in einem
Silo in Ohio an Carbon Dioxide Gas
erstickt. Die vier Männer waren an
einer Leiter in die Höhe geklettert und
dann etwa sechs Fuß in den Behälter
hinab gesprungen. Fünf Minuten spä
ter als zwei ändere Arbeiter auch in den
Behälter steigen wollten, fanden sie die
vier bewußtlos am Boden liegen. Sie
wurden sofort herausgeholt, erlangten
aber nicht, wieder das Bewußtsein. Es
scheint daß s'ch das Gas über Nacht mu
gesammelt hatte und den Behälter bis
zur Tür angefüllt. Farmer sollten sich
diesen Borfall zur Warnung nehmen.
Frl. Martha Reinhart machte am
Freitag eine Reise nach den Zwillings
städten.
Herman Glum,, der den Sommer
über bei seinem Sohn in Stewartsdale,
N. D. wohnte, kam am Dienstag für
den Winter wieder nach'Hause.
Frl. Meto Hanschen ist am
Sonntag nach Belgrade, Stearns Co.
abgereist. Sie wird dort einige Wochen
zum Besuch weilen bei' ihrem Bruder
John W. Hanschen und dessen Fcm'lie.
Der erste der Turner Hall Club
Tänze am Samstagabend wurde von
etwa fünfunddreißig Paaren besucht.
Alle amüsierten sich köstlich. Der näch
ste Tanz findet am Samstagabend, den
12. Dezember statt. Die Musik ist
engagiert bis um Mitternacht zu spielen
wie das bei Club Unterhaltungen Ge
brauch ist.
Der Current News Club ver
sammelte sich am Dienstag bei Frau
G. F. Reineke. Der Club betreibt
diesen Winter Naturstudien. Frau
Zelle leitete gestern die Versammlung,
Frau E. I. Buehrer hatte zum Thema
„Garten Insekte", Frl. Minnie Mendt
verlas einen Artikel aus einer Zeit
fchrift, Frau Reim sorgtet für Musik
und Frau Beußmann verlas ein Weih»
nachtsgedicht.
Von hier begaben sich letzten
Freitag 13 New Ulmer und New Ulme
rinnen nach Winthrop um der von
Herrn und Frau Spoerhase und Herrn
und Frau Schientann arrangirte Kostüm
gesellschast beizuwohnen. Einige mach
ten die Fahrt per Auto und kamen noch
denselben Abend zurück. Die anderen
kamen den nächsten Mittag aus der M,
2C. St. L. zurück. Die Gesellschaft
bestand aus Herrn und Frau I. H.
Siegel, Herrn und Frau L. B. Krook,
Frau Johnson, Frau Helmes, Frau
W. G. Alwin, Frau H. Hein, Frau L.
G. Bell, Frau O. Seiter und Frl.
Tittie Heimann.
Nachrichten aus Salem, Ore„
melden, chaß bei der letzte« Wahl das
Amendement zur Staatskonstitution,
laut welchem die Todesstrafe abge
schafft wird, mit einer Majorität von
157 Stimmen angenommen worden

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